Seit 30 Jahren gibt es den MAINZER, ein kostenloses Magazin, in dem jeden Monat alles thematisiert wird, was das Mainzer Leben ausmacht: Essen und Trinken, Kunst und Kultur, Politik und Wirtschaft.

Das Image der Stadt Mainz fördern – es war und ist ein MAINZER-Anliegen. Geschmack fördern – es war und ist eine MAINZER-Passion.

Viele Initiativen des MAINZERs haben dazu beigetragen, dass Mainz andernorts mit viel mehr als mit Dom und Fastnacht verbunden wird. Und dass es sich in Mainz gut leben lässt: MAINZER Restauranttest, MAINZER Culi­narium, Kunst in der Stadt, MAINZER-Einzelhandelsseiten, Mainzer Weinsenat, MAINZER Veranstaltungskalender – er ist in normalen Zeiten ein interessantes Spiegelbild der Attraktivität dieser Stadt. Die Vielzahl dessen, was die Mainzer/-innen jeden Tag unternehmen können, ist berauschend – außer in Corona-Zeiten.

Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit

Es gibt viele Themen, zu denen DER MAINZER lobt und kritisiert, Ideen entwickelt und Möglichkeiten aufzeigt, wie Gutes noch besser und Schlechtes gut werden kann. Dem einen und der anderen stößt dies manchmal sauer auf. Aber: Es gehört zum Leben einer Stadt, dass nicht alles immer rund läuft. Das muss benannt, das muss deutlich gemacht und erläutert werden. Dazu braucht es Journalisten/-innen, die dafür bezahlt werden, dass sie Themen recherchieren, aufschreiben und mit eigenen Fotos bebildern. DER MAINZER leistet sich das nach wie vor – was auch deshalb funktioniert, weil DER MAIZER weiterhin selbstständig ist.

Ein Thema, von der ersten Ausgabe an im MAINZER etabliert, ist der Restauranttest. Im Oktober 1990 hieß er: »Interview zwischen Messer und Gabel«. Testesser »Mister X« seziert auch nach 30 Jahren noch genüsslich, was ihm vorgesetzt wird. Das Image von Mainz als Stadt, in der sehr gut gekocht wird, hat DER MAINZER mit den monatlichen Essenstests nachhaltig befördert und als einer der ersten die umliegende Region – Rheinhessen – mit eingebunden. Der erste »Mainzer Restaurantführer« erschien 1997. Unter den mehr als 150 Tests waren 40 Adressen aus Rheinhessen. Schon damals dachte DER MAINZER Mainz mit Rheinhessen zusammen.

Es blieb auch nicht beim Essen testen. Zum guten Speisen gehört guter Wein. Vor 30 Jahren war es schwierig den in Rheinhessen zu finden. Dem Image, Rheinhessenwein=Massenwein galt es entgegen zu arbeiten. Auch das wurde zu einer Passion des MAINZERs. Der »MAINZER Restaurantführer« wurde erweitert und erschien 2002 erstmals als »MAINZER Restaurant- und Weinführer für Mainz und Rheinhessen«. Außerdem war der MAINZER-Obernetzwerker Werner Horn maßgeblich an der Gründung des Mainzer Culinariums und des Mainzer Weinsenats beteiligt.

Kulinarische und weinige Höhenflüge

Mit dem Mainzer Culinarium schlug DER MAINZER ein neues Kapitel zur Förderung der Kochkunst in der Domstadt auf. Anlässlich der Wiedereröffnung der Theodor Heuss-Brücke 1995 trat das Mainzer Culinarium erstmals öffentlich an, um zu demonstrieren, dass gutes Essen Allgemeingut zu sein hat und dem Allgemeinwohl gut bekommt. Seit der Johannisnacht 1997 bauen die Culinariums-Mitglieder ihre Pavillonlandschaft am Rheinufer zwischen Fischtorplatz und Weintorstraße auf. 2020 blieben die Plätze erstmals verweist, die Mainzer Johannisnacht musste abgesagt werden.

15 Jahre ist es her, dass Honoratioren, die sich der Förderung der rheinhessischen Weinkultur verpflichtet fühlen, den Mainzer Weinsenat gründeten. Seit 2005 sind die Damen und Herren Senatoren als Weinbotschafter unterwegs. Alljährlich veranstaltet der Mainzer Weinsenat eine große Wein-Gala, in der rheinhessische Spitzenwinzer korrespondierend mit rheinhessischen Spitzenköchen die geladenen Gäste in lukullisches Entzücken versetzen.

Gute Werbung für die Weine aus Mainz und Rheinhessen macht der Mainzer Weinsenat mit seinem Prominentenweinberg unterhalb der Zitadelle und, seit diesem Jahr, mit einem Weinberg im Hechtsheimer Kirchenstück. Mit »Promis«, wie dem humoristischen Rundumtalent Otto Waalkes, dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und dem leider verstorbenen Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann gelangt der »Mainzer Wein« auch in die Schlagzeilen überregionaler Medien.

Steckenpferde: Kultur und Einzelhandel

Ein weiteres Thema, das sich wie ein roter Faden durch den MAINZER zieht, ist die Kultur. Werner Horn entwickelte gemeinsam mit Melitta Soost vom Haus Burgund und vielen anderen das Konzept für »Kunst in der Stadt« (KIS): Künstler/-innen aus den Mainzer Partnerstädten brachten ihre Kunst in die Stadt, schafften im Verbund mit Künstler/-innen aus Mainz und Rheinhessen in offenen Ateliers ihre Werke. Die Finanzierung der Freiluft-Kunstveranstaltung basierte auf der Versteigerung der Kunstwerke – was leider schon lange nicht mehr funktioniert.

Mainz gehört zu den Städten, in denen es (noch!) viele Facheinzelhändler gibt. Die sich mühen und engagieren, damit es in ihren (und in des Finanzdezernenten) Kassen klingelt und die Stadt Gäste aus nah und fern anzieht. In Corona-Zeiten ist das alles sehr viel schwieriger geworden. Aber die MAINZER-»Einzelhandelsseiten« belegen jeden Monat, wie attraktiv die Angebote sind. Die Aufteilung der Innenstadt in »Einzelhandelsquartiere« entwickelte sich übrigens während der Vorbereitungen für die erste »Lange Einkaufsnacht« 2005, an deren Organisation DER MAINZER-Herausgeber maßgeblich beteiligt war. Und nun hat er, um den aktuellen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, die Gesprächsrunden mit den Einzelhändler/-innen reaktiviert.

| SoS

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