scheutime

Scheu time: Ein Fest für die Rebe von Scheu

Am ersten Wochenende im Mai dreht sich in der »Heimlichen Hauptstadt Rheinhessens«
alles um Georg Scheu, den berühmten Bürger und Leiter der Alzeyer Rebenzüchtungseinrichtung von 1909 bis 1947.

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Stadt Alzey zusammen mit Partnern jährlich die Georg-Scheu-Plakette oder kurz Scheupreis genannt. Zusätzlich wird seit 2016, dem Jubiläumsjahr von Rheinhessen und der Scheurebe, der Scheurebe-Preis vergeben.

Rund um diese Preisverleihung veranstaltet die Stadt Alzey seit 2018 die »Scheu time«. 2019 wird vom 3. bis zum 5. Mai auf dem Weinfest neben der Stadthalle gefeiert. Zahlreiche rheinhessische Weine, ausgewählte Speisen und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm werden geboten. Am Freitag, 3. Mai, treten um 20 Uhr »Elm F. and the Rooks feat Stephan Flesch« mit Songs aus Pop und Soul auf. Am Samstag, den 4. Mai, erhalten die Preisträger im Vorfeld einer großen festlichen Weinprobe ihre Urkunden und Trophäen. Direkt nach der Vorstellung der Gewinner in der Stadthalle Alzey werden die Top 3-Weine jeder ausgezeichneten Kategorie zur Verkostung ausgeschenkt. Die Repräsentanten der ausgezeichneten Betriebe stehen dabei Rede und Antwort.

Auf dem benachbarten Open Air-Gelände sind die Stände ab 18 Uhr geöffnet. Die prämierten Scheurebe-Weine können am Stand der Stadt Alzey verkostet werden. Über 20 Weingüter der Alzeyer Winzer und der »IG Wein- und Sektterrasse« bieten zudem ihre beliebtesten Rebsorten zur Verkostung an. Neben allen Scheurebe-Preisträgern können weitere »Kinder« Georg Scheus verkostet werden. Bei einer Flanierweinprobe gibt es acht Weine zur Verkostung. Die dafür vorgesehenen Weinpässe gibt es an den vier Ständen der Winzer.

Am Sonntag, 5. Mai findet um 14 Uhr die Gästeführung »Alzey und der Wein – Auf den Spuren von Georg Scheu« statt. Treffpunkt für die eineinhalbstündige Führung ist an der Bühne auf dem Festplatz der Stadthalle in Alzey. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Textgrundlagen und Infos:
www.alzey.de, www.alzeyer-land.de



Bunker Schreibmaschine

»Geschützter Ausweichsitz«

30 Tage hätte die rheinland-pfälzische Landesregierung im Falle eines Atom­-kriegs im Bunker in Alzey weiterregieren können. Am 11 und 12. November stehen seine Türen offen.

 

Seit Gründung der Bundeswehr 1955 ist Rheinland-Pfalz ein Land mit umfangreicher Stationierung von Einheiten und Dienststellen der Bundeswehr. Die Bezeichnung »Flugzeugträger der NATO« als Synonym für die militärische Bedeutung von Rheinland-Pfalz war beinahe sprichwörtlich. Diesem »Flugzeugträger Rheinland-Pfalz« kam im Kalten Krieg eine besondere Rolle zu: Es war die Hauptevakuierungszone der deutschen Restbevölkerung im 3. Weltkrieg.

In dieses Szenario passt ein Bunker, der in Zeiten des Kalten Kriegs den Mitgliedern der Landesregierung hätte Unterschlupf gewähren sollen. In Alzey, unter der Turnhalle des Staatlichen Aufbaugymnasiums 1979 gebaut, war er bis 1992 »Ausweichsitz der rheinland-pfälzischen Landesregierung«. Entsprechend der Generalplanung des Bundes sollte die Mainzer Regierung auf diesen 1.140 Quadratmetern unter allen Umständen 30 Tage handlungsfähig bleiben – dennoch galt der Bunker schon bei seinem Bau als »Atombunker light«. Es fehlen ihm schwere Druckverschlüsse und ein Tiefbrunnen für die Eigenwasserversorgung.
Seit 2011 ist der Bunker einmal im Jahr zur Besichtigung freigegeben. In diesem Jahr am 11. und 12. November von 10 bis 18 Uhr, am »Tag der Offenen Bunkertür«.

Es mag surreal erscheinen heutzutage einen Bunker zu besuchen, der in Zeiten des Kalten Kriegs den Mitgliedern einer Landesregierung hätte Unterschlupf gewähren sollen. Allerdings vermittelt zumindest dieser Bunker samt seiner Ein- und seinen Vorrichtungen einen Eindruck von den technischen Möglichkeiten in diesen Zeiten, lässt erahnen, wie man sich damals vorgestellt haben mag, einen Atomkrieg zu überstehen – wie auf den Fotos oben anschaulich zu sehen ist.

Am 11.11.17 wird im Bunker ein Kinder- und Familientag gefeiert und mit Taschenlampenführungen, einem Sinneszentrum, Märchenzimmer, Bastelecken u.v.m. spielerisch der Bunker »erobert« und auf seine Geschichte eingegangen.

Am 12.11.17 findet jede halbe Stunde eine Führung statt, die Aufbau, Aufgaben und historische Rolle im Kalten Krieg erklären.

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Textgrundlagen und Infos: www.bunker-doku.de



1710 Rheinhessen St. Stephan Mainz.

Eine Klangreise auf dem Jakobsweg

Die Nikolaikirche in Alzey und die Kirche St. Stephan in Mainz sind Veranstaltungsorte für das Abschluss­konzert eines ganz besonderen Chor­projekts: »Der Weg nach Santiago«.

Im Veranstaltungsreigen des Jubiläumsjahres »200 Jahre Rheinhessen« stieß das Musical »Der Weg nach Santiago« auf eine besondere Resonanz. 2016 hatten auf Initiative der Regionalgruppe »Rheinhessen der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.« mehr als 50 Sängerinnen und Sänger in einem Projektchor das Musical in der Burgkirche in Ingelheim und im Wormser Dom aufgeführt.
In diesem Jahr wird das Musical erneut zur Aufführung kommen: am 22. Oktober 2017 in der evangelischen Nicolaikirche in Alzey und am 29. Oktober 2017 in der katholischen Kirche St. Stephan in Mainz.
In dem Musical »Der Weg nach Santiago« mit Texten von Hermann Schulze-Berndt und Musik von Siegfried Fietz wird die Wandlung von Jakob-Meyer dargestellt, der sein Glück an der Börse und im Spielcasino sucht. Dem letzten Wunsch seiner spanischen Mutter folgend, begibt er sich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Unterwegs gewinnt er wider Erwarten tiefe einschneidende Erkenntnisse und am Ziel angelangt spürt er, dass er sein Leben ändern will.
Ähnlich wie im vergangenen Jahr hat die rheinhessische Regionalgruppe der St. Jakobusgesellschaft alle Menschen, die gerne singen, sich aber nicht fest in einem Chor engagieren möchten und/oder sich auf einen Projektchor einlassen wollten, eingeladen, an dem Chorprojekt teilzunehmen. Ab Anfang August trafen sich die Sängerinnen und Sänger wöchentlich abwechselnd in Appenheim und Framersheim, um das Musical gemeinsam zu proben.
Die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland wurde 2005 als eingetragener Verein gegründet. Ziel der Gemeinschaft ist es, die Pilgerschaft nach Santiago de Compostela in ihren religiösen, kulturellen und wissenschaftlichen Aspekten zu fördern. Als eine von mehreren versteht sich diese Regionalgruppe als Pate »ihrer« Wegabschnitte, sie bietet sich als Berater der Pilger an und hilft bei der Vermittlung von Übernachtungsquartieren.
Im Veranstaltungsprogramm finden sich sowohl Termine für gemeinschaftliches Pilgern auf hiesigen Abschnitten des Jakobweges, als auch zu Pilgerstammtischen sowie Hinweise zu Veranstaltungen anderer Jakobusgesellschaften.

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Textgrundlagen und Infos:
www.jakobusgesellschaft.eu/regionalgruppen/rheinhessen/