Hundeschwimmtag

3. Mainzer Hundeschwimmtag am Sonntag

Hundeschwimmtag: Taubertsbergbad lädt nach Ende der Sommersaison Zwei- und Vierbeiner ein.

Zum Ende der Freibadsaison können auch in diesem Jahr wieder die Vierbeiner die Wasserflächen im Taubertsbergbad erobern: Am Sonntag, 13. September 2020, lädt die Mainzer Stadtbad GmbH von 10 bis 16 Uhr zum 3. Mainzer Hundeschwimmtag ein.

Der Eintritt ist für Vierbeiner, Herrchen und Frauchen kostenlos. Eine Spendenbox wird vor Ort aufgestellt. Der Erlös der Sammelaktion kommt dem Tierschutzverein Mainz und Umgebung e.V. zugute.

Am Sonntag erfolgt der Einlass über das Tor links neben dem Haupteingang. Dort wird ein roter Sonnenschirm platziert. Herrchen und/oder Frauchen müssen am Eingangsbereich die Kontaktdaten hinterlassen. Gerne können Besucherinnen und Besucher den Kontakterfassungsbogen schon ausgefüllt mitbringen. Das entsprechende Formular gibt es online auf der Internetseite www.mainzer-taubertsbergbad.de

Vor Ort wird es ebenfalls die Möglichkeit geben, das Formular auszufüllen.

Im Freibadbereich besteht keine Maskenpflicht. Im Eingangsbereich muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Sollte dieser bei Schlangenbildung nicht einzuhalten sein, bitten wir die Besucherinnen und Besucher, eine Maske zu tragen. Für eine kleine Stärkung vor Ort ist die Snackbar geöffnet.

 

Hundehalter müssen viel lesen




Taubertsbergbad Freinad

Mainzer Taubertsbergbad: Freibad-Eröffnung

Geöffnet ist das Freibad im Mainzer Taubertsbergbad seit Ende Juni 2020 täglich zu drei verschiedenen Zeitfenstern; Eintrittskarten sind vorab über ein Online-Ticketsystem zu erwerben.

Ein komplett neues 50 Meter-Becken im Freien ist das neue Glanzstück im Mainzer Taubertsbergbad. Das Edelstahlbecken ist nicht mehr ganz so tief wie das frühere Schwimmerbecken und die große Wasserfläche wurde neu aufgeteilt: Zwei Bahnen mit 50 Metern Länge und sechs Bahnen mit 25 Metern Länge für diejenigen, die gerne schwimmen und ein Nichtschwimmerbereich mit ansteigender Wassertiefe, sieben Whirlliegen und einem Brodelberg für diejenigen, der gerne planschen.

Planschen und spielen sind auch im Nichtschwimmerbeckern mit Rutsche angesagt, das Planschbecken mit Sonnensegel wird, wie in den vergangen Jahren, insbesondere Familien mit Kleinkindern anziehen. Der neue Matschspielplatz zwischen Planschbecken und Beauvolleyballfeld findet unter den Kleinsten und Kleineren garantiert schnell seine Freunde.

Liegewiesen unterteilt

Die Liegebereiche auf den Wiesen sind unterteilt in  einen etwa 3.300 Quadratmeter großen Kleinkindbereich, ein rund 9.000 Quadratmeter großes Areal für Familien rund um das Nichtschwimmerbecken und einen 8.400 Quadratmeter großen Schwimmerbereich. Wegekonzept und Beschilderung erleichtern die Orientierung und die Einhaltung von  Mindestabständen, die Mischung zwischen den Gästegruppen soll so reduziert werden.

Eintritt nur mit E-Ticket

Während des Corona-Betriebs sind Mehrfachkarten, Gutscheine, Familienkarten und andere Rabattierungsregelungen ausgesetzt – sie können aber nach der Corona-Zeit wieder benutzt werden. Voraussetzung für den Besuch des Taubertsberg-Freibades ist (bis auf weiteres) der Kauf von Eintrittskarten über das E-Ticketsystem, das auch die Grundlage für die Corona-bedingte Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten bietet. Entscheiden müssen sich die Badegäste zuvor auch für einen Zeitslot, die Badezeit ist in drei Zeitfenster unterteilt:

  • Das Frühschwimmer-Zeitfenster geht von montags bis freitags von 6.30 bis 8 Uhr.
  • Die Familienzeit startet täglich um 9 Uhr und endet um 14 Uhr.
  • Das Nachmittagsschwimmen beginnt um 15 Uhr und endet um 20 Uhr.

Diese Zeitfenster sollen auch an heißen Tagen und in der Ferienzeit möglichst vielen Menschen innerhalb der Besucher-Obergrenzen den Freibad-Besuch ermöglichen.

Ticketpreise  

Bis  30. Juni 2020 gelten folgende Eintrittspreise:
Frühschwimmer Mo.-Fr. 6:30 Uhr bis 8 Uhr → 3,56 €
Erwachsene (ab dem voll. 18. Lebensjahr) → 4,59 €
Kinder  (2-17 Jahre) → 3,87 €
Kinder  (bis 2 Jahre) → 0,12 €
Menschen mit Behinderung (GdB > 70 %) → 3,87 €

Ab dem 1. Juli 2020 (Senkung der Mehrwertsteuer!) gelten folgende Eintrittspreise:
Frühschwimmer Mo.-Fr. 6:30 Uhr bis 8 Uhr 3,50 €
Erwachsene (ab dem voll. 18. Lebensjahr) 4,50 €
Kinder (2-17 Jahre) → 3,80 €
Kinder (bis 2 Jahre) → 0,10 €

Menschen mit Behinderung (GdB > 70 %) → 3,80 €

Im Online-Ticket-System können die Badegäste in Echtzeit das verfügbare Ticketkontingent einsehen. Zusätzlich werden alle Gästedaten datenschutzkonform gespeichert, so dass bei einem Verdachtsfall die Infektionskette nachzuverfolgen wäre.
Beschilderungen weisen auf Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und geänderte Verhaltensregeln hin. Personen, die sichtbare Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen, wird der Zutritt verwehrt!

Eingänge und Ausgänge

Grundsätzlich gibt es zwei Betriebszustände im Freibad unter Pandemie-Bedingungen, den “Schwachlastzustand” und den “Starklastzustand”. Der Schwachlastzustand wird in der Regel für die Frühschwimmerzeit werktags oder an Tagen mit schlechtem Wetter gelten. In Fällen mit geringeren Besucherzahlen befinden sich der Eingang und der Ausgang zum Bad am Notausgangstor am Hauptgebäude des Taubertsbergbades. Die Wegeführung für die Besucherinnen und Besucher ist im Einbahnsystem, mit Personenleitsystem und entsprechender Beschilderung, unter den gültigen Abstandsregelungen organisiert.

Der Starklastzustand wird beispielsweise in der Familienzeit von 9 bis 14 Uhr oder beim so genannten After-Work-Slot von 15 bis 20 Uhr eintreten, vor allem an sommerlich heißen Tagen. Im Starklastzustand werden aufgrund der größeren Besucherzahlen Eingang und Ausgang weiter auseinander liegen. Der Eingang ist dann am großen Tor im Freibad platziert, am Fußweg in der Nähe des Parkhauses.

Umkleiden, Sanitärbereiche, Kiosk

Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften gibt es einige Einschränkungen. Die Warmwasserduschen im Sanitärbereich des Freibades bleiben vorerst geschlossen. Die Durchschreite-Duschen an den Freibadbecken sind geöffnet. Die Spinde müssen geschlossen bleiben, ebenfalls die Umkleiden. Die Anzahl der Toiletten im Sanitärbereich des Freibades ist reduziert. Der Kiosk im Freibad ist geöffnet. Allerdings können aktuell dort lediglich verpacktes Eis, Getränke, Brezel verkauft werden. Frisch zubereitete Speisen können leider  nicht angeboten werden, da die Schlangenbildung im Bereich des Kiosks vermieden werden soll.

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Infos: www.mainzer-taubertsbergbad.de

 

 

 




Mainzer Baustellen Taubertsbergbad

Auf den Mainzer Baustellen geht es rund

Mainzer Baustellen: Die Corona-Schockstarre ist vorbei und siehe da, während der Erstarrung hat sich hinter den Kulissen, in den Home-Offices, per Video-Konferenzen viel bewegt in dieser Stadt.

Kaum waren die ersten Präsenz-Konferenzen wieder möglich, wurde der Fortgang von drei, für die Mainzer/-innen wichtigen Bauvorhaben vorgestellt.

Mainzer Baustellen: Baden ist angesagt

Tschüss Trampelpfad, hallo Edelstahlbecken und Matschplatz: Im Freibad des Mainzer Taubertbergbades hat sich einiges verändert.

Die Freibäder dürfen in Rheinland-Pfalz ab dem 27. Mai 2020 wieder öffnen. Allerdings waren bis zum 25. Mai die Hygienekonzepte noch nicht bekannt. Für das Taubertsbergbad in Mainz spielte das insofern noch keine Rolle, als die Erneuerung des 50-Meter-Beckens im Freibad bis Ende Juni abgeschlossen sein soll.

2,5 Mio. Euro hat die Mainzer Stadtbad GmbH, eine Tochtergesellschaft der Mainzer Stadtwerke AG, in die Sanierung investiert. Für die energetische Optimierung im Freibad gewährt die Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz einen Zuschuss in Höhe von 300 000 Euro.

Die gesamte Freibad-Technik wurde erneuert, wozu diverse Erdarbeiten auf dem Gelände erforderlich waren. Dabei wurde auch ein allseits beliebter Trampelpfad beseitigt, eine Hecke verhindert künftig den Weg quer über die Wiese. Neu ist ein Matsch-Spielplatz, zwischen dem Kinderplanschbecken und dem Beachvolleyballfeld. Neu ist auch die Treppe, die von der unteren Wiese, die mit ihrem alten Baumbestand besonders viel Schatten bietet, direkt zum Nichtschwimmerbecken führt.

Auffälligste Veränderung im Freibad ist das neue 50 Meter lange Becken aus Edelstahl. Es ist nicht mehr ganz so tief wie das frühere Schwimmerbecken. Das senkt die Betriebskosten. Die Wasserfläche des neuen Freibadbeckens wurde so aufgeteilt, dass sich sowohl Schwimmer/-innen wie Nichtschwimmer/-innen austoben können. Zwei Bahnen mit 50 Metern Länge und sechs Bahnen mit 25 Metern Länge, sowie ein neuer Nichtschwimmerbereich mit ansteigender Wassertiefe, sieben Whirlliegen und einem Brodelberg versprechen viel Badespaß.

Um dieses große Becken herum wird im Winter eine Traglufthalle aufgebaut, direkt neben dem Becken sind Umkleide, Duschen und WC in Containern untergebracht.

Mainzer Baustellen: Vom Knotenpunkt zum Platz

Der Münsterplatz – ein Platz, der als solcher bislang nicht zu erkennen ist. Ein Knotenpunkt. In vielerlei Hinsicht. Verkehr stadtein- und stadtauswärts, Zufußgehende, Radler/-innen, PKWs und LKWs, Straßenbahnen und Busse.

Ab dem 8. Juni 2020 beginnt der zweite Bauabschnitt für den Umbau des Münsterplatzes. Es geht um den Abschnitt in die Große Bleiche und die Schillerstraße hineinführend, ein kleines Stück in der Binger Straße ist ebenfalls betroffen. Zum Auftakt wird die Kleine Langgasse komplett gesperrt.

MünsterplatzAlle Leitungen im Boden werden erneuert. Die Mainzer Mobilität nutzt die Erdarbieten, um das letzte Stück Gleise für die Straßenbahn ebenfalls zu erneuern. Heißt: Vollsperrung der Schillerstraße in den Sommerferien, ab dem 20. Juli 2020. In dieser Zeit wolle die Parken in Mainz GmbH außerdem letzte Arbeiten am Parkhaus Schillerstraße ausführen. Die Einzelhandelsunternehmen in der Schillerstraße seien frühzeitig informiert und auf die Baumaßnahmen vorbereitet worden, sagt Verkehrsdezernentin Katrin Eder. Es gebe selbstverständlich einen Schienenersatzverkehr, sagt Mainzer Mobilitäts-Geschäftsführer Jochen Erlhof. Die Ersatzhaltestellen in der Großen Langgasse und der Ludwigsstraße sollen nah genug am Schillerplatz eingerichtet werden, damit die Passanten/-innen keine zu weiten Wege in Kauf nehmen müssten um dort die Geschäfte und Arztpraxen zu erreichen. Am 17. August 2020 sollen Straßenbahnen und Busse wieder wie gewohnt durch die Schillerstraße fahren können.

Eder und Erlhof kündigen außerdem an, die Baumaßnahme werde rechtzeitig zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts soweit fertiggestellt, dass am Schillerplatz keine Beeinträchtigung für die Geschäfte mehr bestehe.

Im Mai 2021 soll die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen sein, 2,6 Mio. Euro wird sie kosten, 90 % stammen aus Fördermitteln des Bundesprogramms »Aktive Stadt«, die restlichen 10 % wird die Stadt über die »wiederkehrenden Beiträge« finanzieren.

Der neue Münsterplatz wird mit Hochbeeten, zusätzlichen Bäumen und Sitzgelegenheiten ausgestattet, er räumt dem Fußverkehr mehr Platz ein, soll mehr Barrierefreiheit schaffen und für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Seine Umgestaltung ist ein weiterer Baustein des »Integrierten Entwicklungskonzept Main­zer Innenstadt«.

Mainzer Baustellen: Architektonisches Aushängeschild für die Ludwigsstraße

Die Ergebnisse der Architektenwettbewerbe für das Einkaufsquartier Ludwigstraße liegen vor; nun beginnt die Phase der konkreten Bauplanung.

Seit vielen Jahren beschäftigt die Neuordnung der städtebaulichen Situation in der Ludwigsstraße die Politik und die Stadtgesellschaft in Mainz. Am 25. September 2019 beschloss der Mainzer Stadtrat die Auslobung der Wettbewerbe für die konkrete Umgestaltung. Ziel des Wettbewerbs war ein Entwurf für eine qualitativ anspruchsvolle Bebauung, die eine hohe architektonische und freiräumliche Qualität bietet, den vielfältigen Nutzungen wie Einkauf, Gastronomie, Kultur, Hotel und Wohnen gerecht wird und sich in die Umgebung einfügt.

Ludwigsstraße KarsstadtMitte Oktober wurde die Auslobung an die acht teilnehmenden Bürogemeinschaften, die interdisziplinär (Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur) aufgestellt und regional, national bzw. international tätig sind, versendet. Sieben Büros haben Ende Februar ihre Entwürfe eingereicht.

Der städtebauliche bzw. architektonische Wettbewerb wurde als einphasiger Wettbewerb durchgeführt und bestand aus drei Teilen: Das städtebauliche Gesamtkonzept vom Gutenbergplatz bis zum Schillerplatz dient als Grundlage für die künftige Entwicklung in der Ludwigsstraße und als Basis für die jeweiligen Realisierungsteile. Hier werden generelle Vorschläge zu Baukörpern, Gebäudehöhen, Freiflächen, Wegeverbindungen und erste Aussagen zur Fassade vorgestellt. Der Realisierungsteil Fuststraße umfasst den Rückbau und Neuentwicklung des Gebäudekomplexes. Das Gebäude auf dem Grundstück Gutenbergplatz 2 wurde als Ideenteil bearbeitet und in die Gesamtkonzeption integriert. Der Realisierungsteil Karstadt besteht aus dem ehemaligen Karstadt-Areal von Ludwigsstraße bis Eppichmauergasse. Basierend auf dem städtebaulichen Gesamtkonzept werden in den Realisierungsteilen mit Lageplänen, Ansichten und Visualisierungen detaillierte Aussagen u. a. zu Gebäudehöhen, Grundrissen, Fassaden, Freiraumgestaltungen sowie zum Erschließungskonzept getroffen.

Am 15. Mai 2020 wurden die Wettbewerbsarbeiten von einer Jury aus Fachexperten aus ganz Deutschland sowie Vertretern der Stadt Mainz und des Vorhabenträgers bewertet und prämiert. Beurteilt wurden u. a. die städtebauliche, architektonische und freiräumliche Qualität, die Einhaltung des städtebaulichen Grundkonzepts, die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit sowie die Vereinbarkeit mit den Empfehlungen aus der Bürgerbeteiligung.

Im Zuge der Beurteilung zeichnete sich die Bürogemeinschaft aus FAERBER ARCHITEKTEN GbR, Mainz mit Jestaedt + Partner Stadtplaner (Mainz) und BIERBAUM.AICHELE Landschaftsarchitekten (Mainz) für die zwei Realisierungsteile als klarer Sieger ab, die herausragende Lösungen für die komplexe Gestaltung entlang der Ludwigsstraße entwickelt hat. Das Team wurde in den Realisierungsteilen Karstadt und Fuststraße jeweils mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Das Büro AS+P Albert Speer + Partner GmbH (Frankfurt/Main) wurde für den städtebaulichen Ideenteil mit dem ersten Platz prämiert. Die Konzeption mit einer verbreiterten Vorderen Präsenzgasse und der Platzgestaltung im Bereich Schillerplatz (ehemals Foto Oehling) stieß auf breite Zustimmung.

Mit einem Sonderpreis wurde das Büro Promontorio aus Lissabon bedacht, dessen ideenreiche Konzeption der Platzgestaltungen als wichtige Inspiration gewürdigt wurde.

Textgrundalge und weitere Infos zu den Wettbewerbsergebnissen »Umgestaltung der Ludwigsstraße«: www.lu-erleben.de

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Taubertsbergbad

Mainzer Taubertsbergbad: Alles hat seine Zeit

Auch der blaue Beckenboden im Taubertsbergbad in Mainz. Er hat ausgedient und wird ausgetauscht, gegen ein Edelstahlbecken. Das hält länger, ist leichter sauber zu halten – und es ist viel langweiliger.

Beim »Bahnenziehen« im Taubertsbergbad, wenn beim Brust-Kraulen der Kopf immer schön in Verlängerung der Wirbelsäule mit dem Gesicht nach unten im Wasser liegt, kann es sehr interessant sein, den Beckenboden zu beobachten. Manchmal lenkt es davon ab, dass irgendwo im Körper ein Teil nicht richtig funktioniert und schmerzt. Oder der Blick auf die Uhr signalisiert: schon wieder zu langsam, also schon wieder die Wunschzeit nicht erreicht.

Bevor in dem einen wie dem anderen Fall der Frust die Laune verdirbt, kann sich selbige schlagartig in gut verwandeln, wenn die Augen den Mustern auf dem Beckenboden folgen. Hervorgerufen durch die Sonnenstrahlen, die sich in der Wasseroberfläche brechen. Ständig entstehen neue Bilder, immer wieder von den Schatten der Schwimmenden verändert. Damit lässt sich das Gehirn gut ins Reich des Nicht-Denken-Müssens befördern. Also, es ließ sich befördern, denn der blaue Beckenboden ist Geschichte und in einem Edelstahlbecken funktionieren solche Farb-Wasser-Reflektionen nicht, der Farbkontrast fehlt.

50-Meter-Schwimmerbecken im Freibad

Klar haben die Mainzer Stadtbad GmbH, eine Tochter der Mainzer Stadtwerke AG als Taubertsbergbad-Betreiber  gute Gründe das 50-Meter-Schwimmerbecken im Freibad umzubauen. Ab der kommenden Freibad-Saison wird es in dem dann als »Mehrzweckbecken« gestalteten großen Becken einen Nichtschwimmer-Bereich mit ansteigender Wassertiefe geben. Der endet an einer Edelstahlwand, mitten im Becken und wird aufgehübscht mit einem Brodelberg (ein sprudelnder Springbrunnen) und Wasserliegen. Hier kann sich vergnügen, wer nicht schwimmen will (oder kann). Auf der anderen Seite der Edelstahlwand stehen den Schwimmer/-innen sechs Bahnen a 25 Meter zur Verfügung, die auch für Schwimmwettbewerbe genutzt werden können. Und die Bahnenzieher/-innen, die so gerne möglichst lange am Stück schwimmen? Für die gibt es zwei durchgehende, 50 Meter lange Bahnen. Insgesamt wird das große Becken weniger tief sein, was die Betriebskosten senken soll.

Direkt am Beckenrand werden Container aufgebaut, mit Umkleiden, Duschen und Schließfächern. Im Winter wird das alles überdacht: Eine Traglufthalle sichert Schwimmunterricht und Vereinssport in der kalten Jahreszeit. Beheizt wird die Halle mit Fernwärme – das ist billiger als Öl und besser fürs Klima. Außerdem ist die Mainzer Fernwärme GmbH ebenfalls ein Tochterunternehmen der Mainzer Stadtwerke AG.

Damit auch die Langstrecken-Schwimmer/-innen ein bisschen Abwechslung haben – weil Kacheln gibt es keine mehr zu zählen und die Farb-Wasser-Spiele sind ebenfalls passé – könnten auf dem Edelstahlbeckenboden vielleicht ein paar blaue Bilder aufgemalt werden? | SoS




luftaufnahme-tauberstbergbad

Stadtwerke: Spannende Aufgaben

Die Mainzer Stadtwerke AG sorgt mit ihren Tochterunternehmen für die Produktion und den Vertrieb von Strom, Gas, Wasser und Wärme, für den ÖPNV, entwickelt neue Stadtquartiere und betreibt ein Frei- und Sportbad. Daniel Gahr ist seit März 2017 »Chef« des Konzerns.

»Chef« heißt in diesem Falle: Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG. Zwei Jahre zuvor startete der heute 48-Jährige in dem Konzern als Kaufmännischer Geschäftsführer der hessischen MSW-Tochter ÜWG (Überlandwerk Groß-Gerau). Ab Januar 2016 übernahm er zusätzlich den Aufbau des Strom- und Gasvertriebs der MSW als Geschäftsführer der »Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH«. »Es ist immer noch nicht allen Mainzer/-innen bewusst, dass sie ›Mainzer Strom und Gas‹ nur über ihre Mainzer Stadtwerke beziehen können«, antwortet Gahr auf die MAINZER-Frage, wie sich dieses Geschäftsfeld entwickelt. Mit der Anzahl der Kunden sei die MSW bislang sehr zufrieden, das Geschäftsfeld wachse stetig. »Was uns zudem positiv stimmt, ist die Tatsache, dass die Neubürger/-innen häufig direkt bei der MSW ihren Versorgungsvertrag unterschreiben.«

Daniel Gahr

Daniel Gahr

Bereits 2010 hatte sich die MSW von ihren Anteilen an dem Darmstädter Energieversorger Entega getrennt. Im Oktober 2016 begrüßte die MSW die ersten »eigenen« Gas- und Stromkunden.

Mit Blick auf die zurückliegenden beiden Jahre als MSW-Vorstandsvorsitzender stellt Gahr fest: »Es ist einer der spannendsten Jobs, den ich mir vorstellen kann.« Die Verantwortung für die kritische Infrastruktur (Gas, Wasser, Strom), für den ÖPNV, für die Quartiersentwicklung und für die TBB-Sanierung – die MSW sind schon lange kein klassisches »Stadtwerk« mehr, sondern ein weitverzweigtes Unternehmen, das die Grundversorgung der Bürger/-innen sichert. Dabei stellen die sich ändernden Energie- und Mobilitätsmärkte eine Herausforderung dar. »Im Energiesektor hat sich, nachdem die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen hat, die Entscheidung der KMW AG und deren Gesellschafter Mainzer Stadtwerke sowie ESWE Versorgung, auf der Ingelheimer Aue ein Motorenkraftwerk zu bauen, als richtig erwiesen«, blickt Gahr auf den Bau des Blockheizkraftwerks, das seinen Betrieb in diesem Sommer aufnehmen soll.

Mobilität

Die MSM-Tochter Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) verzeichnete für 2018 mehr als 56 Millionen Fahrten. Gahr erkennt in den weiter wachsenden Fahrgastzahlen eine Verpflichtung der Kundschaft gegenüber: Taktung, Pünktlichkeit aber auch Komfort spielten dabei eine Rolle. »Ich habe beispielsweise darauf eingewirkt, dass bei der Neubeschaffung von Bussen Klimaanlagen künftig Standard sind.« Das Verkehrsunternehmen müsse sich fragen, was Menschen dazu bringt, Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Gleichzeitig steht der ÖPNV vor der Herausforderung, die Bus-Flotte zu erneuern und umzurüsten, um die Stickoxid-Emissionen in der Stadt zu reduzieren und ein mögliches Dieselfahrverbot in Mainz zu verhindern. Im Sommer würden erstmals vier Elektro-Busse in Mainz eingesetzt, im Laufe des Jahres kämen Wasserstoffbusse hinzu, sagt Gahr. »Die können wir mit dem im Hechtsheimer Energiepark produzierten Wasserstoff betanken: Strom aus den Windrädern, umgewandelt in Wasserstoff und als Energieträger für die Busse genutzt.«

Quartiersentwicklung

Bis 2027, wenn die Entwicklung im ehemaligen Stadtwerke-Hafen­areal Zollhafen abgeschlossen ist, wird dort ein Investitionsvolumen von etwa 1 Mrd. Euro bewegt. Eingerechnet sind die Investitionen der Partner, die die Baufelder entwickeln. Gahr macht deutlich, dieses Projekt hat sich für die MSW trotz der hohen Vor-Investitionen rentiert – wobei die Entwicklung der Immobilienpreise eine erhebliche Rolle gespielt habe. Klar sei, dass von der Entwicklung des Quartiers Zollhafen letztlich die Stadt und damit die Bürger/-innen profitierten. »Was wir hier verdienen fließt am Ende ja an die Stadt zurück.« Das große Ziel, möglichst schnell die Baufelder entlang der Rheinstraße zu verkaufen, sei jetzt erreicht, berichtet Gahr.

»Die Investoren schätzen übrigens sehr, dass die Straßenbahn schon da ist – für Firmen und für die Hotels, die sich da ansiedeln ist das perfekt.« Mit Blick auf die Entwicklungen im neuen Wohnquartier Heilig-Kreuz-Viertel, stellt Gahr fest, »hier stehen die Investoren ebenfalls Schlange, auch wenn das völlig anders gelagert ist, da es sich hier um mehr Mietwohnungsbau handelt.«

Taubertsbergbad

»Wir haben das Konzept dahingehend optimiert, dass wir mit den nun vorgestellten baulichen Veränderungen mit einem attraktiveren Familienbad und einem vergrößerten Wellnessbereich ein langfristig attraktives Angebot schaffen und auch mehr Erlöse erwirtschaften, um das Bad zu betreiben«, stellt Gahr fest: Und: »Wir wollen dieses Bad unbedingt offen halten, damit der Schul- und Vereinssport gesichert bleibt.« Grundsätzlich wäre der Umbau von Frei- und Sportbad einfacher zu bewerkstelligen, wenn beide komplett geschlossen würden, um die Renovierung in einem Rutsch durchzuführen.

Daniel Gahr erinnert daran, die Stadtwerke hätten sich nicht darum gerissen, das marode Bad zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass es wieder funktionstüchtig wird. »Es gibt einen klaren politischen Auftrag, getragen von allen Parteien im Mainzer Stadtrat, dass wir uns der Sanierung annehmen. Genau das machen wir.«

Wie lange der gesamte Umbau dauern wird, ist, Gahr zufolge derzeit nicht absehbar. Die Kosten würden vermutlich die 2017 grob veranschlagten rund 20 Millionen Euro übersteigen, allein aufgrund der stetigen Baukostensteigerungen.
Die Frage des MAINZERs, ob Abriss und Neubau nicht insgesamt günstiger kommen würden, beantwortet Gahr mit der Zahl 40 Millionen Euro: so viel würde allein der komplette Neubau mindestens kosten – ohne die Abrisskosten. Das hätten Schätzungen ergeben, eine konkrete Kalkulation dazu liege nicht vor. Denn der politische Auftrag für die Übernahme des Bades lautet: Erhalten und sanieren.

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Hinweis: Bis einschließlich Montag 6. Mai 2019 bleibt das TBB wegen
Wartungsarbeiten komplett geschlossen. www.mainzer-taubertsbergbad.de



Tabuertbergbad

Taubertsbergbad & Familiensonntage

Das Wasser ist wärmer, die Eintrittspreise sind günstiger, verschiedene »Wasserattraktionen« erfreuen insbesondere Kinder: Jeden Sonntag im Mainzer Taubertsbergbad.  

Seit dem 1. Januar  2018 sind die hundertprozentige Stadttochter Mainzer Stadtwerke AG (MSW) Eigentümer des Taubertsbergbads oberhalb des Mainzer Hauptbahnhofs und betreiben es in der Tochtergesellschaft Mainzer Stadtbad GmbH (MSB) mit Unterstützung der GMF (Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen mbh&Co.KG.
Ab sofort bietet die Mainzer Stadtbad GmbH im Taubertsbergbad ein neues Angebot: Sonntags sorgen von 9.30 bis 21.30 Uhr verschiedene Wasserattraktionen wie Laufmatte, Wasserball und vieles mehr für Spiel und Spaß.
Hinzu kommt an diesen »Familiensonntagen« die angenehme Wassertemperatur von 32°C im 25-Meter-Becken und im Lehrschwimmbecken für ausdauerndes Toben und Planschen.
Obendrein bietet das Mainzer Taubertsbergbad an diesen speziellen Familientagen von 9.30 bis 21.30 Uhr folgende vergünstigte Sondertarife an:

Basistarif bis 90 Minuten Aufenthalt:
Familienticket Sportbad* (1 Erwachsene, 1 Kind) 5,00 €
Familienticket Sportbad* (2 Erwachsene, 1 Kind) 7,50 €
Familienticket Sportbad* (2 Erwachsene, 2 Kinder) 10,00 €
jedes weitere Kind (bis zu 4 Kindern) 2,50 €

Familien, die länger bleiben möchten als 90 Minuten, zahlen pro zusätzlicher halber Stunde für jede Person 50 Cent zusätzlich zum jeweiligen Familienticket-Tarif.

Die nächsten Familiensonntage  sind:  Januar: 21. / 28. , Februar 04. / 11. / 18. / 25. , März: 04. / 11. / 18. / 25.
| SoS Textquellen, Infos: www.mainzer-taubertsbergbad.de

 

 




Renovierung des Taubertsbergbads Mainz

Das Taubertsbergbad ist Chefsache

Finanz- und Sportdezernent Günter Beck hat ein klares Ziel vor Augen: Für das Mainzer Taubertsbergbad soll bis Ende des Jahres der neue Betreiber die
Verantwortung übernehmen.

Während im Sportbad die »Kachelzähler« ihre Bahnen ziehen und im Freibad Groß und Klein die Sommerferien genießt, herrscht im Thermen- und Saunabereich trügerische Ruhe. Die Sanierungsarbeiten sind gestoppt bis mittels Gutachten die Schadensbilanzen eindeutig ermittelt und vor allem sichergestellt ist, dass nirgendwo mehr Wasser austritt und durch Wände und Decken tropft.
Bis wann die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden können, sei derzeit noch nicht zu bestimmen, sagte Günter Beck im Interview mit dem MAINZER. Er könne sich auf keine Termine festlegen, jede zeitliche Prognose sei unseriös.
Für den Finanz- und Sportdezernenten ist das TBB »Chefsache«, er beschäftige sich quasi rund um die Uhr damit. Zumal verschiedenste Akteure unter einen Hut zu bringen seien: der Insolvenzverwalter, die Gebäudewirtschaft Mainz (Eigenbetrieb der Stadt Mainz), die Mainzer Stadtwerke AG.
Sicher ist derzeit, dass auch das Sportbad mit Nichtschwimmer- und Sprungbecken einer Sanierung bedarf. »Aber«, sagt Beck, »das gehen wir erst richtig an, wenn der Saunen- und Thermenbereich fertig ist. Wir hoffen außerdem, dass im Sportbad die Sanierungsarbeiten nicht so umfangreich sein werden.« Bei einer Schließung des Sportbads sitzen vor allem Schul- und Vereinsschwimmer auf dem Trockenen.

MSW sind auf jeden Fall im Boot

Was die Kosten für die Sanierung betrifft meint Beck, die Summe von 3 Millionen Euro sei nahezu erreicht und: »Ich fürchte, das ist noch immer nicht das Ende.« Dass die Steuerzahler die Sanierungskosten tragen,  ist klar. Noch nicht ganz klar ist, wie das künftige Betreiberkonzept aussehen wird. Auf die Frage, ob es außer den Mainzer Stadtwerken (MSW) noch Überlegungen für andere mögliche Betreiber geben würde, sagt Beck: »Das müssen die Stadtwerke entscheiden, ob sie einen privaten Investor mit ins Boot holen, also ob die MSW als Mehrheitsgesellschafter mit einem Partner zusammenarbeiten wollen.« Beck legt aber Wert auf die Bezeichnung »Mehrheitsgesellschafter Mainzer Stadtwerke«. Nach den Erfahrungen mit dem privaten Starwaters-Badbetreiber, der Stuttgarter Unternehmensgruppe Deyle, ist der Grünen-Politiker für keine finanziellen Experimente mit diesem Eigentum der Stadt Mainz mehr zu haben.
Beck wertet die bereits durch den Stadtrat erfolgte Satzungsänderung, die den MSW grundsätzlich die Möglichkeit eines Badbetriebs einräumen, nicht als Vorentscheidung, aber: »Ich möchte, dass die MSW das Bad übernehmen und ich gehe davon aus, das dem so sein wird.« Wobei der Begriff »übernehmen« wörtlich zu verstehen sei: Wenn, dann verkauft die Stadt das Bad samt Grundbesitz an die MSW. Die Höhe des Kaufpreises hänge zusammen mit der Frage, ob die Sanierungskosten im Etat der Stadt Mainz abgebildet werden oder in der Bilanz der MSW. Laut Beck stehen zwei Modelle zur Debatte: »Entweder die Stadt zahlt alles – was ich so nicht sehe – oder die Stadt verkauft das Bad für einen symbolischen Betrag an die MSW, als Ausgleich für die Sanierungskosten.« Das hieße, die MSW übernehmen die kompletten Sanierungskosten und bekommen das Bad dafür »geschenkt«.

Ohne Städtische Zuschüsse funktioniert es nicht

Bleibt die Frage, ob die Stadt Mainz unbedingt eine Saunen- und Thermenlandschaft braucht, die mit Steuergeldern saniert werden muss? Dazu erklärt Beck: »Die Sanierung des Saunen- und Thermenbereichs ist erforderlich, weil wir auf eine wirtschaftliche Balance hinarbeiten, die es ermöglichen soll, die Zuschüsse der Stadt an den Badbetreiber zu verringern. Unsere Überlegung ist, dass wir mit den Einnahmen aus dem Saunen- und Thermenbereich, die ja höher sind, als die Einnahmen aus dem Sport- und Freibad, die Verluste – wenn auch nicht ganz – so doch teilweise ausgleichen können, also eine Art Quersubventionierung.«
Sicher sei aber auch, dass sich die Stadt weiterhin über Zuschüsse für den Schul- und Vereinssport im Taubertsbergbad engagieren müsse: »Die Mainzer Stadtwerke AG gleichen jährlich das Defizit im ÖPNV aus, die können nicht auch noch einen defizitären Badbetrieb stemmen«, erklärt Beck. Wahrscheinlich sei deshalb nicht nur, dass die Stadt weiterhin einen Zuschuss zahle, sondern dass der vermutlich höher ausfallen müsse, denn die Einsparungen durch die unterschiedlichen Umsatzsteuersätze von 19 und 7 Prozent, die beim Kostenausgleich mit der Deyle-Gruppe zugunsten der Stadt zu Buche schlugen, die werde es nicht mehr geben. »Der Zuschuss wird zwischen 300.000 Euro und 1 Mio. Euro liegen«, so Beck.

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