Vincent Doddemas Soloabend feiert Premiere!

Mit dem Job ist es aus, mit der Freundin auch, ein Neustart scheint weit und breit nicht in Sicht. Bestimmte Abschnitte im Leben als Krise zu bezeichnen, hat auch immer etwas Anmaßendes, denkt Vincent Doddema. Irgendetwas wispert immer: »Nee, das stimmt ja nicht oder nicht so richtig oder nur so halb.« Auf der Suche nach den Ursprüngen seiner eigenen Sprachlosigkeit hat Staatstheater-Ensemblemitglied Vincent Doddema zunächst lediglich einige alte Lieder sowie eine gute Portion Selbstspott im Gepäck.

Aber im Laufe der Zeit stößt er nicht nur auf Gestalten wie Karl Marx, Michel Foucault oder Pierre Bourdieu, sondern auch auf Figuren seiner Vergangenheit: seinen Großonkel, der seinem Vater Das Kapital schenkte, die niederländisch-calvinistische Großmutter oder seinen deutschen Großvater, dessen rechtes Auge an der Ostfront verblieben war. Am 13. Februar feiert Vincent Doddema mit seinem Abend »Was denn da fehlt oder Wie ich im Datingportal Foucault kennen lernte« Premiere in der Filiale. Ein Abend, für den er selbst den Text schreibt, Regie führt und an dem er selber auf der Bühne steht. Für diese große Aufgabe hat er sich Willem de Wolf als Coach an die Seite geholt. Mit ihm hat er in Mainz bereits bei ForsterHuberHeyne gemeinsam auf der Bühne gestanden und ist durch Belgien und die Niederlande getourt.

Vincent Doddema wurde 1980 geboren und wuchs in Dortmund und Rotterdam auf. Schon während seiner Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg sammelte er erste Erfahrungen in Film und Fernsehen und spielte unter anderem am Hans Otto Theater Potsdam. Nach seinem Abschluss 2006 wechselte er an das Oldenburgische Staatstheater, wo er u.a. eine Rolle in Crash und den Hamlet und den Ödipus spielte sowie eigene Arbeiten entwickelte. 2013 war er Teil des Archiv des Unvollständigen (Regie: Thom Luz). Nach einigen Gastspielen am Theater Heidelberg und am Staatstheater Mainz ist Vincent Doddema seit der Spielzeit 2016/2017 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz. Dort war er unter anderem in Monty Python’s Spamalot, in Philoktet sowie in Traurige Zauberer von Thom Luz, das zum Theatertreffen 2017 in Berlin eingeladen wurde, zu sehen.

Aktuell kann man Vincet Doddema auch als Leo Bloom in The Producers, in LJOD – Das Eis – Die Trilogie, Kleiner Mann – was nun? Und in Dinge, die ich sicher weiß erleben.

Was denn da fehlt oder Wie ich im Datingportal Foucault kennen lernte (UA)
Premiere 13.2., weitere Vorstellungen 17.2. und 1.3.2020.

Weitere Informationen unter: www.staatstheater-mainz.de
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