Prinz Hamlet reist zur Beerdigung seines Vaters in die Heimat und muss erleben, wie kurz darauf seine Mutter den Bruder ihres verstorbenen Mannes heiratet, seinen Onkel Claudius. Noch dazu ist Hamlet in der Thronfolge übergangen worden und Claudius jetzt König von Dänemark. Nachts erscheint dem Prinzen der Geist seines Vaters, der ihm berichtet, von seinem Bruder umgebracht worden zu sein und ihn auffordert, seinen Tod zu rächen. Doch Hamlet will die ganze Wahrheit wissen und so schmiedet er einen Plan. Zu Hilfe kommt ihm dabei ein Spiel im Spiel: Er spielt dem neuen Königspaar die Ermordung seines Vaters vor. Claudius‘ Reaktion bleibt nicht aus und das Drama nimmt seinen Lauf, Hamlet verliert sich, radikalisiert sich. Am Ende sind alle tot. Der Rest ist Schweigen.

»Es ist über Shakespeare schon so viel gesagt, dass es scheinen möchte, als wäre nichts mehr zu sagen übrig, und doch ist das die Eigenschaft des Geistes, dass er den Geist ewig anregt«, schreibt Goethe Anfang des 19. Jahrhunderts. Shakespeares »Hamlet« hat nichts von seiner Aktualität verloren. Es konfrontiert uns bis heute mit den Fragen von Macht und Ohnmacht, Orientierung und Orientierungslosigkeit.

»Hamlet«
von William Shakespeare
Inszenierung: K.D. Schmidt
Premiere am 7.10.
im Kleinen Haus
www.staatstheater-mainz.com
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