Die Investitionen in bewegliche Lettern als  Musical und ein Programm zwar ganz ohne Druck, aber mit einem Manifest der Unverbindlichkeit: Im Mainzer Forumtheater unterhaus.

»Gutenberg – das Musical« läuft wieder: vom 5. bis zum 13. und vom 23. bis zum 28. Januar 2020. Zwar spielt der Focus-Gründer und mittlerweile zum FDP-Abgeordneten im bayerischen Landtag avancierte Helmut Markwort nicht mehr den Geldgeber Fust, aber ein hervorragender Ersatz steht schon parat: Für ihn wird kein Geringerer als der Wirtschaftsjournalist und Börsenspezialist Frank Lehmann einspringen! Und der hätte garantiert auch damals schon gewusst, dass es sich lohnt, in Gutenbergs verrückte Idee von den beweglichen Lettern zu investieren. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Quicklebendige Geschichte(n) um die Erfindung des Buchdrucks aus dem goldigen Mainz, präsentiert von grandiosen Darstellern um Margit Sponheimer und Gunther Emmerlich.

Diesem Gutenberg hat auch Nektarios Vlachopoulos (siehe Foto) viel zu verdanken: Der Kabarettist, der vom 16. bis zum 18. Januar 2020 auftritt, ist schließlich Lehrer. Ganz ohne Druck spielt er hingegen sein aktuelles Programm. Und das heißt »Ein klares JEIN!« Damit liefert er ein Manifest der Unverbindlichkeit und die in Stein gemeißelte Handlungsempfehlung für unentschlossene Dogmatiker: ein Muss für jeden, der nicht will, vielleicht möchte und ganz sicher weiß, dass irgendwann irgendwer irgendwas tun sollte. Vlachopoulos erweist sich dabei als echter Artikulationsakrobat: superschnell und mit überraschenden Kehrtwenden, dabei intelligent und witzig.

| SoS

Textgrundlage und Infos: www.unterhaus-mainz.de
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