Der Rheinterrassenweg von Worms nach Mainz hat seine Fans unter Wander- und Weinfreunden gefunden. Voraussichtlich 2019 wird er »verlängert«: von Mainz über Ingelheim nach Bingen.

2014 eingeweiht leitet die bislang letzte Etappe des 60 km langen Wanderweges aus Richtung Worms kommend von Bodenheim über den Volkspark bis zum Bahnhof Römisches Theater in Mainz. Die Anbindung an öffentliche Verkehrssysteme ist eines der Markenzeichen des Rheinterrassenweges. So sind Tagesetappen genauso wie Mehrtagestouren leichter zu planen. Zumal am Wegesrand Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten locken.
Durch den »Kleinen Mainzer Höhenweg« lässt sich der Rheinterrassenweg schon jetzt problemlos um Mainz herum bis kurz vor Heidesheim verlängern. Auf diesem Teilstück leitet das Edelweiß die Wandernden. Nahe Heidesheim greift das nun in Planung befindliche Teilstück Mainz-Bingen das bestehende Wegenetz auf. Wandernde sollen, voraussichtlich ab 2019, an den »7 Weihern« und der »Rheingoldruhe« bei Heidesheim vorbei, nach Wackernheim gelangen. Von dort geht es auf Weinlehrpfaden weiter nach Ingelheim. Über den Jakobsberg bei Ockenheim und den Binger Rochusberg erreichen sie schließlich Bingen, wo sich der Rheinterrassenweg nahtlos an den Rheinburgenweg anschließt.

Das Edelweiß führt zu den »7 Weihern«

Um diesen »Lückenschluss« Mainz-Bingen kümmert sich der Landkreis Mainz-Bingen. Den Kommunen im Kreis, die entlang des rund 36 Kilometer langen Teilstückes von Mainz nach Bingen liegen, wurden die entsprechenden Pläne im April 2018 vorgestellt. Konkretisiert werden nun die vorhandene Routen, die Zuwege in die Ortschaften beschildert und Wegetafeln aufgestellt. Nebenbei müssen für diese Aufgaben noch Sponsoren und Wegepaten gefunden werden. Zuständig für die Planung und Konkretisierung ist in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen Ralph Heinrichs – er empfiehlt der geneigten Autorin, die künftige Anbindung über die »7 Weiher« und die »Rheingoldruhe« auszuprobieren. Dank der Streckenbeschreibungen des Kleinen Mainzer Höhenweges und der guten »Edelweiß«-Markierung, ist das kein Problem.
Als Einstieg wähle ich den Abschnitt Finthen. Durch die Obstplantagen geht es mit herrlichem Blick auf das Rhein­gaugebirge hinab zu den »7 Weihern«: idyllisch-verwunschen präsentiert sich diese Teich-Landschaft (siehe Foto). Wobei es sind nur fünf Weiher, die in aufwändiger Arbeit wieder hergestellt wurden (und dem Anschein nach leider allmählich wieder zu versumpfen drohen).

Lichtung mit Biergarten

Das monotone Rauschen der nahegelegenen Autobahn lässt sich nach kurzer Zeit in Einklang bringen mit den vielfachen Waldgeräuschen. Hinter den »7 Weihern« weist die Abzweigung »Rheingoldruhe« einen schmalen Pfad entlang bis zu einer großen Lichtung – hier steht das Vereinsheim des »Wander- und Lennebergverein Rheingold«. Das Gelände mit dem großen, unter schattigen Bäumen gelegenen Biergarten ist einfach wunderschön, es wirkt wie aus der Zeit gefallen. Samstags und sonntags ist ab 10 Uhr der Kiosk geöffnet.
| SoS

www.rheinhessen.de/rheinterrassenweg
www.rheinhessen.de/kleiner-mainzer-hoehenweg-3
www.lennebergverein.de
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