scheutime

Scheu time: Ein Fest für die Rebe von Scheu

Am ersten Wochenende im Mai dreht sich in der »Heimlichen Hauptstadt Rheinhessens«
alles um Georg Scheu, den berühmten Bürger und Leiter der Alzeyer Rebenzüchtungseinrichtung von 1909 bis 1947.

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Stadt Alzey zusammen mit Partnern jährlich die Georg-Scheu-Plakette oder kurz Scheupreis genannt. Zusätzlich wird seit 2016, dem Jubiläumsjahr von Rheinhessen und der Scheurebe, der Scheurebe-Preis vergeben.

Rund um diese Preisverleihung veranstaltet die Stadt Alzey seit 2018 die »Scheu time«. 2019 wird vom 3. bis zum 5. Mai auf dem Weinfest neben der Stadthalle gefeiert. Zahlreiche rheinhessische Weine, ausgewählte Speisen und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm werden geboten. Am Freitag, 3. Mai, treten um 20 Uhr »Elm F. and the Rooks feat Stephan Flesch« mit Songs aus Pop und Soul auf. Am Samstag, den 4. Mai, erhalten die Preisträger im Vorfeld einer großen festlichen Weinprobe ihre Urkunden und Trophäen. Direkt nach der Vorstellung der Gewinner in der Stadthalle Alzey werden die Top 3-Weine jeder ausgezeichneten Kategorie zur Verkostung ausgeschenkt. Die Repräsentanten der ausgezeichneten Betriebe stehen dabei Rede und Antwort.

Auf dem benachbarten Open Air-Gelände sind die Stände ab 18 Uhr geöffnet. Die prämierten Scheurebe-Weine können am Stand der Stadt Alzey verkostet werden. Über 20 Weingüter der Alzeyer Winzer und der »IG Wein- und Sektterrasse« bieten zudem ihre beliebtesten Rebsorten zur Verkostung an. Neben allen Scheurebe-Preisträgern können weitere »Kinder« Georg Scheus verkostet werden. Bei einer Flanierweinprobe gibt es acht Weine zur Verkostung. Die dafür vorgesehenen Weinpässe gibt es an den vier Ständen der Winzer.

Am Sonntag, 5. Mai findet um 14 Uhr die Gästeführung »Alzey und der Wein – Auf den Spuren von Georg Scheu« statt. Treffpunkt für die eineinhalbstündige Führung ist an der Bühne auf dem Festplatz der Stadthalle in Alzey. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

| SoS

Textgrundlagen und Infos:
www.alzey.de, www.alzeyer-land.de



unterhaus

unterhaus: Der Mai ist gekommen

Ein Wortakrobat verbindet Herkunft und Zukunft, Gute-Laune-Kabarett wird humorvoll gesungen: Im Wonnemonat im Mainzer unterhaus.

Alles neu macht der Mai, sagt zumindest das Sprichwort. Bei Sulaiman Masomi (Foto o. r.) trifft das vollkommen zu, denn vom 9. bis zum 11. präsentiert er sein neues Programm »Morgen – Land«. Nicht nur die Presse ist begeistert, auch Kleinkunstpreisträger Torsten Sträter ist ein Sulaiman-Fan: »Dieser Typ ist ein Genie.« Der gebürtige Afghane verbindet in seinem Solo Herkunft und Zukunft und wirft dabei einen wachen Blick auf unsere Gesellschaft. Einem Trojaner gleich schmuggelt der Kabarettist dabei auf humorvolle Art Ansichten und Erkenntnisse ins Bewusstsein seiner Zuhörer. Sulaiman Masomi ist ein Wortakrobat – und auch die Gedanken des Publikums werden nur schwerlich stillsitzen können.

Am 29. Mai 2019 kommt Matthias Ningel (Foto o. l.) mit seinem aktuellen Programm »Kann man davon leben?« nach Mainz. Seine Kunst beschreibt er als »Liedermacher und Humorist«, es wird kluges Gute-Laune-Kabarett im Doppelpack geboten. Statt dem Leben den Mittelfinger zu zeigen postet Ningel lieber ein »Gefällt mir«, greift in die Tasten und sinniert über die Zeichen der Zeit – also über Kaffeevollautomaten und Smartphone-Kompatibilität. Zum Glück gibt es diese Themen, denn wovon sollte einer wie Matthias Ningel sonst leben?

| SoS

Textgrundlagen, Infos und Karten:
www.unterhaus.de



europa-flagge

EU-Wahl: Da geht noch was!

Nun sind sie also doch dabei. Die Briten. 73 Sitze stehen ihnen im EU-Parlament zu. Wie lange sie die in der kommenden Legislaturperiode besetzen werden – wer weiß das schon. Was mit den 73 Sitzen passieren wird, wenn die Briten doch noch »austreten« – wer weiß das schon.

Dieses Gezerre um den sogenannten Brexit zu ertragen verleitet zum Sarkasmus. Oder zum Weinen. Der Gedanke, dass wir dabei sind das Gebilde zu zerstören, das für Frieden, Stabilität, wirtschaftlichen Wohlstand, Verständnis füreinander über Staatengrenzen hinweg sorgt, tut einerseits weh. Andererseits, was können wir tun? Mit EU-Fähnchen vor dem Sitz des Unterhauses in London demonstrieren? Ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen. Einfacher ist es zu wählen. Naheliegender auch. Eine Wahlbeteiligung wie in den Anfangsjahren, das wäre ein Signal. 1979, als das EU-Parlament zum ersten Wahl direkt gewählt werden konnte, lag die Wahlbeteiligung in Rheinland-Pfalz bei 78,1%. Offensichtlich waren die Menschen damals für Europa zu begeistern.

Bei der letzten EU-Wahl 2014 nahmen 57% der Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz teil. Die Gesamtdeutsche Wahlbeteiligung lag 2014 bei 48,1% und EU-weit füllten nur 42,61% der Wahlberechtigten die Zettel aus.

Da geht doch noch was. Ja, genau jetzt ist der Zeitpunkt trotzig zu reagieren! Anstatt »denen in Brüssel« die kalte Schulter zu zeigen, ein Kreuz machen. Es ist wirklich nur eines. Dafür ist der Stimmzettel recht umfangreich. 96 Zentimeter misst er. 40 Wahlvorschläge stehen darauf. Das macht es einfacher. Diesen Wahlzettel kann niemand so einfach mit denen für die Kommunalwahl verwechseln. Zur Erinnerung: Am 26. Mai 2019 finden die Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz und die Wahlen zum Europäischen Parlament gleichzeitig statt. Einmal ins Wahlbüro gehen und mehrere Stimmzettel ausfüllen. Das klingt doch nach Schnäppchen. Und damit niemand die Wahlzettel verwechselt, ist der für die EU-Wahl halt so lang. Quatsch. So natürlich nicht. Aber wirklich wichtig ist, auf den langen Wahlzettel für die EU-Parlamentswahl darf nur ein Kreuz.

Was braucht es noch als Motivationsschub, um an der EU-Wahl teilzunehmen und die Wahlbeteiligung mindestens so hoch zu drücken, wie 1979? Wie gelingt es, die Begeisterung für das »Projekt Europa« erneut zu entfach? Mit dem Versuch, Initiativen wie Macrons »En Marche« auf ganz Europa zu übertragen? Mit der Idee, Wahllisten von Anfang »paneuropäisch« zu gestalten? Vielleicht. Auf jeden Fall lohnt es, sich mit den Positionen zu beschäftigen. Sowohl mit denen der »Altparteien«, wie mit denen der neuen Initiativen. Das Projekt Europa ist nämlich noch nicht tot. Die Rechtspopulisten haben zwar das Grab schon geschaufelt. Aber als Wählende haben wir es in der Hand, diesen Totengräbern ein Schnippchen zu schlagen.

| SoS

 




Drogen Spielplatz

Drogen auf dem Spielplatz

Was tun, wenn auf dem Spielplatz Drogen vertickt werden, die Musik auf dem Balkon nebenan den Schlaf raubt oder »Nachtschwärmer« Autos demolieren? Die Ordnungskräfte rufen! Und wenn die nicht kommen? DER MAINZER stellt Erfahrungen von Bürger/-innen anonymisiert dar.

Ein wenig ist er in die Jahre gekommen, der Spielplatz Badergasse. Rege genutzt wird er dennoch. Eltern mit ihren spielenden Kindern, ältere Menschen, die sich auf den Bänken ausruhen, Parkourläufer/-innen, die Sprünge üben. Und dann sind da noch diejenigen, die – vielleicht – Drogen verticken.

Der Spielplatz mit seinen beiden Eingängen, von der Badergasse und der Karthäuser Straße aus, ist umgeben von mehrstöckigen Häusern mit guten Sichtbeziehungen auf die Wellentäler, Holzzuber und Rinnen, mit denen die Gestaltung Bezug auf die im Mittelalter hier lebenden Bader und Barbiere nimmt. Gleichzeitig bietet der Platz für diejenigen, die sich auskennen in der Altstadt, eine willkommene Abkürzung, mit anderen Worten, hier sind fast immer Menschen unterwegs. Darunter auch solche, denen ungewöhnliches Verhalten anderer auffällt, die sich Gedanken machen, was da gerade passieren könnte und die ihre Beobachtungen manchmal an die Mainzer Ordnungskräfte weitergeben.

Im März 2017 berichtete die Polizei in einer Pressemeldung über den Verkauf von Haschisch auf dem Spielplatz. Danach, so erzählt es eine der Spaziergängerinnen (die ihren Namen nicht veröffentlicht sehen will) sei einige Monate Ruhe gewesen. Längst aber seien ihr und anderen wieder Grüppchen aufgefallen, die zusammenstehen und Tütchen mit undefinierbarem Inhalt »austauschen«. Der Gedanke, hier könnten Drogen die Besitzer wechseln, dränge sich auf. Gleichzeitig die Erkenntnis, das ist Sache der Polizei. In der Regel, so die Spaziergängerin, reagierten die Polizisten, wenn sie anrufe, bäten um Beschreibung des Sachverhalts und der Personen. Da die »Wache«, die Polizeiinspektion 1, quasi um die Ecke in der Weißliliengasse nicht weit ist, seien Streifenwagen meist schnell am Einsatzort. Allerdings komme es auch vor, dass alle Streifenwagen unterwegs sind. Dann hätten die vermutlichen Drogenverkäufer eben Glück gehabt.

Im verkehrssicheren Zustand

Der Spielplatz ist seit seiner Entstehung 2001 immer mal wieder in die Kritik geraten. Eltern beschwerten sich über Betrunkene und deren Hinterlassenschaften, Wohnsitzlose nutzten ihn als Schlafplatz. Zuletzt hatte im August 2018 die CDU-Altstadt von der Verwaltung wissen wollen, warum der Spielplatz nicht in einen kindergerechten Spielplatz ohne Verletzungsgefahr umgewandelt werde. Die Antwort lautete, der Spielplatz sei in einem verkehrssicheren Zustand und werde regelmäßig gesäubert.

Sicherlich ließe sich über die Gestaltung diskutieren, meint die Spaziergängerin. Wichtiger sei doch aber, dass sich auf dem Spielplatz keine alkoholisierten Menschen aufhielten und erst recht keine, die Drogen verkaufen und konsumieren. Wobei weder sie selbst, noch andere, die immer mal wieder die Polizei benachrichtigen, wirklich wissen, ob ihre Vermutungen zutreffen. Manchmal, so die Spaziergängerin, überlege sie, ob sie sich das alles nur einbilde und die Jugendlichen völlig zu Unrecht verdächtige. Denn eine Rückmeldung von der Polizei erhalte sie grundsätzlich nicht.

Unverständlich findet sie, warum das Gittertor an der Badergasse nicht wenigstens nach Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen werde und warum die Polizei keine Fußstreifen einsetze, um hier nach dem Rechten zu schauen. Klar ist ihr, dass die Polizei nicht immer sofort kommen könne – die hätten ja auch noch anderes zu tun. Andererseits: es ist ein Spielplatz, auf dem hätten Drogen und Alkohol nichts zu suchen. Bislang hat die Spaziergängerin noch nicht darüber nachgedacht, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Ob das so bleibt, vermag sie derzeit nicht zu sagen.

| SoS

 

Bei dem Lärm geht kein Auge zu




Ortswein - Kurfürstliches Schloss

Die Maxime Ortswein Preview

Die Maxime Ortswein Preview fand am 27.April 2019 im Kürfürstlichen Schloss in Mainz statt.

Die Winzer stellten einem ausgewählten Fachpublikum die Jahrgänge 2017 und 2018 ihrer Ortsweine vor. Ortsweine stammen aus den besten Lagen der Ortschaften in Rheinhessen und sind hervorragende Botschafter des jeweiligen Terroirs. 90 Winzer schenkten den probierfreudigen und fachkundigen Besuchern jeweils Produkte ihres Weingutes aus. Dabei konnte man von NORD nach SÜD, von Bingen bis nach Hohen-Sülzen und Herrnsheim ausschließlich trockene Weine probieren. Persönlich begeistert war ich von den Orangeweinen. Riesling, Scheurebe, Sauvignon Blanc, Silvaner, Grauer Burgunder, Chardonnay, Weissburgunder, und ein Gewürztraminer, der mein Favorit war. Farben von Gelb über Orange bis hin zu Rot, es war alles vertreten.

Die Mitgliedsbetriebe Maxime Herkunft starten mit dem neuen Jahrgang 2018 eine breite Qualitätsoffensive in der Region- Sie haben sich bei den Orts- und Lagenweinen zu reduzierten Erträgen verpflichtet. Als sichtbares Zeichen des Qualitätsversprechens tragen die Gutsabfüllungen zukünftig das MAXIME Logo auf der Flasche.

Die Weinmosternte 2018 in Rheinhessen ergab ca. 60 % Qualitätswein, 9 % Landwein und 31 % Prädikatswein* (Quelle Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz). Das Verhältnis Weißmost zu Rotmost beträgt dabei etwa 70% zu 30%. Die Gesamterntemenge lag bei 2.9 Mio hl, das bedeutet ein Plus von 16% gegenüber dem langjährigen Mittel.

Wie ist er denn nun, der Jahrgang 2018? Die Natur hatte es doch im letzten Jahr gut gemeint mit den Weinbergen und den Winzern. Der Erntebeginn lag Ende August sensationell früh. Die Natur ließ den Winzern bis Ende Oktober Zeit, die Ernte einzuholen. Der Leiter des Weinbauamtes in Alzey, Dr. Ludwig Tauscher, spricht von einem relativ reifen Jahrgang, der aromatisch und Rebsorten typisch ist, gute Dichte und ein mineralisches Rückgrat hat. (Quelle: Rheinhessen Wein e.V.)

Fazit

Der Jahrgang 2018 hat reife Weine hervorgebracht, die sich relativ früh gut trinken lassen, die Säure ist eher zurückhaltend. Aber, probieren sie selbst, die Winzer erwarten ihren Besuch in den Weingütern in Rheinhessen.

| Rudolf Speich




MediaMarkt-Quiz Würfel Fotolia_29134435_L © vege - Fotolia.com

Das große MediaMarkt-Quiz

Finden Sie die richtigen Antworten (die eine und andere entdecken Sie beim aufmerksamen Durchstöbern unserer Website!) und Sie können je einen Media Markt-Gutschein in Höhe von 100, 50 und 30 Euro gewinnen.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben beim MediaMark-Quiz in der AprilAusgabe des MAINZERs gewonnen und er­hal­­ten MediaMarkt-Gut­schei­ne:

Heiko Niederheide (100 €)
Ilse Dörfler (50 €)
Eva Franke (30 €)


Media Markt logo_web

1. Wer war Freiherr von Ketteler?
a) Gründer der ersten Mainzer Buchhandlung
b) Erfinder des Fahrrads
c) Mainzer Bischof

2. 1519 entstammt…
a) der Mainzer Marktbrunnen
b) das Original der Kreuzigungsgruppe neben der Ignazkirche
c) die Augustinerkirche

3. Der schiefe Turm von Mainz ist…
a) die Kunsthalle
b) die Heunensäule
c) der Drususstein

4. Welche Reichweite hat der Akku des E-Scooters »Xiaomi M365«? 
a) 15 km
b) 25 km
c) 30 km

5. Wie hoch ist das maximale Benutzergewicht des »City Blitz CB 049«? 
a) 80 kg
b) 100 kg
c) 90 kg

 

Auflösung der Fragen aus der April-Ausgabe:
1c, 2b, 3c, 4b, 5b

 

Bitte senden Sie Ihre Antworten per Post an:
DER MAINZER, 117er Ehrenhof 5, 55118 Mainz
oder per E-Mail an: briefkasten@dermainzer.net
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Betreff: Media Markt-Quiz
Einsendeschluss: 17.05.2019




Fotowettbewerb Standard nirzar-pangarkar-798

Auslösen, Knipsen & Gewinnen

Sie haben Freude am Fotografieren? DER MAINZER bietet Ihnen eine Plattform, gute Fotos zu veröffentlichen. Jeden Monat zu einem anderen Thema.

Innenhöfe und Höfe werden in der Stadt wie auf dem Land oft liebevoll und ausgefal­len gestaltet, die Teilnehmenden am April-Fotowettbewerb des MAINZERs haben ihre Lieblingshöfe abgelichtet. »Kunst im Vorhof«, nennt Stephan Gläser seine Aufnahme von einem »Vorhof« in der Mainzer Göttelmannstraße: Platz 1, Reinhold Giani wurde in der Mainzer Altstadt fündig: das Augustinergäßchen: Platz 2. Den Durchblick in den Hof des Schlossgutes Schmitt in Guntersblum zeigt die Aufnahme von Barbara Rieder: Platz 3.

Herzlichen Glückwunsch. Sie können sich auf SATURN-Coupons im Wert von 100, 50 und 30 Euro freuen.

 


Siegerfoto: Stefan Gläser

Siegerfoto: Stefan Gläser

2. Platz: Reinhold Giani

2. Platz: Reinhold Giani


3. Platz: Barbara Rieder

3. Platz: Barbara Rieder


Klicken Sie auf die Bilder, um diese in voller Größe zu betrachten.

Fotowettbewerb Mai 2019

Im Mai ist Hochsaison – für Rhabarber-Liebhaber/-innen. Die Pflanze selbst bietet für Fotofreunde einiges, aber auch was aus dem Gemüse – das wie Obst verarbeitet wird – entsteht: Kompott, Kuchen, Spritz, Saft… Wie mögen Sie Rhabarber am liebsten?

Schicken Sie Ihre Fotos, versehen mit Angaben, wann und wo sie aufgenommen sind an: foto@dermainzer.net. Bitte beachten Sie die Persönlichkeitsrechte fremder Menschen bei Ihren Aufnahmen!

Monat: Mai 2019
Motiv: Rhabarber
Einsendeschluss: 15. Mai 2019

Wichtig: Vergessen Sie Name, Adresse und Telefonnummer nicht, damit vielleicht Sie der nächste Gewinner eines Gutscheins von Saturn sein können (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen). Die Gewinner-Fotos werden in der nächsten Ausgabe des MAINZERs veröffentlicht. Mit Ihrer Teilnahme willigen Sie ein, dass DER MAINZER Ihren Namen auf seiner Online-Plattform sowie in den sozialen Medien veröffentlichen kann.

| SoS




Frühlingsgewinnspiel: Drinnen und draussen

Aufgabe des MAINZER-Frühlingsgewinnspiels ist es, die Inhaber der Geschäfte mit den Aufnahmen der Schaufenster ihrer Geschäfte zusammenzuführen. Dazu müssen die Zahlen der Aufnahmen von den Ladenbesitzern mit den Buchstaben der Außenaufnahmen kombiniert werden.

Hier geht’s zum MAINZER-Frühlingsgewinnspiel…

In der richtigen Reihenfolge aufgeschrieben ergeben die Buchstaben das Lösungswort. Das richtige Lösungswort senden Sie auf einer Postkarte an DER MAINZER, 117er Ehrenhof 5, 55118 Mainz oder per E-Mail an gewinnspiele@dermainzer.net

Zu gewinnen gibt es:

  • Hochwertige Bauernpfanne aus Eisen, Fabrikat de Buyer von Moritz
  • Geschenkkorb im Wert von 60,- Euro von Destille
  • Das Lieblingspaar aller Kinder: Katz‘ und Maus aus: »Always in your Arms« von den BEASTS aus dem Hause SIGIKID im Wert von 49 Euro von Kinderladen Wirth
  • Einkaufsgutschein vom Huthaus am Dom im Wert von 50 Euro

…und viele andere Gewinne!

Einsendeschluss ist der 20. Mai 2019.

 

 




Mogunzius-Symbol

Mogunzius: Hochkonjunktur für Kabelbinder

Wissen Sie was ein Kabelbinder ist? Kabelbinder wurden ursprünglich dafür entwickelt, Kabel und Kabelstränge sicher und stabil zusammenzufassen. Ein Produkt, das jeder Handwerker kannte, aber nur zögerlich den Weg in die Baumärkte fand.

Bis eines Tages ein Wahlkampfmanager auf die Idee kam, die Wahlplakate nicht mehr mit Draht an Bäumen und Laternen zu befestigen, sondern eben mit diesen Bindern. Seitdem hängen sie da, oft über mehrere Jahre.

Übrigens gibt es im Internet jede Menge Firmen, die auffordern, ihre Binder für Wahlkampfplakate einzusetzen: »durch die schnelle Befestigungsart sparen Sie Zeit und Kosten«, »sie halten auch widrigen Wetterbedingungen stand und eignen sich für einen Einsatz von
-40 bis 80 Grad Celsius.«

Es gibt in dieser Frage eine Allparteien-Koalition, jede Partei nutzt sie und schwört Stein und Bein nach dem Wahlkampf, alle diese Plastikteile wieder entsorgt zu haben. Ein Gang durch die Stadt und Stadtteile zeigt jedoch, dass das monatelang nicht der Fall ist.

Interessant ist auch die Farbauswahl. Die CDU nutzt tiefschwarze Kabelbinder, wen wundert es? Die SPD überrascht mit weiß, ob rote nicht produziert werden? Die Grünen keineswegs grün (gibt es wahrscheinlich auch nicht), sie nutzen mal weiße und mal schwarze. Eine eindeutige Koalitionsaussage soll wahrscheinlich nicht klar erkennbar sein. Bei der ÖDP geht der Trend zu tiefschwarz. In unserer Straße gibt es 16 Straßenlampen und Verkehrsschilder. Der Wahlkampf begann dezent, 1× CDU, 1× SPD, 1× Grüne. Am Ende der ersten Woche, ab der Plakatierung zulässig war, kamen Linke, ÖDP und AfD hinzu. Nach wenigen Tagen und wahrscheinlich auf Hinweis eines örtlichen Wahlkampfmanagers, hingen drei weitere CDU-Plakate, also ließ sich die SPD nicht lumpen und belegte zwei weitere Masten. Das rief
natürlich die kleinen Parteien auf den Plan. Nun sind 14 Laternen und Schilderstangen belegt, ein »toller« Anblick.

Nun frage ich mich bei jedem Spaziergang, wer lässt sich eigentlich durch Wahlplakate in seiner Wahlentscheidung beeinflussen? Würde es nicht ausreichen, wenn, wie in Frankreich und Italien, an einigen öffentlichen Stellen große Wände stehen, auf die jede Partei ein Plakat klebt? Ok, bestimmt keine neue Idee. Aber vielleicht gründe ich eine Bürgerinitiative deren Hauptforderung ist, die Weltmeere zu retten und keine Plastikbinder sondern Hanfseil zu nutzen und vielleicht dazu noch eine Jugendabteilung, die rigoros alle Plakate verbietet – bis auf handgemalte auf Recyclingpappe. Wer macht mit?

| Mogunzius




Vinothek Bingen am Rhein

Vinothek Bingen am Rhein: Auf einem guten Weg

Standortwechsel für Meisterkoch André Choquet: Vom »Schlösschen am Mäuseturm« zur »Vinothek Bingen am Rhein«. Seine Höchstform hat er noch nicht errreicht, ist aber auf einem guten Weg.

Das Panorama überwältigt: Der ruhig dahinfließende Rhein, dahinter die steilen Hänge des Taunus und oben thront die Germania mit ernstem Blick Richtung Westen, um vor dem früheren Feind, den Franzosen, zu warnen. Gott sei Dank haben sich die Zeiten geändert. Heute blickt sie immer weiter nach Westen und sieht Donald Trump. Kann gut sein, dass die Germania kopfschüttelnd ihre Plünnen rafft und den Sockel verlässt.

Die Binger haben die Landesgartenschau 2008 genutzt, um das Rheinufer schön und langfristig zu gestalten.

Erste Überraschung, alle Tische im Speisesaal der Vinothek sind reserviert. Mit der typischen Mainzer Hochnäsigkeit, dass nämlich auf dem flachen Land nichts los ist, können wir im Nebenraum noch ein kleines Plätzchen ergattern. Die Einrichtung ist großzügig mit hellem Holz gestaltet, dieses abgesetzt vom grauen Hintergrund.

Schmackhafte Vorspeisen

Den Koch, André Choquet, kennen wir noch aus dem »Schlösschen am Mäuseturm«, wo er uns mit seiner Präzision begeisterte. Wir sichten die Speisekarte, die gegliedert ist nach »Klassiker, Saisonales aus der Vinotheken-Küche, rheinhessische Weinbegleiter aus Omas Einmachgläsern und Desserts«. Wir wählen aus: einmal das zweierlei hausgemachte Brot (1,50 €) und einen Feta-Walnuss-Dip (3 €) und, als zweites, eine Bärlauchsuppe (6 €), die in der Speisekarte als »Vollmundige Velouté: Bärlauch mit Pinienkernen, Olivenöl und kräftigem Parmesan gemixt und versetzt« angekündigt wird.

Eine große Tasse kommt mit dampfend grüner Suppe, durchsetzt mit vielen kleinen grünen Stückchen des Bärlauchs. Ein intensiver Geruch umnebelt mich mit dem starken Aroma des Bärlauchs.

Die Suppe ist schmackhaft, angenehm sämig, gut gemacht – allein meine Suche nach den Pinienkernen bleibt bis auf einen halbierten Pinienkern erfolglos. Später erklärt mir André Choque, dass er zuerst ein Pesto aus Bälauch, Pinienkernen und Parmesan gemacht habe. Ein paar vereinzelte geröstete Pinienkerne hätten die Suppe trotzdem für mich interessanter gemacht. Mein Gegenüber ist sehr zufrieden mit dem Feta-Walnuss-Dip, allein das selbstgemache Sauerteigbrot weiß nicht komplett zu überzeugen: beide Krusten sind nur zaghaft ausgeprägt.
Jetzt sind unsere Hauptspeisen im Anmarsch. Mein Begleiter hat ein Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln bestellt. Sein Urteil: angenehm zart mit krosser Panade und leichtem Buttergeschmack und erfrischend mit den zwei Zitronenschnitzen, sehr schmackhaft, die knackigen Bratkartoffeln sind bis auf einige verbrannte Stückchen wohlschmeckend. Mir wird ein strahlend weißerButterfisch gebracht, gebettet auf einem Kresse- und lila Kartoffel-Salat in einer Honig-Senf-Marinade und gekrönt mit orangem Forellenkaviar. Ein wunderschöner, farbenfroher Teller. Die zwei Stücke Fisch sind extrem weiß, das ca. zwei Zentimeter hohe Stück Fisch hat eine feste Konsistenz, ist aber leider etwas zu stark durch und deshalb zu trocken. Schade.

Gut sortierte Weinkarte

Das beschreiben wir dem Koch, der auf seinem Rundgang auch bei uns Halt macht. Er bedauert das: Der Fisch wurde im Sous-vide bei exakt 62 Grad gegart. Das war wohl etwas zu viel. Beim nächsten Mal wird das sicherlich geändert. Darauf freuen wir uns. Aus der umfangreichen Weinkarte wählen wir den 2017er Riesling Quarzit vom Binger Scharlachberg aus dem Weingut Bretz, eine trockene Auslese, die für 2,50 € für das »Piffche«, daherkommt. Der Wein ist fruchtig, relativ hell in seiner grünlich gelben Farbe. Die sechs Vinotheken-Weingüter bieten Weine aus Rheinhessen, dem Mittelrhein, der Nahe, und dem Rheingau an. Der Service ist überdurchschnittlich jung, engagiert und sehr freundlich. Wenn eine Frage nicht sofort beantwortet werden konnte, so wurde nachgefragt und wir bekamen anschließend die ausführliche Antwort.

Wir verlassen die Vinothek am Rhein bei strahlendem Sonnenschein und wissen, dass wir wiederkommen. Dann wird der Koch den Umzugsstress aus dem verträumten vorherigen Lokal in die wesentlich größere Vinothek wohl geschafft haben und zur alten Höchstform zurückfinden.

| Mister X

ESSEN7,5
TRINKEN8,0
SERVICE8,5
AMBIENTE8,0
PREIS/LEISTUNG7,5
GESAMT39,5 : 5 = 7,9 KAPPEN

Vinothek Bingen am Rhein
Hindenburganlage 2
55411 Bingen am Rhein
Telefon: 06721 3098992
info@vinothek-bingen.de
www.vinothek-bingen.de
Öffnungszeiten:
In den Sommermonaten
Mai bis September
Dienstag bis Sonntag ab 11.00 Uhr
Ruhetag: Montag



staatstheater

Staatstheater: Im Wald hört einen niemand, wenn man schreit.

Lucia Bihler inszeniert »Die Verwirrungen des Zöglings Törleß«

Es beginnt als harmloser Schülerstreich und endet in den Abgründen menschlicher Grausamkeiten. Robert Musils Roman »Die Verwirrungen des Zöglings Törleß« spielt in einem Internat in der Provinz. Törleß und zwei seiner Mitschüler erwischen Basini beim Stehlen. Ihre Verschwiegenheit kommt ihn teuer zu stehen. Sie erpressen ihn. Getrieben von der Neugier, Macht auszuüben und die Grenzen dessen, was ein Mensch sich gefallen lässt, auszuloten, foltern sie den Mitschüler physisch und psychisch.

Die Regisseurin Lucia Bihler – designierte Hausregisseurin an der Berliner Volksbühne – interessiert sich in ihrer Inszenierung am Staatstheater Mainz vor allem dafür, wie Jungen unter einem Bild von Männlichkeit, dass sie zu erfüllen haben. Sie macht auf der Bühne diesen gesellschaftlichen Mechanismus sichtbar, indem sie alle Rollen von Frauen spielen lässt. Die Handlung verlegt sie in einen Wald, der zum rechtsfreien Raum für die Grausamkeiten der Protagonisten wird.

| SoS

Premiere am 17. Mai, 19.30 Uhr im Kleinen Haus
www.staatstheater-mainz.com



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Frankfurter Hof: Generationenwechsel ohne Programmwechsel

Staffelübergabe im Frankfurter Hof: Ende des Jahres übergibt Ludwig Jantzer an seine Stellvertreterin Verena Campailla. Nach 30 Jahren, in denen er große und kleine Stars der nationalen wie internationalen Musik- und Kulturszene nach Mainz gebracht hat.

»Ich gehe ja nicht so ganz, als Berater stehe ich dem Team weiterhin zur Seite.« Aber kürzer treten wird der 64-Jährige auf jeden Fall. Eine neue Aufgabe wartet zudem auf ihn: Er wird im Sommer zum ersten Mal Großvater. Erhalten bleibt ihm die Geschäftsführung der Kulturzentren Mainz GmbH (KMG), eine Tochtergesellschaft der Zentralen Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (ZBM), in der 2018 die beiden Kulturhäuser Frankfurter Hof und KUZ Kulturzentrum Mainz zusammengeführt wurden.

Verena Campailla, ausgebildete Veranstaltungsfachwirtin (IHK), arbeitet seit 2011 Seite an Seite mit Jantzer. Im April 2018 übernahm sie die stellvertretende Programmleitung im Frankfurter Hof, ab Januar 2020 wird die 27-Jährige die Verantwortung für das Programm von Frankfurter Hof und »Summer in the City« alleine schultern. Wobei »alleine« in diesem Geschäft niemand arbeiten kann. »Wir arbeiten in einem guten Team, mit klarer Aufgabenverteilung, aber aus einem Guss und miteinander«, betont Jantzer.

Kooperation

Miteinander bedeutet im Mainzer Veranstaltungsmarketing auch in Kooperation mit anderen Veranstaltern – nicht nur unter dem Dach von Mainzplus Citymarketing mit Schloss und Rheingoldhalle. Das Frankfurter Hof-Team hat sich die Kontakte zu ausländischen Künstler/-innen auch mit Unterstützung von Vereinen und Organisationen in Mainz erarbeitet – und reichert das Frankfurter Hof-Programm z.B. mit »Weltmusik« aus Afrika, Indien und Südamerika an. Geht es um Kleinkunst und Kabarett sind die »Unterhäusler« Ansprechpartner/-innen und mit dem KUZ wird seit dessen Wiedereröffnung die Kooperation im Bereich »jüngeres Publikumssegment« gepflegt. Genau hier, im Bereich Musik und Unterhaltung für die jüngeren Generationen wird Verena Campailla auch eigene Akzente setzen. Persönlich sei sie eher ein Fan von Rhythm + Blues, »aber ich habe in den acht Jahren Arbeit im und für den Frankfurter Hof schon viele Genres kennengelernt, die mich genauso begeistern.«

Insgesamt sei die Programmstruktur so, wie sie ist, richtig. Die Planung und Organisation von Musikveranstaltungen ist ein klar definiertes Geschäft. »Wir verpflichten Künstler/-innen, handeln mit ihnen oder mit deren Agenturen Verträge aus, kümmern uns um das erforderliche Equipment, Unterkunft und Verpflegung für die Auftritte – auch dazu braucht es entsprechende Verträge«, erklärt Jantzer. Im Kopf sei dabei immer die Kalkulation von Ausgaben und Einnahmen, gleichzeitig ein Marketingprofil, um zu entscheiden, in welchen Veranstaltungsrahmen und an welchem Veranstaltungsort die jeweiligen Künstler/-innen unterzubringen sind. Die Beobachtung des Marktes gehört dazu und die seit Jahren gewachsene vertrauensvolle Zusammenarbeit auch mit Agenturen, die wiederum aufmerksam machen auf noch unbekannte Künstler/-innen. Die Charts bieten ebenfalls Anhaltspunkte, allerdings ist die jüngere Musikszene schwieriger einzuschätzen, sie ist oft kurzlebiger, weiß Campailla: Wer in diesem Jahr die Häuser füllt, könne im kommenden Jahr völlig weg sein vom Fenster.

Summer in the City

Am 25. Mai beginnt mit The Hooters die 2019er »Summer In the City-Saison«. Es ist bislang das einzige Konzert, das die US-Band für 2019 angekündigt hat. Fans aus ganz Deutschland und Europa werden anreisen und solche »Oldies« kommen oft Generationen übergreifend an. Ähnlich Steve Hackett, der Leadgittarrist von Genesis, der am 29. Mai ebenfalls Open Air auf der Zitadelle auftritt und Dieter Thomas Kuhn hat am 31. Maisowieso seine ganz speziellen Fans.

| SoS

 

Infos: www.frankfurter-hof-mainz.de



Hochschule Mainz: Mach Dich schlau!

Am 11. Mai 2019 geben die Fachbereiche Technik, Gestaltung und Wirtschaft der Hochschule Mainz beim Info-Tag Einblick in ihre Studienangebote: »Praxisorientiert, Individuell und International«.

Lehre, Forschung und Praxis greifen ineinander, die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft ist besonders eng, Studierende und Wirtschaft profitieren in besonderem Maße: Das Studium an der Hochschule Mainz bereitet im besten Sinne auf Berufsleben und Zukunft vor, so beschreibt es die Selbstdarstellung der Hochschule. Allein die berufsintegrierenden Studiengänge pflegen 450 Kooperationspartnerschaften vorwiegend im Wirtschaftsleben des Rhein-Main-Gebietes.

Der Informations- und Beratungstag für die Bachelor- und Masterstudiengänge am 11. Mai 2019 ermöglicht auf dem Hochschul-Campus interessierten Schüler/-innen, Eltern, Lehrer/-innen sowie Studierenden und Bachelorabsolvent/-innen, sich über das vielfältige Studienangebot der Fachbereiche Technik, Gestaltung und Wirtschaft zu informieren.

Der Fachbereich Technik (mit den Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Geoinformatik und Vermessung), der Fachbereich Gestaltung (mit den Fachrichtungen Kommunika­tionsdesign, Mediendesign/Zeitbasierte Medien und Innenarchitektur) und der Fachbereich Wirtschaft (mit BWL & International Business, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsinformatik) bieten Schnuppervorlesungen und Vorträge an. Beratungsgespräche oder ein direkter Austausch mit Studierenden und Lehrenden ergänzen das Angebot. Außerdem bieten die Studiengänge Kommunikationsdesign, Mediendesign und Innenarchitektur eine exklusive Mappenberatung an. Studierende des Fachbereichs Wirtschaft berichten von Auslandsaufenthaltserfahrungen, Architekten, Bauingenieure und Geoinformatiker stellen ausgewählte Projekte, Modelle und Forschungsarbeiten vor.

Darüber hinaus können sich Interessierte jederzeit mit der Studienberatung der Fachbereiche in Verbindung setzen, an einem Workshop »Probieren vor dem Studieren« teilnehmen. Oder sich auf einer Hochschulmesse beraten lassen.

| SoS

Textgrundlagen und Details zum Info-Tag Hochschule Mainz: www.hs-mainz.de



Beachclub

Terrassensaison: Gastronomische Diversitäten

Erfrischendes und Nachdenkliches zur Terrassensaison

Restaurant oder Club, Straußwirtschaft oder Biergarten, Lounge oder Beach: Das gastronomische Freiluft-Angebot in unserer Region expandiert qualitativ wie quantitativ von Jahr zu Jahr und stellt uns immer wieder vor die gleiche Frage: »Wo gehen wir denn heute Abend hin?« In welcher Location genießen wir heute die Abendsonne und das frische Lüftchen? Den neuen Wein, die rheinhessischen Tapas, das kühle Bier? Wo treffen wir uns für zwei Stündchen (oder länger?) a deux, wohin gehen wir mit der Familie essen und auf welcher Terrasse diskutieren wir mit unseren Freunden die aktuelle politische Lage (und/oder natürlich auch umgekehrt)?

Wie schön, dass uns dafür zurzeit täglich wieder eine Stunde mehr zur Verfügung steht! Und damit habe ich mich jetzt natürlich geoutet (und gebe dabei nicht unbedingt die oft zitierte Meinung der Redaktion wieder): Ja, ich bin ein Anhänger der sogenannten Sommerzeit – und wenn man sich mehrheitlich gegen den saisonalen Wechsel ausspricht – dann von »12 Monaten Sommer«.

Das passt, wenn man abends regelmäßig arbeiten muss und sich die Morgenstunden freier gestalten lassen. Es macht einfach mehr Spaß, wenn man die gastronomische Vielfalt von Stadt und Land bei Sonnenlicht besuchen und begutachten kann. Und ja, natürlich weiß ich auch, dass der Tag nicht plötzlich 25 Stunden hat – nur mein Feierabend ist angenehm gestreckt.

Klimawandel Positiv?

Und noch ein zweites Phänomen (oder besser: Problem) macht sich bemerkbar, wenn ich ein freies Plätzchen auf der Terrasse gefunden und den Schweiß abgewischt habe: Auch der Klimawandel spielt in meinen Feierabend rein. Natürlich gibt es ihn! Wer es nicht glauben will und lieber mit konstruierten Statistiken argumentiert möge einmal Winzer und Landwirte fragen. »Die Natur« stellt neue Herausforderungen und wir müssen reagieren – so auch die Weinbauern: Neue Rebsorten schlagen an, andere entfalten sich bei einer angepassten Vinifizierung in ungeahnte Richtungen.

Es wäre jedoch blanker Zynismus, hier nur die uns zunächst positiv erscheinenden Seiten anzusprechen: Wenn es so weiter geht, werden zwar bald neue Weinbauregionen (in Nordeuropa) entstehen – gleichzeitig trocknen andere Gebiete (z.B. in Spanien) aber völlig aus. Und was bei uns primär ökonomische Auswirkungen hat ist in anderen Erdteilen lebensbedrohend. Vielleicht gibt uns die eine Stunde »mehr« auch etwas Zeit, über solche Zusammenhänge nachzudenken.

Kreativ und erfinderisch

Übrigens: Vereinzelt könnte der Eindruck entstehen, dass die Rheinhessen ausschließlich Wein oder doch zumindest Schorlen (»Gespritzte«) trinken. Es ist mehr als nur Chronistenpflicht darauf hinzuweisen, dass die Getränkekarten in unserer Region mehr und mehr einheimische (Craft-) Biere, Säfte und Limonaden aufweisen. Wir sind ein kreatives Völkchen. Daher: Klemmen Sie sich den MAINZER unter den Arm und steuern Sie eine Terrasse an, solange noch ein Platz frei ist. Und dann können sie in Ruhe bei einem Glas Ihrer Wahl unser informatives Magazin weiterlesen. Viel Spaß dabei.

| MDL




luftaufnahme-tauberstbergbad

Stadtwerke: Spannende Aufgaben

Die Mainzer Stadtwerke AG sorgt mit ihren Tochterunternehmen für die Produktion und den Vertrieb von Strom, Gas, Wasser und Wärme, für den ÖPNV, entwickelt neue Stadtquartiere und betreibt ein Frei- und Sportbad. Daniel Gahr ist seit März 2017 »Chef« des Konzerns.

»Chef« heißt in diesem Falle: Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG. Zwei Jahre zuvor startete der heute 48-Jährige in dem Konzern als Kaufmännischer Geschäftsführer der hessischen MSW-Tochter ÜWG (Überlandwerk Groß-Gerau). Ab Januar 2016 übernahm er zusätzlich den Aufbau des Strom- und Gasvertriebs der MSW als Geschäftsführer der »Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH«. »Es ist immer noch nicht allen Mainzer/-innen bewusst, dass sie ›Mainzer Strom und Gas‹ nur über ihre Mainzer Stadtwerke beziehen können«, antwortet Gahr auf die MAINZER-Frage, wie sich dieses Geschäftsfeld entwickelt. Mit der Anzahl der Kunden sei die MSW bislang sehr zufrieden, das Geschäftsfeld wachse stetig. »Was uns zudem positiv stimmt, ist die Tatsache, dass die Neubürger/-innen häufig direkt bei der MSW ihren Versorgungsvertrag unterschreiben.«

Daniel Gahr

Daniel Gahr

Bereits 2010 hatte sich die MSW von ihren Anteilen an dem Darmstädter Energieversorger Entega getrennt. Im Oktober 2016 begrüßte die MSW die ersten »eigenen« Gas- und Stromkunden.

Mit Blick auf die zurückliegenden beiden Jahre als MSW-Vorstandsvorsitzender stellt Gahr fest: »Es ist einer der spannendsten Jobs, den ich mir vorstellen kann.« Die Verantwortung für die kritische Infrastruktur (Gas, Wasser, Strom), für den ÖPNV, für die Quartiersentwicklung und für die TBB-Sanierung – die MSW sind schon lange kein klassisches »Stadtwerk« mehr, sondern ein weitverzweigtes Unternehmen, das die Grundversorgung der Bürger/-innen sichert. Dabei stellen die sich ändernden Energie- und Mobilitätsmärkte eine Herausforderung dar. »Im Energiesektor hat sich, nachdem die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen hat, die Entscheidung der KMW AG und deren Gesellschafter Mainzer Stadtwerke sowie ESWE Versorgung, auf der Ingelheimer Aue ein Motorenkraftwerk zu bauen, als richtig erwiesen«, blickt Gahr auf den Bau des Blockheizkraftwerks, das seinen Betrieb in diesem Sommer aufnehmen soll.

Mobilität

Die MSM-Tochter Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) verzeichnete für 2018 mehr als 56 Millionen Fahrten. Gahr erkennt in den weiter wachsenden Fahrgastzahlen eine Verpflichtung der Kundschaft gegenüber: Taktung, Pünktlichkeit aber auch Komfort spielten dabei eine Rolle. »Ich habe beispielsweise darauf eingewirkt, dass bei der Neubeschaffung von Bussen Klimaanlagen künftig Standard sind.« Das Verkehrsunternehmen müsse sich fragen, was Menschen dazu bringt, Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Gleichzeitig steht der ÖPNV vor der Herausforderung, die Bus-Flotte zu erneuern und umzurüsten, um die Stickoxid-Emissionen in der Stadt zu reduzieren und ein mögliches Dieselfahrverbot in Mainz zu verhindern. Im Sommer würden erstmals vier Elektro-Busse in Mainz eingesetzt, im Laufe des Jahres kämen Wasserstoffbusse hinzu, sagt Gahr. »Die können wir mit dem im Hechtsheimer Energiepark produzierten Wasserstoff betanken: Strom aus den Windrädern, umgewandelt in Wasserstoff und als Energieträger für die Busse genutzt.«

Quartiersentwicklung

Bis 2027, wenn die Entwicklung im ehemaligen Stadtwerke-Hafen­areal Zollhafen abgeschlossen ist, wird dort ein Investitionsvolumen von etwa 1 Mrd. Euro bewegt. Eingerechnet sind die Investitionen der Partner, die die Baufelder entwickeln. Gahr macht deutlich, dieses Projekt hat sich für die MSW trotz der hohen Vor-Investitionen rentiert – wobei die Entwicklung der Immobilienpreise eine erhebliche Rolle gespielt habe. Klar sei, dass von der Entwicklung des Quartiers Zollhafen letztlich die Stadt und damit die Bürger/-innen profitierten. »Was wir hier verdienen fließt am Ende ja an die Stadt zurück.« Das große Ziel, möglichst schnell die Baufelder entlang der Rheinstraße zu verkaufen, sei jetzt erreicht, berichtet Gahr.

»Die Investoren schätzen übrigens sehr, dass die Straßenbahn schon da ist – für Firmen und für die Hotels, die sich da ansiedeln ist das perfekt.« Mit Blick auf die Entwicklungen im neuen Wohnquartier Heilig-Kreuz-Viertel, stellt Gahr fest, »hier stehen die Investoren ebenfalls Schlange, auch wenn das völlig anders gelagert ist, da es sich hier um mehr Mietwohnungsbau handelt.«

Taubertsbergbad

»Wir haben das Konzept dahingehend optimiert, dass wir mit den nun vorgestellten baulichen Veränderungen mit einem attraktiveren Familienbad und einem vergrößerten Wellnessbereich ein langfristig attraktives Angebot schaffen und auch mehr Erlöse erwirtschaften, um das Bad zu betreiben«, stellt Gahr fest: Und: »Wir wollen dieses Bad unbedingt offen halten, damit der Schul- und Vereinssport gesichert bleibt.« Grundsätzlich wäre der Umbau von Frei- und Sportbad einfacher zu bewerkstelligen, wenn beide komplett geschlossen würden, um die Renovierung in einem Rutsch durchzuführen.

Daniel Gahr erinnert daran, die Stadtwerke hätten sich nicht darum gerissen, das marode Bad zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass es wieder funktionstüchtig wird. »Es gibt einen klaren politischen Auftrag, getragen von allen Parteien im Mainzer Stadtrat, dass wir uns der Sanierung annehmen. Genau das machen wir.«

Wie lange der gesamte Umbau dauern wird, ist, Gahr zufolge derzeit nicht absehbar. Die Kosten würden vermutlich die 2017 grob veranschlagten rund 20 Millionen Euro übersteigen, allein aufgrund der stetigen Baukostensteigerungen.
Die Frage des MAINZERs, ob Abriss und Neubau nicht insgesamt günstiger kommen würden, beantwortet Gahr mit der Zahl 40 Millionen Euro: so viel würde allein der komplette Neubau mindestens kosten – ohne die Abrisskosten. Das hätten Schätzungen ergeben, eine konkrete Kalkulation dazu liege nicht vor. Denn der politische Auftrag für die Übernahme des Bades lautet: Erhalten und sanieren.

| SoS

Hinweis: Bis einschließlich Montag 6. Mai 2019 bleibt das TBB wegen
Wartungsarbeiten komplett geschlossen. www.mainzer-taubertsbergbad.de



Stephan Schmitt, Der Holz-Turm 1804, Aquarell, © SHM und Plakat zur Sonderausstellung, © SHM

Stadtmuseum: Mainz liebevoll und individuell gesehen

Viele in Mainz geborene oder hier lebende Maler haben sich ihrer Stadt zugewandt und mit ihrem künstlerischen Auge eine Vielzahl von Motiven entdeckt, die sie in den unterschiedlichsten Stilen und Techniken darstellten.

Das Stadthistorische Museum auf der Mainzer Zitadelle zeigt bis zum 30. Juni 2019 in einer Sonderausstellung überregional bekannte wie heute unbekannte Maler, die Mainz mit einem liebevollen, jedoch sehr individuellen Blick sahen. Ihre Werke zeigen die prächtigen Bauwerke und Straßen. Aber auch versteckte Winkel oder unbeachtete Details und die von Kriegen geschlagenen Wunden im Stadtbild.

Mit dieser Ausstellung zeigt das Stadthistorische Museum Mainz Werke aus seinen eigenen Beständen, die sonst aus Platzmangel meist im Magazin verborgen sind. Viele der Aquarelle, Ölgemälde, Radierungen, Graphiken und Zeichnungen sind Schenkungen von Mainzer Familien an das Museum. Andere Werke konnten in den letzten Jahren erworben werden. Dieser Schatz von mehr als 100 Bildern aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist für einige Monate der Mainzer Öffentlichkeit zugänglich. Zu den Künstlern zählen u.a. Alfred und Heinz Mumbächer, Sophie Grosch, Stephan Schmitt (Foto – Ausschnitt), Philipp Zeltner, Peter Halm, Fritz Jacobsen, Francis Mitterbauer und Guido Ludes.

| SoS

Textgrundlagen, Infos:
www.stadtmuseum-mainz.de



roemerpassage

Entwicklung des Einzelhandels steuern

Die Kommunalwahl in Rheinland-Pfalz findet zeitgleich mit der Europawahl am 26.Mai 2019 statt. DER MAINZER befragt die Kandidatinnen und Kandidaten zu unterschiedlichen Themen. Im Mai geht es um Mainz als Einkaufsstadt.

Die Entwicklung von Mainz als Einkaufsstadt wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Seit 2004 bildet das sogenannte Tripol-Konzept die Basis für die Innenstadtentwicklung. Die Innenstadt zwischen Augustinerstraße, Stadthausstraße/Römerpassage und Brandzentrum besteht aus drei Einkaufs- Polen, die mit der »Citymeile« optisch verbunden sind. Das Konzept selbst ist umstritten, die Pol-Bildung aber Realität. 2015 wurde unter Federführung des Stadtplanungsamtes das »Integrierte Entwicklungskonzept Innenstadt Mainz« erarbeitet. Es benennt für die Einkaufsinnenstadt und die daran angrenzenden Gebiete der Mainzer Altstadt einen Korridor für deren zukünftige städtebaulich-räumliche Entwicklung. Hier ist u.a. den Einkaufslagen abseits der Pole Aufmerksamkeit geschenkt und die Umbauten von Bahnhofs-, Münsterstraße sowie Große Langgasse sind unter dem Stichwort »Aufwertung der Verbindungsachse Hauptbahnhof – Einkaufsinnenstadt« skizziert.

Diese Konzepte, vom Mainzer Stadtrat verabschiedet, werden ergänzt durch das »Zentrenkonzept Einzelhandel«. Es bildet die planerische Grundlage für die Steuerung der Einzelhandelsentwicklung und räumt der Innenstadt eine eindeutige Vorrangstellung ein. Die »Mainzer Liste der zentrenrelevanten und nicht-zentrenrelevanten Sortimente« soll als Steuerungsmechanismus zur räumlichen Lenkung der Handelsangebote beitragen – sie wurde mehrmals aktualisiert, gilt gleichwohl als »Verhinderer« für die Ansiedlung von »Globus« und »Decathlon«. Auch das Zentrenkonzept und die jeweiligen Aktualisierungen müssen vom Stadtrat beschlossen werden und sind Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Vor diesem Hintergrund wollte DER MAINZER von den Parteien, die Kandiaten/-innen für die Wahl des Mainzer Stadtrats und der Ortsbeiräte in den Stadtteilen aufgestellt haben, wissen:

Welche Möglichkeiten haben Sie als Kommunalpolitiker/-in, »Mainz als Einkaufsstadt« zu fördern?

Mündlich oder schriftlich haben sieben Parteien geantwortet: SPD, GRÜNE, FDP, ÖDP, FW sowie die nicht im Stadtrat vertretene AFD und die Piraten. Die CDU und die Partei Die Linken haben nicht auf die MAINZER-Anfrage reagiert. Die Antworten der Piraten und der AFD finden Sie aus Platzgründen auf der MAINZER-Webseite.

| SoS

Marc Antonin Bleicher, SPD

Marc Antonin Bleicher, SPD

Marc Antonin Bleicher, SPD

Marc Antonin Bleicher, SPD

Vorsitzender SPD-Unterbezirk Mainz, Mitglied des Stadtrats

Zu den Rahmenbedingungen, die die Kommunalpolitik gestalten kann, zählt laut Bleicher die Bauleitplanung, d.h. die Entwicklung von Einzelhandel z.B. durch die Ausweisung entsprechender Flächen. Das Zentrenkonzept sei geeignet, die Innenstadt lebendig zu halten und die Abwanderung der Kundschaft auf die grüne Wiese zu begrenzen. Dabei müsse es immer weiter fortgeschrieben, den Realitäten angepasst werden – auch das ist eine Frage, die in Ausschüssen und im Stadtrat entschieden wird.

Stadt und stadtnahe Gesellschaften könnten über Feste und Veranstaltungen die Besucherfrequenzen in der Innenstadt erhöhen. Bleicher nennt Formate wie »Mainz lebt auf seinen Plätzen«, den Wissenschaftsmarkt und die Verkaufsoffenen Sonntage. Bei der Organisation solcher Formate brauche Mainz auch einen Citymanager/eine Citymanagerin – diese Position sei baldmöglichst neu zu besetzen.

Sylvia Köbler-Gross, Bündnis 90/Die Grünen

Sylvia Köbler-Gross, Bündnis 90/Die Grünen

Sylvia Köbler-Gross, Bündnis 90/Die Grünen

Sylvia Köbler-Gross, Bündnis 90/Die Grünen

Fraktionsführerin im Stadtrat

Ein Schwerpunkt ihrer Partei zur Förderung der Mainzer Einkaufsstadt sei das Zentrenkonzept: »Wir sind die einzige Partei, die dieses Konzept ohne Wenn und Aber verteidigt. Es darf weder ausgehöhlt noch gelockert werden«, so Köbler-Gross. Sie wertet zudem das LEAP-G als ein gutes Instrument, um mit Unterstützung privater Initiative die Quartiere, für alle, die sie nutzen, attraktiver zu machen. Die Initiative, dieses Gesetz so anzupassen, dass auch die Landeshauptstadt mit ihrem Mischgebieten – Wohnen, Gewerbe, Dienstleistung – das LEAP-G anwenden kann, liege beim Land. FDP-Wirtschaftsminister Wissing müsse hier endlich tätig werden.

»Wir brauchen in der Stadt die Möglichkeit, frische, regional erzeugte Produkte einzukaufen. Deshalb unterstützen wir die Wochenmärkte – in der Innenstadt wie in den Stadtteilen.«

Lisa Haus, FDP

Lisa Haus, FDP

Lisa Haus, FDP

Lisa Haus, FDP

kandidiert für den Stadtrat und als Ortsvorsteherin in der Neustadt

»Aus unserer Sicht ist die Neubesetzung der Position des Citymanagers unbedingt erforderlich. Die Position sollte mit mehr Kompetenzen und mit einem höheren Budget ausgestattet werden. Aufgabe des Citymanagers ist u.a. eine weitreichende Vernetzung aller Gewerbetreibenden, über die Einzelhändler hinausgehend – die Anbindung an die städtische Wirtschaftsförderung sollte daher geprüft werden.

Die Stadt benötigt mehr familienfreundliche Angebote, z.B. als ‚Einkaufs-Erlebnis-Tage‘, mit Unterstützung der Gewerbetreibenden. Im Bereich Smart City kann die Mainz Card weiterentwickelt werden zu einem digitalen Schlüsselbund, um Parkgebühren und Einkäufe bargeldlos zu bezahlen. Die Parkgebühren lassen sich reduzieren, wenn die Beträge für Einkäufe in den Geschäften und Verzehr in den Gaststätten angerechnet werden.«

Dagmar Wolf-Rammensee, ÖDP

Dagmar Wolf-Rammensee, ÖDP

Dagmar Wolf-Rammensee, ÖDP

Dagmar Wolf-Rammensee, ÖDP

kandidiert für den Stadtrat und als Ortsvorsteherin in der Oberstadt

»Der innerstädtische Einzelhandel ist durch den Onlinehandel sowie durch ein breites Einkaufsangebot auf der grünen Wiese gefährdet. Die ÖDP steht deshalb zum Zentrenkonzept.

Seit Jahren reagiert die Stadtspitze nur auf Planungswünsche verschiedener Investoren anstatt ihre ureigenste Aufgabe, die Steuerung des Baurechts, endlich anzupacken. Die ÖDP fordert eine zeitgemäße Anpassung des stimmigen Gesamtkonzepts vom Schillerplatz bis zum Höfchen unabhängig von den wechselnden Wünschen potenzieller Investoren. Der bestehende Bebauungsplan muss sowohl den künftigen Anforderungen des (lokalen) Einzelhandels als auch den Bedürfnissen der Umwelt angepasst werden. Ferner brauchen wir Maßnahmen, um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu stärken, z.B. durch den Erhalt der Plätze in der Ludwigsstraße.«

Erwin Stufler, FW

Erwin Stufler, FW-G

Erwin Stufler, FW-G

Erwin Stufler, FW

kandidiert für den Stadtrat und als Ortsvorsteher in der Oberstadt

Die wichtigste Stellschraube, so die Freien Wähler, sei der Verkehr. Hier müsse Mainz mit Sonderaktionen aufwarten, die sonst keiner biete. Als Beispiele werden ein parkhausgebührenfreier Samstag oder ein Tag kostenloser ÖPNV von Stadtrand in die City genannt, um die Leute zu locken.
»Gleichzeitig braucht der Einzelhandel einen koordinierten Internetauftritt«, erklärt Erwin Stufler. »Frei nach der Devise ›Im Netz anschauen und vor Ort abholen‹ ließe sich das bequeme Surfen durch die Produktpaletten mit dem persönlichen Einkaufserlebnis in den Mainzer Geschäften kombinieren: Eine ideale Aufgabe für das City-Marketing.« Und gegen die leidige Internet-Bestelleritis könnte eine City-Maut für DHL, Hermes und Co. helfen.«

Britta Werner, Die Piraten

Britta Werner, Die Piraten

Britta Werner, Die Piraten

Britta Werner, Die Piraten

kandidatin für den Stadtrat

»Eine Kernaussage der PIRATEN lautet ‚Erst der Mensch, dann der Markt‘, wobei der Wochenmarkt rund um den Dom bereits für meine Eltern ein Grund war, um in der Mainzer Innenstadt und nicht auf der grünen Wiese einzukaufen. Eine Möglichkeit zur Förderung von Mainz als Einkaufsstadt sehe ich in dem Ausbau von Parkhäusern und Straßenbahnen außerhalb der Innenstadt sowie der weiteren Vernetzung mit dem Umland, um wohnortnahe Angebote zu unterstützen. Unser Ziel einer autofreien City, eines ticketlosen ÖPNV sowie eines schnellen Internetzugangs und freien WLANs kommt nicht nur den Menschen zugute, die dort wohnen, sondern auch denen, die dort arbeiten, ihre Freizeit verbringen und ihr Geld für das ausgeben, was dort angeboten wird, wozu heutzutage die digitale Verlängerung des Einkaufserlebnisses gehört.«

Lothar Melhose, AfD

Lothar Mehlhose, AFD

Lothar Mehlhose, AFD

Lothar Melhose, AfD  

Kandidat für den Stadtrat

»Mainz konkurriert im Rhein-Main-Gebiet mit starken Einkaufsstädten, wie Wiesbaden und Frankfurt. Die Stadt muss Akzente setzen und ein Alleinstellungsmerkmal etablieren, um für Mainzer und Auswärtige attraktiv zu sein.

Darum sollte das städtische Zentrenkonzept abgeschafft bzw. überarbeitet und von sortimentsregulierenden Vorgaben befreit werden. Die Ansiedlung eines von vielen Bürgern nachgefragten Globus SB-Warenhauses und Sportwarenhauses mit breitem Sortiment sollte Ziel sein. Die wohnortnahe Versorgung in den Stadtteilen ist zudem durch eine aktive Ansiedlungspolitik sicherzustellen.

Die Ludwigstraße muss attraktiver werden. Wir begrüßen die derzeitige Initiative und hoffen auf wichtige Impulse für den Einzelhandel. Bauvorhaben müssen hier jedoch mit Sinn und Verstand getätigt werden und dürfen nicht in Prestigeprojekte ausarten.«

 

Mobilität in Mainz: Quadratur des Kreises?

Bürgerbeteiligung: Wie können die Bürger/-innen mitentscheiden?

 




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Der Mainz Navigator: Spontan und zielgerichtet

Entwickelt haben die beiden den digitalen Einkaufsführer gemeinsam: Werner und Max Horn. Wie das Leben heutzutage so spielt, kann Max Horn sein Smartphone nicht nur im Schlaf bedienen, er erklärt auch nachvollziehbar die Tiefen der digitalen Welten. Was kann der Mainz Navigator, Herr Horn?

Max Horn

Max Horn

Max Horn: Wir tragen fast alle unser Smartphone ständig mit uns herum, nutzen es unterwegs oft als Hilfsmittel, um uns zu orientieren. Genau dazu haben wir den digitalen Einkaufsführer entwickelt: mit seiner Hilfe finden Sie unterwegs von jedem Standort in Mainz aus, die Geschäfte, die das verkaufen, was Sie gerade suchen.

DER MAINZER: Es gibt aber doch schon die Möglichkeit, über Suchmaschinen nach den Waren zu suchen, die in Mainz verkauft werden…

…die Ergebnisse sind aber oft nicht oder nicht mehr aktuell. Die Geschäfte, die aufgegeben oder ihr Sortiment geändert haben, werden von den Suchmaschinen nicht gelöscht. Nutzer/-innen stehen dann schon mal vor verschlossenen Türen, weil sich die Öffnungszeiten geändert haben.

Der Mainz-Navigator dagegen ist immer aktuell. Er basiert auf den Informationen der Unternehmen und Geschäfte, die mit machen. Außerdem – und das ist einer der wesentlichen Pluspunkte – müssen sich die Nutzer/-innen nicht durch diverse Seiten klicken. Und Sie bekommen eine Reihe von wichtigen Zusatzinforma­tionen…

…die da wären?

Wir stellen uns folgende Situation vor: Sie machen einen Stadtbummel in Mainz und da fällt Ihnen ein, Sie brauchen unbedingt noch ein Geschenk für die Mutter Ihrer Freundin – und die mag Handtaschen. Wo gibt es die in Mainz zu kaufen? In der Suchfunktion der Mainz-Navigator-App geben Sie den Begriff ein und bekommen die Geschäfte aufgelistet, die Handtaschen verkaufen. Mit einem zweiten Klick sehen Sie dann, wie Sie von Ihrem Standort aus in das Geschäft kommen – die App nimmt Sie quasi an die Hand und führt Sie hin. Wenn Sie das wollen und entsprechend klicken, zeigt Ihnen der Mainz-Navigator auch die in der Nähe des Geschäfts liegenden Parkhäuser und die ÖPNV-Haltestellen.

Also spontan bummeln und zielgerichtet einkaufen auf einmal?

Ja, so lässt sich das zusammenfassen. Dabei hilft, dass auch die zusätzlichen Daten aktuell sind, wie die Öffnungszeiten und die Sonderaktionen, die von den Unternehmen angeboten werden. Das ist der Vorteil, wenn die beteiligten Unternehmen selbst entscheiden können, welche Informationen sie über den Mainz-Navigator kommunizieren wollen. Es macht ja keinen Sinn, wenn ein Geschäft im Oktober für Sommer-Jacken wirbt, die es nur im Mai zu kaufen gab. Auf die üblichen Suchmaschinen-generierten- Ergebnisse haben die Unternehmen nicht immer Einfluss und die Nutzer/-innen sind die Dummen, weil sie die Aktualität der Angaben nicht prüfen können.

 

Navigator 3 Appansichten

Wenn ich den Mainz Navigator jetzt ausprobieren will, was muss ich machen?

Sie laden sich die Mainz Navigator-App im Google-Play-Store (Android) und dem Apple-App-Store (iOS) herunter, laufen in der Stadt herum und geben die Produkte ein, die Sie kaufen wollen – oder Sie geben die Markennamen ein, wenn Sie Angebote bestimmter Hersteller suchen. Auch dann werden Sie direkt zu den Geschäften geführt, die diese Marken anbieten. Falls Sie nur den Namen eines Geschäfts wissen, dann geben Sie den ein und die App lotst sie dorthin. Wobei das ist ja noch lange nicht alles…

…Sie klingen ja regelrecht überschwäng­lich…

Ja, irgendwie schon, es ist doch so: Alle fordern schon sehr lange die Digitalisierung des Einzelhandels, aber bislang blieben die Initiativen immer irgendwo stecken. Wir haben jetzt – fast – alle Hürden überwunden – und das war nicht einfach. Aber jetzt ist der Mainz-Navigator da. Wir sind stolz darauf und, wenn ich da mal meinen Vater zitieren darf, wir haben damit eine Grundlage geschaffen, um den Mainzer Einzelhandel digital zukunftsfähig zu machen.

Sie sagten, die bisherigen Funktionen, das sei noch nicht alles…

Bei weitem nicht! Wir haben ja erst richtig angefangen. Wir sind dabei die Kulturveranstalter, wie Staatstheater, Frankfurter Hof und andere einzubinden. Das bedeutet für die Nutzer/-innen, sie können sich über den Mainz-Navigator informieren, was wo läuft und werden – wiederum mit einem Klick, direkt zu den jeweiligen Orten geführt. Als nächstes kommen die Gastronomen dran: Dann können Sie nach dem Einkauf direkt ins nächstliegende Café gehen – und haben mit dem Mainz-Navigator herausgefunden, welche Mittagstisch-Angebote es dort gibt… es erge­ben sich so unzählige viele Anwendungsmöglich­keiten, die natürlich auch für die Gäste, also für die Touristen von großem Nutzen sind. Allerdings arbei­ten wir an diesen Inhalten noch und haben deshalb auch eine Bitte an die Nutzerinnen und Nutzer: Wir haben den Mainz-Navigator zwar intensiv getestet, aber wenn es irgendwo hakt, schreiben Sie uns an navigator@dermainzer.net, was nicht funktioniert.

| SoS

 

App Mainz Navigator QR Code

Zum Download der App scannen Sie
den nebenstehenden QR-Code oder besuchen
Sie den Apple-App-Store (iOS) bzw.
Google-Play-Store (Android).



Grillmeisterschaft

Möbel Martin: Die 2ten Grillmeisterschaften für Mainzer & Rheinhessen

Die zweiten Mainzer und Rheinhessischen Grillmeisterschaften finden am 01. Juni 2019 statt. Veranstalter ist Möbel Martin, Medienpartner ist
DER MAINZER. Gegrillt wird auf Grills der Firma »Campingaz«, dem Marktführer in Frankreich.

Anmeldeformular zur Grillmeisterschaft 2019

11 Uhr13 Uhr15 Uhregal

Teams

Ein Grillteam besteht immer aus zwei Personen. Pro Durchgang treten bis zu drei Teams gegeneinander an. Die Zutaten werden gestellt, nur mit diesen Zutaten darf gegrillt werden.

Termin/Uhrzeiten

Samstag, 01. Juni 2019 um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr. Grillzeit je 45 Minuten.

Bewertung

Jedes Jurymitglied bewertet die Gerichte nach den Bewertungskriterien auf einer Skala von eins (schlecht) bis neun (sehr gut). Die Bewertungen werden von allen Jurymitgliedern addiert, sodass nach jedem Durchgang ein Team als Stundensieger ermittelt werden kann. Am Ende des Tages werden die Preise den Stundensiegern anhand ihres Punktestands zugeteilt. Die Gewinne werden bei der Siegerehrung um 16:00 Uhr überreicht. Bei Punktegleichstand wird der Grillchef von Campingaz mit der Jury anhand einer fachlichen Begründung den Gewinner benennen.

Jury-Mitglieder

Eine Fachjury, bestehend aus drei fachkundigen Juroren, mit dabei der Grillchef von »Campingaz«, bewertet die Ergebnisse anhand den festgelegten Bewertungskriterien: Geschmack, Präsentation, Kreativität, Schwierigkeitsgrad und Zeit.

Siegerehrung

Die Gewinner werden am gleichen Tag verkündet, die Gewinne dürfen sofort mitgenommen werden. Es gibt hochwertige Preise zu gewinnen:

  • 1. Preis: 1.000 € Einkaufsgutschein
  • 2. Preis: 500 € Gutschein
  • 3. Preis: 200 € Gutschein
  • 4. Preis: Grillseminar
  • Trostpreise: Grillgabeln

Anmeldung

Bitte füllen Sie das Anmeldeformular aus. Anmeldeschluss ist Montag, 20. Mai 2019.