GuMu

Was uns erhalten bleibt

Vieles ist untergegangen in diesem Pandemie geprägten Jahr 2020. Obwohl vieles über den vom Virus beherrschten Zeitraum hinaus wirken dürfte.

Auf den Tag zwei Jahre war es her, dass die Arbeitswerkstatt Gutenberg Museum zum ersten Mal getagt hatte und dann konnte Marianne Grosse in ihrer Funktion als Kulturdezernentin gemeinsam mit Museumsdirektorin Anette Ludwig im Juni 2020 verkünden: es bleibt. Das Museum. Am alten Standort. Allerdings wird es am Liebfrauenplatz neu ge­baut und der Schellbau abgerissen. Mitte Dezember kam dann die nächste gute Nachricht zum »GuMu«: die Machbarkeitsstudie ist beauftragt. Und im Innenhof bietet ein »Schaufenster« Einblicke in die Neubau-Geschichte (siehe Foto). Wann die beginnt, ist noch offen.

Im Mainzer Hauptbahnhof, genauer am Haupteingang zwischen den großen Flügeltüren hängt er: Der taktile Stadtplan. Für blinde und stark sehbehinderte Menschen bietet er eine Orientierungshilfe. Die Hauptachsen des Mainzer Straßennetzes in der Innenstadt sind im Maßstab 1:1800 dargestellt. Außerdem die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, touristische Höhepunkte, sowie wichtige infrastrukturelle Einrichtungen wie Behörden, Kultureinrichtungen, Fußgängerüberwege, Fußgängerzonen, barrierefreie Toiletten, Taxistände und Schiffsanlegestellen in Mainz. Ein zweiter taktiler Stadtplan wurde vor dem Tourist Service Center im Brückenturm montiert.

Der Mainzer Dom ist ein »ewiges« Bauwerk und eine ebensolche Baustelle. Über tausend Jahre alt, muss der Dombau ständig instandgehalten und instandgesetzt werden. Ein Teil der Instandsetzungsarbeiten wird in den kunsthandwerklichen Werkstätten der Dombauhütte ausgeführt und die ist nun Teil des »Immateriellen Kulturerbes«. Die UNESCO entsprach dem Antrag von 18 europäischen Bauhütten auf Einschreibung des Bauhüttenwesens in das Register »Guter Praxisbeispiele«.

Seit Ende November bepflanzt das Grün- und Umweltamt 150 Baumstandorte im Stadtgebiet und ergänzt damit Lücken im Baumbestand die durch notwendige Fällungen entstanden sind. Überwiegend werden heimische Baumarten, wie beispielsweise Linde, Ahorn und Erlen gepflanzt, für beengte Standorte wurden Säulenformen wie Stieleiche, Spitzahorn oder kleinkronige Baumarten (Hartriegel, Eisenholzbaum) ausgewählt. Um die Artenvielfalt des Mainzer Baubestandes zu erweitern, werden auch einzelne Maulbeerbäume und Esskastanien angepflanzt. Die Kosten für eine innerstädtische Ersatzpflanzung, einschließlich der dreijährigen Entwicklungspflege liegen je nach Baumart und Standort bei mehr als 1.000 Euro pro Baum – macht 150.000 Euro. Nicht gerade ein Pappenstiel. Hoffentlich halten die Bäumchen durch – so wie auch Sie alle hoffentlich weiterhin durchhalten! Alles Gute im Neuen Jahr wünscht Ihnen DER MAINZER. Trotz und alledem!

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Hat Stadtmarketing in Pandemie-Zeiten eine Zukunft?