Kommentar: Verkehrskontrollen

Das Thema, Verkehrskontrollen in den Mainzer Fußgängerzonen, mag niemand. Die Kommune weist eine Fußgängerzone aus, verbietet die Durchfahrt einer Bushaltestelle – und eine Landesbehörde, die Polizei soll kontrollieren, ob das eingehalten wird.

Schwierig ist das. Zumal in Zeiten, in denen alle, die von Staatswegen irgendetwas kontrollieren sollen, alle Hände voll zu tun haben. Und die Ausdünnung des Personals in den letzten Jahrzehnten eine hohe Belastung der noch verbliebenen bedeutet. Die Neuanstellungen, egal ob bei der Polizei oder den kommunalen Ordnungsbehörden reichen nicht aus. Denn im gesellschaftlichen Miteinander ist ein Trend zu beobachten, der sich so zusammenfassen lässt: »Wir sind alle mündige Bürger und wir brauchen niemanden, auch keine Uniformträger/-innen, die uns sagen, was wir zu tun oder zu lassen haben. Wenn wir durch die Fußgängerzone fahren wollen, tun wir es. Wer sollte uns davon abhalten?«

Ermahnungen von Uniformtragenden sicher nicht. Und die Zahlung von Bußgeldern nur dann, wenn deren Höhe »weh tut«. Weh tut auf jeden Fall die Beobachtung, dass sich »der Staat«, in diesem Falle, die in Mainz für die Einhaltung von Verordnungen und von Gesetzen zuständigen Behörden aus der Verantwortung stehlen. Besteht erst dann Handlungsbedarf, wenn jemand zu Schaden kommt?

| SoS

 

Verkehrsüberwachung: Bitte übernehmen Sie!

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