Eine Ausstellung über Mainz als Zentrum der frühen deutschen Luftfahrt und ein Film über Eduard Zuckmayer: zwei Anlässe, das Stadthistorische Museum zu besuchen.

Die Sonderausstellung «Ballone – Luftschiffe – Flugmaschinen. Die Geschichte der Luftfahrt in Mainz bis 1914» will die heute fast vergessene Geschichte von Mainz als ein Zentrum der frühen deutschen Luftfahrt in Erinnerung rufen. In Kooperation mit dem Luftfahrtverein Mainz e.V. erinnert das Stadthistorische Museum in der Ausstellung z.B. an berühmte Personen wie den Mainzer Ingenieur und Erfinder Paul Haenlein, an Anthony Fokker, einen der damals berühmten Piloten und an Jacob Goedecker, der 1912 die Produktion und den Sitz seiner Flugmaschinenwerke nach Gonsenheim verlegte.

Die Ausstellung ist bis zum Sommer 2020 zu sehen. Öffnungszeiten des Museums: siehe Webseite.

Einem gänzlich anderen Thema widmet sich der Dokumentarfilm von Barbara Trottnow: «Eduard Zuckmayer. Ein Musiker in der Türkei», der am 29. Oktober 2019 um 18 Uhr, im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Mainz im Stadthistorischen
Museum gezeigt wird (Eintritt frei).

Eduard Zuck­mayer, als älterer Bruder des Schriftstellers Carl Zuckmayer, 1890 in Nackenheim geboren, begann eine erfolgreiche Karriere als Pianist, verlagerte aber schon in Deutschland seinen Schwerpunkt auf die Musikpädagogik. 1936 emigrierte er in die Türkei, weil die Nazis ihm Berufsverbot erteilt hatten. Auf Wunsch von Atatürk baute er in Ankara die Musikausbildung auf. Er blieb bis zu seinem Tod 1972 und ist in der Türkei noch heute ein bekannter und geschätzter Mann. Der Film sucht nach den Spuren, die er dort hinterlassen hat.

| SoS

Textquellen, Infos und Karten:
www.stadtmuseum-mainz.de
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