Der Gesang der Sirenen

Das sagenumwobene Schiff Argo ist vor allem durch den Raub des Goldenen Vlieses bekannt. Jason fuhr gemeinsam mit fünfzig Helden nach Kolchis, darunter Orpheus und der weniger bekannte Butes. Als die Sirenen die Argonauten mit ihrem Gesang bezwingen wollten, schützte Orpheus die Männer durch seinen eigenen Gesang. Nur Butes stürzte sich ins Meer. »Die Antike und die Geschichte des Mittelmeers als zeitlicher und geographischer Raum (Pelagos) sind kontinuierlich Referenzpunkte meiner Arbeit als Komponist. Geboren im äußersten Süden von Spanien (Al-Andaluz), faszinieren mich Geschichte, Literatur, Mystik und Musik dieses Territoriums. Das Mittelmeer (Mare nostrum) als Raum der Begegnungen, der Bewegungen, der Suche, des Austauschs, der Kulturen und Religionen, aber auch der Katastrophen, des Krieges und des Todes.« (José M. Sánchez-Verdú) Der Komponist bezieht in seinen musikalischen Projekten oft Licht und Raum gedanklich mit ein. Auch für sein neues Musiktheater »ARGO« wird die Bühne zum »Metainstrument«. Das Libretto schreibt der Autor Gerhard Falkner, der mit seinem ersten Roman 2016 für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde.

»Argo« eröffnet als Kopro­duktion am 27. April die Schwetzinger SWR-Festspiele und ist ab Mai in Mainz im Kleinen Haus zu erleben.
»Argo« von José M. Sánchez-Verdú
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer/ José M. Sánchez-Verdú
Inszenierung: Mirella Weingarten
Mainz-Premiere am 20. Mai um 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen 26.5. sowie 2. und 6.6.
www.staatstheater-mainz.com
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