Das Theaterexperiment »Nassim« auf U17

»Nassim« ist ein kühnes Theaterexperiment, das die Kraft der Sprache erforscht, um uns in unsicheren Zeiten zu vereinen. Es gibt für diesen Abend keine Vorbereitung und keine Proben. Nur einen versiegelten Umschlag und bei jeder Vorstellung eine*n neue*n Schauspieler*in, die/der das Skript zum ersten Mal liest. Es ist das neueste Werk von Nassim Soleimanpour. Der aus Teheran stammende Theaterautor wurde in Europa 2011 mit seinem weltweit gefeierten Stück »White Rabbit Red Rabbit« bekannt, das in 15 verschiedene Sprachen übersetzt und mehr als 1000 Mal aufgeführt wurde. Es wurde unter anderem von Ken Loach und Whoopi Goldberg gespielt und gewann mehrere Preise.

2013 darf Nassim Soleimanpour zum ersten Mal reisen und 2015 verlässt er den Iran. Zu dem Zeitpunkt beginnt er die Beschäftigung mit »Nassim«, in dem es auch darum geht, Begriffe wie Sprache, Familie und Heimat neu zu definieren, Landesgrenzen und Sprachbarrieren zu überwinden. Aufschlussreich, berührend und verspielt ist dieses Stück, in dem der Dramatiker selbst jeden Abend einem neuen Schauspieler auf der Bühne begegnet. Inzwischen wohnt Soleimanpour in Berlin. Die Uraufführung von »Nassim« fand im Juli 2017 im Bush Theatre London statt, am Mainzer Staatstheater ist die Produktion zum ersten Mal auf Deutsch zu erleben. Da jeden Abend ein anderes Ensemblemitglied zu erleben ist, müsste man eigentlich jeden Abend kommen…

»Nassim« von Nassim Soleimanpour
Autor und Darsteller: Nassim Soleimanpour
Darsteller: Daniel Mutlu (1.9.), Anika Baumann (29.9.), Lorenz Klee (30.9.), Klaus Köhler (25.11.) auf U17
Weitere Informationen: www.staatstheater-mainz.com
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