Im Mainzer Forumtheater Unterhaus stehen die Protagonisten des  Herbstprogramms auf der Bühne:  Eine figurenstarke Show und schwappende Klangwellen, zum Beispiel.

Wer am 5. und 6. September ins unterhaus geht, der sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen, denn Andrea Bongers spielt »Bis in die Puppen«. So heißt zumindest ihr aktuelles Programm. Als Musikerin und Puppen­spiele­rin der »Sesamstraße« singt und spielt sie mit aber auch ohne »stoffliche Begleitung« über Be- und Erziehung: Themen der Hambur­gerin sind dabei die Trotzphasen der Rotznasen, die hängenden Hosen von Barmbek, die Re­nitenz des Rentners Heinz, Peters Neue, das bayerische Bauernhof-Boot-Camp, Lehrer mit Burnout, Patchworkväter und Stiefmütter. In einer fi­gurenstarken Show will Andrea Bongers berühren sowie bezaubern. Mit dabei: die härteste Puppe der Welt, der Publikumsliebling »Schaf«, ein lila Loverboy, ein komischer Vogel und die Schlange Sissi Snake.

Wenn sich im Unterhaus das Leergut stapelt, wurde entweder im entrée ausgiebig ge­­zecht, oder das »Glas­­­Blas­­Sing­Quartett« ist zu Gast – wie am 24. September: »Volle Pulle« heißt das Jubiläums­programm nach zwölf Jahren Flaschenmusik, drei Abend-Revuen, einem Weihnachtsprogramm und diversen CDs. Das Beste von gestern und heute also, frisch geöffnet und neu interpretiert – für »Flaschenmusik XXL« haben die vier Musiker klangvoll angestoßen und die Schallwellen schwappen seither über die Kleinkunstbühnen der Republik, wo sie zeigen, was sinnvoller ist als Pfand abzu­greifen. Es sei denn, man kauft sich dafür dann einen Kasten neue »Instrumente«. Zum Wohl!

| SoS

Textquellen, Infos und Karten: www.unterhaus-mainz.de
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