Corona

Der Corona-Virus hat uns fest im Griff

Unser ganzes Leben steht Kopf. Freizeit, die plötzlich »anders» ausgefüllt werden muss, Kontakte mit Menschen auf ein Minimum runter gefahren. Aber das Leben geht weiter.

Was im Einzelnen durch den Corona Virus alles durcheinandergewirbelt wird, ist kaum noch darzustellen. Viel Verunsicherung herrscht allenthalben. Die Verbraucherzentrale hat eine Webseite zusammengestellt, auf der Schutzmaßnahmen, Tipps und Verbraucherrechte aufgelistet sind. Unter anderem geht es auch um Reisepläne. Für die meisten besonders bitter: In den Osterferien ist Reisen nicht angesagt und für die Sommerferien trauen sich die Wenigsten Pläne zu schmieden. Deutschland hat seine Grenzen für nicht notwendige Reisen geschlossen, in vielen Ländern gelten Einreiseverbote und auch im Inland gibt es Reisebeschränkungen.

Was wird aus der für die Osterferien gebuchten Ferienwohnung oder Pauschalreise in den Süden? Kann ich stornieren oder umbuchen? Erhalte ich eine Erstattung? Welche Rechte gelten, wenn die Reisen abgebrochen werden. Auch dazu informiert die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Montags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr in einer Telefonhotline unter (06131) 28 48 969. Oder rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche: www.verbraucherzentrale-rlp.de/corona

Fahrplanänderung

Die Mainzer Mobilität hat ihren Fahrplan angepasst und reagiert damit auf die zu erwartende deutlich geringere Nachfrage infolge der kompletten oder teilweisen Schließung vieler Geschäfte und Freizeiteinrichtungen. Aufgrund der dynamischen Lage kann es darüber hinaus in den nächsten Tagen und Wochen zu weiteren Anpassungen im Fahrplan kommen, über die die Mainzer Mobilität in ihren Medien laufend informieren wird. Die geänderten Fahrplantabellen finden Sie im Internet unter www.mainzer-mobilitaet.de/corona

Online geht – noch

So lange die Mitarbeitenden der Lieferdienste gesund bleiben, funktioniert auch der Online-Handel. Keine Sport- und Kulturveranstaltungen, kaum noch zwischenmenschliche Kontakte: was bleibt? WWW! Dabei lässt sich sogar für die Kultur etwas tun. Der »gutenberg-shop.de» steht mit 1000 exquisiten Geschenkideen rund um die Uhr und telefonisch (06131-90 60 110) Di-Fr, 9-13 Uhr zur Verfügung; zu allen Zeiten per Email unter info@gutenberg-shop.de.
Die Ladengeschäfte im Museum und am Markt bleiben zunächst bis zum 19. April 2020 geschlossen.

IHK erweitert Information­sangebot

Darf ich mein Geschäft noch öffnen? Wie kann ich die Liquidität meines Unternehmens sichern? Erhalte ich Kurzarbeitergeld? In welche Länder gibt es Exportverbote? Die Betriebe stehen durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus vor Umsatzausfällen, Lieferverzögerungen oder müssen besondere Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge für ihre Belegschaft treffen.

Die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen bietet den Unternehmen ein ausgeweitetes Beratungsangebot: Hinweise zu Fördermitteln und Überbrückungshilfen, Links und IHK-Ansprechpartner für Rechts- Finanzierungs- und Exportfragen, ein Notfall-Handbuch für Unternehmen und vieles mehr.

Infos: www.rheinhessen.ihk24. de/corona, IHK-Hotline 06131 262-1000.

Langweilig? Nö!

Eine Frage, die sich tagtäglich neu stellt: was machen wir mit der freien Zeit? Keine Sport- und Weiterbildungskurse, kein Theater und Kino, Konzerte abgesagt, die Kneipen abends zu. Was geht? Radfahren, Joggen und Spazierengehen – so lange es keine Ausgangssperre gibt, geht das gut. Yoga-Übungen ohne Anleitung in der Wohnung probieren, das antrainierte Gymnastik-Programm durchziehen, die angehäuften Bücherstapel weg lesen, die Wohnung mal so richtig putzen, ausmisten, was schon lange auf der Todo-Lite steht, in den Mediatheken (oder auf Video) endlich mal das anschauen, was schon immer angeschaut werden sollte … Mal sehen, was uns noch so einfällt in den kommenden Wochen.

| SoS




Lakrids of Bülow

Flair: Die weite Welt in Mainz

Die Welt trifft sich in Gonsenheim. In der Breiten Straße, bei »Flair« mit Ihrer tollen Chefin »Kati Lehtinen-Hahn«. Seifen, Raumdüfte, Handcremes: von der Hand Made Company aus Irland, Lakrids of Bülow aus Dänemark, Schokolade aus Finnland und, und, und.

Nach dem Ausflug in die weite Welt kommen wir wieder nach Mainz, nach Mainz-Mombach: Stitchy Clothing hat dort ihren Firmensitz und beglückt die Welt mit schönen T-Shirts mit lustigen Sprüchen oder dem glitzernden Aufdruck »Meenzer Maedche«. Auf Sweatshirts und Cardigans können Sie mit einem Handgriff die runden »Aufkleber« je nach Lust und Laune auswechseln.

Flair Logo

Breite Strasse 45
55124 Mainz-Gonsenheim
Tel.: 06131 / 4 17 26
flair-mainz@gmx.de
facebook.de/flairgonsenheim

 

Flair: Das KDW von Gonsenheim




MVG Fahrpläne Bus Bahn

MVG: Geänderte Fahrpläne

Weitere Fahrpläme aufgrund der dynamischen Lage der Corona-Pandemie geändert / Busse statt Bahnen von und nach Finthen ab Sonntag

Ab kommenden Samstag kommt es zu weiteren Fahrplanänderungen im Angebot er Mainzer Mobilität. Dies betrifft in erster Linie die Wochenenden. Die stets aktuellen Fahrplantabellen finden Sie im Internet unter www.mainzer-mobilitaet.de/corona

Änderungen montags bis freitags

Linie 62: Es wird eine zusätzliche Fahrt um 5.45 Uhr ab Hauptbahnhof nach Weisenau angeboten.

Linien 66, 67 und 69: Die Linien fahren nach optimierten Fahrplänen. So ist bspw. auf der Linie 69 an der Haltestelle Birkenstraße in Richtung Innenstadt die Umsteigezeit auf die Straßenbahnen verkürzt und damit verbessert worden. Einzelne Fahrten starten und enden zudem in der Innenstadt, wodurch einzelne umsteigefreie Verbindungen angeboten werden können.

Linie 68: Die Fahrt um 7.32 Uhr ab Hochheim endet bereits in Gonsenheim an der Kapellenstraße.

Änderungen samstags

Bis ca. 8 Uhr bleiben die Linien und Fahrtzeiten unverändert. Danach werden jedoch die Strecken und Zeiten weitestgehend wie an Sonntagnachmittagen bedient.

Betriebsbedingt enden bei einigen Linien einzelne Fahrten am Hauptbahnhof, während nahezu zeitgleich ein Folgefahrzeug dort einsetzt und den Rest der Strecke befährt. Ein Umstieg zwischen beiden Fahrzeugen ist hierbei stets sichergestellt.

Linien 28, 33, 58, 68 und 71: fahren unverändert nach dem Samstag-Fahrplan

Linien 6, 50, 51, 52 und 53: fahren nach den seit 21. März gültigen Sonderfahrplänen an Samstagen

Linie 9: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch in Biebrich über Äppelallee-Center

Linie 54: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch tagsüber verlängert von/bis Klein-Winternheim

Linie 56: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags

Linie 57: nur noch zwischen Hauptbahnhof und Bretzenheim nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch tagsüber verlängert von/bis Bretzenheim/Gutenberg-Center

Linie 60: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie Sonntagnachmittag

Linie 61: ganztags nur noch auf der Strecke Laubenheim/Riedweg – Mombach/Waldfriedhof; im Bereich Laubenheim/Hans-Zöller-Straße steht als Ersatz die Linie 64 zur Verfügung; im Bereich Budenheim/Parkallee die ORN-Linie 620

Linie 62: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, tagsüber demnach in Richtung Gonsenheim alle 30 Minuten über Landwehrweg

Linie 63: bereits seit 20. März kein Betrieb mehr; im Bereich Scheck-In-Center weichen Sie bitte auf die Linie 64 aus, im Bereich Alter Friedhof auf die Linien 62 und 65, auf dem Abschnitt Wormser Straße – Mombach auf die Linie 60

Linie 64: ganztags von/bis Laubenheim/Hans-Zöller-Straße; ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags

Linie 65: nur noch auf dem Abschnitt Weisenau – Brückenplatz; auf der Strecke Höfchen – Hartenberg stehen als Ersatz die Linien 64 und 68 zur Verfügung

Linie 66: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch tagsüber verlängert von/bis Nieder-Olm/Bahnhof (nicht bis Schulzentrum!) – hierbei keine Fahrten mehr über den Weinbergring; in Hechtsheim über Robert-Bosch-Straße

Linie 70: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie Sonntagnachmittag

Linie 76: nur noch auf der Strecke Hauptbahnhof – Straßenbahnamt – Mombach/Am Lemmchen mit leicht angepassten Abfahrtszeiten; auf dem Abschnitt Laubenheim – Oberstadt steht als Ersatz die Linie 64 zur Verfügung

Linie 78: es finden nur noch die Fahrten von/bis Finthen/Römerquelle und nur noch bis ca. 17 Uhr statt; im Bereich Landwehrweg steht als Ersatz zusätzlich die Linie 62 zur Verfügung

Änderungen sonntags

Die sonst gegen 8 Uhr startenden Taglinien beginnen künftig erst ab ca. 13 Uhr. Im Gegenzug wird das aktuell nur bis 8 Uhr gehende Nachtnetz bis 13 Uhr ausgeweitet.

Bis 8 Uhr sind die Linien 6 (nur Abschnitt Wiesbaden – Mainz/Hauptbahnhof), 50, 66, 90, 91, 92 und 93 jeweils unverändert alle 60 Minuten unterwegs.

Von 9 bis 13 Uhr sind zusätzlich die Linien 51, 52, 60 und 68 im Einsatz: Die Linien 6 (Abschnitt Wiesbaden – Mainz/Hauptbahnhof), 50, 51, 52, 66, 90, 91, 92 und 93 sind in diesem Zeitraum jeweils alle 30 Minuten im Einsatz, die Linie 68 alle 60 Minuten nach dem regulären Sonntag-Fahrplan. Auf den Linien 6 (Abschnitt Hauptbahnhof – Gonsenheim) und 60 (auf dem Abschnitt Ginsheim – Hauptbahnhof) finden einzelne Fahrten statt.

Ab ca. 13 Uhr gilt der reguläre Sonntag-Fahrplan, bevor um 21 Uhr – wie seit 20. März – wieder der Nachtverkehr startet.

Auch sonntags enden betriebsbedingt bei einigen Linien einzelne Fahrten am Hauptbahnhof, während nahezu zeitgleich ein Folgefahrzeug dort einsetzt und den Rest der Strecke befährt. Ein Umstieg zwischen beiden Fahrzeugen ist hierbei stets sichergestellt.

Busse statt Bahnen und Umleitungen ab Sonntag, 5. April

Aufgrund von Bauarbeiten der Deutschen Bahn an der Eisenbahnbrücke über der Hattenbergstraße, müssen die Straßenbahnlinien 50 und 51 auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Bismarckplatz – Finthen ab Sonntag, 5. April, 3 Uhr, bis Donnerstag, 23. April, 3 Uhr durch Busse ersetzt werden.

Die Ersatzbusse fahren hierbei stets auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Finthen, während die Straßenbahnen aus Hechtsheim (Linie 50) bzw. Lerchenberg (Linie 51) noch über Hauptbahnhof hinaus bis Bismarckplatz bzw. Zollhafen/Inge-Reitz-Straße fahren. Zwischen Hauptbahnhof und Bismarckplatz sind damit sowohl Straßenbahnen, als auch die Ersatzbusse unterwegs.

Um ausreichend Kapazitäten in den Ersatzbussen zur Verfügung zu stellen, sind diese alle 10 Minuten unterwegs, während die Straßenbahnen auf demselben Abschnitt derzeit nur alle 15 Minuten unterwegs sind.

Die Ersatzbusse der Linien 50 und 51 sowie die Buslinien 61, 62 und 620 müssen hierbei zwischen den Haltestellen Bismarckplatz und Zwerchallee in beiden Richtungen über die Haltestelle Alte Lokhalle umgeleitet werden. Die Haltestelle Schott AG muss leider ersatzlos entfallen.




Bruma Tickets

Mainz 05: Gewinnen Sie zwei Tickets

DER MAINZER verlost unter denen, die folgende Fragen richtig beantworten, zweimal zwei Tickets (Sitzplatzkarten) für das Spiel am 11 April 2020 um 15.30 Uhr: Mainz 05 gegen TSG 1899 Hoffenheim

Frage:

  1. Wie lautet vollständige Name des neuen Innenverteidigers?
  2. Wann und wo spielte er zum ersten Mal in einer Profimannschaft?

Senden Sie Ihre Antwort unter dem Betreff »Mainz 05« bis zum 24. März 2020 an: gewinnspiele@dermainzer.net

Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, die Karten sind an der Kasse hinterlegt.

Mit Ihrer Teilnahme willigen Sie ein, dass DER MAINZER Ihren Namen auf seiner Online-Plattform sowie in den sozialen Medien veröffentlichen kann.




Abfallhai

Mainz: Abfall und Müll im öffentlichen Raum

Soll Mainz sauber bleiben oder sauberer werden – das ist Ansichtssache. Unstrittig ist, dass die Müllentsorgung im öffentlichen Raum aufwändig und teuer ist,  von allen in Mainz lebenden Menschen bezahlt werden muss – aber nicht aus dem Mainzer Etat.

DER MAINZER hatte das Thema Abfall/Müll im öffentlichen Raum in den letzten Monaten immer wieder und unter verschiedenen Fragestellungen aufgegriffen. Zuletzt wollten wir von August Moderer, Vorsitzender des Mainzer Tourismusfonds e.V. und in Personalunion Geschäftsführer der hundertprozentigen Stadttochter Mainzplus Citymarketing GmbH wissen, warum der Tourismusfonds nicht dazu beitrage, dass die Touristen in Mainz ein sauberes Stadtbild vorfinden. Moderer stellte klar, dass dies Aufgabe „der Stadt“ sei.
„Die Stadt“, hier der Entsorgungsbetrieb, für den Katrin Eder als Umweltdezernentin mitverantwortlich ist, antwortete via Mainzer Pressestelle auf MAINZER-Fragen so ausführlich, dass wir in der gedruckten Ausgabe nicht alles wiedergeben konnten. Allerdings enthält der Abriss über die Sauberhaltung der Mainzer Innenstadt von 2001 bis heute interessante Details.

Frage DER MAINZER: Warum werden in der Mainzer Innenstadt und überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten keine großen kombinierten Abfall-/Aschebehälter angebracht?

Antwort „Die Stadt“: Im Zuge der Neukonzeption der Straßenreinigung in der Stadt Mainz im Jahr 2001, bei der die bis dahin praktizierte sechsmalige Reinigung auf eine dreizehnmalige Reinigung pro Woche in der Innenstadt umgestellt wurde, erfolgte seinerzeit zugleich eine Verdoppelung des Papierkorbvolumens in der Innenstadt. Die bis dahin verwendeten 30 l-Papierkörbe wurden gegen ein neues 50 l fassendes Modell, das aus Edelstahl besteht und damit langlebiger und pflegeleichter ist, ausgetauscht. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Papierkörbe von 400 auf ca. 500 Stück erhöht.
Die innerstädtischen Papierkörbe werden seitdem drei- bis viermal pro Tag (montags-samstags) entleert – jeweils einmal von der in der Innenstadt eingesetzten Früh- und der Spätschicht sowie zusätzlich von den seit 1998 eingesetzten sogenannten Froschmobilen: E-Fahrzeuge, die der Stadt von der Firma Werner & Mertz (daher Froschmobile genannt) als Beitrag für die Stadtsauberkeit zur Verfügung gestellt wurden, und die mittlerweile in der 2. Generation speziell in der Innenstadt für zusätzliche Papierkorbleerungen und für punktuelle Reinigungen wie am Fort Malakoff-Platz eingesetzt werden.
Mit Fertigstellung der Citymeile im Jahre 2005 rüstete der Entsorgungsbetrieb insgesamt 90 Papierkörbe nachträglich mit Aschenbechern aus, die aber im Laufe der Jahre durch das häufige Leeren und die damit verbundene Beanspruchung Schaden genommen und weggefallen sind.

Bitte ausdrücken!

Antwort „Die Stadt“: Grundsätzlich steht dennoch jeder aufgestellte Papierkorb für die Aufnahme von Zigarettenkippen zur Verfügung, wenn die glühende Zigarette auf dem Boden oder an der Aufhängung des Papierkorbes vorher ausgedrückt wurde, so dass keine Brandgefahr im Inneren des Papierkorbes besteht.
Im Zuge des Ausbaus von Bahnhofvorplatz und der Bahnhofstraße kam ein neues Papierkorbmodell aus Edelstahl mit Einwurföffnung für Abfälle und gleichzeitig integriertem Aschenbecher zum Einsatz. Dieses neue, aus Edelstahl hergestellte Modell „Abfallhai“ wird mit einer Aufnahme ab 70 l bis 220 l angeboten und nun sukzessive auf Plätzen wie Fort Malakoff, Gutenbergplatz, Neubrunnenplatz (für 2020 vorgesehen) oder im Zuge von Neubaumaßnahmen wie der Bereich Große Langgasse eingesetzt.
Von den mittlerweile ca. 600 Papierkörben in der Altstadt sind 120 Papierkörbe mit Aschenbechern ausgestattet.
Konkret vorbereitet wird derzeit, die restlichen ca. 500 Papierkörbe mit einem vom Material und Design passenden Aschenbechermodell nachzurüsten und so ein zielgerichtetes Angebot für die Raucher bereitzustellen.

Kein Platz für Passantenmüll

Antwort „Die Stadt“: Öffentliche Papierkörbe haben die Funktion, anfallende kleinteilige Abfälle, die beim Verzehr von Speisen und Getränken beim Aufenthalt in der Stadt entstehen oder die man aus hygienischen Gründen (z.B. benutzte Papiertaschentücher) an Ort und Stelle los werden will, aufzunehmen.
Nicht gedacht sind die öffentlichen Papierkörbe für die kostenfreie Entsorgung von Hausmüll oder gewerblichen Abfällen, was leider häufig festzustellen ist.
Dadurch werden die Papierkörbe sehr schnell voll und stehen für den eigentlichen „Passantenmüll“ nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Auch für die Abfallaufnahme bei Veranstaltungen und Events wie z.B. das Markfrühstück, Johannisfest, Fastnacht etc. reicht das Volumen der Papierkörbe bei weitem nicht aus.
Hier müssen gezielt größere Abfallbehältnisse vom Veranstalter in Verbindung mit dem Entsorgungsbetreib vorgesehen werden, um dem temporär höheren Abfallaufkommen gerecht zu werden – dies geschieht auch (z.B. beim Marktfrühstück durch die „Mainzer Winzer“/Stadt Mainz).

Frage DER MAINZER: Fehlt der Stadt Geld, um größere Abfallbehälter anzuschaffen?

Antwort „Die Stadt“: Die Finanzierung der Straßenreinigung durch den Entsorgungsbetrieb erfolgt auf der Grundlage des Landesstraßengesetzes und des Kommunalabgabengesetzes über Gebühren, die entsprechend der Reinigungshäufigkeit einer Straße von den an die Straße angrenzenden Grundstückseigentümern erhoben werden. Je nach Klassifizierung der Straße trägt die Stadt einen Anteil der Kosten, der z.B. in der Innenstadt 50% beträgt.
Die Anschaffungskosten der Papierkörbe und deren regelmäßige Entleerung werden über Straßenreinigungsgebühren gedeckt und nicht aus dem Stadthaushalt. Während das bisher in der Innenstadt eingesetzte Papierkorbmodell rund 500,-€ pro Stück kostete, müssen für die neuen „Abfallhaie“ rund 1.200,-€ pro Stück angesetzt werden. Auch aus diesem Grund heraus erfolgt ein sukzessiver Ersatz des bisherigen Modells zunächst auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und im Zuge der innerstädtischen Baumaßnahmen durch größere „Abfallhaie“.

Frage DER MAINZER: Aktionen wie der Dreckweg-Tag oder Rhine Cleanup sollen Menschen dazu animieren, weniger Abfall in die Landschaft zu werfen. Erreichen Sie mit solchen Aktionen diejenigen, die ihren Müll einfach fallen lassen?

Antwort „Die Stadt“: Aktionen wie der Dreckweg-Tag, der in diesem Jahr bereits zum 20. Mal stattfindet, und der Aktionstag „Rhine Cleanup“ verfolgen grundsätzlich zwei Ziele:

  1. Bereiche, die nicht von der regelmäßigen Reinigung durch den Entsorgungsbetrieb betreut werden, werden im Rahmen der Aktionstage durch die Vielzahl der Teilnehmer gesäubert und das Stadtbild damit spürbar verbessert.
  2. Die Zahl der teilnehmenden Mainzerinnen und Mainzer ist über die Jahre konstant hoch und hat leicht zugenommen. Hierbei stellen wir fest, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen deutlich angestiegen ist und vor allem während der dem Dreckweg-Tag vorgeschalteten „Junior-Dreckweg-Woche“ sind mittlerweile mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler, ja teilweise sogar Kindergärten unterwegs, um sich für die Säuberung ihres Schul-oder Kindergartenumfeldes zu engagieren. Diesen pädagogischen erzieherischen Ansatz halten wir nach wie vor für sehr wichtig im Hinblick auf das Verhalten beim Aufenthalt in der Stadt und dem Umgang mit Müll.

In die gleiche Richtung zielt auch das neue Umweltbildungszentrum der Stadt Mainz, das vornehmlich Schulklassen in zwei Erlebniswelten wichtige Themen zur Abfallwirtschaft und Abfallvermeidung vermittelt. Von daher sollen die Aktionen wie Dreckweg-Tag und Rhine Cleanup fortgesetzt werden.

Frage DER MAINZER: Halten Sie den „erzieherischen Charakter“ des Verwarnungsgeldkataloges für ausreichend, um Menschen dazu anzuhalten, ihren Müll in den vorhandenen Behältern zu entsorgen?

Antwort „Die Stadt“: Verwarngelder standen nach politischer Diskussion der Problematik im Stadtrat bisher in Mainz nicht im Vordergrund im Vorgehen gegen sog. „Litterer“, also jenen Menschen, die ihre Abfälle im öffentlichen Verkehrsraum oder der Landschaft entsorgen.
Dennoch wurde der Verwarnungsgeldkatalog unlängst überarbeitet und wird von den Ordnungskräften, die teilweise in ziviler Kleidung unterwegs sind, angewendet, vor allem bei den „Unbelehrbaren“ und „Uneinsichtigen“, die Zigarettenkippen einfach auf der Straße entsorgen, Kaugummis ausspucken oder Einwegbecher und Einwegflaschen im öffentlichen Raum stehen lassen. Sicherlich haben diese Verwarnungsgelder ähnlich wie Bußgelder für falsches Parken oder zu schnelles Fahren ihre Wirkung und sollten daher als weiteres Instrument gegen Müllsünder eingesetzt werden.

SoS

Der Mainzer Entsorgungsbetrieb informiert zu allen Abfall-Fragen
Was hat der Mainzer Tourismusfonds e.V. mit dem Mainzer Müll zu tun?

 




Lehmanns

Lehmanns: Progressiver Weinhaus-Stil

Das »Lehmanns« der Gebrüder Ivecen in der Mainzer Holzstraße beeindruckt durch chices Interieur, interessanten Speisen-Mix, Qualität, Kreativität und charmanten Service.

In der Mainzer Holzstraße herrscht gastronomischer Wan­del. Gefühlt ewig gab es hier das »Römerschiff«, später zog in dieselben Räumlichkeiten das »Chez Maman« ein, das nur ein knappes Jahr lang existierte, und nun bietet das »Lehmanns« seit Ende November 2019 in exakt diesen Zimmern sein Speisen- und Getränke-Tableau an. Die Betreiber – die Ivecens, zu deren Unternehmergesellschaft 3 Brüder Mainz UG auch das »Hintz & Kuntz« und »LeBonBon« gehören – bezeichnen das »Lehmanns« als WeinBistro und Vinothek.

Die Einrichtung ist klar und nüchtern modern, an den Wänden hängen beeindruckende, hinschauenswerte Fotografien, die stilistisch perfekt passen. Wir haben den Eindruck von jugendlicher Frische, die auch die uns betreuende Servicekraft rüber­bringt. Der junge Mann begrüßt uns mit Handschlag und einem heutzutage selten gewordenen offenen Lächeln. Darüber hinaus beweist er sogleich Pfiffigkeit. Die Speisekarte, die ich in DIN A4 aus dem Web ausgedruckt und ins Lokal mitgenommen habe, kommentiert er mit den Worten und diesmal einem entwaffnenden Lächeln: »Ah, große Buchstaben fürs Altersheim.« Touché!

Mal was anderes: Fünf Bistro-Rubriken

Ein derartiges Entrée macht Laune und Lust aus das, was kommen mag. Die Speisekarte ist angenehm übersichtlich, umfasst exakt eine Seite. Die aufgeführten Rubriken heißen »Kleines Bistro«, »Bistro Suppe«, »Bistro Salate«, »Großes Bistro« und »Süßes Bistro« – mal was anderes als Vorspeisen, Hauptspeisen und so weiter. Mister X und ich widmen sich zunächst der Abteilung »Kleines Bistro«. Mein immerwährender Begleiter nimmt das Tatar vom Rind mit Sauerrahm und Kapern zu 9,50 Euro. »Diese Fleischspeise ist völlig ohne Makel und sehr schmackhaft, die Kapern tun dem Gericht außerdem gut«, höre ich von gegenüber ein dickes Lob. Positiv vermerkt X zudem, dass auf seinen Wunsch nach Butter sofort ein frisches Stück derselben gebracht wird und Salz und Pfeffer in kleinen, hübschen Mühlchen bereitstehen.

Ceviche mit Kürbisquadern und Avocadospritzern

Ich wähle Ceviche aus Lachs mit Hokkaido-Kürbis (9,50 Euro). Der rohe Fisch schmeckt einen Hauch zitronig, die Kürbisquader sind geschmeidig-bissfest, und die Avocadospritzer, Dillzweiglein sowie die Kresse auf dem Teller vervollständigen den positiven optischen Gesamteindruck. Zu den Vorspeisen aus dem »Kleinen Bistro« wird ein Körbchen mit vier verschiedenen Brotsorten gereicht. Während die Servicekraft mit ungebrochener Höflichkeit Wasser nachschenkt, machen wir uns mit den Hauptgerichten aus dem »Großen Bistro« vertraut. X genießt das Basilikumrisotto mit Garnelen und Portwein-Radicchio. Die mediterran klingende Speise kostet 12,50 Euro. Selten habe ich ein so chices Risotto gesehen, das in herrlichem Basilikumgrün leuchtet. Das gezwirbelte Radicchioteilchen obenauf gibt dem Ganzen den letzten pittoresken Schliff. Mister X lässt mich probieren, und ich bin vom Geschmack und der Schlotzigkeit dieser Speise begeistert. Die vier großen Garnelen auf dem Risotto-Hügel erfreuen den Genießer zudem.

Jede Menge Waldpilze zu den Knödeln

Meine Semmelknödel mit Kräuter-Waldpilz-Ragout zeigen sich nicht ganz so spektakulär wie X’ Hauptspeise, dafür sorgt das Pilzsortiment mit Morcheln, Steinpilzen und Champignons in großer Zahl für Freude. Die helle Soße, in der sie liegen, schmeckt angenehm leicht. 7,50 Euro für diesen Genuss zu bezahlen, ist in der Tat eine Kleinigkeit.

| Lou Kull

ESSEN8,0
TRINKEN8,0
SERVICE8,0
AMBIENTE7,5
PREIS/LEISTUNG8,5
GESAMT40,0 : 5 = 7,9 KAPPEN

FAZIT

Auf ein Bistro wie das »Lehmanns« haben wir gewartet. In lockerer, freundlicher, heller Atmosphäre kann man genüsslich speisen, inmitten eines lebhaften Publikums mit vielen jungen Leuten und älteren Semestern. Die Akustik der Räume erzeugt bisweilen einen recht hohen Geräuschpegel, an den sich der Gast aber schnell gewöhnt. Der Service ist schlichtweg klasse, auch der Koch kam zwischendurch an die Tische, um sich nach dem Wohlbefinden der Besucher zu erkundigen. Die Speisen sind durchweg sehr hübsch drapiert, die Qualität des eingesetzten Materials ist einwandfrei, und auch klassische Gerichte werden kreativ-modern interpretiert. All das bekommt man für günstige Preise.

Außergewöhnlich gut stellt sich die Karte der offenen Weine dar. Alleine bei den Weißen gibt es 13 Positionen mit durchweg rheinhessischen Kreszenzen, die in 0,1- und 0,2-Liter Gebinden sowie in der Flasche erhältlich sind. Dabei ist eine ganze Reihe von Weingütern, deren Namen (noch) nicht groß klingen, deren Weine jedoch voll und ganz überzeugen. Wir erfreuten uns am trockenen Sauvignon blanc von Peter Maurer in Mommenheim (0,2 für
5 Euro), dem 2018er trockenen Grünen Veltliner von Becker (Mommenheim, 5 Euro), dem Grauburgunder trocken (ebenfalls aus 2018, 5,90 Euro) der Alsheimer Winzerin Juliane Eller und dem feinherben 2017er Gelben Muskateller aus dem Bodenheimer Weingut Gruber (5,90 Euro). Drei offene Rosé aus Rheinhessen und elf Rouge aus hiesigen Gefilden sowie aus Südafrika, Spanien, Chile, Argentinien, Australien und Italien sind des Weiteren im Angebot.  Wem das nicht ausreicht, der kann gerne in die Flaschenweinkarte hineinschauen und wird mit Sicherheit fündig.

Lehmanns
WeinBistro – Vinothek
Holzstraße 19
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 945 36 30
www.facebook.com/lehmanns.mainz
Öffnungszeiten:
Di und Mi 18 bis 23 Uhr,
Do bis Sa 18 bis 1 Uhr,
So 16 bis 23 Uhr, Mo Ruhetag

 

Pascha Fisch: Preiswert, schnell, einfach, gut




Abfallhai

Abfallhai: Mainz soll sauber bleiben

Sauberkeit für Einheimische und Gäste, Abfalleimer mit und ohne Ascher, Dreck-weg-Tag und Verwarnungsgelder: Abfallentsorgung geht uns alle an.

Eine saubere Stadt gefällt nicht nur den hier Lebenden, auch Touristen finden ein sauberes Stadtbild attraktiver. In der Februar-2020-Ausgabe hatte DER MAINZER den Vorsitzenden des Mainzer Tourismusfonds e.V. und Geschäftsführer der hundertprozentigen Stadttochter Mainzplus Citymarketing GmbH, August Moderer, gefragt, warum der Mainzer Tourismusfonds e.V. nicht die Bemühungen der Stadt unterstütze, für Sauberkeit zu sorgen. Der Tourismusförderer antwortete: »Für die Anschaffung von größeren Mülleimern und/oder die Reinigung der Straßen und Plätze ist der Verein nicht zuständig. Hierzu müssten Sie sich an die zuständigen Abteilungen / Ämter / Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Mainz wenden.»

Das haben wir gemacht, wie üblich über die Mainzer Pressestelle und erfuhren: »die Anschaffungskosten der Papierkörbe und deren regelmäßige Entleerung werden über Straßenreinigungsgebühren gedeckt und nicht aus dem Stadthaushalt.« Zuständig für die Anschaffung von Abfallbehältern und deren Leerung ist der Mainzer Entsorgungsbetrieb, der unter der Leitung des Dezernats von Katrin Eder steht.

Der Abfallhai: Nachrüsten und austauschen

Warum, fragte DER MAINZER weiter, werden in der Mainzer Innenstadt und überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten keine großen kombinierten Abfall-/Aschebehälter angebracht? Die Antwort via Pressestelle: Im Zuge des Ausbaus von Bahnhofsvorplatz und der Bahnhofstraße kam ein neues Papierkorbmodell aus Edelstahl mit Einwurföffnung für Abfälle und gleichzeitig integriertem Aschenbecher zum Einsatz. Dieser »Abfallhai« (siehe Foto oben links) werde mit einer Aufnahme von 70 l bis 220 l angeboten. Der »Abfallhai« soll nun sukzessiv auf Plätzen wie Fort Malakoff, Gutenbergplatz, Neubrunnenplatz (für 2020 vorgesehen) oder im Zuge von Neubaumaßnahmen wie dem Bereich Große Langgasse eingesetzt werden.

In der Altstadt seien von ca. 600 Papierkörben 120 Papierkörbe mit Aschenbechern ausgestattet. Vorbereitet werde derzeit, die restlichen ca. 500 Papierkörbe mit einem vom Material und Design passenden Aschenbechermodell nachzurüsten. Zu den Kosten für die Abfallbehälter heißt es: Das bisher in der Innenstadt eingesetzte Papierkorbmodell koste rund 500,-€ pro Stück, die neuen »Abfallhaie« dagegen rund 1.200,-€ pro Stück, weshalb ein sukzessiver Ersatz des bisherigen Modells zunächst auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und im Zuge der innerstädtischen Baumaßnahmen erfolge. Eine weitere MAINZER-Frage bezog sich auf den unentgeltlichen Einsatz von Bürger/-innen, um Abfall zu beseitigen: Aktionen wie der Dreck-weg-Tag sollen Menschen dazu animieren, weniger Abfall in die Landschaft zu werfen.

Erreichen Sie mit solchen Aktionen diejenigen, die ihren Müll einfach fallen lassen? Diese Frage wurde nicht beantwortet. Verwiesen wurde auf die konstant hohe Zahl der freiwilligen Dreck-weg-Räumenden und die steigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die via Kita und Schule eingebunden werden. 2019 hatten laut Entsorgungsbetrieb 4000 Helfer/-innen in der Junior-Dreck-weg-Woche und am Dreck-weg-Tag ca. 16 Tonnen Abfall eingesammelt. 2020 findet der Dreck-weg-Tag am 28. März statt.

Verwarnungsgelder für die »Unbelehrbaren«

Die Frage, reicht der »erzieherische Charakter« des Verwarnungsgeldkataloges aus, um Menschen dazu anzuhalten, ihren Müll in den vorhandenen Behältern zu entsorgen, wurde so beantwortet: »Verwarngelder standen nach politischer Diskussion im Stadtrat bisher nicht im Vordergrund, um gegen » Litterer« vorzugehen, gegen Menschen, die ihre Abfälle im öffentlichen Verkehrsraum oder der Landschaft entsorgen.« Der unlängst überarbeitete Verwarnungsgeldkatalog werde dennoch insbesondere bei den »Unbelehrbaren« angewendet. Diese Verwarnungsgelder hätten ähnlich wie Bußgelder für falsches Parken oder zu schnelles Fahren ihre Wirkung und sollten daher als weiteres Instrument gegen Müllsünder eingesetzt werden.

| SoS

 

Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz




Mainzer Radverkehr

Radverkehr in Mainz: Gut Ding will Weile haben

Dieselfahrverbot und Senkung der Stickoxidwerte, Green City Masterplan und Koalitionsvereinbarung, Radkonsens und Bypad: Viele Komponenten zur Förderung des Radverkehrs in Mainz.

Fahrradfahren tut der Umwelt gut und gesund ist es auch. Zumindest für diejenigen, die sich mit dem motorisierten Verkehr arrangieren können. Die Mainzer Radverkehrsförderung steht immer dann auf der Agenda geht es um die »Mobilitätswende« sowie um die Reduzierung der Stickoxidwerte, damit das Verwaltungsgericht kein flächendeckendes Dieselfahrverbot anordnet. Möglichst viele Radler/-innen sollen dazu beitragen, dass der motorisierte Verkehr weiter funktionieren kann. Eine große Verantwortung. Zumal die Radverkehrsinfrastruktur viele das Fürchten lehrt. Die Radverkehrspolitik verantwortet in Mainz eine Dezernentin, die Mitglied der Grünen ist. Katrin Eder hat seit ihrem Amtsantritt 2011 immer wieder die Bedeutung des Radverkehrs für die Umwelt und für den Umbau des Mobilitätskonzepts unterstrichen. Geld, um die Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern oder gar auszubauen bekam sie grundsätzlich zu wenig. Immerhin wurde ihr nicht auch noch die Stelle der Radverkehrsbeauftragten gestrichen. Franziska Voigt muss alleine die Belange der Radverkehrspolitik bearbeiten.

Schwung für die Förderung des Radverkehrs versprach 2018 der M3 Green City Masterplan. Der Masterplan wurde vom Stadtrat einstimmig und ohne Enthaltung als »Basis für die weiteren Arbeiten an der Luftreinhaltung in der Stadt Mainz und als Grundlage für die Antragstellung in künftigen Förderaufrufen des Bundes« im Juli 2018 beschlossen. Er beinhaltet u.a. ein Radverkehrs-Stufenkonzept/Radrouten/Wegweisung, die Attraktivierung Radverkehr durch sichere Abstellanlagen, Angebote an Sharing-Systemen (Fahrräder, E-Pedelecs, Miet-/ Verleihsystem) und Kommunikation, sowie die übergreifende, verbindende Radverkehrsinfrastruktur/ Lückenschlüsse (Stadt Wiesbaden, Landkreise Mainz-Bingen und Groß-Gerau). Im ersten Entwurf des Green City Masterplans M3 waren die Maßnahmen zur För­derung des Radverkehrs mit insgesamt 9,7 Millionen Euro beziffert, für die Förderanträ­ge hätten gestellt werden müssen. Alle Maßnahmen hätten bis 2020 abgeschlossen sein sollen.

Im Februar 2019 wurde der Zwischenbericht zur Umsetzung des M3 veröffentlicht. Unter den im Handlungsfeld Mobilität eingereichten Beiträgen zu Umsetzungsaktivitäten findet sich das Radbügelkonzeptes zur Optimierung des Radparkens (bis 2019), die Erarbeitung von Leitlinien für den Radverkehr in der Stadt Mainz (das Bypad-Audit sollte bis 2019 beendet sein), die Errichtung des Fahrradparkhauses am Hbf West (Mitte 2019 hätte es eröffnet werden sollen), die Pendlerradroute Mainz – Ingelheim – Bingen (erste Maßnahmen waren für 2019 vorgesehen), die Stadtteilradrouten: Radverbindungen zwischen den Stadtteilen und der Mainzer Innenstadt (die Umsetzung der Stadtteilrad­routen Mainz Oberstadt sowie Mainz-Finthen/Gonsenheim sollte im Frühjahr 2019 erfolgen), Teilnahme am Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr 2018 (die Projektskizze für eine Fahrradspindel an der Kaiserbrücke wurde von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes abgelehnt), Transformation meinRad – 2018 (der Förderantrag wurde abgelehnt), Zertifizierungsangebot als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber (Ansprechpartner: ADFC Mainz-Bingen).

Radverkehrsbüro und Stellplatzsatzung

Anlässlich der »Bürgerbeteiligung Radkonsens« im Oktober 2019 sagte die Mainzer Verkehrs- und Umweltdezernentin, ihr werde immer vorgeworfen, sie habe kein Konzept zum Radverkehr und stellte fest, das habe sie gleichwohl, aber nicht ausreichend kommuniziert. Eder fasste zusammen, was sie in jüngster Zeit für den Radverkehr erreicht habe und was auf ihrer Radverkehrs-Agenda stehe: Das Fahrrad-Parkhaus am Bahnhof West wird gebaut; zahlreiche Fahrradbügel in der Innenstadt wurden aufgestellt; das sternenförmige Radrouten-Konzept wird umgesetzt und soll später durch Querverbindungen ergänzt werden. Die Radwege sollen mit Symbolen auf dem Boden markiert werden; weitere Aufstellflächen an den Ampeln sind geplant. Eder sprach auch davon, dass die Stellplatzsatzung geändert werden solle, jeder Neubau müsse Radabstellanlagen vorweisen. Die Grünen-Politikerin kündigte im Oktober 2019 zudem an, ein »Rad-Büro« mit bis zu fünf Mitarbeiter/-innen einrichten zu wollen.

Als ein Ergebnis der Kommunalwahl 2019 sind die Grünen stärkste Fraktion im Mainzer Stadtrat. Die Aushandlung eines Koalitionsvertrags mit SPD und FDP dauerte bis Februar 2020. Zur Förderung des Radverkehrs und der Radverkehrsinfrastruktur gibt es viele (gute) Absichtserklärungen. Konkret wird es bei den Sachmitteln für den Radverkehr: sie sollen auf 500.000 Euro pro Jahr verdoppelt werden. Außerdem soll ein Radverkehrsbüro aufgebaut werden. Die Anzahl der Stellen ist nicht konkretisiert. Zwei Stellen hatte die ADD mit dem Doppelhaushalt 2019/20 genehmigt, sie wurden bereits ausgeschrieben.

Ob das Radverkehrsbüro tatsächlich mit fünf Stellen besetzt werden kann, wie Katrin Eder ankündigte, ist offen. Die gewünschten drei weiteren Stellen dürften zur Verhandlungsmasse in den Etatberatungen für den nächsten Doppelhaushalt gehören. Es ist zu erwarten, dass auch andere Dezernate aufgrund wachsender Aufgaben zusätzliche Stellen einfordern. Außerdem müssen die Stellen von der ADD genehmigt werden. Offen ist auch, ob der Wunsch von Katrin Eder, die Stellplatzsatzung so zu ändern, dass bei Neubauten Radabstellanlagen vorgeschrieben werden, erfüllt wird. Im Koalitionsvertrag vom Februar 2020 heißt es, die Stellplatzsatzung sei »zeitnah zu modernisieren, Konzepte wie Carsharing und moderne Mobilitätskonzepte sowie E-Mobilität sollen Berücksichtigung finden«. Der Begriff »Radabstellanlagen« fehlt hier.

Bürgerbeteiligung: »Empowerment« für den Radverkehr?

Sowohl im Green City Masterplan M3 von 2018 wie im Koalitionsvertrag von 2020 ist das Bypad als Beteiligungsprozess für Bürger/-innen genannt. Beschlossen wurde das Verfahren schon im Juni 2018 vom Mainzer Stadtrat. Als erste öffentliche Veranstaltung fand im Oktober 2019 die »Bürgerbeteiligung Radkonsens« statt. Normalerweise sollen in einem »Bicycle Policy Audit« auch politische Vertreter und Verbände mitwirken.

An der Veranstaltung im Oktober 2019 nahmen nur diejenigen teil, die zufällig oder über die Vernetzungswege der Fahrrad-Szene in Mainz davon erfahren hatten. Total überrascht und auch begeistert waren die Organisatoren/-innen um Verkehrsdezernentin Katrin Eder von dem Andrang: etwa 150 Menschen kamen und brachten viele Ideen und konkrete Vorschläge mit. Ob und was davon umgesetzt werden kann soll am 11. März 2020 in der zweiten »Bürgerbeteiligung Radkonsens« konkretisiert werden. Inwieweit auch diejenigen Verbände und Organisationen in den »Radkonsens« eingebunden werden, die einer Förderung des Radverkehrs zulasten des motorisierten Individualverkehrs skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen, bleibt abzuwarten.

Das Bypad ist ein Verfahren zur Erhebung des Ist-Zustands der Radverkehrspolitik und zur Definition von Maßnahmen in einer Kommune. Radverkehrspolitik soll effizient gestaltet werden. Nach Bewertung des Ist-Zustands werden verbindliche Qualitätsziele in einem Plan definiert. Damit ist es möglich, die Entwicklung des Radverkehrs systematisch zu betreiben und zu beobachten. Im Ergebnis soll ein »Punkteplan zur Förderung des Radverkehrs« entstehen, Qualitätsmerkmale für die Weiterentwicklung des Radverkehrs werden für die Stadt Mainz festgelegt. Die Maßnahmen sind konkret benannt und beinhalten messbare Ziele. Durch die Beteiligung der verschiedenen Akteure soll ein abgestimmter Gesamtplan entstehen. Verkehrsdezernentin Eder kündigte im Oktober 2019 an, diesen »Punkteplan« vor oder direkt nach der Sommerpause 2020 dem Mainzer Stadtrat zum Beschluss vorlegen zu wollen.

| SoS

Mitten auf dem Fahrradweg




Ulan & Bator

unterhaus: Lustig im Geiste und auf der Bühne

Ein mitreißend komisches Programm präsentiert »Sting« im März im Forumtheater Mainzer Unterhaus; aus den Bommelmützen von Ulan & Bator perlen irrwitzige Ideen.

Sting kommt ins Unterhaus!? Aber hallo! Nur eben nicht der Musiker, sondern der Kabarettist! Kein Geringerer als der große Hanns Dieter Hüsch adelte den Kai Magnus Sting als »Bruder Lustig im Geiste«. Und es ist auch zu komisch, wenn Sting seine Geschichten erzählt, die er im Dialekt des Potts wunderbar spitzbübisch überzeichnet, dass man gar nicht anders kann als zu sagen: Genau so wird’s gewesen sein. Am 10. und 11. März spielt Sting sein Programm »Und ich sach noch« mit seinen Lieblingsnummern. Und die sind mit denen des Publikums garantiert deckungsgleich: Komm’se hin? Kann’se Dich kaputtlachen.

Nicht weniger lustig geht es am 20. März zu, wenn Ulan & Bator (Foto) ihre »Zukunst« auf die Bühne bringen. Sprachverliebt und wortverdreht werden die beiden Herren im feinen Zwirn wieder ihren Schabernack treiben. Sebastian Rüger und Frank Smilgies heißen die Künstler, die sich unter den gestrickten Bommelmützen verbergen. Immer wieder wechseln sie mit wenigen Worten Perspektiven und Ebenen, oft reicht nur eine Verschiebung der Betonung und man betritt ein ganz neues Sinn-Universum. Wer schon immer mal wissen wollte, wie man ein abgelaufenes Essen mimisch darstellt oder auf der Suche nach keiner neuen Küche war, wird hier endlich fündig.

| SoS

 

unterhaus: Ausblick, Rückblick, Rundumblick




Maria Einsmann

Maria Einsmann: Katharina oder Die Kunst Arbeit zu finden

Der Film von Barbara Trottnow nach einem Drehbuch von Anna Seghers u.a. verknüpft die Geschichten von Frauen auf der Suche nach Arbeit.

Die Mainzerin Maria Einsmann lebte bis 1931 zwölf Jahren lang unerkannt als Mann, um Arbeit zu finden. Nach einem Arbeitsunfall wurde ihre Identität als Frau festgestellt und sie musste sich vor Gericht verantworten. Fast 90 Jahre später wird in Mainz mit der Benennung des Platzes zwischen Kötherhofstraße und Großer Langgasse nach Maria Einsmann, an sie erinnert.

Mit der Geschichte von Maria Einsmann hatte sich auch Anna Seghers beschäftigt. Die Mainzer Schriftstellerin schrieb gemeinsam mit Hans Richter und Friedrich Kohne das Drehbuch für einen Film, das lange als verschollen galt, bis es im Museum of Modern Art in New York gefunden wurde.
Hier nutzt Seghers das Schicksal von Maria Einsmann als Vorlage für die Geschichte der Katharina Rendel.

Die Autorin und Regisseurin Barbara Trottnow wiederum nahm das Drehbuch von Anna Seghers als Grundlage für ihren Film, in dem sie Spielszenen mit dokumentarischen Anmerkungen zu den schwierigen Lebensumständen von Anna Seghers verknüpft und Parallelen zur Situation von Frauen heute sucht. Eine reale Geschichte erzählt der Film über Gudrun Selent, eine alleinerziehende Frau aus der ehemaligen DDR. 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, verlor sie ihre Arbeit und war seitdem auf der Suche nach einer neuen Stelle.

| SoS

Sonntag, 8. März 2020, 14 Uhr
Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz
Flachsmarktstraße 36
55116 Mainz

 




Tschechows »Drei Schwestern«

Staatstheater Mainz: Tschechows »Drei Schwestern«

Tschechows »Drei Schwestern« am Staatstheater Mainz.

Nach dem Tod ihres Vaters leben die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina abgeschieden und von der Welt vergessen in der Provinz. Alle drei träumen von einem anderen Leben, unternehmen immer wieder Versuche, aus der Tristesse auszubrechen – durch berufliche Perspektiven oder Heirat. Doch sie scheitern dabei nicht nur an den Umständen, sondern vor allem an sich selbst. Keine der Schwestern schafft es, ihre Träume zu verfolgen, geschweige denn, sie zu realisieren.

Zum ersten Mal am Staatstheater Mainz und damit überhaupt in Deutschland inszeniert die 1984 in Norwegen geborene Maren E. Bjørseth. Sie studierte Regie an der Theaterschool Amsterdam und präsentierte 2012 mit ihrer Abschlussarbeit »Nora oder Ein Puppenheim« ihren eigenen Stil: eine spielerische und formbewusste Neuinterpretation von Ibsens Klassiker. Gerne nimmt sie sich Stoffen an, die von Menschen in einer absurden und verwirrenden Welt erzählen. Dabei sucht sie nach einer abstrakten Form und einer die Absurdität dieser Welt aufdeckenden Spielweise, die nur wenige Zentimeter vom Realismus entfernt ist. Auch in ihrem Heimatland Norwegen ist Bjørseth als Regisseurin tätig und genießt, »die Vorteile beider Theaterkulturen optimal zu nutzen«. Ihre Inszenierung von Shakespeares »Romeo und Julia« brachte ihr eine Nominierung für den norwegischen Heddaprisen als beste Regisseurin ein. 2015 wurde ihre Regie von Hugo Claus´ »A bride in the morning« bei TA-2 – Toneelgroep Amsterdams Plattform für die Entwicklung junger Regietalente – für das National Dutch Theatre Festival ausgewählt. Zurzeit ist Bjørseth eine der ständigen Direktorinnen von Toneelschuur Producties.

www.staatstheater-mainz.de

 

Vincent Doddema im Staatstheater: Was denn da fehlt…




Achim Beierlorzer

Achim Beierlorzer: Vom Lehrerpult zur Trainerbank

Auch in der laufenden Saison steckt der 1. FSV Mainz 05 offensichtlich wieder im Abstiegskampf. Die Verantwortlichen beschlossen daher frühzeitig einen Trainerwechsel. Achim Beierlorzer löste den zuletzt etwas glücklosen Sandro Schwarz ab. Der MAINZER stellt den neuen Cheftrainer vor:

Achim Beyerlorzer

Achim Beierlorzer

Am 10. November 2019, der FSV Mainz 05 hatte zwei Tage zuvor nach dem 0:8 in Leipzig auch sein Heimspiel gegen Union 2:3 verloren, trennte sich der Verein von seinem bisherigen Trainer Sandro Schwarz. Kurz danach konnte der Vorstand bereits seinen Nachfolger im Amt vorstellen: Achim Beierlorzer. Der gebürtige Franke war gerade vom ebenfalls abstiegsbedrohten 1. FC Köln entlassen worden.

Der »neue Besen« kehrte zunächst sehr gut: Im ersten Spiel unter Beierlorzer gewann Mainz in Hoffenheim 5:1 – das gleiche Team war noch am Spieltag zuvor mit einem 2:1 Sieg in Köln »mitverantwortlich« für seine dortige Entlassung. Am nächsten Wochenende folgte ein 2:1 Heimsieg im historischen Derby gegen die Eintracht aus Frankfurt. Danach setzte allerdings wieder Mainzer Tristesse ein – unterbrochen durch ein grandioses und hoffnungsweckendes 0:5 in Bremen. Anfang Februar, wenige Tage vor dem wichtigen Sieg in Berlin, besuchte Achim Beierlorzer unsere Redaktion und unterhielt sich mit unserem Sportredakteur Dr. Matthias Dietz-Lenssen:


MAINZER: Herr Beierlorzer, sie haben eine abwechslungsreiche Karriere als Spieler und Trainer im Amateurbereich hinter sich. Einer der Höhepunkte war sicherlich ihr einziges Tor im DFB-Pokal – erinnern Sie sich noch daran?

Achim Beierlorzer: Selbstverständlich. Das war das Tor gegen Borussia Dortmund. Wir haben das Spiel schließlich 3: 1 gewonnen. Obwohl Sie schon sehr früh einen Spieler durch eine Rote Karte verloren haben. Entsprechend intensiv haben wir hinterher auch gefeiert. Ich werde auch heute noch in Franken oft auf dieses Tor angesprochen, wenn ich auf alte Fürth-Fans treffe.

Sie waren Gymnasiallehrer für Mathematik und Sport, haben sich dann aber freistellen lassen, als Leipzig rief. Bei Red Bull waren sie in verschiedenen Trainerpositionen aktiv (U 17, U19, Interims-Coach, Co-Trainer) bis Sie zum Zweitligaaufsteiger SSV Jahn Regensburg wechselten. Haben Sie einen dieser Schritte je bereut?
Nein! Absolut nicht. Am Anfang meiner Trainerlaufbahn habe ich den Trainer-Job parallel zu meiner Tätigkeit als Oberstudienrat am Gymnasium gemacht. Irgendwann einmal eine Profi-Mannschaft zu trainieren war damals noch weit weg. Schließlich ergab sich die Möglichkeit in Leipzig hauptberuflich als Fußball-Lehrer zu arbeiten. Als dann nach einigen Jahren das Angebot kam, in Regensburg Cheftrainer zu werden, habe ich gerne angenommen.

Also war auch der Wechsel nach Köln keine Frage?
Wenn man schließlich die Chance bekommt einen Bundesliga-Verein zu trainieren, ist das natürlich toll. Köln war dann absolut eine neue Herausforderung.

Wie hat eigentlich Ihre Familie auf den Wechsel in den Profifußball und in den verschiedenen Trainerämtern reagiert?
Ich habe alle Wechsel mit meiner Familie vorher besprochen – ohne ihr Einverständnis und ihre Unterstützung hätte ich keinen Vertrag unterzeichnet.

Dann haben wir also Glück gehabt, dass sich ihre Familie auch mit Mainz anfreunden konnte – denn Köln war ja dann nur ein kurzes Intermezzo. Dürfen wir etwas über die Hintergründe dieses praktisch übergangslosen Wechsels erfahren?
Ich kenne Rouven Schröder seit unseren gemeinsamen Jahren bei der SpVgg Greuther-Fürth. Wir standen daher in den letzten Jahren immer mal wieder in Kontakt mit­einander. Am Mittwoch nach der Entlas­sung von Sandro Schwarz – den ich übrigens sehr schätze, rief dann Rouven an. Ich habe die Mannschaft von Mainz natürlich auch im­mer genau beobachtet. Der klare Weg des Vereins hat mich sehr beeindruckt; die Spielweise gefiel mir. Also habe ich mit Freude zugesagt.

Die ersten Spieltage unter Achim Beierlorzer haben sicherlich nicht nur die Fans ins Schwitzen gebracht. Da wirft sich immer wieder die Frage auf: Warum spielen wir nicht immer so wie in Bremen – warum sind immer wieder deutlich schwächere Auftritte dabei?
Einige Begegnungen sind unglücklich gelaufen. Zum Beispiel das Spiel gegen Leverkusen, das hätten wir eigentlich nicht verlieren dürfen. Wir waren keineswegs das schwächere Team. Die einzige richtig schlechte Halbzeit haben wir auswärts in Augsburg gespielt und folglich dort auch zu Recht verloren. Man muss natürlich sehen, dass wir eine junge Mannschaft haben; da gehören Leistungsschwankungen eben auch dazu.
Der FSV bezeichnet sich selbst als »Aus- und Weiterbildungsverein«. Genau! Und man muss mit den jungen Spielern Geduld haben. Vielen fehlt noch der letzte »Feinschliff«. Und das ist eine der Aufgaben von mir und meinem Team.

Werden diese jungen Spieler manchmal nicht etwas überfordert? Einerseits will man, dass die Mannschaft mehr kämpft, dass sich der Adrenalinspiegel immer im Maximalbereich bewegt, andererseits schreien die Medien auf, wenn ein so unter größter Spannung stehender Spieler – ich denke jetzt an Kunde Malong – dem Trainer bei der Auswechslung den Handschlag verweigert?
Sicherlich gab es auf diese Geschichte einige Reaktionen in der Presse. Die Spieler wissen aber ganz genau, dass Profifußball ein öffentlichkeitswirksames Geschäft ist. Sie haben Vorbildfunktion. Wer das nicht beachtet muss mit Konsequenzen rechnen. Kunde hat das auch völlig eingesehen und sich unmittelbar danach bei mir entschuldigt.

In der Winterpause wurde das Sanktionsverhalten der Schiedsrichter verschärft. Es hagelt gelbe und rote Karten – auch gegen Torleute, die sich vor einem Elfmeter bewegen und Trainer, die einen gegnerischen Spieler beruhigen wollen. Ist das der richtige Weg?
Grundsätzlich Ja. Ich glaube auch, dass sich das Verhalten der Spieler auf dem Platz durch die neue Regelauslegung schon verändert hat. Sie sind weniger aggressiv. Andererseits halte ich den Zeitpunkt für nicht ideal – man kann nicht mitten in der Saison plötzlich neue Richtlinien aufstellen. Das kann im Extrem-fall sogar zu einer Wettbewerbsverzerrung führen.

Und wie kommen Sie mit dem umstrittenen Video-Beweis zurecht?
Die Einrichtung halte ich grundsätzlich für gut – nicht aber die Art und Weise, wie man damit umgeht – im Sport und in den Medien. Die jetzige Form ist sicherlich noch verbesserungswürdig.

Ein anderes Thema: Sie sind jetzt schon seit einigen Wochen in Mainz. Hatten sie schon Zeit sich in der Stadt und Umgebung umzuschauen. Haben sie vielleicht schon einen Lieblingsplatz entdeckt?
Achim Beierlorzer: Nein, dazu gab es leider noch nicht ausreichend Gelegenheit. In den ersten Wochen stand erst einmal die Mannschaft im Mittelpunkt. Ich freue mich aber schon, wenn ich in den nächsten Monaten, gemeinsam mit meiner Frau, die Stadt erkunden kann. Dazu werden dann mit Sicherheit auch längere Radtouren am Rhein entlang zählen.

Können Sie denn noch unerkannt durch die Stadt gehen?
Achim Beierlorzer: Nein, ich werde schon vielerorts erkannt – aber das ist ja nichts Negatives.

Von Alaaf nach Helau – Sie sind von einer Karnevalshochburg in eine Fastnachtshochburg gewechselt. Was hält der Mainzer Trainer eigentlich vom närrischen Treiben?
Auch bei uns zu Hause in Franken gibt es Straßen- und Saalfastnacht. In Köln war ich nur außerhalb der Kampagne aktiv – also freue ich mich umso mehr auf die Mainzer Fastnacht. Es ging ja schon los: Von der Sitzung des Vereins war ich wirklich begeistert – eine ganz tolle Veranstaltung.

Man hört, dass Sie an diesem Abend einen hervorragenden Caesar abgegeben haben. Wird man den und die die Mannschaft am Rosenmontagszug sehen?
Selbstverständlich – wir sind auf dem Wagen und fahren mit. Das gehört doch einfach dazu.

Rheinhessen ist eine Weingegend. Sind Sie auch ein Weintrinker? Und haben sie schon etwas von dem berühmten Mainzer Marktfrühstück gehört?
Als Franke schätze ich natürlich einen guten Rotwein, von dem es ja auch hier viele gibt. Als ich nach Mainz kam, war die Saison des Marktfrühstücks schon abgelaufen. Man hat mir aber schon davon erzählt.

Zurück zur Bundesliga: Wie schätzen Sie die Saison ein – und wer sind für Sie die größten Überraschungen?
Es ist mit Sicherheit eine spannende Saison wie der Blick auf die Tabellenspitze und das Tabellenende zeigt. Zu den positiven Überraschungen zähle ich persönlich die Mannschaften aus Leipzig, Gladbach und Freiburg. Prognosen auf den Ausgang sind in diesem Jahr besonders schwer.

Ich frage trotzdem: Wo befinden sich die Mainzer nach dem 34. Spieltag.
Wir werden mit Sicherheit nicht absteigen.

Herr Beierlorzer, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen und der Mannschaft viel Erfolg.

| MDL

 

Mainz 05: Interview mit Sandro Schwarz




Fotowettbewerb Standard nirzar-pangarkar-798

Fotowettbewerb: Auslösen, Knipsen & Gewinnen

Sie haben Freude am Fotografieren? DER MAINZER bietet Ihnen eine Plattform, gute Fotos zu veröffentlichen. Jeden Monat zu einem anderen Thema.

Fotos Ihrer gefiederten Freunde im Winter waren im MAINZER-Fotowettbewerb im Februar gefragt (der leider nicht mehr in die gedruckte Ausgabe gepasst hat, so wenig dieser MAINZER-Fotowettbewerb). Irmi Krebühl hat eine tolle Aufnahme einer  Wacholderdrossel gemacht, die in ihrem Garten gerne die Beeren des Feuerdorns ab pickt: Platz 1. Wolfgang  Hofmann schreibt, er sei in der Gemarkung Dienheim und Ludwigshöhe unterwegs gewesen und hat uns den Buntspecht gesendet: Platz 2. „Schwanenflug  im Winter“ nennt Stephan Gläser sein Foto: Platz 3.

Herzlichen Glückwunsch. Sie können sich auf die aktuelle Ausgabe des MAINZER Restaurant- und Weinführers freuen.

 


Platz 1: Irmi Krebühl

2. Platz: W. Hoffmann


3. Platz: Stephan Gläser


Klicken Sie auf die Bilder, um diese in voller Größe zu betrachten.

Fotowettbewerb März 2020

Kochen – manche Menschen lieben es, andere mögen es gar nicht, kochen dennoch, weil es sein muss. Was kochen Sie am liebsten? Von Kaffee über Suppe und Braten bis Dessert und mehrgängigem Menü sind hier alle Fotos erlaubt! Aber nur eigene! Abgebildet werden kann sowohl das Koch-Ergebnis als auch der Koch-Prozess. Senden Sie Ihre Fotos bitte, versehen mit Angaben, was Sie wo gekocht haben an: foto@dermainzer.net.

Monat: März 2020
Motiv: Was kochen Sie am liebsten? 
Einsendeschluss: 15. März 2020

Vergessen Sie Name, Adresse und Telefonnummer nicht, damit vielleicht Sie der oder die nächste Gewinner/-in eines MAINZER Restaurant- und Weinführers 2020 sind (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen).

Die Gewinner-Fotos werden zu Beginn des kommenden Monats auf der Webseite des MAINZERs veröffentlicht. Mit Ihrer Teilnahme willigen Sie ein, dass DER MAINZER Ihren Namen auf seiner Online-Plattform sowie in den sozialen Medien veröffentlichen kann.

| SoS




Cookie Policy (US)

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Herzlichen Glückwunsch. Sie können sich auf die aktuelle Ausgabe des MAINZER Restaurant- und Weinführers freuen.

 


Platz 1: Irmi Krebühl

2. Platz: W. Hoffmann


3. Platz: Stephan Gläser


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Fotowettbewerb März 2020

Kochen – manche Menschen lieben es, andere mögen es gar nicht, kochen dennoch, weil es sein muss. Was kochen Sie am liebsten? Von Kaffee über Suppe und Braten bis Dessert und mehrgängigem Menü sind hier alle Fotos erlaubt! Aber nur eigene! Abgebildet werden kann sowohl das Koch-Ergebnis als auch der Koch-Prozess. Senden Sie Ihre Fotos bitte, versehen mit Angaben, was Sie wo gekocht haben an: foto@dermainzer.net.

Monat: März 2020
Motiv: Was kochen Sie am liebsten? 
Einsendeschluss: 15. März 2020

Vergessen Sie Name, Adresse und Telefonnummer nicht, damit vielleicht Sie der oder die nächste Gewinner/-in eines MAINZER Restaurant- und Weinführers 2020 sind (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen).

Die Gewinner-Fotos werden zu Beginn des kommenden Monats auf der Webseite des MAINZERs veröffentlicht. Mit Ihrer Teilnahme willigen Sie ein, dass DER MAINZER Ihren Namen auf seiner Online-Plattform sowie in den sozialen Medien veröffentlichen kann.

| SoS




Mogunzius Krise Outdoor-Fitness

Mogunzius & sein Mainz: Zwischen den Zeilen

Auf 48 Seiten hat die »Ampel« ihre kommunalpolitischen Ziele der nächsten vier Jahre im Koalitionsvertrag beschrieben. Die Öffentlichkeit und die Stadtrats-Opposition interessierten sich lediglich für die Randnummern 711 – 722 auf der Seite 28: »Die Koalitionsfraktionen werden durch einen Antrag im Stadtrat am 25. März 2020 die Hauptsatzung verändern und die Stelle einer ehrenamtlichen Wirtschaftsdezernentin/eines ehrenamtlichen Wirtschaftsdezernenten ausschreiben. Die Koalitionsfraktionen werden dem Oberbürgermeister für die Dezernatsverteilung vorschlagen, diesem neuen Dezernat folgende Aufgaben zuzuordnen: Wirtschaftsförderung (einschließlich Medienwirtschaft), Technologieförderung, Gesundheitswirtschaft, Gewerbeansiedlung, Leitstelle für Investoren und Gründer. Für dieses Dezernat erhält die Fraktion der FDP das Vorschlagsrecht für die Wahl einer ehrenamtlichen Dezernentin/eines ehrenamtlichen Dezernenten.«

Die erste, die sich nach Veröffentlichung der Ampel-Pläne zu Wort meldete, war Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU), die durch die rätselhafte Rathausflucht von Amtsvorgänger Christopher Sitte (FDP) mehr zufällig denn geplant den Rathaussessel eroberte. Frau Matz ist seit dem 10.12.2018 im Amt und zu erwarten wäre gewesen, dass sie neben ihrer persönlichen Betroffenheit auf die Projekte verweist, die sie in 14 Monaten auf den Weg gebracht hat und die durch den geplanten Wechsel vielleicht gefährdet sein könnten. Aber Fehlanzeige.

Es dauerte einige Zeit, dann räusperte sich die Industrie- und Handelskammer, die Interessensvertretung der Mainzer Wirtschaft. Ein ehrenamtlicher Wirtschaftsdezernent wäre nicht das, was die Mainzer Unternehmen brauchen. Auch an dieser Stelle lohnt es sich zwischen den Zeilen zu lesen: Kein Wort zu den Leistungen von Frau Matz, keine lobende Erwähnung der Zusammenarbeit. Ich prophezeie, es wird nicht mehr sehr lange dauern, bis sich »die Wirtschaft«, kritisch mit der derzeitigen Besetzung des Dezernats auseinandersetzen wird. Die FDP mit ihrem Vorsitzenden David Dietz versuchte umzusetzen, was sie seit der Ära Jockel Fuchs bei Koalitionsverhandlungen hervorragend beherrscht: sich auf die eigene Personalpolitik zu konzentrieren. Was dieses Mal furchtbar schief ging. Richtig unangenehm dabei, dass sich Dietz für den Posten geeignet hielt, die Parteibasis jedoch nicht gleicher Meinung war.

Der Vorschlag von Rainer Brüderle, ein FDP-Fraktionsmitglied ehrenamtlich in den Stadtvorstand zu entsenden, ist auch sehr seltsam: Dietz wird und will nicht mehr, Frau Willius-Senzer ist Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag, kann und wird sich das nicht antun, Walter Koppius hat bereits bei den Kommunalwahlen angekündigt, dass er sich zurückziehen will. Es bleibt also Dr. Wolfgang Klee, pensionierter Hautarzt – wetten, er würde sofort ja sagen, wenn ihn jemand fragen würde? Tut aber keiner. 28

| Mogunzius

 

Mogunzius & sein Mainz: Was macht eigentlich…?




Weltfrauentag

Spitzfindig: Och nee, muss das sein?

Aber sicher doch! Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern beträgt noch immer 21 Prozent. Das ist doch ungerecht! Außerdem ist am 8. März 2020 Weltfrauentag.

Das Schöne am Weltfrauentag, ist die Vielfalt. »Frauenthemen« kommen in unterschiedlichen Gewändern daher, es soll Freude machen, sich mit der Geschlechtergerechtigkeit zu beschäftigen. Was in Mainz los ist? Lesen Sie selbst.

Die GRÜNE Landtagsfraktion und ihre frauenpolitische Sprecherin Jutta Blatzheim-Roegler laden schon am Mittwoch, 4. März 2020, ab 18 Uhr ins Institut Français zur Diskussionsveranstaltung mit Lesung unter dem Motto »Starke Frauen« ein. Im Mittelpunkt steht an diesem Abend das Thema Selbstbestimmung der Frau. Es diskutieren die Schriftstellerin Jagoda Marinić und Anne Spiegel, rheinland-pfälzische Frauenministerin. Marinić neuestes Werk »Sheroes. Neue Held*innen braucht das Land« ist ein Kommentar der deutschen MeToo-Bewegung und zugleich ein Plädoyer für neue, starke und zugleich menschliche Vorbilder.

Am 8. März 2020 von 14-16 Uhr ist Mainz von seiner weiblichen Seite zu erleben: »Mainzer Frauen« lautet der Titel der Führung von Geographie für Alle, die an der Brücke am Winterhafen startet. Vorgestellt werden berühmte Schriftstellerinnen, Politikerinnen und frühe Frauenrechtlerinnen aber auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie z.B. die erste deutsche Polizistin und Streetworkerin. Handfeste Skandalgeschichten ergänzen den Blick auf das Frauenbild und das alltägliche Leben der Mainzerinnen. Es soll ein »unterhaltsamer Rundgang mit Überraschungen für alle Geschlechter« werden.

Zwei Tage später, am 10. März 2020 um 18.30 Uhr eröffnen Christiane Schauder, Ana Sladetić und Sandra Heinz ihre Ausstellung »Rencontre / Begegnung_eine Synopse« im Haus Burgund. Sandra Heinz (Mainz) wurde 2018 für das Aufenthaltsstipendium in der Königlichen Saline in Arc-et-Senans (Burgund-Franche-Comté) ausgewählt. Sie lud im Rahmen ihres Aufenthalts in der rheinland-pfälzischen Partnerregion die Künstlerinnen Christiane Schauder (Mainz) und Ana Sladetić (Zagreb) zu einem Austausch von Zeitungsfotos ein, der Mainz mit seinen Partnerstädten Dijon und Zagreb verband. Jeden Tag im Oktober 2018 schickte Heinz ein Foto aus der Tageszeitung Le Bien Public (Dijon) an Schauder und Sladetić und erhielt im Gegenzug täglich je ein Foto aus den Tageszeitungen von Mainz und Zagreb. Wie unterschiedlich sich die drei Künstlerinnen dem Thema jeweils nähern, zeigen sie in der Ausstellung.

Ein Thema, das schwer amüsant zu verpacken ist, betrifft die (in Deutschland) nicht sinken wollende Lohnlücke. Dieses Jahr ist der Equal Pay Day am 17. März, das Schwerpunktthema der Kampagne heißt »Auf Augenhöhe verhandeln – WIR SIND BEREIT.«

| SoS

Infos und praktische Tipps gibt es im EPD-Journal (aus dem
das Foto oben stammt): www.equalpayday.de/startseite



Verkehrszeichen

Verkehrszeichen: Regelverletzungen

Verkehrszeichen, die niemand sieht oder versteht, geringer Kontrolldruck, Bußgelder, die nicht wehtun: Was tun?

Es ist die Regel, nicht die Ausnahme. Der Platz zwischen Kötherhofstraße und Große Langgasse, der offiziell Anfang März als Maria Einsmann-Platz benannt wird, steht voll. Mit Fahrzeugen. Die hier parken. Was grundsätzlich verboten ist, denn es handelt sich um einen verkehrsberuhigten Bereich, der über entsprechende Beschilderung so ausgewiesen wird.

Geahndet wird dieses Vergehen, sofern es »entdeckt« wird, mit 10 Euro. Bald wird es teurer: Der Bereich wird als Fußgängerzone ausgewiesen, dann wird bei verbotswidrigem Parken umgehend abgeschleppt und zu den Abschleppkosten kommen noch die Kosten für das ordnungswidrige Parken in der Fußgängerzone in Höhe von 30 Euro hinzu. Ob das als »erzieherische Maßnahme« Wirkung zeigt und die Menschen davon abhält, ihr Fahrzeug »eben mal schnell« auf dem Platz zu parken und um die Ecke einzukaufen? Es ist deutlich geringer geworden. Das Verkehrsaufkommen in der Bushaltestelle Höfchen. Seit Juni 2018 hat DER MAINZER in acht Artikeln die verbotswidrige Durchfahrt thematisiert. Laut Verkehrszeichen ist die Durchfahrt einzig und allein Bussen und Taxen erlaubt. So lange die Große Langgasse nur in einer Fahrtrichtung befahrbar war, wurde die Fußgängerzone Ludwigsstraße samt der Bushaltestelle Höfchen als Ausweichstrecke benutzt. Das Thema, Verkehrskontrollen in den Mainzer Fußgängerzonen, mag niemand. Die Kommune weist eine Fußgängerzone aus, verbietet die Durchfahrt einer Bushaltestelle – und eine Landesbehörde, die Polizei soll kontrollieren, ob das eingehalten wird. In Zeiten, in denen alle, die von Staatswegen irgendetwas kontrollieren sollen, alle Hände voll zu tun haben, ist das besonders schwierig.

Es gibt keine Ausnahmegenehmigung!

Täglich fahren Dutzende, wenn nicht Hunderte von Fahrradfahrer/-innen durch die Bushaltestelle. Alle, ausnahmslos, verstoßen gegen die Straßenverkehrsordnung, was mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet werden könnte. Ebenso alle Fahrzeuge, die nicht Bus oder Taxi sind oder Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Zum wiederholten Male bestätigte die Mainzer Pressestelle dem MAINZER: es gibt für die Durchfahrt der Bushaltestelle Höfchen keine Ausnahmegenehmigung. Keine. Einzige.

Der Geschäftsführer von Kastelplast antwortete auf die Frage, mit welcher Berechtigung ein Fahrzeug seines Unternehmens durch die Bushaltestelle Höfchen fährt: Selbstverständlich würde sich sein Unternehmen an die Verkehrsregeln halten und es lägen alle erforderlichen Genehmigungen vor. Von der Stadt Mainz kann diese Genehmigung nicht sein. Die Frage, wie der Kastelplast-Geschäftsführer sicherstellt, dass sich die Fahrer des Unternehmens an die »nötigen Vorschriften« halten und dass »der Lieferverkehr rechtskonform« ausgeführt wird, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
Dieter Hanspach, Vorsitzender der Mainzer Tafel e.V. weiß, dass die Fahrzeuge des Vereins, der Nahrungsmittel abholt, um sie kostenlos im Laden in der Heidelbergerfaßgasse abzugeben, keine Berechtigung haben, durch die Bushaltestelle Höfchen zu fahren. Es geschieht dennoch, was in der Eigenverantwortung der Fahrer liegt. Die, das stellt der Vereinsvorsitzende klar, von ihm daran erinnert werden, dass auch sie sich an Verkehrsregeln zu halten haben.

Vorbilder sind gefragt

Würden die Vorgesetzten in den stadtnahen Unternehmen, von Mainzer Stadtwerke bis Wirtschaftsbetrieb ihren Mitarbeitenden erklären, dass auch sie sich an Verkehrsregeln zu halten haben und diese Bushaltestelle nur durchfahren dürfen, wenn sie »im Einsatz« sind, würden die Vorgesetzten der Hilfsorganisationen ihren Mitarbeitenden erklären, dass Einkaufen in der Fußgängerzone kein Einsatz ist, hätten die Busfahrer/-innen in der Bushaltestelle mehr Platz und die Fahrgäste könnten sicherer den Bussteig wechseln.

| SoS

 

Große Langgasse: Das Miteinander will gelernt sein




Mode by Winter's

MODE by Winter’s: We love Purity

Unter diesem Motto steht die diesjährige Modenschau Frühling/Sommer 2020 bei »MODE by Winter’s« in der Oppenheimer Straße 5 in Nieder-Olm. Entdecken Sie cleane, moderne Looks, die Leichtigkeit aber dennoch feminine Eleganz ausstrahlen. Das Team von MODE by Winter’s freut sich auf Sie und die Modenschau am Donnerstag, den 12. März 2020 um 19 Uhr. Sie sind herzlich dazu eingeladen. Wie immer wird um telefonische Anmeldung unter 06136-3462 gebeten.

MODE by Winter’s
Oppenheimer Straße 5
55268 Nieder-Olm
Tel. 06136-3462



Internationaler Frauentag - Cardabela

Cardabela: Ausstellung zum Internationalen Frauentag

Der Cardabela Buchladen in der Neustadt ist ein Garant für gute Bücher und ein Raum für aufregende Kunst. Im Rahmen des Internationalen Frauentags eröffnen hier die beiden Künstlerinnen Eymard Toledo und Juliane Tenner am 7. März 2020 um 17 Uhr ihre Ausstellung »Sie – Ela. Bilder von Frauen«. Ein Teil des Verkaufserlöses der Bilder geht an das Frauenhaus Casa Tina Martins in Brasilien.

Die Ausstellung ist bis zum 27. März 2020 zu den üblichen Ladenöffnungszeiten (Mo-Fr 10–18:30 Uhr / Sa 10–13 Uhr) zu sehen. Hier gibt es auch die kunstvoll gestalteten Bilderbücher Toledos direkt zum Mitnehmen.

 

cardabela-logo

Cardabela-Buchladen
Frauenlobstr. 40
Tel. 614174
www.cardabela.de



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Mainzer Fastnachtsmuseum: Närrische Fachliteratur

Im Mainzer Fastnachtsmuseum ist das närrische Treiben »im Saal un uff de Gass« bekanntlich das ganze Jahr über zu bestaunen. Außerdem finden Sie im Museums-Shop u.a. »närrische Fachliteratur«, denn der Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e.V. – als Träger des Museums – hat zahlreiche fastnachtliche Publikationen herausgegeben. Es lohnt sich also, das Mainzer Fastnachtsmuseum im Proviant-Magazin (Westeingang) zu besuchen, um in die bunte Welt der »Fassenacht« einzutauchen und sich
mit »närrischem Lesestoff« zu versorgen.

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 11- 17 Uhr.

 

Mainzer Fastnachtsmuseum Logo rot

Mainzer Fastnachtsmuseum
Neue Universitätsstraße 2
55116 Mainz

Tel. 06131 1444071
www.mainzer-fastnachtsmuseum.de



Reich oder verschuldet durch Erbschaft?

»Reich durch Erbschaft« oder »Deutsche vererben bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr«, so lauten immer wieder die Überschriften rund um das Thema Erbrecht. Doch was, wenn die Erbschaft einmal nicht aus einem schönen Einfamilienhaus nebst erfreulichem Bankdepot besteht, sondern ein Schuldenberg zu erwarten ist oder man schlicht nicht Erbe des Verstorbenen sein möchte?

In Deutschland gilt: Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über; § 1922 Abs. 1 BGB. Man spricht insoweit auch von einem »Vonselbsterwerb« oder dem Grundsatz der Universalsukzession.

Wer bestimmt die Erben?

Wer Erbe wird, bestimmen allein der Verstorbene (Erblasser) durch eigene Verfügung von Todes wegen (Testament, Erbvertrag) oder für den Fall des Fehlens einer individuellen Regelung das Gesetz, nicht jedoch die Hinterbliebenen. Hierbei macht es auch keinen Unterschied, ob der Nachlass werthaltig oder überschuldet ist, weshalb aufgrund der möglichen Haftung mit dem Eigenvermögen für die Nachlassschulden besondere Eile beim Informieren über die Zusammensetzung der Erbschaft geboten ist. Der Gesetzgeber setzt hierfür einen engen Zeitrahmen: Wird man als Erbe berufen und möchte gleichwohl nicht Erbe sein, muss die Erbschaft innerhalb von 6 Wochen ab Kenntnis des Anfalls und des Grundes der Berufung aktiv durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht ausgeschlagen werden. Diese Frist verlängert sich auf 6 Monate, wenn der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei Beginn der Frist im Ausland aufhielt.

Catharina Hempler - KPA Rechtsanwälte

Catharina Hempler (KPA Rechtsanwälte)

In der Praxis ist die 6-wöchige Regelausschlagungsfrist oft zu kurz, um sich ein umfassendes Bild vom Nachlass zu verschaffen. Ist zu befürchten, dass der Nachlass insgesamt überschuldet ist, ist die Ausschlagung der Erbschaft zwar der einfachste und sicherste Weg sich von einer drohenden Haftung mit dem eigenen Vermögen zu befreien. Gleichwohl existieren neben der Ausschlagung auch weitere juristische Instrumente, die eine Haftungsbeschränkung hinsichtlich des Eigenvermögens ermöglichen und hierbei die Erbenstellung erhalten. Daher sollte der Weg der Ausschlagung auch nicht voreilig gewählt werden. Es zeigt sich immer wieder, dass scheinbar überschuldete Nachlässe durchaus noch verborgene Werte enthalten können und umgekehrt die vorhandene Villa oder der Porsche noch keine Auskunft darüber geben, ob die Werte auch unbelastet und damit letztlich werthaltig sind. Dahingehenden Unsicherheiten kann der Erblasser vorgreifen, indem er seinen Nachlass bereits zu Lebzeiten aufarbeitet und strukturiert, sodass er für seine Erben schneller einzuschätzen ist. Gerne beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten.

 

 

 

 

Fachkundiger Rat zur Lebenszeit

 




Caffè Stivale: Wir feiern Geburtstag

Am 27. und 28. März 2020 feiert das Caffè Stivale in der Augustinerstraße seinen 5. Geburtstag. Gemeinsam mit ihrem Team hat sich Katharina Stiefel ein paar nette Überraschungen ausgedacht. Das Caffè erfreut sich einer großen Stammkundschaft, aber auch Touristen schätzen den leckeren Espresso und den Cappuccino – der mit einer  Bio-Frischmilch und Latte Art gegossen wird. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit – die saiso­nalen Kaffeespezialitäten bieten immer wieder  ein neues Geschmackserlebnis.

Daneben gibt es »im Stivale« auch ein aus­gesuchtes Angebot an Artikeln »rund um die Bohne«.

 

Logo Stivale

Caffè Stivale
Augustinerstrasse 46
Tel. 2147212
www.caffestivale.de
Facebook: Caffè



E-Bike »COBOC«

Die Radgeber: Rekord – E-Bike, Tiefer Einstieg, 17,5 kg

Mit dem SEVEN Kallio Comfort schlägt unsere Leichtbaumarke »COBOC« ein neues Kapitel auf. Wie schon das rekordverdächtige 10,8 kg leichte eCycle einer bis dato schweren Radgattung Dynamik und Leichtigkeit einhauchte, so konsequent setzt das SEVEN Kallio diese Philosophie fort und dabei neue Maßstäbe.

Ein vollausgestatteter Tiefeinsteiger mit Gepäckträger, Federgabel & Licht von nur 17,5 kg, der alle Bedürfnisse des täglichen Einsatzes bedient, gleichermaßen Damen und Herren 28pricht, und nicht schwerer als ein Trekkingbike ohne E-Antrieb ist, dass ist sensationell!

Jetzt probeheben (und gerne auch fahren) bei »die Radgeber« am Karmeliterplatz, Christofsstraße 5 in Mainz.

radgeber-logo

 

Die Radgeber
Christofsstraße 5
55116 Mainz
Tel. 06131 372444
www.die-radgeber.de

 

 




Fascinator

Huthaus Streibich: Fascinator

Zu den Mode-Hits in diesem Jahr zählt der Fascinator, eine Kopfbedeckung, bei der die Optik im Vordergrund steht. Er ist ein Gesteck, oft nur ein Hauch aus fließenden und transparenten Stoffen, geschmückt mit Feder, Perlen oder Pailletten und wird unauffällig am Haar befestigt. Bekannt wurde er durch die Damen der europäischen Königshäuser. Der Fascinator ist kein Beiwerk, sondern spielt im Gesamtoutfit die Hauptrolle. Familie Ehrhard freut sich, Sie in ihrem Fachgeschäft persönlich beraten zu können.

 

Huthaus Streibich
Flachsmarktstr. 34
555116 Mainz
Tel. 06131-223930
www.huthaus-streibich.de

 

Huthaus Streibich: Caridei – Lederhandschuhe




Jacken von Milestone

Monsieur C.O. Reuter: Westen und Jacken von Milestone

Bei monsieur in der Ludwigsstraße finden Sie immer neue Inspirationen für die Herren. Dieses Mal im Fokus sind Westen und Jacken von Milestone. Milestone ist eine deutsche Firma: Solide mit einer Premium-Verarbeitung, frischen Farben und trotzdem nicht zu abgehoben. Die Jacken und Westen sind mit angenehm wärmenden Multifill gefüllt.

Direkt neben Isolde Sorsberg präsentiert »State of Art« die neue Kollektion. Die holländische Firma hat einen festen Platz bei monsieur – wunderschöne Muster und ausgewogene Farbstellungen freuen den Kunden. Wer rechtzeitig kommt, der hat diese große Auswahl.

 

Monsieur-Logo

Monsieur C.O. Reuter
Gutenbergplatz 2
55116 Mainz
Tel. 06131 238844
www.reuters-fashion.de/reuter/monsieur

 

Monsieur C.O. Reuter: Geschenke, die passen




Fisch aus Waldems - Fisch Jackob

Fisch Jackob: Warum denn in die Ferne Schweifen…

Gernot Grundmann empfiehlt Fische aus dem direkten Umland. Saiblinge und Forellen aus Waldems im Taunus. Die kurzen Lieferwege sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern versprechen auch tagesaktuelle Frische. Sie sind mild, besonders fein, so gut wie fettfrei und sie sind gesund. Eigentlich könnte man die auch roh essen, aber auch die klassischen Zubereitungsarten wie Forelle blau (gedämpft) oder Müllerin (bemehlt und gebraten) sind immer wieder eine gesunde und schmackhafte Delikatesse.

Fisch Jackob
Fischtorstraße 7
55116 Mainz
Tel. 06131 23 17 16
www.fischjackob.de



Alsheimer Saiblingstatar

Alsheimer Saiblingstatar

mit Pumpernickel, Crème frâiche und Kaviar

Für das Eis die Sahne, Milch, Sahnemeerrettich und den geriebenen Pumpernickel einmal kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Das Eigelb in die warme Masse einrühren und zur Rose ziehen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken und in einer Eismaschine gefrieren lassen.

Für die Deko die Hälfte der Pumpernickelrollen im Ofen trocknen und fein mörsern und 4 Teel. Crème frâiche zu Seite nehmen.

Den Saibling sauber putzen und die Haut und Gräten vom Fleisch entfernen. Das Fleisch in Würfel schneiden und mit den gesamten Zutaten mit einer Gabel verrühren und abschmecken.

Den Kräutersalat mit einer Vinaigrette marinieren und auf dem Saiblingstatar anrichten. Die Pumpernickelrollen mit Crème frâiche und Kaviar nappieren. Eine Nocke Pumpernickeleis ausstechen und alles zusammen anrichten.

Guten Appetit wünscht Kai Pfadenhauer!

 

Zutaten

Pumpernickeleis:
70 ml Sahne
70 ml Milch
40 g geriebenen Pumpernickel
½ El Sahnemeerrettich
1 Eigelb
Salz, Pfeffer,
eine Prise Zucker

Saiblinstatar:
1 geräucherter Saibling ca. 400 g
200 g Crème frâiche
1 Bund fein
geschnittener Schnittlauch
¼ Zitrone
Salz, Pfeffer

Deko zum Anrichten:
8 Scheiben aus der
Pumper­nickel­rolle
4 TL Saiblingskaviar
Kräutersalat
Vinaigrette