Ihr Stück »Fall Seven Times«, in der vergangenen Spielzeit als zweiter Teil des tanzmainz-Programms »Magma« gezeigt, war der Überraschungserfolg schlechthin. Das Choreografenpaar Guy Nader und Maria Campos traf mit seiner bis an die Grenzen des Machbaren gehenden, atemberaubenden Arbeit den Nerv des Mainzer Publikums. Aber nicht nur den: Im November wurde die Choreografie mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. Und dies, obwohl »Fall Seven Times« sowohl ihre erste Arbeit mit einem größeren Ensemble außerhalb der freien Szene als auch ihre erste Arbeit in Deutschland war.

In ihrer neuen Kreation »Impetus«, begleitet vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz unter der Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer, entwickeln sie ihre unvergleichliche Handschrift mit der großen Besetzung von 18 Tänzer*innen weiter. Die musikalische Grundlage bilden Werke von John Adams, Jurgis Juozapaitis, Antanas Rekasius und Antonio Vivaldi. Damit stellen sich Guy Nader und Maria Campos erstmals der Herausforderung, ihre äußerste Präzision verlangende Choreografie mit einem live musizierenden Orchester zu verbinden.

Die Tänzerinnen und Tänzer benutzen viele Techniken aus dem Contact Dance und dem Partnering. Das Gewicht der Partner*innen zu teilen, zu empfangen und weiterzugeben, macht die Schwerkraft sichtbar. Und nicht zu vergessen, die Flächen: Bühnenboden, Rücken der Partner oder deren tragende Hände. Erst durch diese »Banden« wird das dreidimensionale Spiel der Körper möglich. Das zuweilen riskante Bewegungsmaterial erfordert von den Tänzer*innen absolute Konzentration. Durch Körperbeherrschung und gemeinsames Handeln nimmt das Kollektiv das Spiel mit den Kräften der Natur auf. So entstehen spannungsreiche Bilder von Harmonie und Leichtigkeit am Rande des Abgrunds.

»Impetus« von Guy Nader und Maria Campos
ab 24. Februar im Großen Haus

www.staatstheater-mainz.com
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