Kommt er oder kommt er nicht? Der »Bibelturm« am Gutenbergmuseum auf dem Liebfrauenplatz. Ende November wurden drei verschiedene Anträge für die Einleitung eines Bürgerentscheids im Stadtrat diskutiert.

Vermutlich wird der Stadtrat schon in seiner Januar-Sitzung die Frage beschließen, die die Bürger/-innen beantworten sollen, um zu entscheiden, ob der Bibelturm gebaut und deshalb zwangsläufig einige der Platanen auf dem Liebfrauenplatz gefällt werden sollen.
Derweil sind die Planungen für den Bau des Bibelturms vorangeschritten – schließlich war der Spatenstich ursprünglich für die erste Januar-Woche angesetzt, auch als gebührender Auftakt für die Feierlichkeiten anlässlich des 550. Todestages von Johannes Gutenberg.
Nach dem die Pläne für den Umbau der Großen Langgasse samt den Änderungen der Verkehrsführung veröffentlicht worden waren, herrschte unter den Anrainern am Liebfrauenplatz und in der Fischtorstraße Ratlosigkeit. Ob die Innenstadt zusätzlich zur Großbaustelle Große Langgasse eine weitere Baustelle verkraften wird? Wie wird die Verkehrsführung für die »Bibelturm«-Baustelle aussehen, wann werden die Anrainer und die Beschicker des Wochenmarktes informiert?

DER MAINZER fragte nach, die Stadtverwaltung antwortete.

»Die Tiefbaumaßnahme Große Langgasse führt vor allem zu Verlagerungen im Individualverkehr (Süd-Nord-Richtung), eine Baustelle zur Errichtung des Bibelturms ist dagegen eine Hochbaumaßnahme, die durch ihre Lage in einer Fußgängerzone kaum direkte Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr haben wird.

Der Baustellenverkehr für diese Hochbaumaßnahme dürfte aufgrund des geplanten Bauvolumens geringer ausfallen, als bei verschiedenen anderen (privaten) Bauvorhaben (z.B. am Zollhafen oder am Binger Schlag).
Nach dem derzeitigem Planungsstand (21.11.17) soll die Baustelle über die Fischtorstraße und die Heugasse/Liebfrauenstraße angefahren/angedient werden. Die Ein- und Ausfahrt der Baustelle ist unmittelbar neben dem Gebäude Römischer Kaiser geplant, um möglichst nur kurze Wegstrecken auf dem Liebfrauenplatz zurücklegen zu müssen.

An Samstagen bzw. während des Marktfrühstücks soll die Baustelle ruhen. Auswirkungen auf die Zufahrt oder Zugang zu Wohnungen und Geschäften im Bereich des Liebfrauenplatzes sieht die Verwaltung derzeit nicht. Selbstverständlich werden die Anlieger des Liebfrauenplatzes rechtzeitig vor Beginn der Baustelle über Abläufe, Baustellenzufahrten etc. informiert.

Der Marktverwaltung ist es gelungen, eine Lösung zu finden, dass der Wochenmarkt in seiner Gesamtheit nicht betroffen sein wird. Lediglich für die Marktstände auf dem Liebfrauenplatz kann es zeitweise, wenn dort umfangreichere Erdarbeiten stattfinden, zu einem Standortwechsel vor das Theater kommen Dies entspricht dem von den Beschickern gewünschten Vorgehen. Die Marktbeschicker sind informiert. Ausweichplatz ist gemäß der Marktordnung der Gutenbergplatz. Die Pläne wurden auf der Beschickerversammlung im Rathaus vorgestellt und befürwortet.«

| SoS

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