Migrationshintergrund: Interkultureler Dialog

Die Polizei und der “Interkulturelle Dialog”

Wie reagiert die Mainzer Polizei auf die Tatsache, dass Bürger mit Migrationshintergrund keine Antwort geben auf Fragen nach ihrer »subjektiven Sicherheit«?

Die »Mainzer Sicherheitsumfrage«, deren Ergebnisse 2019 veröffentlicht wurden, zeichnet ein beruhigendes Bild. Die objektive Sicherheitslage, untermauert mit Daten der Polizeistatistiken, steht in einem guten Verhältnis zum subjektiven Sicherheitsempfinden. Die allermeisten Menschen, die in Mainz leben, haben keine Angst, Opfer einer Straftat zu werden. Allerdings hat die Mainzer Sicherheitsumfrage einen blinden Fleck. Es beteiligten sich nur sehr wenige Bürger mit Migrationshintergrund. Nur 8 von 1.730 Online-Bögen wurden nicht auf Deutsch aufgerufen; nur 23 Teilnehmende hatten keinen deutschen Pass und nur 49 Menschen mit nicht-deutscher Muttersprache nahmen teil.

Obwohl die Fragen in fünf verschiedenen Sprachen online wie analog formuliert und die Aufforderung, sich zu beteiligen auf allen Kanälen kommuniziert worden waren. Ende 2019 lebten in Mainz 34.565 Deutsche mit Migrationshintergrund.

Bemühungen auf allen Ebenen

Menschen mit Migrationshintergrund, sagte Prof. Gregor Daschmann (Universität Mainz, Institut für Publizistik), der die Befragung leitete, würden nur in sehr geringer Zahl an solchen Befragungen teilnehmen, eine bundesweit zu beobachtende Tatsache. Der Mainzer Polizeipräsidenten Reiner Hamm stellte anlässlich der Präsentation der Ergebnisse im November 2019 fest, der Polizei sei dieses Problem bekannt und sie bemühe sich dagegen anzugehen.

Um welche »Bemühungen« es sich handelt, wollte DER MAINZER wissen. Und erfuhr von Maßnahmen im Rahmen des »Interkulturellen Dialogs«, die seit etwa 15 Jahren durchgeführt werden. Er findet innerhalb der Mainzer Polizei auf mehreren Ebenen statt: Der Lenkungsausschuss auf Präsidiumsebene, in dem die Polizeidirektionen Mainz, Worms und Bad Kreuznach sowie des Sachbereichs »Zentrale Prävention« vertreten sind, koordiniert die Maßnahmen; in allen Mainzer Polizeidienststellen gibt es interkulturelle Ansprechpartner/-innen; Mitarbeitende des Sachbereichs »Zentrale Prävention« stellen in Integrationskursen der Volkshochschule Mainz die Arbeit der Polizei vor (aber nicht in Corona-Zeiten).

Als »interkulturelle Ansprechpartner/-in« sind bspw. in der Mainzer Polizeiinspektion 3 auf dem Lerchenberg eine Polizistin und ein Polizist, zusätzlich zu anderen Aufgaben, im Einsatz. Für diese Arbeit sei es nicht zwingend erforderlich, selbst einen Migrationshintergrund zu haben, stellt Kai Demele fest. Der Polizeihauptkommissar ist stellvertretender Leiter der PI 3. Lebenserfahrung, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten seien wichtige Voraussetzungen. Dass auch Polizistinnen diese Aufgabe wahrnehmen, verdeutliche die Tatsache, in Deutschland sind Frauen gleichgestellt.

Vertrauensbildende Maßnahme

Hauptaufgabe der beiden Kollegen/-innen sei es, Kontakt zu den religiösen und kulturellen Gemeinschaften im Zuständigkeitsbereich ihrer Polizeidienststelle zu halten. Im Zwei-Wochen-Rhythmus trafen sie sich mit den Verantwortlichen der Vereine; in Corona-Zeiten fänden die »Treffen« telefonisch statt. Demele charakterisiert diese Arbeit als eine vertrauensbildende Maßnahme: »Die Polizei präsentiert sich als Ansprechpartner, der unterstützt und berät – beim Diebstahl der Handtasche ebenso wie bei sensiblen Themen wie Gewalt in sozialen Beziehungen und rassistischen Beleidigungen.« In Deutschland handelt die Polizei nach gesetzlichen Grundlagen – die nicht verhandelbar sind – ein Sachverhalt, den es ebenso zu verdeutlichen gelte, wie die Tatsache, dass Konflikte und Streitigkeiten hier nicht untereinander sondern mithilfe von Polizei und Justiz zu lösen sind. In den Erläuterungen würden oft Unterschiede zum Agieren der Polizei in den Herkunftsländern deutlich. Deshalb seien Ängste und Vorbehalte abzubauen, gleichzeitig polizeiliches Handeln in Deutschland klarzumachen.

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Die Polizei und die Talsohle




Sicher ?.... reiner-hamm

Statistik contra Gefühl: Wie sicher ist Mainz?

Die Straftaten gehen zurück, die Aufklärung nimmt zu. Manche Menschen fühlen sich dennoch nicht sicher, haben Angst. Die objektive, statistisch erfasste Sicherheit und das subjektive, unsichere Gefühl klaffen auseinander. Was tun?

Bis Ende Juni waren die Mainzer/-innen aufgefordert, an der Umfrage zum Thema Sicherheitsgefühl in Mainz teilzunehmen. Ziel der Umfrage ist es, herauszufinden, wie sicher sich die Bürger/-innen in der Stadt Mainz fühlen. Die Antworten sollen helfen, mögliche Gefahren  zu erkennen und Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Im Herbst werden die Ergebnisse vorgestellt.

Neben der Stadt Mainz war auch das Polizeipräsidium Mainz an der Erarbeitung der Studie beteiligt. Im MAINZER-Interview erklärt der Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm, was hell ausgeleuchtete Orte mit dem subjektivem Sicherheitsgefühl zu tun haben, warum die Polizei auf die Kooperation mit der Stadt angewiesen ist, ob es ausreichend Polizisten/-innen in Mainz gibt und warum die so nett sind.

Was bedeutet das subjektive Sicherheitsgefühl?

Reiner Hamm: »Es gibt keine allgemeingültige Definition, aber eine Reihe von Faktoren, die es beeinflussen und wir müssen dieses Gefühl, Empfinden vor allem differenziert betrachten. Grundsätzlich ist es die gefühlte Wahrnehmung des unmittelbaren Lebensraums eines Menschen. Diese Wahrnehmung ist sehr individuell geprägt. Ein junger, durchtrainierter Mann nimmt seine Umgebung ganz anders wahr, als eine ältere, gebrechliche Frau. Wir wissen auch, Menschen, die schon einmal von einer Straftat betroffen waren, reagieren viel sensibler auf äußere Faktoren.

Menschen nehmen öffentliche Räume, in denen sie sich bewegen, unterschiedlich war, diese Wahrnehmung wird durch die individuellen Faktoren mitbestimmt, die wir kaum beeinflussen können. Wobei, wenn wir an die Senioren-Sicherheitsberater denken, die mit den älteren Menschen regelrecht üben, sehen wir, auch durch solche Maßnahmen lässt sich das subjektive Sicherheitsempfinden positiv beeinflussen.

Zu den äußeren Faktoren, die auf die subjektive Wahrnehmung im öffentlichen Raum einwirken, zählen z.B. Helligkeit, Einsehbarkeit, die Anzahl von Menschen, ob sich Familien mit Kindern unter diesen Menschen befinden, ob Personen laut sind und aggressiv wirken. Hier gibt es Möglichkeiten einzuwirken, dazu braucht es vor allem auch die Unterstützung der Kommune. Zum einen können öffentliche Räume heller, Sicht durchlässiger gestaltet werden. Oder, wie im Falle der ›Jugendgang‹ im Finther Sertoriusring, sind Gespräche zwischen der Ortsverwaltung und der Polizei die Grundlage, um Maßnahmen, wie häufigere Bestreifung, Gespräche mit den Jugendlichen etc. einzuleiten. Letztlich mit dem Ergebnis, dass die Situation sich entspannt hat.

Eine andere, eher präventive Maßnahme ist z.B. der Altstadt-Stammtisch, den die Stadt organisiert: hier werden regelmäßig die Anliegen, Beschwerden der Anwohner/-innen vorgetragen und Abhilfe gesucht. Oder wir führen gemeinsame Großkontrollen durch, z.B. im Bleichenviertel mit dem städtischen Ordnungsamt, dem Zollfahndungsamt und verschiedenen Polizeieinheiten. Eines will ich aber unterstreichen: Es gibt in Mainz keine echten Brennpunkte!«

Gibt es zu wenige Polizisten/-innen?

Reiner Hamm: »Wir haben die personelle Talsohle hinter uns, verfügen über ausreichend Personal. Aber es gibt natürlich Luft nach oben. Letztlich ist es immer eine politische Entscheidung, wie viele Polizisten/-innen eingestellt werden. Seitdem die innere Sicherheit in Deutschland wieder eine größere Rolle spielt, ist hier Bewegung erkennbar. In meinem Zuständigkeitsbereich sind 1.500 Polizisten plus 200 Zivilangestellte im Dienst – für 800.000 Einwohner/-innen. Der kriminalgeographische Raum reicht von Mainz bis Worms, über die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms bis nach Bad Kreuznach und umfasst noch Teile des Donnersbergkreises. Ab Oktober beenden pro Halbjahr rund 250 Polizisten/-innen ihre Ausbildung und werden in den Polizeipräsidien eingesetzt.

Wir legen sehr viel Wert auf eine gute Ausbildung und stellen ausschließlich Anwärter/-innen mit Abitur oder vergleichbarem Schulabschluss ein – das wird teilweise politisch diskutiert und von anderen Bundesländern zum Teil kritisch gesehen. Wir halten aber daran fest. Die Polizei-Ausbildung in Rheinland-Pfalz gilt als eine der besten in Deutschland. Sie dauert drei Jahre, mit einem hohen praktischen Anteil. Die angehenden Polizisten/-innen verbringen ein Drittel der Ausbildung in den Dienststellen, für die sie sich zu Beginn der Ausbildung entschieden haben.«

Hintergrund: Die Freundlichkeit von Polizisten/-innen, die bspw. Radfahrer/-innen oder Falschfahrende in Fußgängerzonen ansprechen, ist manchmal verblüffend. Und könnte den Eindruck erwecken, die »Diener/-innen der Staatsgewalt« meinen es gar nicht so ernst mit ihrer Ansprache. Gleichzeitig beklagt die Polizei zunehmende Respektlosigkeit und aggressives Verhalten, bis hin zu körperlicher Gewalt gegen Einsatzkräfte.

Ist die Polizei zu nett?

Reiner Hamm: »Zum einen verstehen wir uns als Bürgerpolizei, was auch in unserem Verhalten gegenüber den Bürger/-innen zum Ausdruck kommt. Außerdem lernen die Polizisten/-innen in ihrer Ausbildung, Aggressionen wahrnehmen und darauf reagieren zu können. Sie folgen dabei einem vorgegebenen Deeskalationsstufen-Modell: was in Stufe 1 vielleicht noch ›nett‹ klingt, ist in der letzten Stufe sehr eindeutig, dann werden die zuvor angedrohten Eingriffsmaßnahmen in der Regel umgesetzt, gegebenenfalls erfolgt eine Gewahrsamnahme, ein Platzverweis, eine Sicherstellung eines Gegenstandes, oder ähnliches.

Wir wollen die Respektlosigkeit nicht negieren. Die Ursachen sind vielfältig, dazu gehören z.B. auch kulturelle Unterschiede mit einem Frauenbild, das nicht zu unserer Gesellschaft passt. Es gibt auch körperliche Gewalt, die über entsprechende Ermittlungsverfahren statistisch erfasst wird. Pöbeleien, die eindeutig verbale Gewalt darstellen, dagegen nicht – was ich persönlich bedauere. Andererseits erleben wir, dass es ein großer Teil der Bürger/-innen als Beruhigung empfindet, wenn die Polizei Präsenz zeigt – was wiederum das subjektive Sicherheitsgefühl fördert. Ich bin grundsätzlich fest überzeugt, das Vertrauen in die Polizei ist groß«.

Was raten Sie Bürger/-innen, die sich mit ihrer subjektiven Unsicherheit allein gelassen fühlen?

Reiner Hamm: Ich möchte dieses Gefühl auf keinen Fall kleinreden, wir erhoffen uns natürlich auch von den Ergebnissen der Sicherheitsumfrage eine Versachlichung. Tatsache ist, es gibt in Mainz ein rund um die Uhr besetztes Ordnungsamt, als Ansprechpartner für u.a. auch Ruhestörungen. Das gibt es in anderen Städten so nicht. In Mainz gibt es zwei Innenstadtreviere der Polizei, dazu das Revier auf dem Lerchenberg. Die Wegezeiten für die Streifenwagen sind im Stadtgebiet unheimlich kurz. Tatsache ist auch, von den fünf Oberzentren in Rheinland-Pfalz ist Mainz am sichersten.«

Ist Mainz sicher?

Anlässlich des Auftakts der Befragung zum Sicherheitsgefühl der Mainzer/-innen Mitte Juni 2019 sagte der Untersuchungsleiter Prof. Dr. Gregor Daschmann vom Institut für Publizistik der JGU Mainz: »Mainz gilt als sichere Stadt. Es würde mich wundern, wenn wir zu anderen Ergebnisse kämen.« Eine These, die Polizeipräsident Reiner Hamm so kommentiert: »Ich würde mich sehr freuen wenn es tatsächlich so wäre!«

Zur Person: Reiner Hamm

Der 57-jährige Reiner Hamm wurde in Worms geboren. Und trat 1978 in den Polizeidienst ein. Hamm arbeitete zuvor unter anderem bei der Bereitschaftspolizei. Er war von 1980 bis 1995 bei der Polizeiinspektion Alzey tätig. Und er leitete mehrere Jahre die Polizeiinspektion Bad Kreuznach.

Seit 2006 ist er bei der Zentralstelle für Polizeitechnik beschäftigt. Die Leitung übernahm er im Jahr 2012. Davor war er federführend mit der landesweiten Einführung des Digitalfunks betraut. 2015 ernannte Innenminister Roger Lewentz (SPD) den Leitenden Polizeidirektor zum Präsidenten des Polizeipräsidiums Mainz.

 

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Drogen auf dem Spielplatz

 

 




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Bauen? Aber sicher!

Ob bei der Planung, der Bauausführung oder der späteren Nutzung eines Hauses: Wer keine unliebsamen Überraschungen erleben will sollte immer auf »Nummer Sicher« gehen. Vermeintliche »Schnäppchen« können oft teuer werden!

Ob Sie einen Neubau, einen Umbau oder eine Renovierung planen: Es gilt wie vor allen Geldausgaben und Investitionen die eiserne Regel: Informieren Sie sich ausführlich über die verschiedensten Angebote, was sie konkret beinhalten und welche Zusatzkosten unter Umständen noch auf Sie zu kommen können. Wird schon in der Werbung ein Termindruck erzeugt – »Dieses Angebot gilt nur noch bis Mitternacht!« – ist besondere Vorsicht geboten.

Je größer das Projekt, desto mehr Zeit und auch Geld sollten in dieser Phase investiert werden. Eine zweistündige kostenpflichtige Fachberatung mag zwar dem einen oder anderen »unnötig« erscheinen – doch sie kann oft vor einem viel größeren Schaden bewahren. Welcher Laie kennt sich beispielsweise ausreichend im Architekten- und Baurecht aus?

Auch ein genauer, fachkundiger Blick in Bebauungs- und Flächennutzungspläne sollte selbstverständlich sein: Was kann in meiner Nachbarschaft noch gebaut werden? Eine Straßenbahntrasse, eine Kneipe, ein vielgeschossiger Komplex, ein Sportplatz? Baue bzw. kaufe ich in einem Mischgebiet oder in einem denkmalgeschützten Bereich? Was kann das für mich bedeuten? Gibt es Auflagen, die meinen Plänen eventuell nicht korrespondieren? Stellen Sie Fragen, bis Sie wirklich alles verstanden haben. Ein »Ich habe ja nicht gewusst, dass …..« ist bei späteren Auseinandersetzungen kein schlagendes Argument.

Renovieren & Restaurieren

Ähnliches gilt, wenn ich meinen alten Teppich, den geerbten Schrank oder ein anderes liebgewonnenes Einrichtungsstück »generalüberholen« lassen möchte. Auf den ersten Blick lesen sich alle Handzettel, die man im Briefkasten findet, Werbeeinblendungen im Internet und Zeitungsinserate gut. Also gleich los und den billigsten Anbieter auswählen? Fragen Sie lieber erst im Bekanntenkreis, googeln Sie im Netz nach Erfahrungsberichten und überlegen Sie, welche Vorteile ein in der Region ansässiger Betrieb anbieten kann. »Ich kenne da jemand, der macht das privat für die Hälfte« klingt zwar ganz gut – aber für »Fusch« ist dann später keiner verantwortlich zu machen – und auch die Hälfte noch viel zu viel.

Wohin mit den Wertsachen?

Man muss nicht Dagobert Duck sein, um sich für einen Tresor zu interessieren. Natürlich gibt es heute die verschiedensten Methoden, ein Haus gegen Einbrecher abzusichern – aber ein Restrisiko gibt es immer. Auch bei einem Zimmerbrand können wichtige, kostbare oder unersetzliche Dinge vernichtet werden: Schmuck, Dokumente, die wertvollsten Exemplare der Briefmarken- oder Münzsammlung, die externe Festplatte mit den zu schützenden Daten – alles das findet Platz in einem Safe. Es gibt auf dem Markt eine große Auswahl, die nach verschiedenen Sicherheitsklassen und -stufen (Aufbruchsschutz, Brandschutz) gestaffelt ist. Auch hier ist Expertenrat unabdingbar: Was reicht für meinen Haushalt aus, wie muss ich den Tresor befestigen bzw. verankern und was sagt meine Versicherung dazu?

Die Kanzlei GBKG…

(Graffert Baur Kern Großmann) beschäftigt sich u.a. schwerpunktmäßig mit dem Bereich des Baurechts. Sowohl Frau Rechtsanwältin Daniela Großmann, als auch Herr Rechtsanwalt Wolfgang Baur sind jeweils Fachanwälte für Bau- und Architektenrecht und sind sowohl im Bereich des privaten Baurechts, als auch im Bereich des öffentlichen Baurechts seit vielen Jahren anwaltlich tätig.
Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in der Prüfung von Grundstückskaufverträgen und Bauverträgen aller Art.
Der Erwerb einer Immobilie stellt für viele eine einmalige Lebensinvestition dar. Umso wichtiger ist es, den Vertrag so zu gestalten, dass es später zu keinen rechtlichen Auseinandersetzungen kommt.
Der Vertrag über den Erwerb einer neu errichteten Eigentumswohnung von einem Bauträger sollte nur dann unterschrieben werden, wenn folgende Fragen geklärt sind:

  1. Ist die geschuldete Leistung in der Baubeschreibung korrekt beschrieben?
  2. Sind die Zahlungsmodalitäten, insbesondere der Ratenzahlungsplan, zutreffend ausgestaltet?
  3. Enthält der Vertrag ausreichende Regelungen zur Bauzeit, z.B. Fristen und Vertragsstrafe?
  4. Wie ist die Abnahme der Bauleistung im Vertrag geregelt?
  5. Sind die Regelungen bezüglich etwaiger Mängelansprüche korrekt und vollständig?
  6. Hat der Bauträger aller geschuldeten Sicherheiten (z.B. Bürgschaften) gestellt?

Unsere Tätigkeit umfasst insbesondere die Prüfung von Bauverträgen aller Art, Abwehr oder Geltendmachung von Ansprüchen wegen Baumängeln sowie anwaltliche Interessenvertretung in selbständigen Beweisverfahren und in Bauprozessen.
Des Weiteren sind wir auch schwerpunktmäßig im Bereich des sogenannten öffentlichen Baunachbarrechts tätig. Dieser Bereich umfasst die Erteilung von Baugenehmigungen oder die Abwehr von Bauvorhaben durch Nachbarn.

Gerlich Tresore

Mit unserer über 150 jährigen Erfahrung im Geldschrank- und Tresorbau sind wir sicher, Ihren Anforderungen und Wünschen gerecht zu werden und den entsprechenden Tresor in unserem Produktportfolio zu haben. Sollten Sie nicht fündig werden, sprechen Sie uns an. Wir konstruieren und fertigen für Sie auch Sonderlösungen jeder Art.

Besitzen Sie bereits einen Tresor und es stellen sich Schwierigkeiten ein, wie z.B. Schlossprobleme, Umtransporte und dergleichen stehen wir auch hier mit unserem Know-how und unserer Erfahrung zur Verfügung. (Info: www.gerlich-tresorbau.de)

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In Sicherheit investieren

Einbruchschutz ist wichtig: Er zahlt sich aus, wie den aktuellen Statistiken der Kriminalpolizei zu entnehmen ist, doch er kann und sollte vielerorts noch weiter verstärkt werden.Auch in diesem Jahr findet wieder der »Tag des Einbruchschutzes« statt. Unter dem Motto »Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit« wird am Tag der Zeitumstellung, wenn die mitteleuropäische Sommerzeit endet – in diesem Jahr am 28. Oktober – wieder daran erinnert, dass gerade in den Wintermonaten, wenn es früher dunkel wird, die Gefahr steigt. Nutzen Sie diese gewonnene zusätzliche Stunde, um sich über Einbruchschutz zu informieren und die Sicherheitsempfehlungen der Polizei in Ihrem Alltag umzusetzen!

Kampagne in neuem Look

Bereits im letzten Jahr wurde die Kampagnenwebsite www.k-einbruch.de neugestaltet und bietet jetzt noch übersichtlicher umfassende Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik und den von der Polizei empfohlenen Verhaltensmaßnahmen. Der Internetauftritt wurde komplett überarbeitet und den heutigen Webstandards angepasst, so dass die Seite jetzt auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets optimal angezeigt wird.

»Mit diesem so genannten Responsive Design und barrierefreien Elementen wollen wir das Thema Einbruchschutz für die Bürgerinnen und Bürger noch attraktiver darstellen und sie dafür sensibilisieren, in geprüfte und zertifizierte Sicherungstechnik zu investieren«, so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Nichts unterschätzen!

Viele unterschätzen immer noch das Risiko, selbst ins Visier von Einbrechern zu geraten. Der Einbruchreport der Deutschen Versicherer belegt, dass jeder Zweite dem Irrtum unterliegt, bei ihm sei nichts zu holen. Jeder Vierte glaubt, seine Wohnung sei ausreichend geschützt. Dabei werden häufig entscheidende Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt. Doch durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können viele Einbrüche verhindert werden. So erhalten die Besucher der Kampagnenwebsite www.k-einbruch.de unter anderem produktneutrale Tipps zur Sicherung von Fenstern und Türen oder des Grundstücks, zu einfachen Verhaltensmaßnahmen sowie Informationen zur staatlichen Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz. Auch die preisgekrönte Kurzfilmreihe »Die Elster. Ein Profi-Einbrecher packt aus« informiert über Möglichkeiten der Einbruchsprävention.

Sie ist im Youtube-Kanal der Polizeilichen Kriminalprävention zu sehen (http://bit.ly/2bYedNp).

Einbruchschutz wirkt!

Die Polizei in Rheinland-Pfalz weiß: Einbruchschutz erhöht das Sicherheitsgefühl im eigenen zu Hause und schreckt Einbrecher von Ihrer Tat ab! Nicht zuletzt deswegen steigt die Zahl der Einbrüche, die im Versuchsstadium enden, stetig an. So scheitert aktuell fast jeder zweite Einbrecher in Rheinland-Pfalz daran, seine Tat zu vollenden.

Laut einer Studie vom Deutschen Forum der Kriminalprävention schlagen zwei von fünf Wohnungseinbrüchen wegen geeigneter Sicherheitstechnik bzw. weil die Täter gestört wurden fehl. Deutlich sind auch die Zahlen aus Nordrhein-Westfalen: Mit rund 39.000 Fällen gab es2017 ein Viertel (25,7 Prozent) weniger Wohnungseinbrüche als im Vorjahr. Von den 39.057 Wohnungseinbrüchen blieben 46,3 Prozent im Versuch stecken, weil die Täter nicht in die Wohnungen oder Häuser gelangten oder nichts entwendeten. Auch hier zeigt sich, wie wichtig es ist, den Einbruchschutz des Hauses oder der Wohnung zu verbessern.

Gerlich Tresore

Mit unserer über 150 jährigen Erfahrung im Geldschrank- und Tresorbau sind wir sicher, Ihren Anforderungen und Wünschen gerecht zu werden und den entsprechenden Tresor in unserem Produktportfolio zu haben. Sollten Sie nicht fündig werden, sprechen Sie uns an. Wir konstruieren und fertigen für Sie auch Sonderlösungen jeder Art.

Besitzen Sie bereits einen Tresor und es stellen sich Schwierigkeiten ein, wie z.B. Schlossprobleme, Umtransporte und dergleichen stehen wir auch hier mit unserem Know-how und unserer Erfahrung zur Verfügung. (Info: www.gerlich-tresorbau.de)

Metallbau Lehr

Die Firma Metallbau Lehr bietet Ihnen automatische Schließ- und Überwachungssysteme und nach dem eigenen Sicherheitsbedürfnis ausgestattete Haustüren. Mit unseren modernen und auf Ihre Wünsche und Anforderungen zugeschnittenen Türlösungen aus Aluminium ist Sicherheit kein Gefühl sondern Gewissheit. Die beginnt schon bei der Widerstandsklasse der Tür selbst und zieht sich über die Art der Verriegelung und Anzahl der Verriegelungspunkte bis hin zu den integrierten Überwachungs-, Bewegungs- und Alarmsystemen.
Moderne Materialien wie Aluminium geben Fenstern heute nicht nur vielfältige Formen und Farben sondern auch vielfältige Funktionen. Fenster werden zum Blickfang eines jeden Gebäudes. Mit entsprechender Verglasung und Verriegelungsmechanismen sowie Einbruchsicherung mit geprüften Einbruchsicherungsklassen RC 1 bis RC 4 können zusätzlich alle Elemente auch elektronisch überwacht werden. (Info: www.metallbau-lehr.de)

Inklusiv Gestalten

Wer barrierefreies Bauen nur auf Menschen mit Behinderung bezieht, übersieht einen wichtigen Aspekt: Wir alle stoßen auf Barrieren – etwa zeitweilig nach einem Unfall, mit dem Kinderwagen oder im Alter. Ziel der Inklusiven Gestaltung ist es, keine Sonderlösungen, sondern ein Höchstmaß an Barrierefreiheit für alle zu schaffen. Ein zentraler Teil davon ist das Wohnen, aber auch vor denkmalgeschützten Bauten und Freiräumen darf Inklusion keinen Halt machen. Hierfür braucht es Architekten, sagte der Behindertenbeauftragte Jürgen Dusel im Gespräch mit der Bundesarchitektenkammer und freute sich über die gemeinsame Durchführung weiterer Regionalkonferenzen: Die Konferenz am 19. November in Kaiserslautern nimmt Best-Practice-Beispiele in den Blick. (Infos www.diearchitekten. org/x/inklusion)

 

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Fußgängerzone: Schutz durch Poller?

In der MAINZER-Juli-Ausgabe haben wir uns dem Thema »Mainz außer Kontrolle« gewidmet, u.a. die Wildparkerei zwischen Ball- und Schillerplatz dokumentiert. Mittlerweile ist eine Zufahrt »abgepollert«.

Der Bereich zwischen Ball- und Schillerplatz ist beliebt – unter den Autofahrenden, die keine Lust haben ihr Fahrzeug im fünf Gehminuten entfernten Karstadt-Parkhaus oder im fußläufig etwa zehn Minuten entfernten Proviantamt-Parkhaus abzustellen und dafür Gebühren zu zahlen. Da es sich hier um eine angeordnete Fußgängerzone und in Teilbereichen zudem um eine Feuerwehrzufahrt handelt ist die Mainzer Verkehrsüberwachung häufig unterwegs – und wurde der Wildparkerei dennoch nicht Herr. Genauso wenig wie sie verhindern konnte, dass die hier parkenden Fahrzeuge ganz bequem aber absolut verkehrswidrig über die Fußgängerzone Schillerplatz in die Gaustraße oder in die Schillerstraße fuhren.

Bereits in der Vergangenheit war versucht worden durch Poller dem Treiben Einhalt zu gebieten. Die, so schreibt Pressesprecher Ralf Peterhanwahr, seien mehrfach umgefahren oder herausgehebelt worden. Derlei komme im Stadtgebiet leider häufig vor. Ende Juli 2018 wurde ein neuer Versuch gestartet. Seither gestatten drei Poller eine Durchfahrt nur denjenigen, die über einen Schlüssel verfügen. Was, wie das Foto, aufgenommen am ersten August-Montag, vormittags, belegt, keine Wirkung zeigt. Wer hier parken will, fährt von der Weißliliengasse durch die Feuerzufahrt in die Fußgängerzone – die Beschilderung ist eindeutig. Laut Peterhanwahr ist der »Schleichweg« bekannt, kann aber nicht »verbaut« werden, da im Umfeld zulässige Stellplätze angesiedelt sind, die erreichbar bleiben müssen.

In jenen Bereichen, wo widerrechtlich geparkt werde, müsse daher, wie herkömmlich und trotz der Poller, das Verkehrsüberwachungsamt agieren. Die Mitarbeiter/-innen hätten den Bereich aufmerksam im Auge. Das Buß-/Verwarnungsgeld bei Verstößen beträgt hier übrigens 30 Euro.

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