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Quartier Mainzer Mitte: Wegweisend

Er ist einer der Ruhepunkte in dem quirligen Einkaufsquartier Mainzer Mitte, der Neue Brunnen.

»Bewacht« von zwei sphinxartigen Löwen, die im Sommer Wasser speien, dominiert er den Platz, der im 17. Jahrhundert als »Speisemarkt« angelegt worden war.  Die Brunnenanlage, von 1724 bis 1726 errichtet, diente ursprünglich zur Versorgung des Bleichenviertels mit Trinkwasser. Bislang zum letzten Mal wurde der Neue Brunnen 2002 saniert, dem Engagement der Ansässigen sei Dank.

 

 

Der Neubrunnenplatz liegt inmitten der fußläufigen Verbindung zwischen Neu- und Altstadt, auf dem Weg durch Lotharstraße und Römerpassage Richtung Dom. Als sichtbare Orientierungshilfe dient die »Mainzer City Meile«. Das schwarze Rillenband, eingerahmt von weißen Steinen, ist ein taktiles Leitsystem, das Menschen mit Sehbehinderungen den Weg weist. Viele kleinere und größere Fachgeschäfte mit der Römerpassage als Mittelpunkt, Bistros, Schnellgaststätten und Restaurants laden ein zum Bummeln, Einkaufen und Verweilen.

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fischtor

Quartier Fischtor: Fisch & mehr

Klein ist es und sehr abwechslungsreich, das Einkaufsquartier zwischen Dom und Rheinstraße. Es gehört zum Mainzer Fußgängerzonen-System, ungestörtes Bummeln und Schauen sind möglich.

Das Fischtor, das einstmals den Zugang zum Mainzer Hafen sicherte und das Viertel in dem die Fischer lebten mit dem Rhein verband, war Teil der Mainzer Befestigungsanlage. Der Fischmarkt fand im Mittelalter vor dem Fischtor am Rheinufer statt. Heute zeugt die Fischergasse, die unter Denkmalschutz steht, vom Leben und Treiben im ehemaligen Fischerviertel und immerhin ein Fischhändler, samt Restaurant erinnert an die Bedeutung des Viertels.

 

 

Der Fischtorbrunnen, den Beginn der Grünanlage am Fischtor Richtung Rhein beherrschend, wurde 1930/31 errichtet. Sein Schöpfer war der Architekt Rudolf Schreiner. Der Brunnen soll auch an die Bedeutung erinnern, die der Rhein als Nahrungs- und Erwerbsgrundlage für Mainz hatte.

Quellmänner un Hering

Die Aufbauten des Brunnens nannten die Mainzer früher »Quellmänner un Hering«. »Quellmänner«, also Pellkartoffeln werden heute noch gerne mit Heringen gegessen.

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Schiller Denkmal

Quartier Schillerplatz: Ein Platz mit Schiller

Der große deutsche Dichter Friedrich Schiller ist sein Namensgeber –1862 wurde ihm hier ein Denkmal errichtet. Johann Baptist Scholl d.J. schuf die überlebensgroße Bronzefigur des Dichters.

Im Mittelalter trug dieser große Platz die Bezeichnung »Viehmarkt«, bot er doch Platz für den Verkauf von Vieh aber auch von Getreide und anderen Waren, die von den Bauern der Umgebung in der Stadt feil geboten wurden.

 

 

Längst schon hat sich der Verkauf landwirtschaftlicher Waren in der Stadt auf anderen Plätzen etabliert, der Schillerplatz wurde mehr und mehr zu einem »Feier-Platz«. Wenn an jedem 11.11. vom Osteiner Hof herunter und über den Fastnachtsbrunnen hinweg das »närrische Grundgesetz« über den Platz schallt, wenn an den Feier-Tagen der Johannisnacht Rock- und Pop-Salven die erhabenen Adelspaläste zum Zittern bringen und – ganz aktuell – wenn die Besucher des WinterZeit-Marktes auf dem Schillerplatz in Glühwein-Laune schwelgen.
Davon unbeeindruckt hat sich um den Schillerplatz herum eine außergewöhnliche Mischung von Facheinzelhändlern etabliert, deren ansprechende Angebote zu jeder Zeit einen Besuch wert sind.

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neustadt-gartenfeldplatz

Im Trend: Die Neustadt

Vieles was in Mainz neu ist, wird in der Neustadt ausprobiert. Das fängt bei Klamotten an und hört bei Lesestoff noch lange nicht auf.

Eduard Kreyßig sei Dank. Er plante auf dem Gartenfeld, außerhalb der Mainzer Festungsmauern, ein symmetrisches, gitterförmiges Straßensystem aus Längs- und Querachsen, die durch grüne Alleen und Plätze aufgelockert werden. Diese Struktur bestimmt noch heute die Bebauung in der Mainzer Neustadt.

 

 

Platz für Kultur

Wohnkomplexe mit großen Innenhöfen, kleine und mittelgroße Ladenlokale schaffen Raum – dessen Mieten noch erschwinglicher sind für Existenzgründer/-innen. Kultur hat in allen möglichen Varianten Platz. Veranstaltungsformate wie »Dreimal Klingeln« und Hofflohmärkte funktionieren gut, im Neustadtgarten wird gemeinschaftlich gepflanzt und geerntet, Cafés, Bistros und Restaurants spiegeln die Alltagsrealitäten der Neustädter/-innen wieder. Ein Stadtteil in Bewegung, in dem jeder Spaziergang Neues und Aufregendes an den Tag bringt.

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Altstadt Augustiner

Lebendig & quirlig: Die Mainzer Altstadt

Die Altstadt ist mit 2,4 Quadratkilometern der flächenmäßig zweitkleinste Stadtbezirk von Mainz, weist aber die zweithöchste Bevölkerungsdichte der Stadt auf und ist als Mainzer Ortsbezirk erst 1989 entstanden.

 

Auf den ersten Blick, insbesondere in den Gassen rund um den Dom, überwiegt die pittoreske Gebäudestruktur, die so schön die Mainzer Geschichte sichtbar macht. Doch die Mainzer Altstadt geht weit über dieses Gebiet hinaus und schließt bspw. das Bleichen-Viertel, die Ministerien und das Abgeordnetenhaus im »Regierungs-Viertel« mit ein. Der Stadtteil ist deshalb auch architektonisch so vielseitig – für Gäste wie für die Einheimischen.

Geprägt wird die Altstadt von vielen Kirchen, Weinkneipen, Restaurants und Hotels. Außerdem finden sich hier die meisten Museen in Mainz, das römische Theater, der Wochenmarkt, das Schloss, der Fastnachtsbrunnen, das Gutenbergdenkmal –nachvollziehbar, dass hier die meisten Stadtführer/-innen ihre Runden drehen. Die vielen kleinen, meist inhabergeführten, Geschäfte der Altstadt bieten ein vielseitiges und ausgefallenes Sortiment, das Gäste wie Einheimische zu schätzen wissen.

 

 

Sehen lassen kann sich die Altstadt auch in Sachen Mobilität: Am Rheinufer legen die Köln-Düsseldorfer und die Flusskreuzer an, mit dem Bahnhof Römisches Theater gibt es eine Anbindung an die Bahn, die Bushaltestelle Höfchen ist die zweithäufigste Umsteigehaltestelle der Mainzer Mobilität, die meisten Mainzer Fahrradabstellplätze sind in der Altstadt zu finden und die meisten Parkhäuser.

Das besondere Flair der Altstadt genießen und dabei die vielgepriesene Mainzer Lebensart erleben? Erkunden Sie es bei einem Plausch mit einem guten Glas Wein in den Lokalen oder mit ausgefallenen Kaffeespezialitäten in den Bistros.

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