Das Nest

Das Nest: Frischer Gastro-Wind in der Neustadt

»Das Nest« wirkt von außen eher unscheinbar, hat aber reichlich Platz in unterschiedlichem Ambiente zu bieten. Das Essen ist zumeist leicht und hübsch anzusehen. Ein echter Tipp!

Mister X und ich lieben Überraschungen – positive selbst­redend. Eine solche bietet »Das Nest« am Kaiser-Wilhelm-Ring in Mainz. Die Gegend nordwestlich des Hauptbahnhofs ist nicht die vornehmste, aber das tut schließlich nichts zur Sache. Hier laufen viele verschiedene Menschen durcheinander, was der baulichen Tristesse ein wenig Farbe verleiht. »Das Nest«, in Gehweite vom Bahnhofplatz entfernt, wirkt vom ersten Eindruck her unscheinbar, die ganze Dimension erschließt sich erst bei einem Rundgang.

Draußen, direkt an Bürgersteig und Straße, stehen auf einer Terrasse einige lange Tische und Bänke. Trotz Großstadt und Bahnhofsnähe ist hier straßenverkehrlich nicht viel los, da die meisten Autos über die parallel gelegene Boppstraße abfließen. Die hohen, alten Bäume in der Straßenmitte bieten angenehmen Schatten, einige Sonnenstrahlen erreichen die Terrasse dennoch. Hier lässt sich also recht ruhig und angenehm sitzen.

Drinnen zieht sich das Lokal wie ein Schlauch, der eine hip-urige Atmosphäre verbreitet. Moderne Metalloptik mischt sich mit derbem Mauerwerk. Gegen Ende des Schlauchs gibt es eine Öffnung ins Freie zu einer Hofterrasse, wo es allerdings sehr schattig und kühl sein kann – drumherum stehen halt hohe Mietshäuser.

Stotterstart durch Corona

Wir sitzen draußen. Der junge Mann, der uns bedient, ist unaufgeregt freundlich und sehr zuvorkommend, darüber hinaus kennt er sich offensichtlich mit den Gegebenheiten aus. So erzählt er auf Nachfrage, dass »Das Nest« bereits im Februar einen Start versuchte, durch Corona ausgebremst aber erst im Sommer so richtig mit dem Betrieb beginnen konnte. Des Weiteren erfahren wir, dass das Etablissement tagsüber als Café zu betrachten ist und des Abends beziehungsweise nachts zur Bar mutiert. Bei alledem hat »Das Nest« auch kleine Speisen im Angebot, die es für unsere Serie interessant machen.

Mittags gibt es ein wöchentlich wechselndes Gericht – »Mittagsvogel« genannt –, ansonsten kann sich der Gast aus dem übersichtlichen Standardangebot bedienen. Mister X nimmt als Vorspeise Rührei mit Speck. Die Rührei-Basis kostet 5,90 Euro, die weitere Zutat 1,50 Euro, macht zusammen 7,40 Euro. Diese Komposition ist hübsch anzusehen und offensichtlich schmackhaft. »Schön, was man mit Kenntnis und gutem Willen aus so einer einfachen Speise machen kann«, lobt Mister X unumwunden. Andere mögliche Ergänzungen zum Rühr- oder Spiegelei sind Käse, Tomaten, Avocado und Räucherlachs.

»Bin beeindruckt und hocherfreut«

Als Hauptspeise nimmt mein immerwährender Begleiter die Tages-/Wochenempfehlung: Mie-Nudeln mit Gemüse, Erdnüssen und sehenswert flachem Spiegelei obenauf. In dieser Vollversion werden 7,90 Euro berechnet, ohne Ei wär’s einen Euro billiger. Die asiatischen Nudeln kommen übrigens keineswegs asketisch daher. Vielmehr entdeckt man beim genauen Hinschauen viele kleine bunte Details: unter anderem Möhrenscheibchen, winzige Zucchinistückchen, kleine Zuckerschoten, Rucola-Streifchen, Paprika und schwarzen Sesam. »Ich bin beeindruckt und hocherfreut«, kommentiert X dieses Gericht.

Ich nehme keine Vorspeise, sondern nur den großen Salatteller für 8,10 Euro. Der Honig-Ziegenkäse dazu wird mit 1,50 Euro berechnet. Alternativ wären auch Räucherlachs (plus 2 Euro), Tempeh (zuzüglich 2,50 Euro) und – siehe da – gebratene Fleischwurst (plus 2,50 Euro) möglich. Auch ich sitze nun vor einem Zutaten-Gemälde von enormer Farbigkeit. Vier Roggenbrot-Dreiecke, halbe grüne Träubchen, schmale Apfelspalten, ritzerote Granatapfelkerne, Gurkenscheibchen und halbe Cocktail-Tomätchen begleiten die diversen Blattsalate aufs Pittoreskste. Das Dressing ist leicht und nicht zu herb, und auf dem Salathügel thront ein runder Ziegenkäse mit schwarzen Sesamstreuseln. Ich kann nur sagen: Köstlich!

So ziehen Mister X und ich frohgemut unserer Wege. Wir freuen uns bereits auf die Zeit, da das Restaurant-eigene Projekt »Nester« in die Realität umgesetzt sein wird. Dann werden kleine Gerichte verfügbar sein, die auf einer gemeinsamen Basis unterschiedliche Zutaten haben können: etwa Rote Bete und Babyspinat, Gemüseallerlei, Salsiccia mit Tomaten, Mozzarella und Chili.
| Lou Kull

ESSEN7,5
TRINKEN7,5
SERVICE8,0
AMBIENTE7,5
PREIS/LEISTUNG8,0
GESAMT38,5 : 5 = 7,7 KAPPEN

Fazit

»Das Nest« hat uns enorm überrascht. Es bereitet schlichtweg Freude, hier zu sitzen, zu klönen, vom Service freundlich angesprochen und sehr gut mit Essen und Trinken versorgt zu werden. Die Küche ist in gewisser Weise Richtung vegetarisch beziehungsweise vegan orientiert, übertreibt das Ganze aber nicht ins Ideologische. Die Zutaten sind offensichtlich durchgängig frisch und werden attraktiv und sehr schmackhaft zubereitet. Uns fiel zudem positiv auf, dass die Gerichte, die wir probierten, pikant und kreativ gewürzt waren. Ernährungs- und genussbewusstes junges und junggebliebenes Publikum ist hier bestimmt nicht fehl am Platz. In puncto Getränke ist »Das Nest« hervorragend aufgestellt. Es gibt diverse alkoholfreie Getränke – Tees, Säfte, Limonaden und so weiter –, eine sehr interessante Bierauswahl (unter anderem Rothaus-Pils und Paulaner Zwickel vom Fass, Eulchen-Märzen aus der Flasche), Kiezbaum-Cider und allerlei Spirituosen. Das Weintableau ist nicht üppig, aber gut gewählt. Wir tranken den trockenen Kalkstein Rosé vom Espenhof in Flonheim-Uffhofen zu 3,80 Euro für 0,2 und den ebenfalls trockenen Weißburgunder Steingewann von Hees im pfälzischen Auen zu 5,30 Euro.

Das Nest
Kaiser-Wilhelm-Ring 40
55118 Mainz
Tel. 0 61 31 / 480 71 19
info@das-nest-mainz.de
www.facebook.com/dasnestmainz
Öffnungszeiten:
Mo bis So, 10 bis 1 Uhr,
kein Ruhetag



Luftreiniger IQAir HealthPro 250

Luftreiniger: Unterstützung für die Corona-Abwehr?

Im bevorstehenden Herbst und Winter drängt die Antwort auf die Frage, wie reduzieren wir die Aerosole in unserer Atemluft? Querlüften? Bei 10 Grad Außentemperatur? Einen Luftreiniger kaufen?

Allergiker kennen die Geräte schon lange. Die Stiftung Warentest hat z.B. in der diesjährigen März-Ausgabe untersucht, ob Luftreiniger wirkungsvoll Pollen aus der Luft in geschlossenen Räumen herausfiltern. Antwort: das schaffen einige Geräte. Wie oft der Filter schließlich zu wechseln ist und wie teuer die Filter sind. Das waren weitere Fragen, die für Nutzer/-innen nicht unerheblich sind. Als die Tests gemacht wurden, war der Corona-Virus zwar schon unterwegs aber noch nicht überall angekommen. Spätestens seit den Diskussionen, ob Schul- und Kita-Kinder im Schuljahr 2020/ 21 in den Präsenzunterricht zurückkehren können, wird auch diskutiert, wie die Räume so gelüftet werden, dass die Kinder und Jugendlichen nicht erfrieren und mit Dauerschnupfen die kalte Jahreszeit überstehen müssen.

Zwischenzeitlich machen sich über die Anschaffung solcher Geräte u.a. Friseure, Physiotherapeuten/-innen, Gastronomen und Veranstaltungsmanager Gedanken – oder haben sie längst gekauft.

Grundlegende Fragen

Sowohl die Leistung der Luftreiniger als auch die Kosten sind sehr unterschiedlich. Vor der Kaufentscheidung hilft es, einige grundlegende Fragen zu beantworten. Zuerst: Wie funktioniert ein Luftreiniger? Vereinfacht ausgedrückt saugt ein Ventilator die Raumluft ins Gerät, reinigt sie über den Vorfilter und, i.d.R., über HEPA-Filter, die durch Sperr-, Trägheits- und Diffusionseffekte auch kleinste Partikel sowie Viren und Bakterien aufnehmen können.

Für die Auswahl der Geräte entscheidend ist u.a. die Größe der Räume: Je größer, je mehr Luft muss gereinigt werden. Nicht unwichtig ist auch, ob der Luftreiniger im Schlafzimmer stehen soll – manche Geräte (und das kennen wir von Klimageräten gut) sollen ziemlich laut sein. Der Standort für das Gerät ist ebenfalls wichtig: muss es in einer Ecke platziert werden, weil sonst kein Platz ist, oder beeinträchtigen herumstehende Gegenstände die Luftzirkulation, wird es schwierig die volle Leistung zu erreichen. Ist das Gerät benutzungsfreundlich, sind die Bedienelemente leicht zu verstehen und wie viel Strom verbraucht es, sind weitere Kriterien.

Kontorverse Diskussion

Die technischen Details zu beurteilen, insbesondere, welche Filter was leisten, ist für Laien schwierig. Kontrovers wird z.B. diskutiert, ob HEPA-Filter der Klasse H14 erforderlich seien und ob diese Filter tatsächlich täglich für ca. 30 Minuten auf etwa 100 Grad aufgeheizt werden müssen, um die Viren im Filter zu zerstören und der Entstehung von schädlichen Pilzen etc. entgegenzuwirken. An der Universität der Bundeswehr bei München wurde eine Studie (www. unibw.de/lrt7/raumluftreiniger) veröffentlicht, die untersucht, »ob mobile Raumluftreiniger grundsätzlich geeignet sind, einen sinnvollen Beitrag zur Reduzierung der Infektionsgefahr zu leisten.« Die Studie wurde durch die Firma TROTEC finanziell unterstützt. Das Unternehmen produziert u.a. Hochleistungs-Luftreiniger.

Große Preisunterschiede

IQAir, ein Schweizer Unternehmen, hat sein meistverkauftes Luftreiniger-Modell IQAIR 250 (siehe Foto), ausgestattet mit einem HEPA-Filter der Klasse 13 einem professionellen Test mit dem Erreger N1H1 unterzogen, der in Größe und Art dem CoVid 19 entsprechen soll. Der Testbericht bestätige, »dass das IQAir HealthPro 250 Modell die Virenkonzentration in einem knapp 30 m3 Testraum innert nur 10 Minuten um über 99.9% reduzieren konnte.«

Die Preise für Luftreiniger reichen von unter 200 bis zu über 4.000 Euro. Zu empfehlen ist die Beratung in einem Fachhan­delsgeschäft – so steigen die Chancen, das passende Gerät zu kaufen.

Übrigens: Luftreiniger im Raum ersetzen weder Mund-Nasen-Schutz noch regelmäßiges Lüften und Abstand halten!

| SoS

»IQAir HealthPro 250« erhältlich bei:
Schué · Sanitär, Heizung, Elektrik
im Kirschgarten, Mainz-Altstadt

 

Fit durch den Winter!

 

 




Mainz first, Mogunzius Rheinufer Krise Outdoor-Fitness Verschwörung

Mogunzius & sein Mainz: Mainz first

Wir sehr sehne ich mich danach, dass alles wieder so ist wie vor der Pandemie: Einkaufsbummel, Versammlungen meines Vereins, Johannisnacht, Weinmarkt, Oktoberfest, Fastnacht, Weihnachten im Dom, freie Wahl beim Urlaubsziel, Besuch von Sportveranstaltungen mit meinen Freunden, Thekenhocken ohne Abstand in der Stammkneipe und vieles mehr.

Bisher bin ich ganz gut über die Runden gekommen: Homeoffice, Radfahren entdeckt, Urlaub in Thüringen (und dabei eine fremde Sprache kennengelernt: «barb‘sch im Hemme« heißt barfuß im Hemd), mit Riesling am Rhein gesessen und kochen gelernt.
Es geht mir nicht schlecht, bin nicht arbeitslos geworden, keine Kurzarbeit und gesund geblieben bin ich auch.

Eher Sorgen machen müssen wir uns gemeinsam um diejenigen, die unser Mainz so liebenswürdig und lebenswert machen. Die Gastronomen, die Einzelhändler, die Hoteliers, die Kulturschaffenden und unsere Vereine. Sie sind alle nicht wegzudenken aus unserer Stadt und haben große Existenzsorgen.

Mal abgesehen davon, dass niemand versteht, warum die Supermarkt-Verkäuferin weiterarbeiten darf/muss aber die Beschäftigten der Kfz-Zulassung und des Bürgeramtes lange Zeit zuhause saßen, hat im Großen und Ganzen unsere Stadtverwaltung in der Krisenzeit vernünftig funktioniert.

Was ich nun gar nicht verstehen kann, wie konzeptlos unsere Wirtschaftsdezernentin, Frau Matz, auf die Hilferufe der oben genannten Gewerbetreibenden reagiert. Das sieht nicht nach einem ganzheitlichen Konzept aus sondern ist Stückwerk. Beispiel: Weihnachtmarkt muss sein, also soll er »entzerrt« werden, bis in die Altstadt hinein. Dass die Einzelhändler dem mit Sorge entgegensehen ist doch klar. Wenn ich meinen neuen Thüringer Freunden auch nicht wehtun will, brauchen wir wirklich handgeschnitzte Engel aus besagtem Bundesland vor meinem Lieblings-Hutladen?

Ein wenig mehr »Mainz-first« ist in der angespannten Situation angebracht. Dann bieten wir doch die Weihnachtsstände den Läden in der Altstadt an. Die Gastronomen dort machen Glühwein, vor dem Frankfurter Hof präsentieren sich Mainzer Kulturschaffende. Und wir alle gehen, mit gebotenem Abstand und vermummt dort hin und unterstützen die Innenstadt-Läden und Gastronomen. Weil wir wollen, dass sie nach der Pandemie auch noch da sind. Ich verspreche, dass ich mir noch einen Hut kaufe und ich werde ein Notebook in der Innenstadt kaufen und es einem Lehrer schenken. Denen geht es nämlich so schlecht, dass die Bundesregierung 500 Millionen € beschlossen hat, damit die einen Computer bekommen.

| Mogunzius

 

Mogunzius & sein Mainz: Konfliktfreies Rheinufer




Rheingoldhalle Stadtmarketing

Hat Stadtmarketing in Pandemie-Zeiten eine Zukunft?

Wie funktioniert das Managen von Kongressen, Veranstaltungen und Tourismus unter Corona-Bedingungen? August Moderer, Geschäftsführer der Mainzplus Citymarketing GmbH skizziert, was gehen könnte.

Corona-bedingt wurden die Aktivitäten im Mai 2020 von 100 auf null herunter gefahren. Keine Kongresse, Konzerte, Partys – keine Einnahmen, bei wenigen Ausgaben.

Sich hinsetzen und klagen, ist seine Sache nicht, sagt Moderer. Er ist Kaufmann, hat lange für die Hilton-Gruppe gearbeitet und ist international vernetzt. Es gehe allen in dieser Branche so, weiß er. Die Mainzplus Citymarketing GmbH ist unter dem Dach der Zentralen Beteiligungsgesellschaft Mainz (ZBM) in der glücklichen Lage, dass die Verluste der GmbH innerhalb der ZBM »ausgeglichen« werden. Das Jahr 2018, so steht es im Beteiligungsbericht, schließt »Mainzplus« mit einem Defizit von 2,5 Mio. € ab, das war um 144.000 € geringer, als erwartet. Höher als erwartet waren die Umsatzerlöse, aufgrund des guten Ticketverkaufs von Summer in the City.

Laut der Bilanz 2019 schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,923 Mio. € ab, das sind 276.000 € mehr, als prognostiziert.

Anfang 2020, so August Moderer, habe es so ausgesehen, als könne die GmbH erstmals ein Jahr mit einer schwarzen Null abschließen – obwohl die Rheingoldhalle, die ursprünglich im Oktober 2019 hätte fertig werden sollen, immer noch nicht zur Verfügung stand. Dann kam Corona. Laut Jahresabschluss 2019 erwartet die Geschäftsführung auf Grundlage der Prognose im Q1-Bericht 2020 einen Jahresfehlbetrag für 2020 in Höhe von 4,7 Mio. €, da das komplette Geschäftsmodell mit den drei Geschäftsbereichen Kongress, Kultur und Tourismus von der Corona-Pandemie stark betroffen ist.

August Moderer blickt dennoch hoffnungsfroh in die Zukunft. Am Beispiel eines kürzlich stattgefundenen IT-Kongresses berichtet er, was geht. Anstelle von 1000 Kongressteilnehmenden kamen 350; die wurden auf drei Säle verteilt; etwa genauso viele nahmen an dem Kongress per Livestream teil – und zahlten dafür Gebühren. Im Endeffekt habe Mainzplus zwar weniger an diesem Kongress verdient, aber nicht viel weniger, sagt Moderer. Hybrid-Kongresse wie dieser, das sei die Zukunft im Kongressgeschäft. Mainzplus habe schon vor Jahren den Breitbandausbau vorangetrieben und sei für digitale Formate gut aufgestellt. Ein Vorteil digitaler Formate: sie brauchen weniger Arbeitskräfte. Hier sieht Moderer durchaus Einsparpotenziale, in dem Kräfte, die aus Altersgründen in den Ruhestand gehen, nicht mehr ersetzt werden, zum Beispiel.

Die Wertschöpfung ist geringer

Weniger Kongressteilnehmende bedeuten weniger Menschen, die in Mainz Geld ausgeben, die Wertschöpfung für die Stadt ist geringer: Wenn nur 350 anstatt 1000 Menschen physisch anwesend sind, brauchen sie weniger Hotelbetten, es wird weniger gegessen, getrunken und eingekauft. Eine Begründung dafür, dass die ZBM die Verluste von Mainzplus ausgleicht lautet, die Gesellschaft erfülle eine Dienstleistung für die Stadt. In der Beschlussvorlage für die Stadtratssitzung am 23.09.2020 wurde dies so begründet: »Aufgrund ihres Gesellschaftszwecks ist die mainzplus ein dauerdefizitäres Beteiligungsunternehmen und auf die Zuwendungen durch ihre Muttergesellschaft ZBM angewiesen.« Wenn die Stadtratsmitglieder dies nicht mehr verantworten wollen, müssen sie es ändern.

Veranstaltungen – auch hier wackelt die Wertschöpfungskette. Die »Kulturbiergärten« laufen super, freut sich Moderer – aber es können wesentlich weniger Gäste teilnehmen. Das Konzept solle trotzdem in der kalten Jahreszeit fortgesetzt werden. Auch die »Wintermärkte« werden stattfinden – eingebettet in das Konzept für den Mainzer Weihnachtsmarkt.

Summer in the City – 2021?

Mainzer Sommerlichter, Mainzer Weinmarkt, Summer in the City-Konzerte – Veranstaltungsformate, die in den vergangenen Jahren Geld in die Mainzplus-Kassen gespült haben: ob sie 2021 stattfinden können? Die Agenturen seien zurückhaltend, so Moderer, manche Künstler/-innen sagen von sich aus ab.

2021 sollte der Umbruch hin zu noch mehr digitalen Formaten im Kongressgeschäft gelingen, bis 2023 müsste der Prozess abgeschlossen sein. Mit welchen Ergebnissen für die Bilanz des Unternehmens? August Moderer vermag es nicht einzuschätzen. Viel werde abhängen von den Reaktionen der Menschen, meint er und hat beobachtet, dass die Teilnehmenden an Kongressen immer noch froh sind, wenn sie von Mensch zu Mensch miteinander kommunizieren können.

| SoS

 




Corona

Corona: As time goes by

Der Herbst hat angefangen und den November-Blues gleich mitgebracht. Das Miteinander der Sommermonate löst sich gerade in Sturmböen auf.

Die Wahrnehmung, dieser Corona-Wahnsinn geht vorbei, trug uns durch den Sommer. Bei Sonnenschein und hohen Temperaturen muss niemand den Realitäten ins Auge schauen. Jetzt sind sie da. Die Infektionszahlen steigen und draußen ist es ungemütlich. Chöre suchen verzweifelt Proberäume für den Winter, Gymnastikgruppen können nicht mehr auf der Wiese turnen, vieles was draußen stattfand, muss jetzt rein. Vereine, Genossenschaften und Wohnungseigentümer/-innen suchen Räume für ihre Versammlungen und konkurrieren mit Firmen, die Platz für Weihnachtsfeiern suchen. Hoffentlich bleiben die Pflegeheime offen, können die Kinder in Kitas und Schulen gehen, die Geschäfte ihre Herbst-/Winter-Kollektionen verkaufen. Die Mainzer Gastronomie darf ihre Außenbewirtschaftung fortsetzen, den ganzen Winter hindurch. Ob die Servicekräfte Schlechtwetter-Zulagen bekommen? Der Weihnachtsmarkt wird über die halbe Innenstadt verstreut. Der Wochenmarkt zieht wohl auf den Ernst Ludwig-Platz um, wir gewöhnen uns ständig an Neues. Zwangsläufig.

Die Erfahrung, über einen längeren Zeitraum »abgeschnitten« zu sein, wirkt nach. Dabei ging es uns in Deutschland noch »gold«. In anderen Ländern brauchte es einen Hund, um vor die Tür zu dürfen. Wir konnten die ganze Region per Pedes erkunden. Oder auf dem Fahrrad. Jetzt zieht es um die Ohren und die Hände frieren fast ab.

Schlimme Auswirkungen

Diese Corona-Pandemie wird schlimmere Auswirkungen auf unser Leben in den nächsten Jahren haben, als wir es uns vorstellen – wollen.

Die schlechten Nachrichten aus dem Amt für Statistik in Bad Ems reißen nicht ab. Das Bruttoinlandsprodukt von Rheinland-Pfalz sank im ersten Halbjahr 2020 um 5.7 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Die Umsätze im Gastgewerbe lagen im Juli 2020 um 15% niedriger als im Juli 2019… Es ist Aufgabe der Statistiker/-innen uns diese Tatsachen vor Augen zu halten. Der November-Blues im Oktober drückt aufs Gemüt.

Beim Bummeln durch die Stadt – leere Stühle. Es ist zu ungemütlich, um draußen Mittag zu essen. Manche Gastronomen wollen rundum geschlossene Pavillons um ihre Sondernutzungsflächen aufstellen und Öfchen oder Heizstrahler. Wolldecken gibt es garantiert. Vielleicht sogar Wärmflaschen. Wir haben uns an digitale Formate gewöhnt, horrende Summen für Webcams und Headsets ausgegeben, einen weitaus größeren Teil unseres Lebens ins Internet ausgelagert, als uns lieb ist – Bedenken wegen des Datenschutzes wurden massenhaft über Bord geworfen. Gewöhnen wir uns auch daran, bei 5 Grad abends in der Lieblingskneipe zu sitzen, eingehüllt in eine Wolldecke, neben den Füßen einen Heizstrahler? Der Mensch ist ein Herdentier. Er braucht andere Menschen – leibhaftige.

| SoS

 

Terrassen: Ein Schoppe in Corona-Zeiten

 




Jubiläum DER MAINZER

Jubiläum: DER MAINZER wird 30

Seit 30 Jahren gibt es den MAINZER, ein kostenloses Magazin, in dem jeden Monat alles thematisiert wird, was das Mainzer Leben ausmacht: Essen und Trinken, Kunst und Kultur, Politik und Wirtschaft.

Das Image der Stadt Mainz fördern – es war und ist ein MAINZER-Anliegen. Geschmack fördern – es war und ist eine MAINZER-Passion.

Viele Initiativen des MAINZERs haben dazu beigetragen, dass Mainz andernorts mit viel mehr als mit Dom und Fastnacht verbunden wird. Und dass es sich in Mainz gut leben lässt: MAINZER Restauranttest, MAINZER Culi­narium, Kunst in der Stadt, MAINZER-Einzelhandelsseiten, Mainzer Weinsenat, MAINZER Veranstaltungskalender – er ist in normalen Zeiten ein interessantes Spiegelbild der Attraktivität dieser Stadt. Die Vielzahl dessen, was die Mainzer/-innen jeden Tag unternehmen können, ist berauschend – außer in Corona-Zeiten.

Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit

Es gibt viele Themen, zu denen DER MAINZER lobt und kritisiert, Ideen entwickelt und Möglichkeiten aufzeigt, wie Gutes noch besser und Schlechtes gut werden kann. Dem einen und der anderen stößt dies manchmal sauer auf. Aber: Es gehört zum Leben einer Stadt, dass nicht alles immer rund läuft. Das muss benannt, das muss deutlich gemacht und erläutert werden. Dazu braucht es Journalisten/-innen, die dafür bezahlt werden, dass sie Themen recherchieren, aufschreiben und mit eigenen Fotos bebildern. DER MAINZER leistet sich das nach wie vor – was auch deshalb funktioniert, weil DER MAIZER weiterhin selbstständig ist.

Ein Thema, von der ersten Ausgabe an im MAINZER etabliert, ist der Restauranttest. Im Oktober 1990 hieß er: »Interview zwischen Messer und Gabel«. Testesser »Mister X« seziert auch nach 30 Jahren noch genüsslich, was ihm vorgesetzt wird. Das Image von Mainz als Stadt, in der sehr gut gekocht wird, hat DER MAINZER mit den monatlichen Essenstests nachhaltig befördert und als einer der ersten die umliegende Region – Rheinhessen – mit eingebunden. Der erste »Mainzer Restaurantführer« erschien 1997. Unter den mehr als 150 Tests waren 40 Adressen aus Rheinhessen. Schon damals dachte DER MAINZER Mainz mit Rheinhessen zusammen.

Es blieb auch nicht beim Essen testen. Zum guten Speisen gehört guter Wein. Vor 30 Jahren war es schwierig den in Rheinhessen zu finden. Dem Image, Rheinhessenwein=Massenwein galt es entgegen zu arbeiten. Auch das wurde zu einer Passion des MAINZERs. Der »MAINZER Restaurantführer« wurde erweitert und erschien 2002 erstmals als »MAINZER Restaurant- und Weinführer für Mainz und Rheinhessen«. Außerdem war der MAINZER-Obernetzwerker Werner Horn maßgeblich an der Gründung des Mainzer Culinariums und des Mainzer Weinsenats beteiligt.

Kulinarische und weinige Höhenflüge

Mit dem Mainzer Culinarium schlug DER MAINZER ein neues Kapitel zur Förderung der Kochkunst in der Domstadt auf. Anlässlich der Wiedereröffnung der Theodor Heuss-Brücke 1995 trat das Mainzer Culinarium erstmals öffentlich an, um zu demonstrieren, dass gutes Essen Allgemeingut zu sein hat und dem Allgemeinwohl gut bekommt. Seit der Johannisnacht 1997 bauen die Culinariums-Mitglieder ihre Pavillonlandschaft am Rheinufer zwischen Fischtorplatz und Weintorstraße auf. 2020 blieben die Plätze erstmals verweist, die Mainzer Johannisnacht musste abgesagt werden.

15 Jahre ist es her, dass Honoratioren, die sich der Förderung der rheinhessischen Weinkultur verpflichtet fühlen, den Mainzer Weinsenat gründeten. Seit 2005 sind die Damen und Herren Senatoren als Weinbotschafter unterwegs. Alljährlich veranstaltet der Mainzer Weinsenat eine große Wein-Gala, in der rheinhessische Spitzenwinzer korrespondierend mit rheinhessischen Spitzenköchen die geladenen Gäste in lukullisches Entzücken versetzen.

Gute Werbung für die Weine aus Mainz und Rheinhessen macht der Mainzer Weinsenat mit seinem Prominentenweinberg unterhalb der Zitadelle und, seit diesem Jahr, mit einem Weinberg im Hechtsheimer Kirchenstück. Mit »Promis«, wie dem humoristischen Rundumtalent Otto Waalkes, dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und dem leider verstorbenen Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann gelangt der »Mainzer Wein« auch in die Schlagzeilen überregionaler Medien.

Steckenpferde: Kultur und Einzelhandel

Ein weiteres Thema, das sich wie ein roter Faden durch den MAINZER zieht, ist die Kultur. Werner Horn entwickelte gemeinsam mit Melitta Soost vom Haus Burgund und vielen anderen das Konzept für »Kunst in der Stadt« (KIS): Künstler/-innen aus den Mainzer Partnerstädten brachten ihre Kunst in die Stadt, schafften im Verbund mit Künstler/-innen aus Mainz und Rheinhessen in offenen Ateliers ihre Werke. Die Finanzierung der Freiluft-Kunstveranstaltung basierte auf der Versteigerung der Kunstwerke – was leider schon lange nicht mehr funktioniert.

Mainz gehört zu den Städten, in denen es (noch!) viele Facheinzelhändler gibt. Die sich mühen und engagieren, damit es in ihren (und in des Finanzdezernenten) Kassen klingelt und die Stadt Gäste aus nah und fern anzieht. In Corona-Zeiten ist das alles sehr viel schwieriger geworden. Aber die MAINZER-»Einzelhandelsseiten« belegen jeden Monat, wie attraktiv die Angebote sind. Die Aufteilung der Innenstadt in »Einzelhandelsquartiere« entwickelte sich übrigens während der Vorbereitungen für die erste »Lange Einkaufsnacht« 2005, an deren Organisation DER MAINZER-Herausgeber maßgeblich beteiligt war. Und nun hat er, um den aktuellen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, die Gesprächsrunden mit den Einzelhändler/-innen reaktiviert.

| SoS

Hier die letzten 12 Ausgaben



Düsseldorfer Ko(m)mödchen

unterhaus: Düsseldorfer Ko(m)mödchen

Das Düsseldorfer Ko(m)mödchen kommt mit »Schnellen Nummern« und drei der besten Impro-Spieler in Deutschland beschäftigen sich mit unser aller Visionen.

In der Ruhe liegt die Kraft? Von wegen: Manchmal muss es auch mal schnell gehen. Und das besorgt einem das Düsseldorfer Ko(m)mödchen am 17. Oktober mit seinem aktuellen Programm »Quickies. Schnelle Nummern zur Lage der Nation«. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Allerdings werden Politik und Gesellschaft an diesem Abend tatsächlich die Hosen runterlassen müssen: Maike Kühl, Daniel Graf, Martin Maier-Bode und Heiko Seidel werden ihnen nämlich ganz schön den Hintern versohlen. Top aktuell und zum Schreien komisch: Die Truppe vom Ko(m)mödchen passt in keine Schublade. Ach übrigens: Diese Veranstaltung findet im Kurfürstlichen Schloss statt.

Es war im Bundestagswahlkampf 1980, da sagte Helmut Schmidt über die Ideen seines Genossen Willy Brandt: »Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.« Oder aber ins Unterhaus, denn dort sind genau die gefragt: »Wer wird Visionär?« heißt es hier am 23. und 24. Oktober. Mit Sandra Sprünken, Gilly Alfeo und Alexis Kara laden gleich drei der besten Impro-Spieler Deutschlands das Publikum dazu ein, einen Abend lang gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie man den Alltag in Krisenzeiten gestalten kann. Aktueller geht’s doch kaum. Dabei hat das dynamische Trio einen Joker im Ärmel: das Publikum. Und das ist mit hoffentlich viel Verrücktheit und tollen Ideen dabei. Kreativität statt Krise also. Ansteckend ist hier nur das Lachen.

| SoS

Infos und Textgrundlagen: www.unterhaus-mainz.de



IEG

70 Jahre IEG

»Vom Kalten Krieg zum europäischen Umbruch.« Das IEG (Institut für Europäische Geschich­te) reflektiert seine Geschichte in einer Ausstellung.

Die Tafelausstellung »Vom Kalten Krieg zum europäischen Umbruch. Das Institut für Europäische Geschichte 1950–1990« ist sowohl online als auch im IEG zu sehen (und dort nach Voranmeldung zu besichtigen).

Die »europäische Mission« legitimieren und mit der »Last« des Nationalsozialismus umgehen, das prägte die Arbeit des IEG in den 1950er Jahren. Fünf Jahre nach Kriegsende wurde es in Mainz gegründet und zog Ende 1952 in die für diesen Zweck wiederaufgebaute Domus Universitatis ein.

Die Ausstellung geht der Gründungsgeschichte des Instituts und seiner Entwicklung über vier Jahrzehnte nach. Von Anfang an war umstritten, worauf ein friedliches Europa gründen sollte, und welches Geschichtsbild das Institut in der Bundesrepublik befördern sollte. Wie sich das Institut in der westdeutschen und in der internationalen Wissenschaftslandschaft etablierte, und wie es seit den 1960er-Jahren für Wissenschaftler/innen aus dem »Ostblock« ein »Fenster zum Westen« wurde, erzählt die Ausstellung anhand historischer Dokumente und Zeitzeugenberichte. Auf Tafeln werden historische Karten, Briefe, Fotos, Zeitungsausschnitte und Plakate präsentiert. Erinnerungen von Zeitzeugen und Filmszenen können per QR-Code mit einem mobilen Endgerät abgerufen und angehört werden.

| SoS

www.ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ieg2020

 

Staatstheater: Der Fluch der Tantaliden

 

 




Monteverde Räumungsverkauf

Monteverde: Räumungsverkauf

Wir schließen unser Modegeschäft Monteverde nach 27 Jahren zum Ende diesen Jahres. Es war uns immer eine Freude mit Ihnen zusammen nach dem für Sie besten Outfit gesucht zu haben. Zurzeit läuft unser Räumungsverkauf! Doch Monteverde wird es weiter geben: als Mikrofarm und GästeHaus auf einem alten Bauernhof in Meddersheim an der Nahe.

Mit dem herzlichsten Dank und den besten Wünschen – Nanni Grünberg · Karin Mörsfelder · Anna Dalla Vedova · Gisela Freund

Mondeverde ModeMonteverde-LogoLeichhofstraße 4
Tel. 06131 232487
www.monteverde.de

 

Monteverde: Zeitlose Mode




Huthaus am Dom, Hut-Kollektionen

Huthaus am Dom: Wunderschöne Hut-Kollektionen

Ohne Frage hat die Corona-Krise auch unser Konsum- und Kleidungsverhalten verändert. Vertrauen und Transparenz, Wertigkeit und Langlebigkeit gewinnen an Bedeutung. In der 107- jährigen Tradition unseres Hauses wurden diese Eigenschaften schon immer geschätzt. Trotz Krise sind wunderschöne Hut-Kollektionen aus ganz Europa pünktlich bei uns eingetroffen.

Lassen Sie sich inspirieren und verführen, wir unterstützen Sie gerne dabei.

Huthaus am Dom logo

Huthaus am Dom
Johannisstraße 16
55116 Mainz
Tel. 225596

 

Huthaus am Dom: Warm eingepackt mit Mützen- und Schalkombis




Möbelneuheiten

HOLZ: Möbelneuheiten 2020

Gerade noch rechtzeitig, im Januar, schloss die Möbelmesse ihre Pforten, bevor Corona unser öffentliches Leben lahmlegte. So konnte das Einrichtungshaus HOLZ vor dem Pandemie-Desaster noch die Möbelneuheiten aus dem Jahr 2020 ordern. Sie sind zurzeit auf der weitläufigen, 1.500 qm großen Ausstellungsfläche, zu sehen.

Flanieren und stöbern Sie in beispielhaften Arrangements zwanglos und frei zwischen den Möbelneuheiten dieses Jahres umher, unter denen es für jedes Budget Überraschendes und Schönes zu entdecken gibt. Und bei der großen Präsentationsfläche ist Mindestabstand ga­rantiert.

 

Einrichtungshaus HOLZ GmbH & Co. KG
Holz LogoFlachsmarktstrasse 13-17
55116 MainzTelefon 06131 28855-0
info@einrichtungshaus-holz.de
www.einrichtungshaus-holz.de

 

 

HOLZ: Attraktive Sonderpreise

 




Muscheln

Fisch Jackob: Muscheln in Curry

Endlich gibt es wieder diese Meeresspeziali­täten. Gute Fachgeschäfte verkaufen Ihnen auch nur 500 Gramm.

Das reicht für den Single-Haushalt. Dazu ge­hören eine Zwiebel, ¼ Knollensellerie würfeln, in einem Topf mit einem EL Öl andünsten, 1 TL Currypulver 1 Minute lang einrühren, 125 ml trockenen Weißwein zugeben und 2 Minuten köcheln lassen, 125 ml Gemüsebrühe und 1 gewürfelte Tomate zufügen, salzen und aufkochen lassen. 500 g Miesmuschel in den Topf geben, Deckel drauf und 2 Minuten kochen, dabei ab und zu rütteln, bis die Muscheln sich geöffnet haben. Ungeöffnete Muschel entfernen.

Guten Appetit.

Fisch Jackob
Fischtorstraße 7
55116 Mainz
Tel. 06131 23 17 16
www.fischjackob.de

 

Fisch Jackob: Warum denn in die Ferne Schweifen…




Kompressionsstrümpfe für Mann

Anima: Stilsichere Kompressionsstrümpfe für den Mann

Für den gesundheits- und selbstbewussten Mann jeden Alters bietet Anima ein reichhaltiges Angebot an Kompressionsstrümpfen (auch auf Rezept). Hier findet der Mann Kniestrümpfe u. a. der Firmen medi, ofa und Jobst, die durch ihren individuellen und passgenauen Sitz die Venenfunktion optimal unterstützen.

Anima bietet sie sowohl für den modebe­wussten Mann im Business Look, als auch aus besonders strapazierfähigem Material für den aktiven Mann an. Gerne können Sie einen Mess- und Beratungstermin vereinbaren.

Das Anima Team freut sich auf Sie!

Anima Logo

Schillerstraße 26
Tel. 619418
www.anima-mainz.de

 

Anima: Kompressionstextilien von Medi




Stadtrat Fußgänger

Radelnde und Zufußgehende im Mainzer Stadtrat

Das dauert immer so lange. Warum nur? Die Arbeit in politischen Gremien ist für normale Bürger/-innen oft schwer nachzuvollziehen. Ein beliebter Vorwurf lautet: „Die brauchen ewig und dann kommt doch nichts dabei raus.“

Mit „die“ sind die Politiker/-innen gemeint, die alle fünf Jahre von allen stimmberechtigten Mainzer/-innen gewählt werden, um im Stadtrat und in den Ortbeiräten die Interessen der Mainzer/-innen zu vertreten. 60 Mitglieder hat der Mainzer Stadtrat, GRÜNE, SPD und FDP haben  seit 2019 die Mehrheit. Der direkt gewählte Oberbürgermeister kann bei vielen Entscheidungen mitstimmen. Von Bebauungsplänen, über den Kita-Bedarfsplan bis zur Förderung von kulturellen Veranstaltungen – die Palette an Themen, die der Stadtrat zu entscheiden hat, ist breit. Wie finden die Themen ihren Weg in den Stadtrat? Setzen die Fraktionen eigene Themen oder bestimmt die Verwaltung, worüber die Politiker/-innen entscheiden?

Informationsbeschaffung

Am Beispiel von zwei Anfragen, die von der CDU und von der SPD für die Juli-2020-Stadtratssitzung gestellt wurden, wollen wir den Weg nachzeichnen. In den wöchentlich stattfindenden Fraktionssitzungen diskutieren und entscheiden die Stadtratsmitglieder, welche Themen sie weiter verfolgen, z.B. in dem sie eine Anfrage an die Verwaltung richten. In diesem Verfahren übernehmen die fachpolitischen Sprecher/-innen die Federführung. Diese Anfragen dienen in erster Linie der Informationsbeschaffung, die Verwaltung ist angehalten die teils sehr detaillierten Fragen zeitnah zu beantworten. Nachzulesen ist dies übrigens auch für Bürger/-innen im Bürgerinformationsportal.

Es kommt vor, dass Themen, die inhaltlich zusammenpassen, von verschiedenen Fraktionen aufgegriffen werden. Für die Juli-Stadtratssitzung hatte die CDU der Verwaltung schriftlich Fragen zur Sicherheit der Zufußgehenden in Mainz gestellt. Die SPD fragte, wie es um die Kontrollen der Radler/-innen bestellt sei.
In der MAINZER-August-Ausgabe hatten wir das Thema bereits aufgegriffen und Ausschnitte der Antwort erörtert.

Am Thema dranbleiben?

Nach dem Ende der politischen Sommerpause fragten wir bei CDU und SPD nach. Was machen Sie mit den Antworten der Verwaltung? Legen Sie das Thema adacta, haken sie nach, formulieren sie Arbeitsaufträge an die Verwaltung? Kurzum: wie gehen sie weiter mit dem Thema Radelnde und Zufußgehende im politischen Prozess um.

Die CDU-Fraktion verwies zuerst auf eine Pressemitteilung, die direkt nach der Stadtratssitzung am 3. Juli 2020 veröffentlicht wurde und in der der Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig die Antworten als nicht zufriedenstellend bezeichnete, „da sie nicht zu dem subjektiven Empfinden der Bevölkerung passen würden.“ Er sehe hier weiteren Handlungsbedarf. Die CDU wolle das Thema erneut zur Sprache bringen.

Für die SPD reagierte deren verkehrspolitische Sprecherin Corinne Herbst und verwies auf den steigenden Radverkehr, was, „zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen auch mehr Kontrollen des fließenden Verkehrs in allen seinen Bereichen erfordere.“ Die Fraktion sei über die geringe Anzahl der Verwarnungen, wie sie aus der Antwort der Verkehrsdezernentin hervorgehe, überrascht gewesen, schreibt Corinne Herbst.

Die Ergebnisse sind erstaulich

„Eigene Erfahrungen und Hinweise aus der Bevölkerung deuten auf zahlreiche sogenannte ‚geringfügige Ordnungswidrigkeiten‘ von Seiten der Fahrradfahrenden hin” schreibt Herbst. “So sind beispielsweise in der, auch für den Fahrradverkehr gesperrten, Augustinerstraße und im Bereich der Bushaltestellen am Gutenbergplatz ständig Fahrradfahrer*innen zu sehen, die ihr Rad nicht schieben. Auch wurden gravierende Ampelverstöße sowohl mit Gefährdung der Radfahrenden selbst als auch der Fußgänger und Autofahrer mehrfach beobachtet und an die Stadtratsfraktion weitergeben. Aus der Antwort des Dezernates geht hervor, dass sowohl Polizei als auch städtische Ordnungsbehörden den Verkehr beobachten und Verstöße ahnden. Dabei läge es im Ermessen der überprüfenden Person, ob und welche Verwarnungen oder Bußgelder verhängt werden. Auch wird mittlerweile ein größeres Augenmerk auf eBikes und Pedelecs gelegt, das durch die Einrichtung einer Pedelec-Fahrradstreife unterstützt wird. Umso erstaunlicher waren die Ergebnisse der Überprüfung.“

Die Verkehrspolitische Sprecherin Corinne Herbst wurde von der SPD-Fraktion gebeten, mit der Verkehrsdezernentin Kontakt aufzunehmen, um diese Punkte zu besprechen.

Wie geht es weiter? Greift die CDU das Thema erneut auf, z.B. im Verkehrsausschuss? Kommt ein Gespräch zwischen Corinne Herbst und Katrin Eder zustande?
DER MAINZER bleibt dran an dem Thema.

SoS




Rathaussanierung

Rathaussanierung in Mainz: Ein Fass ohne Boden

Am 23. September 2020 stimmt der Mainzer Stadtrat erneut über die Rathaussanierung ab. Grund: die Sanierungskosten stiegen von 71 Mio. auf 97 Mio. Euro. Weitere Kostensteigerungen sind nicht auszuschließen.

Der Beschluss des Stadtrates zur Sanierung des Rathauses vom Februar 2018 basierte auf einer Kostenschätzung von 71,2 Mio. Euro. Dieser »Deckel« ist nicht mehr haltbar, so Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) Anfang September 2020 in einer Pressekonferenz. Die Kosten für die Umsetzung der Denkmalschutzauflagen seien erheblich, die Baukosten stiegen um 16 % und der »Risikozuschlag« wurde vorsichtshalber von 10 auf 20 % erhöht. Die Kostenschätzung für die Sanierung beläuft sich daher aktuell auf 97.421.665,76 Euro. Diesem Plan muss der Stadtrat am 23. September 2020 zustimmen.

Denkmalschutzauflagen

Bereits 2017 war klar, die Denkmalpfleger/-innen der zuständigen Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) beharren auf einer Reihe von „must have“, darunter der Erhaltung, bzw. Wiederherstellung der Natursteinfassade und der Sanierung sowie Wiederanbringung der Fenstergitter. Außerdem lehnten die Denkmalpfleger/-innen die  Errichtung eines zweistöckigen Bürger-Forums inklusive der Schaffung eines Bürgerdaches zur Attraktivierung des Rathauses und des Standortes insgesamt ab. Diese beiden Module waren im Sanierungskonzept 2017/18 im Einklang mit der Öffnung des Rathauses hin zum Rhein und der Einrichtung von Multispace-Büros als wesentlich erachtet worden, um einen Mehrwert für Bürger/-innen und für die Angestellten zu bieten.

Die seither geführten Verhandlungen mit den Denkmalpfleger/-innen ergaben, dass die Umsetzung der denkmalpflegerischen Maßnahmen zu einer erheblichen Kostensteigerung führen würde. Die Reißleine wurde gezogen, als die 100 Mio. Euro-Schwelle überschritten war, so Ebling und alle Maßnahmen, die bautechnisch und ökologisch nicht unbedingt erforderlich seien, kamen auf den Prüfstand.

Als ein Ergebnis der Gespräche mit den Denkmalpfleger/-innen nannte  Ebling die Reduzierung  der Sanierungskosten um 9,2 Mio. Euro.

Keramik statt Naturstein

Die Fassade soll mit Fotokeramikplatten anstatt mit Natursteinen bestückt werden; für die Lochpaneelausführung der Decken wurde ein bestandsgetreuer Nachbau vereinbart; die Fenster werden mit einem Pfosten-Riegel-System versehen. Außerdem wurde vereinbart, auf Bürgerdach und Bürgerfoyer zu verzichten (Kostenersparnis: ca. 5,1 Millionen Euro, inkl. 29% Baunebenkosten). Nicht umgesetzt werden auch die »Multispace« genannten, flexibel nutzbaren Büroeinheiten und der Einbau einer Gastronomieküche im Casino auf Rheinebene.

Die Gesamtkostenschätzung beläuft sich nun auf 81,2 Mio. Euro, plus Risikozuschlag von 20 % ergibt sich ein (voraussichtliches) Gesamtvolumen von 97 Mio. Euro.

Gibst Du mir, gebe ich Dir

Den Verhandlungsprozess mit den Denkmalfachbehörden charakterisiert  Ebling so: »Wir sind in einer Beziehung, aber es ist eine schwierige Beziehung«. Auf Nachfragen machte der Oberbürgermeister außerdem klar, dass die Verhandlungen mit den Denkmalbehörden noch nicht beendet seien. Im Bebauungsplanverfahren würden die einzelnen Punkte noch einmal aufgerufen und die Denkmalschützerinnen könnten hier Zugeständnisse einfordern.

Die Frage, warum eine „Entwidmung“, die 2017 kurzzeitig ins Gespräch gebracht worden war, um eine Reduzierung der Sanierungskosten zu erreichen, nicht weiter verfolgt worden sei, erklärte der SPD-Politiker sinngemäß: die Stadt fordert von Bürger/-innen in deren Eigentum sich ein denkmalgeschütztes Gebäude befindet, dass sie es erhalten und die Kosten dafür tragen. Deshalb könne die Stadt nicht mit einem Gebäude, das in ihrem eigenen Besitz ist, so verfahren, als habe der Denkmalschutz keine Bedeutung. Eine Diskussion über eine mögliche Entwidmung kommt aus Sicht des Oberbürgermeisters nicht in infrage.

Nicht infrage komme Ebling zufolge auch, über die Planungen für die »Rheinscheine« zu verhandeln. Diese Öffnung des Rathauses zur Rheinseite hin gewährleiste einen barrierefreien Zugang zum neuen Rathaus, in dem der Ratssaal und die Besucher-Galerie über einen Aufzug zugänglich werden. Auch ein gastronomisches Konzept werde hier umgesetzt, allerdings nicht in Form einer Kantine. Von den Einsparungen ausgenommen sei zudem die geplante »Freitreppe« zum Rhein hin, die zum Sanierungskomplex Rathaus-Tiefgarage gehöre, deren Kosten von der hundertprozentigen Stadttochter MAG/PMG zu tragen sind.

Die Finanzierung

Die Grundlagen für die Finanzierung hätten sich Ebling zufolge gegenüber 2018 nicht geändert: 60 % der bezuschussungsfähigen Kosten würden vom Land Rheinland-Pfalz gedeckt. Weitere Finanzierungsquellen sollen bspw. über KfW-Darlehen erschlossen werden. Ebling geht davon aus, dass die Gesamtkosten über viele Jahre gestreckt werden können, die Stadt könne damit umgehen, ohne dass andere Projekte darunter leiden werden.

Die nächsten Schritte

Vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt mehrheitlich am 23. September 2020 für diese Beschlussvorlage wird die Verwaltung ermächtigt mit den Planungen auf Basis dieser Kostenschätzungen fortzufahren und den Bauantrag zu stellen. Nach dem Votum des Stadtrats (und der Kenntnisnahme durch den Ortsbeirat Altstadt sowie den Bau- und Sanierungsausschuss im November 2020) steht der komplette Rückbau und die Entkernung des Arne Jacobs-Baus an. Sollte es keine bösen Überraschungen geben, könnte 2024 das neue Rathaus im (fast) alten Gewand eingeweiht werden.

SOS

Eine Zusammenfassung und Einordnung der Diksussionen um die Rathaussanierung von 2017/18 bietet dieser MAINZER-Artikel »Ein Neubau im Altbau genannt Sanierung«. 
Dokumente zur Zukunft des Mainzer Rathauses, inkl. der Grundlagen für die Stadtratsentscheidung am 23. September 2020 bietet diese Bürgerinformation. 



Hundeschwimmtag

3. Mainzer Hundeschwimmtag am Sonntag

Hundeschwimmtag: Taubertsbergbad lädt nach Ende der Sommersaison Zwei- und Vierbeiner ein.

Zum Ende der Freibadsaison können auch in diesem Jahr wieder die Vierbeiner die Wasserflächen im Taubertsbergbad erobern: Am Sonntag, 13. September 2020, lädt die Mainzer Stadtbad GmbH von 10 bis 16 Uhr zum 3. Mainzer Hundeschwimmtag ein.

Der Eintritt ist für Vierbeiner, Herrchen und Frauchen kostenlos. Eine Spendenbox wird vor Ort aufgestellt. Der Erlös der Sammelaktion kommt dem Tierschutzverein Mainz und Umgebung e.V. zugute.

Am Sonntag erfolgt der Einlass über das Tor links neben dem Haupteingang. Dort wird ein roter Sonnenschirm platziert. Herrchen und/oder Frauchen müssen am Eingangsbereich die Kontaktdaten hinterlassen. Gerne können Besucherinnen und Besucher den Kontakterfassungsbogen schon ausgefüllt mitbringen. Das entsprechende Formular gibt es online auf der Internetseite www.mainzer-taubertsbergbad.de




Vor Ort wird es ebenfalls die Möglichkeit geben, das Formular auszufüllen.

Im Freibadbereich besteht keine Maskenpflicht. Im Eingangsbereich muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Sollte dieser bei Schlangenbildung nicht einzuhalten sein, bitten wir die Besucherinnen und Besucher, eine Maske zu tragen. Für eine kleine Stärkung vor Ort ist die Snackbar geöffnet.

 

Hundehalter müssen viel lesen




Center-Managerin der Römerpassage Sandra Klima

Römerpassage: Mit voller Fahrt

Die Center-Managerin der Römerpassage, Sandra Klima, freut sich, dass alle Geschäfte für die Kunden geöffnet sind. »Vodafon und TeeGschwendner haben sogar umgebaut und modernisiert.« Obwohl die Gastronomie und die Modegeschäfte unter den Corona-Einschränkungen arg gelitten hätten, seien jetzt alle wieder am Ball und der Verkaufsbetrieb laufe wieder auf vollen Touren, natürlich mit Mund-Nasen-Schutzmaske und ausreichend Abstand.

»Wenn wir alle unserer sozialen Verantwortung nachkommen, dann bleibt alles offen und ein weiterer Shut-Down kann vermieden werden, frei nach unserem Wahlspruch: Wir halten mit Abstand am besten zusammen – und mit Wir
sind auch Sie gemeint.«

Römerpassage
Adolf-Kolping-Str. 4
55116 Mainz
www.roemerpassage.com

 

Römerpassage: Vorfreude ist die schönste Freude




Petra von Kant

Premiere im Staatstheater: Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Am 11. September feiert »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« von Rainer Werner Fassbinder Premiere im Kleinen Haus. Die Produktion entsteht in Kooperation von Staatstheater Mainz und Les Théâtres de la Ville de Luxembourg. Und so erleben die Zuschauer*­innen auch ein gemischtes Ensemble aus beiden Häusern auf der Bühne.

»Die bitteren Tränen der Petra von Kant« erzählt die Geschichte einer erfolgreichen Modedesignerin, die sich verzweifelt nach Liebe sehnt. Nach außen führt Petra von Kant ein Leben in Luxus und Freiheit. Doch hinter der Fassade der begehrten Künstlerin verbirgt sich eine große Einsamkeit und Leere.

Seit der Scheidung von ihrem zweiten Mann lebt Petra allein, unterstützt von ihrer Assistentin Marlene, die nicht nur all ihre Arbeit erledigt und geduldig ihre Launen erträgt, sondern Petra auch ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Über eine Freundin, Sidonie, lernt Petra die um einiges jüngere Karin kennen. Und Petra verliebt sich Hals über Kopf in sie. Die beiden leben einige Zeit miteinander und Petra verhilft ihrer Geliebten zu einer vielversprechenden Modelkarriere. Als Karin sie verlässt, ist Petra am Boden zerstört. Sie stürzt sich in den Alkohol und lässt ihre ganze Verzweiflung an ihrer Familie aus, die gekommen ist, um ihren Geburtstag zu feiern.

Perspektive: Petra von Kant

Regisseurin Pauline Beaulieu erzählt diese Geschichte aus Petras Perspektive: »Petra von Kant sehnt sich nach einer großen Liebe, mit radikaler Obsession. Für sie ist die Liebe eine Sucht, die ihre Beziehungen und auch ihr Berufsleben bestimmt. Die Welt, in der sie sich bewegt, ist eine, in der sie sich selbst inszeniert und andere wie Puppen manipuliert. Was mich interessiert, ist ihre innere Welt zu betreten und sie als eine verzerrte Realität zu zeigen.«

Britta Leonhard hat die Kostüme so gestaltet, dass die Figuren auf der Bühne aussehen, als hätte Petra sie für ihre eigene Modenschau eingekleidet: »Ihre Kostüme drücken Petras Beziehung zu den anderen Figuren aus. Sie sind ausladend und opulent. Sie nehmen Raum ein, halten den anderen aber auch auf Distanz und lassen eine innere Verletzlichkeit erahnen.«

 

»Tage des Verrats« (DSE)




Mainz first, Mogunzius Rheinufer Krise Outdoor-Fitness Verschwörung

Mogunzius & sein Mainz: Konfliktfreies Rheinufer

Nicht nur das Klima verändert sich sondern in der Folge auch das Freizeitverhalten der Menschen. Es zieht sie im Sommer zum Wasser, zum Rhein. Die Nutzung des Rheinufers hat einen Umfang angenommen, der in einigen Abschnitten zu Ausnahmesituationen geführt hat. Das gilt insbesondere für das Victor-Hugo Ufer (Winterhafen), Fort Malakoff, Fischtorplatz und Zollhafen.

Erst einmal ist es erfreulich, dass die öffentlichen Flächen und Plätze so gut angenommen werden, denn dafür sind sie ja da. Noch vor nicht allzu langer Zeit hat beispielsweise der erfolglose OB-Kandidat Haase dem Zollhafen jegliche Aufenthaltsqualität abgesprochen (»da fühlt sich nur die Steinlaus wohl«), heute erholen sich dort an Wochenenden 4-500 Bürgerinnen und Bürger pro Tag.

In der Stadt Mainz, die mit 97,75 qkm die geringste Fläche aller Landeshauptstädte besitzt (Wiesbaden hat 203,9 qkm) können Konflikte zwischen Anwohnern und Erholungssuchenden nur mit sehr viel Rücksichtnahme beider Seiten vermieden werden. Desto höher die Außentemperaturen, desto weniger gelingt das. Aber gibt es wirklich keine Flächen am Rhein, die zum einen im Zentrum gelegen sind, also gut erreichbar, und zum anderen wenig bis gar keinen Störeffekt für Anwohner haben? Doch es gibt sie! Vom Rathaus startend spazieren wir am Hilton vorbei, passieren den Mainz Strand, laufen unter der Theodor-Heuss-Brücke durch und dort beginnt sie: eine Brachfläche weit entfernt von der nächsten Wohnbebauung, eine riesige Fläche inclusive zwei oder drei etwas erhöhte und umrandete »Rasen­flächen«.

Was wäre auf dieser Fläche alles denkbar und ohne Investitionen, die in die Millionen gehen! Wie wäre es mit einem Outdoor-Gym? Einer Plattform für Konzerte? Eine Fortsetzung des Mainz Strands, ohne Bewirtung ? Eine Sitztribüne direkt am Rheinufer (wenn Mainz 05 demnächst die Tribüne für ihr Verwaltungsgebäude am Bruchweg abbaut, wäre diese günstig zu bekommen)? Ein Spielplatz? Und vieles, vieles mehr! Hunderte könnten sich dort aufhalten ohne einen Bewohner vom Schlaf abzubringen.

Was dafür nötig wäre? Nur Zweierlei. Zum einen müsste ein neuer Liegeplatz für die Leichter, die dort liegen, gefunden werden. Zum anderen müsste der Stadtrat über seinen Schatten springen: 1998/99 fand das RheinUferForum statt, die Ergebnisse hat der Rat in Leitlinien verabschiedet. Verwirklicht wurde nie etwas – Gott sei Dank, sonst könnten wir uns heute eine Diskussion über ein konfliktfreies Rheinufer sparen.

Also nicht rumjammern, sondern loslegen!

| Mogunzius

 

Mogunzius & sein Mainz: Die Verschwörung




natürlich Biomarkt

natürlich: Ihr gemeinnütziger Bio-Genuss-Markt

Durch Lieferantenvielfalt, regionalem Schwerpunkt, eigene Küche und ein starkes Team bewährt sich der Bio-Genuss-Markt auch in der Corona-Zeit.

»Unser partnerschaftliches Miteinander innerhalb des Teams, mit Kund*innen und Lieferant*innen hat sich auch in der Krisenzeit bewährt!« freuen sich die Marktleiter Thomas Meier und Mirko Krpic. »Durch Zusammenhalt und Konsequenz, ohne Panik, war der Bioladen natürlich mainz in Zeiten der Verunsicherung stets ein Ort des Willkommenseins und des Wohlfühlens«.

Der Ansturm im Laden konnte durch freiwerdende Kräfte aus dem (zeitweise geschlossenen) Bistro gut bewältigt werden. Ebenso ermöglichte das Wechseln zwischen den über 80 Lieferanten, darunter fünf Großhändlern, die andernorts beklagten leeren Regale zu minimieren.
Den Kolleg*innen im natürlich-Team war ihre »Systemrelevanz« bewusst, die Motivation extra hoch und der Krankenstand niedrig. Das ist bei einem Inklusionsbetrieb mit rund der Hälfte Mitarbeiter*innen mit Beeinträchtigung keine Selbstverständlichkeit!
So blieben Stimmung und Kundenorientierung hoch, auch bei Rekordumsätzen und mit Masken!

natürlich-Koch Andreas Reidt nutzte die frei gewordene Zeit durch Wegfall des innerhäuslichen Verzehrs zur Entwicklung neuer eigenständig-kreativer veganer Snacks wie der »Eiergemüse-Kresse-Laugenstange«, dem »Baked-Beans-Brötchen«, dem »Panini Batata« (mit marinierter Süßkartoffel) und neuen Salaten als weitere leckere Ergänzungen zum bereits fast legendären Bratvischbrötchen (mit marinierter Aubergine statt Mattjes). Gesunde Gaumenkitzel nicht nur in der Mittagspause!
Ab Herbst wird es bei natürlich mainz auch Mehrwegbehälter für die täglich wechselnden Suppen geben. Ein aktueller Beitrag zur Abfallvermeidung.

Dreifach ausgezeichnet

Bereits im Februar, noch vor Covid-19, wurde natürlich mainz gleich dreifach ausgezeichnet: Für Preis-Leistung, Obst-Gemüse-Frische und Gesamteindruck überreichte der bio-begeisterte »Tatort-Kommissar« Felix Klare auf der Biofach-Messe in Nürnberg die Urkunden des Magazins »Schrot&Korn« an die natürlich-mainz-Marktleiter. Ein Ansporn, für das natürlich-Team, auch in Zukunft für Sie der beste Bioladen der Region sein zu wollen!

Inzwischen ist die gemütliche Bistroterrasse in der Josefsstrasse wieder geöffnet und es kann wie gewohnt unter freiem Himmel kommuniziert und biologisch genossen werden… Neben den Leckerbissen aus eigener Küche bilden weiterhin die Torten und Kuchen von der Domäne Mechthildshausen echte Highlights, ebenso wie die exzellenten Kaffee-Spezialitäten, die mit regionaler Biomilch oder veganem Haferdrink zubereitet werden…

Das natürlich-Team freut sich auf Sie!

natürlich mainz
Josefsstraße 65 · 55118 Mainz
Tel. 06131 614976
natuerlich@gpe-mainz.de
Mo-Fr: 8-20 Uhr · Sa: 8-18 Uhr
natürlich Ingelheim
Mainzer Straße 26
55218 Ingelheim am Rhein
Tel. 06132 5151540
natuerlich-ingelheim@gpe-mainz.de
Mo-Fr: 8-20 Uhr · Sa: 8-16 Uhr
www.bioladen-natuerlich.de



Bäume Ahornrußrinden-Pilz

Auch die Bäume müssen zum TÜV

Die andauernde Trockenheit, nun schon den dritten Sommer in Folge, fordert ihre Opfer. Darunter sind unsere Bäume. Auch Privatbesitzer müssen für die Verkehrssicherheit ihrer Bäume sorgen.

140 Ahorn-Bäume mussten im Mainzer Zitadellengraben aufgrund der Rußrindenkrankheit im Frühjahr gefällt werden. Im Stadtteil HaMü mussten bereits 51 Bäume gefällt werden, weil sie »abgestorben« waren. Insgesamt wurden in Mainz 280 erfasste Einzelbäume im ersten Halbjahr 2020 gefällt, antwortet die Mainzer Pressestelle auf eine MAINZER-Anfrage. Zurückzuführen sei das Absterben der Gehölze auf die niederschlagsarmen Jahre 2018 und 2019, was die Bäume massiv stresse und sie anfällig für Parasiten sowie den Ahornrußrinden-Pilz mache.

Wegen sicherheitsgefährdender Baumschäden, wie bspw. Holzfäule oder Kronenbrüche, seien weitere Fällungen notwendig gewesen. Spürbar erhöht habe sich zudem der Pflegeaufwand zur Erhaltung der Verkehrssicherheit der Bäume in den letzten Jahren. Und die detailliertere Baumerfassung in Grünanlagen führe zu genaueren Angaben über die zu fällenden Bäume. Die Frage, warum nicht alle Bäume im Stadtgebiet regelmäßig bewässert werden, beantwortet die Pressestelle mit dem Verweis auf fehlende technische, personelle und finanzielle Kapazitäten.

Gefahr für Dritte?

Die Pflege der Stadtbäume kostet Geld. Im Haushaltsjahr 2020 stehen dafür 435.000 € zur Verfügung – die nicht ausreichen. Anfang August bewilligte das Mainzer Ferienparlament weitere 278.000 Euro für Erhaltungsmaßnahmen und Nachpflanzungen aufgrund von Baumfällungen.
Auch private Eigentümer müssen für die »Verkehrssicherheit« ihrer Bäume sorgen, es darf keine Gefahr für Dritte von ihnen ausgehen. Allerdings, so Karsten Stoepel, besteht keine gesetzliche Vorgabe für die Baumkontrolle durch Fachleute.

Der Inhaber von »KS Baumpflege« in Bretzenheim weist jedoch darauf hin, dass Wurzelschäden, Stammfäule oder die Rußrindenkrankheit von Laien kaum rechtzeitig erkannt würden. »Wenn wir hinzugezogen werden, nehmen wir zuerst eine visuelle Baumkontrolle vor, erfassen die Grunddaten des Baumes, prüfen die Sicherheitsanforderungen – ob der Baum an einer Straße oder an einem Kinderspielplatz steht, zum Beispiel, und wägen das Gefährdungsrisiko ab – es ist eine Art TÜV für die Bäume, als Grundlage für eventuell weitere Maßnahmen.« Die drehen sich hauptsächlich um die Pflege und die Erhaltung des Baumes, sowie deren Dokumentation – die wiede­rum im Schadensfall belegt, ob alles Erforderliche gemacht wur­de, um Schäden an Dritten zu verhindern. Immer mehr Baum-Eigner würden diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, sagt Stoepel und führt es u.a. auf die häufigeren Sturmereignisse, die drastisch die Schäden von herabfallenden Ästen oder gar umstürzenden Bäumen vor Augen führten, zurück.

Stress für Bäume

Klimawandel und anhaltende Trockenheit, vor allem aber die Verdichtung des Bodens setzten die Bäume immer mehr unter Stress. »Wir werden auf Dauer keine heimischen Bäume mehr anpflanzen können, sie kommen mit den geänderten klimatischen Bedingungen einfach nicht mehr zurecht.« Extrem gefährdet sind die Ahorn-Arten durch die Rußrindenkrankheit, die Platane, eine der häufigsten Baumarten, die in Mainz ganze Straßenzüge (Rheinallee, Kaiserstraße, Hindenburgstraße) beschatten, kämpft gegen Massaria – ein Schlauchpilz, der den Baum von der Krone abwärts befällt. Die schnelle Holzzersetzung kann innerhalb weniger Monate zu einem Sprödbruch führen.

Die Bewässerung auch alter Bäume, so Stoepel, könne helfen, die Bestände zu erhalten. Allerdings fehle es an Ausrüstung und Personal. Allein bei der Bewässerung von Jungbäumen komme man kaum nach. Vor 20 Jahren, als Stoepel sein Unternehmen gründete, hätten Jungbäume zehn, höchstens 15 Mal im Jahr bewässert werden müssen. »Heute bewässern wir zweimal die Woche – und das ist noch zu wenig.«

| SoS

 

Phacelia: Futter für Insekten




Stellplatzsatzung

Stellplatzsatzung: Baukosten senken, Mobilität fördern?

Die Mainzer Stellplatzsatzung regelt, wie viele Parkplätze ein Bauherr pro Wohnung zu errichten hat. Oder wie viel als Ablösesumme dafür zu zahlen sind. Im September 2020 wird sie »fortgeschrieben«.

Wer ein neues Gebäude im Mainzer Stadtgebiet errichtet, muss Stellplätze für diejenigen vorhalten, die entweder in dem Gebäude arbeiten, wohnen oder einkaufen. Wo das nicht möglich ist, muss eine Abgabe gezahlt werden. Diese ist zweckgebunden für öffentliche Parkeinrichtungen, für die Verbesserung des ÖPNV oder den Fahrradverkehr zu verwenden. Die entsprechenden Kosten führen zur Verteuerung von Bauvorhaben, tragen gleichzeitig dazu bei, den Parkdruck auf öffentlichen Straßen zu verringern.

Seit 2015 gilt, pro Wohnung ist ein Stellplatz vorzuweisen. Zuvor war die Anzahl der Stellplätze abhängig von der Wohnungsgröße. Bis 60 qm galt 1 Stellplatz, ab 60 qm waren es 1,5 Stellplätze, die entweder geschaffen oder aber per Stellplatzabgabe bezahlt werden mussten. Diese Anpassung der Stellplatzsatzung von 2015 basierte auf der Analyse der Verwaltung, dass manche Stellplätze nicht benutzt wurden. Der Trend auf ein eigenes Auto zu verzichten, stattdessen Car­sharing-Angebote in Anspruch zu nehmen, ÖPNV und/oder Zweirad zu fahren, nimmt auch in Mainz zu. Das gilt insbesondere für jüngeren Menschen,

Auf ein eigenes Auto verzichten

2020 steht eine weitere Anpassung der Stallplatzsatzung an. Sie soll erneut dem sich verändernden Mobilitätsverhalten Rechnung tragen und darauf einwirken, dass weitere Bewohner/-innen auf ein eigenes Auto verzichten. Als Nebeneffekt wird die Senkung der Baukosten erwartet. Der Maßnahmenkatalog ist ein Angebot an Bauherren, es besteht keine Pflicht, sie anzuwenden.

Als Bauherr muss künftig 10% weniger Stellplätze nachweisen, wer zwei der folgenden vier Maßnahmen umsetzt. Errichtung von Fahrradabstellplätzen, Vorhalten von privatem oder öffentlichem Carsharing, Nutzung von Zeitkarten im ÖPNV, öffentlich zugängliche Sharingsysteme für Fahrräder, Pedelecs und Lastenräder. Bauherren, die ein »qualifiziertes Mobilitätskonzept« vorlegen, können ihr Stellplatzangebot um 30 % verringern. Das betrifft z.B. Baugemeinschaften, die keine Autoabstellplätze brauchen, weil sie mit Carsharing, ÖPNV und Zweirädern auskommen. Die »Stellplatzklausel« richtet sich insbesondere an Unternehmen. Diese müssen künftig auch Parkplätze in mehr als 300 Meter fußläufiger Entfernung ausweisen können, wenn diese durch »innovative Mobilitätsangebote« wie z.B. ein Elektro-Shuttle dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer/-innen zum Arbeitsplatz gelangen.

Entscheidung im Stadtrat

Die Fortschreibung der Stellplatzsatzung verantworten Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) und Baudezernentin Marianne Grosse (SPD). Trotz mancher Unwägbarkeiten sind beide davon überzeugt, mit der neuen Stellplatzsatzung Mainz attraktiver und zukunftsfähig zu machen. Es gehe darum, bezahlbaren Wohn­raum zu fördern (durch Senkung der Baukosten) und moderne Mobilitätskonzepte zu »pushen« (durch Mobilitätsangebote, die den motorisierten Individualverkehr verringern helfen), um auf geänderte klimatische und ökologische Bedingungen zu reagieren.

Zu den Unwägbarkeiten ge­hören die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das künftige Mobilitätsverhalten (mögliche Zunahme des motorisierten Individualverkehrs), Missbrauch durch Bauherren, die Geld sparen wollen (indem sie Bausteine zur Stellplatzverringerung im Bauantrag nachweisen und nach der Fertigstellung der Gebäude z.B. doch keine Carsharing-Station errichten), mögliche Verlagerung des Parkdrucks in angrenzende (Wohn-)Gebiete.

Beschlossen werden soll die neue Stellplatzsatzung nach Beratungen im Bau- und Verkehrsausschuss am 23. September 2020 durch den Stadtrat. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und der Tatsache, dass zwei Dezernentinnen aus zwei Parteien (Grüne und SPD) die neue Satzung befürworten, ist damit zu rechnen, dass sie verabschiedet wird.

| SoS

 

ÖPNV: App Mainzer Mobilität




Kindertheaterfestival

Kindertheaterfestival: Kinder aufgepasst!

23 altersgerechte Stücke in 41 Vorstellungen an sechs Spielstätten: Vom 5. September bis 4. Oktober findet das 28. Mainzer Kindertheaterfestival statt.

Sternenglücksreise, Der klei­ne Drache Kokosnuss, Die Duftsammlerin, Peter Pan, Feuerpferd und Teufelsgeigerin – die Titel der Stücke machen neugierig und verzaubern. Theaterkumpanei, WishmobTheater, Mainzer Kindertheater, Junge Bühne Mainz, Theater Mimikri, Trotz-Alledem-Theater – die Theatergruppen stehen meist seit vielen Jahren für die erfolgreiche Präsentation anspruchsvoller wie altersgerechter Stücke. Das Kindertheaterfestival-Programm, koordiniert vom Mainzer Amt für Jugend und Familie, richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von ein bis 14 Jahren. Menschentheater, Puppen­theater, Tanz- oder Musiktheater sind zu sehen.

Aus Rücksicht auf die übrigen Zuschauer und Zuschauerinnen wird auf die Einhaltung der Altersgrenzen geachtet. Folglich sind jüngere Besucherinnen und Besucher in den Aufführungen für Ältere nicht zugelassen. Aufgrund der Hygienevorgaben zum Schutz gegen Corona-Infektionen, die insbesondere Auswirkungen auf die maximale Anzahl der Besuchenden in den jeweiligen Veranstaltungsorten haben, sind die Platzkapazitäten begrenzt. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig Tickets zu erwerben.

| SoS

Die vier Veranstaltungen im Frankfurter Hof wurden abgesagt und auf www.jugend-in-mainz.de sind auch die bereits ausverkauften Veranstaltungen aufgelistet.

 

WIRTH »Der Kinderladen«: Onlineshop




Freiheitsallee Baum

Freiheitsallee: Da waren es nur noch 14

16 Bäume für 16 Bundesländer – Sie erinnern sich? Der Tag der Deutschen Einheit 2017 wurde in Mainz gefeiert. Ein Überbleibsel dieser Feierlichkeiten war die »Freiheitsallee« auf der Grünfläche oberhalb des Fort Hauptstein auf dem Hartenberg.

Die 16 Bäume der »Zukunftsallee« standen ursprünglich als »Freiheitsbäume« verkleidet Spalier am Tag der Deutschen Einheit 2017. Die rheinland-pfälzische Staatskanzlei verschenkte die Bäume im Anschluss an die Stadt Mainz, die dann Hartenberg-Münchfeld als geeigneten Ort für die Bäume auserkor.

Mit der »Freiheitsallee« erinnerte Rheinland-Pfalz dadurch an eine besondere Tradition. Während der Französischen Revolution brachten die Franzosen erstmals Freiheitsbäume nach Rheinhessen und in die Pfalz. Ab Herbst 1792 standen in Mainz und in rund 100 linksrheinischen Gemeinden Freiheitsbäume als sichtbares Zeichen für den Wunsch der Menschen nach Freiheit, Gleichheit und Volksherrschaft. Sie waren die Vorboten der Mainzer Republik – dem ersten Demokratieversuch auf deutschem Boden.

Am 16. März 2018 wurden dann die »Freiheitsbäume« als »Zukunftsallee« an ihrem neuen Standort eingeweiht. Zuvor mussten die Wege, an denen sie nun Spalier stehen, saniert werden. Allein die Materialkosten für den Gartenkies »Bessunger Art« beliefen sich auf rund 3.000 €.

Mit der Namensgebung »Zukunftsallee« sollte die Zukunft der acht verschiedenen Baumarten hervorgehoben werden: Zitterpappel, Erle, japanischer Schnurbaum, Traubenkirche, Kaukasische Flügelnuss, Rot-Esche, Zelkoven (aus der Familie der Ulmengewächse) und Flammenahorn. Es handelt sich um Arten, die von der Gartenamtsleiterkonferenz als »Zukunftsbäume« für das extremer werdende Stadtklima in Südwestdeutschland empfohlen werden. D. h. Bäume, die den Ansprüchen an den Klimawandel gerecht werden: frosthart, trockenheits- und hitzeresistent.

Hohe Kosten

Interessant wäre sicherlich gewesen zu erfahren, hinter welchem »Zukunftsbaum« sich welche Art verbirgt. Leider wurden keine entsprechenden Hinweisschilder angebracht. Für zwei Arten hat sich dies derweil erübrigt. Sie haben ihre Zukunft hinter sich. Der erste lag Anfang Juli 2020 auf der Wiese. Der zweite (auf dem Foto oben) folgte ihm in der Nacht vom 22. auf den 23. August. Schade. Die Anzahl der Bäume in der Stadt sinkt rapide (siehe in dieser MAINZER-Ausgabe »Auch die Bäume müssen zum TÜV«). Schade auch um das Geld. Denn gekostet haben die 16 Bäume rund 6.000 Euro, die von der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei gezahlt wurden. Für die Pflanzung, unter Obhut des Mainzer Grün- und Umweltamtes und damit aus dem Stadtetat bezahlt, kamen dann 18.604 Euro zusammen. Also dreimal so viel, wie die Staatskanzlei für die Bäume bezahlt haben soll. Dazu kommen die Pflegearbeiten im ersten Standjahr von 4.526 Euro und in den Folgejahren 2019/2020.

| SoS

 

Die Zukunftsallee

 




Schneidwaren

Moritz: Große Auswahl an Schneidwaren

Moritz zählt zu den letzten alteingesessenen inhabergeführten Fachgeschäften in Mainz. Einer der Kernbereiche sind »Schneidwaren«, die Auswahl und Vielfalt an Messern ist groß. Sie suchen nach dem Besonderen oder nach »Ihrem« Messer, legen großen Wert auf Qualität, gute Beratung und Service? Hier sind Sie richtig.

Ein relativ neues Produkthighlight sind die Koch- und Steakmesser der Firma Goyon Chazeau aus Thiers, der bekannten, französischen Messerstadt, in der auch die Schmiede Laguiole be­hei­matet ist. Höchste Qualität und 100% hand­werk­liche Fertigung. Die Philosophie: Messer sollen ein Leben lang halten. Und optisch ein absoluter Hingucker – überzeugen Sie sich selbst – Moritz in der Klarstraße 5 – gleich hinterm Kaufhof.

Klarastraße 5 · Tel. 231825
www.moritz-mainz.de

Moritz – Alles für Küche und Lebensart




Gartenfeldplatz Neustadt

Neustadt: Auf die Plätze fertig los



Sie sind Teil des besonderen Flairs in der Mainzer Neustadt, die Plätze. Einem Bund-Länder-Förderprogramm sei Dank wurden sie in den vergan­genen Jahren zu kleinen Oasen der Behaglichkeit umgestaltet. Meist gehört ein Spielplatz dazu, Sitzbänke sowieso und unterschiedlich gestal­tetes Grün – wie hier auf dem Gartenfeldplatz. Die »Neustädter«, ob groß, klein, alt, jung, freut es. Sie nutzen die Plätze selbst bei nicht so dollem Wetter ausgiebig. Kein Wunder, dass sich rund um die Plätze herum Cafés, Bistros, Restaurants und viele kleine, feine Geschäfte angesiedelt haben. Alle profitieren von der Atmosphäre der dieser Plätze und tragen mit ihren Waren und Dienstleistungen zu deren Attraktivität bei.

 

Im Trend: Die Neustadt




App Mainzer Mobilität

ÖPNV: App Mainzer Mobilität

Die neue App Mainzer Mobilität der Stadtwerke-Tochter gleichen Namens wird im Laufe dieses Jahres die bisherige App Mainzigartig ablösen.

Aus dem App Store laden kann man sie schon, die App Mainzer Mobilität. »Noch ist es eine Beta-Version«, betont Kristina Reiß, Projekt- und App-Managerin Digital der Mainzer Mobilität. Beta-Version heißt, dass die Grundfunktionen des Programms bereits nutzbar, aber noch nicht vollständig getestet und weitere Module in Arbeit sind. Corona-bedingt habe sich der Zeitplan etwas verzögert. Peu à peu werden weitere Funktionen hinzugefügt, so dass die App später nicht nur Informationen liefert. Es können dann auch Fahrkarten mobil gekauft werden, weitere Mobilitätsangebote werden eingebunden und barrierefrei zugänglich sein. »Am Ende wird sie richtig gut«, verspricht Reiß.

Die Mainzer Mobilität verfügt über drei grundlegende Funktionen: Verbindungssuche, Umgebungskarte und Abfahrtsmonitor. Über die Verbindungssuche können die Nutzer/-innen ermitteln, welcher Bus oder welche Bahn sie von A nach B bringt. Dafür geben sie einfach eine Haltestelle oder Adresse als Start und eine als Ziel ein und erhalten daraufhin eine Liste von Verbindungen mit Abfahrtszeiten, die zum Ziel führen. Die Abfahrt kann für jetzt oder später geplant und weitere Zwischenstationen eingefügt werden.

Wo bin ich eigentlich?

Wenn man durch die Mainzer Gassen schlendert, vielleicht noch in eine Weinstube einkehrt, kann man schon mal die Orientierung verlieren. Wo ist die nächste Haltestelle? Welcher Bus fährt dort und wann? Hier kommt die Umgebungskarte der Mainzer Mobilität ins Spiel, die alle Haltestellen im Umkreis zeigt. Die aktivierte Ortung findet schnell den Standort und zeigt die umliegenden Haltestellen an. Tippt man auf eines der Haltestellenzeichen, erscheint der Name der Station. Übrigens können alle, die nicht getrackt werden wollen, die Ortung aus der App heraus so einstellen, dass sie nur bei Nutzung der App, auf Nachfrage für den einmaligen Gebrauch oder generell nie aktiviert werden soll.

Wann kommt der Bus?

Tippt man auf der Karte auf den Namen der Station, an der man einsteigen möchte, wechselt die App automatisch in die Ansicht des Abfahrtsmonitors und listet alle Busse und Bahnen mit Angabe der Minuten auf, in der sie dort demnächst halten. Wählt man eine der Verbindungen aus, wird die gesamte Linienführung und mit Hinweisen auf etwaige Verzögerungen in Echtzeit angezeigt. Man sieht also, wo sich der Bus gerade befindet und wann er an der Haltestelle ankommen wird.

Einfach alles ausprobieren!

Die App der Mainzer Mobilität kann im App Store von Apple und bei Google Play heruntergeladen werden. Wer sie nutzen will, benötigt ein neueres Smartphone mit den Betriebssystemen iOS oder Android. Man kann die App ohne Anmeldung ausprobieren und sich mit den Funktionen vertraut machen. Wem Fehler in der Anwendung auffallen, oder wer zusätzliche Wünsche hat, kann über die App Feedback an das Entwicklerteam geben.

In Zukunft nahtlose Mobilität!

Die Mainzer Mobilität arbeitet mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dem Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) zusammen, um Bürger/-innen in Zukunft eine nahtlose Mobilität anzubieten. Daher können mit der App Mainzer Mobilität alle Ziele im RMV- und in Teilen des RNN-Gebiets ausgewählt werden. Nächste Schritte sind die Ergänzung durch einen Bezahlmoduls noch in diesem Jahr, so dass die Nutzer direkt aus der App heraus eine Fahrkarte innerhalb von Mainz oder bis nach Kassel kaufen können. Zusätzlich sollen weitere Mobilitätsangebote wie das Bikesharing meinRad, das Carsharing Book-n-Drive und der MainzRIDER mit on-demand-Fahrten in den Abend- und Nachtstunden in die App eingebunden werden.

| Susanne Kämpgen

www.mainzer-mobilitaet.de

 

Bauhofstraße: Schreck lass nach




Mittagstisch Metzger

Mittagstisch beim Mainzer Metzger

Der MAINZER bittet zum Mittagstisch-Test beim Mainzer Metzger.

Die Zeiten ändern sich – und mit ihnen auch unsere Esskultur. Während sich früher viele Arbeiter und Angestellte das Mittagessen von zu Hause mitbrachten – meistens waren es die mehr oder weniger liebevoll zubereiteten Stullen – fuhren die »höheren Etagen« nach Hause und brachten auch schon einmal unangemeldet den Chef mit. Eine Herausforderung, die Stoff für zahlreiche Heinz-Ehrhard-Filme und Maggi-Reklamespots lieferte.

Stulle und mittägliche Heimfahrt sind inzwischen fast schon Gastro-Geschichte. Die Zahl der betriebseigenen Kantinen stieg und wer nur »eine Kleinigkeit« essen wollte, holte sich beim Metzger gegenüber schnell mal ein dick mit Leberkäse belegtes Brötchen – oder auch einmal zwei.
Auch die Restaurants haben den Mittagstisch inzwischen für sich entdeckt – und beim Metzger gibt es viel mehr als nur Fleischworscht.

Montags wird bei den Mainzer Metzgern meist ein etwas einfacheres Gericht zubereitet: Spaghetti mit selbstgemachter Hackfleischsoße oder die klassische Fleischwurst mit Paarweck und Senf.

In der Wochenmitte ist das Angebot dann schon etwas exklusiver. Man stößt in den Wochenplänen auf Leberklöße, Schnitzel in verschiedenen Variationen, Kalbsgeschnetzeltes und andere Gerichte aus der gutbürgerlichen Küche. Auch mediter­rane und ostasiatische Aspekte sind durchaus zu finden.

Freitags wird es wieder etwas einfacher. Die meisten Metzger bieten dann einen Eintopf mit Fleischeinlage oder eine Suppe mit Würstchen an.

Und wie schmeckt der Mittagstisch beim Mainzer Metzger?

Wir haben wieder einmal getestet und fünf Betrieben einen Besuch abgestattet – natürlich inkognito.Metzgerei Frankenberger

Wir beginnen die Woche in der Metzgerei Frankenberger (Schießgartenstraße 9). Hier gibt es auch schon montags »volles Programm«, das bedeutet für uns: »Saltimbocca alla Romana« von der Hähnchenbrust, dazu Rosmarinkartoffeln und Blattspinat. Dafür bezahlen wir 7 Euro. Zuhause ziehen wir erst einmal die Alufolie ab. Was sich darunter befindet, sieht sehr appetitlich aus. Die Hähnchenbrust ist mit einer Scheibe Schinken und drei Salbeiblättern belegt. Schnell auf dem Teller arrangiert und ab in die Mikrowelle für 2.30 Min. – bei 360 Grad, damit es nicht spritzt. Das Fleisch schmeckt nicht trocken und ist gut gewürzt, der Spinat ist frisch. Die Kartoffeln sind in der Pfanne geschwenkt, vom Geschmack sehr gut, aber etwas zu weich.

Metzgerei Walz

Am Dienstag besuchen wir die Metzgerei Walz in der Mittleren Bleiche 6, gleich neben der Hauptpost. Hier gibt es für 6,- Euro ein deftiges Braumeistergulasch vom Schwein mit Butterspätzle und einem kleinen Salat zur Auswahl. Zuhause wird es nochmals schnell erhitzt. Unser Redakteur ist vom Geschmack des Gulaschs und der gut gewürzten Soße begeistert. Die Butterspätzle sind nicht verkocht und der ausgewählte Krautsalat »schmeckt wie frisch gerieben«. Da hätte man auch den Chef einladen können.

Metzgerei Riechardt

Beim Betreten der Metzgerei Riechardt in der Klarastraße 18 fällt der Blick sofort auf die in der Mitte der Theke gestapelte Mainzer Fleischwurst. Sie ist weit über die Stadtgrenze bekannt und vielfach ausgezeichnet. Ob mit oder ohne Senf: einfach lecker! Aber wir sind ja am Mittwoch zum Mittagstisch hier, um die Leberknödel mit Apfelsauerkraut und Kartoffelpüree zu testen. Die zwei Klöße sind frisch zubereitet, in der Substanz aber etwas zu fest. Die Beilagen sind solide zubereitet und geschmacklich erfreulich.

Metzgerei Harth

Bei den meisten Metzgern ist donnerstags Schnitzeltag. Wir haben uns die Metzgerei Harth in der Lotharstraße 5 ausgesucht, die ein Jägerschnitzel mit Spätzle und einem Rote Bete-Salat zum Preis von 6,80 Euro anbietet. Dafür erhalten wir ein großes dickes Stück Fleisch, das mit einer Zwiebel-Pilzsoße bedeckt ist: Schmackhaft zubereitet, dazu eine ordentlichen Portion Spätzle. Um das alles aufzuessen braucht man einen guten Hunger.

Metzgerei Lumb

Zum Abschluss der Woche sind wir in der Metzgerei Lumb (Große Langgasse 1A) und bestellen Spießbraten mit hausgemachtem Kartoffelsalat zum Preis von 6,40 Euro. Dafür erhalten wir zwei dicke Scheiben, die direkt vom großen Braten geschnitten und in die Wärmebox gelegt werden. Der Kartoffelsalat kommt in eine Extrabox. Und auch dieses Mal sind wir wieder sehr zufrieden: Das Fleisch ist zart, ist gut gewürzt und schmeckt mit dem frisch zubereiteten Kartoffelsalat ausgezeichnet.

Mittagstisch-Fazit

So macht Mittagstisch-Testen Spaß. Fünfmal essen gehen und fünfmal satt und zufrieden. Keine größeren Beanstandungen – und die zu viel angesetzten Kalorien kann man mit ein paar Runden mehr durch den Gonsenheimer Wald sicherlich bald wieder abtrainieren.

| AKB

 

Grillen: Nicht nur für Steakliebhaber




Jammin Cool Zitadelle Symphonic Lounge Night

Zitadelle live

Unterstützung und Auftrittsmöglichkeiten für die Freie Kulturszene in Zeiten von Corona – und Abwechslung für das Mainzer Kultur-Sommerleben – verspricht das Programm »Zitadelle live« noch bis zum 30. August 2020.

Auf der Zitadellen-Bühne bieten Flo&Chris am 7. August 100% Live Acoustic Entertainment. Dabei covern die beiden durchschnittlich 1,87 m großen Jungs aus Rheinhessen auf überraschende und humorvolle Weise die ihrer Meinung nach besten Songs der letzten 50 Jahre.

Am 9. August bedient Markus Krebs mit seinem Ruhrpott-Charme die Humor-Zentren des Publikums. Denn egal ob intelligente Komik oder kalauernde Wortschöpfungen – in seinem vierten Solo-Programm »Pass auf…kennste den?!« schreckt der bezopfte Mann mit Sonnenbrille und legendärer schwarzen Wollmütze vor keinem Flachwitz zurück.

Die Wonderfrolleins fegen am 14. August mit Witz, Charme und Temperament durchs deutsche Wirtschaftswunder der 50er und frühen 60er Jahre. Hinein geht es in die Zeit von Connie und Catharina, von Caprifischern & Caprihosen und natürlich von Heimatfilmen & Halbstarken. So bunt wie ihre Petticoatkleider ist auch das Programm der »Wonderfrolleins«, welches von Andrea Paredes Montes (Leadgesang, Gitarre), Lexi Rumpel (Bass, Gesang) und Isabelle Bodenseh (Querflöte, Percussion, Gesang) höchst originell und virtuos gestaltet wird. Verstärkt wird das Frolleintrio durch den Schlagzeuger Rainer Rumpel, alias Don Giorgio.

Symphonic Lounge Night

Am 21. August wird Mainz zu Bella Italia, das Fabrizio Levita Trio lädt ein zum »Italienischen Abend«. Der Urlaub ist wegen Corona ausgefallen? Kein Problem. Für italienisches Flair und Stimmung in Mainz sorgt schließlich das Fabrizio Levita Trio, dazu gibt es kulinarische Highlights aus Italien.

Das Cross-Over Konzertformat aus Pop-Rock und Klassik »Symphonic Lounge Night« gastiert nach den Domplatzkonzerten in den vergangenen Jahren 2020 ebenfalls auf der Zitadellenbühne. Am 22. August kommt Mastermind Heiko Schulz mit Sinfonietta und deren »Streicherapparat« sowie einigen neuen Musikern und bietet eine Best-of aus allen bisherigen Rock Nights.

Vince Ebert wollte es genau wissen. Er verbrachte schließlich ein ganzes Jahr in den USA – auf der Suche nach den elementarsten Fragen. Wie kann es sein, dass eine Nation, die zum Mond flog, nicht in der Lage ist, eine funktionsfähige Duscharmatur herzustellen? Woher kommt die uramerikanische Angst vor unpasteurisierter Milch? Am 28. August präsentiert er Antworten und Einsichten. Make Science Great Again! – eine witzige und kulturübergreifende Abrechnung mit Irrationalität, Denkfehlern und gegenseitigem Überlegenheitsgefühl.

| SoS

www.mainz.de »Zitadelle live«



Mainzer Strand Plätzen

Mainzer Strand: Events unter freiem Himmel

Mainz + Sommer bedeutet seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm für Einheimische wie Gäste. Auch in diesem Corona-Jahr gibt es einiges Events Augen und Ohren.

»Mainz lebt auf seinen Plätzen« ist ein Sommer-Höhepunkt, der trotz Corona-Pandemie stattfin­det – allerdings nicht auf den Main­zer Plätzen, sondern am Mainzer Strand: Umsonst und draußen! Die Schwerpunkte liegen wie gewohnt bei Musik verschiedener Stilrichtungen, facettenreicher Kinderunterhaltung, Theatervorführungen, Zauberkunst, Wissenschaft und vielem mehr… Von Dienstag, 4. August bis Donnerstag, 10. September gibt es sechs Wochen lang jeweils von Dienstag bis Donnerstag ein abwechslungsreiches Kulturprogramm unter freiem Himmel.

Mainzer Strand

Mit dabei sind Clown Filou, Alex Schmeisser, The Sixtees, Frederick van der Sonne, Benyonca, Ted More, Urban Fox, Daniel Stelter, Oliver de Luca und viele mehr. Eingebunden in die Veranstaltungsreihe ist auch das Event »Meenzer Science Schoppe« am 19. August: Weinfälschungen sind das Thema. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist wie immer kostenlos, aber: Aufgrund der geltenden Hygieneverordnungen ist für alle Veranstaltungen eine vorherige Anmeldung beim Mainzstrand notwendig: www.mainzstrand.de/mainzlebt

| SoS

 




Radfahrende Hinderniss Lieferdienst

Radfahrende: Seht zu, wie ihr klarkommt!

Es könnte so schön sein für Radfahrende in der Gärtnergasse, und so sicher. Eine gute Alternative zur Bahnhofsstraße. So war es auch gedacht.

Damit die Zufußgehenden auf den Boulevards in der Bahnhofsstraße nicht durch die Radelnden bedrängt werden, sollen die Zweiradfahrer/-innen freiwillig in die Gärtnergasse ausweichen. Dafür wurden auf dieser zentralen Achse von Hauptbahnhof und Kaiserstraße in Richtung Große Bleiche und Große Langgasse die Parkplätze in Schutzstreifen für Radfahrende umgewandelt. Eine super Idee! Der Verkehrsraum ist so für Radelnde übersichtlicher und sicherer.

Leider haben die Verkehrsplaner/-innen die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Wirt, bzw. die Wirte, sind in diesem Falle Lieferdienste. Hauptsächlich. Es handelt sich auch um Kundschaft der in der Gärtnergasse beheimateten Geschäfte, die »nur kurz« auf den Radfahrstreifen halten, um einzukaufen oder sich ihr Essen abzuholen.

Irgendwie vorbei

So entstehen Situationen wie auf dem Bild zu sehen: Die Radelnden müssen irgendwie an den parkenden Fahrzeugen vorbei, ohne erkennen zu können, ob da gleich eine Tür aufgeht oder ob der Fahrer plötzlich hinter dem Fahrzeug herumkommt, um in selbiges einzusteigen. In solchen Situationen gehen bei Radfahrenden alle Alarmglocken an. Kommt dann von hinten noch ein Fahrzeug, ist eine blitzschnelle Entscheidung zu treffen. Bremsen, stehenbleiben und warten, bis das Auto überholt hat? Sich zwischen parkendem und fahrendem Fahrzeug durch­manövrie­ren?

Ausbaden müssen die Radelnden, dass vorab nicht um einen Ausgleich von Interessen gerungen wurde. Die Menschen, die hier Geschäfte haben oder wohnen, scheinen kaum Verständnis dafür zu haben, dass sie zugunsten des Radverkehrs auf Parkplätze und Ladezonen vor der Haustür verzichten müssen. Um Verständnis muss geworben werden. Das dauert meistens lange und ist mühselig. In der Regel kommt dann aber das Ergebnis besser an oder wird – wenigstens – zähneknirschend akzeptiert. Es geht hier, wie im gesamten Mainzer Verkehrsraum, um ein gleichberechtigtes Miteinander im Verkehrsgeschehen. Die Radelnden hatten jahrelang das Nachsehen – und haben es auf den meisten Strecken immer noch.

Dennoch behaupten Autofahrende mittlerweile, die Radfahrenden würden einseitig begünstigt – weil der motorisierte Individualverkehr nicht mehr ausschließlich im Mittelpunkt der Verkehrsplanung steht. Die schiere Menge an Radelnden erzeugt halt politischen Handlungsdruck. Nur nutzt es den Radelnden auf Dauer wenig, wenn Autofahrer/-innen vor den Kopf gestoßen wird. Die »rächen« sich durchaus mit Überholen ohne Abstand. Da die Mitarbeitenden der Verkehrsüberwachung nicht rundum die Uhr die Lieferfahrzeuge von den Radstreifen und die PKWs aus den Ladezonen vertreiben können, müssen die Radelnden auch in diesem Falle selbst sehen, wie sie klar kommen.

| SoS

 

Bauhofstraße: Schreck lass nach

 




Mainz first, Mogunzius Rheinufer Krise Outdoor-Fitness Verschwörung

Mogunzius & sein Mainz: Die Verschwörung

Ich habe einige Beiträge über die soge­nannten Verschwörungstheoretiker gelesen und mir angeschaut, insbesondere über den Verschwörungsideologen Attila Hildmann.

Irgendwie muss mich das – zu meinem Leidwesen – bis in meine Träume verfolgt haben. Ich habe geträumt, die Begrenzung der Geschwindigkeit in der Rheinstraße auf 30 km/h, ist der Beginn einer großen Mainzer Verschwörung. Die erste, die das erkannt hat, ist die Vorsitzende der Mainzer CDU, Sabine Flegel. Sie soll gesagt haben, die Entscheidung der grünen Dezernentin »grenze fast schon an eine Diktatur«.

Fast zum gleichen Zeitpunkt wurde der Fraktionsvorsitzende der CDU im Mainzer Stadtrat, Hansgeorg Schönig, mit einem we­nig überzeugenden Ergebnis von seiner Partei für die Landtagswahlen nominiert. Ob auch er an eine kommende Mainzer Diktatur glaubt und sich deshalb schnell Richtung Land absetzen will?

Sehr auffällig sind auch die Aktivitäten unseres grünen Finanzdezernenten. Seit Wochen tritt er nur noch als Geschäftsführer der Mainzer Bürgerhäuser GmbH in der Öffentlichkeit auf. Weiß er mehr als wir und bereitet er seinen Ausstieg vor? Die Ordnungsdezernentin Manuela Matz, die seit ihrem Amtsantritt kaum in Erscheinung getreten ist, meldet sich plötzlich zu Wort und kündigt die personelle Verstärkung der sogenannten Stadtpolizei an. Wenn das mal nicht… Auch um unseren Oberbürgermeister, Michael Ebling, ist es merkwürdig ruhig geworden, in den letzten Wochen hatte er kaum Auftritte in den Medien. Nur bei der Einweihung des Bürgerhauses in Finthen habe ich ein Foto mit ihm in der Zeitung gesehen. Ob er vielleicht Co-Geschäftsführer von Günter Beck werden will?

Bei einer Fahrt von der Feuerwache zum Winterhafen mit Tempo 30 bin ich zweimal an einer roten Ampel eingeschlafen. Ob das Teil der Strategie ist, nämlich die Mainzer Bevölkerung in der Innenstadt zu ermüden, damit die kommende Diktatur verschlafen wird? Aber wer wird die Macht übernehmen? Katrin Eder und ihre Zwillinge? Der MCV am Rosenmontag? Oder der ADAC (freie Fahrt für freie Bürger)?

Seit Tagen geht mir der Traum nicht aus dem Kopf. Vielleicht male ich mir ein Schild und stelle mich an die Rheinallee. Es werden sich bestimmt genügend andere finden, die meine Theorie überzeugend finden.

| Mogunzius

 

Mogunzius & sein Mainz: Nachtwächter gesucht

 




Mainz im Wandel

Mainz im Wandel: Ökologie und soziale Gerechtigkeit

Zurzeit sind 15 verschiedene Initiativen und Vereine auf der Webseite gelistet. Eine jede engagiert sich für ein irgendwie gutes Leben in Mainz. Sie zu vernetzen ist das Anliegen von »Mainz im Wandel«.

Gut, besser, anders leben. Unser Leben im Einklang mit der Natur gestalten. Nahrungsmittel verwerten anstatt sie wegzuwerfen. Mehr Raum für Menschen in der Stadt. Die Energie- und die Verkehrswende mitgestalten.

Jeder Verein, jede Initiative auf mainzimwandel.de verfolgt spezifische Ziele. Unter dem Label »Für eine solidarische und nachhaltige Stadt« sind diese Absichten zusammengefasst. Damit aber nicht genug: Die Plattform »Mainz im Wandel« will alle, die sich für ein »gutes Leben« in Mainz und anderswo einsetzen, miteinander vernetzen. Vernetzung bedeutet hier auch, Ökologie, Klimawandel und Soziale Gerechtigkeit zusammen zu denken. »Ich habe mich schon länger mit der Idee beschäftigt, ein Netzwerk aufzubauen, da kam Anfang 2019 ›Mainz im Wandel‹ gerade recht«. Marcel Weloe arbeitet an seiner Promotion in Chemie. Er ist ehrenamtlich für den BUND tätig und kennt die breitgefächerte Szene, die sich in Mainz mit ökologischen Themen und dem Klimawandel beschäftigt.

Vernetzung: digital und von Mensch zu Mensch

Die Gruppe besteht seit Anfang 2019. Sie wird getragen von sechs bis zehn Frauen und Männern – manche kommen und gehen, wie üblich in Initiativen: die Mitstreiter/-innen beenden die Ausbildung, wechseln den Wohnort, neue kommen hinzu. »Uns ist sehr bewusst, dass wir immer wieder Menschen ansprechen und erreichen müssen, damit wir langfristig bestehen können.« Sibylle Gerz schreibt ihre Masterarbeit in Erziehungswissenschaften. Die 26-Jährige erfuhr über einen Mitbewohner von der Plattform und ist fast von Anfang an dabei.

Vernetzung ist überwiegend eine digitale Angelegenheit. Die Macher/-innen von »Mainz im Wandel« treffen sich aber auch einmal monatlich zum Stammtisch und zum Plenum. Beide Veranstaltungen von Mensch zu Mensch sind offen, heißt, es kann kommen wer mag (eine Anmeldung ist aber erforderlich – siehe Webseite). Ende letzten Jahres fand zudem ein »Vernetzungstreffen« statt: die vielen Menschen, die sich in Mainz für ein »besseres Leben« engagieren, sollten sich kennenlernen und trafen sich zwei Tage lang zu »Wandel in Aktion«. Darin eingebettet der Workshop zu »Commons«, dem, verkürzt formuliert, gemeinsamen, bedürfnisorientierten Wirtschaften, mit Infos u.a. zur »Solidarischen Landwirtschaft«, zum »Netzwerk Plurale Ökonomik« und zur Bürgerenergiegenossenschaft Urstrom.

Eigene Vorstellungen und Utopien

2020 ist auch für »Mainz im Wandel« ein schwieriges Jahr. Die Webseite hat sich etabliert, die Gruppe wollte richtig durchstarten. Corona bedingt ist vieles liegen geblieben. Nun sind die Hoffnungen auf die zweite Jahreshälfte gerichtet, beim PARKing Day am 3. September 2020 wird sich die Plattform auf jeden Fall beteiligen und präsentieren. »Wir müssen möglichst oft aus unserer ›Blase‹ rauskommen, wir wollen auch Menschen erreichen, die eine andere Vorstellung von ‚gutem Leben‘ haben oder die z.B. nicht einsehen, warum die Autofahrenden auf der Kaiserstraße mit zwei Fahrspuren klarkommen sollen, damit der zunehmende Radverkehr auch eine Spur bekommt«, sagt Marcel Weloe.

Die Gruppe agiert aus einer positiven Grundhaltung heraus. Es gehe nicht darum Bestehendes zu kritisieren, sondern darum, eine eigene Vorstellung zu formulieren, wie man leben möchte und dazu die Grundlagen zu schaffen, bzw. auf den bereits bestehenden aufzubauen. »Ich gehe von der Utopie aus, in dem ich mir vorstelle, wie müsste die Welt, wie müsste Mainz ausschauen, damit ich gut darin leben könnte? Wie wäre das Leben für mich optimal, was brauche ich dazu? Dann schaue ich, was ist davon schon da, was muss entwickelt oder weiterentwickelt werden und da bringe ich mich ein«, erklärt Sibylle Gerz. Gegebene Strukturen einfach hinzunehmen ist sie nicht gewillt.

| SoS

www.mainzimwandel.de

 




Radverkehr

Wer kontrolliert den Radverkehr?

Radverkehr: Nutzen zu viele Radfahrende die Bürgersteige und gefährden so die Zufußgehenden? In der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause (am 1.7.2020) beschäftigten sich gleich zwei Anfragen mit diesem Thema.

Die CDU-Stadtratsfraktion wollte wissen: »Wie werden bislang und wie sollen zukünftig bei steigendem Radverkehr Kontrollen durchgeführt werden?« In der Antwort der Verwaltung, in diesem Falle des Dezernats von Katrin Eder, das (auch) für die Verkehrsüberwachung zuständig ist, heißt es: »Bei den täglichen Kontrollen des Verkehrsüberwachungsamtes in den einzelnen Überwachungsbezirken wird sowohl der ruhende Verkehr, als auch der Radverkehr kontrolliert. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen gemeinsame Kontrollen mit der Polizei statt, bei denen das Hauptaugenmerk auf den Kontrollen der Radwege und des Radverkehrs liegt.«

Als Autorin, die sich schon sehr lange mit Verkehrsthemen und Verkehrskontrollen in Mainz beschäftigt, bin ich überrascht. Seit wann ist es Aufgabe der Mainzer Verkehrsüberwachung den Radverkehr zu kontrollieren?, frage ich zuerst mich selbst und dann die Pressestelle der Stadt Mainz. Die antwortet: »Die Zuständigkeit über die Kontrollen des Radverkehrs ist in der Landesverordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Straßenverkehrsrechts vom 12. März 1987 geregelt.«

 

Kommentar: Ohne Zahlenmaterial kann das subjek­-tive Gefühl, viele Radfahrer/-innen gefährdeten die Sicherheit der Zufußg­ehenden, nicht überprüft und korrigiert werden. Es braucht eine Statistik, die Vergehen von Autofahrenden, Radelnden und Zufußgehenden gesondert abbildet, um die Schuldzuwei­sungen zwischen den Verkehrs­teilneh­­mer/- i­nnen zu versach­lichen und als solide Grundlage für politisches Handeln.  SoS

 

Ich kann mich nicht erinnern jemals Mitarbeiter/-innen der Verkehrsüberwachung erlebt zu haben, wie sie Radler/-innen, die bspw. auf der falschen Straßenseite und auf dem Bürgersteig an ihnen vorbeiradeln, angehalten hätten. Allerdings bin ich nicht 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche in der Stadt unterwegs. Die subjektive Einschätzung, »das kann doch gar nicht sein«, versuche ich über Fragen bezüglich der Anzahl solcher Kontrollen und der erteilten Verwarnungsgelder zu verifizieren. Ergebnis: Keine Angaben, wie viele solcher Kontrollen seitens des Verkehrsüberwachungsamtes stattfanden aber im Jahr 2019 sei es lediglich zu mündlichen Verwarnungen ohne Verwarnungsgelder gekommen.

Ist das wirklich so?

Um Kontrollen von Radfahrenden ging es auch in einer SPD-Anfrage in der genannten Sitzung: »Durch welche Behörde werden jeweils die unterschiedlichen Kontrollen durchgeführt (Verkehrsüberwachung, Polizei, etc.)?« In der Antwort heißt es u.a., dass sowohl Verkehrsüberwachungsamt als auch Polizei kontrollierten und die Kontrollen der Polizei fänden »im Rahmen der normalen Streifentätigkeit statt.« Ein Streifenwagen hält an, die Polizisten/-innen steigen aus und kontrollieren Radfahrende? Gibt es das wirklich? Die Pressestelle der Polizei bestätigt dieses Vorgehen und ergänzt, es hänge natürlich von der Schwere des Vergehens ab. Als Beispiele werden genannt Telefonieren auf dem Rad und gravierende Sicherheitsmängel am Fahrrad. Die Frage nach der Anzahl der Kontrollen und der Verhängung von Verwarnungs- oder Bußgeldern kann auch die Polizei leider nicht beantworten.

Es gebe keine differenzierte statistische Erfassung, aus den Statistiken über verhängte Verwarnungsgelder im Rahmen der normalen Streifendiensttätigkeit ließen sich die Vergehen von Radler/-innen nicht heraussortieren. Allerdings lägen Zahlen der Pedelec-Streifen, die ein besonderes Augenmerk auf die Radelnden werfen, vor: 2019 wurden 1.500 »Verwarnungen« ausgesprochen. Inwieweit es sich dabei um mündliche Verwarnungen, Verhängung von Bußgeldern oder sogar Strafanzeigen handelt, wird nicht differenziert dargestellt.

| SoS

 

Obstroute: Radeln gegen den Corona-Koller




Gastronomie Terrassen Mainz Altstadt

Gastronomie: Mainz sitzt draußen

In Mainz ist noch viel Potential vorhanden – auch für die schon vorhandene Außen-Gastronomie. Gerade jetzt wünscht man sich durch die Terrassen noch etwas mehr südländisches Flair und Gelassenheit.

Wenn es ein besonderes Lebensgefühl der Mainzer und Rheinhessen gibt, dann ist es eng mit Essen und Trinken verbunden. Wer in unserer Region wohnt geht meist gerne aus, genießt dabei die Natur oder beobachtet das Treiben um sich herum: Terrassen, Gärten, Straßentische und Höfe sind dabei bevorzugte Ziele – solange es das Wetter zulässt.

Man fühlt sich oft – zumindest ansatzweise – an das Leben in Frankreich erinnert. Auch hier, besonders im Süden des Landes, gehören Straßencafés und -restaurants zum joie de vivre dazu. Ob ein schneller mittäglicher Besuch im Bistro oder ein mehrgängiges ausführliches Abendessen – man nimmt am liebsten an einem Tisch an der Straße oder in einer der engen Seitengasse Platz.

Hier beginnen dann allerdings die Unterschiede: Wer einmal in den frühen Abendstunden durch Vieux Bordeaux, die Altstadt von Bordeaux, spaziert ist, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: Ab 19 Uhr werden aus leeren Gassen plötzlich große kulinarische Eventflächen bei denen es kaum noch ein Durchkommen gibt. Man sucht sich am Besten einen freien Tisch, solange noch möglich, und macht mit. Drei Stunden später erinnert nichts mehr an den Spaß: Die Gassen sind wieder leer.

Parkplatz oder Gastronomie

Wieder zurück in Deutschland, zum Beispiel in der Mainzer Altstadt, fragt man sich schnell, während man einen freien Tisch sucht: Hier ist noch so viel Platz – warum werden (beispielsweise in der Augustiner- oder Grebenstraße) nicht mehr Tische aufgestellt?
Es ist klar, dass dann der eine oder andere Parkplatz wegfallen würde, aber wäre es das nicht wert? Natürlich werden auch andere Gründe genannt – so zum Beispiel die Anfahrtsmöglichkeit für Rettungsdienste. Aber ist das wirklich in allen Fällen so? Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass man in Frankreich damit Probleme hat.

Auch klar: es wird immer den einen oder anderen Nachbar geben, der sich durch Stühlerücken, Gläserklingen und fröhliche Gespräche um 21 Uhr gestört fühlt. Allerdings sollten dies Geräusche sein, die zu einer Altstadt dazugehören und nicht einfach vor Gericht weggeklagt werden können. Es gibt genug Stadtteile, in denen man die Ruhe genießen kann. Wer im Zentrum der Stadt leben möchte dürfte sich eigentlich nicht beschweren, wenn das Leben auch pulsiert. Wohlgemerkt: Wir sprechen hier nicht von grölenden Junggesellenabschieden und anderen Leuten, die in der »Happy Hour« bereits zu heftig zugeschlagen haben.

Eine Chance für die Wirte

COVID-19 verändert gerade unser Leben. Der Virus zeigt uns, was plötzlich nicht mehr geht und was »unter außergewöhnlichen Umständen« möglich sein kann. Der Lockdown hat viele Restaurants, Weinstuben und Kneipen in Existenznöte gebracht. Ein Mosaiksteinchen in den daraufhin angelaufenen Hilfsprogrammen war die Freigabe weiterer Plätze für die Außen-Gastronomie. Man hat von Seiten der Rettungsdienste keine Proteste gehört – also wäre das doch ein Konzept für die Zukunft. Ein­heimische und Touristen wollen in diesen Wochen und Monaten mehr als je zuvor wieder »draußen sitzen« und ihren Feierabend oder Urlaub genießen und die neue Praxis zeigt: Es geht. Warum sollte man das neue Konzept dann zeitlich begrenzen? Die Corona-bedingten Umsatzein­bußen sind sicherlich nicht bis zum Auslauftermin dieser Sonderregelung ausgeglichen. Wird man auf eine Verlängerung hoffen dürfen?

Unterstützen – solange es noch möglich ist

Es gibt in Mainz und Rheinhessen die unterschiedlichsten Arten von Gastronomie, von der kleinen Straußwirtschaft bis hin zum Gourmetrestaurant. Sie alle prägen das Gesicht unserer Region und sind unterschiedlich stark von dieser Entwicklung betroffen. Ein Blick in die Presse zeigt, dass es bereits zu ersten Schließungen und Verkäufen gekommen ist. Allgemein wird vermutet, dass die große Welle erst im oder nach dem Herbst einsetzen wird. Lautstarke Partys auf öffentlichen Plätzen, zum Teil mit Randale-Potential, sind dabei keine akzeptable Alternative.
Wen man heute – bewusst oder leichtsinnig – an vorgeschriebenen Orten keine Maske trägt und damit ein Ansteigen der Pandemie-Werte zumindest billigend in Kauf nimmt, handelt man nicht nur fahrlässig, sondern trägt auch seinen Teil dazu bei, dass Strukturen einer jahrzehntelang gewachsenen Freizeit- und Wohlfühlkultur zerstört werden.

Wer heute auf den Besuch von Gaststätten und Weinstuben verzichtet, weil ihm »das mit den Masken und Desinfizieren« zu umständlich ist, darf sich nicht wundern, wenn am Ende der Pandemie die Zahl der Leerstände angewachsen ist und seine vorher so geliebten Ausgehziele dauerhaft geschlossen bleiben.

| MDL

 

Die Terrassensaison ist eröffnet!




Zenz Wirtshaus

Zenz: Urig-modern am Bahnhofplatz

Das »Zenz« vermittelt ein spezielles Gasthaus-Gefühl. Die Speisen präsentieren sich überwiegend deftig, aber nicht schwer, die Getränkeauswahl ist riesig.

Heute stürzen wir uns ins Gewimmel der Großstadt. Wir be­suchen das »Zenz« am Mainzer Bahnhofplatz, wo sich die Bus­linien kreuzen und die Menschen eilen, um ihre ÖPNV-Fahrt zu erreichen. Es ist Mittag an einem sonnigen Sommertag. Das Gasthaus zeigt sich von seiner offensten Seite: Innen- und Außenbereich verschmelzen, zwischen Gastraum und Terrasse gibt es keine optische Barriere.

Die Zenz Wirtshaus GmbH gehört zur bayerischen Enchi­lada Gruppe, die hauptsächlich in Deutschland Systemgastronomie betreibt und zu der in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt auch »Aposto«, »Wilma Wunder« und »Big Easy« gehören. Das »Zenz« eröffnete Ende Mai dieses Jahres und folgt dem »Besitos« nach.

Das Gasthaus ist in mehrere Räume unterteilt, die sich stilistisch unterscheiden. Der große Gastraum spiegelt das Konzept des »Zenz« am deutlichsten wider. Alt und Neu, Uriges und Hippes werden miteinander kombiniert. Holz ist ein vorherrschendes Material, aber auch Metall in Kupferoptik. Die Wand hinter der langen Theke zieren historisch anmutende Kacheln im niederländisch-belgischen Stil, das riesige Abluftrohr an der Decke ist ein echter Hingucker.

Von Schweinebraten bis Grüne Soße

Die Speisekarte, die als DIN-A3-Flyer an jedem Sitzplatz liegt, kündigt vorwiegend Deftiges an. Da finden sich beispielsweise Schweinebraten (15,90 Euro), Kalbsfrikadellen (15,60), Brauerschnitzel (13,60) und Pfälzer Teller (mit Saumagen, Leberknödel, grober Bauernbratwurst, Rieslingkraut, Kartoffelstampf und Senfjus, 18,90). Das Lachsfilet (17,90) und die Eier in Grüner Soße (9,60) setzen diesbezüglich kleine Kontrapunkte.




Zusätzlich zur Standardkarte wird wochenweise ein kostengünstiger Mittagstisch mit etwa vier Speisen angeboten, aus dem ich mich bediene. Meine Wahl fällt auf die »Rote-Bete-Knödel« mit Walnuss-Salbei-Butter sowie bunten Sommersalaten mit weißer Balsamico-Vinaigrette zu 8,60 Euro. Die beiden Semmelknödel, die auf meinem schön angerichteten Teller liegen, haben nicht viel mit der avisierten Rote Bete zu tun. Nur insoweit, als einige Raspeln des Gemüses rundum verstreut liegen. In dem Spiegel zerlassener Butter ruhen einige Walnussstücke von stattlicher Größe. Der bunte Salat, der von einer angenehm milden Tunke durchdrungen ist, setzt sich unter anderem aus Lollo bianco, feinen Radieschenscheiben und Gurke zusammen. Zu diesem recht leichten Gericht trinke ich eine erfrischende hausgemachte Bergamotte-Limetten-Limonade mit Strohhalm aus einer Glaskaraffe (schätzungsweise 0,4 Liter zu 4,70 Euro).

Nicht sehr üppiges Biergulasch

Mister X hat das Biergulasch vom Kalb gewählt, zu dem ein kleiner Kartoffelknödel und ein ebensolcher Brezenknödel gereicht werden. Die Speise, die mit 15,90 Euro berechnet wird, kommentiert X folgendermaßen: »Dieses Ensemble ist in Gänze schmackhaft. Allerdings sind die Fleischstückchen außergewöhnlich klein und gering an der Zahl. Darüber hinaus wurden sie teilweise wohl etwas zu lange geschmort. Bei der Kleinheit der Stücke kann man kaum Rückschlüsse ziehen, um welches Fleisch es sich handelt. Optisch dominant in diesem Gulasch sind die Karotten.« Als begleitendes Getränk fungiert eine Birnen-Salbei-Limo zu 4,70 Euro.

Unser Begleiter widmet sich dem Malzbier-Backhähnchen, das aus panierter ausgelöster Hähnchenkeule besteht. Das Fleischstück ist auch in diesem Fall nicht üppig. Aber »sehr saftig«, wie unser Tischnachbar anmerkt. Der etwas süßliche Malzbier-Dip passt offensichtlich gut, und der Kartoffel-Gurken-Salat präsentiert sich deftig-frisch. Summasummarum kostet dieses Gericht 13,90 Euro. Dazu genießt unser Begleiter ein kräftig-rundes tschechisches Schwarzbier mit Namen Krušovice Cerne (0,3 zu 3,20 Euro).
| Lou Kull

ESSEN7,0
TRINKEN8,0
SERVICE7,5
AMBIENTE7,5
PREIS/LEISTUNG7,0
GESAMT37,0 : 5 = 7,4 KAPPEN

FAZIT

Das »Zenz« stellt zweifelsohne eine schöne Ergänzung der Mainzer Gastronomie-Landschaft dar. Offensichtlich werden beim Kochen gute Grundmaterialien verwendet, die laut Betreiber großteils aus der Region stammen. Positiv ist anzumerken, dass die Küche es versteht, deftige Speisen auf leichte Art und schmackhaft zu präsentieren. Allerdings haben wir bei unserem Besuch eher kleine Portionsgrößen erlebt, was auf Kosten des Preis-Leistungs-Verhältnisses geht. Die Wirtshaus-Optik des »Zenz« ist ansprechend und hat Pfiff.

Den Service haben wir als freundlich-unauffällig kennen gelernt. Auffällig hingegen ist das riesige Getränkeangebot, das diverse Cocktails, Gin aus Deutschland – darunter auch aus Mainz –, hausgemachte Limonaden und gut ausgesuchte rheinhessische Weine beinhaltet. Enorm ist die Liste der Bierspezialitäten – vom Fass und aus der Flasche –, die sich auf das Portfolio der Radeberger-Gruppe stützt. Somit sind auf der Karte unter anderem Allgäuer Büble, Braufactum, Krušovice, Oberndorfer, Altenmünster und Schlösser Alt vertreten. Auch das bernsteinfarbene Guinness Hop House 13 Lager wird offeriert. Die Preise für die Biere sind durchweg kommod.

Zenz Wirtshaus
Bahnhofplatz 4
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 554 38 34
mainz@zenz-wirtshaus.de
www.zenz-wirtshaus.de
Öffnungszeiten:
täglich 11 bis 1 Uhr, kein Ruhetag

 




Cold bro

Kaffeerösterei Müller: Cold Bro – Natürlicher Koffein-Kick

Cold Bro ist ein neues, koffeinhaltiges Lifestyle-Getränk, das gerade im Bereich Sport, Arbeit und Freizeit sehr angesagt ist. Dabei ist der erfrischende und fruchtige, kalt gebrühte Kaffee rein biologisch und enthält weder Zucker noch andere Zusatzstoffe. Darüber hinaus ist Cold Bro glutenfrei und vegan. Neben der trinkfertigen 200 ml Variante für unterwegs, ist Cold Bro auch als Konzentrat oder Kaffeemischung zum Selber­machen erhältlich.

Hol’ Dir Deinen natürlichen Koffein-Kick an allen Standorten der Kaffeerösterei Müller oder online unter coldbro.de.

Müller KaffeeröstereiMüller Logo
Graben 3
Fischtorstr. 7
www.mueller-kaffee.com

 

Müller Kaffeerösterei: Glühwein #fusion mit Kaffee




Weinhaus Wilhelmi

Weinhaus Wilhelmi mit schöner Terrasse

Im Weinhaus »Wilhelmi«, an der Mainzer Rheinstraße gelegen, genießen Sie Weine aus Rheinhessen und dem Rheingau und finden dazu immer das Passende auf der saisona­len, täglich variierenden Speisenkarte. Fast noch ein Geheimtipp, aber immer bestens besucht, ist die Terrasse an der Rückseite des Weinhauses, auf der Sie bis 24 Uhr verweilen können, wenn die dicken Mauern der umstehenden Häuser dann ihre Wärme abgeben. Christina Schickert, auch jetzt in der Corona-Zeit stets um das Wohl ihrer Gäste besorgt, hält für kalte Abende aber auch genügend Wolldecken bereit.

www.weinhaus-wilhelmi.de



Edelbeef

Edelbeef Lieferservice

Seit 1.06.2020 hat Marcel Speidel sein Edelbeef-Angebot um BEEF DROP erweitert.

Seine Kundschaft wünschte die Fortsetzung des Edelbeef-Lieferservices, den der Fleisch-Sommelier in der Corona-Zeit aufgebaut hatte. Nun bietet er:

  • 4 Touren im Monat / immer donnerstags
  • ab 75 EUR Warenwert kostenfreie Lieferung
  • Lieferzeit zwischen 17 und 20 Uhr
  • Kostenbeteiligung 7,50 im Rahmen der Tour.

Die umweltfreundliche »Belie­ferung 2.0« beinhaltet außerdem die Rücknahme der Kühl-Verpackungen – neben dem persönlichen Kontakt mit kompetenter Beratung bei der Bestellung, ein weiterer Vorteil
gegenüber steriler Onlineshops.

www.edel-beef.de

 

Grillen: Nicht nur für Steakliebhaber




Bürgeramt digital Laptop

Bürgeramt digital – Was geht?

Die Türen des Bürgeramtes öffnen sich wieder, aber es gelten noch Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Besucher. Es bietet sich also an, einfache Verwaltungsaufgaben von zu Hause aus zu erledigen. Hier erklären wir, was bereits geht.

Die Stadtverwaltung Mainz hat den Zugang zum Bürgerservice Online gut sichtbar auf der Homepage dargestellt und in neun grafische Felder geordnet. Wer sich auskennt, kann das benötigte Formular unter Anliegen von A-Z direkt aus dem Fundus der Vorgänge auswählen. Für alle anderen ist die Übersicht auf verfügbare Verwaltungsleistungen nach Lebenslagen und Themen nützlich, ein Versuch der Behörde, die Verwaltungsvorgänge aus der Sicht der Bürger zu organisieren. So findet man schnell alle Leistungen und zugehörigen Formulare für Bauen und Wohnen, Kinder und Jugend oder Rund ums Auto.

Alle Formulare sind einheitlich gestaltet, können am Bildschirm ausgefüllt und gedruckt werden. Unterschreiben muss man sie persönlich und zusammen mit den geforderten Dokumenten schließlich im Bürgeramt abgeben.

Wer online eine Verwaltungsleistung beantragen will, kann in einigen Fällen zur Authentifizierung die AusweisApp nutzen. In Verbindung mit dem freigeschalteten elektronischen Personalausweis und einem Kartenlesegerät oder Smartphone mit NFC-Chip, ersetzt die Ausweis­App eine eigenhändige Unterschrift und spart den Weg zur Behörde.

Häufig genutzte Online-Dienste des Bürgeramtes

Die auf der Mainz-Website aufgelisteten Dienste des Bürgeramtes verlinken zu unterschiedlichen Behörden und Portalen. Ein Führungszeugnis muss beispielsweise in Verbindung mit der AusweisApp auf der leider sehr unübersichtlichen Seite des Bundesjustizministeriums beantragt werden. Im Gegensatz dazu ist die Online-Bestellung einer Ehe- oder Sterbeurkunde über das Portal rlpdirekt übersichtlich und einfach.

Ohne Mühe lässt sich auch ein Anwohnerparkausweis beschaffen und per Lastschrift bezahlen. Das Dokument kommt mit der Post.  Die Anmeldung für einen Kita-Platz lässt sich ebenfalls bequem vom Sofa aus erledigen. Über ein umfangreiches Formular werden die gewünschte Kita und der Umfang der Leistung ausgewählt. Ab damit an die Stadtverwaltung.

Für einen Termin beim Bürgeramt klickt man auf das gewünschte Anliegen und wählt einen Termin. Dadurch wird er praktischerweise per E-Mail mit einer Terminkennung bestätigt. Am Tag des Termins erhält man dann zusätzlich eine Erinnerungsmail.

Nutzerkonto RLP zur sicheren Kommunikation

Für die Kommunikation mit den Behörden wurde das Nutzerkonto RLP geschaffen. Sinn dieses Online-Angebots ist es, Dokumente sicher und »once only«, also ein für alle Mal, zu versenden. Bürger/-innen soll auf diese Weise erspart werden, die immer gleichen Dokumente mehrfach einzureichen. Neben der Anmeldung mit elektronischem Personalausweis und AusweisApp kann man sich ganz konventionell mit Passwort registrieren und erhält zur Sicherheit vor jedem Login eine TAN per SMS auf das Handy. Falsch machen kann man eigentlich nichts, nur funktioniert noch nicht alles, denn nicht alle Behörden sind für die Kommunikation auswählbar.

Digitalisierung muss erlernt und gelebt werden. Dafür muss das Online-Angebot einfach bedienbar sein. Eigentlich wollten sich die staatlichen Digitalisierer an den Apps privater Unternehmen orientieren. Das ist aber bisher nicht gelungen. Die öffentlichen Anwendungen sind oft sperrig und unübersichtlich. Es ist noch viel zu tun, bis Ende 2022 alle Leistungen online zur Verfügung stehen. Die Stadt hat schon viel umgesetzt, Land und Bund sind gefordert. Das Nutzerkonto RLP sollte bis dahin komfortabel nutzbar sein und auch die AusweisApp bedarf der Vereinfachung.

| Susanne Kämpgen

 

Mainzer Bürgeramt wird digital




Trinkwasser Wasserwerk Petersaue

Trinkwasser: Wasserhahn auf

Wasser läuft. Immer. Jedenfalls das Trinkwasser in unseren Regionen. Eine Selbstverständlichkeit! Wie lange noch?

Eigentlich ist es einfach, hierzulande Trinkwasser zu »produzieren«. Aus Brunnen wird Wasser mittels Pumpen nach oben befördert, gefiltert und von störenden Stoffen wie Eisen und Mangan befreit. Dann über Rohre ins Mainzer Netz transportiert, um dort in jedem angeschlossen Haushalt aus der Leitung zu fließen. Tag und Nacht. 365 Tage im Jahr. In immer gleichbleibender Qualität, die regelmäßig in unabhängigen Laboren überprüft wird. Trinkwasser ist ein Lebensmittel. Als solches wird es behandelt. »Wir sind gerade dabei die Transportleitung vom Wasserwerk Hof Schönau abschnittsweise zu erneuern. Die Teilstücke werden erst vom Gesundheitsamt freigegeben, nachdem das Wasser von unserem beauftragten Labor geprüft und für hygienisch einwandfrei befunden wurde. Solche Prüfungen sind ein Muss«, sagt Michael Worch. Dem Geschäftsführer der Mainzer Netze obliegt der technische Bereich der GmbH, die als Tochterunternehmen der Mainzer Stadtwerke AG auch für die Versorgung mit dem Lebensmittel Trinkwasser zuständig ist.

Der Kubikmeter, also 1.000 Liter Trinkwasser, kostet in Mainz 1,75 Euro. Hinzu kommt je nach Leistungsbedarf und Zählergröße der Grundpreis. Dieses Trinkwasser wird zum Kochen und Duschen, für die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung verwendet. Es ist selbstverständlich immer vorhanden.

4.000 m³ Trinkwasser pro Stunde

Drei Wasserwerke, davon zwei auf hessischem Gebiet und eines mitten im Rhein, sorgen über ein Rohrleitungssystem, das insgesamt 850 km lang ist, dafür, dass im Durchschnitt 4.000 m³ Trinkwasser pro Stunde in die Haushalte von 350.000 Bürger/-innen fließen. Die Mainzer Netze versorgen neben der Stadt Mainz und ihren Stadtteilen (ausgenommen Laubenheim und Ebersheim, die von der WVR versorgt werden) die rechtsrheinischen Kommunen Bischofsheim, Ginsheim, Gustavsburg, Kostheim, Kastel und Amöneburg mit Wasser und speisen ihr Wasser u.a. in die Netze von Rüsselsheim ein.

Michael Worch und Dr. Tobias Brosze

Empfehlen einen bewussten Umgang mit dem Trinkwasser: Michael Worch und Dr. Tobias Brosze.

Ende April 2020 wurden die Mainzer/-innen aufgefordert einen Tag lang auf die Bewässerung ihrer Gärten zu verzichten. Der technische Grund war die Erneuerung der Zubringerleitung vom Wasserwerk Hof Schönau bei Rüsselsheim nach Mainz. Das Wasserwerk musste für die Einbindung des neuen Leitungsabschnitts einen Tag lang vom Netz genommen werden. »In einem normalen April liefern die beiden anderen Wasserwerke Eich und Petersaue genügend Wasser. In diesem April aber hatten wir Verbrauchswerte wie sonst im Juli, deshalb mussten wir darum bitten, einen Tag lang die Gärten nicht zu bewässern«, erläutert Worch.

»Wir investieren seit Jahren im Durchschnitt etwa 10 Mio. Euro pro Jahr in die Erneuerung und die Erweiterung der Trinkwasserversorgung«, stellt Dr. Tobias Brosze fest. Der Vorstand der Mainzer Stadtwerke AG ist in dem Unternehmen, das zu hundert Prozent der Stadt Mainz gehört, für den Bereich Technik zuständig.

Auswirkungen des Klimawandels

Das Wasserwerk Hofgut Schönau wurde 1929 fertiggestellt, das Wasserwerk Petersaue (siehe großes Foto) 1958 und das in Eich bei Worms ging 1981 ans Netz. Ausgerechnet das jüngste bedarf nun einer Ertüchtigung. »Nach 40 Jahren ist eine Rundumerneuerung nun mal nötig«, stellt Worch fest. Während die Rohre 100 Jahre und mehr halten, müssen Pumpen und Steuerungselemente häufiger ausgetauscht werden. Außerdem wird das Auf­bereitungsverfahren in Eich flexibilisiert, um die Tagesmengen auf bis zu 40.000 m³ erhöhen zu können.
Zur Spitzenzeit, morgens um 8 Uhr, liefert Hof Schönau 1.600 m³ Wasser pro Stunde. Die Wasserwerke Eich und Petersaue liefern zusätzlich etwa 2.000 m³ pro Stunde. Reicht das nicht, um die über den Tag verteilten Stundenverbräuche auszugleichen, aktiviert die Leitstelle die Reserven in den Hochbehältern.

»Wir haben hier eine gute Ausgangssituation, können auf drei Wasserwerke mit Grundwasser- und Uferfiltratbrunnen zurückgreifen und haben Reserven in sechs Hochbehältern. Während in anderen Regionen Deutschlands in heißen Sommern die Trinkwassernutzung eingeschränkt werden musste, konnten wir bislang auf solche Maßnahmen verzichten. Aber wir machen uns Gedanken über die Zukunft «, stellt Tobias Brosze fest. »Wir haben jetzt drei Sommer hinter uns, in denen es lange sehr heiß war und zu lange zu wenig Regen fiel, wir merken den Klimawandel«, so Michael Worch.

Hoher Tagesverbrauch

Damit aus einem Brunnen Wasser entnommen werden kann, muss das Wasser zuvor in den Grund eingedrungen sein. Je weniger Niederschlag, je weniger Grundwasser. Der Rhein wird u.a. von Gletschern gespeist – die speisen weniger nach, also sinkt der Wasserpegel im Rhein. Je heißer es ist, je mehr Wasser wird verbraucht. Je trockener die Jahreszeiten, je mehr Wasser verbrauchen Landwirtschaft und Gärtner/-innen. Angebot und Nachfrage klaffen immer häufiger auseinander. Seit 2016 steigen die maximalen Tagesverbräuche rapide an: »Im Schnitt brauchen wir täglich 45-50.000 m³ Trinkwasser. Das ist kein Problem. In den letzten drei Jahren verzeichneten wir aber Spitzenwerte von 70.000 bis über 80.000 m³ an einzelnen Tagen. Und letztes Jahr kamen wir an einem Tag auf 89.500 m³. Da waren wir dann schon am Limit, viel mehr können wir aktuell nicht produzieren«, sagt Brosze.

An ihre Grenzen stoßen auch die Kapazitätserweiterungen in den Wasserwerken. »Wir können nicht einfach neue Brunnen bauen. Die entsprechenden Genehmigungsverfahren sind aufwändig und wenn in der Region der Grundwasserpegel stetig sinkt, ist ein neuer Brunnen nicht die Lösung«, erläutert Worch. Diese Genehmigungsverfahren sorgen u.a. dafür, dass den Landwirten nicht das Wasser abgegraben wird, oder dass sich Häuser absenken. Sinn macht das allemal. Verhindert aber auch, dass eben mal so eine – vielleicht vorübergehende – Wasserknappheit durch den Bau neuer Brunnen ausgeglichen wird.

Urlaub zuhause: Wasserbedarf steigt

Tja und dann kam auch noch die Corona-Pandemie. Aus jahrelangen Beobachtungen wissen Brosze und Worch, dass von Juni bis zum Ende der Sommerferien der Trinkwasserverbraucht sinkt. Viele Mainzer/-innen sind dann andernorts in Urlaub. »Wie sich das dieses Jahr entwickelt, ist nicht absehbar. Viele haben sich auf Urlaub zuhause eingerichtet und wir kennen Presseberichte, dass die Swimmingpool-Hersteller ausverkauft sind – wenn es in den Sommerferien heiß wird und die aufblasbaren Planschbecken und Swimmingpools alle gefüllt werden, könnte es eng werden«, stellt Worch fest. Brosze ergänzt: »Wir haben in den vergangenen Jahren eine Menge in die Trinkwasserversorgung investiert und können die Versorgung mit unseren Wasserwerken und Hochbehältern deshalb in der Regel sehr gut stemmen. Aber an den extrem heißen Tagen, da geraten wir zunehmend an Kapazitätsgrenzen.«

Brosze und Worch wären froh, wenn die Menschen von sich aus den Wasserhahn überlegter aufdrehen würden. Es soll niemandem vorgeschrieben werden, ob und wann der Rasen bewässert und das Auto gewaschen werden kann. Damit das so bleibt, wäre vor allem an den extrem heißen Tagen ein sparsames Aufdrehen der Hähne angebracht.

| SoS

Mainzer Taubertsbergbad: Freibad-Eröffnung




Mainz first, Mogunzius Rheinufer Krise Outdoor-Fitness Verschwörung

Mogunzius & sein Mainz: Nachtwächter gesucht

Seit Beginn der Corona-Pandemie stellen sich Psychologen, Philosophen und Soziologen die Frage, wie sich die Gesellschaft nach der Pandemie verändern wird, was wir gelernt haben, wie wir unser Verhalten ändern, ob sich Rücksichtnahme und Respekt als Werte wieder stärker durchsetzen usw. Eine Antwort kann man, meiner Meinung nach, heute schon geben: die Menschen haben die öffentlichen Plätze neu entdeckt und nutzen sie in einer Intensität, die diese Stadt bisher noch nicht gekannt hat. Das gilt für Wege und Flächen am Rhein, vom Winterhafen bis zum Zollhafen und alle Plätze, die eine Aufenthaltsqualität haben, wie Feldbergplatz, Gartenfeldplatz, Goethepark u.a.

Kaum ist der Himmel blau und die Nacht lau, gibt es kein Halten mehr. Tausende sind unterwegs und besetzen die Orte. Das beginnt zumeist friedlich zwischen 19 und 20 Uhr, da werden Bierkästen geschleppt, Unmengen von Pizzakartons, Weinflaschen, Gläser, Decken und Kissen. Da zu dieser Zeit noch viele Kinder mit den Eltern nach Entspannung suchen, bietet sich ein friedliches Bild. Das ändert sich ab 22 Uhr nach und nach. Die Stimmung wird lauter und es beginnt die Zeit der Glasscherben. Ab 24 Uhr kommt das Publikum, das bereits in den Kneipen vorgeglüht hat und die Geräuschkulisse steigt erneut an. Zwischen 0 und 2 Uhr wird das Rheinufer mit gemieteten Luxusautos, leicht zu erkennen an den Kennzeichen M und Wi, angefahren. Motor darf nicht ausgehen, Selfies und Gejohle und ab zum nächsten Hotspot. Die Clubgänger sind im Moment besonders arm dran, daher trifft sich die Szene Outdoor ab 2 Uhr und hält natürlich durch bis 5 oder 6 Uhr, Ehrensache. Das alles nicht nur freitags, samstags und sonntags sondern auch »unter der Woche«. Ist ja kein Problem, es findet am nächsten Tag keine Vorlesung statt und im Home Office kann man auch mal länger schlafen.

Völlig in Vergessenheit gerät dabei, dass in der Stadt auch Menschen wohnen, die irgendwann schlafen wollen. Nun will ich kein Spießbürger sein und darauf hinweisen, dass die gesetzliche Nachtruhe um 22 Uhr beginnt. Ich denke jedoch, ab 24 Uhr sollte jeder in unserer Stadt das Recht haben, bei offenem Fenster zu schlafen und keine Testosteronschreie ertragen müssen.

Nun soll demnächst ein Nachtbürgermeister versuchen das Miteinander von Nachtschwärmern, Anwohnern, Clubtreibenden, Kneipiers und Verwaltung zu verbessern. Schöne Idee. Dann sollte man vielleicht auch gleich über Nachtwächter nachdenken. Immerhin haben die über 700 Jahre in unseren Städten, auch in Mainz, für Ruhe und Ordnung gesorgt. Nachtwächter sind durch die Gassen und Straßen gelaufen und haben Menschen angesprochen. Diese Vorgehensweise ist bestimmt wirkungsvoller als die des Ordnungsamtes, die, bei Hinweisen auf Ruhestörung, mit dem Auto angefahren kommen, seltsamerweise beim Verlassen Ihres fahrbaren Untersatzes keinen Lärm vernehmen können und nach mahnenden Worten wieder davonbrausen.

| Mogunzius

 

Mogunzius & sein Mainz: Outdoor-Fitness in Mainz




Veranstaltungen Landesmuseum

Veranstaltungen: Es geht wieder was

Veranstaltungen im Zeichen der Lockerung: Manches ist wieder mit allen Sinnen erlebbar, anderes bedarf auch weiter der digitalen Hilfestellung.

Veranstaltungen: Haus des Erinnerns

»Auf den Spuren der Demokratie« lädt der Audioguide, abrufbar auf der Homepage des Hauses des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz, zu einem historischen Rundgang durch Mainz ein. An sechs Stationen führt er durch zwei Jahrhunderte der städtischen Demokratiegeschichte. Nachgezeichnet wird der Kampf für Grund- und Freiheitsrechte, aber auch die Rückschritte und Einschnitte auf dem Weg zur heutigen Gesellschaft. Die Hörzeit für den knapp 3 Kilometer langen (digitalen) Gehweg beträgt 67 Minuten. Ein gedruckter Stadtführer mit zusätzlichem Material ist im Buchhandel für 4 Euro erhältlich.

www.haus-des-erinnerns-mainz.de

 

Gutenberg im MainzCorner

Der Gutenberg-Shop hat einen neuen, größeren und schöneren (!) Standort: Im ehemaligen AZ-Kundencenter am Markt in Mainz. Über 1000 Geschenkideen aus der Gutenberg-Stadt Mainz bieten die Ehrenamtlichen hier zum Verkauf: Gutenberg-Bibel-Seiten, Kalligrafie- und Papeterie-Produkte, dazu Mainz-Artikel jeder Art: Von der Grillzange über Weingläser, Stoffbeutel, T-Shirts und Wärmflaschen bis hin zu Kugelschreiber, Bleistift und Notizbuch. Das Geschäftsprinzip des gemeinnützigen Shops ist so effizient wie einfach: Der Preis jedes Artikels enthält einen freiwilligen Spendenanteil, der direkt dem Gutenberg-Museum zu Gute kommt.

www.gutenberg-shop.de

 

Wir machen wieder Sachen

Irgendwie muss es ja weitergehen! Die Kulturei und Initiative Zitadelle Mainz machen wieder Veranstaltungen. Von donnerstags bis sonntags gibt es einen Kulturei-Ausschank mit einem Kulturkiosk. An der Theke der Kulturei werden, wie in einem Kiosk, Getränke und Kleinigkeiten To-Go angeboten. In einer Hütte auf der Wiese davor, können sich Mainzer Kreative aus den verschiedenen Bereichen mit ihren Produkten, ihrer Kunst präsentieren – und die Gäste können sich das anschauen.

Zum Anschauen lädt auch die Initiative Zitadelle Mainz ein, sie hat an verschiedenen Punkten auf der Zitadelle eine Open Air-Ausstellung aufgebaut und informiert so über die Festung und die Festungsstadt Mainz. Auf den Bannern sind verschiedene Präsentationen der letzten Jahre zu sehen, Historisches oder auch Aktuelles zur Mauersanierung. Am Kiosk der Kulturei ist ein kostenloser Plan erhältlich, der zu den einzelnen Ausstellungspunkten führt.

www.zitadelle-mainz.de

 

Das Mittelalter erleben

Im Landesmuseum lädt die interaktive Sonderausstellung »Ritter, Bauer, Edeldame. Erlebe das Mittelalter mit Händen und Füßen« insbesondere Familien mit Kindern ein. Auf etwa 420 m² Fläche machen im ehemaligen Marstall 30 interaktive Stationen die bunte Vielfalt des mittelalterlichen Lebens spielerisch erlebbar. Die Ausstellung soll eine inhaltliche Brücke bauen zur Kaiser-Ausstellung im kommenden Jahr.

Unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln wurde die Ausstellung so konzipiert, dass die Besucher/-innen durch analoge und display-basierte interaktive Spielmöglichkeiten die Welt des Mittelalters entdecken und erleben können. Um die interaktiven Flächen nutzen zu können, stehen individualisierte Touchstifte zur Verfügung, die die Besucher anschließend mit nach Hause nehmen dürfen. Aufgeteilt in sieben Themenbereiche (die Edeldame, die Händlerin, der Ritter, der Mönch, der Spielmann, der Bauer und der Handwerker) können mehrere Generationen (für Kinder ab 6 Jahren) spielerisch Aufgaben, alleine oder in Kleingruppen meistern.

Die eingesetzten digitalen Formate sowie die Bedienung der einzelnen Displays und Spielelemente sind selbsterklärend. Die archäologischen Exponate sind auf Deutsch und Englisch beschriftet, die übrigen Ausstellungsinhalte stehen in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Niederländisch) zur Verfügung.

www.landesmuseum-mainz.de

 

| SoS

 

Mainzer Taubertsbergbad: Freibad-Eröffnung




Willigis Buch

Willigis: Kirchenfürst, Erzkanzler, Bauherr

Umfassendes Werk über den Mainzer Erzbischof Willigis erschienen

Der Mainzer Erzbischof Willigis (* um 940, † 1011) war in seiner Zeit der mächtigste Kirchenfürst nördlich der Alpen, Stellvertreter des Papstes und gleichzeitig auch Erzkanzler des Ostfränkischen Reiches. Er galt daher für viele Zeitgenossen als »des Kaisers und des Reiches Vater«. In den 36 Jahren seiner Amtszeit beeinflusste er grundlegend die Entwicklung von Mainz, der Region, der gesamten Kirchenprovinz und des Heiligen Römischen Reiches. Willigis war Berater von vier Kaisern und zwei Regentinnen sowie konsequenter Unterstützer der Ottonen. Gleichzeitig schaffte er es, Mainz zur zweitmächtigsten Metropole der Christenheit zu machen. Er prägte die Stadt als Baumeister des Mainzer Doms und der Kirche St. Stephan.

Der Mainzer Autor Dr. Matthias Dietz-Lenssen beschreibt in seinem neuen Buch das Leben und Wirken dieses »Idealtyps eines Reichsbischofs«.

| MDL

Der Band ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

 




Destille Laden

Destille: Neuer Standort

Wir haben neue Räume bezogen in der Pfandhausstr.1 an der Römerpassage außen, doch geblieben ist die Ihnen gewohnte, hochwertige Qualität unserer Produkte.

Kaltgepresste Öle, Crema Essige oder die Vielzahl an Destillaten und Likören füllen unsere Auslagen ebenso, wie regionale Weine, Gins, Whiskys und weitere Spirituosen. Auch für unsere Pasta- und Pesto-Freunde sowie Schokoladen-Liebhaber haben wir viel zu bieten. Sofern es die aktuellen Sicherheitsbestimmungen zulassen, werden unsere beliebten Whisky-, Rum- und Gintastings wieder starten.

Besuchen Sie uns – auch gerne über www.Destille24.de.

 

Destille Mainz 
Gaby Stierle
Pfandhausstraße 1
Römerpassage (Fußgängerzone)destille_logo-600
55116 Mainz
Telefon 06131/2115758
Telefax 06136/2115759
www.destille.de/mainz

 

Destille: Leckeres – auch unverpackt!




Rheinstraße Tempo 30

Tempo 30 in Mainzer Innenstadt

Ab 1. Juli 2020 gilt Tempo 30 in der Mainzer Innenstadt. Die Maßnahme soll vor allem dazu beitragen, dass kein Dieselfahrverbot angeordnet werden muss.

Fahrzeuge, die langsamer fahren, sind weniger laut, sind seltener in Unfälle verwickelt und stoßen weniger Abgase aus. So lassen sich, stark vereinfacht, die Vorteile von Tempo-30-Regelungen zusammenfassen, die das Umweltbundeamt in mehreren Studien zusammengetragen hat (siehe QR-Code). Diese Vorteile können ab dem 1. Juli 2020 in der Mainzer Innenstadt alle erleben, die sich hier aufhalten.

Nach wie vor werden in der Mainzer Innenstadt die Grenzwerte für NO2 (Stickoxide) an einigen Messstellen im Jahresmittel überschritten. Die Stadt Mainz musste den Luftreinhalteplan 2016 bis 2020 deshalb fortschreiben, heißt, Maßnahmen festlegen, die eine Reduzierung der NO2-Werte ermöglichen können. Ein mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bis einschließlich Euro 5 sowie für Benziner Euro 1 und 2, als eine solche Maßnahme, ist vorerst bis Februar 2021 ausgesetzt.

Umgesetzt wird ab 1. Juli 2020 ein »Tempolimit auf der Rhein­achse«, kombiniert mit einem »Tempolimit Kaiserstraße/Parcusstraße«. Damit wird die Mainzer Innenstadt von der Parcusstraße und Kaiserstraße, über die Rheinallee und Rheinstraße, bis zur Binger Straße als Tempo-30-Zone ausgeschildert. Auch Quintinsstraße, Ludwigsstraße, Schillerstraße und Bauhofstraße zählen zu diesem Bereich.

Begleitende Maßnahmen

Laut Modellierungsprogrammen (siehe Luftreinhalteplan) führt die Tempo 30-Regelung auf der Rheinachse in Verbindung mit der Tempo 30-Regelung in der Kaiser- und Parcusstraße zur Reduzierung der Emissionen um 15 % im Jahr 2020 und zur Einhaltung des NO2- Grenzwertes an der stationären Messstation Parcusstraße und am Passivsammler Ecke Kaiserstraße/Rheinallee. Voraussetzung ist allerdings, dass begleitende Maßnahmen zu einer Verstetigung des Verkehrs führen.

Laut Fortschreibung des Luftreinhalteplans 2016-2020 sollen folgende begleitenden Maßnahmen zur Verstetigung des Verkehrs beitragen:

  • Linksabbiegeverbot auf der Rheinachse (Holzstraße Richtung Innenstadt)
  • optimierte Anpassung der Grünen Welle auf die neue Geschwindigkeit
  • Vermeidung des Parkens in zweiter Reihe durch zusätzliche Kontrollen
  • Einrichtung stationärer Geschwindigkeitsüberwachung.

Darüber hinaus erfolgt der Aufbau einer Umweltsensorik, einer Maßnahme aus dem Masterplan Green City Mainz M³, mit begleitender Erfassung und Untersuchung der Messergebnisse und Abschätzung der Wirkungsweisen der Maßnahmen.

Umwege in die Holzstraße

Das Linksabbiegeverbot auf der Rheinstraße, aus Richtung Weisenau kommend, ist vor allem für die Holzstraße relevant. Hier bilden sich schließlich immer wieder Rückstaus, die eine »Verstetigung des Verkehrs« beeinträchtigen. Andererseits muss eine Zufahrt in die Wohn- und Geschäftsstraße, sowie die angrenzende Neutor- und Kapuzinerstraße gewährleistet sein. Viele Lieferfahrzeuge wählen zudem den Weg durch die Holzstraße, um in die Fußgängerzone Augustinerstraße hinein zu fahren. Laut Mainzer Pressestelle soll die Zufahrt in die Holzstraße aus Richtung Weisenau kommend ab 1. Juli 2020 wie folgt funktio­nieren: Zufahrt aus Richtung Weisenau nach RECHTS, Richtung Rhein in die Holzstraße, links in die Lauterenstraße und wieder links in die Weintorstraße, von dieser die vierspurige Rheinstraße nach links queren um dann rechts in die Holzstraße abbiegen zu können.

Als einzige Alternative zu dieser Verkehrsregelung hätte eine Umkehrung der Einbahnführung in der Neutorstraße die Zufahrt über Holzhofstraße, Weintorstraße in die Holzstraße hinein ermöglicht. Allerdings hätte dies u.a. zu erhöhtem Parksuchverkehr durch die Kino-Besucher/-innen führen können, weshalb sich die Verwaltung für die andere Variante entschieden habe.

| SoS




Mi Vesto

Mi Vesto: Modemarken, die begeistern

Riani – Saint James – Vabene – Esisto – Margittes – Le Tricot Perugia – Rosanna Pellegrini – Mania Schuhe – Save my Bag. Das sind Markennamen, die Modeinteressierte begeistern. Die Corona-Krise ist in aller Munde. Wir sagen Danke an alle, die uns Einzelhändler in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Kaufen Sie auch weiterhin lokal und bleiben Sie gesund. Ihr Mi Vesto Team.

mi-vesto-logo

MI VESTO
Exklusive Damenmode
Leichhof 19
55116 Mainz
Tel. 0 6131/55 34400
Fax 0 6131/55 34401
info@mi-vesto.de
www.mi-vesto.de

Mi Vesto: Nix wie hin!




Hut maskhave Streibich

Huthaus Streibich: Mit Hut und Maske…

…sind sie in diesem Sommer perfekt aus­gerüstet. Die Maske ist immer noch vielerorts Pflicht, kann aber, wie die aktuelle #maskhave-Kampagne zeigt, durchaus stylish sein. Nutzen Sie die aktuellen Lockerungen; gehen Sie wieder aus und zeigen Sie Hut oder Mütze. Auch in
Corona-Zeiten ist die richtige Kopf­bedeckung mehr als nur ein funktionaler Schutz: Sie ist Ausdruck von Persönlichkeit, Lebensstil und Modespaß.

Das Motto von Huthaus Streibich gilt immer noch: »Sie haben den Kopf, wir haben den Hut.« Kommen Sie wieder einmal vorbei und schauen Sie auch in den Onlineshop: www.huthaus-streibich.de.

 

Huthaus Streibich
Flachsmarktstr. 34
555116 Mainz
Tel. 06131-223930
www.huthaus-streibich.de

Huthaus Streibich: Fascinator




Taubertsbergbad Freinad

Mainzer Taubertsbergbad: Freibad-Eröffnung

Geöffnet ist das Freibad im Mainzer Taubertsbergbad seit Ende Juni 2020 täglich zu drei verschiedenen Zeitfenstern; Eintrittskarten sind vorab über ein Online-Ticketsystem zu erwerben.

Ein komplett neues 50 Meter-Becken im Freien ist das neue Glanzstück im Mainzer Taubertsbergbad. Das Edelstahlbecken ist nicht mehr ganz so tief wie das frühere Schwimmerbecken und die große Wasserfläche wurde neu aufgeteilt: Zwei Bahnen mit 50 Metern Länge und sechs Bahnen mit 25 Metern Länge für diejenigen, die gerne schwimmen und ein Nichtschwimmerbereich mit ansteigender Wassertiefe, sieben Whirlliegen und einem Brodelberg für diejenigen, der gerne planschen.

Planschen und spielen sind auch im Nichtschwimmerbeckern mit Rutsche angesagt, das Planschbecken mit Sonnensegel wird, wie in den vergangen Jahren, insbesondere Familien mit Kleinkindern anziehen. Der neue Matschspielplatz zwischen Planschbecken und Beauvolleyballfeld findet unter den Kleinsten und Kleineren garantiert schnell seine Freunde.

Liegewiesen unterteilt

Die Liegebereiche auf den Wiesen sind unterteilt in  einen etwa 3.300 Quadratmeter großen Kleinkindbereich, ein rund 9.000 Quadratmeter großes Areal für Familien rund um das Nichtschwimmerbecken und einen 8.400 Quadratmeter großen Schwimmerbereich. Wegekonzept und Beschilderung erleichtern die Orientierung und die Einhaltung von  Mindestabständen, die Mischung zwischen den Gästegruppen soll so reduziert werden.

Eintritt nur mit E-Ticket

Während des Corona-Betriebs sind Mehrfachkarten, Gutscheine, Familienkarten und andere Rabattierungsregelungen ausgesetzt – sie können aber nach der Corona-Zeit wieder benutzt werden. Voraussetzung für den Besuch des Taubertsberg-Freibades ist (bis auf weiteres) der Kauf von Eintrittskarten über das E-Ticketsystem, das auch die Grundlage für die Corona-bedingte Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten bietet. Entscheiden müssen sich die Badegäste zuvor auch für einen Zeitslot, die Badezeit ist in drei Zeitfenster unterteilt:

  • Das Frühschwimmer-Zeitfenster geht von montags bis freitags von 6.30 bis 8 Uhr.
  • Die Familienzeit startet täglich um 9 Uhr und endet um 14 Uhr.
  • Das Nachmittagsschwimmen beginnt um 15 Uhr und endet um 20 Uhr.

Diese Zeitfenster sollen auch an heißen Tagen und in der Ferienzeit möglichst vielen Menschen innerhalb der Besucher-Obergrenzen den Freibad-Besuch ermöglichen.

Ticketpreise  

Bis  30. Juni 2020 gelten folgende Eintrittspreise:
Frühschwimmer Mo.-Fr. 6:30 Uhr bis 8 Uhr → 3,56 €
Erwachsene (ab dem voll. 18. Lebensjahr) → 4,59 €
Kinder  (2-17 Jahre) → 3,87 €
Kinder  (bis 2 Jahre) → 0,12 €
Menschen mit Behinderung (GdB > 70 %) → 3,87 €

Ab dem 1. Juli 2020 (Senkung der Mehrwertsteuer!) gelten folgende Eintrittspreise:
Frühschwimmer Mo.-Fr. 6:30 Uhr bis 8 Uhr 3,50 €
Erwachsene (ab dem voll. 18. Lebensjahr) 4,50 €
Kinder (2-17 Jahre) → 3,80 €
Kinder (bis 2 Jahre) → 0,10 €

Menschen mit Behinderung (GdB > 70 %) → 3,80 €

Im Online-Ticket-System können die Badegäste in Echtzeit das verfügbare Ticketkontingent einsehen. Zusätzlich werden alle Gästedaten datenschutzkonform gespeichert, so dass bei einem Verdachtsfall die Infektionskette nachzuverfolgen wäre.
Beschilderungen weisen auf Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und geänderte Verhaltensregeln hin. Personen, die sichtbare Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen, wird der Zutritt verwehrt!

Eingänge und Ausgänge

Grundsätzlich gibt es zwei Betriebszustände im Freibad unter Pandemie-Bedingungen, den “Schwachlastzustand” und den “Starklastzustand”. Der Schwachlastzustand wird in der Regel für die Frühschwimmerzeit werktags oder an Tagen mit schlechtem Wetter gelten. In Fällen mit geringeren Besucherzahlen befinden sich der Eingang und der Ausgang zum Bad am Notausgangstor am Hauptgebäude des Taubertsbergbades. Die Wegeführung für die Besucherinnen und Besucher ist im Einbahnsystem, mit Personenleitsystem und entsprechender Beschilderung, unter den gültigen Abstandsregelungen organisiert.

Der Starklastzustand wird beispielsweise in der Familienzeit von 9 bis 14 Uhr oder beim so genannten After-Work-Slot von 15 bis 20 Uhr eintreten, vor allem an sommerlich heißen Tagen. Im Starklastzustand werden aufgrund der größeren Besucherzahlen Eingang und Ausgang weiter auseinander liegen. Der Eingang ist dann am großen Tor im Freibad platziert, am Fußweg in der Nähe des Parkhauses.

Umkleiden, Sanitärbereiche, Kiosk

Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften gibt es einige Einschränkungen. Die Warmwasserduschen im Sanitärbereich des Freibades bleiben vorerst geschlossen. Die Durchschreite-Duschen an den Freibadbecken sind geöffnet. Die Spinde müssen geschlossen bleiben, ebenfalls die Umkleiden. Die Anzahl der Toiletten im Sanitärbereich des Freibades ist reduziert. Der Kiosk im Freibad ist geöffnet. Allerdings können aktuell dort lediglich verpacktes Eis, Getränke, Brezel verkauft werden. Frisch zubereitete Speisen können leider  nicht angeboten werden, da die Schlangenbildung im Bereich des Kiosks vermieden werden soll.

| SoS

Infos: www.mainzer-taubertsbergbad.de

 

 

 




Mainzer Johannisnacht Gautschen

Mainzer Johannisnacht: Gutenbergs Geburtstag wird virtuell gefeiert

Alles ist anders in diesem Sommer. Das größte Mainzer Volksfest, die Johannisnacht, findet im Web statt. Drei Tage lang, vom 19.-21. Juni 2020, sind Musik, Kabarett, Weingenuss, Künstlermarkt und „animiertes Gautschen“ auf www.mainzer-johannisnacht.de erlebbar.

In Mainz dreht sich vieles um den Mann des Millenniums. Johannes Gutenberg, Namensgeber der Mainzer Universität und „Inhaber“ eines eigenen Museums, ist der berühmteste Sohn der Stadt. Dieser wird alljährlich vier Tage lang gefeiert. Um St. Johannis, dem 24. Juni herum, organisiert die Stadt alljährlich ein Volksfest, dass Zigtausende aus nah und fern in die Gutenberg-Stadt lockt.

In diesem Jahr musste für das Fest, die Mainzer Johannisnacht, eine andere Plattform gefunden werden. Nicht die Straßen und Plätze in der Mainzer Innenstadt und am Mainzer Rheinufer sind Schauplatz für Musik, Weingenuss, Kabarett und Künstlermarkt. Um den größten Sohn der Stadt zu ehren, wurde das Fest auf die Johannisnacht-Webseite verlegt.

Johannisnacht virtuell: Gautschen ohne nass zu werden?

Ob im heimischen Wohnzimmer oder Garten, auf Terrassen und Balkonen, auf Wiesen und in Grünanlagen – erlebbar ist die 2020er Mainzer Johannisnacht überall, wo es Internetverbindungen gibt. Im virtuellen Angebot sind: Gautschen mal anders, Stadtschreiber Eugen Ruge liest – und: Bianca Wagner, freischaffende Künstlerin, Grafikerin und Illustratorin zeichnet, Gruß vom Büchermarkt, Lieblingsexponate im Gutenberg Museum Mainz, Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft erklärt: Mainz und Gutenberg, Johannes Gutenberg und die Erfindung der Buchdruckerkunst (Institut für Buchwissenschaft der JGU)

Musik: Ob Swing, Jazz, Rock oder Singer-Songwriter- mit dabei sind u.a.: Whiskydenker, Jay Schreiber,  Grundfunk, Terztanz, Felice & Cortes Young, Siggis Jazz Men, Revelling Crooks, two and a box,  Le-Tanh Ho. Kabarett, Talk & mehr. Mit dabei sind u.a.: Kabarettist Christian Schier, Talk Mara Pfeiffer – Frauen und Fußball, Künstlermarkt humorig, Poetryslammer Quichotte.

Kinder – Mit dabei sind u.a.:  Kinderlieder mit Alex Schmeisser, Basteln mit der Sternenwiese, Spaß mit Clown Filou, Bubbles for fun – Riesenseifenblasen.

/SoS

Das gesamte Programm ist ab 19. Juni 2020 zu erleben: www.mainzer-johannisnacht.de



MVG Fahrpläne Bus Bahn

MVG Fahrpläne: Stufenweise Rückkehr zum normalen Fahrplan

Weitere MVG Fahrpläne aufgrund der dynamischen Lage der Corona-Pandemie geändert / Busse statt Bahnen von und nach Finthen ab Sonntag

Fahrplanänderungen der Mainzer Mobilität zum 20. Juni und 4. Juli

Die Mainzer Mobilität informiert, dass der Fahrplan in den kommenden Wochen mit Lockerung der Maßnahmen rund um die Corona-Pandemie stufenweise weiter normalisiert wird.

Änderungen ab Samstag, 20. Juni 2020

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage kommt es bereits ab Samstag, 20. Juni, zu Anpassungen in den Fahrplänen der Linien 58, 61, 62, 63, 67, 69 und 78 sowie bei den Nachtlinien 90 und 91.

Linie 58: Die Linie fährt montags bis freitags von ca. 6 bis 9 und ca. 13 bis 19 Uhr wieder von/bis Finthen. Ab der Haltestelle Isaac-Fulda-Allee finden nachmittags wieder alle regulären Abfahrten statt. Samstags wird der Betrieb erst am 4. Juli wieder aufgenommen.

Linie 61: Die Abfahrten 7:13, 7:43 und 8:13 Uhr ab Am Polygon werden durch zeitgleiche Abfahrten der Linie 63 ersetzt.

Linie 62: Die in der Zwischenzeit eingesetzten Zusatzfahrten zwischen Hauptbahnhof und Universitätsmedizin werden teilweise von der Linie 69 übernommen.

Linie 63: Die Linie 63 ist ab Montag, 22. Juni, montags bis freitags wieder nach dem normalen Fahrplan unterwegs. Samstags wird der Betrieb ab dem 4. Juli wieder aufgenommen.

Linie 67: Im Vorgriff auf die vollständige Betriebsaufnahme am 6. Juli und in Ergänzung zur Linie 69 können nachmittags zwei zusätzliche Fahrten von Hechtsheim zum Hauptbahnhof eingerichtet werden.

Linie 69: Die Linie wird montags bis freitags in den Zeiten von ca. 6 bis 9 und ca. 13 bis 19 Uhr über die Birkenstraße hinaus von/bis Hauptbahnhof verlängert. Der in dieser Zeit größtenteils erforderliche Umstieg an der Birkenstraße in die Straßenbahnen entfällt hierdurch.

Linie 78: Die Linie ist ab Samstag, 20. Juni 2020, samstags wieder nach dem regulären Fahrplan im Einsatz.

Nachtverkehr: Zu Zeiten mit hoher Nachfrage kommen ab 20. Juni abends Verstärkerbusse als Linie 90E zwischen Schillerplatz und Albert-Stohr-Straße sowie als Linie 91E zwischen Hauptbahnhof und Kisselberg zum Einsatz, die wenige Minuten vor den planmäßigen Abfahrten der Nachtlinien eingesetzt werden.

MVG Fahrpläne: Ab Samstag, 4. Juli 2020 – normaler Fahrplan auf nahezu allen Linien

Ab Samstag, 4. Juli, fahren die meisten Linien täglich wieder nach den normalen Zeiten, wie sie auf den Aushangfahrplänen angegeben sind.

Dadurch sind beispielsweise die Linien 55 (bisher nur innerhalb von Rheinhessen), 67 und 74 wieder vollständig im Einsatz.

Der Nachtverkehr beginnt wieder erst um 23 Uhr (in den Wochenendnächten erst um 1 Uhr). Sonntags starten die tagsüber fahrenden Linien wieder um 8 Uhr (bisher 13 Uhr). Weiterhin wird bereits am Freitag, 3. Juli, ab 21 Uhr wieder nach dem regulären Fahrplan gefahren, womit bereits in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli der Abend- und durchgängige Nachtverkehr in vollem Umfang angeboten werden kann. Einschränkungen gibt es in den Nächten von 3. auf 4. und 4. auf 5. Juli dagegen noch auf den Linien 6 und N7.

Aufgrund der gleichzeitig startenden Sommerferien bittet die Mainzer Mobilität jedoch darum, die Ferienfahrpläne bzw. die Spalte „Mo.-Fr. (Ferien) zu beachten. Zudem kommt es aufgrund von Bauarbeiten in den Sommerferien zu mehreren Umleitungen und Ersatzverkehren.

MVG Fahrpläne: Linie 54 mit geändertem Linienweg in Kostheim

Ab Samstag, 4. Juli, erhält die Linie 54 in Kostheim dauerhaft einen geänderten Linienweg in Fahrtrichtung Innenstadt. Die Linie fährt künftig ab der Haltestelle Kostheim/Mainbrücke über die Haltestellen Winterstraße und Viktoriastraße (Haltebereich B in der Viktoriastraße) zur Haltestelle Hallgarter Straße. Die Haltestelle Luisenstraße entfällt hierdurch in dieser Fahrtrichtung.

Die aktualisierten Fahrpläne mit Gültigkeit ab 20. Juni werden bis zum Ende der Woche unter www.mainzer-mobilitaet.de/corona veröffentlicht. Auch die Fahrplanauskünfte sind entsprechend bis zum Ende dieser Woche aktualisiert.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.mainzer-mobilitaet.de sowie in der RMV-Mobilitäts-Beratung im Verkehrs Center Mainz unter 06131 – 12 77 77.




Staiger Flusskreuzer

Landstrom für Mainzer Flusskreuzer – eine Endlos-Geschichte?

Die Entscheidung, ob in Mainz ein Dieselfahrverbot verhängt wird, ist ausgesetzt. Klar ist aber, dass die Flusskreuzer, die am Mainzer Rheinufer festmachen, mangels Landstrom ihre Dieselabgase weiter in die Luft blasen.

Welchen Anteil die Dieselabgase der Flusskreuzer, die am Mainzer Rheinufer in normalen Zeiten anlegen, an der Überschreitung der NO2-Grenzwerte haben ist unbekannt.  Die Schadstoffkonzentration, die die Schiffe in die Luft blasen, während ihre Gäste Mainz erkunden, wird nicht gemessen. Dennoch wird seit 2017 im Maßnahmenkatalog der Stadt Mainz zur Vermeidung eines Dieselfahrverbots in der Innenstadt auch die Versorgung der Flusskreuzer mit Landstrom propagiert.

In der Juni-2020-Ausgabe des MAINZERs hatten wir den Stand der Dinge zur Landstromversorgung zusammengefasst. Dazu erreichte uns eine Reaktion von Anwohner/-innen der südlichen Taunusstraße, die direkt im Einzugsbereich der Flusskreuzer-Abgase leben. Dr. Hans-Peter Gieseler schreibt:

»Seit Jahren leiden wir zunehmend unter den ungefilterten Schiffsdiesel-Emissionen der Kabinenschiffe, insbesondere am sogenannten Steiger A1 am Kaisertor. Das Heck eines solchen bis zu 180 Meter langen Flusskreuzers ist knapp 100 Meter von den Wohnungen der Taunusstrasse Nr. 3 entfernt. Die Schiffe haben keine Katalysatoren, und ihr Schiffsdiesel ist viel umweltbelastender als die Autoabgase. Die Schiffsemissionen tragen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu über der Norm liegenden Stickoxid-Werten an den Messstationen  Kaisertor und Stadtbibliothek bei.«

Jahrelanger Briefwechsel mit OB Ebling

Seit Jahren, so schreibt Gieseler weiter, führten die Anwohner zum Thema Landstrom mit  Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) einen Briefwechsel, und bekämen freundliche Antworten: Landstrom sei sinnvoll und wichtig . »Aber geschieht etwas? Nach unserer Kenntnis: Nein. Seit Jahren ist von schwierigen Vorplanungen die Rede und den schier unermesslichen Kosten, Landstrom am Mainzer Rheinufer zu installieren. Wie haben nur viele andere Städte an Donau und Rhein, von Rüdesheim bis Düsseldorf es längst geschafft, zum Beispiel in Köln über 20 Landstrom- Ladestationen (sogar auch für Frachtschiffe) einzurichten? Sie hatten den Willen, und sie fanden Wege, der gesetzlichen Auflage aus der Rheinschifffahrts-Verordnung nachzukommen.«

Kein Geld ohne präzise Vorplanung

Die Stadt Mainz erfülle die gesetzliche Verpflichtung nicht, mit dem Argument leerer Kassen, stellt Gieseler fest. Ohne präzise Vorplanung fehle aber seiner Einschätzung nach, die Voraussetzung, Fördermittel vom Land zu erhalten. »Andere Städte wie Köln haben in der Vergangenheit sogar Mittel vom Bund bekommen. Mainz hatte sich darum anscheinend nicht beworben. Wie kommt man auf eine Kostenschätzung von 3,6 Millionen Euro für 8 Steiger, wenn man keine Vorplanung hat? Und wie kann man Förderanträge mit Erfolgsaussichten beim Land stellen, ohne konkrete Projektkosten-Rechnungen? Andere Städte haben mit ein bis zwei Landstrom-Aggregaten begonnen. Das sollte auch für Mainz sinnvoll sein, zum Beispiel für die Steiger A1 bis 2, weil hier die Kreuzfahrtschiffe auch über Nacht liegen. Bei den privaten Steigern, zum Beispiel Primus-Linie an der Uferstraße, sind die Liegezeiten kurz, weil die Passagiere nur ein- oder aussteigen.«
Abschließend stellt Gieseler fest, in dem MAINZER-Artikel werde deutlich, wie in Mainz das Thema Landstrom auf die lange Bank geschoben werde. Die Stadt Passau habe längst Ladestationen in eleganter Edelstahloptik am Donauufer installiert. »In Mainz werden nach der Corona Pause die am Rhein lebenden Anwohner durch den teilweise bejubelten  Flusskreuzfahrt-Tourismus unter steigenden Emissionen weiter leiden.«

 

 




Nonno Luigi Terrassen

Terrassen: Ein Schoppe in Corona-Zeiten

Der »Lockdown« ist gelockert, die Gastrobetriebe sind soweit möglich wieder geöffnet und die Mainzer sitzen wieder auf den Terrassen: Ein Stückchen »mehr Normalität« ist zurück!

Gelegentlich erinnert das Ambiente in der angesteuerten Kneipe an einen Science Fiction- oder Katastrophen-Film: Die Plexiglashelme der Kellner könnten aus Star Wars stammen, die maskierten Gäste aus einem Endzeit-Opus. Vor dem ersten Schoppe erfolgt die Erhebung der Personendaten (»Ei Schorsch, Du weisst doch wer ich bin!?!«) und statt der Weinkarte studiert man erst einmal die überall aufgehängten Desinfektionsanleitungen. Auch Niesen und Händewaschen will neu gelernt sein – und wer sicher gehen will, dass er in seiner Stammkneipe einen der begehrten Terrassenplätze bekommt, reserviert besser im Voraus und kommt auch etwas früher als sonst: Denn schon um 22 Uhr ist wieder Zapfenstreich.

Kneipenbesuche sind ein Event der besonderen – und nicht unbedingt lustigen – Art geworden. Wie will man etwa einen Wirt aufheitern, der nicht weiß, ob er je aus den Roten Zahlen kommen wird; der nicht das Glück hat, seine Bestuhlung auf öffentliche Plätze ausweiten zu dürfen?

Distanzhalten angesagt

Es ist auch nicht die Zeit um neue Leute kennen zu lernen: Statt Zusammenrutschen (»Ei an den Zehner passt ihr vier aach noch«) ist Distanzhalten angesagt – überall hat man den Zollstock im Kopf. Der Weg zur Toilette ist vorgeschrieben (Bitte nicht vergessen, vorher die Maske aufzusetzen!) –Pfeile und Absperrungen weisen den Weg. Jede Kneipe, jede Gaststätte erinnert jetzt irgendwie an die Baumaßnahmen in der Großen Langgasse.

Bewusst genießen

Man trinkt bewusster auf die Gesundheit – und voller Zuversicht, dass »das« bald vorbei ist. So manchem wird auch bewusst, dass nicht alles automatisch und selbstverständlich ist: Der Platz auf den Terrassen, der Schoppe in der Hand, der Blick auf die wieder belebteren Straßen. Man spricht über Homeschooling (»Was die Kinner da heut‘ für ein Zeugs lerne müsse!«), sinniert über Mehrwertsteuersätze (Wieso ist nur der Satz auf den Handkäs reduziert und nicht der auf Riesling?), jammert über die abgesagten Wein- und Straßenfeste (»Die hol‘ ich nächst Jahr alle nach! Ganz bestimmt!«) und plötzlich fällt auch das Stichwort »Abstiegskampf« wieder. Richtig: Da war noch was. Geisterspiele! Und damit die Stammkneipe nicht auch absteigt muss eben jeder sein Bestes geben: Einfach mal abends öfters ausgehen oder das »ToGo«-Angebot nutzen – und natürlich: Alle Regeln einhalten!

| MDL

 

Top-Restaurants aus Mainz & Rheinhessen




Grillen

Grillen: Nicht nur für Steakliebhaber

Ob Holzfällersteak oder mariniertes Gemüse – wer in diesem grillen will, muss erst noch »privatissime« brutzeln: Größere Grillfeste sind bis auf Weiteres verboten.

Eine Frage stellt sich aber auch in diesem Jahr – völlig Corona-unabhängig: Was legen wir uns denn jetzt konkret auf den Rost? Beliebte Klassiker sind immer noch selbst-marinierte Steaks, Schnitzel und Koteletts vom Schwein.

Allerdings setzen Deutschlands Hobbygril­ler auf Vielfalt, wie Fleischverkäufer zu berichten wissen: »Der Kunde sucht zunehmend nach Abwechslung auf dem Grillteller. Sein ganzer Stolz sind selbst zubereitete Grill­variationen. Dies geht auch relativ schnell und einfach mit den frischen Zutaten von der Fleischtheke.«

Dazu gehören beispielsweise unterschiedlich gefüllte Fleischtaschen oder saftige, bunte Fleischspieße. Besonders im Trend liegen zurzeit Fleischspieße mit Obst. Auch Fisch und Gemüse sind gefragt: Es geht nicht um ein »entweder-oder« sondern um ein kulinarisches Miteinander über der Holzkohle.

Köstlichkeiten grillen aus der Region

Das Team der Metzgerei Walz bietet in dieser Grillsaison wieder ein wechselndes buntes Grillsortiment an. Die klassische Auswahl von diversen Sorten Grillsteaks vom Schwein, Pute & Rind sowie diverse Fleischspieße wird durch raffinierte Bratwurst-Kreationen ergänzt. Die Walz’schen Metzgermeister sind immer für eine kullinarische Überraschung bei Ihren Grillfans bekannt.

Kleiner Tip: T-Bone Steaks, Porterhouse, Spareribes oder Flat Ironsteaks sollten bei Bedarf kurz vorbestellt werden.

Dass nur Fleisch aus der Region von Walz verarbeitet wird, schmecken Sie sofort an der Spitzenqualität! Die Fachgeschäfte der Metzgerei Walz freuen sich auf Ihren Besuch in Mombach, Weisenau & Mainzer City/ Münsterplatz.

Ausgezeichnet als eine der Besten

Sie sind passionierter Fleisch- und Steakliebhaber? Für Sie hält die Metzgerei Peter echte Leckerbissen bereit: T-Bone-Steak, Dry Aged Beef, Rib Eye Steak und gefüllte Steaks mit etwa Mozzarella und Tomate. Natürlich gibt es im Fachgeschäft auch schmackhafte Grillspieße aus Pute, Lamm oder Rind, Gyros-Spieße und Rouladen-Spieße. Übrigens: 2015 wurde die Metzgerei vom Magazin »Der Feinschmecker« als eine von 500 besten Metzgereien Deutschlands ausgezeichnet.

| MDL

 

Die Grillsaison ist endlich eröffnet




Staatstheater Beethoven c:De-Da Productions.

Staatstheater: Beethoven – Ein Geisterspiel

Beethoven: Uraufführung in 3sat

Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens plante das Staatstheater Mainz ein aufwändiges spartenübergreifendes Projekt, Anfang Mai sollte die Uraufführung im Großen Haus sein. Wegen der Coronapandemie mussten die physischen Proben eingestellt, die Premiere abgesagt werden.

Das Theater reagierte schnell, Regisseur Jan-Christoph Gockel und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer stellten sich der neuen Herausforderung, gestalteten die Proben um und überarbeiteten das Konzept. Die Theaterleitung ging auf das ZDF und auf 3sat zu und fand so einen starken Kooperationspartner. Gemeinsam entwickelten das Theater und die Verantwortlichen im Sender das Projekt weiter, sodass nun die außergewöhnliche Premiere einer Theatervorstellung für das Fernsehen zu erleben sein wird, die inhaltlich und ästhetisch weit über die gewohnten Streaming-Formate hinausgeht: »Beethoven – Ein Geisterspiel« erlebt seine Uraufführung nun am 14. Juni um 11.40 Uhr in 3sat. Als exklusive Vorab-Online-Premiere stellen 3sat und ZDF­kultur das Stück bereits am Samstag, 13. Juni um 19.30 Uhr online, auf 3sat.de und zdfkultur.de.

 

Virtuell ist angesagt




Mainzer Haushalt

Mainzer Haushalt: Es geht ans Eingemachte

Wir haben einen herrlichen Frühling (fast) hinter uns. Es blüht in Gärten und auf Wiesen wie verrückt. Als wolle uns die Natur über die unschönen Alltagsbedingungen hinweg trösten.

Nun steht der Sommer bevor und wenn es Herbst wird, erkennen wir diejenigen, die konsequent den Mund-Nasen-Schutz trugen an dem weißen Streifen im Gesicht. Nach der Sommerpause geht es dann ans Eingemachte. Die Beratungen über den Mainzer Doppelhaushalt 2021/22 stehen an. Eine vorläufige Bestandsaufnahme, die Finanzdezernent Günter Beck im Mai im Finanzausschuss vortrug, lässt mitten im schönsten Frühling frösteln. Fast alle Zahlen die Beck präsentierte, basieren auf Schätzungen und der Annahme, dass die Mainzer Wirtschaft allmählich wieder in Gang komme, eine Anordnung neuerlicher Ausgangsbeschränkungen nicht erforderlich sei.

Es geht los mit 24 Mio. € weniger Gewerbesteuer-Einnahmen und 690.000 € geringeren Einnahmen aus der Vergnügungssteuer. Der Rückgang bei der Einkommens- und Umsatzsteuer kann aufgrund der Steuerschätzung des Bundes auch für Mainz nur geschätzt werden. Beck rechnet mit 8-10% weniger Zuweisungen aus diesen beiden Steuern, in Zahlen: ca. 10,6 Mio. € weniger aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer sowie ca. 2 Mio. € weniger Gemeindeanteil aus der Umsatzsteuer.

Die Abfrage der Mainzer Ämter ergab 230.000 € geringere Einnahmen aus Sondernutzungsgebühren als prognostiziert, darin eingerechnet ist der Verzicht der Stadt auf Beiträge, die im Mainzer Corona-Hilfsprogramm vorgesehen sind. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben in den sozialen Sicherungssystemen um 3,6 Mio. €, darunter auch Mindereinnahmen aufgrund des Verzichts auf die Kita-Beiträge, und um weitere 766.000 € für u.a. die stationäre Unterbringung sowie Kosten der Unterkunft.

Der Finanzdezernent kündigte an, die Stadt könne in diesem Jahr nicht mit einer Dividenden-Ausschüttung der Sparkasse rechnen, auch die Verzinsung des Genussrechtskapitals der MAG werde entfallen. Außerdem müsse die Stadt voraussichtlich auf die Konzessionsabgabe der Mainzer Mobilität verzichten, die mit einem Fahrgastaufkommen von nur noch 10 % der erwarteten Auslastung auf ein Defizit von vermutlich 25 Mio. € in diesem Jahr kommen werde (statt dem prognostizierten Defizit von 18 Mio. €).

Die Zentrale Beteiligungsgesellschaft Mainz ZBM übernehme den Verlustausgleich von einigen städtischen Beteiligungen. Insbesondere für die Mainzplus Citymarketing steige der Verlustausgleich im schlimmsten Fall auf ca. 5 Mio. €. Unter dem Strich, so der Grünen-Politiker, werde die Corona-Krise, Stand 19. Mai 2020, die Stadt 30-40 Mio. € an Einnahmeausfällen und zusätzlichen Ausgaben kosten, sofern es keine kommunalen Rettungsschirme seitens des Bundes und des Landes gebe. Für 2021 prognostiziert Beck sogar ein Minus von 70 Mio. €.

| SoS




Cape Horn Daunen

Reuter’s: qualitativ hochwertige maritime Mode

Martin Schneider-Reuter ist wieder fündig geworden. Ein neuer Hersteller mit dem Etikett »Sea Ranch« ist jetzt in seinem Laden anzuschauen und auszuprobieren. Das ist frische, qualitativ hochwertige maritime Mode mit einem Qualitätsversprechen.

Und schon sind wir in der Bretagne mit den überragenden Shirts von Amor Lux. Die größte Auswahl an den gesteiften See­männer-Shirts ist einmalig in Mainz. Und wer schon einmal ein Shirt von Amor Lux trägt kehrt immer mal wieder ein bei Reuters, denn es gibt immer wieder neue Farbstellungen: in diesem Jahr z.B. knallrot mit blauen Streifen.

Reuter’s – Casual Sportswear
Schöfferstraße 6
55116 Mainz
Tel. 06131 231523
www.reuters-fashion.de
Reuters Logo

Monsieur C.O. Reuter: Westen und Jacken von Milestone




Lotharstraße, LEAP-Gesetzesänderung

LEAP-Gesetzesänderung kommt für Mainzer Verein zu spät   

Die Novellierung des LEAP-Gesetzes könnte noch in dieser Legislaturperiode vom rheinland-pfälzischen Landtag verabschiedet werden. Für das einzige Mainzer LEAP-Projekt käme die Anpassung zu spät.

Seit 2012 versuchte der Verein »Mainzer Mitte am Neubrunnen e.V.« das Einkaufsquartier zwischen Neubrunnenplatz, Lotharstraße, Römerpassage, Pfandhausstraße und Steingasse (s. Foto) aufzuwerten. Die Aktivitäten stießen immer wieder an finanzielle Grenzen, weil sich nicht alle Immobilienbesitzer an den Maßnahmen beteiligen wollten.

Das »Landesgesetz für Lokale Entwicklungs- und Aufwertungsprojekte« LEAP-G, verabschiedet 2015 von der damaligen rot-grünen Mehrheit im rheinland-pfälzischen Landtag, sollte solche Initiativen fördern. Die rheinland-pfälzische Variante der BID (Business Improvement Districts) soll durch private Initiative die Attraktivität eines Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gewerbezentrums für Bewohner/-innen und Kundschaft steigern und die Rahmenbedingungen für die dort niedergelassenen Betriebe verbessern. Das Gesetz sieht vor, dass alle Immobilienbesitzer Abgaben entrichten, um sie für vorab definierte Aufwertungsmaßnahmen zu verwenden. Die Abgabenpflicht der Immobilienbesitzer ist allerdings strittig. Wird das jeweilige Grundstück zu Wohnzwecken genutzt, wären sie ganz oder teilweise von den Abgaben befreit.

Die meisten Gebäude in LEAP-relevanten Lagen werden aber gemischt genutzt: im Erdgeschoss ein Geschäft, in den oberen Stockwerken Ärzte und Dienstleister und darüber Wohnungen. Ergo müsste der Einheitswert einer Wohnung aus dem Einheitswert eines Gebäudes herausgerechnet werden, eine Aufgabe, die die Kommunen hätten übernehmen sollen. So die Auffassung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, das seit 2016 von Volker Wissing geführt wird. Der FDP-Politiker ließ immer wieder ausrichten, es gebe keinen Bedarf, das Gesetz zu ändern und schob die Verantwortung für die Nichtanwendung den Kommunen in die Schuhe.

Privates Kapital wird nicht genutzt

An der Verabschiedung des Gesetzes 2015 waren die Freien Demokraten nicht beteiligt, da sie erst bei der Landtagswahl 2016 mit einem Wähleranteil von 6,2 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag schafften. Sie erhielten sieben Sitze im Landtag und stellen aktuell zwei Minister.

Die Kommunen, darunter Koblenz, Mayen, Diez und Mainz, in denen LEAP-Initiativen aktiv waren, weigerten sich, die erforderlichen Satzungen zu erlassen. Begründung: Die juristischen Risiken, wenn Immobilienbesitzer gegen die Satzung klagen, weil sie nicht zahlen wollen, sind zu hoch. Die Folge war und ist: Privates Kapital, das zur Aufwertung der Innenstädte zur Verfügung stünde, kann nicht abgerufen werden.

Die politischen Führungen der Kommunen und die rheinland-pfälzischen IHKs suchten den Minister davon zu überzeugen, das LEAP-G als Instrument für die regionale Wirtschaftsförderung anwendbar zu machen. Im Mai 2018 veröffentlichten sie eine gemeinsame Presseerklärung und forderten den FDP-Politiker auf, eine umsetzbare und rechtssichere Lösung zu finden.

Im Mai 2020 schreibt die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) auf Anfrage des MAINZERs, die Arbeiten seien am Gesetz mittlerweile weit fortgeschritten, so dass wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht werde. IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz hofft, dass die Gesetzesnovellierung im Herbst 2020 im Landtag beraten werden könnte. Für den Verein »Mainzer Mitte am Neubrunnen e.V.« spielt das keine Rolle mehr. Im April 2020 sollte der Verein abgewickelt werden, was aufgrund der Corona-Pandemie zwar auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, aber nicht aufgehoben wurde.

| SoS

LEAP: Änderung des Gesetzes?

 




Mainzer Bürgeramt

Mainzer Bürgeramt wird digital

Corona macht es deutlich: Einkaufen online geht immer. Wie aber soll das neue Auto angemeldet, wie ein Personalausweis beschafft werden? Die Digitalisierung der Mainzer Stadtverwaltung kommt allmählich in die Gänge.

Unabhängig von der Pandemie sollen nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) bis Ende 2022 alle Verwaltungsvorgänge digitalisiert und von zu aus Hause erledigt werden können. Insgesamt wurden bundesweit mehrere hundert Verwaltungsleistungen identifiziert, die ganz überwiegend in den Kommunen bearbeitet werden. Der bundesweite Flickenteppich von unterschiedlichen Formularen und Prozessen wurde in vierzehn Themenfelder systematisiert und nach Lebenslagen der Bürger gegliedert. Unter Leitung des IT-Planungsrats des Bundesinnenministeriums wird in Ländern und Kommunen an der Umsetzung des OZG gearbeitet. Das Mainzer Bürgeramt ist auch dabei.

Carolin Thenée

Mainz mit Digitalstrategie

In Mainz hat man bereits 2015 eine digitale Strategie verabschiedet und Carolin Thenée (Foto) zur E-Government-Beauftragten ernannt. Sie arbeitet mit mehreren Teams daran, bereits vorhandene digitale Einzellösungen wie Rechnungsworkflow, Virtuelle Poststelle, Rats- und Geoinformationssystem in eine Gesamtstrategie für Mainz zu bündeln und einen Stufenplan mit Prioritäten festzulegen. Ein Dokumentenmanagementsystem ist bereits erstellt und wird nach und nach ausgerollt, die Online-Terminvergabe auf viele Bereiche ausgeweitet und ein Online-Bezahlverfahren auf PayPal-Basis geschaffen. Auch über Stadtgrenzen hinweg soll die Verwaltung in Rheinland-Pfalz vereinheitlicht werden. Durch eine gemeinsame Lösung können Onlineformularumsetzungen untereinander ausgetauscht werden, so dass die Formulare für die Bürger in Mainz, Trier oder Ludwigshafen zukünftig gleich aussehen. Zusätzlich wird eine homogene Infrastruktur die Zusammenarbeit der Kommunen untereinander vereinfachen. Eine landesweite Antrags- und Prozessplattform befindet sich aktuell in der Ausschreibung. Carolin Thenée ist zuversichtlich, dass der Termin für die Umsetzung des OZG bis Ende 2022 gehalten werden kann, wenn die neue Plattform zeitnah zur Verfügung steht.

Zugang über verschiedene Kanäle

Die Stadt Mainz möchte Bürgern und Unternehmen möglichst viele Kanäle für den Kontakt zur Verwaltung anbieten. Rheinland-Pfalz bietet ein Nutzerkonto als Verwaltungsportal des Landes an, das mit dem bundesweiten Portalverbund verknüpft ist. Über dieses Nutzerkonto können die Bürger bereits jetzt auf ausgewählte Online-Dienstleistungen der Kommunen zugreifen und sich mit der Ausweis-App digital authentifizieren. Zusätzlich bietet die Stadt Mainzerinnen und Mainzern digitale Dienstleistungen auch über ihre Homepage an. »Wir möchten Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen die Wahl lassen, welchen Weg sie nutzen, und weiterhin auch den menschlichen Kontakt ermöglichen.«, erläutert Carolin Thenée den Mainzer Weg. »Ein Großteil der Gesellschaft ist mit dem digitalen Angebot vor allem durch den privaten Bereich vertraut. Wir werden unser Angebot weiter ausbauen und optimieren, auch anhand des Vorbilds der Privatwirtschaft.«

Die Stadt erhebt keine Statistik über die Zahl der Zugriffe auf ihr digitales Angebot. Laut Carolin Thenée wurden keine nennenswert höheren Nutzerzahlen seit der Schließung des Bürgeramts festgestellt. Das verwundert nicht, denn viele digitale Funktionen sind noch nicht verfügbar, so dass vermeidbare Verwaltungsanfragen offenbar einfach verschoben wurden. Seit der Wiedereröffnung des Bürgeramtes ist deshalb mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Um die zu vermeiden, bietet sich die die bereits sehr gut funktionierende digitale Terminvereinbarung an.

| Susanne Kämpgen

Mainzer Bürgeramt: Online-Dienste oder Terminvereinbarung



Schiffanlegestelle Rhein Landstrom

Landstrom-Versorgung in Mainz – Wann kommt sie?  

Die Schiffe, die am Mainzer Rheinufer festmachen, sollen mit Landstrom versorgt werden, so war es geplant – für 2017. 2020 sind die »Vorarbeiten« noch immer nicht abgeschlossen und die Finanzierung ist offen.

Das »emissionsfreie Anlegen von Kreuzfahrtschiffen am Mainzer Rheinufer reduziert Feinstaub und Stickstoffdioxid.« So lautet die Begründung für die „Maßnahme 52“ im „Luftreinhalteplan 2016-2020“ der Stadt Mainz, geplant für 2017. Der Maßnahmenkatalog bildete eine Grundlage, um ein Dieselfahrverbot in Mainz zu verhindern. Die Versorgung von Fahrgastschiffen mit Landstrom am Mainzer Rheinufer ist auch im „Green City Masterplan M³“ enthalten, der im Juli 2018 vom Mainzer Ferienparlament verabschiedet wurde. Als Umsetzungszeitraum war hier Oktober 2019-Oktober 2021 vorgesehen. Die erforderlichen Investitionen für die Landstromversorgung in Mainz wurden damals auf  3,6 Mio. € geschätzt. Im April 2019 legte die Verwaltung dem Mainzer Stadtrat einen Zwischenbericht zur Umsetzung des „Green City Masterplans“ vor. Die Versorgung mit Landstrom von Flusskreuzern wird hier nicht mehr erwähnt.

Jedes Jahr mehr Flusskreuzer

Im Februar 2020 veröffentlichte Mainzplus Citymarketing das Ergebnis eines mehrjährigen Vergleichs der Schiffsankünfte in Mainz: Im Jahr 2019 wurden insgesamt 919 Ankünfte von Flusskreuzfahrtschiffen gezählt (7,5 % mehr als 2018); seit 2010 stiegen die Schiffsankünfte um 38,4 %.; im Durchschnitt legten die Schiffe in Mainz für 10,6 Stunden an. Letzteres bedeutet: Im Durchschnitt lassen die Schiffe 10,6 Stunden ihre dieselbetriebenen Hilfsmotoren laufen, denn Landstrom ist am Mainzer Rheinufer keiner in Sicht.

Seit Mitte März 2020 liegt gar kein Flusskreuzer mehr am Mainzer Rheinufer. Ob Flusskreuzfahrten nach der Corona-Pandemie ähnlich beliebt werden, wie zuvor, ist offen. Offen ist auch, ob und wann diesen Schiffen in Mainz Landstrom angeboten werden könnte. Welchen Anteil die Dieselabgase der Schiffe an den überhöhten Stickoxidwerten entlang der Rheinschiene haben, ist ebenfalls offen.

Im April 2020 antwortete die Mainzer Pressestelle auf eine entsprechende Anfrage des MAINZERs, die Stadt sei aktuell noch mit Vorarbeiten für die Landstrom Versorgung beschäftigt. Wie lange diese andauern würden, stünde noch nicht fest, es sei von einigen Monaten auszugehen, auch aufgrund der »Corona-Krise«.  Da die Vorplanungen noch nicht abgeschlossen seien, ließe sich aktuell nicht verlässlich abschätzen, wie teuer die Landstrom-Versorgung werde. Gleiches gelte für die Finanzierung, bzw. für mögliche Förderprogramme: »Derzeit gibt es noch keinerlei Förderprogramm für die Errichtung von Landstromanlagen an Flüssen«, so die Pressestelle der Stadt Mainz.  Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz habe jedoch zu Beginn des Jahres eine Bedarfsermittlung bei den in Frage kommenden Kommunen durchgeführt. Für die Stadt Mainz sei für acht Liegestellen ein solcher Bedarf im Stadtgebiet angemeldet worden. Davon seien vier Liegestellen in der Betreuung des Wirtschaftsbetriebes, vier weitere Liegestellen im Eigentum privater Reedereien.

Förderprogramm für Landstromanlagen

Ein entsprechendes Förderprogramm gibt es allerdings doch. Zumindest verhandeln das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium mit dem  Bund und allen Bundesländern derzeit über die Verwaltungsvereinbarung für ein »Investitionsförderprogramm des Bundes zur Mitfinanzierung des Baus von Landstromversorgungsanlagen in den See- und Binnenhäfen«, antwortet  die Pressestelle des Wirtschaftsministeriums auf die MAINZER-Anfrage. »Sobald diese Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern getroffen und beschlossen wurde, wäre der nächste Schritt die Aufstellung eigener Länderprogramme zur Kofinanzierung«, heißt es weiter. Und: Ein solches Landesprogramm müsse bei der Aufstellung des Landeshaushalts berücksichtigt werden, über den der Landtag entscheide. Derzeit sei es für Aussagen zur Förderung einzelner Projekte noch zu früh. Zumal grundsätzlich für eine mögliche Förderung immer auch zunächst Anträge gestellt werden müssten.

Im 14. März 2021 soll in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass zuvor der Landtag das Landesprogramm zur Kofinanzierung von Landstromanlagen verabschiedet.

│ SoS

Dieselfahrverbot – aber nicht für Flusskreuzer

 




Anima - Medi

Anima: Kompressionstextilien von Medi

Auch in diesem Sommer überrascht Anima mit neuen, fashionablen Kompressionstextilien von Medi. In trendigen Farben und neuen Swarovski-Elementen verführen sie zu viel­­fäl­tigen, frischen Outfit-Kombinationen. Und das sowohl für flach­gestrickte als auch rund­gestrickte Kompressionsversorgungen. Ob mit akuten Venenproblemen oder präventiv, ob Lymph- oder Lipödem, ein Hingucker sind sie allemal. – Neugierig?

Das Anima-Team berät Sie gerne individuell und fachkundig.

Schillerstraße 26
Tel. 619418
www.anima-mainz.de


Anima: Kompressionsstrümpfe in den Trendfarben 2020




Dieselfahrverbot messgerät

Dieselfahrverbot – aber nicht für Flusskreuzer

Kommt es oder kommt es nicht? Neue Gutachten sollen die Maßnahmen zur Einhaltung der NO2-Grenzwerte in Mainz bewerten, dann fällt die Entscheidung, ob Mainz ab Oktober ein Dieselfahrverbot anordnet.

Vorerst ist das Dieselfahrverbot auf Oktober 2020 verschoben. Dann wäre die Rheinschiene gesperrt für Dieselfahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 1 bis 5 sowie Benziner der Euronorm 1 und 2.
Die Flusskreuzer dagegen dürften, so sie denn trotz Corona-Pandemie in Mainz wieder anlanden können, weiterhin ihre Dieselmotoren laufen lassen und dabei u.a. Stickoxide in die Luft blasen. Wieso eigentlich?

Die Stickstoffdioxid- (NO2-) Werte in Mainz sind gesunken. Sie lagen aber – vor Corona-Zeiten – immer noch über dem erlaubten Grenzwert. Ergo hatte der Stadtrat auf Anraten der Verkehrsdezernentin in der Fortschreibung des Luftreinhalteplans im Februar 2020 beschlossen, ein Dieselfahrverbot für die Rheinschiene, ursprünglich ab dem 1. Juni 2020 zu verhängen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dieses Fahrverbot auf den 1.Oktober 2020 verschoben.

Dieselabgase am Mainzer Rheinufer

Verantwortlich für die NO2-Grenzwertüberschreitungen ist in erster Linie der Straßenverkehr. Bekannt ist aber, dass Flusskreuzer, solange sie an Land liegen, ihre Motoren laufen lassen müssen. Es handelt sich um Dieselmotoren. Deren Abgase, z.B. die Bewohner/-innen der Uferstraße in Mainz je nach Windrichtung riechen können.

Bekannt ist auch, dass der Passivsammler an der Rheinstraße mit den höchsten NO2-Werten, an der Stadtbibliothek angebracht ist – im direkten Einzugsbereich der Dieselabgase durch die Flusskreuzer, die am Adenauer-Ufer festmachen.

Bekannt ist außerdem, dass die Stadt Mainz im Green City Masterplan vom Juli 2018 die Versorgung der Flusskreuzer mit Landstrom als eine Maßnahme genannt hat, um die NO2-Belastung zu reduzieren und so ein Dieselfahrverbot zu verhindern. Nicht bekannt ist, welchen Anteil die Dieselabgase der Flusskreuzer an den NO2-Werten entlang der Rheinschiene in Mainz haben. Die Antwort auf eine entsprechende MAINZER-Anfrage an die Stadt Mainz, übermittelt durch die Mainzer- Pressestelle lautet:

„Die Emissionen der Schiffe haben so gut wie keinen Einfluss auf die Werte auf der Rheinachse, die nur unmittelbar die lokale Belastung vor Ort abbilden (z.B. liegt der Wert des Passivsammlers gegenüber der Stadtbibliothek bei 36 µg/m³ gegenüber 48 µg/m³ an der bebauten Seite). Die Abgase der Schiffe fließen mit ein in den sogenannten „städtischen Hintergrund”, der alle NO2-Belastungen darstellt, die nicht lokal entstehen: Industrieabgase, Heizungen, Verkehr überall (z. B. Autobahn, Schiffe, Flugzeuge). Der Hintergrund wird in Mombach gemessen und betrug – 21 µg/m³ im Jahr 2019,  vor ein paar Jahren noch 24 µg/m³. Auch hier ist ein langsamer Rückgang feststellbar.“

Stickoxid-Belastung der Binnenschiffe

Die Behauptung der Stadt Mainz, die Schiffe hätten „so gut wie keinen Einfluss auf die NO2-Belastungen“, passt nicht zu den Aussagen des Umweltbundesamtes (UBA). Das berief sich in einer Pressemitteilung im April 2018 auf eine Studie des Bundesamtes für Gewässerschutz und stellt fest: „Die mittlere NO2-Zusatzbelastung, die durch die NOx-Emission der Binnenschifffahrt auf Mittel- und Niederrhein verursacht wird, nimmt demnach überproportional und sehr schnell mit Entfernung von der Fahrrinne ab. In einer Entfernung von 200 Metern vom Ufer liegt sie bereits unter 5 µg/m³. Daher ist an Uferpromenaden von Städten wie Köln oder Düsseldorf davon auszugehen, dass die Binnenschiffe dort erheblich zur NO2-Belastung beitragen.“

Wie erheblich sie zur NO2-Belastung beitragen, das ist so lange offen, wie an den verschiedenen Uferstandorten nicht gemessen wird.

Ein auf drei Jahre angelegtes, länderübergreifendes Projekt der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) könnte klären, wie erheblich die NO2-Belastung der Binnenschiffe im Uferbereich ist. Erhoben werden sollen die Auswirkungen der Binnenschiffe auf die Luftschadstoffkonzentration. Dabei gehe es auch um die Entwicklung und Etablierung eines standardisierten Erhebungsverfahrens für schiffsbedingte Emissionen und Immissionen“, schreibt die Pressestelle des Landesamtes für Umwelt. Laut Pressestelle des BfG wurde 2019 mit der Grundlagenermittlung begonnen und eine Bund/ Länder-Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, bei der die Umsetzung des Projekts vorgestellt wurde. Im Mai 2020 hätte ein Workshop stattfinden sollen, der Corona bedingt abgesagt werden musste.

Dieses Forschungsprojekt wäre gar nicht nötig – zumindest für die Berechnung des NO2-Ausstoßes der Flusskreuzer am Mainzer Adenauer-Ufer, würden die Steiger dort mit Landstrom versorgt. Dann könnten die Dieselmotoren zumindest für die Dauer des Aufenthaltes der Schiffe in Mainz abgeschaltet werden. Allerdings scheint dies ein Projekt zu sein, dessen Planungen irgendwo hängen und dessen Finanzierung unklar ist.

| SoS

 

Landstrom-Versorgung in Mainz – Wann kommt sie?  




Radeln Obstroute

Obstroute: Radeln gegen den Corona-Koller

Was hilft gegen den Corona-Koller? Bewegung an der frischen Luft! Zum Beispiel auf einer Radtour entlang der rheinhessischen Obstroute.

Freizeit, Bewegung, Natur! Alles zusammen funktioniert gut auf einem Fahrrad. Sogar alleine. Abstand halten geht mit etwas Achtsamkeit auch. Vor allem auf Wegen, die nicht überlaufen sind.

Die »Obstroute« ist ein ein 54 km langer Rundweg um Ingelheim herum. Sie beschreibt eine große Runde durch den Obstgarten Rheinhessens mit zahlreiche Obstplantagen, Gemüsefeldern und Winzerorten. Diese Route verbindet die Obstregion nahe dem Rhein mit der Weinregion entlang der rheinhessischen Hügel. Aufgrund der beiden deutlichen Steigungen (von Heidesheim nach Wackernheim und von Engelstadt nach Ober-Hilbersheim) ist die Rundtour geeignet für Radler/-innen, die auch mal längere Strecken auf dem Drahtesel gut schaffen und mit (rheinhessischen) Steigungen umzugehen wissen.

Start der Tour, die mit einer Doppelkirche gekennzeichnet ist, ist Ingelheim. Grundsätzlich kann sie von hier aus sowohl in östlicher Richtung über Heidenfahrt, Heidesheim usw. gefahren werden, als auch in westlicher Richtung über Gau Algesheim, Appenheim, Nieder-Hilbersheim, Ober-Hilbersheim, Jugenheim, Engelstadt, Stadecken-Elsheim, Richtung Ober-Olm und Layenhof (beides aber rechts liegen lassend) über Wackernheim hinab nach Heidesheim bis zur Heidenfahrt und zurück nach Ingelheim.

Unterwegs bieten sich für Radler/-innen, die aus Richtung Mainz kommen (und nicht mit dem Zug nach Ingelheim fahren wollen) mehrere Möglichkeiten in die Route einzusteigen (was allerdings auch ein paar Kilometer mehr auf den Tageskilometerzähler bringt): über Mombach am Rhein entlang, über Lerchenberg in Richtung Ober Olm und über Finthen in Richtung Layenhof. Die Tour führt von Ingelheim aus über 36 km Wirtschafts- und Radwege, 14,5 km Straßen innerorts ohne Radwege und 1,5 km Straße außerorts ohne Radwege. Bis auf 2 km besteht der Belag der Wege aus Asphalt- und Beton.

| SoS

Radverkehr in Mainz: Gut Ding will Weile haben

 




Migrationshintergrund: Interkultureler Dialog

Die Polizei und der “Interkulturelle Dialog”

Wie reagiert die Mainzer Polizei auf die Tatsache, dass Bürger mit Migrationshintergrund keine Antwort geben auf Fragen nach ihrer »subjektiven Sicherheit«?

Die »Mainzer Sicherheitsumfrage«, deren Ergebnisse 2019 veröffentlicht wurden, zeichnet ein beruhigendes Bild. Die objektive Sicherheitslage, untermauert mit Daten der Polizeistatistiken, steht in einem guten Verhältnis zum subjektiven Sicherheitsempfinden. Die allermeisten Menschen, die in Mainz leben, haben keine Angst, Opfer einer Straftat zu werden. Allerdings hat die Mainzer Sicherheitsumfrage einen blinden Fleck. Es beteiligten sich nur sehr wenige Bürger mit Migrationshintergrund. Nur 8 von 1.730 Online-Bögen wurden nicht auf Deutsch aufgerufen; nur 23 Teilnehmende hatten keinen deutschen Pass und nur 49 Menschen mit nicht-deutscher Muttersprache nahmen teil.

Obwohl die Fragen in fünf verschiedenen Sprachen online wie analog formuliert und die Aufforderung, sich zu beteiligen auf allen Kanälen kommuniziert worden waren. Ende 2019 lebten in Mainz 34.565 Deutsche mit Migrationshintergrund.

Bemühungen auf allen Ebenen

Menschen mit Migrationshintergrund, sagte Prof. Gregor Daschmann (Universität Mainz, Institut für Publizistik), der die Befragung leitete, würden nur in sehr geringer Zahl an solchen Befragungen teilnehmen, eine bundesweit zu beobachtende Tatsache. Der Mainzer Polizeipräsidenten Reiner Hamm stellte anlässlich der Präsentation der Ergebnisse im November 2019 fest, der Polizei sei dieses Problem bekannt und sie bemühe sich dagegen anzugehen.

Um welche »Bemühungen« es sich handelt, wollte DER MAINZER wissen. Und erfuhr von Maßnahmen im Rahmen des »Interkulturellen Dialogs«, die seit etwa 15 Jahren durchgeführt werden. Er findet innerhalb der Mainzer Polizei auf mehreren Ebenen statt: Der Lenkungsausschuss auf Präsidiumsebene, in dem die Polizeidirektionen Mainz, Worms und Bad Kreuznach sowie des Sachbereichs »Zentrale Prävention« vertreten sind, koordiniert die Maßnahmen; in allen Mainzer Polizeidienststellen gibt es interkulturelle Ansprechpartner/-innen; Mitarbeitende des Sachbereichs »Zentrale Prävention« stellen in Integrationskursen der Volkshochschule Mainz die Arbeit der Polizei vor (aber nicht in Corona-Zeiten).

Als »interkulturelle Ansprechpartner/-in« sind bspw. in der Mainzer Polizeiinspektion 3 auf dem Lerchenberg eine Polizistin und ein Polizist, zusätzlich zu anderen Aufgaben, im Einsatz. Für diese Arbeit sei es nicht zwingend erforderlich, selbst einen Migrationshintergrund zu haben, stellt Kai Demele fest. Der Polizeihauptkommissar ist stellvertretender Leiter der PI 3. Lebenserfahrung, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten seien wichtige Voraussetzungen. Dass auch Polizistinnen diese Aufgabe wahrnehmen, verdeutliche die Tatsache, in Deutschland sind Frauen gleichgestellt.

Vertrauensbildende Maßnahme

Hauptaufgabe der beiden Kollegen/-innen sei es, Kontakt zu den religiösen und kulturellen Gemeinschaften im Zuständigkeitsbereich ihrer Polizeidienststelle zu halten. Im Zwei-Wochen-Rhythmus trafen sie sich mit den Verantwortlichen der Vereine; in Corona-Zeiten fänden die »Treffen« telefonisch statt. Demele charakterisiert diese Arbeit als eine vertrauensbildende Maßnahme: »Die Polizei präsentiert sich als Ansprechpartner, der unterstützt und berät – beim Diebstahl der Handtasche ebenso wie bei sensiblen Themen wie Gewalt in sozialen Beziehungen und rassistischen Beleidigungen.« In Deutschland handelt die Polizei nach gesetzlichen Grundlagen – die nicht verhandelbar sind – ein Sachverhalt, den es ebenso zu verdeutlichen gelte, wie die Tatsache, dass Konflikte und Streitigkeiten hier nicht untereinander sondern mithilfe von Polizei und Justiz zu lösen sind. In den Erläuterungen würden oft Unterschiede zum Agieren der Polizei in den Herkunftsländern deutlich. Deshalb seien Ängste und Vorbehalte abzubauen, gleichzeitig polizeiliches Handeln in Deutschland klarzumachen.

| SoS

 

Die Polizei und die Talsohle




Staatstheater Corona Virtuell

Virtuell ist angesagt

Kunst und Kultur – anders. Nicht so direkt. Eher virtuell. Ungewohnt? Ja, schon. Aber auch interessant. Schauen und hören Sie selbst.

Theater – für zuhause

Stellen Sie sich einen Tag der Offenen Tür im Mainzer Staatstheater vor. Und Sie sind ganz alleine im gesamten Theater unterwegs. Sie können sich alles in aller Ruhe anschauen. Das geht. Virtuell. Die Kamera schwenkt, mal flott, mal gemächlich durch Werkstätten, Gebäude, Bühne+Säle, eine sympathische Stimmer erklärt, was wo gemacht wird. Der Eindruck ist nicht schlecht. Aber in echt, so mit Menschen drum herum, wirkt es doch lebendiger.

Wem die Zeit zu lang wird, bis das Staatstheater wieder zu einem Ort der Begegnung wird: Konzertmeister, Hornist und Piccoloflötistin des Staatsorchesters sind mit unterschiedlichen Stücken zu sehen und zu hören. Generalmusikdirektor Hermann Bäumer erzählt in einem Video, welche Oper er beim Arbeiten im Garten »ausgegraben« hat… und noch viel mehr:

www.staatstheater-mainz.de

 

Pengland – Ausgangssperre

Eigentlich hätten sie längst umgezogen sein sollen. Doch die Auszugsparty fiel aus. Stattdessen sind die Peng-Leute umgezogen. Ins Web. Dort veranstalten sie von allem etwas. Musik und Kultur – live gestreamt. Nerddisco, Synthiequälerei, der Schauspieler Max Rohland liest aus dem Interaktiven Spielbuch Reiter der schwarzen Sonne von Swen Harder, 3D-Rundgänge mit Bildern von Thilo Weckmüller und Dennis Stamm.

www.pengland.de

 

Mit geschlossenen Augen Lesen

Lesen – lassen. Heißt: Vorlesen lassen. Im virtuellen »Lesezimmer« lesen Menschen, deren Namen viele in Mainz sicher schon einmal gehört haben, aus ihren Romanen, Erzählungen und Gedichten. Manche der Lesungen sind bei der Mainzer Büchermesse entstanden, andere dem Anschein nach irgendwo. Allen gemeinsam: Die Vorlesenden sitzen im gleichen Sessel. Nacheinander. Kleine Auswahl der Vorlesenden: Jan Boris Rätz, Valerie Högerle, Andrea Badey, Ingo Bartsch, Frank Behrendt…

www.lesezimmer.info

| SoS

 




Holz Sonderpreise

HOLZ: Attraktive Sonderpreise

Wir haben es geschafft und unsere Ausstellungsfläche auf unter 800 qm reduziert! Deshalb können Sie unsere Ausstellung (die wir zwischenzeitlich umgestaltet haben) wieder persönlich besuchen! Und dabei zum Beispiel fantastische, plastische Gobelin-Bilder aus der Ausstellung sofort mitnehmen oder kurzfristig bestellen.

Auf unserer Homepage sind viele Ausstellungsstücke zum attraktiven Sonderpreis (manche um bis zu 50 % reduziert!) sofort verfügbar. Schauen Sie nach unter »Sonderverkauf«. Es lohnt sich wirklich.

 

Einrichtungshaus HOLZ GmbH & Co. KG
Holz LogoFlachsmarktstrasse 13-17
55116 MainzTelefon 06131 28855-0
info@einrichtungshaus-holz.de
www.einrichtungshaus-holz.de

 

 

HOLZ: Aufwerung für die City

 

 




Friedrich Demmler Kinderladen Wirth

Friedrich Demmler: Zwischen Spielewelt und Bürgerengagement

Friedrich Demmler: Er hat Mick Jagger in einem New Yorker Spielwarenladen zwei Game-Konsolen verkauft, einen Automobilhändler mit der Aussage verwirrt,…

…dass er in seinem Mainzer Unternehmen immer rund 3000 verschiedene Modelle auf Lager habe und die Mainzer Spielewelt durch neue Events in seinem Hause bereichert.

Der MAINZER konnte im März Friedrich Demmler in seiner Redaktion begrüßen. Einen Unternehmer, der gemeinsam mit seinem Bruder in dritter Generation eine nicht mehr aus Mainz wegzudenkende Institution des Einzelhandels leitet: den 1925 gegründeten WIRTH ‘Der Kinderladen’.

Nacht der Spiele

Haben Sie sich als Kind einmal gewünscht, eine ganze Nacht allein in einem Spielzeugladen zu verbringen? Mit Friedrich Demmler ist das möglich. An seinen Benefizabenden (Buffet inklusive) kann an verschiedenen Stationen – vom klassischen Tipp-Kick über die 7 Meter lange Carrera-Bahn bis zu den neuesten Quadro-Copter alles ausprobiert werden.

Was er dabei selbst gerne einmal machen würde? Hier muss unser Gast nicht lange überlegen: Experimentierkästen, durch die man die Natur besser kennenlernt, gehören zu seinen Favoriten. Und die Umwelt liegt ihm sehr am Herzen. Hier engagiert er sich besonders bei den Fluglärmgegnern. Er ist bei vielen Demonstrationen dabei (»Zum Frankfurter Flughafen fahre ich immer, wenn es das Wetter einigermaßen zulässt, mit dem Rad.«) und steht bei Bühnenaktionen auch mal als Scharfrichter auf den Brettern um der Politik und den Flughafenbetreibern die Leviten zu lesen. Flugverkehr über Wohnhäusern – das ist für ihn ein absolutes No Go.

Seine diesbezügliche Einstellung schlägt sich auch im Angebot des Kinderladens nieder: »Schrott« wird man bei ihm nicht finden, denn »irgendwo sind Grenzen«. Mit anderen Dingen arrangiert er sich: So etwa, dass Käthe-Kruse-Puppen gegen Barbie und Ken keine Chancen haben. Großen Wert legt er auf die Seriosität seiner Lieferanten und in diesem Zusammenhang auf die Herkunft der Produkte: »Keine Kinderarbeit« und »Faire Arbeitsbedingungen« stehen dabei ganz oben auf seiner Liste.

Trading Card Games und Onlineshop

»TCG« – Trading Card Games sind für ihn kein Fremdwort – auch die Welt der Spiele entwickelt sich schließlich weiter. Yu-Gi-Oh!, Magic: The Gathering und andere Kartenspiele werden regelmäßig auf hauseigenen Turnieren gespielt, die von der vierten Generation der Familie organisiert werden.

Und das Internet? Natürlich gibt es den großen Onlineshop und für den Sammelkartenbereich eine eigene Webseite. Aber der »richtige Sammler« lässt sich hier nur informieren und inspirieren. Nach wie vor ist die direkte »Besichtigung« des gewünschten Modells und eine individuelle Fachberatung durch nichts zu ersetzen.

Ebenso wichtig ist auch der Service, das weiß Friedrich Demmler spätestens seit seiner Zeit in New York. Und noch etwas zählt für ihn: die Einkaufsfreundlichkeit der Städte. Sie sei in Mainz in der Vergangenheit »massiv verloren gegangen«. Aber: »Es ändert sich jetzt endlich viel«. So habe die Stadt mit der Umstrukturierung der Langgasse genau das Richtige gemacht. Nur das Lichtkonzept in der Innenstadt müsse noch überarbeitet werden: Gerade in Wintermonaten sollte die Beleuchtung der Geschäfte früher erlaubt werden.

| mdl




Michael Ebling, SPD, Wohnungsbau

Herr Ebling: Was steht an, in der zweiten Amtszeit?

Michael Ebling (SPD), 2012 erstmals als Mainzer Oberbürgermeister gewählt, schaffte 2019 die Wiederwahl in der Stichwahl gegen den parteilosen Nino Haase. Zwei Themen aus seinem Wahlkampf, die Stadtwache und der Wohnungsbau, erörterten wir im Interview.

Dieser Amtsantritt passt in diese Zeit: Michael Ebling tritt am 18. April 2020 seine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister von Mainz an. Ohne Feierlichkeiten. Die ursprünglich dafür vorgesehene Sondersitzung des Stadtrats wurde abgesagt – wie fast alles, in diesen Zeiten.

In «Woche Eins des Corona-Ausnahmezustands» sitzen wir, weit voneinander entfernt, am großen Konferenztisch in der MAINZER-Redaktion. Der alte und neue Oberbürgermeister nutzt ein kleines Zeitfenster, um einen Blick auf seine zweite Amtszeit zu werfen. Denn: Die Zeit wird kommen, in der wir nicht mehr rund um die Uhr mit Corona und der Anpassung unseres Alltagslebens beschäftigt sein werden. Die städtische Verwaltung funktioniert, politische Entscheidungen müssen getroffen werden. Für jetzt und für später.

Herr Ebling, Sie hatten im OB-Wahlkampf 2019 angekündigt, in Mainz eine «Stadtwache» einrichten zu wollen. Warum braucht es das?

Ebling: »Die Stadtwache soll Anlaufstelle für die Bürger/-innen sein, die Arbeit des Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienstes ZVE sichtbarer machen. Unser gesellschaftliches Leben erfordert Rücksichtnahme und die Einhaltung von Regeln, wir müssen das Schutzbedürfnis der Menschen beachten und – auch der Lebensfreude Grenzen setzen, in dem wir auf die Einhaltung von Regeln drängen. Dazu gehört, dass wir die personelle Stärkung des ZVE fortsetzen.

Die Ordnungskräfte sollen im Stadtbild sichtbar sein und auch als Zivilstreifen kontrollieren. Hinzu kommt der Eigenschutz des ZVE: bei Großveranstaltungen wie dem Marktfrühstück müssen sie zu viert unterwegs sein, die Respektlosigkeit gegenüber Ordnungskräften betrifft auch den ZVE, weshalb wir im Verbund mit anderen Städten in Rheinland-Pfalz eine Gesetzesänderung des Landes erreichen wollen: Auch kommunale Ordnungskräfte sollen mit Bodycams ausgestattet werden dürfen, um sich selbst schützen zu können.«

Im März 2021, also in einem Jahr ist schon die nächste Landtagswahl: Ist es realistisch, dass eine solche Gesetzesänderung noch in dieser Legislaturperiode erfolgt?

»Wir sind guter Dinge – Sie wissen, ich bin ein grundsätzlicher Optimist – aber wir wollen bis zum Ende des Jahres noch erreichen, dass das Polizei- und Ordnungsbehördengesetz des Landes geändert wird, damit wir unsere Ordnungskräfte mit Bodycams ausstatten können.«

Ordnungsdezernentin Matz äußerte sich vor einigen Wochen im MAINZER-Interview zur Anzahl der Mitarbeitenden im ZVE mit dem Satz «Wir kommen zurecht.» Sie sagen nun, die Anzahl der Mitarbeitenden solle weiter erhöht werden?

»Die Ordnungskräfte sollen im Stadtbild präsenter sein, der ZVE ist 24 Stunden am Tag im Einsatz – übrigens sind wir die einzige Kommune in Rheinland-Pfalz, in der das der Fall ist – wir wollen mehr und häufigere Zivilstreifen einsetzen, dann wird es auf Sicht eine weitere Aufstockung, ich denke auf 50 ZVE-Mitarbeitende, geben müssen. Gerade die Zivilstreifen sind erforderlich, damit die Menschen merken, wenn sie sich daneben benehmen, hat das sofort Konsequenzen.«

Wann kommt die Stadtwache, Herr Ebling?

»Wir haben zwei Standorte in der Innenstadt ins Auge gefasst – die wir aber noch nicht verraten – bis Ende des Jahres wird es eine Entscheidung geben. Aber: die derzeitigen Umstände können dazu führen, dass wir solche Entscheidungen hintenanstellen müssen.«

Die Stadtwache
Michael Ebling hatte im OB-Wahlkampf 2019 gegenüber dem MAINZER kundgetan, eine »Stadtwache« in der Innenstadt einrichten zu wollen, um den Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst ZVE sichtbarer zu machen. Der ZVE, dem Standes- Rechts- und Ordnungsamt zugeordnet, hat viele Aufgaben: er geht Beschwerden über Lärm nach, kontrolliert freilaufende Hunde, verhängt Verwarnungsgelder gegen Passanten, die ihren Müll fallen lassen, und kann im Gefahrenfalle die Einweisung in Psychiatrische Einrichtungen veranlassen. Wiesbaden hat seit April 2018 eine »Innenstadt­wache der Stadtpolizei«, die in der Mauritiusgalerie 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche besetzt ist und als ein ständiger Anlaufpunkt für alle Sicherheitsfragen in Wiesbaden gilt.

Wohnungsbau

Wohnen – es war ihr großes Thema im Wahlkampf 2019. Bis 2025 werden in Mainz 5.500 neue Wohnungen gebaut, davon sind 950 Wohnungen sozial gefördert. Reicht das, damit Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen in Mainz ihre Miete bezahlen können?

»Ich möchte hier einen Blick zurück werfen. Der sozial geförderte Wohnungsbau lag Anfangs der 2000er Jahre am Boden, wir hatten hier null sozial geförderten Wohnungsbau – immerhin haben wir nun die Trendwende eingeleitet. Sozialen Wohnungsbau können wir nur dort durchsetzen, wo wir über städtebauliche Verträge mitentscheiden können, so wie im Heilig Kreuz-Viertel. Bei privaten Bauvorhaben haben wir keine Möglichkeit, 25 % sozial geförderten Wohnungsbau durchzusetzen – aber es gibt Bauträger, wie am Hildegardis-Krankenhaus, die von sich aus der 25 %-Regelung zustimmen.«

Apropos 25 % Regelung: warum setzen Sie, bzw. der Stadtrat nicht die Quote höher? Sie könnten in diesen Baugebieten doch auch 35% oder 45 % sozial geförderten Wohnungsbau durchsetzen?

»Wir denken beim Bauen auch daran, dass in zehn, zwanzig Jahren das, was heute gebaut wird von den Menschen noch akzeptiert wird und wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass es Sinn macht, Wohngebiete zu durchmischen. Niemand würde heute mehr ein Wohnquartier mit überwiegend Sozialwohnungen umsetzten wollen.«

Sie hatten, um langfristig mehr Wohnraum schaffen zu können in Mainz, vorgeschlagen, einen neuen Stadtteil zu bauen. Ist das angesichts des Klimawandels überhaupt noch zu vertreten?

»Das Rhein-Main-Gebiet, dazu gehört auch Mainz, ist eines der prosperierenden Gebiete in Europa. Das können wir nicht aufhalten, aber wir können darauf eine regionale Antwort liefern. Wir haben die Zusammenarbeit in Rheinhessen intensiviert, sind Mitglied in der FrankfurtRheinMain GmbH – alles mit dem Ziel, das Wachstum der Region gemeinsam zu planen – und nachhaltig. Fridays for Future war ein Weckruf, wir müssen in unserer Entwicklung die klimatischen Folgen mitdenken und entsprechend handeln. Aber das müssen wir mit wirtschaftlichem Erfolg und mit sozialer Gerechtigkeit verbinden.

Außerdem wird nicht nur Mainz wachsen müssen, auch die Umlandgemeinden und dabei wird der dörfliche Charakter in Frage gestellt werden, auch in den Umlandgemeinden wird es Geschosswohnungsbau geben müssen, um den Menschen Wohnraum anbieten zu können.«

Sie wollen die Gemeinderäte in den rheinhessischen Gemeinden davon überzeugen, Baugebiete auszuweisen, in denen nicht nur Einfamilienhäuser stehen sollen?

»Wir setzen auf die Kraft der Überzeugung bei denjenigen, die einsehen, dass es auf Dauer nicht anders gehen wird. Wir sehen ja im Bereich Verkehr und Mobilität, da bewegt sich einiges, es wird mehr miteinander geplant, die umliegenden Gemeinden wollen an den städtischen ÖPNV angeschlossen werden und ÖPNV-Anbindungen sind ein Wachstumsmotor für die Wohnraumentwicklung. Die Bevölkerung in den Umlandgemeinden wird zunehmen, also braucht es dort mehr Wohnraum – auch Geschosswohnungsbau.«

Wo ist nun in Mainz eine Fläche, auf der künftiger Wohnungsbau möglich wäre – unter Berücksichtigung der Frischluftschneisen sowie anderer Naturschutz- und Umweltauflagen?

»Nach dem klassischen Fünffinger-Prinzip, dem Mainzer Stadtentwicklungsprinzip aus den 70er Jahren, das zwischen den fünf Fingern der Bebauung immer Abstände für den Luftaustausch, für die Frischluft-Schneisen vorsieht – und an dem wir auch nicht rütteln werden – liegt immer noch ein Entwicklungs-Potenzial von Hechtsheim in Richtung Ebersheim. Aber neue Entwicklungsgebiete entstehen nicht, weil ich sie ausrufe.

Wir werden in den nächsten Jahren von klugen Menschen, die sich damit auskennen, untersuchen lassen, wo wir in Mainz Potenziale haben für Wohnen und Gewerbe – und hier werden wir klar die regionalen Dimensionen, die Wohnraumschaffung in dem Gemeinden um Mainz herum mit einbeziehen.«

Herr Ebling, das klingt alles sehr durchdacht, sehr langfristig – bezahlbare Wohnungen werden aber jetzt gebraucht. Was sagen Sie Menschen, die z.B. in Ihrer Sprechstunde von Ihnen fordern, dafür zu sorgen, dass sie eine bezahlbare Wohnung bekommen?

»Ich erlebe dabei anrührende und berührende Situationen, denen ich mich auch persönlich nicht entziehen kann, gar nicht entziehen will. Dann muss ich erklären, was wir vorhaben, dass Bauen und Stadtentwicklung langfristige Angelegenheiten sind, auch dass wir gegen Kräfte wie die Wohnungsspekulation angehen müssen – die wir aber nur beeinflussen können, in dem wir über den Marktmechanismus, Erhöhung des Wohnungsangebots, gegensteuern.«

| SoS

 

Oberbürgermeisterwahl: Sicher ist, es wird ein Mann




Schrebergarten

Veggie-Test: Schrebergarten

Als Mensch mit vegetarischer oder veganer Ernährung ist es nicht immer einfach in Restaurants etwas zu Essen zu finden. Viele haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt oder sperren sich, während andere diverse Leckerbissen anbieten, wie zum Beispiel im »Schrebergarten«.

Freunde fleischloser Ernährung finden auch in Mainz immer öfter Geschäfte, die sich darauf spezialisiert haben eine schmackhafte vegetarische Küche anzubieten. So auch der kleine Imbiss »Schrebergarten« am Gartenfeldplatz. Hier bekommt der Gast diverse Variationen von »Kumpir« angeboten – große Ofenkartoffeln, die mit verschiedenen Toppings serviert werden.

Wir wählen heute einen Kumpir »Bohnito« und einen »Thassos« (je 7,90 €). Der Kumpir »Bohnito« beinhaltet ein Chili sin Carne und wird mit Minzjoghurt und Nachos serviert, während die Version »Thassos« durch Feta, Tsatsiki und Soja-Gyros eher mediterran anmutet. Beide Kumpir sind geschmacklich grundsätzlich gelungen, auch wenn das Soja-Gyros etwas zu lange angebraten wurde und das Prädikat knusprig bereits überschritt. Dabei gefällt uns die mediterrane Kartoffel durch ihre herzhafte Zusammenstellung besser als die Kombination aus Chili und Minze, aber dies ist bekanntlich reine Geschmackssache. Wer hätte gedacht, dass Ofenkartoffeln so vielseitig sein können?

Lobenswerter Umgang mit Lebensmitteln

Lobenswert ist der Umgang mit oder eher die Vermeidung von Resten: wenn es gegen Ladenschluss geht kann es durchaus passieren, dass die für den Tag berechnete Menge Kumpir aufgebraucht ist und neue Gäste auf die Salate und Suppen ausweichen müssen. Alles in Allem ist das »Schrebergarten« gut geeignet um in gemütlichem, aber auch leicht beengtem Ambiente ein kurzes Mahl zu sich nehmen. Wir sind gespannt, was der Gartenfeldplatz noch für uns parat hält…

| MHO
www.mainzschrebergarten.de

 

Veggie-Test bei »Hans im Glück«




Mainzer Fastnachtsmuseum

Das Mainzer Fastnachtsmuseum

Fastnachtsmuseum: In den Ausstellungsräumen im Proviantmagazin können Besucher ganzjährlich nachvollziehen, wie in Mainz ab 1837 »im Saal un uff de Gass« die organisierte Fastnacht gefeiert wird.

So ganz gehört die Prinzenpaar-Kampagne 2020 noch nicht der Vergangenheit an, denn die »Fünfte Jahreszeit« lebt im Mainzer Fastnachtsmuseum weiter. Hier ist nämlich das ganze Jahr das närrische Treiben »im Saal un uff de Gass« zu bestaunen.

Wie kam nun die Fastnachtshochburg Mainz zu einem Fastnachtsmuseum? Dazu muss man zunächst einmal ein wenig im närrischen Geschichtsbuch blättern. 1837 wurde das Fastnachtstreiben in Mainz in geregelte Bahnen gelenkt und bekam 1838 eine feste Organisation nach Kölner Vorbild. Neben der Mainzer Ranzengarde, der Mainzer Kleppergarde gründete sich der Mainzer Carneval-Verein, der im Jahr 1913 sein 75-jähriges Bestehen feiern konnte. Bei dieser Gelegenheit wurde u.a. auch erstmals die Einrichtung eines Fastnachtsmuseums gefordert.

Über 100 Jahre geriet diese Idee in Vergessenheit, bis im Jahr 1972 der damalige Kulturdezernent Karl Delorme mit seinen Mitstreitern Dr. Ludwig Falck und Gerd Ludwig das Mainzer Fastnachtsarchiv als Vorläufer eines Fastnachtsmuseums ins Leben rief. Es dauerte dann doch wiederum 32 Jahre, bis der Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e. V. das Mainzer Fastnachtsmuseum mit Archiv im Proviant-Magazin, einem Militärgebäude aus dem Jahr 1865, eröffnen konnte. Dabei erfuhr der Förderverein dankbare Unterstützung durch die Stadt Mainz und die Wohnbau Mainz GmbH.

Das Mainzer Fastnachtsmuseum (Leiterin Beate Rollwage) mit dem angeschlossenen Archiv (Leiter Dr. Michael Kläger) wird überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. Über 33.000 Exponate, wie Narrenkappen, Uniformen, Orden, Zugplaketten, Liederhefte, Plakate, närrische Texte aller Art und vieles mehr wurden gesammelt.

Archiv und Museum

All diese Attribute der »Meenzer Fassenacht« werden im Mainzer Fastnachtsarchiv fachgerecht archiviert und dienen als Fundus für die Ausstellungen im Mainzer Fastnachtsmuseum. Aber nicht nur das, so greifen Medien gerne für Berichterstattungen auf die Dokumentationen zurück. Die Archivalien dienen auch als Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen der Brauchtumspflege oder sind bei der Abfassung von Jubiläumsschriften und ähnlichen Druckwerken hilfreich.

Dies alles ist nur möglich, wenn die Mainzer Fastnachtsvereine und Korporationen auch zukünftig nach Abschluss der jeweiligen Kampagne ihre »närrischen Erzeugnisse« dem Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e.V. zur Verfügung stellen. Sie präsentieren sich damit auch den zahlreichen auswärtigen und Mainzer Besuchern des Museums. Dieses hat inzwischen annähernd 100.000 Gäste zu verzeichnen.

Die »Lieferungen« närrischer Utensilien nehmen das Mainzer Fastnachtsmuseum (Tel. 06131 14440719) im Proviantmagazin oder die Geschäftsstelle des Förderverein (Tel. 06131 6696950) in der Kaiserstraße 76-78 gerne entgegen.

www.mainzer-fastnachtsmuseum.de

 

Mainzer Fastnachtsmuseum: Närrische Fachliteratur




Wochenmarkt Mainz, Corona

Corona: Kopf hoch!

Der Mainzer Wochenmarkt als ein Stück »Normalität«; Baulärm als Musik in den Ohren; DER MAINZER als »Corona-Notausgabe«.

In Woche Eins des Corona-Ausnahmezustands ist Einkaufen auf dem Mainzer Wochenmarkt Labsal für die Seele. Einen kurzen Moment eintauchen in einen »Normalzustand«. Dieser wird spätestens beim Anblick der langen Schlangen vor den Ständen (auch hier ist Abstand zueinander angesagt) als nicht ganz so normal erkannt. Dass keine Waren mehr angefasst werden dürfen, versteht sich von selbst. Leider nicht für alle. Manche brauchen es schwarz auf gelb, als verbale Ansage noch dazu – und kapieren es dennoch nicht. Wie sagte eine Marktbeschickerin so schön: »Mit einem Mundschutz einkaufen gehen, aber alles andatschen – wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?«

In diesen Zeiten fallen Pressemitteilungen, in denen Verkehrsbehinderungen angekündigt werden, auf: positiv! Da wird ein Baukran aufgebaut oder es werden Tiefbauarbeiten durchgeführt, um Leitungen zu verlegen – Baulärm, der wie Musik in den Ohren klingt und zeigt, hier können Menschen arbeiten, als tobte um uns herum nicht die Corona-Unübersichtlichkeit oder -Ignoranz.

»Anzeigen sind unsere Geschäftsbasis. Wenn Einzelhändler und Restaurants schließen, Veranstaltungen abgesagt werden, kommen leider keine Anzeigen mehr«, sagt Werner Horn, der MAINZER-Herausgeber. »Stornierungen haben wir zuhauf, was nachvollziehbar ist. Zum ersten Mal seit 30 Jahren erscheint im MAINZER kein Restauranttest, weil Sie, liebe Leserin, lieber Leser zurzeit nicht aufsuchen können, was wir getestet haben.«

Notausgabe

Aber sie erscheint die MAINZER-April 2020-Ausgabe. Wenn auch als abgespeckte »Corona-Notausgabe«. Werner Horn hofft, dass unter den Mainzern ein neuer Zusammenhalt entsteht, ein neues Bewusstsein: »Was nutzt der Sportwagen in der Garage, wenn man krank im Bett liegt?«
Umsätze gingen überall zurück, Unternehmen, Beschäftigte und Freiberufler würden in die Existenznot getrieben. »Kein Gast wird im September drei Gläser Wein mehr trinken, um den fehlenden Umsatz aus dem März und April auszugleichen«, ist er sicher und leider werde keine Firma im Hebst drei Anzeigen mehr aufgeben, um den Umsatz aus dem Frühjahr auszugleichen.

»Das heißt, nicht nur wir werden mit einem großen Minus umgehen müssen.« Es sei damit zu rechnen, dass einige Firmen die Krise nicht überstehen könnten: »Auch wir wissen nicht, wie es weitergeht. Derzeit kreisen unsere Gedanken um die Frage, WIE wir weitermachen und darum, welche Unterstützung wir unseren Anzeigenkunden anbieten können, damit deren Geschäft weiterläuft.« Ideen und Konzepte gebe es einige, die nun zu konkretisieren seien. »Auf jeden Fall«, meint der MAINZER-Herausgeber auch an die Adresse der MAINZER-Lesenden, »bleiben wir in Kontakt mit Ihnen.«

| SoS

Der Corona-Virus hat uns fest im Griff




Schué

Schué: Wir sind auch jetzt für Sie da!

Auch in Corona-Zeiten geben Leuchtmittel in Lampen den Geist auf und Batterien in Elektrogeräten haben fertig. Und dann? Einfach bei der Firma Schué in der Mainzer Altstadt anrufen oder über »Instagram Direct Message« auf der Schué-Webseite bestellen und das Gewünschte wird Ihnen nach Hause gebracht.

Allerdings funktioniert der Service nur im Bereich der Mainzer Innenstadt.

Auch Ware aus der Schué-Galerie wie Seife, Handcreme, Shampoo, Duschgel (alles Natur­produkte) können Sie hier für die Hauslieferung bestellen (Telefon 06131 223555).

SCHUÉ
Sanitär – Heizung – Elektrik
Theodor Schué
Kirschgarten 26-30
55116 Mainz
Telefon: 06131-223555
Telefax: 06131-221397
theodor@schue-mainz.de
www.schue-mainz.de

Schué: Badplanung bis ins Detail




Riechardt Fleischwurst pokale

Metzgerei Riechardt: Ausgezeichnete Fleischwurst

Sie gehört zu Mainz wie Weck und Woi, die Worscht. Genauer die Fleischwurst. Die Riechardt-Fleischwurst wird aus magerem Fleisch mit besonders wenig Fett, nach einer traditionell bewährten Rezeptur hergestellt und mild über Buchenholz geräuchert.

Sie ist unter den Besten die ausgezeichnete – im Wortsinne. Jährlich wird in Deutschland ein offener Wettbewerb um die beste Fleischwurst ausgetragen. Zum 18. Mal in Folge wurde dabei die Riechardt-Fleischwurst mit Gold ausgezeichnet.

DER MAINZER beglückwünscht die Familie Riechardt und das ganze Team.

Metzgerei Riechardt Logo

Metzgerei Erwin Riechardt
Klarastraße 18
55116 Mainz
Tel: 06131 – 223298
Fax: 06131 – 224423
www.riechardt.de
E-Mail: info@riechardt.de

 

Metzgerei Riechardt: Saumagen




Corona

Der Corona-Virus hat uns fest im Griff

Unser ganzes Leben steht Kopf. Freizeit, die plötzlich »anders» ausgefüllt werden muss, Kontakte mit Menschen auf ein Minimum runter gefahren. Aber das Leben geht weiter.

Was im Einzelnen durch den Corona Virus alles durcheinandergewirbelt wird, ist kaum noch darzustellen. Viel Verunsicherung herrscht allenthalben. Die Verbraucherzentrale hat eine Webseite zusammengestellt, auf der Schutzmaßnahmen, Tipps und Verbraucherrechte aufgelistet sind. Unter anderem geht es auch um Reisepläne. Für die meisten besonders bitter: In den Osterferien ist Reisen nicht angesagt und für die Sommerferien trauen sich die Wenigsten Pläne zu schmieden. Deutschland hat seine Grenzen für nicht notwendige Reisen geschlossen, in vielen Ländern gelten Einreiseverbote und auch im Inland gibt es Reisebeschränkungen.

Was wird aus der für die Osterferien gebuchten Ferienwohnung oder Pauschalreise in den Süden? Kann ich stornieren oder umbuchen? Erhalte ich eine Erstattung? Welche Rechte gelten, wenn die Reisen abgebrochen werden. Auch dazu informiert die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Montags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr in einer Telefonhotline unter (06131) 28 48 969. Oder rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche: www.verbraucherzentrale-rlp.de/corona

Fahrplanänderung

Die Mainzer Mobilität hat ihren Fahrplan angepasst und reagiert damit auf die zu erwartende deutlich geringere Nachfrage infolge der kompletten oder teilweisen Schließung vieler Geschäfte und Freizeiteinrichtungen. Aufgrund der dynamischen Lage kann es darüber hinaus in den nächsten Tagen und Wochen zu weiteren Anpassungen im Fahrplan kommen, über die die Mainzer Mobilität in ihren Medien laufend informieren wird. Die geänderten Fahrplantabellen finden Sie im Internet unter www.mainzer-mobilitaet.de/corona

Online geht – noch

So lange die Mitarbeitenden der Lieferdienste gesund bleiben, funktioniert auch der Online-Handel. Keine Sport- und Kulturveranstaltungen, kaum noch zwischenmenschliche Kontakte: was bleibt? WWW! Dabei lässt sich sogar für die Kultur etwas tun. Der »gutenberg-shop.de» steht mit 1000 exquisiten Geschenkideen rund um die Uhr und telefonisch (06131-90 60 110) Di-Fr, 9-13 Uhr zur Verfügung; zu allen Zeiten per Email unter info@gutenberg-shop.de.
Die Ladengeschäfte im Museum und am Markt bleiben zunächst bis zum 19. April 2020 geschlossen.

IHK erweitert Information­sangebot

Darf ich mein Geschäft noch öffnen? Wie kann ich die Liquidität meines Unternehmens sichern? Erhalte ich Kurzarbeitergeld? In welche Länder gibt es Exportverbote? Die Betriebe stehen durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus vor Umsatzausfällen, Lieferverzögerungen oder müssen besondere Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge für ihre Belegschaft treffen.

Die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen bietet den Unternehmen ein ausgeweitetes Beratungsangebot: Hinweise zu Fördermitteln und Überbrückungshilfen, Links und IHK-Ansprechpartner für Rechts- Finanzierungs- und Exportfragen, ein Notfall-Handbuch für Unternehmen und vieles mehr.

Infos: www.rheinhessen.ihk24. de/corona, IHK-Hotline 06131 262-1000.

Langweilig? Nö!

Eine Frage, die sich tagtäglich neu stellt: was machen wir mit der freien Zeit? Keine Sport- und Weiterbildungskurse, kein Theater und Kino, Konzerte abgesagt, die Kneipen abends zu. Was geht? Radfahren, Joggen und Spazierengehen – so lange es keine Ausgangssperre gibt, geht das gut. Yoga-Übungen ohne Anleitung in der Wohnung probieren, das antrainierte Gymnastik-Programm durchziehen, die angehäuften Bücherstapel weg lesen, die Wohnung mal so richtig putzen, ausmisten, was schon lange auf der Todo-Lite steht, in den Mediatheken (oder auf Video) endlich mal das anschauen, was schon immer angeschaut werden sollte … Mal sehen, was uns noch so einfällt in den kommenden Wochen.

| SoS




essen to go

Essen to go & Lieferdienste in der Corona-Krise

Essen to go: Die Gastronomie hat es sehr schwer in diesen Tagen. Um weiterhin zu bestehen, bieten viele Restaurants nun die Speisen zum Abholen oder per Lieferdienst an.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei uns melden, um die Liste mit zusätzlichen Gastronomie-Betrieben zu erweitern: briefkasten@dermainzer.net, Stichwort: Essen to go

Zum Abholen

  • Red Chilli (www.redchilli-thai.de)
  • Madoro, Neustadt  (www.madoro.de)
  • Sandhof, Hedesheim, www.dirk-maus.de.
  • Asia Wok, Forsterstr. 21
  • An o Ban, Wallaustraße 4, 12- 18 Uhr
  • Hahnenhof, Wallaustraße 18, Do-Mo ab 11:30 Uhr Abholung oder per Lieferando
  • Nonno Luigi Pasta, Markt 1, frische Pasta von 12-18 Uhr
  • Café Blumen, Große Bleiche 60-62, Suppen und Focaccias
  • Steins Traube, Poststraße 4
  • Pizzeria Kiara, Welschnonnengasse 1, Gerichte zum Mitnehmen
  • Madoro, Leibnizstraße 34, 12-21 Uhr
  • hygge, Rhabanusstraße 13, 11:30-14:30 Uhr
  • Teilchen & Beschleuniger Mainz, Gartenfeldstr. 22, Mi-Fr 15-22 Uhr und Sa-So 10-22 Uhr

Als Lieferdienst

  • Hahnenhof, Wallau­str. 18, Mainz/Neustadt (www.hahnenhof-mainz.de)
  • Olympia in Gonsenheim (www.olympia-mainz.de)
  • Mediterraneo in HaMü (www.mediterraneo-mainz.de)
  • Dicke Lilli, gutes Kind & Marlene, freitags  Lieferdienst  (in Mainz)
  • Bobbys Restaurant, Bretzenheim, Lieferungen 18- 20 Uhr (ab 20 Euro)
  • Weinhaus und Restaurant Templer, Holzstraße 10, Mo-So 17- 22 Uhr Lieferservice (ab 15 Euro)
  • Buddas Sushi, Bestellungen per App, Online, Telefon, Lieferando
  • Coffee Bay Mainz & Kraut und Rüben, Schillerstraße 24, Salate und Bagel über Shop 
  • Der Grosse Gatsby, Drususstraße 1, Lieferservice für Cocktails
  • An o Ban, Wallaustraße 4, 18-20 Uhr
  • Pankratiushof, Lindenplatz 6, ab 12 Uhr Take-away-Lunch, Lieferservice und Hofladen regulär geöffnet
  • Annabatterie, Gartenfeldplatz, Kuchenlieferdienst Di-Fr  10-14 Uhr
  • N’Eis, Lieferdienst „N’Eis Drive“-Bestellung, Lieferungen Mi-Sa
  • Restaurant jedermann’s, Marienborner Bergweg 33, 11.30-14.30 Uhr und 16.30-20.00 Uhr (auch zum Abholen)
  • Anything but coffee, Boppstraße 7, Kuchenlieferung 
  • Mainz liefert: Mexico Lindo, Don Baguette, Indian Palace, Indian Tandoori, Kellys Fresh Kitchen,
    Red Chilli, Saray Grill & Döner, UDP Mainz (Stand: 27. März), Lieferdienst 17 -21 Uhr

Onlineshops

Die Stadt Mainz hat auf ihrer Website weitere Lieferdienste sowie Onlineshops des Mainzer Einzelhandels zusammengestellt.

 

 

 

 

 




Lehmanns

Lehmanns: Progressiver Weinhaus-Stil

Das »Lehmanns« der Gebrüder Ivecen in der Mainzer Holzstraße beeindruckt durch chices Interieur, interessanten Speisen-Mix, Qualität, Kreativität und charmanten Service.

In der Mainzer Holzstraße herrscht gastronomischer Wan­del. Gefühlt ewig gab es hier das »Römerschiff«, später zog in dieselben Räumlichkeiten das »Chez Maman« ein, das nur ein knappes Jahr lang existierte, und nun bietet das »Lehmanns« seit Ende November 2019 in exakt diesen Zimmern sein Speisen- und Getränke-Tableau an. Die Betreiber – die Ivecens, zu deren Unternehmergesellschaft 3 Brüder Mainz UG auch das »Hintz & Kuntz« und »LeBonBon« gehören – bezeichnen das »Lehmanns« als WeinBistro und Vinothek.

Die Einrichtung ist klar und nüchtern modern, an den Wänden hängen beeindruckende, hinschauenswerte Fotografien, die stilistisch perfekt passen. Wir haben den Eindruck von jugendlicher Frische, die auch die uns betreuende Servicekraft rüber­bringt. Der junge Mann begrüßt uns mit Handschlag und einem heutzutage selten gewordenen offenen Lächeln. Darüber hinaus beweist er sogleich Pfiffigkeit. Die Speisekarte, die ich in DIN A4 aus dem Web ausgedruckt und ins Lokal mitgenommen habe, kommentiert er mit den Worten und diesmal einem entwaffnenden Lächeln: »Ah, große Buchstaben fürs Altersheim.« Touché!

Mal was anderes: Fünf Bistro-Rubriken

Ein derartiges Entrée macht Laune und Lust aus das, was kommen mag. Die Speisekarte ist angenehm übersichtlich, umfasst exakt eine Seite. Die aufgeführten Rubriken heißen »Kleines Bistro«, »Bistro Suppe«, »Bistro Salate«, »Großes Bistro« und »Süßes Bistro« – mal was anderes als Vorspeisen, Hauptspeisen und so weiter. Mister X und ich widmen sich zunächst der Abteilung »Kleines Bistro«. Mein immerwährender Begleiter nimmt das Tatar vom Rind mit Sauerrahm und Kapern zu 9,50 Euro. »Diese Fleischspeise ist völlig ohne Makel und sehr schmackhaft, die Kapern tun dem Gericht außerdem gut«, höre ich von gegenüber ein dickes Lob. Positiv vermerkt X zudem, dass auf seinen Wunsch nach Butter sofort ein frisches Stück derselben gebracht wird und Salz und Pfeffer in kleinen, hübschen Mühlchen bereitstehen.

Ceviche mit Kürbisquadern und Avocadospritzern

Ich wähle Ceviche aus Lachs mit Hokkaido-Kürbis (9,50 Euro). Der rohe Fisch schmeckt einen Hauch zitronig, die Kürbisquader sind geschmeidig-bissfest, und die Avocadospritzer, Dillzweiglein sowie die Kresse auf dem Teller vervollständigen den positiven optischen Gesamteindruck. Zu den Vorspeisen aus dem »Kleinen Bistro« wird ein Körbchen mit vier verschiedenen Brotsorten gereicht. Während die Servicekraft mit ungebrochener Höflichkeit Wasser nachschenkt, machen wir uns mit den Hauptgerichten aus dem »Großen Bistro« vertraut. X genießt das Basilikumrisotto mit Garnelen und Portwein-Radicchio. Die mediterran klingende Speise kostet 12,50 Euro. Selten habe ich ein so chices Risotto gesehen, das in herrlichem Basilikumgrün leuchtet. Das gezwirbelte Radicchioteilchen obenauf gibt dem Ganzen den letzten pittoresken Schliff. Mister X lässt mich probieren, und ich bin vom Geschmack und der Schlotzigkeit dieser Speise begeistert. Die vier großen Garnelen auf dem Risotto-Hügel erfreuen den Genießer zudem.

Jede Menge Waldpilze zu den Knödeln

Meine Semmelknödel mit Kräuter-Waldpilz-Ragout zeigen sich nicht ganz so spektakulär wie X’ Hauptspeise, dafür sorgt das Pilzsortiment mit Morcheln, Steinpilzen und Champignons in großer Zahl für Freude. Die helle Soße, in der sie liegen, schmeckt angenehm leicht. 7,50 Euro für diesen Genuss zu bezahlen, ist in der Tat eine Kleinigkeit.

| Lou Kull

ESSEN8,0
TRINKEN8,0
SERVICE8,0
AMBIENTE7,5
PREIS/LEISTUNG8,5
GESAMT40,0 : 5 = 7,9 KAPPEN

FAZIT

Auf ein Bistro wie das »Lehmanns« haben wir gewartet. In lockerer, freundlicher, heller Atmosphäre kann man genüsslich speisen, inmitten eines lebhaften Publikums mit vielen jungen Leuten und älteren Semestern. Die Akustik der Räume erzeugt bisweilen einen recht hohen Geräuschpegel, an den sich der Gast aber schnell gewöhnt. Der Service ist schlichtweg klasse, auch der Koch kam zwischendurch an die Tische, um sich nach dem Wohlbefinden der Besucher zu erkundigen. Die Speisen sind durchweg sehr hübsch drapiert, die Qualität des eingesetzten Materials ist einwandfrei, und auch klassische Gerichte werden kreativ-modern interpretiert. All das bekommt man für günstige Preise.

Außergewöhnlich gut stellt sich die Karte der offenen Weine dar. Alleine bei den Weißen gibt es 13 Positionen mit durchweg rheinhessischen Kreszenzen, die in 0,1- und 0,2-Liter Gebinden sowie in der Flasche erhältlich sind. Dabei ist eine ganze Reihe von Weingütern, deren Namen (noch) nicht groß klingen, deren Weine jedoch voll und ganz überzeugen. Wir erfreuten uns am trockenen Sauvignon blanc von Peter Maurer in Mommenheim (0,2 für
5 Euro), dem 2018er trockenen Grünen Veltliner von Becker (Mommenheim, 5 Euro), dem Grauburgunder trocken (ebenfalls aus 2018, 5,90 Euro) der Alsheimer Winzerin Juliane Eller und dem feinherben 2017er Gelben Muskateller aus dem Bodenheimer Weingut Gruber (5,90 Euro). Drei offene Rosé aus Rheinhessen und elf Rouge aus hiesigen Gefilden sowie aus Südafrika, Spanien, Chile, Argentinien, Australien und Italien sind des Weiteren im Angebot.  Wem das nicht ausreicht, der kann gerne in die Flaschenweinkarte hineinschauen und wird mit Sicherheit fündig.

Lehmanns
WeinBistro – Vinothek
Holzstraße 19
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 945 36 30
www.facebook.com/lehmanns.mainz
Öffnungszeiten:
Di und Mi 18 bis 23 Uhr,
Do bis Sa 18 bis 1 Uhr,
So 16 bis 23 Uhr, Mo Ruhetag

 

Pascha Fisch: Preiswert, schnell, einfach, gut




Abfallhai

Abfallhai: Mainz soll sauber bleiben

Sauberkeit für Einheimische und Gäste, Abfalleimer mit und ohne Ascher, Dreck-weg-Tag und Verwarnungsgelder: Abfallentsorgung geht uns alle an.

Eine saubere Stadt gefällt nicht nur den hier Lebenden, auch Touristen finden ein sauberes Stadtbild attraktiver. In der Februar-2020-Ausgabe hatte DER MAINZER den Vorsitzenden des Mainzer Tourismusfonds e.V. und Geschäftsführer der hundertprozentigen Stadttochter Mainzplus Citymarketing GmbH, August Moderer, gefragt, warum der Mainzer Tourismusfonds e.V. nicht die Bemühungen der Stadt unterstütze, für Sauberkeit zu sorgen. Der Tourismusförderer antwortete: »Für die Anschaffung von größeren Mülleimern und/oder die Reinigung der Straßen und Plätze ist der Verein nicht zuständig. Hierzu müssten Sie sich an die zuständigen Abteilungen / Ämter / Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Mainz wenden.»

Das haben wir gemacht, wie üblich über die Mainzer Pressestelle und erfuhren: »die Anschaffungskosten der Papierkörbe und deren regelmäßige Entleerung werden über Straßenreinigungsgebühren gedeckt und nicht aus dem Stadthaushalt.« Zuständig für die Anschaffung von Abfallbehältern und deren Leerung ist der Mainzer Entsorgungsbetrieb, der unter der Leitung des Dezernats von Katrin Eder steht.

Der Abfallhai: Nachrüsten und austauschen

Warum, fragte DER MAINZER weiter, werden in der Mainzer Innenstadt und überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten keine großen kombinierten Abfall-/Aschebehälter angebracht? Die Antwort via Pressestelle: Im Zuge des Ausbaus von Bahnhofsvorplatz und der Bahnhofstraße kam ein neues Papierkorbmodell aus Edelstahl mit Einwurföffnung für Abfälle und gleichzeitig integriertem Aschenbecher zum Einsatz. Dieser »Abfallhai« (siehe Foto oben links) werde mit einer Aufnahme von 70 l bis 220 l angeboten. Der »Abfallhai« soll nun sukzessiv auf Plätzen wie Fort Malakoff, Gutenbergplatz, Neubrunnenplatz (für 2020 vorgesehen) oder im Zuge von Neubaumaßnahmen wie dem Bereich Große Langgasse eingesetzt werden.

In der Altstadt seien von ca. 600 Papierkörben 120 Papierkörbe mit Aschenbechern ausgestattet. Vorbereitet werde derzeit, die restlichen ca. 500 Papierkörbe mit einem vom Material und Design passenden Aschenbechermodell nachzurüsten. Zu den Kosten für die Abfallbehälter heißt es: Das bisher in der Innenstadt eingesetzte Papierkorbmodell koste rund 500,-€ pro Stück, die neuen »Abfallhaie« dagegen rund 1.200,-€ pro Stück, weshalb ein sukzessiver Ersatz des bisherigen Modells zunächst auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und im Zuge der innerstädtischen Baumaßnahmen erfolge. Eine weitere MAINZER-Frage bezog sich auf den unentgeltlichen Einsatz von Bürger/-innen, um Abfall zu beseitigen: Aktionen wie der Dreck-weg-Tag sollen Menschen dazu animieren, weniger Abfall in die Landschaft zu werfen.

Erreichen Sie mit solchen Aktionen diejenigen, die ihren Müll einfach fallen lassen? Diese Frage wurde nicht beantwortet. Verwiesen wurde auf die konstant hohe Zahl der freiwilligen Dreck-weg-Räumenden und die steigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die via Kita und Schule eingebunden werden. 2019 hatten laut Entsorgungsbetrieb 4000 Helfer/-innen in der Junior-Dreck-weg-Woche und am Dreck-weg-Tag ca. 16 Tonnen Abfall eingesammelt. 2020 findet der Dreck-weg-Tag am 28. März statt.

Verwarnungsgelder für die »Unbelehrbaren«

Die Frage, reicht der »erzieherische Charakter« des Verwarnungsgeldkataloges aus, um Menschen dazu anzuhalten, ihren Müll in den vorhandenen Behältern zu entsorgen, wurde so beantwortet: »Verwarngelder standen nach politischer Diskussion im Stadtrat bisher nicht im Vordergrund, um gegen » Litterer« vorzugehen, gegen Menschen, die ihre Abfälle im öffentlichen Verkehrsraum oder der Landschaft entsorgen.« Der unlängst überarbeitete Verwarnungsgeldkatalog werde dennoch insbesondere bei den »Unbelehrbaren« angewendet. Diese Verwarnungsgelder hätten ähnlich wie Bußgelder für falsches Parken oder zu schnelles Fahren ihre Wirkung und sollten daher als weiteres Instrument gegen Müllsünder eingesetzt werden.

| SoS

 

Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz




Fascinator

Huthaus Streibich: Fascinator

Zu den Mode-Hits in diesem Jahr zählt der Fascinator, eine Kopfbedeckung, bei der die Optik im Vordergrund steht. Er ist ein Gesteck, oft nur ein Hauch aus fließenden und transparenten Stoffen, geschmückt mit Feder, Perlen oder Pailletten und wird unauffällig am Haar befestigt. Bekannt wurde er durch die Damen der europäischen Königshäuser. Der Fascinator ist kein Beiwerk, sondern spielt im Gesamtoutfit die Hauptrolle. Familie Ehrhard freut sich, Sie in ihrem Fachgeschäft persönlich beraten zu können.

 

Huthaus Streibich
Flachsmarktstr. 34
555116 Mainz
Tel. 06131-223930
www.huthaus-streibich.de

 

Huthaus Streibich: Caridei – Lederhandschuhe




Fisch aus Waldems - Fisch Jackob

Fisch Jackob: Warum denn in die Ferne Schweifen…

Gernot Grundmann empfiehlt Fische aus dem direkten Umland. Saiblinge und Forellen aus Waldems im Taunus. Die kurzen Lieferwege sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern versprechen auch tagesaktuelle Frische. Sie sind mild, besonders fein, so gut wie fettfrei und sie sind gesund. Eigentlich könnte man die auch roh essen, aber auch die klassischen Zubereitungsarten wie Forelle blau (gedämpft) oder Müllerin (bemehlt und gebraten) sind immer wieder eine gesunde und schmackhafte Delikatesse.

Fisch Jackob
Fischtorstraße 7
55116 Mainz
Tel. 06131 23 17 16
www.fischjackob.de



Mainzer Tourismusfonds

Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz

Der Mainzer Tourismusfonds hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, den Tourismus in Mainz durch Marketingmaßnahmen zu fördern. Zwei Jahre lang konzentrierte sich die Förderung auf die Aktion »mainzgefühl«.

2018 ging es los: Der Mainzer Tourismusfonds e.V., in dem von der Hotellerie über die Werbegemeinschaft bis zur Mainzplus Citymarketing GmbH die Akteure Mitglied sind, die mit Touristen/-innen Geld verdienen wollen, startete die Aktion »mainzgefühl«.  Die Mainzer/-innen sollten sich selbst ihr individuelles Mainz-Gefühl erarbeiten, lautete die Aufgabenstellung. Per Online-Umfrage, Workshops, Social Media, Selfies und Briefen hätten tausende Personen teilgenommen und ihr persönliches Mainzgefühl beschrieben, stellen die Organisatoren in ihrer Dokumentation fest.

In der Online-Umfrage wurde bspw. gefragt: »Wenn Mainz ein Fahrzeug wäre, welches wäre es?« 24,22% der Teilnehmenden entschieden sich für den Roller. Mainz als Roller also, eine Vorstellung, die nicht unbedingt für alle Mainzer/-innen nachvollziehbar ist, was eine klassische Altersfrage sein könnte: An der Online-Umfrage stellten die 20-30-Jährigen mit 34,83%, gefolgt von den 30-40-Jährigen mit 24,50% den Hauptanteil.
Letztlich wurde als Mainzgefühl definiert: Offenheit, Herzlichkeit, Geselligkeit und Bodenständigkeit. Auf dieser Basis folgten 2019 Aktivitäten, u.a. in den Social Media-Kanälen Instagram und Facebook mit »Lovestorms« und im echten Leben »Herzliche Flashmobs« in Köln, Stuttgart und Würzburg.

Inwieweit diese Imagekampagne dazu führt, dass Touristen/-innen nach Mainz kommen, um hier ihr Geld auszugeben, ist offen. August Moderer, Chef der hundertprozentigen Stadttochter Mainzplus Citymarketing GmbH und gleichzeitig Vorsitzender des Tourismusfonds e.V., teilte dem MAINZER mit, die Aktion »mainzgefühl« habe einen fünfstelligen Betrag gekostet, finanziert aus dem Etat des Tourismusfonds e.V.. 180.000 Euro hat der Tourismusfonds laut einem Pressebericht zurzeit zur Verfügung.

Dessen Mitglieder zahlen entsprechend ihrer Wirtschaftskraft gestaffelte Beiträge. Die jeweilige jährliche Gesamtsumme wird aus dem Etat der Mainzer Wirtschaftsförderung in gleicher Höhe, allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro jährlich, verdoppelt. Mithin wird die Hälfte der Ausgaben des Tourismusfonds e.V. aus Steuergeldern gedeckt. Die Wirtschaftsförderung ist Teil des Amts für Wirtschaft und Liegenschaft unter der Leitung der Dezernentin Manuela Matz (CDU).

Über die Verwendung des jährlichen Budgets und über die entsprechenden Maßnahmen des Tourismusfonds, erläutert August Moderer weiter, entscheide die Mitgliederversammlung – so auch bzgl. der »Image­kampagne mainzgefühl«. Die Mitgliederversammlung des Vereins tage mindestens zwei Mal pro Jahr, um die umzusetzenden Maßnahmen zu besprechen und zu verabschieden.

Mehr Sauberkeit

Steuergelder werden auch verwendet, um in Mainz für Sauberkeit zu sorgen. Was regelmäßig für Unmut sorgt, denn Mainz zeigt sich oft von seiner schmutzigen Seite – gleich, ob die Menschen vom Hauptbahnhof aus in die Stadt kommen oder von den Schiffen am Rheinufer. Überquellende Mülleimer, Verpackungen aller Art, Zigarettenkippen und Kaugummireste auf den Gehwegen – einladend wirkt das nicht. Warum also, so eine MAINZER-Frage, unterstützt der Tourismusfonds nicht die Bemühungen der Stadt, für Sauberkeit zu sorgen? Warum stellt der Verein kein Geld zur Verfügung, um größere Mülleimer anzuschaffen, oder die Reinigungszyklen an zentralen Plätzen und Straßen zu verstärken?

Tourismusförderer August Moderer verweist auf die satzungsgemäßen Aufgaben des Fonds: Marketingmaßnahmen sollen unterstützt werden. Nicht die Aufgaben, die von den Steuerzahlenden über den Mainzer Etat zu finanzieren seien und für deren Umsetzung die Ämter und Eigenbetriebe der Stadt Mainz zuständig seien. Der Frage, warum in Mainz nicht flächendeckend große Abfall-Ascher-Kombinatio­-nen angeschafft werden, widmet sich DER MAINZER in einer der nächsten Aus­gaben.

| SoS




Mainzer Unimedizin

Unklar: Auskunft für Angehörige in der Mainzer Unimedizin

Verhindert der Datenschutz, dass Angehörige von Patienten/-innen der Mainzer Unimedizin Auskünfte erhalten? DER MAINZER sucht seit Dezember 2019 nach einer Antwort.

Im Dezember 2019 hatte DER MAINZER erfahren, dass Angehörigen der Zutritt in die Notaufnahme verweigert wurde. Begründung: Datenschutz. Auch telefonische Auskünfte über den Verbleib von mutmaßlich mit dem Rettungswagen eingelieferten Personen wurden nicht mehr erteilt. Wenige Tage vor diesen Ereignissen war bekannt geworden, dass die Mainzer Unimedizin ein Bußgeld in Höhe von 105.000 Euro zahlen soll. Der Landesdatenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz hatte über einen längeren Zeitraum hinweg, Mängel beim Umgang mit Patientendaten festgestellt. Die Frage, ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem veränderten Auskunftsverhalten gegenüber Angehörigen von Patienten/-innen und dieser Bußgeldzahlung gibt, wird von der Unimedizin nicht beantwortet.

Keine Neuregelung

Seit dem 9. Dezember 2019 will DER MAINZER von der Unimedizin wissen, ob es eine Neuregelung der Angehörigenauskunft gibt, wie sich Angehörige verhalten müssen, um Auskunft zu erhalten und wie die Unimedizin gewährleistet, dass alle Mitarbeitenden den Datenschutz im Umgang mit den Angehörigen verbindlich einhalten.  Mitte Januar trafen – aufgrund regelmäßiger MAINZER-Nachfragen – die Antworten ein. Wobei es sich nicht um »Antworten« handelt. Sondern um eine Stellungnahme vom »Vorstand der Unimedizin«. Wer »der Vorstand« ist, wird nicht erläutert. Laut Webseite der Unimedizin sind Vorstandsmitglieder Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand), Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann (Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan), PD Dr. Christian Elsner, MBA (Kaufmännischer Vorstand) und Marion Hahn (Pflegevorstand). Der Stellungnahme ist zu entnehmen:

  • Es gibt keine Neuregelung zur ärztlichen Schweigepflicht und zum Datenschutz an der Mainzer Unimedizin.
  • Es gab ein »jüngst versendetes« Schreiben an die Beschäftigten, in dem diese an die Regelungen zur ärztlichen Schweigepflicht und zum Datenschutz erinnert wurden.
  • Die Verfügungshoheit über seine Daten hat der Patient/die Patientin; liegt von ihr oder ihm keine Patientenverfügung oder Vollmacht vor, wird im Rahmen der Aufnahme erfragt, ob und wem Auskunft gegeben werden kann.
  • Kann die/der Patient/-in keine Auskunft geben, erteilt die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt Auskunft »aufgrund des mutmaßlichen Willens des Patienten«.
  • Das Handlungspotential für Angehörige ist sehr gering, die Angaben der/des Patienten/-in sind entscheidend.

Ausweis? Passwort?

Die Frage, wie sich Angehörige verhalten sollen, wird Ihnen die Auskunft verweigert, wird nicht beantwortet. Leider. Insbesondere Angehörigen älterer Menschen, die sich nicht immer sofort kümmern können, würde eine klare Handlungsanleitung helfen, um sich über den Verbleib und den Gesundheitszustand zu infor­mieren. Reicht es als Angehörige/-r, den Personalausweis vorzulegen? Können Passwörter für telefonische Auskünfte vereinbart werden? Ist auf jeden Fall die persönliche Anwesenheit der Angehörigen erforderlich – auch wenn sie von weiter her anreisen müssen?

Wie dies in der Unimedizin gehandhabt wird, ist weiterhin unklar. Unkonkret ist die »Stellungnahme des Vorstands« auch in Bezug auf die Schulung von Mitarbeitenden zum Datenschutz. »Mittels konkreter Prozessanalysen sowie an die Beschäftigten gerichtete Rundbriefe, Leitfäden, Dienstanweisungen, Schulungen und anderer Maßnahmen wollen die Datenschutzexperten die Beschäftigen für den Umgang mit sensiblen Patienten-, Mitarbeiter- und anderen Daten sensibilisieren, informieren und beraten. Es gilt, das kritische Bewusstsein hierfür weiter zu stärken und Fehler zu vermeiden.« Ob in diesen »Rundbriefen, Leitfäden und Dienstanweisungen« Verhaltensangaben gegenüber Angehörigen von Patienten/-innen stehen, ist die Unimedizin nicht bereit, der Öffentlichkeit mitzuteilen.

| SoS

Eine Handlungsanleitung für die Angehörigen-Auskunft ist möglich.

 

Unimedizin: Neuregelung der Angehörigenauskunft?




Mathias Richling & Leipziger Pfeffermühle

unterhaus: Ausblick, Rückblick, Rundumblick

Die Politprominenz tritt zum Rapport an und die Gäste werden mit dem führerlosen Aufzug in den Keller gefahren – zum Lachen. Im Mainzer Forumtheater unterhaus.

Vom 6. bis zum 10. Februar lässt Mathias Richling (siehe Foto links) als Großmeister der klugen Parodie wieder die erste (oder zweite oder dritte) Riege der deutschen Politprominenz zum Rapport antreten. Und weil die bis dahin sicherlich schon wieder genug Böcke geschossen haben werden, die Richling dann genussvoll sezieren kann, nutzt der sein Programm #2020 auch als eine Art Jahresrückblick. Oder Ausblick. Denn die kommenden Monate werden spannend und Richling nimmt manches Jubiläum zum Anlass, um den Gefeierten persönlich auf die Bühne zu zaubern. So begegnet man nicht nur Populisten und Diktatoren, sondern auch Leonardo da Vinci.

Wer sein Dachstübchen neu möblieren möchte, sollte unbedingt ein Zimmer im Hotel der »Leipziger Pfeffermühle« nehmen (siehe Foto rechts). Das öffnet seine Tore vom 13. bis zum 18. Februar. Zum Inventar der geistigen Nobelherberge gehört auch »Der führerlose Aufzug«, mit dem das Servicepersonal aus Leipzig seine Gäste zum Lachen in den Keller fährt, zum Aufwachen in Unsicherheit wiegt und von ganz oben einen erschreckend-komischen Rundumblick auf die Gegenwart bietet. Hier wird nichts unter den roten Teppich gekehrt und an der Bar gibt’s Gags als Snacks.

| SoS

Textgrundlage und Infos: www.unterhaus-mainz.de



Klima retten

Kann die Fastnacht mit Humor das Klima retten?

Unter dem Motto: »Ein bisschen Spaß muss sein« streift DER MAINZER durch die Mainzer Fastnachts-Kampagne 2020, entdeckt manch tierisches, ein Prinzenpaar, Guggemusik, Schneewittchen und den Froschkönig.

Manchmal ist die Mainzer Fastnacht sogar ein bisschen tierisch. Wenn bei den »Meenzer Drecksäck« die Sau fliegt und bei den Umzügen eine Ente am Ende watschelt. Weder Sau noch Ente bedürfen des Tier-Schutzes. Die Sau, mit der bei den Sitzungen der »Meenzer Drecksäck« die Darbietungen gefeiert werden, hat garantiert viel Auslauf – während der Kampagne. Ihr wird kein Schwänzchen gekürzt, sie kriegt keine Antibiotika und gemästet wird sie, damit sie griffiger über die Köpfe der Gäste transportiert werden kann. Aus dieser Sau wird garantiert keine Fleischwurst.
Auch die Mainzer Zugente hat viel Auslauf beim Rosenmontags- und anderen Fastnachtsumzügen. Fliegen kann sie allerdings nicht, ihr Antrieb lässt es nicht zu. Die Zugente steht in Mainz für das Zugende und in diesem Jahr watschelt sie erstmals elektrisch.

»Humor ist Meenzer Lebensart mit Herz und Toleranz gepaart«. Das ist das offizielle Motto der diesjährigen Kampagne in Mainz. Dem steht das 2020er Motto der Alternativen Fastnachter gegenüber: »Drecksäck retten Klima!« Die beiden Mottos spiegeln die Haltungen der in Mainz lebenden Menschen wieder: Die einen machen weiter, wie sie es gewohnt sind, die anderen haben verstanden, das funktioniert nicht. Wobei gelacht wird hier und dort, nur über anderes, oder aus anderen Perspektiven.

Mit Helau über die Brücke

Über die Vollsperrung der Theodor Heuss-Brücke zum Beispiel. Halb Deutschland hat sich über die »Helau-Spur« amüsiert, die der Mainzer »OBer-Fastnachter« Michael Ebling gut gelaunt (in Wiesbaden!) ankündigte, damit die Fastnachts-Aktiven rechts und links des Rheins ihre »Ehrenämter« ausüben können. Also Vorträge halten bei Sitzungen, was die Herren (wurde außer Sabine Pelz noch eine andere Frau in der Bütt gesehen?) selbstverständlich um der Erhaltung des fastnachtlichen Brauchtums ohne Gage machen. So wird es erzählt.

Auf jeden Fall sah sich die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder, die nicht nur eine GRÜNE sondern auch noch eine Anti-Fastnachterin ist (aber bei den »Meenzer Drecksäck« soll sie schon Bier gezapft haben) »gezwungen«, ein paar Sitzungsrednern die Ausnahmegenehmigung zu erteilen, damit sie abends am Wochenende über die Brücke mit dem eigenen PKW fahren dürfen. Das Besteigen eines Taxis ist den Aktiven offensichtlich nicht zuzumuten.

Garantiert ist die vollgesperrte Brücke Thema in vielen Vorträgen. Da wir die Mainzer Fastnachter als selbstkritische Menschen in den vergangenen Kampagnen kennengelernt haben, werden sie sicher auch die Ausnahmegenehmigungen für sich selbst in feinster Versform hinterfragen. Dem Mainzer Narrenclub sei Dank, vielmehr der Tatsache, dass er 11×11 Jahre alt wird, hat die Narrenhochburg Mainz in dieser Kampagne ein Prinzenpaar. Jacqueline Seuthe, alias Prinzessin Jacqueline, und Heinrich Diefenbach, alias Prinz Heinrich II. Beide sind in Mainz aufgewachsen und dann in die Welt hinausgezogen, leben aktuell nicht in Mainz. Kommen aber gerne hierher – und schaffen sich berufliche Freiräume, um ihren Verpflichtungen als Prinzenpaar nachzukommen. Darauf ein dreifach donnerndes Helau!

Zugmarschall Adé

Auch der Mainzer Carneval Verein (MCV) wartet mit einer Besonderheit in dieser Kampagne auf. Die finanziellen Miseren des Vereins sind zwar noch immer nicht aufgeklärt, aber ein paar neue Köpfe werden sich um die Orga der Straßenfastnacht kümmern – allein das ist bemerkenswert: Der MCV hat keinen Zugmarschall mehr, sondern eine Zugleitung. Deren Sprecher ist Hansjörg Langenbach. Bemerkenswerte Traditionen der Mainzer Fastnacht sind die Symphonie Fastnachtique und die Fastnachtsposse. Beiden bietet das Mainzer Staatstheater eine Heimstatt. Allerdings muss, wer für die Symphonie (am 15. und 16.2.20) und die Posse (vom 18.-25.2.20) Eintrittskarten kaufen möchte schon im Oktober/November an die bevorstehende Kampagne denken.

Keine Eintrittskarten braucht es für das »Europäische Guggemusikfestival«, das der Mainzer Carneval Verein vom 14. bis 16. Februar 2020 in Mainz organisiert. 31 Gruppen und über 900 Musikanten aus ganz Europa nehmen teil. Am Samstag, 15.2., um 11 Uhr treffen sich die Guggemusik-Gruppen am Hopfengarten, starten dort ihren Umzug durch die Stadt bis zum Gutenbergplatz. Dort stellt der MCV die Gruppen vor und dann beginnt das »Monsterkonzert«: Alle 31 Gruppen spielen auf Startschuss ein Lied. Die Winterferien sind schuld, dass der Jugendmaskenzug auch 2020 wieder vor dem Auftakt zur Straßenfastnacht stattfindet, am Samstag, 8. Februar. Das Motto lautet: »Schneewittchen, Froschkönig sind mit dabei im goldisch Meenz zur Narretei, drum kommt heut all wie‘s euch gefällt zur Kinderfastnachts-Märchenwelt!« Ab 14.11 Uhr starten die Kinder und Jugendlichen in der Neustadt (Achtung: der Aufstellungsbereich ist näher an die Kaiserstraße gerückt) zur 2,5 Kilometer langen Zugstrecke.

Den Rosenmontagszug hörend erleben

Die Mainzer Fastnachts-Genossenschaft wurde gegründet, um die Aktivitäten der Fastnachtsvereine und Garden zu bündeln. Außerdem sollte die Neuverteilung der Verantwortlichkeiten und der Einnahmen aus der Straßenfastnacht angegangen werden. In der Vergangenheit war es Usus, dass der MCV als »Ausrichter« der Straßenfastnacht, auch die damit generierten Einnahmen vereinnahmte. Die anderen Vereine und Garden, die zwar viel Material und Personen stellten, gingen leer aus.

Was ist aus diesem Ansinnen geworden? Der MCV kämpft bis auf weiteres mit seinen Bilanzen… Die Fastnachts eG ist deshalb aber nicht untätig: Sie hat angekündigt, dass der Rosenmontagszug erstmals auch für Blinde erlebbar wird – sie sollen hören können, was andere sehen. Ein entsprechend geschulter Reporter, platziert inmitten des Zuggeschehens erzählt ausführlich, was er sieht. Super Idee! Sicher einfacher umzusetzen, als überkommene Strukturen in der Mainzer Fastnacht zu ändern.

| SoS




Kaiserstraße

Spitzfindig: Fastnacht, Abfall und die Kaiserstraße

Drei Themen haben uns im ersten Monat 2020 besonders beschäftigt: Fastnacht, Abfall und die Ruhe in der Kaiserstraße.

Am 26. Februar 2020 ist Aschermittwoch – und schon wieder alles vorbei. Aus dem, was uns bis zum 27. Januar aufgefallen ist in dieser Kampagne, haben wir einiges ausgewählt (Artikel »Kann die Fastnacht mit Humor das Klima retten?«). Der Abfall, den das Volksfest Fastnacht auf den Straßen, z.B. der Kaiserstraße, und Plätzen hinterlässt, ist an Aschermittwoch noch nicht ganz weg, und die großen Müllberge werden direkt nach den Umzügen weggeräumt. Konfetti, Luftschlangen, Glassplitter, Zigarettenkippen und Co. beschäftigen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Entsorgungsbetriebs bis weit in die Fastenzeit hinein.

Vermüllung, Littering, das gibt es das ganze Jahr über: Hier eine Kippe fallen lassen, dort den Kaffeebecher, Grillabfälle, Kühlschränke – achtloser Umgang mit Abfall ist überall in der Gemarkung zu beobachten.
Der Mainzer Tourismusfonds e.V. führte zwei Jahre lang die Aktion »mainzgefühl« zur Imageförderung durch. Finanziert wurden, auch mit Steuergeldern, »Lovestorms« und »Herzliche Flashmobs«. Ob Menschen in Deutschland und anderswo so animiert werden, Mainz zu besuchen und hier Geld auszugeben, wird wohl nicht zu klären sein. Klar ist aber, dass überquellende Abfalleimer sowie Müll auf Straßen und Plätzen, den Mainzer/-innen nicht gefällt und den Auswärtigen auch nicht. Warum, so eine MAINZER-Frage, trägt der Mainzer Tourismusfonds e.V. nicht dazu bei, dass die Gäste in Mainz weniger Dreck zu sehen kriegen? (Artikel »Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz«)

Die CDU-Politikerin Manuela Matz ist als Dezernentin auch für das Ordnungswesen zuständig. Im April 2019 hat sie die Verwarnungsgelder in einem Katalog zusammengefasst, der dem Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst u.a. erlaubt, »Müllsünder« zur Kasse zu bitten. Was das bringt, wollten wir von der Dezernentin wissen (Artikel »Verwarnungsgelder & Müllsünder«).

Sag mir, wo die Autos sind…

Spätnachmittags und Frühmorgens an Wochentagen: kein Stau in der Kaiserstraße. Wo sind die Autofahrenden geblieben, die hier immer auf den Fahrbahnen stehen? Vermutlich stehen sie rund um und auf den beiden Autobahn-Rheinbrücken. Sicher werden die Anwohner/-innen in Gonsenheim und in Weisenau ob des »Schleichverkehrs« in Richtung der beiden Rheinbrücken schimpfen, über zu viel Abgase und über den Verkehrslärm. Derweil herrscht auf den Straßen in der Innenstadt fast himmlische Ruhe. Klar, die Sperrung der Theodor Heuss-Brücke ist nicht von Dauer. Eine Lösung für den innerstädtischen Verkehrsinfarkt ist sie schon gar nicht.

»Intelligente« Lösungen werden gefordert, um den Mobilitätsanforderungen aller gerecht zu werden. Schön wäre es, würden für die »intelligenten« Lösungen die Rechte von Zufußgehenden und von Radler/-innen mitgedacht.

| SoS

 

 

Spitzfindig: Verdammt lange




ZVE gegen Wildpinkler

ZVE: Verwarnungsgelder & Müllsünder

»Wildes Urinieren« kostet in Mainz 35 Euro, wer seine Zigarettenkippe auf die Straße wirft zahlt 20 Euro. Vorausgesetzt, er oder sie wird dabei erwischt.

Im April 2019 wurde der Mainzer Verwarnungsgeldkatalog aktualisiert. Er beinhaltet Verwarnungsgelder gemäß dem OWIG, dem Ordnungswidrigkeitengesetz. Ordnungsdezernentin Manuela Matz hatte im Juni 2019 angekündigt, es werde »Sonderkontrollen« des Ordnungsamtes geben, die Mitarbeitenden seien auch in Zivil unterwegs.  Nach neun Monaten mit dem aktualisierten Verwarnungsgeldkatalog bat DER MAINZER die CDU-Politikerin um eine Bilanz.

Zurzeit sind 43 Mitarbeitende im Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst ZVE beschäftigt, davon sind 40 im Streifendienst in der Stadt unterwegs, einige auch in Zivil. »Wir kommen ganz gut zurecht, derzeit ist nicht geplant, die Anzahl zu erhöhen«, sagt Matz. Es handelt sich um Vollzeitstellen und die Beschäftigen arbeiten im Schichtdienst rund um die Uhr.  Sie ahnden Vergehen gegen die Gefahrenabwehrverordnung und die Abfallsatzung,sSie sind zuständig für Aufenthaltsermittlungen, Schulzuführungen, Lärmbeschwerden (außerhalb der Dienstzeiten), Betteln und Straßenmusikanten.

Verwarnungsgelder der ZVE

Seit April 2019 habe der ZVE 97 Verwarnungsgelder erhoben, in 30 Fällen wegen Bettelei und in 22 Fällen wegen des Wegwerfens von Zigarettenkippen, sagt Matz. Die Ordnungsdezernentin unterstreicht, die Entscheidung in Mainz »nur« Verwarnungsgelder zu verhängen, basiere auf dem »erzieherischen Charakter« der Maßnahme. Verwarnungsgelder dürfen in Rheinland-Pfalz nur bis 55 Euro verhängt werden, bei höheren Beträgen ist ein Bußgeldverfahren angesagt. »Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass geringere Verwarnungsgelder häufiger bezahlt werden, als höhere Bußgelder«, sagt Matz und: »Die Kosten der Beitreibung der Gelder müssen im Verhältnis zum Vergehen gesehen werden.« Da der ZVE in der Regel die Verwarnungsgelder direkt kassiere, werde so der Verwaltungsaufwand, der bei der Verhängung von Bußgeldern anfällt, verringert.
Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten müssen über die gemeinsame Bußgeldstelle von Mainz und dem Kreis Mainz/Bingen in Ingelheim abgewickelt werden. Von den 97 Verwarnungen zwischen April 2019 und Januar 2020 seien alle bezahlt worden, so Matz.

Der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst sei auch in den Mainzer Stadtteilen unterwegs, allerdings sei dort Lärmbelästigung und Ruhestörung das große Thema. Dass es in den Stadtteilen Probleme mit »Vermüllung« gebe, sei ihr nicht bekannt, so Matz: »Ich bin im Kontakt mit den Ortsvorsteher/-innen und es besteht hier keine Dringlichkeit, mehr zu tun.«  Auf die Frage, ob sie den Verwarnungsgeldkatalog für ein probates Instrument halte, die »Vermüllung« in Mainz einzudämmen, antwortet Manuela Matz:

»Ich glaube, so wie wir es festgelegt haben, befinden wir uns im Mittelfeld deutscher Städte, was die Ahndung dieser Vergehen betrifft. Es gibt Städte, wie Wiesbaden, dort sind die Strafen höher, andere ahnden derlei gar nicht oder mit geringeren Strafen. Wir müssen darauf achten, ob der erzieherische Gedanke fruchtet; kommt es zu überhöhtem Müllaufkommen, müssen wir nachsteuern. Außerdem müssen wir klar machen, Abfall einfach fallen zu lassen, ist kein Kavaliersdelikt, wir müssen aufklären und Aktionen, wie der Dreckweg-Tag oder Rhine Cleanup senden positive Signale. Wer da mitmacht, wird vermutlich versuchen, Müll zu vermeiden, weil er merkt, wie viel Arbeit es macht, den Müll aufzusammeln.«

Die Situation in Wiesbaden

Die Wiesbadener Stabsstelle »Sauberes Wiesbaden« ist dem Oberbürgermeister unterstellt. Wer in der Kurstadt erwischt wird, zahlt für das Fallenlassen von Zigarettenkippen ein »Ordnungsgeld« von 50 Euro, für die »Notdurft« 60 Euro. Laut Pressebericht vom 8. Mai 2019 haben Zivilstreifen der Wiesbadener Stadtpolizei schwerpunktmäßig die Bushaltestellen rund um die Fußgängerzone und am Bahnhof überprüft. Ergebnis: in vier Stunden 32 Verwarnungen wegen Zigarettenkippen mit Bußgelderhebung.

| SoS

 

Der Müll und die liberale Gesellschaft

 




Saturn

Saturn: Phantastische Bildqualität

Die neue OLED Technologie verändert die Sehgewohn­heiten. Tiefes Schwarz und eine überragende Farbbrillanz zeigen die neuen TV-Geräte von LG, Panasonic, Sony, Philips und anderen Herstellern. Vom kleinen Zweitfernseher bis zu den Riesen mit einer Bilddiagonale von 2,17 m (85 Zoll)- da kommt Kino-Feeling auf. Und das Schöne an dieser Entwicklung: Noch nie war eine solch phantastische Bildqualität für so wenig Geld möglich.

Und zu jedem Fernseher gibt es aktuelle Soundbars, die fangen bei 100 € an. Besuchen Sie die Fernsehabteilung im 2. Untergeschoss. Felix Bärsch und sein Team beraten Sie gerne.

saturn-logo

Saturn
Am Brand 41
55116 Mainz
Tel. 06131 1460
Fax. 06131 146101
mainz@saturn.de
www.saturn.de/markt/mainz

 

Saturn: Kaffee – wie im Urlaub




Anima

Anima: Kompressionsstrümpfe in den Trendfarben 2020

Juzo, einer der Qualitätshersteller für Kompressionsstrümpfe, überrascht im Frühjahr 2020 mit den neuen Trendfarben »Blue Love«, »Violet Truth« und »Pink Soul«. Sie sind in Rundstrick und Flachstrick bereits ab dem 1. Februar bei Anima erhältlich. Dies gilt für alle weiteren Strümpfe, Armstrümpfe und Strumpfhosen gleichermaßen.

Darüber hinaus gibt es sie auch als extravagantere Versionen in schwarz/bunt wie weiß/bunt gebatikt. So sind Sie mit der Kompressionsbe­kleidung von Juzo allen Lebenssituationen gewachsen.

Schillerstraße 26
Tel. 619418
www.anima-mainz.de


 

Anima: Unterstützung für Schwangere




Restaurant Pascha Fisch

Pascha Fisch: Preiswert, schnell, einfach, gut

»Pascha Fisch« in der Mainzer Neubrunnenstraße verfolgt ein klares Konzept, das funktioniert. Stilistisch angesiedelt ist die Gastronomie zwischen Imbiss und Restaurant.

Neubrunnenstraße? Klar. Da gibt’s seit Jahrzenten die »Zeitungsente«, in der Generationen von Studenten, Medienschaffenden sowie Lokal- und Landespolitikern ihre mithin schönsten Stunden verbrachten und noch verbringen. Schräg gegenüber befindet sich ein Etablissement, das zwar kaum Kultstatus entwickeln, aber schon zu einer kleinen Institution im Gastronomiesektor werden könnte: »Pascha Fisch«.

Beim Eintreten in den hohen Gastraum überschreitet man zugleich die Schwelle in eine eigene kleine Welt. So könnte es vor längerer Zeit in einem malerischen Lokal in einem türkischen Städtchen ausgesehen haben. Fischernetze und Rettungsringe, ein Kescher und diverse weitere Fischerei-Utensilien zieren die Wände. Sie sind zum Großteil in maritimem Blau-Weiß gehalten sind. Einfache Holztische und -stühle stehen zum Platznehmen bereit. An der Wand links des Eingangs befindet sich eine große Theke, hinter der an mehreren Herdstellen fleißig gebrutzelt wird. Die Abzugstechnik scheint ausgefeilt zu sein, da man von der Tätigkeit der Köche nichts riecht.

Freundlicher, flinker Kellner

Eine einzige flinke männliche Servicekraft versorgt an diesem Mittag die gesamte Gästeschar, und das in einem Höllentempo. Der Kellner ist nicht nur flott, sondern auch freundlich und zuvorkommend. Wer es in der beruflichen Mittagspause eilig hat, wird prompt bedient und erreicht seine Stechuhr garantiert rechtzeitig.

Das Angebot an Speisen ist angenehm überschaubar und völlig ausreichend. Die Speisekarte gibt’s – genau wie das Essen – auch zum Mitnehmen. Vorweg erhalten wird einen Korb mit frischem Fladenbrot. Dazu ein Schälchen Sambal Oelek und je ein verpacktes Erfrischungstuch für die Hände. Mister X wählt als Vorspeise die Fischsuppe, die auf der Karte als »Spezialität vom Chefkoch« avisiert wird. Sie kostet 4,50 Euro, ist eine stattliche Portion und mit »vielen unterschiedlichen Fischstückchen versehen«, wie X anerkennend feststellt. Ich nehme die andere von zwei möglichen Suppen, nämlich die aus Linsen. Diese weitere »Spezialität vom Chefkoch« wird mit 4 Euro berechnet, ist ebenso groß portioniert, püriert und dadurch schön sämig. Der Linsengeschmack ist eindeutig und wird durch Beträufeln mit Zitronensaft hervorragend unterstützt.

Dorade und Wolfsbarsch

Als Vorboten unserer Hauptgerichte erhalten wird optisch sehr hübsch angerichtete Salatteller mit diversen Blattsalaten, Zwiebeln, Möhren und einem klaren, feinen Dressing. Mein immerwährender Begleiter bekommt sodann seine gegrillte Dorade mit in kleine Scheiben geschnittenen Kartoffeln, die sich geschmacklich wie gute Pommes präsentieren, sowie Remouladensoße. An manchen Stellen kommt der Fisch X ein wenig trocken vor, überwiegend jedoch ist das Fleisch saftig und die Haut knusprig. Mein gegrillter Wolfsbarsch, der mit den identischen Beilagen serviert wird, ist makellos. Mister X’ Gericht kostet 11,20 Euro, das meine 11,90 Euro.

Nach dem Hauptgang gelüstet es uns nach einem Dessert. Wir nehmen zusammen eine Portion Halva, was sich als sinnvoll erweist, denn sie ist sehr groß. Diese asiatisch-mittelmeerische Nachspeise, deren Grundlage ein Mus aus Ölsamen, Zucker oder Honig ist, schmeckt bei »Pascha Fisch« nach Mandeln, ist mit Zimt bestreut, hat eine körnig-saftige Konsistenz und wirkt nicht zu süß. Zum Preis von 4,50 Euro kann man sie genießen, mit einem Bällchen Vanilleeis kostet sie einen Euro mehr. Summasummarum bezahlen wir für das komplette Mittagsmahl mit Vor-, Haupt-, Nachspeise, Wasser und Pfefferminztee etwas über 40 Euro. Dieser Besuch hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt.

| Lou Kull

ESSEN7,0
TRINKENnicht bewertet
SERVICE7,5
AMBIENTE7,0
PREIS/LEISTUNG7,0
GESAMT28,5 : 4 = 7,1 KAPPEN

FAZIT

»Pascha Fisch« hat uns fast ein wenig zum Schwärmen verleitet. Wir haben uns in dieser leicht altbackenen, wiewohl charmanten maritimen Atmosphäre sogleich wohlgefühlt. Zum Wohlbefinden trug auch die männliche Servicekraft mit frischer, freundlicher, flotter Art bei. Für wenig Geld kann der Gast hier sattwerden. Allein eine der groß portionierten Suppen mit dem knusprigen Fladenbrot und etwas Sambal Oelek reicht zur mittäglichen Essensversorgung vollkommen aus. Ein wenig Probleme hatten wir mit der Bewertung der Gaststätte, die irgendwo zwischen Imbiss und Restaurant rangiert. Das Essen ist einfach und gut, das Angebot für die Küche leicht zu handhaben. In einem universellen Restaurant mit größerer Karte, Fleisch und Geflügel ist von vornherein ein größerer Materialeinsatz vonnöten.

Kurzum: Aus diesen Gründen haben wir uns bei aller Freude über das Erlebte bei der Höhe der Bewertung zurückgehalten und den Punkt Getränke sogar komplett ausgeblendet. Der Grund: diesbezügliche Angebot bei »Pascha Fisch« beinhaltet lediglich Standardlimonaden, Säfte, einige Tees und Kaffeevarianten. Alkoholische Getränke werden nicht ausgeschenkt.

Pascha Fisch
Neubrunnenstraße 4
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 554 02 30
www.facebook.com/Paschafischmainz
Öffnungszeiten:
Mo bis So 11 bis 22 Uhr



Mi Vesto

Mi Vesto: Nix wie hin!

Wer spart nicht gerne? Bei »Mi Vesto« werden jetzt die letzten hochwertigen Einzelstücke der Winterkollektion angeboten – mit Preisnachlässen von 20 bis 50 Prozent. Schnell sein lohnt sich. Und wenn Sie schon da sind, können Sie sich gleich die ersten Modelle der Frühjahrs-Sommer-Kollektion anschauen und schon in Ihrer Größe bestellen. Frau Arena und Ihr Team freuen sich auf Sie.

mi-vesto-logo

MI VESTO
Exklusive Damenmode
Leichhof 19
55116 Mainz
Tel. 0 6131/55 34400
Fax 0 6131/55 34401
info@mi-vesto.de
www.mi-vesto.de

 

Mi Vesto: Die richtige Auswahl an Modeher­stellern




Tobias Schmitt

Tobias Schmitt: Neuer Küchenchef in der Favorite

Es bleibt spannend in der Favorite. Die Karten im Gourmet Restaurant werden 2020neu gemischt. Mit Tobias Schmitt (32) übernimmt ein neuer, vielversprechender Küchenchef die Führung im Gourmet Restaurant des beliebten Mainzer Treffpunkts für Genießer.

Der Wiesbadener Tobias Schmitt freut sich auf die neue Herausforderung. Bisher war er Souschef unter 2-Sterne-Koch Andreas Krolik im angesagten Frankfurter Sternerestaurant »Lafleur« im Gesellschaftshaus des Palmengartens. Als Sohn von Harald Schmitt, der Wiesbadener Hotellegende und Ex-Chef der »Ente« will Schmitt Junior die Mainzer mit seinen kulinarischen Kreationen glücklich machen und auch die Wiesbadener über den Rhein locken. Nach Fastnacht startet er in der Favorite durch.

Daniele Tortomasi, sein Vorgänger am Herd in Mainz, zieht nach einem wilden Jahr weiter. Zum Jahresbeginn 2020 verließ er die Favorite mit unbekanntem Ziel. Mit Tobias Schmitt holt sich die Familie Barth jetzt einen erfahrenen Küchenchef ins »Favorite Restaurant«, der bereits seit 15 Jahren am Herd steht und vor fünf Jahren mit Chef Andreas Krolik ins »Lafleur« nach Frankfurt »gezogen« ist.

Infos: www.favorite-mainz.de

 

Favorite Parkhotel: Schwungvoller Start

 




2020

2020: Auf ins neue Jahrzehnt!

Keine Wahlen in Sicht, die Grün-Rot-Gelbe-Koalition im Mainzer Rathaus beginnt ihre Arbeit, der alte Ober­bürgermeister wird der neue sein, manche Baustellen werden ab, andere dafür aufgebaut: Das Jahr 2020 ist da! Auf ins neue Jahrzehnt!

Geduldsprobe

Die Traversenlager der Brücke müssen ausgetauscht werden – es handelt sich um Verschleißteile, die nach 25-30 Jahren erneuert werden müssen, sogar wenn sie nicht kaputt sind. Die Arbeiten sollen am 12. Januar beginnen, vier Wochen lang wird die Brücke für den motorisierten Individualverkehr komplett gesperrt. Busse überqueren sie weiterhin, Kleinkrafträder, Zufußgehende und Radler/-innen ebenfalls.

Die Entscheidung für die Vollsperrung sei gefallen, weil die Arbeiten so zügiger beendet werden können, begründet Katrin Eder, die Mainzer Verkehrsdezernentin und: Die Komplett-Sperrung ist auch angeordnet worden, weil Eder befürchtet, dass Rückstaus die CO2-Werte an den Passiv-Sammelstellen in der Rheinstraße derart in die Höhe treiben (im Januar sind die Werte aufgrund häufiger Inversionswetterlagen oft hoch), dass das Oberwaltungsgericht Koblenz doch noch das von der DUH wegen der hohen CO2-Werte geforderte Dieselfahrverbot anordnet. Für die aus Rheinhessen/Mainz nach AKK- oder Wiesbaden pendelnden Menschen wird die Brückensperrung eine Geduldsprobe: Sie müssen sich jeden (Arbeits-) Tag in die Staus auf der Weisenauer- und der Schiersteiner-Brücke einreihen. Oder sie steigen aufs Rad um – ausgerechnet im Januar sicherlich keine leichte Entscheidung. Aber: ÖPNV geht auch.

www.dermainzer.net/2019/12/vollsperrung-der-bruecke-zwischen-mainz-und-wiesbaden

Standortentscheidung

Das Weltmuseum der Druckkunst braucht dringend (und seit Jahren) eine grundlegende Überholung. Die »Arbeitswerkstatt Gutenbergmuseum« tüftelt seit Juni 2018 an den Bedingungen dafür. An welchem Standort soll das Museum den Menschen aus aller Welt und den Mainzer/-innen den Weg von der Erfindung des Buchdrucks ins mediale Zeitalter erklären? Nach der letzten Sitzung der »Arbeitswerkstatt« stehen zur Debatte: Das »Allianzhaus« an der Großen Bleiche, Abriss und Neubau am bisherigen Standort Liebfrauenplatz oder Erhalt und Erweiterung am bisherigen Standort. Eine Arbeitsgruppe in der Arbeitswerkstatt beschäftigt sich außerdem mit »Finanzierung und Trägerschaft«: Bleibt das Museum im Besitz der Stadt Mainz und woher kommen die Gelder für Neubau oder Generalüberholung? Anfang 2020 soll die »Arbeitswerkstatt« für die politischen Gremien »Empfehlungen« formulieren, die wiederum in die öffentliche Debatte eingespeist werden.

Aufenthaltsqualität

Seit Anfang Dezember fließt der Verkehr in der Großen Langgasse wieder in beide Richtungen. Der Abschnitt Ludwigsstraße bis Emmeransstraße lässt ahnen, welche Aufenthaltsqualität die Straße nach der kompletten Fertigstellung für die nicht-motorisierten Menschen bietet. Große Plätze, breite Gehwege, Bänke, begrünte Beete und die Tempobeschränkungen für den motorisierten Verkehr (mal Tempo 30, mal Tempo 20) verdeutlichen: Hier haben die Vorrang, die nicht im Fahrzeug sitzen. Radabstellanlagen, Parkplätze, E-Ladestationen und Ladezonen bieten denjenigen Platz, die hier einkaufen oder die Gaststätten und Bistros aufsuchen wollen. Außerdem sind in fußläufiger Entfernung genügend Parkhäuser. Ungewohnt dürften für manche die Kreisel an den Einmündungen zu den Seitenstraßen sein, außerdem die vielen Verkehrsschilder. Die Verkehrsüberwachung wird hier alle Hände voll zu tun haben.

www.dermainzer.net/2019/12/grosse-langgasse-das-miteinander-will-gelernt-sein

Bürgerbeteiligung: verbindlich?

»Bürgerbeteiligung« findet in Mainz ständig statt – mal nach diesen Kriterien, mal nach jenen, mal von dieser, mal von jener Agentur moderiert. Bürgerbeteiligung verbindlich zu vereinheitlichen ist das Ziel einer Arbeitsgruppe, die seit 2018 an entsprechenden »Leitlinien« arbeitet. Im November 2018 wurde darüber erstmals die Öffentlichkeit informiert, im Dezember 2019 wurde den Mainzer Bürgerinitiativen ein Zwischenbericht vorgestellt.

Nun werden die Anmerkungen der BIs eingearbeitet, das Ergebnis erneut in der Arbeitswerkstatt zur Diskussion gestellt. Wann der Entwurf der Leitlinien dann der Öffentlichkeit und den politischen Gremien vorgestellt wird, ist offen. Der bisherige Organisator des Prozesses seitens der Stadt, Horst Maus (Stabsstelle Arbeitsmarktförderung, Bürgerbeteiligung und AKK-Angelegenheiten), trat zum 1.1.2020 in den Ruhestand. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt die Organisation der Leiter des Migrationsbüros, Carlos Wittmer.

www.dermainzer.net/2019/06/buergerbeteiligung-demokratie-staerken

Gespräche mit Fachämtern?

 

Auf der Alice-Rampe am Hauptbahnhof bewegen sich Zufußgehende und Radelnde auf den Bahnhofsvorplatz zu und von diesem weg: Kombinierter Rad- und Fußweg in zwei Fahrtrichtungen. Zu beachten haben sie die Einmündung der Unterführung: hier treffen weitere Radler/-innen und Fußgänger/-innen auf den Weg. An dessen Ende kommen PKWs und LKWs hinzu, die parken oder anliefern wollen und dazu den Weg überfahren müssen; außerdem Straßenbahnen und Busse, deren Fahrgäste sich nicht alle umschauen, bevor sie den Weg queren.

In der Mitte des Weges stehen auch noch ein paar Bäume. Die bleiben vorerst und an der gesamten Situation ändert sich auch nichts, denn dazu müsste das Gelände zwischen der Rampe und den Bahngleisen einbezogen werden. Das gehört entweder noch der Deutschen Bahn oder bereits einem privaten Projektentwickler. Angeblich gab es bereits 2018 zwischen dem oder den Eigentümer/-innen mit Fachämtern der Stadt Gespräche. Was daraus geworden ist? Dazu kann keine Auskunft gegeben werden, schreibt die Pressestelle der Stadt Mainz im August 2018 und wiederholt es im Dezember 2019.

https://www.dermainzer.net/2018/09/alicenstrasse-platzmangel

Auskunft für Angehörige

Angehörige stehen vor der Notaufnahme in der Mainzer Unimedizin und erfahren nicht, ob ihre Mutter oder ihr Vater tatsächlich eingeliefert wurden. Telefonische Auskunft über das Befinden von Patienten/-innen erhalten Angehörige nicht mehr. Begründung: Datenschutz. Kurz zuvor hatte der Landesdatenschutzbeauftragte aufgrund von andauernden Mängeln beim Umgang mit Patientendaten in der Unimedizin ein Bußgeld von 105.000 Euro verhängt. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Bußgeld und der Auskunftsverweigerung gegenüber Angehörigen? Die Mainzer Unimedizin verweigert bis Redaktionsschluss die Antwort. Leider auch zur Frage, ob es eine verbindliche Regelung gibt, die es Angehörigen ermöglicht, Auskunft über Patienten/-innen zu erhalten – ein Formular, dass Menschen zuhause ausfüllen und das bei Bedarf vorgelegt werden kann, zum Beispiel. Der Landesdatenschutzbeauftragte meint, so etwas sei machbar. | SoS

www.dermainzer.net/2019/12/handlungssicherheit-fuer-pflegepersonal-und-aerzte-innen



Amtskette

Die Amtskette & das Stadtwappen

Zweimal zierte die Amtskette des Mainzer Oberbürgermeisters 2019 das MAINZER-Titelbild. Dann kam es raus: Das Mainzer Wappen in der Kette ist das falsche.

Rote Räder auf silbernem Grund? Weiße Räder auf rotem Grund? Das Mainzer Stadtwappen hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen erlebt. Dieter Müller aus Mombach, bekannt als »Flaggen-Müller«, hat sich das MAINZER-Titelfoto der Dezember-2019-Ausgabe genau angeschaut und stellt fest: »Als die Amtskette 1899 gefertigt wurde, gab es dieses Mainzer Stadtwappen mit weißem Doppelrad auf rotem Grund nicht.« Bis 1915, so der Experte in Sachen Fahnen, Flaggen und Bannern, sah das Mainzer Stadtwappen so aus, wie rechts auf dem obigen Titelbild. Das Stadtarchiv-Leiter Wolfgang Dobras für uns ausgegraben hat: silberner Schild mit rotem Räderpaar.

Beide, Dieter Müller und Wolfgang Dobras, wissen von langjährigen Bemühungen vor 1915 zu berichten, die einer Wiedereinführung des alten Wappens mit dem roten Schild und dem silbernen Räderpaar (mit einer antifranzösischen Ausrichtung) vorausgingen. Wolfgang Dobras kennt zeitgenössische Literatur (einen Aufsatz von Kurt Strecker in der Mainzer Zeitschrift 1913/14 zur Geschichte des Mainzer Stadtwappens sowie einem Aufsatz von Viktor Würth im Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 1919 zu neuen hessischen Ortswappen), die dies belegt. »Ungeachtet dessen bleibt die doch ungewöhnliche Tatsache, dass auf der Amtskette von 1899 nicht das offizielle, vom Großherzog 1816 vorgeschriebene Wappen, sondern das alte Wappen aus vornapoleonischer Zeit verwendet wurde«, findet Wolfgang Dobras.

Dem schließen wir uns an und meinen das falsche Wappen in der echten Amtskette des Mainzer Oberbürgermeisters liefert genügend Stoff für einen neuen Mainz-Krimi. Oder aber es findet sich doch noch ein Mensch, der eine plausible und nachprüfbare Erklärung hat?

| SoS

Die Amtskette und des OB’s wichtigstes Thema




Tope Winzer

Top-Winzer aus Rheinhessen

Eine Auswahl der Top-Winzer in Mainz & Rheinhessen. Die komplette Vorstellung der einzelnen Weingüter finden Sie im »Restaurant- und Weinführer 2020«. Im Buchhandel erhältlich.

 

Weingut Acker-Martinushof
Bodenheim · Tel. 06135 2350
www.weingut-acker.de

Weingut Beiser
Vendersheim · Tel. 06732 8732
www.weingut-beiser.de
Bewertung

Weingut Bischofsmühle
Nieder-Olm · Tel. 06136 1257
www.weingut-bischofsmuehle.com
Bewertung

Weingut Bretz
Bechtholtsheim · Tel. 06733 356
www.ernstbretz.de
Bewertung

Weingut Eppelmann
Stadecken-Elsheim · Tel. 06136 2778
www.weingut-eppelmann.de

Weingut Stephan Glöckner
Stadecken-Elsheim · Tel. 06130 1709
www.weingutgloeckner.de
Bewertung

Weingut Gres
Appenheim · Tel. 0672 53310
www.weingut-gres.de

Weingut Hemmes
Bingen-Kempten · Tel. 06721 12420
www.weingut-hemmes.de
Bewertung

Weingut Dr. Hinkel
Framersheim · Tel. 06733 368
www.weingut-dr-hinkel.de
Bewertung

Weingut Georg Gustav Huff
Nierstein-Schwabsburg · Tel. 06133 50514
www.weingut-huff.com

Weingut Immerheiser
Schwabenheim · Tel. 06130 929394
www.immerheiser-wein.de

Weingut Rudolf Fauth
Udenheim · Tel. 06732 64503
www.weingutfauth.de
Bewertung

Weingut Keller 1601
Worms-Pfiffigheim · Tel. 06241 75562
www.weingutkeller.de
Bewertung

Weingut Bürgermeister Carl Koch
Oppenheim · Tel. 06133 2326
www.ck-wein.de
Bewertung

Weingut Köster-Wolf
Albig · Tel. 06731 2538
www.koester-wolf-weingut.de

Weingut Lamberth
Ludwigshöhe · Tel. 062498611
www.weingut-lamberth.de
Bewertung

Weingut Merl
Groß-Winternheim · Tel. 06130 1300
www.weingut merl.de

Cisterzienser Weingut Michel
Dittelsheim-Heßloch · Tel. 06244 4921
www.cisterzienser-weingut.de
Bewertung

Weingut Neus
Ingelheim · Tel. 06131 73003
www.weingut-neus.de

Weingut Rappenhof
Alsheim · Tel.06249 4015
www.weingut-rappenhof.de
Bewertung

Weingut Ruppert-Deginther
Dittelsheim-Heßloch · Tel. 06244 292
www.ruppert-deginther.de
Bewertung

Weingut Adolf Schick
Jugenheim · Tel. 06130 256
www.weingutschickjugenheim.de
Bewertung

Weingut Stauffer
Flomborn · Tel. 06735 1521
www.weingutstauffer.de

Weingut Eckhart Gröhl
Weinolsheim · Tel. 06249 93988
www.weingut-groehl.de

Weingut Raddeck
Nierstein · Tel. 06133 58115
www.raddeckwein.de

 

Top-Restaurants aus Mainz & Rheinhessen




Top-Restaurants

Top-Restaurants aus Mainz & Rheinhessen

Eine Auswahl der Top-Restaurants in Mainz & Rheinhessen. Die komplette Vorstellung der einzelnen Restaurants finden Sie im »Restaurant- und Weinführer 2020«. Im Buchhandel erhältlich.

 

Adagio im Atrium Hotel
Adagio Restaurant und Weinbar
Mainz · Tel. 06131 491-0
www.atrium-mainz.de
Bewertung

Al Cortile
Mainz · Tel. 06131 617878
www.alcortile.de
Bewertung

Das Crass
Nieder-Olm · Tel. 06136 814 48 0
www.dascrass.de
Bewertung

Restaurant Elder
Gau-Algesheim · Tel. 06725 3077 227
www.restaurant-elder.de
Bewertung

Landgasthof Engel
Schwabenheim · Tel.06130 929 394
www.immerheiser-wein.de

Eulenschänke
Ingelheim · Tel. 06130 554 9390
www.eulenschaenke.com

La Gallerie
Mainz · Tel. 06131 6969 414
www.lagallerie-mainz.de

Weinhaus & Restaurant Hahnenhof
Mainz · Tel. 06131 2121 150
www.hahnenhof-mainz.de

Incontro
Mainz · Tel. 06131 238 221
www.incontro-ristorante.de

Ma:Doro
Mainz · Tel. 06131 492 9270
www.madoro.de

Nieder-Olmer Weinstube
Nieder-Olm · Tel. 06136 766 999
www.weinstube-nieder-olm.de

Platen’s im Rheinhotel Nierstein
Nierstein · Tel. 06133 979 70
www.rheinhotel-nierstein.de/platen-s-im-rhein-hotel

Stellwerk
Saulheim · Tel.06732 962 8615
www.restaurant-stellwerk.de
Bewerung

Vis a vis Weinbar + Restaurant
Osthofen · Tel.06242 501 2973
www.visavis-osthofen.de

Wasems Kloster Engelthal
Ingelheim · Tel.06132 2304
www.wasem.de
Bewertung

Weedenhof Hotel & Restaurant
Jugenheim · Tel.06130 941 337
www.weedenhof.de

Gasthaus Willems
Mainz · Tel.06131 210 9170
www.gasthaus-willems.de

Weinhaus Wilhelmi
Mainz · Tel.06131 224 949
www.weinhaus-wilhelmi.de

Zum Alten Weinkeller
Schwabenheim · Tel.06130 941 800
www.immerheiser-wein.de

 

Top-Winzer aus Rheinhessen




Destille

Destille: Leckeres – auch unverpackt!

Verpackungsfreies Einkaufen ist bei uns seit 15 Jahren Tradition. Aus mehr als 100 Glasballons und Amphoren füllen wir bei Destille auch in neue oder mitgebrachte Flaschen unsere hochwertigen Essige & Öle, Edelbrände, Grappa, Whisky, Rum sowie fruchtige und sahnige Liköre ab.

Zudem bieten wir ein abwechslungsreiches Angebot an Sekt & Wein sowie Gin aus der Region und aus aller Welt. Leckere Schokoladen, außergewöhnliche Pasta, Pesto, außergewöhnlich Gewürzmischungen, Senf runden das Sortiment ab. Geschenke oder Präsentkörbe stellen wir individuell für jeden Anlass zusammen.

 

Destille Mainz 
Gaby Stierle
Pfandhausstraße 1
Römerpassage (Fußgängerzone)destille_logo-600
55116 Mainz
Telefon 06131/2115758
Telefax 06136/2115759
www.destille.de/mainz

 

Destille: hochwertige Destillate und mehr




Tourismus Werbung

Tourismus-Werbung – mit Gefühl!

Tourismus: In Deutschland, so wird uns gerne erzählt, verbinden Menschen die Stadt Mainz in erster Linie mit Fastnacht und den Mainzelmännchen.

Dass es Anderes gibt, warum hier zu leben angenehm ist, wissen wir in Mainz selbst. Das Angenehme, das jede/-r für sich unterschiedlich definiert, wollen die Mainzer-Tourismusförderer in alle Welt transportieren. Seit 2018 gibt es die Aktion »mainzgefühl«, initiiert vom Tourismusfonds Mainz e. V.. Die Strategie der Aktion ist offensichtlich: Wir vermitteln Menschen andernorts, dass Mainz etwas ganz Besonderes ist und dass alle mindestens einmal im Leben Mainz besucht haben müssen. Das ist gut für den Tourismus. Hotels, Gaststätten und Einzelhandel verdienen mehr Geld (außer die Gäste kommen mit dem Schiff, auf dem sie essen und übernachten), die Stadt und damit wir alle, profitieren von höheren Gewerbesteuereinnahmen.

Was aber ist ein »mainzgefühl«? Damit dieses auf jeden Fall ein gutes wird, organisierten die Initiatoren/-innen der Aktion »mainzgefühl« einen stadtweiten Workshop und eine Umfrage, wobei sich die Mainzer/-innen das Bewusstsein über ihr Stadtgefühl erarbeiteten. Ergebnis: »Während gesamtgesellschaftlich ein Trend zu Negativität zu sehen ist, verbreitet das Mainzer Lebensgefühl Positivität. Aufgeschlossenheit gegenüber anderen und herzliches Miteinander wird von den MainzerInnen gelebt. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass es auch anders geht. Auf Basis des von Offenheit, Herzlichkeit und Geselligkeit geprägten »mainzgefühls« starteten die MainzerInnen im Jahr 2019 diverse Aktionen, um diese Werte in Deutschland zu stärken.« Zu den Aktionen zählten »Lovestorms« in Social Media und »herzliche Flashmob-Aktionen« in diversen deutschen Städten. (Quelle: mainzgefühl 2019_Pressemitteilung_Tourismusfonds Mainz eV).

Die Aktion fällt aus dem Rahmen herkömmlicher Tourismuswerbung. In der Regel werben Städte und Regionen mit Besonderheiten, wie Geschichte, Museen, Architektur, etc. Davon haben wir in Mainz reichlich. Leider ist nicht alles ansehnlich. Die Zeugnisse der Römer und der Mainzer Festungsstadt, das Weltmuseum der Druckkunst, sind in keinem guten Zustand. Es mangelt an Geld, um alles präsentabel herzurichten und an Konzepten, mit denen sich auch der (verhüllte) Drususstein und die Bruchsteine im Römischen Bühnentheater vermarkten ließen. Kundige Menschen mit viel Fantasie sind gefragt, die sich gegen entsprechendes Salär etwas einfallen lassen. Beim Mainzer Tourismusfonds e.V. setzte man dagegen aufs Gefühl. Nun vermitteln wir aller Welt: »Hey Leute, ihr müsst nach Mainz kommen, weil es hier gefühlmäßig so toll ist.«

Ziemlich viel Gefühlsduselei für eine geschichtsträchtige und kulturell so vielseitige Stadt wie Mainz. Wir danken dem Mainzer Tourismusfonds e.V. für die Erkenntnis, dass unser Schicksal als »Weck-Worscht-Woi«-Anhänger/-innen das positive »mainzgefühl« befördert.

| SoS

 




Kaffeerösterei Müller

Müller Kaffeerösterei: Glühwein #fusion mit Kaffee

Kaffee in Wein und Bier – geht das? Die Kaffeerösterei Müller sagt »Ja!« und hat ihr Angebot um #fusion erweitert – einen rheinhessischen Glühwein, der mit Cold Brew und
winterlichen Gewürzen veredelt ist. Für Bierfreunde hat das Team in Zusammenarbeit mit der Kuehn-Kunz-Rosen Brauerei ein Stout Beer entwickelt, das 3% äthiopischen Cold Brew der Kaffeerösterei enthält.

Ab sofort sind diese zwei neuen Geschmackserlebnisse in der Kaffeebar (Graben 3), im Kaffeeladen (Fischtorstraße) und auch in der Rösterei in Bodenheim erhältlich.

Müller KaffeeröstereiMüller Logo
Graben 3
Fischtorstr. 7
www.mueller-kaffee.com

Müller Kaffeerösterei: Der Umwelt zuliebe unverpackt kaufen

 




Große Langgasse

Große Langgasse: Das Miteinander will gelernt sein

Die Große Langgasse ist wieder in beide Richtungen befahrbar. Hier Tempo 30, dort Tempo 20, Kreisel, kostenpflichtige Parkplätze, Ladezonen, Parkverbot auf den Plätzen, Radstreifen in den Kreuzungsbereichen: Die Verkehrsteilnehmer/-innen müssen sich eingewöhnen.

Der gräulich-regnerische Dezember-Tag trägt nicht dazu bei, den neuen Charme der Großen Langgasse ins rechte Licht zu rücken. Wer die Umgestaltung verfolgt hat, weiß aber, dass der im letzten Jahr fertiggestellte Dr. Gisela Thews-Platz bei angenehmem Wetter ein belebter Anziehungspunkt geworden ist. Die Spielgeräte, die Bänke, die begrünten Beete  und die gastronomischen Angebote locken Menschen. Die Einzelhandelsgeschäfte, die während der Bauzeit ausgeharrt (und überlebt) haben, dürften vom Flanier-Ambiente profitieren. Auch der Platz an der Emmeransstraße ist fertiggestellt, die breiten Gehwege und Bänke unterstreichen die Absicht, hier sollen sich Menschen wohlfühlen.

Kostenpflichtiges Parken

Noch bevor die Große Langgasse am 9. Dezember 2019 offiziell für den Verkehr in zwei Fahrtrichtungen freigegeben wurde, haben die Autofahrenden die Straße wieder für sich entdeckt. Die Parkplätze sind morgens schon vor neun Uhr gut gefüllt. Die Plätze auch. Es ist das gleiche Bild, wie auf anderen Mainzer Plätzen auch: die Zufußgehenden schlängeln sich um die parkenden Autos herum. Wie viele von den Fahrzeugen eine Ausnahmegenehmigung haben und hier parken dürfen: Wer weiß das schon? Unter den Autofahrenden muss sich herum sprechen, dass entlang der Fahrbahnen nur parken darf, wer einen Parkschein erwirbt. Überhaupt wird das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/-innen noch zu üben sein.

Die Radstreifen, die an den beiden Kreuzungsbereichen in die Große Langgasse hinein- bzw. hinausführen und plötzlich enden: was hat es damit auf sich? Axel Strobach, Leiter des Stadtplanungsamtes erklärt, sie seien als Orientierung für die Radelnden gedacht. Ob Radelnde eine solche Orientierung brauchen, sei dahingestellt. Ob Autofahrende verstehen, dass am Ende der Radspur, die Zweiradfahrenden ohne Anzuhalten auf die Fahrspur wechseln, ist fraglich.

Die Tempo-20-Regelung, die zwischen Kreuzung Ludwigsstraße und Emmeransstraße gilt, dürfte für Autofahrende gewöhnungsbedürftig sein. Ebenso, dass in diesem Bereich das Überholen von Zweiradfahrenden schlicht unmöglich ist – außer, der Mittelstreifen wird überfahren, was aber zu vermeiden ist: der dient den Zufußgehenden als Hinweis, dass sie in diesem Abschnitt überall die Straße queren können.

Große Langgasse

Verkehrsüberwachung ist gefragt

Katrin Eder, Umwelt- und Verkehrsdezernentin, sagte die neuen „Instrumente“, die den Verkehr in der neuen Großen Langgasse regeln, seien für alle Beteiligten sicher gewöhnungsbedürftig, aber das werde sich schon alles einpendeln. Klar sei auch, dass die Verkehrsüberwachung hier besonders darauf zu achten habe, dass die Regeln eingehalten werden, dass besonders die schönen neuen Plätze nicht ständig von Fahrzeugen zugestellt werden.

Oberbürgermeister Michael Ebling freute sich über die „Punktladung“: Die Freigabe der Großen Langgasse für den Fahrzeugverkehr in beide Richtungen sei exakt im ursprünglich vorgesehen Zeitplan erfolgt – obwohl es im vergangenen Sommer zu Verzögerungen gekommen war.
In den kommenden Monaten sind weitere Arbeiten zu erledigen, so Ebling und Eder. Der Abschnitt zwischen Emmeransstraße und Große Bleiche ist noch fertigzustellen. Dort wird die private Baustelle in der ehemaligen Residenzpassage die Aufenthaltsqualität länger beeinträchtigen. Ebenso der Platz vor der Wohnbau-Liegenschaft, auf dem derzeit Baucontainer abgestellt sind.

Spannend wird, ob mit der Freigabe des Verkehrs in beide Richtungen  der motorisierte Individualverkehr in der Ludwigsstraße zurückgeht. Denn wer jetzt die Weißliliengasse in Richtung Große Bleiche/Neustadt  befahren  will „muss“ nicht mehr verkehrswidrig durch die Fußgängerzone Ludwigsstraße und die Bushaltestelle Höfchen fahren.

| SoS

 

Tabu für Radfahrende

 




Spielbank Mainz

Spielbank Mainz: Adventszeit ist Schenkzeit!

Nach diesem Motto hat die Spielbank Mainz eine Fülle an Präsenten für die Adventszeit vorbereitet. Bei der Weihnachts-Geld-Verlosung gibt es insgesamt 10 x 500 Euro zu gewinnen. Die Auslosung erfolgt jeweils am Adventssonntag.

Zum Winners Weekend von 20.-22. Dezember bietet die Spielbank Mainz Turniere an den Automaten, Roulette, Black Jack und Poker an. Zudem erhält jeder Gast einen Glücksjeton, mit dem er beim Roulette die Chance auf einen 100 Euro Gewinn hat. Sonntags gibt es den Bingo-Treff und frühe Besucher erhalten an allen drei Tagen einen Early-Bird-Gutschein für Kaffee und Muffin. Ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen, freier Eintritt, Happy Hour Preise und leckere Cocktails in der Casino Lounge runden das Wochenende ab.

Übrigens: Wer zu Weihnachten gerne einen Besuch in der Spielbank verschenken möchte, der kann während der Öffnungszeiten (11:00 bis 4:00 Uhr) Jetons im attraktiven Samtsäckchen erwerben und diese unter den Baum legen. Ein außergewöhnliches Geschenk und zum Fest oder für den Start in ein glückliches, neues Jahr.

Der Eintritt in die Spielbank ist ab 18 Jahren mit einem gültigen Personalausweis möglich.
Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen u.a. zum verantwortungsbewussten Spielen unter www.spielbank-mainz.de

 

Fotowettbewerb: Auslösen, Knipsen & Gewinnen




Bagno Badstudio

Bagno Badstudio Badrenovierung: Alles aus einer Hand

Bagno Badstudio ist Badexperte sowie Badplaner für die unterschiedlichsten Bad-Typen. Egal ob klein oder groß, ob hohe oder schräge Wände – mit kreativen Ideen und kompetentem Fachwissen plant Geschäftsführer Thomas Schulze Traumbäder in 3D ganz individuell und nach Bedürfnissen und Vorstellungen des Kunden. Gemeinsam mit seinem erfahrenen Handwerker-Team setzt er alle Badträume um. Inspirationen und Bäder zum Anfassen gibt es in der Badausstellung am Fischtorplatz 11 in Mainz.

www.bagno-mainz.de

 

Mini Bagno Mainz: Zuverlässig – leidenschaftlich – individuell