Fachkräfte Industrie

Der Fachkräftemangel wird immer drückender

Die Besetzung von Stellen in Rheinhessen ist im Vergleich zum Vorjahr noch schwieriger geworden, ergibt eine Sonderumfrage der IHK-Rheinhessen.

Das größte Risiko für ihre weitere Entwicklung sehen die Unternehmen in Rheinhessen im Mangel an verfügbaren Fachkräften. Besonders in der Industrie können offene Stellen längerfristig nicht besetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderumfrage unter mehr als 1.000 Unternehmen in der Region, die von der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK) zum Herbst 2017 durchgeführt wurde.

Der Vergleich mit der Umfrage vom Herbst 2016 verdeutlicht die Dimension des Frachkräftemangels.  Im Vorjahr nannten 34 Prozent der Befragten das Problem als größtes Entwicklungsrisiko, aktuell sind es 46 Prozent. Betroffen vom Fachkräftemangel sind alle Wirtschaftszweige. Im Handel stieg diese Risikonennung von 25 auf 37 Prozent, im Dienstleistungsbereich von 37 auf 48 Prozent und in der Industrie von 36 auf 51 Prozent.

Mangels Bewerbern dauert es bei 47 Prozent der befragten Unternehmen länger als zwei Monate, um offene Stellen zu besetzen. Die Industrie nimmt mit 64 Prozent der Befragten den Spitzenplatz ein. Meist werden Fachkräfte von altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiter/-innen gesucht (Industrie: 83 Prozent; Handel: 65 Prozent; Dienstleister: 53 Prozent). Als schwerwiegendste Folge des anhaltenden Fachkräftemangels sehen die Unternehmen die Mehrbelastung ihrer Belegschaft (70 Prozent). Sie befürchten außerdem, ihr  Wachstumspotenzial nicht ausschöpfen zu können (51 Prozent) und müssen ihr Angebot einschränken oder Aufträge ablehnen (39 Prozent). 

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzen die Unternehmen auf ein Bündel von Maßnahmen. Darin enthalten ist unter anderem die Bereitschaft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter auszubauen (28 Prozent), oder die Beschäftigungsmöglichkeiten für ausländische Fachkräfte und Hochschulabsolventen zu erleichtern (27 Prozent). Mehr als die Hälfte (57 Prozent) möchte die berufliche Bildung gestärkt sehen.

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Textgrundlage: PM IHK-Rheinhessen, 13.10.2017



1710 EH Schillerplatz Wirth

Kinderladen Wirth: Rollenspielwelt + Lizenzthemen

Playmobil erobert mit den GHOST BUSTERS und DRAGONS die Rollen­spielewelt, LEGO mit den BRICK HEADZ und der konservative »Lego-Bausteine-Kon­strukteur« staunt über die ARCHITECTURE-Line, eine Serie mit weltweit bekannten Gebäude vom Louvre über das Kapitol bis zum Guggenheimmuseum.

Die jungen Damen werden bei LEGO bei der Serie HEARTLAKE-Friends fündig, Playmobil hat noch keinen Griff in die Lizenzwelt-Trickkiste für sie gewagt. Aber liebe Eltern, nicht nur Ihre Kinder dürfen bei Ihrem Wirth Der Kinderladen in die Spielwelten eintauchen – Sie sind auch gefordert!

Kinderladen Wirth
Schillerstr.46-48 + Gr. Bleiche 4
Tel. 275539 0
info@wirth-mainz.de
www.wirth-mainz.de

Kinderladen Wirth Logo




Jürgen B. Hausmann

»Wie jeht et?« – »Et jeht!«

Eigentlich sind es nur Alltagsweisheiten. Aber die sind unverzichtbar. Zumindest wenn Jürgen B. Hausmann sie präsentiert: Am 8.November 2017 im Frankfurter Hof Mainz.

Jürgen B. Hausmann präsenteirt sein neues Programm in Mainz am 8.11.17 im Frankfurter Hof.
DER MAINZER verlost zweimal zwei Karten unter denjenigen, die folgende Frage richtig beantworten:
Unter welchem Namen kennen seine Schüler Jürgen B. Hausmann?
Senden Sie Ihre Antwort unter dem Betreff »Hausmann« bis zum 15. Oktober 2017 an
verlosungen@dermainzer.net.
Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, die Karten sind an der Abendkasse hinterlegt.

»Wie jeht et?« – »Et jeht!«

In seinem neuen Programm unterhält er mit »Kabarett direkt von vor der Haustür«, wirft einen liebevoll-komödiantischen Blick in Küchen, Vereinsheime und Musiktruhen und knöpft sich all die beliebten Sprüche, Floskeln und Lebensweisheiten vor, die zu jedem gepflegten Gespräch zwischen Tür und Angel, über den Gartenzaun oder an der Käsetheke gehören.

So banal solche Sprüche auch klingen mögen, enthalten sie doch oft erstaunlich tiefsinnige Erkenntnisse, davon ist der Kabarettist überzeugt. »Heut und morjen noch, dann hammer widder übermorjen!«, enthülle dem Rheinländer etwa das schier unergründliche Rätsel der Zeit, so Jürgen B. Hausmann. Die Gewissheit, »dat man de Leute nur vor d’r Kopp kuckt«, habe schon manche Ehe gerettet. Und im ehemaligen Lehrer Hausmann ließ sie zumindest die Hoffnung keimen, dass sich in den Köpfen der heutigen Schüler mehr befindet, als manches Schulhofgespräch vermuten lässt.
Jürgen B. Hausmann ist eigentlich drei Personen: Seine Schüler kennen ihn unter seinem richtigen Namen »Jürgen Beckers« als Lehrer für Griechisch, Geschichte und Latein. Die Karnevalisten lieben ihn als »Ne Hausmann«, egal ob im Saal auf den Sitzungen der großen rheinischen Karnevalsvereine oder im Fernsehen bei »Karneval in Köln« oder »Düsseldorf Helau«. Und als Kabarettist ist er unter dem Pseudonym »Jürgen B. Hausmann« längst eine feste Größe auf den Bühnen und im TV.

Infos und Tickets: www.frankfurter-hof-mainz.de

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1710 Theos Äppelränzjer

Äppelränzjer

Theo Schué kennen die meisten als  Inhaber des »Traditionsunternehmens Schué Heizung, Sanitär, Elektrik«. Im MAINZER Kochstudio-Video können Sie den Handwerksmeister jetzt auch als Hobbykoch kennenlernen, der typische Mainzer Gerichte zubereitet.

Nach den «Variationen vom Handkäs» und den «Petersilienkartoffeln mit gebratener Leber- und Blutwurst» widmet sich der MAINZER-«Starkoch«, Theo Schué, in seinem aktuellen MAINZER-Kochvideo einer typischen Meenzer Köstlichkeit: Äppelränzjer. Wie die kleinen Eierpfannkuchen mit Apfelstückchen gelingen, erzählt Theo Schué auf seine ureigene meenzerische Art: von der Zubereitung des Teigs bis zum richtigen Mischungsverhältnis der Zimt-Zucker- «Komposition», so anschaulich, dass ein Jeder und eine Jede die Äppelränzjer genauso zubereiten kann, wie der Hobbykoch.

Goldbraun und knusprig von beiden Seiten gebacken, mit Zimt und Zucker bestreut, sind diese Äppelränzjer ein wahrhaft himmlischer Genuss.
Weitere Kochvideos in der Reihe »Theo kocht« sind in Vorbereitung.

 

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Oliver Mager

Oliver Mager: »mainzigartig«

Oliver Mager begeistert sein Publikum mit  einfühlsamen Mainzer Liedern. Jahr für Jahr komponiert und textet er neue Lieder, die das Mainzer Lebensgefühl ausdrücken.

Oliver Mager »live«  »…singt sein Mainzer Lieder und mehr« am 4. November  2017 bei Appel Happel in Mz-Marienborn.
DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten unter denjenigen, die folgende Frage richtig beantworten:
Wie lautet der Titel des neuesten Lieds von Oliver Mager?
Senden Sie Ihre Antwort unter dem Betreff »Mager« bis zum 15. Oktober 2017 an
verlosungen@dermainzer.net.
Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, die Karten sind an der Abendkasse hinterlegt.

Oliver Mager singt »mainzigartig«

Die ganze Region kennt seine Mainzer Lieder. »Wir sind Mainzer«, »Verliebt in eine Stadt«, »Moguntia« oder seinen neuesten Song »Du bist en Meenzer«.
Einige seiner Gassenhauer, die textsicher von ganzen Sälen mitgesungen werden, sind bereits Evergreens. Einen ganzen Abend Mainzer Lieder singen, das gab es so noch nicht in dieser Form. Genau das ist die Grundidee!
Oliver Mager wird seine beliebten, selbstkomponierten Songs, ein paar altbekannte Mainzer Lieder und einige Coversongs zum Besten geben. Wer ihn kennt weiß, dass viel gemeinsam gesungen wird. Die Besucher können sich auf einen emotionalen Mainzer Abend mit stimmungsvoller Musik und interessanten Storys zu den Songs und deren Entstehungen, freuen.

Vorverkauf: Appel Happel, Ticketbox Mainz, Allgemeine Zeitung und Media Markt Mainz, Media Markt Bischofsheim, sowie bei allen bekannten VVK-Stellen, im Internet:

http://www.hoti-events.de

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Peter Jackob

Der gespielte Krimi

Erleben Sie den sympathisch-schnoddrigen Mainzer Altstadtkommissar Schack Bekker hautnah:  am 15. Oktober 2017, 19 Uhr im Frankfurter Hof Mainz.

Der gespielte Krimi ist eine faszinierende Darbietung aus Wort und Spiel.
DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten für die Vorstellung am 15. Oktober 2017 unter denjenigen, die folgende Frage richtig beantworten:
Wie heißt der der dritte Band von Peter Jackob über den Mainzer Altstadtkommissar Schack Bekker? Senden Sie Ihre Antwort unter dem Betreff »Krimi« bis zum 8. Oktober 2017 an:
verlosungen@dermainzer.net.
Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, die Karten sind an der Abendkasse hinterlegt.

Schack Bekker: Der gespielte Krimi

Peter Jackob liest aus seinem Krimi und die Performance-Künstlerin Corina Ramona erweckt durch ihr pantomimisches Spiel den Kommissar zum Leben. Das facettenreiche und amüsante Wechselspiel aus Wort und Performance ergänzt sich gegenseitig und lässt den Text lebendig werden.
Corina Ramona
Die Künstlerin arbeitet seit Jahren im Bereich der Performance-Art, unter anderem als Clown, Komikerin und Pantomimin. Sie veranstaltet Workshops und Seminare in Körpersprache, Humor und Clownerie. Seit 2008 steht die in München geborene Corina Ramona mit abendfüllenden Programmen auf der Bühne.
Mehr unter www.coratzel.de

Peter Jackob
Der in Mainz geborene Autor studierte Komparatistik in Saarbrücken. Nach 14 Jahren in Florenz zog es ihn zurück in seine Heimatstadt, um sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Neben den Bekker-Krimis veröffentlichte er Sherlock-Holmes-Romane, Lyrik und einen Finnland-Thriller.
Mehr unter  www.peterjackob.de

http://der-gespielte-krimi.de, www.frankfurter-hof-mainz.de



Resilienzforschung

Neues aus der Resilienzforschung

An der Mainzer Universitätsmedizin ist das Deutsche Resilienz-Zentrum beheimatet. Einblicke in die Erforschung der Resilienz  bietet das DRZ u.a. mit den »Mainzer Resilienz-Gesprächen«.

Resilienz – ein Begriff, der seit einigen Jahren von sich reden macht. Die sogenannte seelische Widerstandskraft spielt in der Bewältigung des Lebens in modernen Industriegesellschaften eine wichtige Rolle. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass (neuro-) biologische, psychische und soziale Ressourcen Schutzfaktoren darstellen, die beitragen können, die Entwicklung einer stressbedingten Erkrankung zu verhindern, indem sie den Anpassungsprozess an den Stressor positiv beeinflussen. Zu diesen »Resilienz-Faktoren« werden Optimismus, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation, Netzwerkorientierung, Lösungsorientierung, Zukunftsplanung und Akzeptanz gezählt.
Das Training der »Resilienz-Faktoren« soll u.a. dazu beitragen, Arbeitsausfälle zu vermeiden und die Lebens- und Arbeitsqualität der Mitarbeiter zu verbessern.

Das Deutsche Resilienz-Zentrum an der Mainzer Universitätsmedizin hat sich die Erforschung der Resilienz zum Ziel gesetzt hat. In der im Sommer 2014 gegründeten fachübergreifenden Einrichtung arbeiten Neurowissenschaftler, Mediziner, Psychologen und Sozialwissenschaftler zusammen. Die zentralen Anliegen des DRZ sind es, Resilienzmechanismen neurowissenschaftlich zu verstehen, darauf aufbauend Interventionen zur Förderung der Resilienz zu entwickeln und darauf hinzuwirken, Lebens- und Arbeitsumfelder so zu verändern, dass Resilienz gestärkt wird. Das DRZ ist ausgestattet durch signifikante Fördermittel des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Boehringer Ingelheim Stiftung.

Im Rahmen der »Mainzer Resilienzgespräche« widmet sich Prof. Dr. Thomas Rigotti, Leiter der Abteilung für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie des Psychologischen Instituts an der Uni Mainz am Mittwoch, 25.10.2017, von 18-19.30 Uhr dem Thema: Führungskräfte & Resilienz. Die Veranstaltung ist öffentlich. Sie findet statt in der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Alte Mensa, Johann-Joachim-Becher-Weg 3-9, 55128 Mainz.

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Textquellen und Infos: www.drz.uni-mainz.de




Mainzer Kopf

Mainzer Kopf: »Ich war ja selbst Flüchtling«

Es ist schon sein dritter Beruf. Dabei ist Almedin Bibić erst 30 Jahre alt. Als ehemaliger Flüchtling bringt der Diplom-Germanist fachliche wie persönliche Voraussetzungen mit, um Flüchtlingskinder zu unterrichten.

Seit Ende 2016 arbeitet Almedin Bibić als Schulsozialarbeiter in der Kanonikus Kir Realschule Plus und Fachoberschule Mainz-Gonsenheim (KKR). Der Bosnier unterrichtet Flüchtlingskinder in DaZ: »Deutsch als Zweitsprache«. Etwa 40 Kinder nehmen an dem DaZ-Unterricht teil, sie kommen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und schleppen Kriegs- und Fluchterfahrungen mit sich herum.

»Ich bin ja selbst Flüchtling gewesen als Kind, ich habe auch eigene Kriegserfahrungen, vermutlich nicht so gravierende, wie sie die Kinder aus Syrien oder dem Irak gemacht haben, aber ich kann mich hineinversetzen,« sagt Almedin Bibić. Seine Fluchterfahrungen hängen mit dem so genannten Jugoslawien-Krieg zusammen, der die Familie Bibić zwang, ihre Heimat zu verlassen. Sie zogen von einem Dorf in der Nähe von Tuzla in Bosnien nach Oberhausen im deutschen Ruhrgebiet. Almedin Bibic, der älteste von zwei Söhnen, war damals sechs Jahre alt. Bis zur fünften Klasse besuchte er die Gesamtschule in Oberhausen.

Ein Sprachnetzwerk aufbauen

»1998 hieß es, der Krieg ist vorbei, ihr könnt nach Hause«, erinnert sich Almedin Bibić. Die Familie kehrte zurück, er besuchte in Tuzla das Gymnasium, studierte Germanistik und Literatur und nach dem Diplom – fand er keinen Job in der Heimat. Bibić wollte aber unbedingt arbeiten, er hatte zwischenzeitlich geheiratet und war zum ersten Mal Vater geworden. Auf Anraten seines Vaters machte er eine Umschulung zum Schlosser und Monteur. Anschließend arbeitete er im Auftrag von bosnischen Firmen in Deutschland und kam so auch nach Rheinhessen. Über seinen Vater, der ebenfalls hier auf Montage arbeitete, lernte er zufällig die Rektorin der KKR kennen und die Idee, ihn als Schulsozialarbeiter für die Flüchtlingskinder einzustellen, nahm Gestalt an.

In seinem mittlerweile dritten Beruf profitiert der 29-Jährige von seinen pädagogisch-didaktischen Kenntnissen und seinen praktischen Lebenserfahrungen. »Ich musste mir zuerst innerhalb der Schülergruppen und unter den Lehrern ein Sprach-Netzwerk aufbauen, um mich mit allen verständigen zu können: Welches Kind, welcher Lehrer spricht Persisch, Paschtu, Dari, Farsi, Türkisch damit wir uns gegenseitig übersetzen können.« Wichtig ist das insbesondere in den Elterngesprächen. Außerdem musste Almedin Bibić »das Eis brechen«, wie er sagt: »Wenn ich den Kindern erzähle, ich bin Bosnier und Moslem, sind die sehr überrascht, weil ich anders aussehe, als sie es von Moslems gewohnt sind.«

Almedin Bibić unterrichtet die Kinder nicht nur in Deutsch und erklärt ihnen, dass man sich auch als Moslem an die in Deutschland geltenden Regeln zu halten habe. Er höre ihnen zu, manchmal müsse er sie trösten, dürfe dabei aber nicht seine professionelle Abgrenzung aufgeben. »Ich bin auch Ausländer hier und muss mich integrieren«, sagt er und versucht den Kindern von seinem Selbstbewusstsein auf diesem Weg etwas abzugeben.

langfristige Zukunftsplanung?

In seiner karg bemessenen Freizeit spielt er mit Freunden Fußball und Tischtennis, trifft sich mit ehemaligen Arbeitskollegen zum Eis essen – der Genuss von Alkohol und Tabak ist Bibic fremd: »Das hat mich noch nie interessiert.«

Almedin Bibić würde gerne weiter als Schulsozialarbeiter in Mainz arbeiten, aber: »Nur, wenn meine Familie auch hier leben kann.« Seine Frau mit den mittlerweile zwei Kindern sieht er nur in den deutschen Schulferien, wenn er nach Bosnien fährt. Zwar seien die Aussichten gut, dass die Anita und Wolfgang Bürkle-Stiftung die Stelle an der KKR weiter finanzieren könne, erzählt er, allerdings erneut nur für ein Jahr. Ein befristetes Arbeitsverhältnis aber gibt Almedin Bibić nicht die Sicherheit, um mit seiner Familie langfristig eine Zukunft in Deutschland zu planen.

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1710 unterhaus FITZ_Lisa

unterhaus: Solo, mit Puppe und mit Tiefgang

Was haben Lisa Fitz, Erwin Grosche und Michael Hatzius gemeinsam?
Alle sind Träger des Deutschen Kleinkunstpreises – Grosche gleich zwei Mal!

Und alle treten im Oktober 2017 im Unterhaus auf. Solokabarett zu viert spielt Lisa Fitz (Foto) am 14. und 15. Oktober Mit »Weltmeisterinnen – gewonnen wird im Kopf«. Hier schlüpft die Bayerin elegant in die Rollen von Putzfrau Hilde Eberl, Feministin Inge von Stein, CSU-Abgeordnete Gerda Wimmer und Agentin Olga Geheimnikowa, um dem Zeitgeist auf den Zahn zu fühlen. Das bizzelt – garantiert.

Vom 19. bis zum 21. Oktober gastiert Hatzius – aber nicht allein: Wie gewohnt wird der mehrfach ausgezeichnete Puppenspieler von allerlei Getier begleitet, allen voran natürlich von der Echse. Und das Publikum kann sich auch diesmal darauf verlassen, dass das allwissend-mürrisch-charmante Reptil im aktuellen Programm »Echtasy« wieder seine spitze Zunge einsetzt, um das Zeitgeschehen mit Biss zu kommentieren.

Ganz allein steht Erwin Grosche am 21. Oktober im kleinen Unterhaus auf der Bühne; allerdings nimmt er sein Publikum mit auf die Reise ins schillernde Reich seiner überschäumenden Phantasie, wobei der Name des Programms (»Der Abstandhalter«) nicht ganz ernst zu nehmen ist, geht es dem Paderborner doch um Annäherungen an Menschen, Tiere und Dinge. Als Magier des Minimalen zaubert Grosche mit unglaublich intensiver Mimik und Gestik Bilder, die den Zuschauer unmittelbar in ihren Bann schlagen. Ein Abend mit Erwin Grosche ist nicht nur unterhaltsam: Er überrascht mit Tiefgang – und macht glücklich.

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Textquellen, Infos und Karten:
www.unterhaus-mainz.de



Staatstheater Hamlet c_Andreas Etter

spielArt: »Hamlet« im Kleinen Haus

Prinz Hamlet reist zur Beerdigung seines Vaters in die Heimat und muss erleben, wie kurz darauf seine Mutter den Bruder ihres verstorbenen Mannes heiratet, seinen Onkel Claudius. Noch dazu ist Hamlet in der Thronfolge übergangen worden und Claudius jetzt König von Dänemark. Nachts erscheint dem Prinzen der Geist seines Vaters, der ihm berichtet, von seinem Bruder umgebracht worden zu sein und ihn auffordert, seinen Tod zu rächen. Doch Hamlet will die ganze Wahrheit wissen und so schmiedet er einen Plan. Zu Hilfe kommt ihm dabei ein Spiel im Spiel: Er spielt dem neuen Königspaar die Ermordung seines Vaters vor. Claudius‘ Reaktion bleibt nicht aus und das Drama nimmt seinen Lauf, Hamlet verliert sich, radikalisiert sich. Am Ende sind alle tot. Der Rest ist Schweigen.

»Es ist über Shakespeare schon so viel gesagt, dass es scheinen möchte, als wäre nichts mehr zu sagen übrig, und doch ist das die Eigenschaft des Geistes, dass er den Geist ewig anregt«, schreibt Goethe Anfang des 19. Jahrhunderts. Shakespeares »Hamlet« hat nichts von seiner Aktualität verloren. Es konfrontiert uns bis heute mit den Fragen von Macht und Ohnmacht, Orientierung und Orientierungslosigkeit.

»Hamlet«
von William Shakespeare
Inszenierung: K.D. Schmidt
Premiere am 7.10.
im Kleinen Haus
www.staatstheater-mainz.com



1710 Restauranttest Willems

Willems: Das unübliche Altstadt-Gasthaus

Im »Willems« in der Mainzer Kapuzinerstraße wird solide und mit frischen Ideen gekocht,
darüber hinaus gibt es eine außergewöhnlich sortierte Weinkarte mit Capital-Fokus.

 

Da ja auch der Herbst bekanntlich noch schöne, sonnige Tage hat, könnte es derzeit gelingen, das sehr besondere Ambiente des »Willems« im Freien zu genießen. Dann sitzt man nämlich ganz entspannt vis-à-vis des Restaurant-Eingangs an und auf zünftigen Biergarten-Möbeln, schaut dann und wann an der makellos restaurierten Fassade der Pfarrkirche St. Ignaz empor und beobachtet genüsslich die gemächlich vorbeiziehenden Passanten – unter ihnen nicht wenige Touristen. Es ist ein Ort mit ganz eigenem Flair hier in der Kapuzinerstraße in der Mainzer Altstadt.

Früher befand sich das »Templer« in dem alten Gebäude, vor dem wir sitzen, dann zog das Vegan-Restaurant »Gutenberger« ein, und nun, seit diesem Sommer, versucht an dieser Stelle der junge Gastronom Jan Willem Appeltrath, einen attraktiven Kontrapunkt in der hiesigen Gasthaus-Landschaft zu setzen. Im Inneren der kleinen, ebenerdigen Gaststube hat er Bewährtes belassen, einiges verändert. Geradezu anheimelnd wirken die Räumlichkeiten einen Stock tiefer, wo man zudem durch eine starke Glasplatte hindurch in den Schlund eines uralten Brunnens hinabschauen kann.

Mister X und ich genießen die abendliche Sonne, die ihre Strahlen auf dem Plätzchen vor St. Ignaz wohlig ausbreitet. Strahlend werden wir auch von einer jungen Frau begrüßt und bedient, die für das »Willems« ein echter Glücksfall zu sein scheint. Im Unterschied zu arg vielen Servicekräften in der Wirtshausbranche geht sie mit einem ungezwungenen Lächeln durch die Welt, erklärt, gibt Hinweise – etwa zum Wein – und ist flott in der Ausübung ihrer Arbeit.

Apropos Wein. Jan Willem Appeltrath legt seinen Fokus in allererster Linie auf rheinhessische Gewächse renommierter Erzeuger. Ein wenig Nahe und Pfalz sind auch dabei. Und dann gibt es auf der Karte noch die Abteilung »Great Wine Capitals«. Appeltrath leistet mit der Präsentation von Kreszenzen unter anderem aus Bilbao, Kapstadt und Bordeaux ein wichtiges, horizonterweiterndes und genussanimierendes Erinnerungswerk. Die Flaschenweine aus den Capitals-Partnerregionen kosten bei ihm zwischen 20,50 und 29 Euro.

Geschmeidiges Schaumsüppchen

Zu essen gibt es im »Willems« ebenfalls Beachtliches. Mister X nimmt zunächst das Blumenkohl-Schaumsüppchen mit Nussbutter zu 7 Euro. Er schildert es als sehr geschmeidig in der Konsistenz und geschmacklich hervorragend, wünscht sich aber zur Vervollkommnung ein paar bissfeste Blumenkohlröschen in der Suppe. Das dazu gereichte Weißbrot schildert mein immerwährender Begleiter mit seinen eigenen Worten schlicht als »etwas knatschig«.

Bis auf eine Winzigkeit bin auch ich von meiner Vorspeise angetan. Es handelt sich um Kartoffel-Apfel-Salat mit gebackener Blutwurst und Speckcroûtons zu 9 Euro. Der Salat, der auch ganz fein geschnittene Gürkchen enthält, schmeckt ausgeprochen leicht und frisch, die drei Scheiben Blutwurst sind ausgezeichnet gewürzt. Allein die Croûtons sind kalt und passen damit nicht recht ins Gesamtbild.

Als Hauptgang wählt X das Bio-Schweinekotelett von der Metzgerei Korschelt im Zellertal mit Ofenkartoffel, Kräuterschmand und Beilagensalat (18,50 Euro). Voll des Lobes ist mein Gegenüber bezüglich der Qualität und des Garzustands des Fleisches: »Das ist schon eine anerkennenswerte Leistung, wenn es gelingt, ein Stielkotelett so saftig zu präsentieren.« Der Schmand sei in der Tat schön kräutrig, das Jus zum Fleisch in Ordnung. Aus der Kartoffel wurden kleine Kügelchen ausgestochen und mit Kresse garniert, was Mister X gestalterisch ganz besonders zusagt.

Perfekt gegartes Rumpsteak

Auch ich mag es heute fleischig und nehme das Bio-Rumpsteak (220 Gramm, Freilandhaltung) von besagter Metzgerei an Bohnengemüse und Kartoffelplätzchen (29 Euro). Was mich beeindruckt, ist, dass meine doch sehr dezidierte Bestellung exakt umgesetzt wurde. Das Rumpsteak kommt auf den Punkt medium well, so wie ich es bevorzuge: mit zartrosa Anklängen und auf keinen fall blutig. Die Soße überzeugt mich ebenso wie die Bohnen, die Kartoffelplätzchen sind Standard.

Eigentlich sind Mister X und ich nun bereit zu gehen, doch die Dessertempfehlungen der charmanten Servicekraft bewegen uns dazu, noch etwas zu bleiben. Mit der schwarzen Schokoladenmousse mit eingelegten Mirabellen (8 Euro) habe ich meine uneingeschränkte Freude, während X sein Mandel-Krokant-Parfait mit Pflaumenkompott (8 Euro) als gelungen wiewohl nicht herausragend wahrnimmt.

| Lou Kull

FAZIT:

Das »Willems« hebt sich in mehrfacher Hinsicht von der üblichen Altstadt-Gastronomie ab. Die Küche arbeitet solide, mit bewusst ausgewählten, guten Zutaten und einem Schuss Kreativität. Auch zur Mittagszeit lohnt sich ein Besuch im »Willems«, das dann eine kleinere, wenngleich variantenreiche Karte bereithält. Die Weinabteilung hat weit Überdurchschnittliches zu bieten, nicht allein mit den Great-Wine-Capital-Tropfen.

ESSEN8,0
TRINKEN8,5
SERVICE8,5
AMBIENTE8,5
PREIS/LEISTUNG8,0
GESAMT41,5 : 5 = 8,3 KAPPEN

Gasthaus Willems
Kapuzinerstraße 29
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 210 91 70
Fax 0 61 31 / 210 91 72
willkommen@gasthaus-willems.de
www.gasthaus-willems.de
Öffnungszeiten:
Mo bis Sa 11.30 bis 15 Uhr und 17 bis 24 Uhr
Küchenzeiten: Mo bis Sa 12 bis 14.30 Uhr und 17.30 bis 22 Uhr
So Ruhetag



1710 Frankfurter Hof Red Hot Chilli Peppers

Frankfurter Hof: Kombinieren und Vermischen

Die einen kombinieren Rock und Dudelsack, die anderen präsentieren exotisch anmutende Musikstile aus den Alligatoren verseuchten Bayous von Louisiana. Beide treten im Frankfurter Hof in Mainz auf.

Schon 15 Jahre sind die Red Hot Chilli Pipers unterwegs. Am 22. Oktober 2017packen die sieben schottischen Musiker ihre Dudelsäcke auf der Frankfurter Hof-Bühne aus. Dass Rockmelodien gut mit Dudelsäcken harmonieren, belegen ihre raffinierten Cover-Versionen: von Journeys »Don’t Stop Believing«, Coldplays »Fix You« »Gimme all your lovin« von ZZ Top und einer großartigen Version von Avicii’s »Wake me up«.
Die Geschichte der Red Hot Chilli Pipers beginnt 2002, als vier talentierte und preisgekrönte schottische Musiker darüber nachdachten, was sie noch aus ihren Pipes und Drums herausholen können. Sie holten drei “Rock”-Musiker dazu und begannen Pipes and Drums mit Rock’n’Roll-Hymnen wie »Smoke on the Water« von Deep Purple oder »Thunderstruck« von AC/DC zu kombinieren. Im typischen CHILLI-Style spielen sie auch »Flower of Scotland«, »Amazing Grace« und »The Hills of Argyll«.

»Let the good times roll!« lautet das Motto des »American Cajun, Blues & Zydeco Festival« am 27.Oktober 2017 im Frankfurter Hof Mainz. Das Festival findet zum 16. Mal statt und hat sich zum Bekanntesten dieser Art in Deutschland entwickelt. Die Geschichte dieser drei exotisch anmutenden Musikstile aus den Alligatoren verseuchten Bayous von Louisiana geht auf die ersten »Acadians«, auf europäische Auswanderer französischer Abstammung, zurück. Sie brachten französische Akkordeon-Musik und Lieder mit, vermischten sie mit dem Blues der schwarzen Plantagensklaven aus Afrika und den wilden Polyrhythmen der Karibik. So entstand Cajun & Zydeco als eine Fusion mehrerer Kulturen.
| SoS

Textquellen, Infos und Karten:
www.frankfurter-hof-mainz.de




1710 Spitzfindig Bundestagswahl

Geschafft!

Es war wohl kaum Zufall, dass die Wahlplakate an der Abfahrt der Theodor-Heuss-Brücke so nebeneinander platziert wurden: Schwarz-Gelb gegen Rot-Grün. Die Wähler-/innen haben anders entschieden.

 

Für die Wähler/-innen war der Wahlkampf, also die Friede-Freude-Eierkuchen-Inszenierung, mühsam. Es galt herauszufinden, welche Partei was vielleicht vorhat und eventuell umsetzt, wenn sie in der neuen Regierung eine Rolle spielen kann oder darf.
Wichtig war, genau Hinzuhören, um die Aussagen von den Kandidat/-innen vor Ort NICHT als bare Münze zu nehmen. Bei einer Bundestagswahl ist entscheidend, was die Mehrheit der jeweiligen Partei bundespolitisch will. Selbst wenn die Mainzer Direktkandidaten für den Bundestag auf diversen Podien miteinander kuschelten. Dabei Aussagen machten, die stellenweise so nah beieinander sind, dass sich die interessierte Wählerin anschließend fragte: Wen soll ich von denen jetzt wählen, wenn ich dies und das will und dies und das nicht will?

Zum Glück gab es, um klarer zu sehen, wo die Kreuze hingehören, den Wahlomat. Mein Ergebnis des Klicktest war so eindeutig, dass die Entscheidung auf der Hand gelegen hätte. Aber, dazu hätte ich mich aus allen aktuellen Umfragen ausklinken müssen. Die zeigten, dass die »passenden« Parteien kaum Chancen hatten, sich durchzusetzen.

Es blieb die taktische Wahloption. Angenommen, ich wähle x und y, denen fehlen aber noch ein paar Sitze im Bundestag, mit welcher Partei würden die dann eventuell koalieren?

Es gab keine klaren Aussagen dazu. Eindeutig war allenfalls, dass die AFD so klein wie möglich gehalten werden soll – was bekanntlich misslang. Eindeutig war auch, dass die anderen Parteien mit deren völkisch-national-rassistischem Gedankengut möglichst wenig in Berührung kommen wollten. Das misslang ebenfalls. Jetzt ist der Bundestag die Bühne, auf der die Auseinandersetzung stattfinden muss.

Es gibt vermutlich nicht viele Menschen, die Lust und Zeit haben sich vor einer Wahl mit Spitzfindigkeiten a la: »Wer könnte eventuell mit wem koalieren und, viel wichtiger noch, welche Partei wird welche Positionen über Bord werfen müssen, wenn sie mit welcher anderen Partei koaliert?«, auseinandersetzen wollen. Einfacher ist es den eindeutig plakativen Parolen zu glauben, die wochenlang unser Stadtbild
prägten.

Ich finde solche Schlagworte passen gut in WhatsApp-Gruppen und in Twitter-Meldungen. Aber damit kann man den Bürger-/innen nicht ERKLÄREN, welche politische Richtung verfolgt werden soll oder warum Sachentscheidungen nötig sind.
Es scheint unendlich schwer zu sein, eine klare Haltung zu zeigen und so zu formulieren, dass sie verstanden wird. Gleichzeitig ehrlich zu sagen, liebe Mitbürger/-innen, wir leben in einer Demokratie. Die lebt mit und von Kompromissen. Da kann es kein entweder/oder geben.

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1710 EH Alktstadtviertel JAS slow fashion

JAS: Neues vom Mainzer Modelabel

Warmwohlfühlen in Herbst und Winter, wem gefällt das nicht? jas. slow fashion überrascht mit Cardigans, Westen, Oversize-Pullis oder Pullundern in kuschligen Teddy- oder angenehmen T-Shirt-Stoffen; teils mit raffiniert gesetzten Ziernähten – auch Unisex. Zudem finden sich Stücke von »Wunder[Werk]«, dem ECO-Label mit GOTS-zertifizierten Stoffen aus reiner Biobaumwolle. Und, ist die Jeans für den Mann zu lang, wird sie kostenlos gekürzt.
Jetzt: Summer Sale – 30% Off! Später: Kulturveranstaltungen im Winter. Achten Sie auf die Hinweise in den Medien oder auf Facebook. Schauen Sie mal rein.

jas Logo

JAS slow fashion
Rochusstraße 32
55116 Mainz
Tel. 06131 8844722
www.jas-slowfashion.de



1710 EH Mainzer Altstadt Huthaus

Huthaus am Dom: Kalte Hände ade

Mit großer Hingabe an die Handwerkskunst und aus feinsten Materialien ist unsere neue Herbst-Winterhandschuh-Kollektion entstanden.
Soeben eingetroffen bieten wir ihnen eine große Auswahl an Damenleder-Handschuhen in Größe 6 bis 8 und auch für die Herren in Größe 7,5 bis 10.
Aus feinstem, in Europa gegerbten Leder, entstehen filigrane Handschuhe, mit von Hand gefertigten Details und zeitlosem Design in großer Farbvielfalt.
Auch bei der Strickhandschuh Kollektion werden Sie Ihr Lieblingsstück finden, dazu vielleicht noch den passenden Schal oder eine wärmende Stulpe, lassen Sie gut durch den Winter kommen.

Huthaus am Dom
Johannisstraße 16
55116 Mainz
Tel. 225596

 




Mogunzius-Symbol

Mogunzius: Man muss mich quälen

Erinnern sie sich noch an die Diskussionen über das Rauchverbot?

Das erste Nichtrauchergesetz wurde 1998 im Bundestag, nach Aufhebung des Fraktionszwangs, mit 54 % dagegen und 49 % dafür abgelehnt. Es dauerte bis zum Jahr 2007 bis die Bundesländer Rauchverbote, mit unterschiedlicher Ausprägung, erließen. Kaum ein Thema erhitzte vor zehn Jahren die Gemüter der Deutschen mehr, heute diskutiert keiner mehr darüber.

Daran muss ich immer denken, wenn ich über das Thema Dieselverbot in den Innenstädten und Elektrofahrzeuge lese. Nehmen wir mal an, jemand käme auf die Idee zu fordern, dass in den Innenstädten nur noch Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten parken dürfen und zwar kostenlos. Eine Spur der vierspurigen Stadtachsen, wie Rheinstraße, Saarstraße, Hechtsheimer Straße wäre für Elektroautos reserviert und alle Rheinfähren zur Übersetzung für diese Fahrzeuge kostenlos. Eine solche Forderung aufzustellen wird sich noch nicht einmal die ungeliebte Katrin Eder erlauben. Also Utopie, Hirngespinst? Ich glaube nicht, in Norwegen gibt es diese Regelungen bereits, andere Länder denken darüber nach. Ob es nun noch zehn, 15 oder 20 Jahre dauern wird, auch wir in Mainz werden um solche Maßnahmen nicht herumkommen. Hört sich noch komisch an, ist aber so.

Der Stadtrat sollte sich also schon heute mit dem Thema befassen, denn Stadtplanung braucht einen langen Atem. Der Stadtrat wird es aber nicht tun, die CDU wird weiterhin fordern, dass das Parken in den städtischen Parkhäusern billiger sein soll, als sich eine Einzelfahrkarte bei der MVG zu kaufen und die FDP wird das mit dem Motto »freie Fahrt für freie Bürger« toppen.

Was wären die ersten notwendigen Maßnahmen? Die Stadt Mainz hat eine Stellplatzverordnung, die regelt, wie viele Parkplätze ein Bauherr zu errichten hat. In diese Verordnung müsste man beispielsweise die Verpflichtung aufnehmen, bei Neubauten für jeden Parkplatz einen Elektroanschluss vorzusehen. Zum anderen braucht es den Mut attraktive Parkplätze in der Innenstadt mit Ladesäulen auszustatten und nicht, wie heute, dafür schweren Herzens Schmuddelecken unter Bäumen mit großer Vogelpopulation vorzusehen.

Ich bin Raucher und Dieselfahrer und daher weiß ich, dass man mich quälen muss, damit unsere Stadt in einigen Jahrzehnten noch lebenswert ist.

| Mogunzius




1710 EH Flachsmarkt Streibich

Huthaus Streibich: »Kopfsache« Oktoberfest

In diesem Monat findet das 13. Mainzer Oktoberfest statt – eine Veranstaltung die auch »Kopfsache« ist, denn zum richtigen Outfit zählt natürlich auch eine passende Kopfbedeckung.

Ob Herr oder Dame: ein passender Trachtenhut rundet das Erscheinungsbild ab und kann auch bei nicht-bayrischer Kleidung den entscheidenden Akzent setzen. Das Huthaus Streibich hilft Ihnen auch hier gerne weiter – mit einer großen Auswahl an traditionellen Trachten- und modernen Eventhüten, den passenden  Accessoires dazu und natürlich einer kompetenten Beratung.

Huthaus Streibich
Flachsmarktstr. 34
555116 Mainz
Tel. 06131-223930
www.huthaus-streibich.de




www.jowo.one

Bino: Tonies – Ein neues Zeitalter im Kinderzimmer

Tonies sind digitale Hörfiguren von Benjamin Blümchen über die Olchis bis zum Sams gefüllt mit Hörspielspaß und machen CD und Kassetten überflüssig. Sie sind Spielzeug und Digitales Hörbuch in Einem. Jede dieser Tonie-Figuren ist voller Hörspielerlebnisse, die sie automatisch aus dem Netz via WLAN erhält. Man kann aber auch eigene Tonie-Figuren erfinden und mit eigenen MP3-Files füttern. Gerne zeigt Ihnen das Team von Bino die vielfältigen Möglichkeiten dieses digitalen Audiosystems für Kinder.

Bino
Pariser Str. 107
55268 Nieder-Olm
Tel. 06136 7668840
www.bino-buchhandlung.de

BiNO_Logo




Baby

3. Mainzer Babymesse

Liebe Schwangere, liebe Eltern,

 

unter dem Motto ‚Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach‘ lädt das Team der Frauenklinik des Katholischen Klinikums Mainz (kkm) herzlich zum Besuch der „3. Mainzer Babymesse“ am Samstag, 21. Oktober (10-16 Uhr) in das St. Vincenz und Elisabeth Hospital ein. Zahlreiche Stände von Dienstleistern, wie Sozial- oder Beratungseinrichtungen und Produkthersteller informieren Sie. Unsere Ärzte, Hebammen und Schwestern geben Einblicke in unsere Klinik, die Kreißsäle und die Wöchnerinnenstation. Details, persönliche Gespräche zum Schwangerschaftsverlauf und unserem Kursprogramm sind selbstverständlich. Die Babymesse bietet darüber hinaus Einkaufsmöglichkeiten mit Messerabatten und ein buntes Kinderprogramm. Der Eintritt zu allen Angeboten ist kostenfrei.

 

 

 




1710 Einkaufen Mantel Fotolia_119860361_S © Maksim Šmeljov - Fotolia.com

Lang, länger, bodenlang

Es geht um den Mantel. Nicht nur aber auch. Der letzte Verkaufsoffene Sonntag im Jahr ist ihm gewidmet. Am 29. Oktober öffnen in der Mainzer Innenstadt große und kleine Geschäfte von 13-18 Uhr zum »Mantelsonntag«.

Sicher ist, der Mantelsonntag erweist dem gleichnamigen Bekleidungsstück eine besondere Ehre. Aber in den Einzelhandelsquartieren quer durch die Mainzer Innenstadt gibt es am Mantelsonntag alles zu kaufen. Vermutlich werden die ersten Weihnachtsgeschenke an diesem Verkaufsoffenen Sonntag schon eingekauft. Warum auch nicht? Das Angebot ist so vielseitig und verführerisch. Insbesondere in den kleineren und den inhabergeführten Geschäften. Außerdem lassen die rotwangigen Äpfel, die auf Kosten der Mainzer Werbegemeinschaft am Mantelsonntag kostenlos verteilt werden, manchen ja auch schon an den Nikolaus denken.

Neues entdecken

Zuvor lädt aber der letzte Oktobersonntag, der hoffentlich ein goldener wird, ein, die Mainzer Geschäftswelt zu erkunden. Wetten, Sie werden Neues entdecken? Damit ist nicht nur die neue Kollektion an Herbst und Winterwaren gemeint. Mäntel – natürlich. Sie dürfen übrigens in dieser Saison bis auf den Boden reichen. Das hält warm und schaut auch noch elegant aus.

Das gesamte Herbst-/Winter Sortiment der Mainzer Fachgeschäfte und Kaufhäuser lässt sich am 29. Oktober ganz entspannt erkunden. Bestimmt werden auch manche Geschäftsinhaber ihre Kunden mit einem ganz besonderen Angebot verwöhnen – so wie es die Stammkunden gewohnt sind und die Neukunden angenehm überrascht erleben dürfen.

Wohlbekannt, als lieb gewordene Tradition die zum Mantelsonntag einfach dazu gehört, ist der Burgundermarkt auf dem Gutenbergplatz – der allerdings nicht nur am Verkaufsoffenen »Mantelsonntag« von 11 bis 18 Uhr Leckerbissen aus der rheinland-pfälzischen Partnerregion feilbietet. Die Stände sind bereits am Samstag von 9 bis18 Uhr geöffnet und bieten Spezialitäten aus handwerklicher Herstellung darunter auch frische Schnecken, die vor Ort verzehrt werden können, ebenso, als süße Verführung,  Crêpes mit Konfitüre.

Entspannte An- und Abfahrt

Wohlbekannt sind auch die Angebote der Mainzer Verkehrsgesellschaft, vom »Mainztrifft-sich-Ticket« über den Gepäckbus am Höfchen bis zur Verstärkung von Bus- und Tram-Linien. Zudem sorgt die MVG durch die Umleitung der Busse über Große Bleiche und Schusterstraße für eine Busfreie »Lu«.

Mit der Aktion »Parken aufs Haus« belohnen die Mainzer Fachgeschäfte ihre Kunden für den Einkauf (fragen Sie einfach nach den Parkgutscheinen, es lohnt sich wirklich!) und die Parkhäuser der PMG bieten ihren, an Verkaufsoffenen Sonntagen üblichen Flatrate-Tarif an: Für 5 € kann das Fahrzeug 24 Stunden untergestellt werden. Wer am 29. Oktober drei Stunden parkt hat den Flatrate-Tarif erreicht. Wer weniger als drei Stunden parkt, zahlt den normalen Tarif. Der Preis für drei Stunden Parken beträgt in den PMG-Parkhäusern 6,00 €.

| SoS




1710 EH Nieder Olm Schuhe Leder

Evelyne Grimm Ledermoden: Neue Looks

Die neue Herbst-/Winterkollektion bei SCHUHE LEDER MODEN ist geprägt von leuchtenden Farben wie apfelgrün, pink und hellblau (Riani), senfgelb kombiniert mit grau und blau (More&More), aber auch schwarz, grau und grün (Nice Connection).
Applikationen und Mustermix sind genauso angesagt wie Karos in den verschiedensten Versionen.
Ausgefallene Ballerinas und gefütterte Sneaker der Firma AGL, Stiefeletten, Stiefel, Pumps und Boots von Peter Kaiser und Marc O’Polo komplettieren die neuen Looks. Schauen auch Sie gerne mal vorbei.

Evelyne Grimm Ledermoden
Oppenheimer Str. 5
55268 Nieder-Olm
Tel. 06136 3462

 

 




1710 Magazin POLITIKUM

POLITIKUM! »Demokratie in Gefahr«

Am 21. Oktober 2017 beschäftigt sich die Plattform für zeitgenössische Kunst/ Forum für Vorträge und Diskussionen »POLITIKUM« mit unserer Demokratie.

Künstler*innen und Wissen­schaft­ler*innen werden im Staatstheater Mainz Stellung beziehen und ihre Haltung in Vorträgen und Kunstprojekten Ausdruck verleihen: Perspektiven öffnen, analysieren, vertiefen, über­raschen, provozieren und vor allem ins Gespräch kommen. Themen sind: Rechtspopulismus und -extremismus, Kapitalismus/Neoliberalismus, Sicherheit/Freiheit, Überwachung/Datenspeicherung, Politikverdrossenheit/Wählerschwund, Staat/Bürger, u.v.m.

Mehr Informationen finden Sie unter www.politikum-mainz.de und  www.staatstheater-mainz.com.




1710 EH Neustadt ChiangRai

Chiang Rai: Wunderbare Entspannung

Vergessen Sie den stressigen Alltag, tauchen Sie in die Welt der Entspannung ein und lassen Sie sich von unseren zertifizierten Masseurinnen verwöhnen oder gönnen Sie Ihren Füßen eine Rundumpflege von unseren staatlich geprüften Fußpflegerinnen.
Unsere Herbstangebote: 30 Min. Gesichtsmassage für 20,00 €/30 Min. Beinmassage für 20,00 €/ Fußpflege + 30 Min. Fußmassage 43,00 €. Im Dezember erhalten Sie beim Erwerb eines Gutscheins 15% Ermäßigung. Wir bieten ganzjährig 10% Ermäßigung für Geburtstagskinder und eine Begleitung an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihr Chiang Rai Team.

Chang Rai Logo

Chiang Rai
Frauenlobstraße 69
55118 Mainz
Tel: 06131 – 629 61 36
www.chiangrai-mainz.de

 




1710 EH Fischtor Jackob

Fisch Jackob: Frühstücken wie an der Nordsee

Knackig frisch, der Gegensatz zwischen knusprigem Brötchen und schmelzigem Matjes, gewürzt mit den herzhaften und frisch geschnittenen Zwiebeln, hm…lecker. Das gibt es nicht an der Nordsee, sondern hier in Mainz, in der Fischtorstraße bei Fisch Ja­ckob.
Dieses köstliche Frühstück können Sie sich jeden Morgen für nur 2,70 ab 8 Uhr gönnen. Oder mögen Sie lieber Lachsersatz (das ist gefärbter Seelachs), Bismarck-Hering, Brathering, hausgemachte Fischfrikadellen, Edellachs, Shrimps oder Krabben?
Mein Gott, geht es uns gut.

Fisch Jackob
Fischtorstraße 7
55116 Mainz
Tel. 06131 23 17 16
www.fischjackob.de

 




1710 firmenportraet-rempe

Hörsysteme Jörg Rempe

Immer ganz Ohr, immer ganz dabei – seit 25 Jahren!

Das richtige Wort zur richtigen Zeit kann Liebe entfachen, Ehen beschließen, Freundschaften begründen, Geschäfte zum Erfolg führen, Feiern belustigen und Diskussionen bereichern. Da möchten Sie sicher gespannt lauschen, aufmerksam zuhören und ganz Ohr sein – denn gutes Hören bedeutet Lebensqualität. »Wir möchten Ihnen zeigen wie einfach es ist wieder gut zu hören. Denn heutzutage muss sich niemand mehr mit nachlassendem Hörvermögen abfinden.«

Jörg Rempe, Hörakustik-Meister

Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung

Unser Team in Mainz, Ingelheim und Nieder-Olm besteht ­ausschließlich aus ausgebildeten Hörgeräte-Akustikern. ­Unser Leistungsspektrum umfasst unter ande­rem Tinnitusprobleme, ­Lärmschutz und ­al­ters-, krankheits-, sowie berufsbedingte Hörverluste. Als speziell ausgebildete Pädakustiker haben wir besonderes Know-how, was die Versorgung von Kleinkindern angeht. Wir arbeiten eng mit ­Spezialisten aus der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde zusammen und ­leiten Sie bei Bedarf an einen HNO-Arzt weiter.

Unsere drei Filialen sind zudem zertifizierte terzo-Zentren, in denen wir Sie gerne zu allen Möglichkeiten der terzo®Gehörtherapie beraten. Die terzo®Gehörtherapie hilft Ihnen dabei, die natürlichen Filterfunktionen Ihres Gehirns wieder zu aktivieren und den Umgang mit der neuen Hörgerätetechnik zu üben.

Ihre Hörfähigkeit wieder zu verbessern – das ist unsere Mission

Eine Hörgeräteversorgung von der Stange gibt es bei uns nicht – das Anpassen von Hörgeräten hat eine physische und eine akustische Komponente – beide erfordern handwerkliche Präzision. Mittels spezieller Messverfahren erfassen wir Ihr Hörvermögen und ermitteln welches unserer Hörsysteme am besten zu Ihnen passt. Moderne Hörgeräte sind kleine Hochleistungsrechner, die sich optimal auf Ihre Hörgewohnheiten und Bedürfnisse ausrichten lassen und mit vielen verschiedenen Funktionen ausgestattet sind. Wir fertigen ein Ohrstück, das perfekt sitzt und helfen Ihnen dabei, das Gerät optimal zu justieren.

Funktion und Ästhetik vereint

Moderne Hörgeräte sind längst nicht mehr so auffällig wie noch vor einigen Jah­ren. Sie sind zu fast unsichtbaren Weg-begleitern geworden, die mit neusten Technologien und besten Designstandards ihre individuelle Klangwahrnehmung nachhaltig verbessern. So können Sie Ihr Umfeld wieder mit allen Sinnen erleben. In unseren Fachgeschäften bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Hörsystemen zu testen. Wir beraten Sie gerne ausführlich und freuen uns auf Ihren Besuch!

Mehr Informationen unter www.rempe.de.
Besuchen Sie unsere Filialen:
Neubrunnenstraße 19, 55116 Mainz, Tel. 06131 22 23 94
Bahnhofstraße 28, 55218 Ingelheim, Tel. 06132 730 68
Ludwig-Eckes-Allee 6, 55268 Nieder-Olm, Tel. 06136 55 45



EH roemerpassage

Römerpassage: Sonntags-Shoppen

Mit dem Mantelsonntag, dem 29. Ok­tober 2017, führt Mainz eine uralte Tradition fort. Von 13 Uhr bis 18 Uhr öffnen die Läden und begehen gemeinsam den Mantelsonntag.
Auch die Römerpassage öffnet ihre Pforten und lädt zum Herbst-Shopping ein. Aber nicht nur das: Auch das Glücksrad am Infopoint im Erdgeschoss ist wieder da. Jede Drehung gewinnt einen der tollen Preise, die von den Geschäften der Pas­sage zur Verfügung gestellt werden.
Für die Kids werden Luftballons verteilt. Es darf sich also auf einen tollen Familientag gefreut werden.

Römerpassage-Logo

 Römerpassage
Adolf-Kolping-Str. 4
55116 Mainz
www.roemerpassage.com



Staatstheater-Soul-chain

spielArt: »Soul Chain«

Sharon Eyal choreografiert für tanzmainz

Es ist eine große Anerkennung für das Staatstheater Mainz: Sharon Eyal, weltweit gefeierte Ikone des zeitgenössischen Tanzes, und ihr Partner Gai Behar kreieren nach »Plafona now« zum zweiten Mal einen Tanzabend für das Mainzer Ensemble! Diese Ehre wurde zuletzt nur dem Nederlands Dans Theater und dem Royal Swedish Ballet zuteil. Kaum ein großes Festival, auf dem Eyals eigene Compagnie nicht auftritt und kaum ein zeitgenössisches Ensemble von Rang, das nicht eine ihrer suggestiven Arbeiten im Repertoire haben möchte oder schon hat. Inspiriert von starken Emotionen rund um das Thema »Liebe« verbindet das Paar Ballett und Elektro zu packendem zeitgenössischen Tanz. Das Ensemble wird in »Soul Chain« zu einem Schwarm voller Energie in einer tänzerisch äußerst anspruchsvollen Choreografie – aufgeladen mit intensiven Gefühlen: »First love, divine love, sufferings of love, endless love, love hate, blind love…«.

»Soul Chain« von Sharon Eyal und Gay Behar
Uraufführung am 28. Oktober im Kleinen Haus
www.staatstheater-mainz.com



EH Altstadt Caffe Stivale

Caffè Stivale: Einzelhandel mit Kaffeeausschank

Was nach außen wie ein italienisches Caffè wirkt, ist auch ein Einzelhandelsgeschäft für Erzeugnisse der Kaffeezubereitung. Sollte Sie die Wahl quälen, aus dem umfangreichen Sortiment der Marken »ascaso«, »Vibiemme« oder »Eureka« das Richtige zu finden, so steht Ihnen Katharina Stiefel gerne beratend zur Seite.
Darüber hinaus weihen Workshops in die Geheimnisse des perfekten Espresso ein.
Immer eine gute Wahl: der Erwerb einer Espresso­maschine oder elektrischen Kaffeemühle mit fünf
Jahren Gewährleistung inkl. Einweisung. La Dolce Vita gibt‘s gratis dazu.

Logo StivaleCaffè Stivale
Augustinerstrasse 46
Tel. 2147212
www.caffestivale.de
Facebook: Caffè Stivale



1710 titel parken

Ungerechte Parkgebühren

Die Parkgebühren in Mainz sind ein Thema, über das sich trefflich streiten lässt. Den Einen viel zu hoch, den anderen viel zu günstig, sind sie auf jeden Fall ein Instrument der Verkehrspolitik. Allerdings eins, das manche als Abzocke bezeichnen.

Hinein ins Parkhaus Römerpassage, um schnell in einem der umliegenden Geschäfte etwas abzuholen. 35 Minuten später am Kassenautomaten die Überraschung: 1,80 €. Die erste halbe Stunde Parken kostet hier 0,80 €. Ab der 31. Minute beginnt die zweite halbe Stunde mit 1 €. Obwohl der Parkplatz zwischenzeitlich von einem anderen Fahrzeug genutzt werden kann, muss der erste Nutzer die restlichen 29 Minuten mitbezahlen. Der Parkhausnutzer erkennt dieses Abrechnungssystem an der Formulierung »jede weitere halbe Stunde«.

Dieses Abrechnungssystem, die zweite halbe oder je nach Parkhaus und Parkdauer auch die zweite volle Stunde beginnt mit der ersten Minute danach, funktioniert in allen PMG-Parkhäusern so.
Warum? Geht das auch anders? Diesen Fragen will DER MAINZER hier auf den Grund gehen.

Stadtnah und Marktführer

An der Parken in Mainz GmbH ist die Stadt Mainz direkt mit 50 % beteiligt, die Mainzer Aufbau Gesellschaft GmbH (MAG) hält die anderen 50 %. An der MAG wiederum ist die Stadt Mainz mit 43,3% und die Zentrale Beteiligungsgesellschaft Mainz mit 6,6, % beteiligt. Laut dem Beteiligungsbericht der Stadt Mainz 2016 (für das Jahr 2015) ist die PMG »Marktführer bei der Parkraumbewirtschaftung in der Landeshauptstadt Mainz und betreibt derzeit rund 9.747 Stellplätze in 22 Parkhäusern. Davon befinden sich acht Parkierungseinrichtungen im Eigentum der PMG und 14 in Bewirtschaftung.«

Das Geschäftsjahr 2015 schloss die PMG mit einem Jahresüberschuss i.H.v. 1,721 Mio. € (i. Vj.: 1,427 Mio.) ab und zahlte an die Stadt Mainz 268.000 € Vorzugsdividende für die Jahre 2000 bis 2015. Die leitet sich ab aus einer gesellschaftervertraglichen Regelung, d.h. aus einer Art Vorschuss, den die Stadt Mainz ihrem Tochterunternehmen gewährt hat und die von der PMG immer dann bezahlt werden muss, wenn sie Überschüsse erzielt.

Die Tarife in den PMG-Parkhäusern hat der Mainzer Stadtrat im Parkraum-Managementkonzept beschlossen, das seit 1. Oktober 2015 gilt. Ziel dieses Instruments zur Lenkung der Verkehrsströme in Mainz ist es, das Kurzzeitparken in den Parkhäusern durch die Preisgestaltung attraktiver zu machen: die erste halbe Stunde am Straßenrand kostet 1 €, im Parkhaus ist sie 20 Cent günstiger. Hintergrund ist die Absicht, den Parksuchverkehr einzuschränken und die Kurzzeitparkplätze in der Mainzer Innenstadt denjenigen vorhalten zu können, die tatsächlich nur Brötchen kaufen wollen.

Das Konzept schreibt der PMG nicht vor, ihr Abrechnungssystem so zu gestalten, dass die Parkhausnutzer jeweils eine volle halbe oder eine volle Stunde zahlen, auch wenn sie diesen Zeitraum nicht voll ausschöpfen. Aber aus dem Beteiligungsbericht geht hervor, die PMG muss Überschüsse produzieren, z.B. für die geplante Sanierung der Parkgarage Rathaus, die weitestgehend aus PMG-Mitteln erfolgen soll.

Wer am Straßenrand in Mainz parkt und keinen passenden Berechtigungsschein fürs Bewohnerparken hat, legt, gut sichtbar, ein gültiges Parkticket aufs Armaturenbrett. Dieses kann an den entsprechenden Parkscheinautomaten erworben werden – oder über das sogenannte Handyparken. Dessen Vorteile, so formulieren es die Betreiber der entsprechenden Plattformen, sind u.a. eine »minutengenaue Abrechnung«.
Warum gibt es keine minutengenaue Abrechnung, in den Parkhäusern der PMG, Herr Dörnemann?

Martin Dörnemann ist einer von zwei Geschäftsführern der MAG und als solcher auch Geschäftsführer der PMG – allerdings ohne zusätzliche Vergütung. Der PMG-Geschäftsführer beantwortet die MAINZER-Fragen schriftlich.

»Zunächst müssten wir alle Kassenautomaten umrüsten, was für die PMG eine Millionen-Investition bedeuten würde. Unabhängig davon lässt sich eine minutengenaue Abrechnung nur mit einer Kartenzahlung sinnvoll umsetzen. Da allerdings nach wie vor rund 90 Prozent unserer Parkhausnutzerinnen und -nutzer bar bezahlen möchten, müsste dann ja der Kassenautomat auch Ein-Cent-Stücke akzeptieren. Aktuell kann man maximal 10-Cent-Stücke in den Parkautomaten einwerfen, darauf haben wir auch unsere Preisstruktur ausgerichtet.«

Andere machen es vor

Um die Mainzer Parkhaus-Kunden zur Kartenzahlung zu animieren, könnte ein Anreizsystem helfen, wie es in Sindelfingen und in Langenfeld praktiziert wird.
In Sindelfingen (Landkreis Böblingen, BaWü) muss eine Karte bei den Stadtwerken beantragt werden, auf der das jeweils gewünschte Zeitparkkontingent eingetragen und dessen Gegenwert vom Konto abgebucht wird. Mit dieser Karte wird das jeweilige Parken minutengenau abgerechnet.

In Langenfeld (Kreis Mettmann, NRW) ist der wichtigste Baustein der »Future city« der »Stadtschlüssel«. Damit können Langenfelder sowie Kunden aus dem Umland bargeldlos parken und Punkte beim Shoppen sammeln. Ziel der Aktion ist es, Kunden zu binden und neue hinzuzugewinnen. Das funktioniert laut Pressemitteilung so: Kunden beantragen den »Stadtschlüssel« bei den Stadtwerken, geben dort ihre Kontodaten an und erhalten einen Schlüsselanhänger mit Funkchip und QR-Code sowie eine Karte für das Auto, die ebenfalls mit einem Chip ausgestattet ist. Sie können nun auf jeden öffentlichen Parkplatz mit Schranke fahren, ohne zuvor ein Ticket ziehen und mit Kleingeld bezahlen zu müssen. Der Chip erkennt das Fahrzeug. Die Gebühren werden gesammelt und einmal im Monat vom Konto abgezogen. Wer in der Zwischenzeit in einem der 25 teilnehmenden Geschäfte eingekauft hat (mit EC-Karte der Stadt-Sparkasse), bekommt je nach Summe automatisch Punkte gutgeschrieben, die mit den Parkgebühren verrechnet werden.

Keine Verbesserung in Sicht

Einen anderen Anreiz für, insbesondere auswärtige Kunden, die Parkhäuser aufzusuchen bietet, normalerweise ein Parkleitsystem, das in Mainz unzureichend funktioniert.
Warum, Herr Dörnemann, wird das Parkleitsystem in Mainz nicht verbessert? Der PMG-Geschäftsführer verweist einerseits auf die Zuständigkeit »der Stadt Mainz«, da die PMG ja nur einen Teil der Parkhäuser abdecke. Zentrale Parkhäuser wie etwa Am Brand, das Kaufhof-Parkhaus oder Fort Malakoff seien im Privatbesitz und ohne diese Parkhäuser einzubinden, wäre ein solches Parkleitsystem wenig sinnvoll. Soweit es dem PMG-Geschäftsführer bekannt ist, bestehe dort wenig Interesse an einem Parkleitsystem und vor allem wenig Interesse, sich an einer Verbesserung finanziell zu beteiligen.

Abschließend schreibt Dörnemann, eine komplette Auslastung der PMG-Parkhäuser sei nur an wenigen Samstagen im Jahr festzustellen. »Und ob es sich für die wenigen Tage wirklich lohnt, ein finanziell aufwendiges Parkleitsystem mit aktualisierten Auslastungszahlen zu installieren, das ja letztlich von den Parkhausbetreibern finanziert werden müsste, ist fraglich. In jedem Fall hätte das Auswirkungen auf unser Investitionsprogramm. Da die PMG bekanntlich ihre Gewinne in die Sanierung der Parkhäuser steckt, würde sich die Sanierung der Parkhäuser mit Sicherheit um Jahre verzögern.«

| SoS

 

Kommentar

Ziel einer Stadtentwicklung muss es sein, dass viele Menschen in die Stadt kommen können.
Der Zentralitätsfaktor belegt, dass nicht genug Menschen von außerhalb kommen, um in Mainz einzukaufen. Es geht nicht nur um Umsatz. Eine lebendige Stadt versprüht auch Lebensfreude.
Aber auch der Umsatz muss stimmen. Obwohl die Leute in der Stadt ein attraktives Warenangebot und viele Dienstleister finden, bleiben die Besucher und Einkäufer aus.
Außer den 2017er Baustellen werden oft die hohen Parkgebühren kritisiert. Schade, dass die PMG nicht Parkkonzepte für die Stadt der Zukunft entwickelt, siehe Langenfeld. Auch die Ausrede, die Umrüstung der Automaten sei zu teuer, zieht nicht. Kein Parker hätte etwas dagegen, wenn man die Parkgebühr von 1,06 € auf 1,10 € aufrunden würde, anstatt 59 Minuten einer angefangenen Stunde für einen nicht in Anspruch genommenen Parkplatz zu bezahlen. Einem Computer das Auf- und Abrunden beizubringen, kann nicht so teuer sein.
Wieso bekommt man stor­nierte Flüge erstattet, soll aber angefangene Stunden voll bezahlen, obwohl die PMG dafür keine Leis­tung erbracht hat oder ein anderes Auto schon längst auf dem frei gewordenen und schon bezahlten Parkplatz steht?
Es ist im Interesse der Stadt Mainz, dass die Zu- und Abfahrtswege frei sind, preisgünstiger Parkraum zur Verfügung steht und so den Menschen das Verweilen in der Stadt angenehm gemacht wird. Gegen Internetriesen wie Amazon etc. können wir in Mainz nichts machen. Aber wir können die Erreichbarkeit der Stadt, das Parken und die Parkgebühren beeinflussen.
| WHO




1710 Rheinhessen St. Stephan Mainz.

Eine Klangreise auf dem Jakobsweg

Die Nikolaikirche in Alzey und die Kirche St. Stephan in Mainz sind Veranstaltungsorte für das Abschluss­konzert eines ganz besonderen Chor­projekts: »Der Weg nach Santiago«.

Im Veranstaltungsreigen des Jubiläumsjahres »200 Jahre Rheinhessen« stieß das Musical »Der Weg nach Santiago« auf eine besondere Resonanz. 2016 hatten auf Initiative der Regionalgruppe »Rheinhessen der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.« mehr als 50 Sängerinnen und Sänger in einem Projektchor das Musical in der Burgkirche in Ingelheim und im Wormser Dom aufgeführt.
In diesem Jahr wird das Musical erneut zur Aufführung kommen: am 22. Oktober 2017 in der evangelischen Nicolaikirche in Alzey und am 29. Oktober 2017 in der katholischen Kirche St. Stephan in Mainz.
In dem Musical »Der Weg nach Santiago« mit Texten von Hermann Schulze-Berndt und Musik von Siegfried Fietz wird die Wandlung von Jakob-Meyer dargestellt, der sein Glück an der Börse und im Spielcasino sucht. Dem letzten Wunsch seiner spanischen Mutter folgend, begibt er sich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Unterwegs gewinnt er wider Erwarten tiefe einschneidende Erkenntnisse und am Ziel angelangt spürt er, dass er sein Leben ändern will.
Ähnlich wie im vergangenen Jahr hat die rheinhessische Regionalgruppe der St. Jakobusgesellschaft alle Menschen, die gerne singen, sich aber nicht fest in einem Chor engagieren möchten und/oder sich auf einen Projektchor einlassen wollten, eingeladen, an dem Chorprojekt teilzunehmen. Ab Anfang August trafen sich die Sängerinnen und Sänger wöchentlich abwechselnd in Appenheim und Framersheim, um das Musical gemeinsam zu proben.
Die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland wurde 2005 als eingetragener Verein gegründet. Ziel der Gemeinschaft ist es, die Pilgerschaft nach Santiago de Compostela in ihren religiösen, kulturellen und wissenschaftlichen Aspekten zu fördern. Als eine von mehreren versteht sich diese Regionalgruppe als Pate »ihrer« Wegabschnitte, sie bietet sich als Berater der Pilger an und hilft bei der Vermittlung von Übernachtungsquartieren.
Im Veranstaltungsprogramm finden sich sowohl Termine für gemeinschaftliches Pilgern auf hiesigen Abschnitten des Jakobweges, als auch zu Pilgerstammtischen sowie Hinweise zu Veranstaltungen anderer Jakobusgesellschaften.

| SoS

Textgrundlagen und Infos:
www.jakobusgesellschaft.eu/regionalgruppen/rheinhessen/



Tag der Deutschen Einheit

Mainz feiert den Tag der Deutschen Einheit

Große Ereignisse werfen ihre »Straßensperrungen« voraus. So ließe sich die Planung für die Feierlichkeiten in Mainz zusammenfassen. Punkten will das Bürgerfest mit besonderen Attraktionen.

Traditionell finden die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in dem Bundesland statt, das zu diesem Zeitpunkt die Bundesratspräsidentschaft innehat, 2017 also in Rheinland-Pfalz. Die Landeshauptstadt Mainz ist Schauplatz des nationalen Feiertags unter dem Motto »Zusammen sind wir Deutschland«.

Der offizielle Teil beginnt am 3. Oktober um 9.30 Uhr im Gutenbergmuseum. Dort begrüßen Bundesratspräsidentin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Michael Ebling die Verfassungsorgane des Bundes. Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Mainz findet im Dom ein ökumenischer Gottesdienst statt, der ebenso live übertragen wird, wie der anschließende Festakt in der Rheingoldhalle. Danach lädt der Bundespräsident alle Gäste zu einem Empfang ein. Das große Bürgerfest mit vielen Aktionsflächen und Bühnen beginnt am 2. Oktober um 11 Uhr in der Mainzer Innenstadt. Dort präsentieren sich auch Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung sowie alle Länder.
Am Ernst-Ludwig-Platz in Mainz offerieren Radiosender ein buntes Bühnenprogramm. Tim Bendzko, Culcha Candela sowie Elastiq, Antje Schomaker und Mind Trap, werden hier am 2. Oktober von 11 Uhr bis Mitternacht auftreten. Am 3. Oktober steht das Duo 257ers auf der Bühne, außerdem Bausa und die KMN Gang featuring Azet, Miami Yacine, Nash und Zuna.

Die Stadt Mainz bietet auf dem Bischofsplatz insbesondere ihrer »kreativen« Szene eine Präsentationsbühne. Neben Angeboten der Hochschule für Musik, des Staatstheaters Mainz oder des Peter-Cornelius-Konservatoriums der Stadt Mainz sind Künstlerinnen wie Mine und Hanne Kah eingeplant.
Die Feierlichkeiten enden am 3. Oktober am späten Abend mit einer großen Abschlussshow auf dem Rhein.

Außerdem:

Im Dommuseum wird am 2. Oktober 2017 die Wanderausstellung der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, »Feind ist, wer anders denkt« eröffnet.
Die evangelische Kirche präsentiert vom 2. auf den 3. Oktober 2017 eine »Nacht der Freiheit« in der Christuskirche. Gemeinsam mit »Amnesty International« wird gezeigt, wo überall in der Welt Menschen bedroht sind und ihnen Freiheit vorenthalten wird. Dabei wird die Hilfsorganisation in ihrem »Amnesty Mobil« Informationen bereitstellen und Möglichkeiten bieten, um ganz konkret etwas gegen massive Einschränkungen dieses menschlichen Grundrechts unternehmen zu können. Die evangelische Kirche nimmt mit dem Thema Freiheit zugleich einen der zentralen Begriffe der genau 500 Jahr zurückliegenden Reformation auf.

Das Haus Burgund-Franche-Comté lädt am 3.10.17 von 11 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür und damit zur Erkundung des Angebots dieser Institution ein. Abgesehen vom Unterhaltungsprogramm können Menschen aller Altersgruppen aus Material zur Verpackung der Käsespezialität »La vache qui rit«, die in Burgund-Franche-Comté ihren Ursprung hat, ihre Kreativität ausleben und sich an Origami, Scoubidou oder der Herstellung von Tragetaschen oder Beuteln versuchen.

Beeinträchtigungen

Das Veranstaltungsgelände wird in bestimmte Sicherheitsbereiche eingeteilt (die entsprechende Karte finden Sie hier: www.tde2017mainzbuergerinfo.de). An beiden Veranstaltungstagen gibt es grundsätzlich keinen Fahrzeugverkehr auf den Veranstaltungsflächen. In begründeten Fällen werden für Anwohner- und Lieferantenverkehr für bestimmte Bereiche zeitlich limitierte Durchfahrtsgenehmigungen erteilt. Gesperrt ist auch die Theodor-Heuss-Brücke vom 2. Oktober 9.30 Uhr bis zum 3. Oktober 24.00 Uhr. Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wird hier ein »Mobi-Shuttle« eingerichtet.

Seit dem Frühjahr werden alle Anrainer über die Beeinträchtigungen, sowie über die Beantragung von Durchfahrtserlaubnissen und Parkausweisen informiert.
Wer mit dem Auto anreist, kann die Park&Ride-Parkplätze Messe, ZDF, Universität oder Petersweg Mainz-Kastel nutzen und von dort mit der Straßenbahn oder dem Bus Richtung Innenstadt fahren. Hier gibt es eine Übersicht zu den eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten der PMG-Parkhäuser: www.pmg-mainz.de

Laut Informationen der Staatskanzlei wird an den Autobahnzubringern und an den Bundesstraßen nach Mainz auf die Sperrungen in der Innenstadt sowie der Theodor-Heuss-Brücke rechtzeitig hingewiesen. Auch die P+R-Plätze werden ausgeschildert.
Die Mehrzahl der Inhabergeführten Fachgeschäfte in der Innenstadt wird voraussichtlich am 2. 10.17 geschlossen bleiben. Martin Lepold, Vorsitzender der Mainzer Werbegemeinschaft, hat nach ausführlichen Informationen durch Mitarbeiter der Staatskanzlei und vielen Gesprächen mit Geschäftsinhaber/innen beschlossen, keine allgemeine Empfehlung zur Öffnung der Geschäfte auszusprechen. Es gehe nicht nur darum, die eigenen Geschäftsräume zu erreichen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter am Montag zu ihrem Arbeitsplatz gelangen könnten, so Lepold gegenüber dem MAINZER.»Die Menschen, die in die Mainzer Innenstadt kommen, wollen das Fest besuchen und genießen. Wir wissen aus Erfahrung, dass kaum jemand auf die Idee kommt, das mit einem Einkauf zu verbinden – es stellt sich ja dann auch die Frage, wohin mit den Einkäufen? Denn wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, sollte möglichst direkt die P+R Plätze anfahren, da in der Innenstadt durch zahlreiche Straßensperrungen ab dem späten Vormittag mit starken Verkehrsbehinderungen gerechnet werden muss.«

ÖPNV: Es wird dringend dazu geraten, an beiden Tagen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Bus-Haltestellen sind am Hauptbahnhof, am Kaisertor und am Hochkreisel Mainz-Kastel. Die Straßenbahnen fahren wie gewohnt. Wer mit der Bahn nach Mainz kommt, kann am Hauptbahnhof, am Bahnhof Römisches Theater oder am Bahnhof Mainz-Kastel aussteigen. Die Taktung der Busse und Bahnen wird an das Festgeschehen angepasst werden. Die Theodor-Heuss-Brücke ist in dieser Zeit nur für den Fußgängerverkehr zugelassen.

Kosten

Laut Auskunft der Staatskanzlei hat das Land Rheinland-Pfalz in den Haushaltsjahren 2016 und 2017 insgesamt 3,25 Mio. € für die Ausrichtung des Tags der Deutschen Einheit hat im Haushaltsplan der Staatskanzlei veranschlagt. Die Mittel sind insbesondere für die Ausgaben für die protokollarischen Festakte und die Ausrichtung des Bürgerfestes vorgesehen. Um Programmbestandteile höherwertig zu realisieren und das Fest mit einer spektakulären Abschlussveranstaltung abschließen zu können, wurden zudem Sponsoring-Einnahmen in Höhe von 1,04 Mio. € (netto) eingeworben, die das vorgenannte Ausgabenbudget verstärken.

Die Mittel zur Präsentation der Landesregierung zu Schwerpunktthemen im Rahmen des Bürgerfestes werden aus den laufenden sachbezogenen Budgets der jeweils fachlich zuständigen Ministerien bereitgestellt. Auf Grund der fortlaufenden Planungen können die hierfür vorgesehenen Ausgaben zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beziffert werden.

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Textgrundlagen und Infos (wenn nicht anders vermerkt):
Pressemitteilungen Stadt Mainz und Staatskanzlei RLP,
www.tag-der-deutschen-einheit.de, www.mainz.de/mainzplatz

 

Kommentar: Bürgernähe?

Stellen Sie sich mal vor, die Bürger/-innen feiern ihr Einheitsfest auf den Straßen und Plätzen in Mainz, die Damen und Herren Politiker treffen sich in Berlin zu einem Empfang, halten dort ihre Ansprachen und ihre Köpfe in die Kameras – das wird dann live übertragen und alle sind glücklich. Denn: dafür bräuchte es wesentlich weniger (Sicherheits-)Aufwand, die Beeinträchtigungen für die Bürger/-innen wären geringer, die Besucher des Einheitsfests müssten nicht stundenlang im Stau stehen und dann kilometerweit laufen, vor allem aber würde das alles die Steuerzahler weniger kosten. Wann ihr lieben Damen und Herren Politiker nehmt ihr endlich zur Kenntnis, dass derart (überdimensionierte) Veranstaltungen nichts aber auch gar nichts mit »Bürgernähe« zu tun haben?




Fotowettbewerb Standard nirzar-pangarkar-798

Auslösen, Knipsen & Gewinnen

Sie haben Freude am Fotografieren? DER MAINZER bietet Ihnen eine Plattform, gute Fotos zu veröffentlichen. Jeden Monat zu einem anderen Thema.

Die schönsten Herbstblumen, waren das Thema des MAINZER-Fotowettbewerbs im September. Ein wahres – fotogra­fi­sches – Blütenmeer erreichte uns, wir bedanken uns sehr dafür. Die Platzvergabe war nicht einfach, zumal der Gewinner uns im Dunkeln lässt, um welches Blümelein es sich hier handelt. Für die Jury steht jedoch die Qualität des Fotos im Vordergrund, also geht der 1. Platz an Oliver Hans. Michael Möller hat eine Lampionblume im eigenen Garten aufgenommen: Platz 2 und den 3. Platz belegt Elke Hickstein, die uns diese wunderschöne Herbstanemone schickte und dazu schreibt, deren leuchtende rosa-lila Farbe erfreue besonders an dunklen Herbsttagen.
Herzlichen Glückwunsch. Sie können sich auf SATURN- Coupons im Wert von 100, 50 und 30 Euro freuen.

 

Siegerfoto: Oliver Hans

Siegerfoto: Oliver Hans

2. Platz: Michael Möller

2. Platz: Michael Möller

3. Platz: Elke Hickstein

3. Platz: Elke Hickstein

Klicken Sie auf die Bilder, um diese in voller Größe zu betrachten.

Fotowettbewerb Oktober 2017

Es gibt Sitz- und Stehplätze, die im Herbst besonders schön sind – vielleicht ist der Blick auf ein Stück bunt gefärbten Wald der Grund, das besondere Licht beim Auflösen des Nebels oder das Sofa mit der Kuscheldecke. Welches ist Ihr Lieblingsplatz im Herbst? Er kann drinnen, wie draußen sein, sollte sich aber in Mainz oder Rheinhessen befinden.
Schicken Sie die Fotos von Ihrem Lieblingsplatz im Herbst – unbedingt versehen mit Angaben, wo Sie was aufgenommen haben, an: foto@dermainzer.net.

 

Monat: Oktober
Motiv: Mainz und Rheinhessen im Herbst 
Einsendeschluss: 23. Oktober 2017

Wichtig: Nur Fotos mit mindestens zwei Millionen Pixel kommen in die engere Auswahl! Vergessen Sie Name, Adresse und Telefonnummer nicht, damit vielleicht Sie der nächste Gewinner eines Gutscheins von Saturn sein können. Die Gewinner-Fotos werden in der nächs­ten Ausgabe des MAINZERs veröffentlicht. (Der Rechtsweg ist natürlich ausge­schlossen.)

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STEINPILZ- UND PFIFFERLING-GERÖSTEL

Steinpilz- und Pfifferling-Geröstel

mit Zanderfilet im Rauchfleischmantel auf weißem Tomatenschaum.

Für den Tomatenschaum die Tomaten in grobe Würfel schneiden, salzen und pfeffern und über Nacht in einem sauberen Tuch abhängen lassen und den klaren, farblosen Tomatensaft in einem Gefäß mit dem Sternanis auffangen. Am nächsten Tag den Tomatensaft in einem Topf mit dem Noilly Prat und dem Weißwein um die Hälfte einkochen lassen. Die Sahne hinzufügen und nochmals leicht einköcheln lassen, würzen und gegebenenfalls etwas Butter dazugeben und mit dem Mixstab aufschäumen.
Beim Zanderfilet die Haut mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge kreuzweise anschneiden und auf dieser Seite mit Olivenöl in einer Pfanne knusprig anbraten und würzen.
Jedes  Zanderfilet in zwei Scheiben Rauchfleisch einpacken und noch mal für ca. 6- 7 Minuten bei 125 Grad in den vorgeheizten Ofen schieben.
In der Zwischenzeit die Steinpilze in Olivenöl von allen Seiten goldgelb anbraten und dann die Pfifferlinge hinzufügen. Die Kartoffelwürfel in einer separaten Pfan­ne anrösten, würzen und zu den Pilzen geben.
Den grünen Spargel und die Kirschtomaten ebenfalls dazu geben, alles gut durchschwenken, mit Basilikum bestreuen und mit Balsamicodressing verfeinern.
Das Pilzgeröstel in der Mitte des Tellers anrichten, den Zander darauf platzieren und den Tomatenschaum dekorativ auf dem Teller verteilen.

Guten Appetit wünscht Klaus Heidel vom Gaul’s Catering!

 

Zutaten für 4 Personen

Geröstel:
320 g Steinpilze, geputzt,
in große Würfel geschnitten
200 g Pfifferlinge, kleine
Sortierung, geputzt
2 Schalotten, fein gewürfelt
240 g Vorwiegend festkochende Kartoffeln, geschält und gekocht
50 ml Olivenöl zum Anbraten
200 g grüner Spargel
6 EL Balsamicodressing
Salz, Pfeffer

Zander:
4x Zanderfilet mit Haut (á 120 g)
8 Scheiben Rinderrauchfleisch, sehr dünn geschnitten
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Tomatenschaum:
6 reife Strauchtomaten
1 Sternanis
2 EL Noilly Prat (franz. Wermut)
50 ml Weißwein
100 ml Sahne
12 Kirschtomaten rot
12 Kirschtomaten gelb