Wissenschaft und Kunst, Gestaltung und Inszenierung sind die Arbeitsschwerpunkte von Tanja Labs.
Wie das zusammen wirkt ist am 10. und 11. September 2016 auf dem Mainzer Wissenschaftsmarkt zu erleben.

 

Im Auftrag der Mainzer Wissenschaftsallianz koordiniert die 44-Jährige die zweitägige Veranstaltung. Von Beruf ist Tanja Labs Grafikerin und Eventmanagerin, der Kunst widmete sie allerdings einen Großteil ihrer Ausbildung.

Schon als Kind zeigte sie eine große Leidenschaft für künstlerische Arbeiten: »Ich habe gezeichnet, gemalt und gewerkelt.« In der Oberstufe belegte sie Kunst als einen von drei Leistungskursen und folgerichtig wurde Kunst auch zu ihrem Studienschwerpunkt: »Ich wollte Kunst studieren in Kombination mit einem anderen Fach – aber nicht als Lehramtsstudium.« So wurde es ein Studium der Freien und Bildenden Kunst an der Akademie für Bildende Künste der Mainzer Universität mit einem Diplom als Abschluss und fortgesetzt als »Meisterschülerin« – eine Art Promotion für Künstler. Als zweites Fach belegte Tanja Labs Geographie.

Damit dürfte die Grundlage für jene Kombination aus Logik, Kreativität und Systematik gelegt worden sein, die sie als eine Besonderheit ihrer gesamten Arbeit bezeichnet.

Gestaltung: Das große Thema

Tanja Labs ist 1972 in Siegen geboren, in einem Dorf namens Niederfischbach aufgewachsen und 1992 zum Studium nach Mainz gekommen. In ihrer Familie, so sagt sie, gab es eine Tradition für das Musikalische. Sie spielt selbst Klavier, aber ihr Faible für Kunst übertrifft das der Musikalität.

1999, direkt nach ihrem Studienabschluss, machte sie sich selbständig und gründete ihre Agentur für Grafik und Events in Kultur- und Wissenschaft, die bis heute, ganz bewusst, eine »Ein-Frau-Agentur« geblieben ist, in der freie Mitarbeiter projektbezogen fachliche Unterstützung leisten.

Das große Thema ihrer Arbeit, wie Tanja Labs es selbst beschreibt, ist die Gestaltung: Atmosphäre, Licht und Inszenierung. Ein roter Faden, der sich durch die von ihr organisierten und oft auch von ihr initiierten Ausstellungen ebenso zieht, wie er sich im Mainzer Wissenschaftsmarkt wiederfindet. »Die Wissenschaft hat so unglaublich viele tolle Sachen zu bieten, die ich unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachte und entsprechend inszeniere, dabei Wissenschaft und Kunst verbinde.«

Diese Verbindung besteht, vermutlich nicht zufällig, auch in ihrem Privatleben. Zum einen lebt Tanja Labs ihre Affinität zu Grafik und Layout auch als Künstlerin aus und beschäftigt sich mit abstrahierender Schriftkunst. Zum zweiten pflegt sie mit ihrem Ehemann, einem promovierten Mathematiker mit einer Leidenschaft für mathematische Modelle und Experte in deren Visualisierung, den kreativen Austausch: »Wir haben unsere Scheune ausgebaut und planen hier die Eigenins­zenierung unserer Kunst.«

Spontan und flexibel

Dank eines guten Zeitmanagements schafft Tanja Labs den Spagat engagierter Berufsausübung und intensiver Betreuung der beiden Kinder – spontanes und flexibles Reagieren, wenn Tochter oder Sohn plötzlich krank werden, inbegriffen. »Dann kann es auch mal stressig werden«, gesteht sie und verrät direkt ihr Gegenmittel: »Ich kann mich super entspannen, wenn ich mir in unserem Hof sitzend überlege, wie das nächste Projekt aussehen soll.«

Arbeiten und Freizeit empfindet Labs nicht in der bekannt klassischen Trennung und regelmäßigen Sport braucht sie auch nicht, aber den Blick aufs Meer, den gönnt sie sich so oft, wie möglich: »Ob Nordsee, Mittelmeer, Emirate, Asien – ich liebe das Meer und ich entspanne mich am allerbesten beim Schauen aufs Wasser.« Und beim Schnorcheln taucht sie auch mal ab.  | SoS

 

www.wissenschaftsallianz-mainz.de

 

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