Sie haben Konjunktur, auch und besonders unter jüngeren Leuten: Torten. Es gibt sie in so vielen Varianten, dass die Auswahl zu einer Tortur werden kann. Oder Sie lassen sich von den Ergebnissen des MAINZER-Tortentests inspirieren.

Schwarzwälder Kirschtorte, Käsesahnetorte, Sachertorte, Nuss- und Schokoladentorte, sie gehören in jeder guten Konditorei und in jedem angesagten Café zum Standardangebot. Längst aber stehen an ihrer Seite Kreationen mit fantasievollen Namen und ebensolchen Inhalten. Käse und Joghurt statt Sahne, Kekse statt Bisquit, Maracuja statt Kirschen, Torten für Diabetiker/-innen oder Verganer/-innen haben Einzug in die Tortentheken gehalten. Allen Torten gemeinsam ist ihre Vielschichtigkeit: Torte wird das Gebäck genannt, das aus mehreren horizontalen Schichten besteht, gefüllt mit Cremeartigem und / oder mit Früchten.

So wie die Namen und Inhaltsstoffe sich wandelten, wandelten sich die Lokale, in denen Torten angeboten werden: Sie finden sich auch auf den Speisenkarten von Restaurants und Bistros. Hausgemacht sind sie aber nicht überall, nachzufragen lohnt sich.

 

Die neun Torten

Platz 1
Herrentorte  3,20 €/Stück
Café Raab, Kapellenstr. 31

Platz 2
Passionsfrucht-Mango  4,20 € pro Stück
auf weißem Schokoladenkecks-Boden
Le Tosh, Augustinerstr. 29

Platz 3
Spanische Vanille  3,50 € pro Stück
mit gekochter Bourbon-Vanillecreme, Schokoladen­perlen und Marzipan
Café Blum, Kötherhofstraße 1-3

Schwarzwälder Kirschtorte  3,10 € pro Stück
Café am Frauenlobplatz, Forsterstr. 23

Wallnussahne  3,40 € pro Stück
Café Dinges, Mailandsgasse 2

Champagner Schokomousse Torte
2,90 € pro Stück
Dom-Café, Markt 12-15

Schokoladensahne  2,80 € pro Stück
Café Gerster, Klarastr. 19

Prinzregententorte  2,80 € pro Stück
Café Nolda, Breite Str. 13

Nutella Cheese Cake  3,80 € pro Stück
Dicke Lilly, gutes Kind, Breidenbacherstr. 9

Vielseitiges Ambiente

Vielseitig wie die Tortenkreationen ist auch die Umgebung, in der sie dargereicht werden. Zwischen dem Interieur des Dom-Cafés und dem Ambiente von »Dicke Lilly, gutes Kind« scheinen Welten zu liegen. Gemeinsam ist beiden – ähnlich wie einer Vielzahl vergleichbarer Lokalitäten – die Qualität. Und die lässt sich schmecken. Davon ist DER MAINZER überzeugt und belegt es seit Jahren in denmonatlichen MAINZER-Restauranttests sowie den MAINZER-Geschmackstests: von der berühmten Mainzer Fleischwurst, über die Bratwurst bis zum Speiseeis. Nun also Torten. Gekauft haben wir, ohne den Zweck zu verraten, neun unterschiedliche Torten, die von neun Testpersonen verkosten wurden, um herauszufinden, welches ist die beste Torte in Mainz. Zweimal neun: das ist Zufall.

Mini-Torten-Stückchen

Die Herren und die beiden Damen, die an einem sonnigen Frühlingsnachmittag am großen Konferenztisch in der MAINZER-Redaktion Platz nahmen, schienen skeptisch, ob ihre Mägen tatsächlich neun Tortenstücke verkraften würden. Als sie die Mini-Tortenstückchen erblickten, in die wir die Torten portioniert hatten, waren sie sichtlich erleichtert. Begleitet von manch verzücktem Blick, einigen HHHMMs und OHHHs widmeten sie sich konzentriert der Aufgabe, Geschmack, Frische und Aussehen der »Törtchen« zu erfassen und zu bewerten.

Testbögen und Schulnoten

Anhand der Gesichtsausdrücke und Wohllaute zu erkennen, wem welche Tote am besten gefiel und schmeckte, war allerdings unmöglich – was uns nicht sonderlich überraschte. Es bedarf einer fundierten Grundlage, um Restaurants und Nahrungsmittel zu testen. Ein Hilfsmittel sind Testbögen, auf denen jede Test-Kategorie für jedes Tortenstück mit Schulnoten zu bewerten ist: von 1 – 5, von sehr gut bis mangelhaft. Eine Torte, die »ungenügend«, also mit der Note 6 zu bewerten wäre, würden wir den Testerinnen und Testern erst gar nicht vorsetzen.

| SoS

 

Die Torten-Jury

 

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