Nonno Luigi Terrassen

Terrassen: Ein Schoppe in Corona-Zeiten

Der »Lockdown« ist gelockert, die Gastrobetriebe sind soweit möglich wieder geöffnet und die Mainzer sitzen wieder auf den Terrassen: Ein Stückchen »mehr Normalität« ist zurück!

Gelegentlich erinnert das Ambiente in der angesteuerten Kneipe an einen Science Fiction- oder Katastrophen-Film: Die Plexiglashelme der Kellner könnten aus Star Wars stammen, die maskierten Gäste aus einem Endzeit-Opus. Vor dem ersten Schoppe erfolgt die Erhebung der Personendaten (»Ei Schorsch, Du weisst doch wer ich bin!?!«) und statt der Weinkarte studiert man erst einmal die überall aufgehängten Desinfektionsanleitungen. Auch Niesen und Händewaschen will neu gelernt sein – und wer sicher gehen will, dass er in seiner Stammkneipe einen der begehrten Terrassenplätze bekommt, reserviert besser im Voraus und kommt auch etwas früher als sonst: Denn schon um 22 Uhr ist wieder Zapfenstreich.

Kneipenbesuche sind ein Event der besonderen – und nicht unbedingt lustigen – Art geworden. Wie will man etwa einen Wirt aufheitern, der nicht weiß, ob er je aus den Roten Zahlen kommen wird; der nicht das Glück hat, seine Bestuhlung auf öffentliche Plätze ausweiten zu dürfen?

Distanzhalten angesagt

Es ist auch nicht die Zeit um neue Leute kennen zu lernen: Statt Zusammenrutschen (»Ei an den Zehner passt ihr vier aach noch«) ist Distanzhalten angesagt – überall hat man den Zollstock im Kopf. Der Weg zur Toilette ist vorgeschrieben (Bitte nicht vergessen, vorher die Maske aufzusetzen!) –Pfeile und Absperrungen weisen den Weg. Jede Kneipe, jede Gaststätte erinnert jetzt irgendwie an die Baumaßnahmen in der Großen Langgasse.

Bewusst genießen

Man trinkt bewusster auf die Gesundheit – und voller Zuversicht, dass »das« bald vorbei ist. So manchem wird auch bewusst, dass nicht alles automatisch und selbstverständlich ist: Der Platz auf den Terrassen, der Schoppe in der Hand, der Blick auf die wieder belebteren Straßen. Man spricht über Homeschooling (»Was die Kinner da heut‘ für ein Zeugs lerne müsse!«), sinniert über Mehrwertsteuersätze (Wieso ist nur der Satz auf den Handkäs reduziert und nicht der auf Riesling?), jammert über die abgesagten Wein- und Straßenfeste (»Die hol‘ ich nächst Jahr alle nach! Ganz bestimmt!«) und plötzlich fällt auch das Stichwort »Abstiegskampf« wieder. Richtig: Da war noch was. Geisterspiele! Und damit die Stammkneipe nicht auch absteigt muss eben jeder sein Bestes geben: Einfach mal abends öfters ausgehen oder das »ToGo«-Angebot nutzen – und natürlich: Alle Regeln einhalten!

| MDL

 

Top-Restaurants aus Mainz & Rheinhessen




Grillen

Grillen: Nicht nur für Steakliebhaber

Ob Holzfällersteak oder mariniertes Gemüse – wer in diesem grillen will, muss erst noch »privatissime« brutzeln: Größere Grillfeste sind bis auf Weiteres verboten.

Eine Frage stellt sich aber auch in diesem Jahr – völlig Corona-unabhängig: Was legen wir uns denn jetzt konkret auf den Rost? Beliebte Klassiker sind immer noch selbst-marinierte Steaks, Schnitzel und Koteletts vom Schwein.

Allerdings setzen Deutschlands Hobbygril­ler auf Vielfalt, wie Fleischverkäufer zu berichten wissen: »Der Kunde sucht zunehmend nach Abwechslung auf dem Grillteller. Sein ganzer Stolz sind selbst zubereitete Grill­variationen. Dies geht auch relativ schnell und einfach mit den frischen Zutaten von der Fleischtheke.«

Dazu gehören beispielsweise unterschiedlich gefüllte Fleischtaschen oder saftige, bunte Fleischspieße. Besonders im Trend liegen zurzeit Fleischspieße mit Obst. Auch Fisch und Gemüse sind gefragt: Es geht nicht um ein »entweder-oder« sondern um ein kulinarisches Miteinander über der Holzkohle.

Köstlichkeiten grillen aus der Region

Das Team der Metzgerei Walz bietet in dieser Grillsaison wieder ein wechselndes buntes Grillsortiment an. Die klassische Auswahl von diversen Sorten Grillsteaks vom Schwein, Pute & Rind sowie diverse Fleischspieße wird durch raffinierte Bratwurst-Kreationen ergänzt. Die Walz’schen Metzgermeister sind immer für eine kullinarische Überraschung bei Ihren Grillfans bekannt.

Kleiner Tip: T-Bone Steaks, Porterhouse, Spareribes oder Flat Ironsteaks sollten bei Bedarf kurz vorbestellt werden.

Dass nur Fleisch aus der Region von Walz verarbeitet wird, schmecken Sie sofort an der Spitzenqualität! Die Fachgeschäfte der Metzgerei Walz freuen sich auf Ihren Besuch in Mombach, Weisenau & Mainzer City/ Münsterplatz.

Ausgezeichnet als eine der Besten

Sie sind passionierter Fleisch- und Steakliebhaber? Für Sie hält die Metzgerei Peter echte Leckerbissen bereit: T-Bone-Steak, Dry Aged Beef, Rib Eye Steak und gefüllte Steaks mit etwa Mozzarella und Tomate. Natürlich gibt es im Fachgeschäft auch schmackhafte Grillspieße aus Pute, Lamm oder Rind, Gyros-Spieße und Rouladen-Spieße. Übrigens: 2015 wurde die Metzgerei vom Magazin »Der Feinschmecker« als eine von 500 besten Metzgereien Deutschlands ausgezeichnet.
| MDL

 




Staatstheater Beethoven c:De-Da Productions.

Staatstheater: Beethoven – Ein Geisterspiel

Beethoven: Uraufführung in 3sat

Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens plante das Staatstheater Mainz ein aufwändiges spartenübergreifendes Projekt, Anfang Mai sollte die Uraufführung im Großen Haus sein. Wegen der Coronapandemie mussten die physischen Proben eingestellt, die Premiere abgesagt werden.

Das Theater reagierte schnell, Regisseur Jan-Christoph Gockel und Generalmusikdirektor Hermann Bäumer stellten sich der neuen Herausforderung, gestalteten die Proben um und überarbeiteten das Konzept. Die Theaterleitung ging auf das ZDF und auf 3sat zu und fand so einen starken Kooperationspartner. Gemeinsam entwickelten das Theater und die Verantwortlichen im Sender das Projekt weiter, sodass nun die außergewöhnliche Premiere einer Theatervorstellung für das Fernsehen zu erleben sein wird, die inhaltlich und ästhetisch weit über die gewohnten Streaming-Formate hinausgeht: »Beethoven – Ein Geisterspiel« erlebt seine Uraufführung nun am 14. Juni um 11.40 Uhr in 3sat. Als exklusive Vorab-Online-Premiere stellen 3sat und ZDF­kultur das Stück bereits am Samstag, 13. Juni um 19.30 Uhr online, auf 3sat.de und zdfkultur.de.

 

Virtuell ist angesagt




Mainzer Haushalt

Mainzer Haushalt: Es geht ans Eingemachte

Wir haben einen herrlichen Frühling (fast) hinter uns. Es blüht in Gärten und auf Wiesen wie verrückt. Als wolle uns die Natur über die unschönen Alltagsbedingungen hinweg trösten.

Nun steht der Sommer bevor und wenn es Herbst wird, erkennen wir diejenigen, die konsequent den Mund-Nasen-Schutz trugen an dem weißen Streifen im Gesicht. Nach der Sommerpause geht es dann ans Eingemachte. Die Beratungen über den Mainzer Doppelhaushalt 2021/22 stehen an. Eine vorläufige Bestandsaufnahme, die Finanzdezernent Günter Beck im Mai im Finanzausschuss vortrug, lässt mitten im schönsten Frühling frösteln. Fast alle Zahlen die Beck präsentierte, basieren auf Schätzungen und der Annahme, dass die Mainzer Wirtschaft allmählich wieder in Gang komme, eine Anordnung neuerlicher Ausgangsbeschränkungen nicht erforderlich sei.

Es geht los mit 24 Mio. € weniger Gewerbesteuer-Einnahmen und 690.000 € geringeren Einnahmen aus der Vergnügungssteuer. Der Rückgang bei der Einkommens- und Umsatzsteuer kann aufgrund der Steuerschätzung des Bundes auch für Mainz nur geschätzt werden. Beck rechnet mit 8-10% weniger Zuweisungen aus diesen beiden Steuern, in Zahlen: ca. 10,6 Mio. € weniger aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer sowie ca. 2 Mio. € weniger Gemeindeanteil aus der Umsatzsteuer.

Die Abfrage der Mainzer Ämter ergab 230.000 € geringere Einnahmen aus Sondernutzungsgebühren als prognostiziert, darin eingerechnet ist der Verzicht der Stadt auf Beiträge, die im Mainzer Corona-Hilfsprogramm vorgesehen sind. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben in den sozialen Sicherungssystemen um 3,6 Mio. €, darunter auch Mindereinnahmen aufgrund des Verzichts auf die Kita-Beiträge, und um weitere 766.000 € für u.a. die stationäre Unterbringung sowie Kosten der Unterkunft.

Der Finanzdezernent kündigte an, die Stadt könne in diesem Jahr nicht mit einer Dividenden-Ausschüttung der Sparkasse rechnen, auch die Verzinsung des Genussrechtskapitals der MAG werde entfallen. Außerdem müsse die Stadt voraussichtlich auf die Konzessionsabgabe der Mainzer Mobilität verzichten, die mit einem Fahrgastaufkommen von nur noch 10 % der erwarteten Auslastung auf ein Defizit von vermutlich 25 Mio. € in diesem Jahr kommen werde (statt dem prognostizierten Defizit von 18 Mio. €).

Die Zentrale Beteiligungsgesellschaft Mainz ZBM übernehme den Verlustausgleich von einigen städtischen Beteiligungen. Insbesondere für die Mainzplus Citymarketing steige der Verlustausgleich im schlimmsten Fall auf ca. 5 Mio. €. Unter dem Strich, so der Grünen-Politiker, werde die Corona-Krise, Stand 19. Mai 2020, die Stadt 30-40 Mio. € an Einnahmeausfällen und zusätzlichen Ausgaben kosten, sofern es keine kommunalen Rettungsschirme seitens des Bundes und des Landes gebe. Für 2021 prognostiziert Beck sogar ein Minus von 70 Mio. €.

| SoS




Cape Horn Daunen

Reuter’s: qualitativ hochwertige maritime Mode

Martin Schneider-Reuter ist wieder fündig geworden. Ein neuer Hersteller mit dem Etikett »Sea Ranch« ist jetzt in seinem Laden anzuschauen und auszuprobieren. Das ist frische, qualitativ hochwertige maritime Mode mit einem Qualitätsversprechen.

Und schon sind wir in der Bretagne mit den überragenden Shirts von Amor Lux. Die größte Auswahl an den gesteiften See­männer-Shirts ist einmalig in Mainz. Und wer schon einmal ein Shirt von Amor Lux trägt kehrt immer mal wieder ein bei Reuters, denn es gibt immer wieder neue Farbstellungen: in diesem Jahr z.B. knallrot mit blauen Streifen.

Reuter’s – Casual Sportswear
Schöfferstraße 6
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Tel. 06131 231523
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Reuters Logo

Monsieur C.O. Reuter: Westen und Jacken von Milestone




Lotharstraße, LEAP-Gesetzesänderung

LEAP-Gesetzesänderung kommt für Mainzer Verein zu spät   

Die Novellierung des LEAP-Gesetzes könnte noch in dieser Legislaturperiode vom rheinland-pfälzischen Landtag verabschiedet werden. Für das einzige Mainzer LEAP-Projekt käme die Anpassung zu spät.

Seit 2012 versuchte der Verein »Mainzer Mitte am Neubrunnen e.V.« das Einkaufsquartier zwischen Neubrunnenplatz, Lotharstraße, Römerpassage, Pfandhausstraße und Steingasse (s. Foto) aufzuwerten. Die Aktivitäten stießen immer wieder an finanzielle Grenzen, weil sich nicht alle Immobilienbesitzer an den Maßnahmen beteiligen wollten.

Das »Landesgesetz für Lokale Entwicklungs- und Aufwertungsprojekte« LEAP-G, verabschiedet 2015 von der damaligen rot-grünen Mehrheit im rheinland-pfälzischen Landtag, sollte solche Initiativen fördern. Die rheinland-pfälzische Variante der BID (Business Improvement Districts) soll durch private Initiative die Attraktivität eines Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gewerbezentrums für Bewohner/-innen und Kundschaft steigern und die Rahmenbedingungen für die dort niedergelassenen Betriebe verbessern. Das Gesetz sieht vor, dass alle Immobilienbesitzer Abgaben entrichten, um sie für vorab definierte Aufwertungsmaßnahmen zu verwenden. Die Abgabenpflicht der Immobilienbesitzer ist allerdings strittig. Wird das jeweilige Grundstück zu Wohnzwecken genutzt, wären sie ganz oder teilweise von den Abgaben befreit.

Die meisten Gebäude in LEAP-relevanten Lagen werden aber gemischt genutzt: im Erdgeschoss ein Geschäft, in den oberen Stockwerken Ärzte und Dienstleister und darüber Wohnungen. Ergo müsste der Einheitswert einer Wohnung aus dem Einheitswert eines Gebäudes herausgerechnet werden, eine Aufgabe, die die Kommunen hätten übernehmen sollen. So die Auffassung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, das seit 2016 von Volker Wissing geführt wird. Der FDP-Politiker ließ immer wieder ausrichten, es gebe keinen Bedarf, das Gesetz zu ändern und schob die Verantwortung für die Nichtanwendung den Kommunen in die Schuhe.

Privates Kapital wird nicht genutzt

An der Verabschiedung des Gesetzes 2015 waren die Freien Demokraten nicht beteiligt, da sie erst bei der Landtagswahl 2016 mit einem Wähleranteil von 6,2 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag schafften. Sie erhielten sieben Sitze im Landtag und stellen aktuell zwei Minister.

Die Kommunen, darunter Koblenz, Mayen, Diez und Mainz, in denen LEAP-Initiativen aktiv waren, weigerten sich, die erforderlichen Satzungen zu erlassen. Begründung: Die juristischen Risiken, wenn Immobilienbesitzer gegen die Satzung klagen, weil sie nicht zahlen wollen, sind zu hoch. Die Folge war und ist: Privates Kapital, das zur Aufwertung der Innenstädte zur Verfügung stünde, kann nicht abgerufen werden.

Die politischen Führungen der Kommunen und die rheinland-pfälzischen IHKs suchten den Minister davon zu überzeugen, das LEAP-G als Instrument für die regionale Wirtschaftsförderung anwendbar zu machen. Im Mai 2018 veröffentlichten sie eine gemeinsame Presseerklärung und forderten den FDP-Politiker auf, eine umsetzbare und rechtssichere Lösung zu finden.

Im Mai 2020 schreibt die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) auf Anfrage des MAINZERs, die Arbeiten seien am Gesetz mittlerweile weit fortgeschritten, so dass wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht werde. IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz hofft, dass die Gesetzesnovellierung im Herbst 2020 im Landtag beraten werden könnte. Für den Verein »Mainzer Mitte am Neubrunnen e.V.« spielt das keine Rolle mehr. Im April 2020 sollte der Verein abgewickelt werden, was aufgrund der Corona-Pandemie zwar auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, aber nicht aufgehoben wurde.

| SoS

 




Mainzer Bürgeramt

Mainzer Bürgeramt wird digital

Corona macht es deutlich: Einkaufen online geht immer. Wie aber soll das neue Auto angemeldet, wie ein Personalausweis beschafft werden? Die Digitalisierung der Mainzer Stadtverwaltung kommt allmählich in die Gänge.

Unabhängig von der Pandemie sollen nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) bis Ende 2022 alle Verwaltungsvorgänge digitalisiert und von zu aus Hause erledigt werden können. Insgesamt wurden bundesweit mehrere hundert Verwaltungsleistungen identifiziert, die ganz überwiegend in den Kommunen bearbeitet werden. Der bundesweite Flickenteppich von unterschiedlichen Formularen und Prozessen wurde in vierzehn Themenfelder systematisiert und nach Lebenslagen der Bürger gegliedert. Unter Leitung des IT-Planungsrats des Bundesinnenministeriums wird in Ländern und Kommunen an der Umsetzung des OZG gearbeitet. Das Mainzer Bürgeramt ist auch dabei.

Carolin Thenée

Mainz mit Digitalstrategie

In Mainz hat man bereits 2015 eine digitale Strategie verabschiedet und Carolin Thenée (Foto) zur E-Government-Beauftragten ernannt. Sie arbeitet mit mehreren Teams daran, bereits vorhandene digitale Einzellösungen wie Rechnungsworkflow, Virtuelle Poststelle, Rats- und Geoinformationssystem in eine Gesamtstrategie für Mainz zu bündeln und einen Stufenplan mit Prioritäten festzulegen. Ein Dokumentenmanagementsystem ist bereits erstellt und wird nach und nach ausgerollt, die Online-Terminvergabe auf viele Bereiche ausgeweitet und ein Online-Bezahlverfahren auf PayPal-Basis geschaffen. Auch über Stadtgrenzen hinweg soll die Verwaltung in Rheinland-Pfalz vereinheitlicht werden. Durch eine gemeinsame Lösung können Onlineformularumsetzungen untereinander ausgetauscht werden, so dass die Formulare für die Bürger in Mainz, Trier oder Ludwigshafen zukünftig gleich aussehen. Zusätzlich wird eine homogene Infrastruktur die Zusammenarbeit der Kommunen untereinander vereinfachen. Eine landesweite Antrags- und Prozessplattform befindet sich aktuell in der Ausschreibung. Carolin Thenée ist zuversichtlich, dass der Termin für die Umsetzung des OZG bis Ende 2022 gehalten werden kann, wenn die neue Plattform zeitnah zur Verfügung steht.

Zugang über verschiedene Kanäle

Die Stadt Mainz möchte Bürgern und Unternehmen möglichst viele Kanäle für den Kontakt zur Verwaltung anbieten. Rheinland-Pfalz bietet ein Nutzerkonto als Verwaltungsportal des Landes an, das mit dem bundesweiten Portalverbund verknüpft ist. Über dieses Nutzerkonto können die Bürger bereits jetzt auf ausgewählte Online-Dienstleistungen der Kommunen zugreifen und sich mit der Ausweis-App digital authentifizieren. Zusätzlich bietet die Stadt Mainzerinnen und Mainzern digitale Dienstleistungen auch über ihre Homepage an. »Wir möchten Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen die Wahl lassen, welchen Weg sie nutzen, und weiterhin auch den menschlichen Kontakt ermöglichen.«, erläutert Carolin Thenée den Mainzer Weg. »Ein Großteil der Gesellschaft ist mit dem digitalen Angebot vor allem durch den privaten Bereich vertraut. Wir werden unser Angebot weiter ausbauen und optimieren, auch anhand des Vorbilds der Privatwirtschaft.«

Die Stadt erhebt keine Statistik über die Zahl der Zugriffe auf ihr digitales Angebot. Laut Carolin Thenée wurden keine nennenswert höheren Nutzerzahlen seit der Schließung des Bürgeramts festgestellt. Das verwundert nicht, denn viele digitale Funktionen sind noch nicht verfügbar, so dass vermeidbare Verwaltungsanfragen offenbar einfach verschoben wurden. Seit der Wiedereröffnung des Bürgeramtes ist deshalb mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Um die zu vermeiden, bietet sich die die bereits sehr gut funktionierende digitale Terminvereinbarung an.

| Susanne Kämpgen

Mainzer Bürgeramt: Online-Dienste oder Terminvereinbarung



Schiffanlegestelle Rhein Landstrom

Landstrom-Versorgung in Mainz – Wann kommt sie?  

Die Schiffe, die am Mainzer Rheinufer festmachen, sollen mit Landstrom versorgt werden, so war es geplant – für 2017. 2020 sind die »Vorarbeiten« noch immer nicht abgeschlossen und die Finanzierung ist offen.

Das »emissionsfreie Anlegen von Kreuzfahrtschiffen am Mainzer Rheinufer reduziert Feinstaub und Stickstoffdioxid.« So lautet die Begründung für die „Maßnahme 52“ im „Luftreinhalteplan 2016-2020“ der Stadt Mainz, geplant für 2017. Der Maßnahmenkatalog bildete eine Grundlage, um ein Dieselfahrverbot in Mainz zu verhindern. Die Versorgung von Fahrgastschiffen mit Landstrom am Mainzer Rheinufer ist auch im „Green City Masterplan M³“ enthalten, der im Juli 2018 vom Mainzer Ferienparlament verabschiedet wurde. Als Umsetzungszeitraum war hier Oktober 2019-Oktober 2021 vorgesehen. Die erforderlichen Investitionen für die Landstromversorgung in Mainz wurden damals auf  3,6 Mio. € geschätzt. Im April 2019 legte die Verwaltung dem Mainzer Stadtrat einen Zwischenbericht zur Umsetzung des „Green City Masterplans“ vor. Die Versorgung mit Landstrom von Flusskreuzern wird hier nicht mehr erwähnt.

Jedes Jahr mehr Flusskreuzer

Im Februar 2020 veröffentlichte Mainzplus Citymarketing das Ergebnis eines mehrjährigen Vergleichs der Schiffsankünfte in Mainz: Im Jahr 2019 wurden insgesamt 919 Ankünfte von Flusskreuzfahrtschiffen gezählt (7,5 % mehr als 2018); seit 2010 stiegen die Schiffsankünfte um 38,4 %.; im Durchschnitt legten die Schiffe in Mainz für 10,6 Stunden an. Letzteres bedeutet: Im Durchschnitt lassen die Schiffe 10,6 Stunden ihre dieselbetriebenen Hilfsmotoren laufen, denn Landstrom ist am Mainzer Rheinufer keiner in Sicht.

Seit Mitte März 2020 liegt gar kein Flusskreuzer mehr am Mainzer Rheinufer. Ob Flusskreuzfahrten nach der Corona-Pandemie ähnlich beliebt werden, wie zuvor, ist offen. Offen ist auch, ob und wann diesen Schiffen in Mainz Landstrom angeboten werden könnte. Welchen Anteil die Dieselabgase der Schiffe an den überhöhten Stickoxidwerten entlang der Rheinschiene haben, ist ebenfalls offen.

Im April 2020 antwortete die Mainzer Pressestelle auf eine entsprechende Anfrage des MAINZERs, die Stadt sei aktuell noch mit Vorarbeiten für die Landstrom Versorgung beschäftigt. Wie lange diese andauern würden, stünde noch nicht fest, es sei von einigen Monaten auszugehen, auch aufgrund der »Corona-Krise«.  Da die Vorplanungen noch nicht abgeschlossen seien, ließe sich aktuell nicht verlässlich abschätzen, wie teuer die Landstrom-Versorgung werde. Gleiches gelte für die Finanzierung, bzw. für mögliche Förderprogramme: »Derzeit gibt es noch keinerlei Förderprogramm für die Errichtung von Landstromanlagen an Flüssen«, so die Pressestelle der Stadt Mainz.  Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz habe jedoch zu Beginn des Jahres eine Bedarfsermittlung bei den in Frage kommenden Kommunen durchgeführt. Für die Stadt Mainz sei für acht Liegestellen ein solcher Bedarf im Stadtgebiet angemeldet worden. Davon seien vier Liegestellen in der Betreuung des Wirtschaftsbetriebes, vier weitere Liegestellen im Eigentum privater Reedereien.

Förderprogramm für Landstromanlagen

Ein entsprechendes Förderprogramm gibt es allerdings doch. Zumindest verhandeln das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium mit dem  Bund und allen Bundesländern derzeit über die Verwaltungsvereinbarung für ein »Investitionsförderprogramm des Bundes zur Mitfinanzierung des Baus von Landstromversorgungsanlagen in den See- und Binnenhäfen«, antwortet  die Pressestelle des Wirtschaftsministeriums auf die MAINZER-Anfrage. »Sobald diese Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern getroffen und beschlossen wurde, wäre der nächste Schritt die Aufstellung eigener Länderprogramme zur Kofinanzierung«, heißt es weiter. Und: Ein solches Landesprogramm müsse bei der Aufstellung des Landeshaushalts berücksichtigt werden, über den der Landtag entscheide. Derzeit sei es für Aussagen zur Förderung einzelner Projekte noch zu früh. Zumal grundsätzlich für eine mögliche Förderung immer auch zunächst Anträge gestellt werden müssten.

Im 14. März 2021 soll in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass zuvor der Landtag das Landesprogramm zur Kofinanzierung von Landstromanlagen verabschiedet.

│ SoS

Dieselfahrverbot – aber nicht für Flusskreuzer

 




Anima - Medi

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Anima: Kompressionsstrümpfe in den Trendfarben 2020




Dieselfahrverbot messgerät

Dieselfahrverbot – aber nicht für Flusskreuzer

Kommt es oder kommt es nicht? Neue Gutachten sollen die Maßnahmen zur Einhaltung der NO2-Grenzwerte in Mainz bewerten, dann fällt die Entscheidung, ob Mainz ab Oktober ein Dieselfahrverbot anordnet.

Vorerst ist das Dieselfahrverbot auf Oktober 2020 verschoben. Dann wäre die Rheinschiene gesperrt für Dieselfahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 1 bis 5 sowie Benziner der Euronorm 1 und 2.
Die Flusskreuzer dagegen dürften, so sie denn trotz Corona-Pandemie in Mainz wieder anlanden können, weiterhin ihre Dieselmotoren laufen lassen und dabei u.a. Stickoxide in die Luft blasen. Wieso eigentlich?

Die Stickstoffdioxid- (NO2-) Werte in Mainz sind gesunken. Sie lagen aber – vor Corona-Zeiten – immer noch über dem erlaubten Grenzwert. Ergo hatte der Stadtrat auf Anraten der Verkehrsdezernentin in der Fortschreibung des Luftreinhalteplans im Februar 2020 beschlossen, ein Dieselfahrverbot für die Rheinschiene, ursprünglich ab dem 1. Juni 2020 zu verhängen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dieses Fahrverbot auf den 1.Oktober 2020 verschoben.

Dieselabgase am Mainzer Rheinufer

Verantwortlich für die NO2-Grenzwertüberschreitungen ist in erster Linie der Straßenverkehr. Bekannt ist aber, dass Flusskreuzer, solange sie an Land liegen, ihre Motoren laufen lassen müssen. Es handelt sich um Dieselmotoren. Deren Abgase, z.B. die Bewohner/-innen der Uferstraße in Mainz je nach Windrichtung riechen können.

Bekannt ist auch, dass der Passivsammler an der Rheinstraße mit den höchsten NO2-Werten, an der Stadtbibliothek angebracht ist – im direkten Einzugsbereich der Dieselabgase durch die Flusskreuzer, die am Adenauer-Ufer festmachen.

Bekannt ist außerdem, dass die Stadt Mainz im Green City Masterplan vom Juli 2018 die Versorgung der Flusskreuzer mit Landstrom als eine Maßnahme genannt hat, um die NO2-Belastung zu reduzieren und so ein Dieselfahrverbot zu verhindern. Nicht bekannt ist, welchen Anteil die Dieselabgase der Flusskreuzer an den NO2-Werten entlang der Rheinschiene in Mainz haben. Die Antwort auf eine entsprechende MAINZER-Anfrage an die Stadt Mainz, übermittelt durch die Mainzer- Pressestelle lautet:

„Die Emissionen der Schiffe haben so gut wie keinen Einfluss auf die Werte auf der Rheinachse, die nur unmittelbar die lokale Belastung vor Ort abbilden (z.B. liegt der Wert des Passivsammlers gegenüber der Stadtbibliothek bei 36 µg/m³ gegenüber 48 µg/m³ an der bebauten Seite). Die Abgase der Schiffe fließen mit ein in den sogenannten „städtischen Hintergrund”, der alle NO2-Belastungen darstellt, die nicht lokal entstehen: Industrieabgase, Heizungen, Verkehr überall (z. B. Autobahn, Schiffe, Flugzeuge). Der Hintergrund wird in Mombach gemessen und betrug – 21 µg/m³ im Jahr 2019,  vor ein paar Jahren noch 24 µg/m³. Auch hier ist ein langsamer Rückgang feststellbar.“

Stickoxid-Belastung der Binnenschiffe

Die Behauptung der Stadt Mainz, die Schiffe hätten „so gut wie keinen Einfluss auf die NO2-Belastungen“, passt nicht zu den Aussagen des Umweltbundesamtes (UBA). Das berief sich in einer Pressemitteilung im April 2018 auf eine Studie des Bundesamtes für Gewässerschutz und stellt fest: „Die mittlere NO2-Zusatzbelastung, die durch die NOx-Emission der Binnenschifffahrt auf Mittel- und Niederrhein verursacht wird, nimmt demnach überproportional und sehr schnell mit Entfernung von der Fahrrinne ab. In einer Entfernung von 200 Metern vom Ufer liegt sie bereits unter 5 µg/m³. Daher ist an Uferpromenaden von Städten wie Köln oder Düsseldorf davon auszugehen, dass die Binnenschiffe dort erheblich zur NO2-Belastung beitragen.“

Wie erheblich sie zur NO2-Belastung beitragen, das ist so lange offen, wie an den verschiedenen Uferstandorten nicht gemessen wird.

Ein auf drei Jahre angelegtes, länderübergreifendes Projekt der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) könnte klären, wie erheblich die NO2-Belastung der Binnenschiffe im Uferbereich ist. Erhoben werden sollen die Auswirkungen der Binnenschiffe auf die Luftschadstoffkonzentration. Dabei gehe es auch um die Entwicklung und Etablierung eines standardisierten Erhebungsverfahrens für schiffsbedingte Emissionen und Immissionen“, schreibt die Pressestelle des Landesamtes für Umwelt. Laut Pressestelle des BfG wurde 2019 mit der Grundlagenermittlung begonnen und eine Bund/ Länder-Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, bei der die Umsetzung des Projekts vorgestellt wurde. Im Mai 2020 hätte ein Workshop stattfinden sollen, der Corona bedingt abgesagt werden musste.

Dieses Forschungsprojekt wäre gar nicht nötig – zumindest für die Berechnung des NO2-Ausstoßes der Flusskreuzer am Mainzer Adenauer-Ufer, würden die Steiger dort mit Landstrom versorgt. Dann könnten die Dieselmotoren zumindest für die Dauer des Aufenthaltes der Schiffe in Mainz abgeschaltet werden. Allerdings scheint dies ein Projekt zu sein, dessen Planungen irgendwo hängen und dessen Finanzierung unklar ist.

| SoS

 

Landstrom-Versorgung in Mainz – Wann kommt sie?  




Radeln Obstroute

Obstroute: Radeln gegen den Corona-Koller

Was hilft gegen den Corona-Koller? Bewegung an der frischen Luft! Zum Beispiel auf einer Radtour entlang der rheinhessischen Obstroute.

Freizeit, Bewegung, Natur! Alles zusammen funktioniert gut auf einem Fahrrad. Sogar alleine. Abstand halten geht mit etwas Achtsamkeit auch. Vor allem auf Wegen, die nicht überlaufen sind.

Die »Obstroute« ist ein ein 54 km langer Rundweg um Ingelheim herum. Sie beschreibt eine große Runde durch den Obstgarten Rheinhessens mit zahlreiche Obstplantagen, Gemüsefeldern und Winzerorten. Diese Route verbindet die Obstregion nahe dem Rhein mit der Weinregion entlang der rheinhessischen Hügel. Aufgrund der beiden deutlichen Steigungen (von Heidesheim nach Wackernheim und von Engelstadt nach Ober-Hilbersheim) ist die Rundtour geeignet für Radler/-innen, die auch mal längere Strecken auf dem Drahtesel gut schaffen und mit (rheinhessischen) Steigungen umzugehen wissen.

Start der Tour, die mit einer Doppelkirche gekennzeichnet ist, ist Ingelheim. Grundsätzlich kann sie von hier aus sowohl in östlicher Richtung über Heidenfahrt, Heidesheim usw. gefahren werden, als auch in westlicher Richtung über Gau Algesheim, Appenheim, Nieder-Hilbersheim, Ober-Hilbersheim, Jugenheim, Engelstadt, Stadecken-Elsheim, Richtung Ober-Olm und Layenhof (beides aber rechts liegen lassend) über Wackernheim hinab nach Heidesheim bis zur Heidenfahrt und zurück nach Ingelheim.

Unterwegs bieten sich für Radler/-innen, die aus Richtung Mainz kommen (und nicht mit dem Zug nach Ingelheim fahren wollen) mehrere Möglichkeiten in die Route einzusteigen (was allerdings auch ein paar Kilometer mehr auf den Tageskilometerzähler bringt): über Mombach am Rhein entlang, über Lerchenberg in Richtung Ober Olm und über Finthen in Richtung Layenhof. Die Tour führt von Ingelheim aus über 36 km Wirtschafts- und Radwege, 14,5 km Straßen innerorts ohne Radwege und 1,5 km Straße außerorts ohne Radwege. Bis auf 2 km besteht der Belag der Wege aus Asphalt- und Beton.

| SoS

Radverkehr in Mainz: Gut Ding will Weile haben

 




Migrationshintergrund: Interkultureler Dialog

Die Polizei und der “Interkulturelle Dialog”

Wie reagiert die Mainzer Polizei auf die Tatsache, dass Bürger mit Migrationshintergrund keine Antwort geben auf Fragen nach ihrer »subjektiven Sicherheit«?

Die »Mainzer Sicherheitsumfrage«, deren Ergebnisse 2019 veröffentlicht wurden, zeichnet ein beruhigendes Bild. Die objektive Sicherheitslage, untermauert mit Daten der Polizeistatistiken, steht in einem guten Verhältnis zum subjektiven Sicherheitsempfinden. Die allermeisten Menschen, die in Mainz leben, haben keine Angst, Opfer einer Straftat zu werden. Allerdings hat die Mainzer Sicherheitsumfrage einen blinden Fleck. Es beteiligten sich nur sehr wenige Bürger mit Migrationshintergrund. Nur 8 von 1.730 Online-Bögen wurden nicht auf Deutsch aufgerufen; nur 23 Teilnehmende hatten keinen deutschen Pass und nur 49 Menschen mit nicht-deutscher Muttersprache nahmen teil.

Obwohl die Fragen in fünf verschiedenen Sprachen online wie analog formuliert und die Aufforderung, sich zu beteiligen auf allen Kanälen kommuniziert worden waren. Ende 2019 lebten in Mainz 34.565 Deutsche mit Migrationshintergrund.

Bemühungen auf allen Ebenen

Menschen mit Migrationshintergrund, sagte Prof. Gregor Daschmann (Universität Mainz, Institut für Publizistik), der die Befragung leitete, würden nur in sehr geringer Zahl an solchen Befragungen teilnehmen, eine bundesweit zu beobachtende Tatsache. Der Mainzer Polizeipräsidenten Reiner Hamm stellte anlässlich der Präsentation der Ergebnisse im November 2019 fest, der Polizei sei dieses Problem bekannt und sie bemühe sich dagegen anzugehen.

Um welche »Bemühungen« es sich handelt, wollte DER MAINZER wissen. Und erfuhr von Maßnahmen im Rahmen des »Interkulturellen Dialogs«, die seit etwa 15 Jahren durchgeführt werden. Er findet innerhalb der Mainzer Polizei auf mehreren Ebenen statt: Der Lenkungsausschuss auf Präsidiumsebene, in dem die Polizeidirektionen Mainz, Worms und Bad Kreuznach sowie des Sachbereichs »Zentrale Prävention« vertreten sind, koordiniert die Maßnahmen; in allen Mainzer Polizeidienststellen gibt es interkulturelle Ansprechpartner/-innen; Mitarbeitende des Sachbereichs »Zentrale Prävention« stellen in Integrationskursen der Volkshochschule Mainz die Arbeit der Polizei vor (aber nicht in Corona-Zeiten).

Als »interkulturelle Ansprechpartner/-in« sind bspw. in der Mainzer Polizeiinspektion 3 auf dem Lerchenberg eine Polizistin und ein Polizist, zusätzlich zu anderen Aufgaben, im Einsatz. Für diese Arbeit sei es nicht zwingend erforderlich, selbst einen Migrationshintergrund zu haben, stellt Kai Demele fest. Der Polizeihauptkommissar ist stellvertretender Leiter der PI 3. Lebenserfahrung, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten seien wichtige Voraussetzungen. Dass auch Polizistinnen diese Aufgabe wahrnehmen, verdeutliche die Tatsache, in Deutschland sind Frauen gleichgestellt.

Vertrauensbildende Maßnahme

Hauptaufgabe der beiden Kollegen/-innen sei es, Kontakt zu den religiösen und kulturellen Gemeinschaften im Zuständigkeitsbereich ihrer Polizeidienststelle zu halten. Im Zwei-Wochen-Rhythmus trafen sie sich mit den Verantwortlichen der Vereine; in Corona-Zeiten fänden die »Treffen« telefonisch statt. Demele charakterisiert diese Arbeit als eine vertrauensbildende Maßnahme: »Die Polizei präsentiert sich als Ansprechpartner, der unterstützt und berät – beim Diebstahl der Handtasche ebenso wie bei sensiblen Themen wie Gewalt in sozialen Beziehungen und rassistischen Beleidigungen.« In Deutschland handelt die Polizei nach gesetzlichen Grundlagen – die nicht verhandelbar sind – ein Sachverhalt, den es ebenso zu verdeutlichen gelte, wie die Tatsache, dass Konflikte und Streitigkeiten hier nicht untereinander sondern mithilfe von Polizei und Justiz zu lösen sind. In den Erläuterungen würden oft Unterschiede zum Agieren der Polizei in den Herkunftsländern deutlich. Deshalb seien Ängste und Vorbehalte abzubauen, gleichzeitig polizeiliches Handeln in Deutschland klarzumachen.

| SoS

 

Die Polizei und die Talsohle




Staatstheater Corona Virtuell

Virtuell ist angesagt

Kunst und Kultur – anders. Nicht so direkt. Eher virtuell. Ungewohnt? Ja, schon. Aber auch interessant. Schauen und hören Sie selbst.

Theater – für zuhause

Stellen Sie sich einen Tag der Offenen Tür im Mainzer Staatstheater vor. Und Sie sind ganz alleine im gesamten Theater unterwegs. Sie können sich alles in aller Ruhe anschauen. Das geht. Virtuell. Die Kamera schwenkt, mal flott, mal gemächlich durch Werkstätten, Gebäude, Bühne+Säle, eine sympathische Stimmer erklärt, was wo gemacht wird. Der Eindruck ist nicht schlecht. Aber in echt, so mit Menschen drum herum, wirkt es doch lebendiger.

Wem die Zeit zu lang wird, bis das Staatstheater wieder zu einem Ort der Begegnung wird: Konzertmeister, Hornist und Piccoloflötistin des Staatsorchesters sind mit unterschiedlichen Stücken zu sehen und zu hören. Generalmusikdirektor Hermann Bäumer erzählt in einem Video, welche Oper er beim Arbeiten im Garten »ausgegraben« hat… und noch viel mehr:

www.staatstheater-mainz.de

 

Pengland – Ausgangssperre

Eigentlich hätten sie längst umgezogen sein sollen. Doch die Auszugsparty fiel aus. Stattdessen sind die Peng-Leute umgezogen. Ins Web. Dort veranstalten sie von allem etwas. Musik und Kultur – live gestreamt. Nerddisco, Synthiequälerei, der Schauspieler Max Rohland liest aus dem Interaktiven Spielbuch Reiter der schwarzen Sonne von Swen Harder, 3D-Rundgänge mit Bildern von Thilo Weckmüller und Dennis Stamm.

www.pengland.de

 

Mit geschlossenen Augen Lesen

Lesen – lassen. Heißt: Vorlesen lassen. Im virtuellen »Lesezimmer« lesen Menschen, deren Namen viele in Mainz sicher schon einmal gehört haben, aus ihren Romanen, Erzählungen und Gedichten. Manche der Lesungen sind bei der Mainzer Büchermesse entstanden, andere dem Anschein nach irgendwo. Allen gemeinsam: Die Vorlesenden sitzen im gleichen Sessel. Nacheinander. Kleine Auswahl der Vorlesenden: Jan Boris Rätz, Valerie Högerle, Andrea Badey, Ingo Bartsch, Frank Behrendt…

www.lesezimmer.info

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Holz Sonderpreise

HOLZ: Attraktive Sonderpreise

Wir haben es geschafft und unsere Ausstellungsfläche auf unter 800 qm reduziert! Deshalb können Sie unsere Ausstellung (die wir zwischenzeitlich umgestaltet haben) wieder persönlich besuchen! Und dabei zum Beispiel fantastische, plastische Gobelin-Bilder aus der Ausstellung sofort mitnehmen oder kurzfristig bestellen.

Auf unserer Homepage sind viele Ausstellungsstücke zum attraktiven Sonderpreis (manche um bis zu 50 % reduziert!) sofort verfügbar. Schauen Sie nach unter »Sonderverkauf«. Es lohnt sich wirklich.

 

Einrichtungshaus HOLZ GmbH & Co. KG
Holz LogoFlachsmarktstrasse 13-17
55116 MainzTelefon 06131 28855-0
info@einrichtungshaus-holz.de
www.einrichtungshaus-holz.de

 

 

HOLZ: Aufwerung für die City

 

 




Friedrich Demmler Kinderladen Wirth

Friedrich Demmler: Zwischen Spielewelt und Bürgerengagement

Friedrich Demmler: Er hat Mick Jagger in einem New Yorker Spielwarenladen zwei Game-Konsolen verkauft, einen Automobilhändler mit der Aussage verwirrt,…

…dass er in seinem Mainzer Unternehmen immer rund 3000 verschiedene Modelle auf Lager habe und die Mainzer Spielewelt durch neue Events in seinem Hause bereichert.

Der MAINZER konnte im März Friedrich Demmler in seiner Redaktion begrüßen. Einen Unternehmer, der gemeinsam mit seinem Bruder in dritter Generation eine nicht mehr aus Mainz wegzudenkende Institution des Einzelhandels leitet: den 1925 gegründeten WIRTH ‘Der Kinderladen’.

Nacht der Spiele

Haben Sie sich als Kind einmal gewünscht, eine ganze Nacht allein in einem Spielzeugladen zu verbringen? Mit Friedrich Demmler ist das möglich. An seinen Benefizabenden (Buffet inklusive) kann an verschiedenen Stationen – vom klassischen Tipp-Kick über die 7 Meter lange Carrera-Bahn bis zu den neuesten Quadro-Copter alles ausprobiert werden.

Was er dabei selbst gerne einmal machen würde? Hier muss unser Gast nicht lange überlegen: Experimentierkästen, durch die man die Natur besser kennenlernt, gehören zu seinen Favoriten. Und die Umwelt liegt ihm sehr am Herzen. Hier engagiert er sich besonders bei den Fluglärmgegnern. Er ist bei vielen Demonstrationen dabei (»Zum Frankfurter Flughafen fahre ich immer, wenn es das Wetter einigermaßen zulässt, mit dem Rad.«) und steht bei Bühnenaktionen auch mal als Scharfrichter auf den Brettern um der Politik und den Flughafenbetreibern die Leviten zu lesen. Flugverkehr über Wohnhäusern – das ist für ihn ein absolutes No Go.

Seine diesbezügliche Einstellung schlägt sich auch im Angebot des Kinderladens nieder: »Schrott« wird man bei ihm nicht finden, denn »irgendwo sind Grenzen«. Mit anderen Dingen arrangiert er sich: So etwa, dass Käthe-Kruse-Puppen gegen Barbie und Ken keine Chancen haben. Großen Wert legt er auf die Seriosität seiner Lieferanten und in diesem Zusammenhang auf die Herkunft der Produkte: »Keine Kinderarbeit« und »Faire Arbeitsbedingungen« stehen dabei ganz oben auf seiner Liste.

Trading Card Games und Onlineshop

»TCG« – Trading Card Games sind für ihn kein Fremdwort – auch die Welt der Spiele entwickelt sich schließlich weiter. Yu-Gi-Oh!, Magic: The Gathering und andere Kartenspiele werden regelmäßig auf hauseigenen Turnieren gespielt, die von der vierten Generation der Familie organisiert werden.

Und das Internet? Natürlich gibt es den großen Onlineshop und für den Sammelkartenbereich eine eigene Webseite. Aber der »richtige Sammler« lässt sich hier nur informieren und inspirieren. Nach wie vor ist die direkte »Besichtigung« des gewünschten Modells und eine individuelle Fachberatung durch nichts zu ersetzen.

Ebenso wichtig ist auch der Service, das weiß Friedrich Demmler spätestens seit seiner Zeit in New York. Und noch etwas zählt für ihn: die Einkaufsfreundlichkeit der Städte. Sie sei in Mainz in der Vergangenheit »massiv verloren gegangen«. Aber: »Es ändert sich jetzt endlich viel«. So habe die Stadt mit der Umstrukturierung der Langgasse genau das Richtige gemacht. Nur das Lichtkonzept in der Innenstadt müsse noch überarbeitet werden: Gerade in Wintermonaten sollte die Beleuchtung der Geschäfte früher erlaubt werden.

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Michael Ebling, SPD, Wohnungsbau

Herr Ebling: Was steht an, in der zweiten Amtszeit?

Michael Ebling (SPD), 2012 erstmals als Mainzer Oberbürgermeister gewählt, schaffte 2019 die Wiederwahl in der Stichwahl gegen den parteilosen Nino Haase. Zwei Themen aus seinem Wahlkampf, die Stadtwache und der Wohnungsbau, erörterten wir im Interview.

Dieser Amtsantritt passt in diese Zeit: Michael Ebling tritt am 18. April 2020 seine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister von Mainz an. Ohne Feierlichkeiten. Die ursprünglich dafür vorgesehene Sondersitzung des Stadtrats wurde abgesagt – wie fast alles, in diesen Zeiten.

In «Woche Eins des Corona-Ausnahmezustands» sitzen wir, weit voneinander entfernt, am großen Konferenztisch in der MAINZER-Redaktion. Der alte und neue Oberbürgermeister nutzt ein kleines Zeitfenster, um einen Blick auf seine zweite Amtszeit zu werfen. Denn: Die Zeit wird kommen, in der wir nicht mehr rund um die Uhr mit Corona und der Anpassung unseres Alltagslebens beschäftigt sein werden. Die städtische Verwaltung funktioniert, politische Entscheidungen müssen getroffen werden. Für jetzt und für später.

Herr Ebling, Sie hatten im OB-Wahlkampf 2019 angekündigt, in Mainz eine «Stadtwache» einrichten zu wollen. Warum braucht es das?

Ebling: »Die Stadtwache soll Anlaufstelle für die Bürger/-innen sein, die Arbeit des Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienstes ZVE sichtbarer machen. Unser gesellschaftliches Leben erfordert Rücksichtnahme und die Einhaltung von Regeln, wir müssen das Schutzbedürfnis der Menschen beachten und – auch der Lebensfreude Grenzen setzen, in dem wir auf die Einhaltung von Regeln drängen. Dazu gehört, dass wir die personelle Stärkung des ZVE fortsetzen.

Die Ordnungskräfte sollen im Stadtbild sichtbar sein und auch als Zivilstreifen kontrollieren. Hinzu kommt der Eigenschutz des ZVE: bei Großveranstaltungen wie dem Marktfrühstück müssen sie zu viert unterwegs sein, die Respektlosigkeit gegenüber Ordnungskräften betrifft auch den ZVE, weshalb wir im Verbund mit anderen Städten in Rheinland-Pfalz eine Gesetzesänderung des Landes erreichen wollen: Auch kommunale Ordnungskräfte sollen mit Bodycams ausgestattet werden dürfen, um sich selbst schützen zu können.«

Im März 2021, also in einem Jahr ist schon die nächste Landtagswahl: Ist es realistisch, dass eine solche Gesetzesänderung noch in dieser Legislaturperiode erfolgt?

»Wir sind guter Dinge – Sie wissen, ich bin ein grundsätzlicher Optimist – aber wir wollen bis zum Ende des Jahres noch erreichen, dass das Polizei- und Ordnungsbehördengesetz des Landes geändert wird, damit wir unsere Ordnungskräfte mit Bodycams ausstatten können.«

Ordnungsdezernentin Matz äußerte sich vor einigen Wochen im MAINZER-Interview zur Anzahl der Mitarbeitenden im ZVE mit dem Satz «Wir kommen zurecht.» Sie sagen nun, die Anzahl der Mitarbeitenden solle weiter erhöht werden?

»Die Ordnungskräfte sollen im Stadtbild präsenter sein, der ZVE ist 24 Stunden am Tag im Einsatz – übrigens sind wir die einzige Kommune in Rheinland-Pfalz, in der das der Fall ist – wir wollen mehr und häufigere Zivilstreifen einsetzen, dann wird es auf Sicht eine weitere Aufstockung, ich denke auf 50 ZVE-Mitarbeitende, geben müssen. Gerade die Zivilstreifen sind erforderlich, damit die Menschen merken, wenn sie sich daneben benehmen, hat das sofort Konsequenzen.«

Wann kommt die Stadtwache, Herr Ebling?

»Wir haben zwei Standorte in der Innenstadt ins Auge gefasst – die wir aber noch nicht verraten – bis Ende des Jahres wird es eine Entscheidung geben. Aber: die derzeitigen Umstände können dazu führen, dass wir solche Entscheidungen hintenanstellen müssen.«

Die Stadtwache
Michael Ebling hatte im OB-Wahlkampf 2019 gegenüber dem MAINZER kundgetan, eine »Stadtwache« in der Innenstadt einrichten zu wollen, um den Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst ZVE sichtbarer zu machen. Der ZVE, dem Standes- Rechts- und Ordnungsamt zugeordnet, hat viele Aufgaben: er geht Beschwerden über Lärm nach, kontrolliert freilaufende Hunde, verhängt Verwarnungsgelder gegen Passanten, die ihren Müll fallen lassen, und kann im Gefahrenfalle die Einweisung in Psychiatrische Einrichtungen veranlassen. Wiesbaden hat seit April 2018 eine »Innenstadt­wache der Stadtpolizei«, die in der Mauritiusgalerie 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche besetzt ist und als ein ständiger Anlaufpunkt für alle Sicherheitsfragen in Wiesbaden gilt.

Wohnungsbau

Wohnen – es war ihr großes Thema im Wahlkampf 2019. Bis 2025 werden in Mainz 5.500 neue Wohnungen gebaut, davon sind 950 Wohnungen sozial gefördert. Reicht das, damit Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen in Mainz ihre Miete bezahlen können?

»Ich möchte hier einen Blick zurück werfen. Der sozial geförderte Wohnungsbau lag Anfangs der 2000er Jahre am Boden, wir hatten hier null sozial geförderten Wohnungsbau – immerhin haben wir nun die Trendwende eingeleitet. Sozialen Wohnungsbau können wir nur dort durchsetzen, wo wir über städtebauliche Verträge mitentscheiden können, so wie im Heilig Kreuz-Viertel. Bei privaten Bauvorhaben haben wir keine Möglichkeit, 25 % sozial geförderten Wohnungsbau durchzusetzen – aber es gibt Bauträger, wie am Hildegardis-Krankenhaus, die von sich aus der 25 %-Regelung zustimmen.«

Apropos 25 % Regelung: warum setzen Sie, bzw. der Stadtrat nicht die Quote höher? Sie könnten in diesen Baugebieten doch auch 35% oder 45 % sozial geförderten Wohnungsbau durchsetzen?

»Wir denken beim Bauen auch daran, dass in zehn, zwanzig Jahren das, was heute gebaut wird von den Menschen noch akzeptiert wird und wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass es Sinn macht, Wohngebiete zu durchmischen. Niemand würde heute mehr ein Wohnquartier mit überwiegend Sozialwohnungen umsetzten wollen.«

Sie hatten, um langfristig mehr Wohnraum schaffen zu können in Mainz, vorgeschlagen, einen neuen Stadtteil zu bauen. Ist das angesichts des Klimawandels überhaupt noch zu vertreten?

»Das Rhein-Main-Gebiet, dazu gehört auch Mainz, ist eines der prosperierenden Gebiete in Europa. Das können wir nicht aufhalten, aber wir können darauf eine regionale Antwort liefern. Wir haben die Zusammenarbeit in Rheinhessen intensiviert, sind Mitglied in der FrankfurtRheinMain GmbH – alles mit dem Ziel, das Wachstum der Region gemeinsam zu planen – und nachhaltig. Fridays for Future war ein Weckruf, wir müssen in unserer Entwicklung die klimatischen Folgen mitdenken und entsprechend handeln. Aber das müssen wir mit wirtschaftlichem Erfolg und mit sozialer Gerechtigkeit verbinden.

Außerdem wird nicht nur Mainz wachsen müssen, auch die Umlandgemeinden und dabei wird der dörfliche Charakter in Frage gestellt werden, auch in den Umlandgemeinden wird es Geschosswohnungsbau geben müssen, um den Menschen Wohnraum anbieten zu können.«

Sie wollen die Gemeinderäte in den rheinhessischen Gemeinden davon überzeugen, Baugebiete auszuweisen, in denen nicht nur Einfamilienhäuser stehen sollen?

»Wir setzen auf die Kraft der Überzeugung bei denjenigen, die einsehen, dass es auf Dauer nicht anders gehen wird. Wir sehen ja im Bereich Verkehr und Mobilität, da bewegt sich einiges, es wird mehr miteinander geplant, die umliegenden Gemeinden wollen an den städtischen ÖPNV angeschlossen werden und ÖPNV-Anbindungen sind ein Wachstumsmotor für die Wohnraumentwicklung. Die Bevölkerung in den Umlandgemeinden wird zunehmen, also braucht es dort mehr Wohnraum – auch Geschosswohnungsbau.«

Wo ist nun in Mainz eine Fläche, auf der künftiger Wohnungsbau möglich wäre – unter Berücksichtigung der Frischluftschneisen sowie anderer Naturschutz- und Umweltauflagen?

»Nach dem klassischen Fünffinger-Prinzip, dem Mainzer Stadtentwicklungsprinzip aus den 70er Jahren, das zwischen den fünf Fingern der Bebauung immer Abstände für den Luftaustausch, für die Frischluft-Schneisen vorsieht – und an dem wir auch nicht rütteln werden – liegt immer noch ein Entwicklungs-Potenzial von Hechtsheim in Richtung Ebersheim. Aber neue Entwicklungsgebiete entstehen nicht, weil ich sie ausrufe.

Wir werden in den nächsten Jahren von klugen Menschen, die sich damit auskennen, untersuchen lassen, wo wir in Mainz Potenziale haben für Wohnen und Gewerbe – und hier werden wir klar die regionalen Dimensionen, die Wohnraumschaffung in dem Gemeinden um Mainz herum mit einbeziehen.«

Herr Ebling, das klingt alles sehr durchdacht, sehr langfristig – bezahlbare Wohnungen werden aber jetzt gebraucht. Was sagen Sie Menschen, die z.B. in Ihrer Sprechstunde von Ihnen fordern, dafür zu sorgen, dass sie eine bezahlbare Wohnung bekommen?

»Ich erlebe dabei anrührende und berührende Situationen, denen ich mich auch persönlich nicht entziehen kann, gar nicht entziehen will. Dann muss ich erklären, was wir vorhaben, dass Bauen und Stadtentwicklung langfristige Angelegenheiten sind, auch dass wir gegen Kräfte wie die Wohnungsspekulation angehen müssen – die wir aber nur beeinflussen können, in dem wir über den Marktmechanismus, Erhöhung des Wohnungsangebots, gegensteuern.«

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Oberbürgermeisterwahl: Sicher ist, es wird ein Mann




Schrebergarten

Veggie-Test: Schrebergarten

Als Mensch mit vegetarischer oder veganer Ernährung ist es nicht immer einfach in Restaurants etwas zu Essen zu finden. Viele haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt oder sperren sich, während andere diverse Leckerbissen anbieten, wie zum Beispiel im »Schrebergarten«.

Freunde fleischloser Ernährung finden auch in Mainz immer öfter Geschäfte, die sich darauf spezialisiert haben eine schmackhafte vegetarische Küche anzubieten. So auch der kleine Imbiss »Schrebergarten« am Gartenfeldplatz. Hier bekommt der Gast diverse Variationen von »Kumpir« angeboten – große Ofenkartoffeln, die mit verschiedenen Toppings serviert werden.

Wir wählen heute einen Kumpir »Bohnito« und einen »Thassos« (je 7,90 €). Der Kumpir »Bohnito« beinhaltet ein Chili sin Carne und wird mit Minzjoghurt und Nachos serviert, während die Version »Thassos« durch Feta, Tsatsiki und Soja-Gyros eher mediterran anmutet. Beide Kumpir sind geschmacklich grundsätzlich gelungen, auch wenn das Soja-Gyros etwas zu lange angebraten wurde und das Prädikat knusprig bereits überschritt. Dabei gefällt uns die mediterrane Kartoffel durch ihre herzhafte Zusammenstellung besser als die Kombination aus Chili und Minze, aber dies ist bekanntlich reine Geschmackssache. Wer hätte gedacht, dass Ofenkartoffeln so vielseitig sein können?

Lobenswerter Umgang mit Lebensmitteln

Lobenswert ist der Umgang mit oder eher die Vermeidung von Resten: wenn es gegen Ladenschluss geht kann es durchaus passieren, dass die für den Tag berechnete Menge Kumpir aufgebraucht ist und neue Gäste auf die Salate und Suppen ausweichen müssen. Alles in Allem ist das »Schrebergarten« gut geeignet um in gemütlichem, aber auch leicht beengtem Ambiente ein kurzes Mahl zu sich nehmen. Wir sind gespannt, was der Gartenfeldplatz noch für uns parat hält…

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www.mainzschrebergarten.de

 

Veggie-Test bei »Hans im Glück«




Mainzer Fastnachtsmuseum

Das Mainzer Fastnachtsmuseum

Fastnachtsmuseum: In den Ausstellungsräumen im Proviantmagazin können Besucher ganzjährlich nachvollziehen, wie in Mainz ab 1837 »im Saal un uff de Gass« die organisierte Fastnacht gefeiert wird.

So ganz gehört die Prinzenpaar-Kampagne 2020 noch nicht der Vergangenheit an, denn die »Fünfte Jahreszeit« lebt im Mainzer Fastnachtsmuseum weiter. Hier ist nämlich das ganze Jahr das närrische Treiben »im Saal un uff de Gass« zu bestaunen.

Wie kam nun die Fastnachtshochburg Mainz zu einem Fastnachtsmuseum? Dazu muss man zunächst einmal ein wenig im närrischen Geschichtsbuch blättern. 1837 wurde das Fastnachtstreiben in Mainz in geregelte Bahnen gelenkt und bekam 1838 eine feste Organisation nach Kölner Vorbild. Neben der Mainzer Ranzengarde, der Mainzer Kleppergarde gründete sich der Mainzer Carneval-Verein, der im Jahr 1913 sein 75-jähriges Bestehen feiern konnte. Bei dieser Gelegenheit wurde u.a. auch erstmals die Einrichtung eines Fastnachtsmuseums gefordert.

Über 100 Jahre geriet diese Idee in Vergessenheit, bis im Jahr 1972 der damalige Kulturdezernent Karl Delorme mit seinen Mitstreitern Dr. Ludwig Falck und Gerd Ludwig das Mainzer Fastnachtsarchiv als Vorläufer eines Fastnachtsmuseums ins Leben rief. Es dauerte dann doch wiederum 32 Jahre, bis der Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e. V. das Mainzer Fastnachtsmuseum mit Archiv im Proviant-Magazin, einem Militärgebäude aus dem Jahr 1865, eröffnen konnte. Dabei erfuhr der Förderverein dankbare Unterstützung durch die Stadt Mainz und die Wohnbau Mainz GmbH.

Das Mainzer Fastnachtsmuseum (Leiterin Beate Rollwage) mit dem angeschlossenen Archiv (Leiter Dr. Michael Kläger) wird überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. Über 33.000 Exponate, wie Narrenkappen, Uniformen, Orden, Zugplaketten, Liederhefte, Plakate, närrische Texte aller Art und vieles mehr wurden gesammelt.

Archiv und Museum

All diese Attribute der »Meenzer Fassenacht« werden im Mainzer Fastnachtsarchiv fachgerecht archiviert und dienen als Fundus für die Ausstellungen im Mainzer Fastnachtsmuseum. Aber nicht nur das, so greifen Medien gerne für Berichterstattungen auf die Dokumentationen zurück. Die Archivalien dienen auch als Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen der Brauchtumspflege oder sind bei der Abfassung von Jubiläumsschriften und ähnlichen Druckwerken hilfreich.

Dies alles ist nur möglich, wenn die Mainzer Fastnachtsvereine und Korporationen auch zukünftig nach Abschluss der jeweiligen Kampagne ihre »närrischen Erzeugnisse« dem Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e.V. zur Verfügung stellen. Sie präsentieren sich damit auch den zahlreichen auswärtigen und Mainzer Besuchern des Museums. Dieses hat inzwischen annähernd 100.000 Gäste zu verzeichnen.

Die »Lieferungen« närrischer Utensilien nehmen das Mainzer Fastnachtsmuseum (Tel. 06131 14440719) im Proviantmagazin oder die Geschäftsstelle des Förderverein (Tel. 06131 6696950) in der Kaiserstraße 76-78 gerne entgegen.

www.mainzer-fastnachtsmuseum.de

 

Mainzer Fastnachtsmuseum: Närrische Fachliteratur




Wochenmarkt Mainz, Corona

Corona: Kopf hoch!

Der Mainzer Wochenmarkt als ein Stück »Normalität«; Baulärm als Musik in den Ohren; DER MAINZER als »Corona-Notausgabe«.

In Woche Eins des Corona-Ausnahmezustands ist Einkaufen auf dem Mainzer Wochenmarkt Labsal für die Seele. Einen kurzen Moment eintauchen in einen »Normalzustand«. Dieser wird spätestens beim Anblick der langen Schlangen vor den Ständen (auch hier ist Abstand zueinander angesagt) als nicht ganz so normal erkannt. Dass keine Waren mehr angefasst werden dürfen, versteht sich von selbst. Leider nicht für alle. Manche brauchen es schwarz auf gelb, als verbale Ansage noch dazu – und kapieren es dennoch nicht. Wie sagte eine Marktbeschickerin so schön: »Mit einem Mundschutz einkaufen gehen, aber alles andatschen – wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?«

In diesen Zeiten fallen Pressemitteilungen, in denen Verkehrsbehinderungen angekündigt werden, auf: positiv! Da wird ein Baukran aufgebaut oder es werden Tiefbauarbeiten durchgeführt, um Leitungen zu verlegen – Baulärm, der wie Musik in den Ohren klingt und zeigt, hier können Menschen arbeiten, als tobte um uns herum nicht die Corona-Unübersichtlichkeit oder -Ignoranz.

»Anzeigen sind unsere Geschäftsbasis. Wenn Einzelhändler und Restaurants schließen, Veranstaltungen abgesagt werden, kommen leider keine Anzeigen mehr«, sagt Werner Horn, der MAINZER-Herausgeber. »Stornierungen haben wir zuhauf, was nachvollziehbar ist. Zum ersten Mal seit 30 Jahren erscheint im MAINZER kein Restauranttest, weil Sie, liebe Leserin, lieber Leser zurzeit nicht aufsuchen können, was wir getestet haben.«

Notausgabe

Aber sie erscheint die MAINZER-April 2020-Ausgabe. Wenn auch als abgespeckte »Corona-Notausgabe«. Werner Horn hofft, dass unter den Mainzern ein neuer Zusammenhalt entsteht, ein neues Bewusstsein: »Was nutzt der Sportwagen in der Garage, wenn man krank im Bett liegt?«
Umsätze gingen überall zurück, Unternehmen, Beschäftigte und Freiberufler würden in die Existenznot getrieben. »Kein Gast wird im September drei Gläser Wein mehr trinken, um den fehlenden Umsatz aus dem März und April auszugleichen«, ist er sicher und leider werde keine Firma im Hebst drei Anzeigen mehr aufgeben, um den Umsatz aus dem Frühjahr auszugleichen.

»Das heißt, nicht nur wir werden mit einem großen Minus umgehen müssen.« Es sei damit zu rechnen, dass einige Firmen die Krise nicht überstehen könnten: »Auch wir wissen nicht, wie es weitergeht. Derzeit kreisen unsere Gedanken um die Frage, WIE wir weitermachen und darum, welche Unterstützung wir unseren Anzeigenkunden anbieten können, damit deren Geschäft weiterläuft.« Ideen und Konzepte gebe es einige, die nun zu konkretisieren seien. »Auf jeden Fall«, meint der MAINZER-Herausgeber auch an die Adresse der MAINZER-Lesenden, »bleiben wir in Kontakt mit Ihnen.«

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Der Corona-Virus hat uns fest im Griff




Schué

Schué: Wir sind auch jetzt für Sie da!

Auch in Corona-Zeiten geben Leuchtmittel in Lampen den Geist auf und Batterien in Elektrogeräten haben fertig. Und dann? Einfach bei der Firma Schué in der Mainzer Altstadt anrufen oder über »Instagram Direct Message« auf der Schué-Webseite bestellen und das Gewünschte wird Ihnen nach Hause gebracht.

Allerdings funktioniert der Service nur im Bereich der Mainzer Innenstadt.

Auch Ware aus der Schué-Galerie wie Seife, Handcreme, Shampoo, Duschgel (alles Natur­produkte) können Sie hier für die Hauslieferung bestellen (Telefon 06131 223555).

SCHUÉ
Sanitär – Heizung – Elektrik
Theodor Schué
Kirschgarten 26-30
55116 Mainz
Telefon: 06131-223555
Telefax: 06131-221397
theodor@schue-mainz.de
www.schue-mainz.de

Schué: Badplanung bis ins Detail




Riechardt Fleischwurst pokale

Metzgerei Riechardt: Ausgezeichnete Fleischwurst

Sie gehört zu Mainz wie Weck und Woi, die Worscht. Genauer die Fleischwurst. Die Riechardt-Fleischwurst wird aus magerem Fleisch mit besonders wenig Fett, nach einer traditionell bewährten Rezeptur hergestellt und mild über Buchenholz geräuchert.

Sie ist unter den Besten die ausgezeichnete – im Wortsinne. Jährlich wird in Deutschland ein offener Wettbewerb um die beste Fleischwurst ausgetragen. Zum 18. Mal in Folge wurde dabei die Riechardt-Fleischwurst mit Gold ausgezeichnet.

DER MAINZER beglückwünscht die Familie Riechardt und das ganze Team.

Metzgerei Riechardt Logo

Metzgerei Erwin Riechardt
Klarastraße 18
55116 Mainz
Tel: 06131 – 223298
Fax: 06131 – 224423
www.riechardt.de
E-Mail: info@riechardt.de

 

Metzgerei Riechardt: Saumagen




Corona

Der Corona-Virus hat uns fest im Griff

Unser ganzes Leben steht Kopf. Freizeit, die plötzlich »anders» ausgefüllt werden muss, Kontakte mit Menschen auf ein Minimum runter gefahren. Aber das Leben geht weiter.

Was im Einzelnen durch den Corona Virus alles durcheinandergewirbelt wird, ist kaum noch darzustellen. Viel Verunsicherung herrscht allenthalben. Die Verbraucherzentrale hat eine Webseite zusammengestellt, auf der Schutzmaßnahmen, Tipps und Verbraucherrechte aufgelistet sind. Unter anderem geht es auch um Reisepläne. Für die meisten besonders bitter: In den Osterferien ist Reisen nicht angesagt und für die Sommerferien trauen sich die Wenigsten Pläne zu schmieden. Deutschland hat seine Grenzen für nicht notwendige Reisen geschlossen, in vielen Ländern gelten Einreiseverbote und auch im Inland gibt es Reisebeschränkungen.

Was wird aus der für die Osterferien gebuchten Ferienwohnung oder Pauschalreise in den Süden? Kann ich stornieren oder umbuchen? Erhalte ich eine Erstattung? Welche Rechte gelten, wenn die Reisen abgebrochen werden. Auch dazu informiert die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Montags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr in einer Telefonhotline unter (06131) 28 48 969. Oder rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche: www.verbraucherzentrale-rlp.de/corona

Fahrplanänderung

Die Mainzer Mobilität hat ihren Fahrplan angepasst und reagiert damit auf die zu erwartende deutlich geringere Nachfrage infolge der kompletten oder teilweisen Schließung vieler Geschäfte und Freizeiteinrichtungen. Aufgrund der dynamischen Lage kann es darüber hinaus in den nächsten Tagen und Wochen zu weiteren Anpassungen im Fahrplan kommen, über die die Mainzer Mobilität in ihren Medien laufend informieren wird. Die geänderten Fahrplantabellen finden Sie im Internet unter www.mainzer-mobilitaet.de/corona

Online geht – noch

So lange die Mitarbeitenden der Lieferdienste gesund bleiben, funktioniert auch der Online-Handel. Keine Sport- und Kulturveranstaltungen, kaum noch zwischenmenschliche Kontakte: was bleibt? WWW! Dabei lässt sich sogar für die Kultur etwas tun. Der »gutenberg-shop.de» steht mit 1000 exquisiten Geschenkideen rund um die Uhr und telefonisch (06131-90 60 110) Di-Fr, 9-13 Uhr zur Verfügung; zu allen Zeiten per Email unter info@gutenberg-shop.de.
Die Ladengeschäfte im Museum und am Markt bleiben zunächst bis zum 19. April 2020 geschlossen.

IHK erweitert Information­sangebot

Darf ich mein Geschäft noch öffnen? Wie kann ich die Liquidität meines Unternehmens sichern? Erhalte ich Kurzarbeitergeld? In welche Länder gibt es Exportverbote? Die Betriebe stehen durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus vor Umsatzausfällen, Lieferverzögerungen oder müssen besondere Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge für ihre Belegschaft treffen.

Die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen bietet den Unternehmen ein ausgeweitetes Beratungsangebot: Hinweise zu Fördermitteln und Überbrückungshilfen, Links und IHK-Ansprechpartner für Rechts- Finanzierungs- und Exportfragen, ein Notfall-Handbuch für Unternehmen und vieles mehr.

Infos: www.rheinhessen.ihk24. de/corona, IHK-Hotline 06131 262-1000.

Langweilig? Nö!

Eine Frage, die sich tagtäglich neu stellt: was machen wir mit der freien Zeit? Keine Sport- und Weiterbildungskurse, kein Theater und Kino, Konzerte abgesagt, die Kneipen abends zu. Was geht? Radfahren, Joggen und Spazierengehen – so lange es keine Ausgangssperre gibt, geht das gut. Yoga-Übungen ohne Anleitung in der Wohnung probieren, das antrainierte Gymnastik-Programm durchziehen, die angehäuften Bücherstapel weg lesen, die Wohnung mal so richtig putzen, ausmisten, was schon lange auf der Todo-Lite steht, in den Mediatheken (oder auf Video) endlich mal das anschauen, was schon immer angeschaut werden sollte … Mal sehen, was uns noch so einfällt in den kommenden Wochen.

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essen to go

Essen to go & Lieferdienste in der Corona-Krise

Essen to go: Die Gastronomie hat es sehr schwer in diesen Tagen. Um weiterhin zu bestehen, bieten viele Restaurants nun die Speisen zum Abholen oder per Lieferdienst an.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei uns melden, um die Liste mit zusätzlichen Gastronomie-Betrieben zu erweitern: briefkasten@dermainzer.net, Stichwort: Essen to go

Zum Abholen

  • Red Chilli (www.redchilli-thai.de)
  • Madoro, Neustadt  (www.madoro.de)
  • Sandhof, Hedesheim, www.dirk-maus.de.
  • Asia Wok, Forsterstr. 21
  • An o Ban, Wallaustraße 4, 12- 18 Uhr
  • Hahnenhof, Wallaustraße 18, Do-Mo ab 11:30 Uhr Abholung oder per Lieferando
  • Nonno Luigi Pasta, Markt 1, frische Pasta von 12-18 Uhr
  • Café Blumen, Große Bleiche 60-62, Suppen und Focaccias
  • Steins Traube, Poststraße 4
  • Pizzeria Kiara, Welschnonnengasse 1, Gerichte zum Mitnehmen
  • Madoro, Leibnizstraße 34, 12-21 Uhr
  • hygge, Rhabanusstraße 13, 11:30-14:30 Uhr
  • Teilchen & Beschleuniger Mainz, Gartenfeldstr. 22, Mi-Fr 15-22 Uhr und Sa-So 10-22 Uhr

Als Lieferdienst

  • Hahnenhof, Wallau­str. 18, Mainz/Neustadt (www.hahnenhof-mainz.de)
  • Olympia in Gonsenheim (www.olympia-mainz.de)
  • Mediterraneo in HaMü (www.mediterraneo-mainz.de)
  • Dicke Lilli, gutes Kind & Marlene, freitags  Lieferdienst  (in Mainz)
  • Bobbys Restaurant, Bretzenheim, Lieferungen 18- 20 Uhr (ab 20 Euro)
  • Weinhaus und Restaurant Templer, Holzstraße 10, Mo-So 17- 22 Uhr Lieferservice (ab 15 Euro)
  • Buddas Sushi, Bestellungen per App, Online, Telefon, Lieferando
  • Coffee Bay Mainz & Kraut und Rüben, Schillerstraße 24, Salate und Bagel über Shop 
  • Der Grosse Gatsby, Drususstraße 1, Lieferservice für Cocktails
  • An o Ban, Wallaustraße 4, 18-20 Uhr
  • Pankratiushof, Lindenplatz 6, ab 12 Uhr Take-away-Lunch, Lieferservice und Hofladen regulär geöffnet
  • Annabatterie, Gartenfeldplatz, Kuchenlieferdienst Di-Fr  10-14 Uhr
  • N’Eis, Lieferdienst „N’Eis Drive“-Bestellung, Lieferungen Mi-Sa
  • Restaurant jedermann’s, Marienborner Bergweg 33, 11.30-14.30 Uhr und 16.30-20.00 Uhr (auch zum Abholen)
  • Anything but coffee, Boppstraße 7, Kuchenlieferung 
  • Mainz liefert: Mexico Lindo, Don Baguette, Indian Palace, Indian Tandoori, Kellys Fresh Kitchen,
    Red Chilli, Saray Grill & Döner, UDP Mainz (Stand: 27. März), Lieferdienst 17 -21 Uhr

Onlineshops

Die Stadt Mainz hat auf ihrer Website weitere Lieferdienste sowie Onlineshops des Mainzer Einzelhandels zusammengestellt.

 

 

 

 

 




MVG Fahrpläne Bus Bahn

MVG: Geänderte Fahrpläne

Weitere Fahrpläme aufgrund der dynamischen Lage der Corona-Pandemie geändert / Busse statt Bahnen von und nach Finthen ab Sonntag

Ab kommenden Samstag kommt es zu weiteren Fahrplanänderungen im Angebot er Mainzer Mobilität. Dies betrifft in erster Linie die Wochenenden. Die stets aktuellen Fahrplantabellen finden Sie im Internet unter www.mainzer-mobilitaet.de/corona

Änderungen montags bis freitags

Linie 62: Es wird eine zusätzliche Fahrt um 5.45 Uhr ab Hauptbahnhof nach Weisenau angeboten.

Linien 66, 67 und 69: Die Linien fahren nach optimierten Fahrplänen. So ist bspw. auf der Linie 69 an der Haltestelle Birkenstraße in Richtung Innenstadt die Umsteigezeit auf die Straßenbahnen verkürzt und damit verbessert worden. Einzelne Fahrten starten und enden zudem in der Innenstadt, wodurch einzelne umsteigefreie Verbindungen angeboten werden können.

Linie 68: Die Fahrt um 7.32 Uhr ab Hochheim endet bereits in Gonsenheim an der Kapellenstraße.

Änderungen samstags

Bis ca. 8 Uhr bleiben die Linien und Fahrtzeiten unverändert. Danach werden jedoch die Strecken und Zeiten weitestgehend wie an Sonntagnachmittagen bedient.

Betriebsbedingt enden bei einigen Linien einzelne Fahrten am Hauptbahnhof, während nahezu zeitgleich ein Folgefahrzeug dort einsetzt und den Rest der Strecke befährt. Ein Umstieg zwischen beiden Fahrzeugen ist hierbei stets sichergestellt.

Linien 28, 33, 58, 68 und 71: fahren unverändert nach dem Samstag-Fahrplan

Linien 6, 50, 51, 52 und 53: fahren nach den seit 21. März gültigen Sonderfahrplänen an Samstagen

Linie 9: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch in Biebrich über Äppelallee-Center

Linie 54: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch tagsüber verlängert von/bis Klein-Winternheim

Linie 56: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags

Linie 57: nur noch zwischen Hauptbahnhof und Bretzenheim nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch tagsüber verlängert von/bis Bretzenheim/Gutenberg-Center

Linie 60: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie Sonntagnachmittag

Linie 61: ganztags nur noch auf der Strecke Laubenheim/Riedweg – Mombach/Waldfriedhof; im Bereich Laubenheim/Hans-Zöller-Straße steht als Ersatz die Linie 64 zur Verfügung; im Bereich Budenheim/Parkallee die ORN-Linie 620

Linie 62: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, tagsüber demnach in Richtung Gonsenheim alle 30 Minuten über Landwehrweg

Linie 63: bereits seit 20. März kein Betrieb mehr; im Bereich Scheck-In-Center weichen Sie bitte auf die Linie 64 aus, im Bereich Alter Friedhof auf die Linien 62 und 65, auf dem Abschnitt Wormser Straße – Mombach auf die Linie 60

Linie 64: ganztags von/bis Laubenheim/Hans-Zöller-Straße; ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags

Linie 65: nur noch auf dem Abschnitt Weisenau – Brückenplatz; auf der Strecke Höfchen – Hartenberg stehen als Ersatz die Linien 64 und 68 zur Verfügung

Linie 66: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie sonntags, jedoch tagsüber verlängert von/bis Nieder-Olm/Bahnhof (nicht bis Schulzentrum!) – hierbei keine Fahrten mehr über den Weinbergring; in Hechtsheim über Robert-Bosch-Straße

Linie 70: ab ca. 8 Uhr nach den Abfahrtszeiten wie Sonntagnachmittag

Linie 76: nur noch auf der Strecke Hauptbahnhof – Straßenbahnamt – Mombach/Am Lemmchen mit leicht angepassten Abfahrtszeiten; auf dem Abschnitt Laubenheim – Oberstadt steht als Ersatz die Linie 64 zur Verfügung

Linie 78: es finden nur noch die Fahrten von/bis Finthen/Römerquelle und nur noch bis ca. 17 Uhr statt; im Bereich Landwehrweg steht als Ersatz zusätzlich die Linie 62 zur Verfügung

Änderungen sonntags

Die sonst gegen 8 Uhr startenden Taglinien beginnen künftig erst ab ca. 13 Uhr. Im Gegenzug wird das aktuell nur bis 8 Uhr gehende Nachtnetz bis 13 Uhr ausgeweitet.

Bis 8 Uhr sind die Linien 6 (nur Abschnitt Wiesbaden – Mainz/Hauptbahnhof), 50, 66, 90, 91, 92 und 93 jeweils unverändert alle 60 Minuten unterwegs.

Von 9 bis 13 Uhr sind zusätzlich die Linien 51, 52, 60 und 68 im Einsatz: Die Linien 6 (Abschnitt Wiesbaden – Mainz/Hauptbahnhof), 50, 51, 52, 66, 90, 91, 92 und 93 sind in diesem Zeitraum jeweils alle 30 Minuten im Einsatz, die Linie 68 alle 60 Minuten nach dem regulären Sonntag-Fahrplan. Auf den Linien 6 (Abschnitt Hauptbahnhof – Gonsenheim) und 60 (auf dem Abschnitt Ginsheim – Hauptbahnhof) finden einzelne Fahrten statt.

Ab ca. 13 Uhr gilt der reguläre Sonntag-Fahrplan, bevor um 21 Uhr – wie seit 20. März – wieder der Nachtverkehr startet.

Auch sonntags enden betriebsbedingt bei einigen Linien einzelne Fahrten am Hauptbahnhof, während nahezu zeitgleich ein Folgefahrzeug dort einsetzt und den Rest der Strecke befährt. Ein Umstieg zwischen beiden Fahrzeugen ist hierbei stets sichergestellt.

Busse statt Bahnen und Umleitungen ab Sonntag, 5. April

Aufgrund von Bauarbeiten der Deutschen Bahn an der Eisenbahnbrücke über der Hattenbergstraße, müssen die Straßenbahnlinien 50 und 51 auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Bismarckplatz – Finthen ab Sonntag, 5. April, 3 Uhr, bis Donnerstag, 23. April, 3 Uhr durch Busse ersetzt werden.

Die Ersatzbusse fahren hierbei stets auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Finthen, während die Straßenbahnen aus Hechtsheim (Linie 50) bzw. Lerchenberg (Linie 51) noch über Hauptbahnhof hinaus bis Bismarckplatz bzw. Zollhafen/Inge-Reitz-Straße fahren. Zwischen Hauptbahnhof und Bismarckplatz sind damit sowohl Straßenbahnen, als auch die Ersatzbusse unterwegs.

Um ausreichend Kapazitäten in den Ersatzbussen zur Verfügung zu stellen, sind diese alle 10 Minuten unterwegs, während die Straßenbahnen auf demselben Abschnitt derzeit nur alle 15 Minuten unterwegs sind.

Die Ersatzbusse der Linien 50 und 51 sowie die Buslinien 61, 62 und 620 müssen hierbei zwischen den Haltestellen Bismarckplatz und Zwerchallee in beiden Richtungen über die Haltestelle Alte Lokhalle umgeleitet werden. Die Haltestelle Schott AG muss leider ersatzlos entfallen.




Lehmanns

Lehmanns: Progressiver Weinhaus-Stil

Das »Lehmanns« der Gebrüder Ivecen in der Mainzer Holzstraße beeindruckt durch chices Interieur, interessanten Speisen-Mix, Qualität, Kreativität und charmanten Service.

In der Mainzer Holzstraße herrscht gastronomischer Wan­del. Gefühlt ewig gab es hier das »Römerschiff«, später zog in dieselben Räumlichkeiten das »Chez Maman« ein, das nur ein knappes Jahr lang existierte, und nun bietet das »Lehmanns« seit Ende November 2019 in exakt diesen Zimmern sein Speisen- und Getränke-Tableau an. Die Betreiber – die Ivecens, zu deren Unternehmergesellschaft 3 Brüder Mainz UG auch das »Hintz & Kuntz« und »LeBonBon« gehören – bezeichnen das »Lehmanns« als WeinBistro und Vinothek.

Die Einrichtung ist klar und nüchtern modern, an den Wänden hängen beeindruckende, hinschauenswerte Fotografien, die stilistisch perfekt passen. Wir haben den Eindruck von jugendlicher Frische, die auch die uns betreuende Servicekraft rüber­bringt. Der junge Mann begrüßt uns mit Handschlag und einem heutzutage selten gewordenen offenen Lächeln. Darüber hinaus beweist er sogleich Pfiffigkeit. Die Speisekarte, die ich in DIN A4 aus dem Web ausgedruckt und ins Lokal mitgenommen habe, kommentiert er mit den Worten und diesmal einem entwaffnenden Lächeln: »Ah, große Buchstaben fürs Altersheim.« Touché!

Mal was anderes: Fünf Bistro-Rubriken

Ein derartiges Entrée macht Laune und Lust aus das, was kommen mag. Die Speisekarte ist angenehm übersichtlich, umfasst exakt eine Seite. Die aufgeführten Rubriken heißen »Kleines Bistro«, »Bistro Suppe«, »Bistro Salate«, »Großes Bistro« und »Süßes Bistro« – mal was anderes als Vorspeisen, Hauptspeisen und so weiter. Mister X und ich widmen sich zunächst der Abteilung »Kleines Bistro«. Mein immerwährender Begleiter nimmt das Tatar vom Rind mit Sauerrahm und Kapern zu 9,50 Euro. »Diese Fleischspeise ist völlig ohne Makel und sehr schmackhaft, die Kapern tun dem Gericht außerdem gut«, höre ich von gegenüber ein dickes Lob. Positiv vermerkt X zudem, dass auf seinen Wunsch nach Butter sofort ein frisches Stück derselben gebracht wird und Salz und Pfeffer in kleinen, hübschen Mühlchen bereitstehen.

Ceviche mit Kürbisquadern und Avocadospritzern

Ich wähle Ceviche aus Lachs mit Hokkaido-Kürbis (9,50 Euro). Der rohe Fisch schmeckt einen Hauch zitronig, die Kürbisquader sind geschmeidig-bissfest, und die Avocadospritzer, Dillzweiglein sowie die Kresse auf dem Teller vervollständigen den positiven optischen Gesamteindruck. Zu den Vorspeisen aus dem »Kleinen Bistro« wird ein Körbchen mit vier verschiedenen Brotsorten gereicht. Während die Servicekraft mit ungebrochener Höflichkeit Wasser nachschenkt, machen wir uns mit den Hauptgerichten aus dem »Großen Bistro« vertraut. X genießt das Basilikumrisotto mit Garnelen und Portwein-Radicchio. Die mediterran klingende Speise kostet 12,50 Euro. Selten habe ich ein so chices Risotto gesehen, das in herrlichem Basilikumgrün leuchtet. Das gezwirbelte Radicchioteilchen obenauf gibt dem Ganzen den letzten pittoresken Schliff. Mister X lässt mich probieren, und ich bin vom Geschmack und der Schlotzigkeit dieser Speise begeistert. Die vier großen Garnelen auf dem Risotto-Hügel erfreuen den Genießer zudem.

Jede Menge Waldpilze zu den Knödeln

Meine Semmelknödel mit Kräuter-Waldpilz-Ragout zeigen sich nicht ganz so spektakulär wie X’ Hauptspeise, dafür sorgt das Pilzsortiment mit Morcheln, Steinpilzen und Champignons in großer Zahl für Freude. Die helle Soße, in der sie liegen, schmeckt angenehm leicht. 7,50 Euro für diesen Genuss zu bezahlen, ist in der Tat eine Kleinigkeit.

| Lou Kull

ESSEN8,0
TRINKEN8,0
SERVICE8,0
AMBIENTE7,5
PREIS/LEISTUNG8,5
GESAMT40,0 : 5 = 7,9 KAPPEN

FAZIT

Auf ein Bistro wie das »Lehmanns« haben wir gewartet. In lockerer, freundlicher, heller Atmosphäre kann man genüsslich speisen, inmitten eines lebhaften Publikums mit vielen jungen Leuten und älteren Semestern. Die Akustik der Räume erzeugt bisweilen einen recht hohen Geräuschpegel, an den sich der Gast aber schnell gewöhnt. Der Service ist schlichtweg klasse, auch der Koch kam zwischendurch an die Tische, um sich nach dem Wohlbefinden der Besucher zu erkundigen. Die Speisen sind durchweg sehr hübsch drapiert, die Qualität des eingesetzten Materials ist einwandfrei, und auch klassische Gerichte werden kreativ-modern interpretiert. All das bekommt man für günstige Preise.

Außergewöhnlich gut stellt sich die Karte der offenen Weine dar. Alleine bei den Weißen gibt es 13 Positionen mit durchweg rheinhessischen Kreszenzen, die in 0,1- und 0,2-Liter Gebinden sowie in der Flasche erhältlich sind. Dabei ist eine ganze Reihe von Weingütern, deren Namen (noch) nicht groß klingen, deren Weine jedoch voll und ganz überzeugen. Wir erfreuten uns am trockenen Sauvignon blanc von Peter Maurer in Mommenheim (0,2 für
5 Euro), dem 2018er trockenen Grünen Veltliner von Becker (Mommenheim, 5 Euro), dem Grauburgunder trocken (ebenfalls aus 2018, 5,90 Euro) der Alsheimer Winzerin Juliane Eller und dem feinherben 2017er Gelben Muskateller aus dem Bodenheimer Weingut Gruber (5,90 Euro). Drei offene Rosé aus Rheinhessen und elf Rouge aus hiesigen Gefilden sowie aus Südafrika, Spanien, Chile, Argentinien, Australien und Italien sind des Weiteren im Angebot.  Wem das nicht ausreicht, der kann gerne in die Flaschenweinkarte hineinschauen und wird mit Sicherheit fündig.

Lehmanns
WeinBistro – Vinothek
Holzstraße 19
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 945 36 30
www.facebook.com/lehmanns.mainz
Öffnungszeiten:
Di und Mi 18 bis 23 Uhr,
Do bis Sa 18 bis 1 Uhr,
So 16 bis 23 Uhr, Mo Ruhetag

 

Pascha Fisch: Preiswert, schnell, einfach, gut




Abfallhai

Abfallhai: Mainz soll sauber bleiben

Sauberkeit für Einheimische und Gäste, Abfalleimer mit und ohne Ascher, Dreck-weg-Tag und Verwarnungsgelder: Abfallentsorgung geht uns alle an.

Eine saubere Stadt gefällt nicht nur den hier Lebenden, auch Touristen finden ein sauberes Stadtbild attraktiver. In der Februar-2020-Ausgabe hatte DER MAINZER den Vorsitzenden des Mainzer Tourismusfonds e.V. und Geschäftsführer der hundertprozentigen Stadttochter Mainzplus Citymarketing GmbH, August Moderer, gefragt, warum der Mainzer Tourismusfonds e.V. nicht die Bemühungen der Stadt unterstütze, für Sauberkeit zu sorgen. Der Tourismusförderer antwortete: »Für die Anschaffung von größeren Mülleimern und/oder die Reinigung der Straßen und Plätze ist der Verein nicht zuständig. Hierzu müssten Sie sich an die zuständigen Abteilungen / Ämter / Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Mainz wenden.»

Das haben wir gemacht, wie üblich über die Mainzer Pressestelle und erfuhren: »die Anschaffungskosten der Papierkörbe und deren regelmäßige Entleerung werden über Straßenreinigungsgebühren gedeckt und nicht aus dem Stadthaushalt.« Zuständig für die Anschaffung von Abfallbehältern und deren Leerung ist der Mainzer Entsorgungsbetrieb, der unter der Leitung des Dezernats von Katrin Eder steht.

Der Abfallhai: Nachrüsten und austauschen

Warum, fragte DER MAINZER weiter, werden in der Mainzer Innenstadt und überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten keine großen kombinierten Abfall-/Aschebehälter angebracht? Die Antwort via Pressestelle: Im Zuge des Ausbaus von Bahnhofsvorplatz und der Bahnhofstraße kam ein neues Papierkorbmodell aus Edelstahl mit Einwurföffnung für Abfälle und gleichzeitig integriertem Aschenbecher zum Einsatz. Dieser »Abfallhai« (siehe Foto oben links) werde mit einer Aufnahme von 70 l bis 220 l angeboten. Der »Abfallhai« soll nun sukzessiv auf Plätzen wie Fort Malakoff, Gutenbergplatz, Neubrunnenplatz (für 2020 vorgesehen) oder im Zuge von Neubaumaßnahmen wie dem Bereich Große Langgasse eingesetzt werden.

In der Altstadt seien von ca. 600 Papierkörben 120 Papierkörbe mit Aschenbechern ausgestattet. Vorbereitet werde derzeit, die restlichen ca. 500 Papierkörbe mit einem vom Material und Design passenden Aschenbechermodell nachzurüsten. Zu den Kosten für die Abfallbehälter heißt es: Das bisher in der Innenstadt eingesetzte Papierkorbmodell koste rund 500,-€ pro Stück, die neuen »Abfallhaie« dagegen rund 1.200,-€ pro Stück, weshalb ein sukzessiver Ersatz des bisherigen Modells zunächst auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und im Zuge der innerstädtischen Baumaßnahmen erfolge. Eine weitere MAINZER-Frage bezog sich auf den unentgeltlichen Einsatz von Bürger/-innen, um Abfall zu beseitigen: Aktionen wie der Dreck-weg-Tag sollen Menschen dazu animieren, weniger Abfall in die Landschaft zu werfen.

Erreichen Sie mit solchen Aktionen diejenigen, die ihren Müll einfach fallen lassen? Diese Frage wurde nicht beantwortet. Verwiesen wurde auf die konstant hohe Zahl der freiwilligen Dreck-weg-Räumenden und die steigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die via Kita und Schule eingebunden werden. 2019 hatten laut Entsorgungsbetrieb 4000 Helfer/-innen in der Junior-Dreck-weg-Woche und am Dreck-weg-Tag ca. 16 Tonnen Abfall eingesammelt. 2020 findet der Dreck-weg-Tag am 28. März statt.

Verwarnungsgelder für die »Unbelehrbaren«

Die Frage, reicht der »erzieherische Charakter« des Verwarnungsgeldkataloges aus, um Menschen dazu anzuhalten, ihren Müll in den vorhandenen Behältern zu entsorgen, wurde so beantwortet: »Verwarngelder standen nach politischer Diskussion im Stadtrat bisher nicht im Vordergrund, um gegen » Litterer« vorzugehen, gegen Menschen, die ihre Abfälle im öffentlichen Verkehrsraum oder der Landschaft entsorgen.« Der unlängst überarbeitete Verwarnungsgeldkatalog werde dennoch insbesondere bei den »Unbelehrbaren« angewendet. Diese Verwarnungsgelder hätten ähnlich wie Bußgelder für falsches Parken oder zu schnelles Fahren ihre Wirkung und sollten daher als weiteres Instrument gegen Müllsünder eingesetzt werden.

| SoS

 

Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz




Fascinator

Huthaus Streibich: Fascinator

Zu den Mode-Hits in diesem Jahr zählt der Fascinator, eine Kopfbedeckung, bei der die Optik im Vordergrund steht. Er ist ein Gesteck, oft nur ein Hauch aus fließenden und transparenten Stoffen, geschmückt mit Feder, Perlen oder Pailletten und wird unauffällig am Haar befestigt. Bekannt wurde er durch die Damen der europäischen Königshäuser. Der Fascinator ist kein Beiwerk, sondern spielt im Gesamtoutfit die Hauptrolle. Familie Ehrhard freut sich, Sie in ihrem Fachgeschäft persönlich beraten zu können.

 

Huthaus Streibich
Flachsmarktstr. 34
555116 Mainz
Tel. 06131-223930
www.huthaus-streibich.de

 

Huthaus Streibich: Caridei – Lederhandschuhe




Fisch aus Waldems - Fisch Jackob

Fisch Jackob: Warum denn in die Ferne Schweifen…

Gernot Grundmann empfiehlt Fische aus dem direkten Umland. Saiblinge und Forellen aus Waldems im Taunus. Die kurzen Lieferwege sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern versprechen auch tagesaktuelle Frische. Sie sind mild, besonders fein, so gut wie fettfrei und sie sind gesund. Eigentlich könnte man die auch roh essen, aber auch die klassischen Zubereitungsarten wie Forelle blau (gedämpft) oder Müllerin (bemehlt und gebraten) sind immer wieder eine gesunde und schmackhafte Delikatesse.

Fisch Jackob
Fischtorstraße 7
55116 Mainz
Tel. 06131 23 17 16
www.fischjackob.de



Mainzer Tourismusfonds

Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz

Der Mainzer Tourismusfonds hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, den Tourismus in Mainz durch Marketingmaßnahmen zu fördern. Zwei Jahre lang konzentrierte sich die Förderung auf die Aktion »mainzgefühl«.

2018 ging es los: Der Mainzer Tourismusfonds e.V., in dem von der Hotellerie über die Werbegemeinschaft bis zur Mainzplus Citymarketing GmbH die Akteure Mitglied sind, die mit Touristen/-innen Geld verdienen wollen, startete die Aktion »mainzgefühl«.  Die Mainzer/-innen sollten sich selbst ihr individuelles Mainz-Gefühl erarbeiten, lautete die Aufgabenstellung. Per Online-Umfrage, Workshops, Social Media, Selfies und Briefen hätten tausende Personen teilgenommen und ihr persönliches Mainzgefühl beschrieben, stellen die Organisatoren in ihrer Dokumentation fest.

In der Online-Umfrage wurde bspw. gefragt: »Wenn Mainz ein Fahrzeug wäre, welches wäre es?« 24,22% der Teilnehmenden entschieden sich für den Roller. Mainz als Roller also, eine Vorstellung, die nicht unbedingt für alle Mainzer/-innen nachvollziehbar ist, was eine klassische Altersfrage sein könnte: An der Online-Umfrage stellten die 20-30-Jährigen mit 34,83%, gefolgt von den 30-40-Jährigen mit 24,50% den Hauptanteil.
Letztlich wurde als Mainzgefühl definiert: Offenheit, Herzlichkeit, Geselligkeit und Bodenständigkeit. Auf dieser Basis folgten 2019 Aktivitäten, u.a. in den Social Media-Kanälen Instagram und Facebook mit »Lovestorms« und im echten Leben »Herzliche Flashmobs« in Köln, Stuttgart und Würzburg.

Inwieweit diese Imagekampagne dazu führt, dass Touristen/-innen nach Mainz kommen, um hier ihr Geld auszugeben, ist offen. August Moderer, Chef der hundertprozentigen Stadttochter Mainzplus Citymarketing GmbH und gleichzeitig Vorsitzender des Tourismusfonds e.V., teilte dem MAINZER mit, die Aktion »mainzgefühl« habe einen fünfstelligen Betrag gekostet, finanziert aus dem Etat des Tourismusfonds e.V.. 180.000 Euro hat der Tourismusfonds laut einem Pressebericht zurzeit zur Verfügung.

Dessen Mitglieder zahlen entsprechend ihrer Wirtschaftskraft gestaffelte Beiträge. Die jeweilige jährliche Gesamtsumme wird aus dem Etat der Mainzer Wirtschaftsförderung in gleicher Höhe, allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro jährlich, verdoppelt. Mithin wird die Hälfte der Ausgaben des Tourismusfonds e.V. aus Steuergeldern gedeckt. Die Wirtschaftsförderung ist Teil des Amts für Wirtschaft und Liegenschaft unter der Leitung der Dezernentin Manuela Matz (CDU).

Über die Verwendung des jährlichen Budgets und über die entsprechenden Maßnahmen des Tourismusfonds, erläutert August Moderer weiter, entscheide die Mitgliederversammlung – so auch bzgl. der »Image­kampagne mainzgefühl«. Die Mitgliederversammlung des Vereins tage mindestens zwei Mal pro Jahr, um die umzusetzenden Maßnahmen zu besprechen und zu verabschieden.

Mehr Sauberkeit

Steuergelder werden auch verwendet, um in Mainz für Sauberkeit zu sorgen. Was regelmäßig für Unmut sorgt, denn Mainz zeigt sich oft von seiner schmutzigen Seite – gleich, ob die Menschen vom Hauptbahnhof aus in die Stadt kommen oder von den Schiffen am Rheinufer. Überquellende Mülleimer, Verpackungen aller Art, Zigarettenkippen und Kaugummireste auf den Gehwegen – einladend wirkt das nicht. Warum also, so eine MAINZER-Frage, unterstützt der Tourismusfonds nicht die Bemühungen der Stadt, für Sauberkeit zu sorgen? Warum stellt der Verein kein Geld zur Verfügung, um größere Mülleimer anzuschaffen, oder die Reinigungszyklen an zentralen Plätzen und Straßen zu verstärken?

Tourismusförderer August Moderer verweist auf die satzungsgemäßen Aufgaben des Fonds: Marketingmaßnahmen sollen unterstützt werden. Nicht die Aufgaben, die von den Steuerzahlenden über den Mainzer Etat zu finanzieren seien und für deren Umsetzung die Ämter und Eigenbetriebe der Stadt Mainz zuständig seien. Der Frage, warum in Mainz nicht flächendeckend große Abfall-Ascher-Kombinatio­-nen angeschafft werden, widmet sich DER MAINZER in einer der nächsten Aus­gaben.

| SoS




Mainzer Unimedizin

Unklar: Auskunft für Angehörige in der Mainzer Unimedizin

Verhindert der Datenschutz, dass Angehörige von Patienten/-innen der Mainzer Unimedizin Auskünfte erhalten? DER MAINZER sucht seit Dezember 2019 nach einer Antwort.

Im Dezember 2019 hatte DER MAINZER erfahren, dass Angehörigen der Zutritt in die Notaufnahme verweigert wurde. Begründung: Datenschutz. Auch telefonische Auskünfte über den Verbleib von mutmaßlich mit dem Rettungswagen eingelieferten Personen wurden nicht mehr erteilt. Wenige Tage vor diesen Ereignissen war bekannt geworden, dass die Mainzer Unimedizin ein Bußgeld in Höhe von 105.000 Euro zahlen soll. Der Landesdatenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz hatte über einen längeren Zeitraum hinweg, Mängel beim Umgang mit Patientendaten festgestellt. Die Frage, ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem veränderten Auskunftsverhalten gegenüber Angehörigen von Patienten/-innen und dieser Bußgeldzahlung gibt, wird von der Unimedizin nicht beantwortet.

Keine Neuregelung

Seit dem 9. Dezember 2019 will DER MAINZER von der Unimedizin wissen, ob es eine Neuregelung der Angehörigenauskunft gibt, wie sich Angehörige verhalten müssen, um Auskunft zu erhalten und wie die Unimedizin gewährleistet, dass alle Mitarbeitenden den Datenschutz im Umgang mit den Angehörigen verbindlich einhalten.  Mitte Januar trafen – aufgrund regelmäßiger MAINZER-Nachfragen – die Antworten ein. Wobei es sich nicht um »Antworten« handelt. Sondern um eine Stellungnahme vom »Vorstand der Unimedizin«. Wer »der Vorstand« ist, wird nicht erläutert. Laut Webseite der Unimedizin sind Vorstandsmitglieder Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand), Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann (Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan), PD Dr. Christian Elsner, MBA (Kaufmännischer Vorstand) und Marion Hahn (Pflegevorstand). Der Stellungnahme ist zu entnehmen:

  • Es gibt keine Neuregelung zur ärztlichen Schweigepflicht und zum Datenschutz an der Mainzer Unimedizin.
  • Es gab ein »jüngst versendetes« Schreiben an die Beschäftigten, in dem diese an die Regelungen zur ärztlichen Schweigepflicht und zum Datenschutz erinnert wurden.
  • Die Verfügungshoheit über seine Daten hat der Patient/die Patientin; liegt von ihr oder ihm keine Patientenverfügung oder Vollmacht vor, wird im Rahmen der Aufnahme erfragt, ob und wem Auskunft gegeben werden kann.
  • Kann die/der Patient/-in keine Auskunft geben, erteilt die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt Auskunft »aufgrund des mutmaßlichen Willens des Patienten«.
  • Das Handlungspotential für Angehörige ist sehr gering, die Angaben der/des Patienten/-in sind entscheidend.

Ausweis? Passwort?

Die Frage, wie sich Angehörige verhalten sollen, wird Ihnen die Auskunft verweigert, wird nicht beantwortet. Leider. Insbesondere Angehörigen älterer Menschen, die sich nicht immer sofort kümmern können, würde eine klare Handlungsanleitung helfen, um sich über den Verbleib und den Gesundheitszustand zu infor­mieren. Reicht es als Angehörige/-r, den Personalausweis vorzulegen? Können Passwörter für telefonische Auskünfte vereinbart werden? Ist auf jeden Fall die persönliche Anwesenheit der Angehörigen erforderlich – auch wenn sie von weiter her anreisen müssen?

Wie dies in der Unimedizin gehandhabt wird, ist weiterhin unklar. Unkonkret ist die »Stellungnahme des Vorstands« auch in Bezug auf die Schulung von Mitarbeitenden zum Datenschutz. »Mittels konkreter Prozessanalysen sowie an die Beschäftigten gerichtete Rundbriefe, Leitfäden, Dienstanweisungen, Schulungen und anderer Maßnahmen wollen die Datenschutzexperten die Beschäftigen für den Umgang mit sensiblen Patienten-, Mitarbeiter- und anderen Daten sensibilisieren, informieren und beraten. Es gilt, das kritische Bewusstsein hierfür weiter zu stärken und Fehler zu vermeiden.« Ob in diesen »Rundbriefen, Leitfäden und Dienstanweisungen« Verhaltensangaben gegenüber Angehörigen von Patienten/-innen stehen, ist die Unimedizin nicht bereit, der Öffentlichkeit mitzuteilen.

| SoS

Eine Handlungsanleitung für die Angehörigen-Auskunft ist möglich.

 

Unimedizin: Neuregelung der Angehörigenauskunft?




Mathias Richling & Leipziger Pfeffermühle

unterhaus: Ausblick, Rückblick, Rundumblick

Die Politprominenz tritt zum Rapport an und die Gäste werden mit dem führerlosen Aufzug in den Keller gefahren – zum Lachen. Im Mainzer Forumtheater unterhaus.

Vom 6. bis zum 10. Februar lässt Mathias Richling (siehe Foto links) als Großmeister der klugen Parodie wieder die erste (oder zweite oder dritte) Riege der deutschen Politprominenz zum Rapport antreten. Und weil die bis dahin sicherlich schon wieder genug Böcke geschossen haben werden, die Richling dann genussvoll sezieren kann, nutzt der sein Programm #2020 auch als eine Art Jahresrückblick. Oder Ausblick. Denn die kommenden Monate werden spannend und Richling nimmt manches Jubiläum zum Anlass, um den Gefeierten persönlich auf die Bühne zu zaubern. So begegnet man nicht nur Populisten und Diktatoren, sondern auch Leonardo da Vinci.

Wer sein Dachstübchen neu möblieren möchte, sollte unbedingt ein Zimmer im Hotel der »Leipziger Pfeffermühle« nehmen (siehe Foto rechts). Das öffnet seine Tore vom 13. bis zum 18. Februar. Zum Inventar der geistigen Nobelherberge gehört auch »Der führerlose Aufzug«, mit dem das Servicepersonal aus Leipzig seine Gäste zum Lachen in den Keller fährt, zum Aufwachen in Unsicherheit wiegt und von ganz oben einen erschreckend-komischen Rundumblick auf die Gegenwart bietet. Hier wird nichts unter den roten Teppich gekehrt und an der Bar gibt’s Gags als Snacks.

| SoS

Textgrundlage und Infos: www.unterhaus-mainz.de



Klima retten

Kann die Fastnacht mit Humor das Klima retten?

Unter dem Motto: »Ein bisschen Spaß muss sein« streift DER MAINZER durch die Mainzer Fastnachts-Kampagne 2020, entdeckt manch tierisches, ein Prinzenpaar, Guggemusik, Schneewittchen und den Froschkönig.

Manchmal ist die Mainzer Fastnacht sogar ein bisschen tierisch. Wenn bei den »Meenzer Drecksäck« die Sau fliegt und bei den Umzügen eine Ente am Ende watschelt. Weder Sau noch Ente bedürfen des Tier-Schutzes. Die Sau, mit der bei den Sitzungen der »Meenzer Drecksäck« die Darbietungen gefeiert werden, hat garantiert viel Auslauf – während der Kampagne. Ihr wird kein Schwänzchen gekürzt, sie kriegt keine Antibiotika und gemästet wird sie, damit sie griffiger über die Köpfe der Gäste transportiert werden kann. Aus dieser Sau wird garantiert keine Fleischwurst.
Auch die Mainzer Zugente hat viel Auslauf beim Rosenmontags- und anderen Fastnachtsumzügen. Fliegen kann sie allerdings nicht, ihr Antrieb lässt es nicht zu. Die Zugente steht in Mainz für das Zugende und in diesem Jahr watschelt sie erstmals elektrisch.

»Humor ist Meenzer Lebensart mit Herz und Toleranz gepaart«. Das ist das offizielle Motto der diesjährigen Kampagne in Mainz. Dem steht das 2020er Motto der Alternativen Fastnachter gegenüber: »Drecksäck retten Klima!« Die beiden Mottos spiegeln die Haltungen der in Mainz lebenden Menschen wieder: Die einen machen weiter, wie sie es gewohnt sind, die anderen haben verstanden, das funktioniert nicht. Wobei gelacht wird hier und dort, nur über anderes, oder aus anderen Perspektiven.

Mit Helau über die Brücke

Über die Vollsperrung der Theodor Heuss-Brücke zum Beispiel. Halb Deutschland hat sich über die »Helau-Spur« amüsiert, die der Mainzer »OBer-Fastnachter« Michael Ebling gut gelaunt (in Wiesbaden!) ankündigte, damit die Fastnachts-Aktiven rechts und links des Rheins ihre »Ehrenämter« ausüben können. Also Vorträge halten bei Sitzungen, was die Herren (wurde außer Sabine Pelz noch eine andere Frau in der Bütt gesehen?) selbstverständlich um der Erhaltung des fastnachtlichen Brauchtums ohne Gage machen. So wird es erzählt.

Auf jeden Fall sah sich die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder, die nicht nur eine GRÜNE sondern auch noch eine Anti-Fastnachterin ist (aber bei den »Meenzer Drecksäck« soll sie schon Bier gezapft haben) »gezwungen«, ein paar Sitzungsrednern die Ausnahmegenehmigung zu erteilen, damit sie abends am Wochenende über die Brücke mit dem eigenen PKW fahren dürfen. Das Besteigen eines Taxis ist den Aktiven offensichtlich nicht zuzumuten.

Garantiert ist die vollgesperrte Brücke Thema in vielen Vorträgen. Da wir die Mainzer Fastnachter als selbstkritische Menschen in den vergangenen Kampagnen kennengelernt haben, werden sie sicher auch die Ausnahmegenehmigungen für sich selbst in feinster Versform hinterfragen. Dem Mainzer Narrenclub sei Dank, vielmehr der Tatsache, dass er 11×11 Jahre alt wird, hat die Narrenhochburg Mainz in dieser Kampagne ein Prinzenpaar. Jacqueline Seuthe, alias Prinzessin Jacqueline, und Heinrich Diefenbach, alias Prinz Heinrich II. Beide sind in Mainz aufgewachsen und dann in die Welt hinausgezogen, leben aktuell nicht in Mainz. Kommen aber gerne hierher – und schaffen sich berufliche Freiräume, um ihren Verpflichtungen als Prinzenpaar nachzukommen. Darauf ein dreifach donnerndes Helau!

Zugmarschall Adé

Auch der Mainzer Carneval Verein (MCV) wartet mit einer Besonderheit in dieser Kampagne auf. Die finanziellen Miseren des Vereins sind zwar noch immer nicht aufgeklärt, aber ein paar neue Köpfe werden sich um die Orga der Straßenfastnacht kümmern – allein das ist bemerkenswert: Der MCV hat keinen Zugmarschall mehr, sondern eine Zugleitung. Deren Sprecher ist Hansjörg Langenbach. Bemerkenswerte Traditionen der Mainzer Fastnacht sind die Symphonie Fastnachtique und die Fastnachtsposse. Beiden bietet das Mainzer Staatstheater eine Heimstatt. Allerdings muss, wer für die Symphonie (am 15. und 16.2.20) und die Posse (vom 18.-25.2.20) Eintrittskarten kaufen möchte schon im Oktober/November an die bevorstehende Kampagne denken.

Keine Eintrittskarten braucht es für das »Europäische Guggemusikfestival«, das der Mainzer Carneval Verein vom 14. bis 16. Februar 2020 in Mainz organisiert. 31 Gruppen und über 900 Musikanten aus ganz Europa nehmen teil. Am Samstag, 15.2., um 11 Uhr treffen sich die Guggemusik-Gruppen am Hopfengarten, starten dort ihren Umzug durch die Stadt bis zum Gutenbergplatz. Dort stellt der MCV die Gruppen vor und dann beginnt das »Monsterkonzert«: Alle 31 Gruppen spielen auf Startschuss ein Lied. Die Winterferien sind schuld, dass der Jugendmaskenzug auch 2020 wieder vor dem Auftakt zur Straßenfastnacht stattfindet, am Samstag, 8. Februar. Das Motto lautet: »Schneewittchen, Froschkönig sind mit dabei im goldisch Meenz zur Narretei, drum kommt heut all wie‘s euch gefällt zur Kinderfastnachts-Märchenwelt!« Ab 14.11 Uhr starten die Kinder und Jugendlichen in der Neustadt (Achtung: der Aufstellungsbereich ist näher an die Kaiserstraße gerückt) zur 2,5 Kilometer langen Zugstrecke.

Den Rosenmontagszug hörend erleben

Die Mainzer Fastnachts-Genossenschaft wurde gegründet, um die Aktivitäten der Fastnachtsvereine und Garden zu bündeln. Außerdem sollte die Neuverteilung der Verantwortlichkeiten und der Einnahmen aus der Straßenfastnacht angegangen werden. In der Vergangenheit war es Usus, dass der MCV als »Ausrichter« der Straßenfastnacht, auch die damit generierten Einnahmen vereinnahmte. Die anderen Vereine und Garden, die zwar viel Material und Personen stellten, gingen leer aus.

Was ist aus diesem Ansinnen geworden? Der MCV kämpft bis auf weiteres mit seinen Bilanzen… Die Fastnachts eG ist deshalb aber nicht untätig: Sie hat angekündigt, dass der Rosenmontagszug erstmals auch für Blinde erlebbar wird – sie sollen hören können, was andere sehen. Ein entsprechend geschulter Reporter, platziert inmitten des Zuggeschehens erzählt ausführlich, was er sieht. Super Idee! Sicher einfacher umzusetzen, als überkommene Strukturen in der Mainzer Fastnacht zu ändern.

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Kaiserstraße

Spitzfindig: Fastnacht, Abfall und die Kaiserstraße

Drei Themen haben uns im ersten Monat 2020 besonders beschäftigt: Fastnacht, Abfall und die Ruhe in der Kaiserstraße.

Am 26. Februar 2020 ist Aschermittwoch – und schon wieder alles vorbei. Aus dem, was uns bis zum 27. Januar aufgefallen ist in dieser Kampagne, haben wir einiges ausgewählt (Artikel »Kann die Fastnacht mit Humor das Klima retten?«). Der Abfall, den das Volksfest Fastnacht auf den Straßen, z.B. der Kaiserstraße, und Plätzen hinterlässt, ist an Aschermittwoch noch nicht ganz weg, und die großen Müllberge werden direkt nach den Umzügen weggeräumt. Konfetti, Luftschlangen, Glassplitter, Zigarettenkippen und Co. beschäftigen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Entsorgungsbetriebs bis weit in die Fastenzeit hinein.

Vermüllung, Littering, das gibt es das ganze Jahr über: Hier eine Kippe fallen lassen, dort den Kaffeebecher, Grillabfälle, Kühlschränke – achtloser Umgang mit Abfall ist überall in der Gemarkung zu beobachten.
Der Mainzer Tourismusfonds e.V. führte zwei Jahre lang die Aktion »mainzgefühl« zur Imageförderung durch. Finanziert wurden, auch mit Steuergeldern, »Lovestorms« und »Herzliche Flashmobs«. Ob Menschen in Deutschland und anderswo so animiert werden, Mainz zu besuchen und hier Geld auszugeben, wird wohl nicht zu klären sein. Klar ist aber, dass überquellende Abfalleimer sowie Müll auf Straßen und Plätzen, den Mainzer/-innen nicht gefällt und den Auswärtigen auch nicht. Warum, so eine MAINZER-Frage, trägt der Mainzer Tourismusfonds e.V. nicht dazu bei, dass die Gäste in Mainz weniger Dreck zu sehen kriegen? (Artikel »Mainzer Tourismusfonds: Willkommen in Mainz«)

Die CDU-Politikerin Manuela Matz ist als Dezernentin auch für das Ordnungswesen zuständig. Im April 2019 hat sie die Verwarnungsgelder in einem Katalog zusammengefasst, der dem Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst u.a. erlaubt, »Müllsünder« zur Kasse zu bitten. Was das bringt, wollten wir von der Dezernentin wissen (Artikel »Verwarnungsgelder & Müllsünder«).

Sag mir, wo die Autos sind…

Spätnachmittags und Frühmorgens an Wochentagen: kein Stau in der Kaiserstraße. Wo sind die Autofahrenden geblieben, die hier immer auf den Fahrbahnen stehen? Vermutlich stehen sie rund um und auf den beiden Autobahn-Rheinbrücken. Sicher werden die Anwohner/-innen in Gonsenheim und in Weisenau ob des »Schleichverkehrs« in Richtung der beiden Rheinbrücken schimpfen, über zu viel Abgase und über den Verkehrslärm. Derweil herrscht auf den Straßen in der Innenstadt fast himmlische Ruhe. Klar, die Sperrung der Theodor Heuss-Brücke ist nicht von Dauer. Eine Lösung für den innerstädtischen Verkehrsinfarkt ist sie schon gar nicht.

»Intelligente« Lösungen werden gefordert, um den Mobilitätsanforderungen aller gerecht zu werden. Schön wäre es, würden für die »intelligenten« Lösungen die Rechte von Zufußgehenden und von Radler/-innen mitgedacht.

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Spitzfindig: Verdammt lange




ZVE gegen Wildpinkler

ZVE: Verwarnungsgelder & Müllsünder

»Wildes Urinieren« kostet in Mainz 35 Euro, wer seine Zigarettenkippe auf die Straße wirft zahlt 20 Euro. Vorausgesetzt, er oder sie wird dabei erwischt.

Im April 2019 wurde der Mainzer Verwarnungsgeldkatalog aktualisiert. Er beinhaltet Verwarnungsgelder gemäß dem OWIG, dem Ordnungswidrigkeitengesetz. Ordnungsdezernentin Manuela Matz hatte im Juni 2019 angekündigt, es werde »Sonderkontrollen« des Ordnungsamtes geben, die Mitarbeitenden seien auch in Zivil unterwegs.  Nach neun Monaten mit dem aktualisierten Verwarnungsgeldkatalog bat DER MAINZER die CDU-Politikerin um eine Bilanz.

Zurzeit sind 43 Mitarbeitende im Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienst ZVE beschäftigt, davon sind 40 im Streifendienst in der Stadt unterwegs, einige auch in Zivil. »Wir kommen ganz gut zurecht, derzeit ist nicht geplant, die Anzahl zu erhöhen«, sagt Matz. Es handelt sich um Vollzeitstellen und die Beschäftigen arbeiten im Schichtdienst rund um die Uhr.  Sie ahnden Vergehen gegen die Gefahrenabwehrverordnung und die Abfallsatzung,sSie sind zuständig für Aufenthaltsermittlungen, Schulzuführungen, Lärmbeschwerden (außerhalb der Dienstzeiten), Betteln und Straßenmusikanten.

Verwarnungsgelder der ZVE

Seit April 2019 habe der ZVE 97 Verwarnungsgelder erhoben, in 30 Fällen wegen Bettelei und in 22 Fällen wegen des Wegwerfens von Zigarettenkippen, sagt Matz. Die Ordnungsdezernentin unterstreicht, die Entscheidung in Mainz »nur« Verwarnungsgelder zu verhängen, basiere auf dem »erzieherischen Charakter« der Maßnahme. Verwarnungsgelder dürfen in Rheinland-Pfalz nur bis 55 Euro verhängt werden, bei höheren Beträgen ist ein Bußgeldverfahren angesagt. »Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass geringere Verwarnungsgelder häufiger bezahlt werden, als höhere Bußgelder«, sagt Matz und: »Die Kosten der Beitreibung der Gelder müssen im Verhältnis zum Vergehen gesehen werden.« Da der ZVE in der Regel die Verwarnungsgelder direkt kassiere, werde so der Verwaltungsaufwand, der bei der Verhängung von Bußgeldern anfällt, verringert.
Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten müssen über die gemeinsame Bußgeldstelle von Mainz und dem Kreis Mainz/Bingen in Ingelheim abgewickelt werden. Von den 97 Verwarnungen zwischen April 2019 und Januar 2020 seien alle bezahlt worden, so Matz.

Der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst sei auch in den Mainzer Stadtteilen unterwegs, allerdings sei dort Lärmbelästigung und Ruhestörung das große Thema. Dass es in den Stadtteilen Probleme mit »Vermüllung« gebe, sei ihr nicht bekannt, so Matz: »Ich bin im Kontakt mit den Ortsvorsteher/-innen und es besteht hier keine Dringlichkeit, mehr zu tun.«  Auf die Frage, ob sie den Verwarnungsgeldkatalog für ein probates Instrument halte, die »Vermüllung« in Mainz einzudämmen, antwortet Manuela Matz:

»Ich glaube, so wie wir es festgelegt haben, befinden wir uns im Mittelfeld deutscher Städte, was die Ahndung dieser Vergehen betrifft. Es gibt Städte, wie Wiesbaden, dort sind die Strafen höher, andere ahnden derlei gar nicht oder mit geringeren Strafen. Wir müssen darauf achten, ob der erzieherische Gedanke fruchtet; kommt es zu überhöhtem Müllaufkommen, müssen wir nachsteuern. Außerdem müssen wir klar machen, Abfall einfach fallen zu lassen, ist kein Kavaliersdelikt, wir müssen aufklären und Aktionen, wie der Dreckweg-Tag oder Rhine Cleanup senden positive Signale. Wer da mitmacht, wird vermutlich versuchen, Müll zu vermeiden, weil er merkt, wie viel Arbeit es macht, den Müll aufzusammeln.«

Die Situation in Wiesbaden

Die Wiesbadener Stabsstelle »Sauberes Wiesbaden« ist dem Oberbürgermeister unterstellt. Wer in der Kurstadt erwischt wird, zahlt für das Fallenlassen von Zigarettenkippen ein »Ordnungsgeld« von 50 Euro, für die »Notdurft« 60 Euro. Laut Pressebericht vom 8. Mai 2019 haben Zivilstreifen der Wiesbadener Stadtpolizei schwerpunktmäßig die Bushaltestellen rund um die Fußgängerzone und am Bahnhof überprüft. Ergebnis: in vier Stunden 32 Verwarnungen wegen Zigarettenkippen mit Bußgelderhebung.

| SoS

 

Der Müll und die liberale Gesellschaft

 




Saturn

Saturn: Phantastische Bildqualität

Die neue OLED Technologie verändert die Sehgewohn­heiten. Tiefes Schwarz und eine überragende Farbbrillanz zeigen die neuen TV-Geräte von LG, Panasonic, Sony, Philips und anderen Herstellern. Vom kleinen Zweitfernseher bis zu den Riesen mit einer Bilddiagonale von 2,17 m (85 Zoll)- da kommt Kino-Feeling auf. Und das Schöne an dieser Entwicklung: Noch nie war eine solch phantastische Bildqualität für so wenig Geld möglich.

Und zu jedem Fernseher gibt es aktuelle Soundbars, die fangen bei 100 € an. Besuchen Sie die Fernsehabteilung im 2. Untergeschoss. Felix Bärsch und sein Team beraten Sie gerne.

saturn-logo

Saturn
Am Brand 41
55116 Mainz
Tel. 06131 1460
Fax. 06131 146101
mainz@saturn.de
www.saturn.de/markt/mainz

 

Saturn: Kaffee – wie im Urlaub




Anima

Anima: Kompressionsstrümpfe in den Trendfarben 2020

Juzo, einer der Qualitätshersteller für Kompressionsstrümpfe, überrascht im Frühjahr 2020 mit den neuen Trendfarben »Blue Love«, »Violet Truth« und »Pink Soul«. Sie sind in Rundstrick und Flachstrick bereits ab dem 1. Februar bei Anima erhältlich. Dies gilt für alle weiteren Strümpfe, Armstrümpfe und Strumpfhosen gleichermaßen.

Darüber hinaus gibt es sie auch als extravagantere Versionen in schwarz/bunt wie weiß/bunt gebatikt. So sind Sie mit der Kompressionsbe­kleidung von Juzo allen Lebenssituationen gewachsen.

Schillerstraße 26
Tel. 619418
www.anima-mainz.de


 

Anima: Unterstützung für Schwangere




Restaurant Pascha Fisch

Pascha Fisch: Preiswert, schnell, einfach, gut

»Pascha Fisch« in der Mainzer Neubrunnenstraße verfolgt ein klares Konzept, das funktioniert. Stilistisch angesiedelt ist die Gastronomie zwischen Imbiss und Restaurant.

Neubrunnenstraße? Klar. Da gibt’s seit Jahrzenten die »Zeitungsente«, in der Generationen von Studenten, Medienschaffenden sowie Lokal- und Landespolitikern ihre mithin schönsten Stunden verbrachten und noch verbringen. Schräg gegenüber befindet sich ein Etablissement, das zwar kaum Kultstatus entwickeln, aber schon zu einer kleinen Institution im Gastronomiesektor werden könnte: »Pascha Fisch«.

Beim Eintreten in den hohen Gastraum überschreitet man zugleich die Schwelle in eine eigene kleine Welt. So könnte es vor längerer Zeit in einem malerischen Lokal in einem türkischen Städtchen ausgesehen haben. Fischernetze und Rettungsringe, ein Kescher und diverse weitere Fischerei-Utensilien zieren die Wände. Sie sind zum Großteil in maritimem Blau-Weiß gehalten sind. Einfache Holztische und -stühle stehen zum Platznehmen bereit. An der Wand links des Eingangs befindet sich eine große Theke, hinter der an mehreren Herdstellen fleißig gebrutzelt wird. Die Abzugstechnik scheint ausgefeilt zu sein, da man von der Tätigkeit der Köche nichts riecht.

Freundlicher, flinker Kellner

Eine einzige flinke männliche Servicekraft versorgt an diesem Mittag die gesamte Gästeschar, und das in einem Höllentempo. Der Kellner ist nicht nur flott, sondern auch freundlich und zuvorkommend. Wer es in der beruflichen Mittagspause eilig hat, wird prompt bedient und erreicht seine Stechuhr garantiert rechtzeitig.

Das Angebot an Speisen ist angenehm überschaubar und völlig ausreichend. Die Speisekarte gibt’s – genau wie das Essen – auch zum Mitnehmen. Vorweg erhalten wird einen Korb mit frischem Fladenbrot. Dazu ein Schälchen Sambal Oelek und je ein verpacktes Erfrischungstuch für die Hände. Mister X wählt als Vorspeise die Fischsuppe, die auf der Karte als »Spezialität vom Chefkoch« avisiert wird. Sie kostet 4,50 Euro, ist eine stattliche Portion und mit »vielen unterschiedlichen Fischstückchen versehen«, wie X anerkennend feststellt. Ich nehme die andere von zwei möglichen Suppen, nämlich die aus Linsen. Diese weitere »Spezialität vom Chefkoch« wird mit 4 Euro berechnet, ist ebenso groß portioniert, püriert und dadurch schön sämig. Der Linsengeschmack ist eindeutig und wird durch Beträufeln mit Zitronensaft hervorragend unterstützt.

Dorade und Wolfsbarsch

Als Vorboten unserer Hauptgerichte erhalten wird optisch sehr hübsch angerichtete Salatteller mit diversen Blattsalaten, Zwiebeln, Möhren und einem klaren, feinen Dressing. Mein immerwährender Begleiter bekommt sodann seine gegrillte Dorade mit in kleine Scheiben geschnittenen Kartoffeln, die sich geschmacklich wie gute Pommes präsentieren, sowie Remouladensoße. An manchen Stellen kommt der Fisch X ein wenig trocken vor, überwiegend jedoch ist das Fleisch saftig und die Haut knusprig. Mein gegrillter Wolfsbarsch, der mit den identischen Beilagen serviert wird, ist makellos. Mister X’ Gericht kostet 11,20 Euro, das meine 11,90 Euro.

Nach dem Hauptgang gelüstet es uns nach einem Dessert. Wir nehmen zusammen eine Portion Halva, was sich als sinnvoll erweist, denn sie ist sehr groß. Diese asiatisch-mittelmeerische Nachspeise, deren Grundlage ein Mus aus Ölsamen, Zucker oder Honig ist, schmeckt bei »Pascha Fisch« nach Mandeln, ist mit Zimt bestreut, hat eine körnig-saftige Konsistenz und wirkt nicht zu süß. Zum Preis von 4,50 Euro kann man sie genießen, mit einem Bällchen Vanilleeis kostet sie einen Euro mehr. Summasummarum bezahlen wir für das komplette Mittagsmahl mit Vor-, Haupt-, Nachspeise, Wasser und Pfefferminztee etwas über 40 Euro. Dieser Besuch hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt.

| Lou Kull

ESSEN7,0
TRINKENnicht bewertet
SERVICE7,5
AMBIENTE7,0
PREIS/LEISTUNG7,0
GESAMT28,5 : 4 = 7,1 KAPPEN

FAZIT

»Pascha Fisch« hat uns fast ein wenig zum Schwärmen verleitet. Wir haben uns in dieser leicht altbackenen, wiewohl charmanten maritimen Atmosphäre sogleich wohlgefühlt. Zum Wohlbefinden trug auch die männliche Servicekraft mit frischer, freundlicher, flotter Art bei. Für wenig Geld kann der Gast hier sattwerden. Allein eine der groß portionierten Suppen mit dem knusprigen Fladenbrot und etwas Sambal Oelek reicht zur mittäglichen Essensversorgung vollkommen aus. Ein wenig Probleme hatten wir mit der Bewertung der Gaststätte, die irgendwo zwischen Imbiss und Restaurant rangiert. Das Essen ist einfach und gut, das Angebot für die Küche leicht zu handhaben. In einem universellen Restaurant mit größerer Karte, Fleisch und Geflügel ist von vornherein ein größerer Materialeinsatz vonnöten.

Kurzum: Aus diesen Gründen haben wir uns bei aller Freude über das Erlebte bei der Höhe der Bewertung zurückgehalten und den Punkt Getränke sogar komplett ausgeblendet. Der Grund: diesbezügliche Angebot bei »Pascha Fisch« beinhaltet lediglich Standardlimonaden, Säfte, einige Tees und Kaffeevarianten. Alkoholische Getränke werden nicht ausgeschenkt.

Pascha Fisch
Neubrunnenstraße 4
55116 Mainz
Tel. 0 61 31 / 554 02 30
www.facebook.com/Paschafischmainz
Öffnungszeiten:
Mo bis So 11 bis 22 Uhr



Mi Vesto

Mi Vesto: Nix wie hin!

Wer spart nicht gerne? Bei »Mi Vesto« werden jetzt die letzten hochwertigen Einzelstücke der Winterkollektion angeboten – mit Preisnachlässen von 20 bis 50 Prozent. Schnell sein lohnt sich. Und wenn Sie schon da sind, können Sie sich gleich die ersten Modelle der Frühjahrs-Sommer-Kollektion anschauen und schon in Ihrer Größe bestellen. Frau Arena und Ihr Team freuen sich auf Sie.

mi-vesto-logo

MI VESTO
Exklusive Damenmode
Leichhof 19
55116 Mainz
Tel. 0 6131/55 34400
Fax 0 6131/55 34401
info@mi-vesto.de
www.mi-vesto.de

 

Mi Vesto: Die richtige Auswahl an Modeher­stellern




Tobias Schmitt

Tobias Schmitt: Neuer Küchenchef in der Favorite

Es bleibt spannend in der Favorite. Die Karten im Gourmet Restaurant werden 2020neu gemischt. Mit Tobias Schmitt (32) übernimmt ein neuer, vielversprechender Küchenchef die Führung im Gourmet Restaurant des beliebten Mainzer Treffpunkts für Genießer.

Der Wiesbadener Tobias Schmitt freut sich auf die neue Herausforderung. Bisher war er Souschef unter 2-Sterne-Koch Andreas Krolik im angesagten Frankfurter Sternerestaurant »Lafleur« im Gesellschaftshaus des Palmengartens. Als Sohn von Harald Schmitt, der Wiesbadener Hotellegende und Ex-Chef der »Ente« will Schmitt Junior die Mainzer mit seinen kulinarischen Kreationen glücklich machen und auch die Wiesbadener über den Rhein locken. Nach Fastnacht startet er in der Favorite durch.

Daniele Tortomasi, sein Vorgänger am Herd in Mainz, zieht nach einem wilden Jahr weiter. Zum Jahresbeginn 2020 verließ er die Favorite mit unbekanntem Ziel. Mit Tobias Schmitt holt sich die Familie Barth jetzt einen erfahrenen Küchenchef ins »Favorite Restaurant«, der bereits seit 15 Jahren am Herd steht und vor fünf Jahren mit Chef Andreas Krolik ins »Lafleur« nach Frankfurt »gezogen« ist.

Infos: www.favorite-mainz.de

 

Favorite Parkhotel: Schwungvoller Start

 




2020

2020: Auf ins neue Jahrzehnt!

Keine Wahlen in Sicht, die Grün-Rot-Gelbe-Koalition im Mainzer Rathaus beginnt ihre Arbeit, der alte Ober­bürgermeister wird der neue sein, manche Baustellen werden ab, andere dafür aufgebaut: Das Jahr 2020 ist da! Auf ins neue Jahrzehnt!

Geduldsprobe

Die Traversenlager der Brücke müssen ausgetauscht werden – es handelt sich um Verschleißteile, die nach 25-30 Jahren erneuert werden müssen, sogar wenn sie nicht kaputt sind. Die Arbeiten sollen am 12. Januar beginnen, vier Wochen lang wird die Brücke für den motorisierten Individualverkehr komplett gesperrt. Busse überqueren sie weiterhin, Kleinkrafträder, Zufußgehende und Radler/-innen ebenfalls.

Die Entscheidung für die Vollsperrung sei gefallen, weil die Arbeiten so zügiger beendet werden können, begründet Katrin Eder, die Mainzer Verkehrsdezernentin und: Die Komplett-Sperrung ist auch angeordnet worden, weil Eder befürchtet, dass Rückstaus die CO2-Werte an den Passiv-Sammelstellen in der Rheinstraße derart in die Höhe treiben (im Januar sind die Werte aufgrund häufiger Inversionswetterlagen oft hoch), dass das Oberwaltungsgericht Koblenz doch noch das von der DUH wegen der hohen CO2-Werte geforderte Dieselfahrverbot anordnet. Für die aus Rheinhessen/Mainz nach AKK- oder Wiesbaden pendelnden Menschen wird die Brückensperrung eine Geduldsprobe: Sie müssen sich jeden (Arbeits-) Tag in die Staus auf der Weisenauer- und der Schiersteiner-Brücke einreihen. Oder sie steigen aufs Rad um – ausgerechnet im Januar sicherlich keine leichte Entscheidung. Aber: ÖPNV geht auch.

www.dermainzer.net/2019/12/vollsperrung-der-bruecke-zwischen-mainz-und-wiesbaden

Standortentscheidung

Das Weltmuseum der Druckkunst braucht dringend (und seit Jahren) eine grundlegende Überholung. Die »Arbeitswerkstatt Gutenbergmuseum« tüftelt seit Juni 2018 an den Bedingungen dafür. An welchem Standort soll das Museum den Menschen aus aller Welt und den Mainzer/-innen den Weg von der Erfindung des Buchdrucks ins mediale Zeitalter erklären? Nach der letzten Sitzung der »Arbeitswerkstatt« stehen zur Debatte: Das »Allianzhaus« an der Großen Bleiche, Abriss und Neubau am bisherigen Standort Liebfrauenplatz oder Erhalt und Erweiterung am bisherigen Standort. Eine Arbeitsgruppe in der Arbeitswerkstatt beschäftigt sich außerdem mit »Finanzierung und Trägerschaft«: Bleibt das Museum im Besitz der Stadt Mainz und woher kommen die Gelder für Neubau oder Generalüberholung? Anfang 2020 soll die »Arbeitswerkstatt« für die politischen Gremien »Empfehlungen« formulieren, die wiederum in die öffentliche Debatte eingespeist werden.

Aufenthaltsqualität

Seit Anfang Dezember fließt der Verkehr in der Großen Langgasse wieder in beide Richtungen. Der Abschnitt Ludwigsstraße bis Emmeransstraße lässt ahnen, welche Aufenthaltsqualität die Straße nach der kompletten Fertigstellung für die nicht-motorisierten Menschen bietet. Große Plätze (großes Foto li. -leider zugeparkt), breite Gehwege, Bänke, begrünte Beete und die Tempobeschränkungen für den motorisierten Verkehr (mal Tempo 30, mal Tempo 20) verdeutlichen: Hier haben die Vorrang, die nicht im Fahrzeug sitzen. Radabstellanlagen, Parkplätze, E-Ladestationen und Ladezonen bieten denjenigen Platz, die hier einkaufen oder die Gaststätten und Bistros aufsuchen wollen. Außerdem sind in fußläufiger Entfernung genügend Parkhäuser. Ungewohnt dürften für manche die Kreisel an den Einmündungen zu den Seitenstraßen sein, außerdem die vielen Verkehrsschilder. Die Verkehrsüberwachung wird hier alle Hände voll zu tun haben.

www.dermainzer.net/2019/12/grosse-langgasse-das-miteinander-will-gelernt-sein

Bürgerbeteiligung: verbindlich?

»Bürgerbeteiligung« findet in Mainz ständig statt – mal nach diesen Kriterien, mal nach jenen, mal von dieser, mal von jener Agentur moderiert. Bürgerbeteiligung verbindlich zu vereinheitlichen ist das Ziel einer Arbeitsgruppe, die seit 2018 an entsprechenden »Leitlinien« arbeitet. Im November 2018 wurde darüber erstmals die Öffentlichkeit informiert, im Dezember 2019 wurde den Mainzer Bürgerinitiativen ein Zwischenbericht vorgestellt.

Nun werden die Anmerkungen der BIs eingearbeitet, das Ergebnis erneut in der Arbeitswerkstatt zur Diskussion gestellt. Wann der Entwurf der Leitlinien dann der Öffentlichkeit und den politischen Gremien vorgestellt wird, ist offen. Der bisherige Organisator des Prozesses seitens der Stadt, Horst Maus (Stabsstelle Arbeitsmarktförderung, Bürgerbeteiligung und AKK-Angelegenheiten), trat zum 1.1.2020 in den Ruhestand. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt die Organisation der Leiter des Migrationsbüros, Carlos Wittmer.

www.dermainzer.net/2019/06/buergerbeteiligung-demokratie-staerken

Gespräche mit Fachämtern?

 

Auf der Alice-Rampe am Hauptbahnhof bewegen sich Zufußgehende und Radelnde auf den Bahnhofsvorplatz zu und von diesem weg: Kombinierter Rad- und Fußweg in zwei Fahrtrichtungen. Zu beachten haben sie die Einmündung der Unterführung: hier treffen weitere Radler/-innen und Fußgänger/-innen auf den Weg. An dessen Ende kommen PKWs und LKWs hinzu, die parken oder anliefern wollen und dazu den Weg überfahren müssen; außerdem Straßenbahnen und Busse, deren Fahrgäste sich nicht alle umschauen, bevor sie den Weg queren.

In der Mitte des Weges stehen auch noch ein paar Bäume. Die bleiben vorerst und an der gesamten Situation ändert sich auch nichts, denn dazu müsste das Gelände zwischen der Rampe und den Bahngleisen einbezogen werden. Das gehört entweder noch der Deutschen Bahn oder bereits einem privaten Projektentwickler. Angeblich gab es bereits 2018 zwischen dem oder den Eigentümer/-innen mit Fachämtern der Stadt Gespräche. Was daraus geworden ist? Dazu kann keine Auskunft gegeben werden, schreibt die Pressestelle der Stadt Mainz im August 2018 und wiederholt es im Dezember 2019.

https://www.dermainzer.net/2018/09/alicenstrasse-platzmangel

Auskunft für Angehörige

Angehörige stehen vor der Notaufnahme in der Mainzer Unimedizin und erfahren nicht, ob ihre Mutter oder ihr Vater tatsächlich eingeliefert wurden. Telefonische Auskunft über das Befinden von Patienten/-innen erhalten Angehörige nicht mehr. Begründung: Datenschutz. Kurz zuvor hatte der Landesdatenschutzbeauftragte aufgrund von andauernden Mängeln beim Umgang mit Patientendaten in der Unimedizin ein Bußgeld von 105.000 Euro verhängt. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Bußgeld und der Auskunftsverweigerung gegenüber Angehörigen? Die Mainzer Unimedizin verweigert bis Redaktionsschluss die Antwort. Leider auch zur Frage, ob es eine verbindliche Regelung gibt, die es Angehörigen ermöglicht, Auskunft über Patienten/-innen zu erhalten – ein Formular, dass Menschen zuhause ausfüllen und das bei Bedarf vorgelegt werden kann, zum Beispiel. Der Landesdatenschutzbeauftragte meint, so etwas sei machbar. | SoS

www.dermainzer.net/2019/12/handlungssicherheit-fuer-pflegepersonal-und-aerzte-innen



Amtskette

Die Amtskette & das Stadtwappen

Zweimal zierte die Amtskette des Mainzer Oberbürgermeisters 2019 das MAINZER-Titelbild. Dann kam es raus: Das Mainzer Wappen in der Kette ist das falsche.

Rote Räder auf silbernem Grund? Weiße Räder auf rotem Grund? Das Mainzer Stadtwappen hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen erlebt. Dieter Müller aus Mombach, bekannt als »Flaggen-Müller«, hat sich das MAINZER-Titelfoto der Dezember-2019-Ausgabe genau angeschaut und stellt fest: »Als die Amtskette 1899 gefertigt wurde, gab es dieses Mainzer Stadtwappen mit weißem Doppelrad auf rotem Grund nicht.« Bis 1915, so der Experte in Sachen Fahnen, Flaggen und Bannern, sah das Mainzer Stadtwappen so aus, wie rechts auf dem obigen Titelbild. Das Stadtarchiv-Leiter Wolfgang Dobras für uns ausgegraben hat: silberner Schild mit rotem Räderpaar.

Beide, Dieter Müller und Wolfgang Dobras, wissen von langjährigen Bemühungen vor 1915 zu berichten, die einer Wiedereinführung des alten Wappens mit dem roten Schild und dem silbernen Räderpaar (mit einer antifranzösischen Ausrichtung) vorausgingen. Wolfgang Dobras kennt zeitgenössische Literatur (einen Aufsatz von Kurt Strecker in der Mainzer Zeitschrift 1913/14 zur Geschichte des Mainzer Stadtwappens sowie einem Aufsatz von Viktor Würth im Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 1919 zu neuen hessischen Ortswappen), die dies belegt. »Ungeachtet dessen bleibt die doch ungewöhnliche Tatsache, dass auf der Amtskette von 1899 nicht das offizielle, vom Großherzog 1816 vorgeschriebene Wappen, sondern das alte Wappen aus vornapoleonischer Zeit verwendet wurde«, findet Wolfgang Dobras.

Dem schließen wir uns an und meinen das falsche Wappen in der echten Amtskette des Mainzer Oberbürgermeisters liefert genügend Stoff für einen neuen Mainz-Krimi. Oder aber es findet sich doch noch ein Mensch, der eine plausible und nachprüfbare Erklärung hat?

| SoS

Die Amtskette und des OB’s wichtigstes Thema




Tope Winzer

Top-Winzer aus Rheinhessen

Eine Auswahl der Top-Winzer in Mainz & Rheinhessen. Die komplette Vorstellung der einzelnen Weingüter finden Sie im »Restaurant- und Weinführer 2020«. Im Buchhandel erhältlich.

 

Weingut Acker-Martinushof
Bodenheim · Tel. 06135 2350
www.weingut-acker.de

Weingut Beiser
Vendersheim · Tel. 06732 8732
www.weingut-beiser.de
Bewertung

Weingut Bischofsmühle
Nieder-Olm · Tel. 06136 1257
www.weingut-bischofsmuehle.com
Bewertung

Weingut Bretz
Bechtholtsheim · Tel. 06733 356
www.ernstbretz.de
Bewertung

Weingut Eppelmann
Stadecken-Elsheim · Tel. 06136 2778
www.weingut-eppelmann.de

Weingut Stephan Glöckner
Stadecken-Elsheim · Tel. 06130 1709
www.weingutgloeckner.de
Bewertung

Weingut Gres
Appenheim · Tel. 0672 53310
www.weingut-gres.de

Weingut Hemmes
Bingen-Kempten · Tel. 06721 12420
www.weingut-hemmes.de
Bewertung

Weingut Dr. Hinkel
Framersheim · Tel. 06733 368
www.weingut-dr-hinkel.de
Bewertung

Weingut Georg Gustav Huff
Nierstein-Schwabsburg · Tel. 06133 50514
www.weingut-huff.com

Weingut Immerheiser
Schwabenheim · Tel. 06130 929394
www.immerheiser-wein.de

Weingut Rudolf Fauth
Udenheim · Tel. 06732 64503
www.weingutfauth.de
Bewertung

Weingut Keller 1601
Worms-Pfiffigheim · Tel. 06241 75562
www.weingutkeller.de
Bewertung

Weingut Bürgermeister Carl Koch
Oppenheim · Tel. 06133 2326
www.ck-wein.de
Bewertung

Weingut Köster-Wolf
Albig · Tel. 06731 2538
www.koester-wolf-weingut.de

Weingut Lamberth
Ludwigshöhe · Tel. 062498611
www.weingut-lamberth.de
Bewertung

Weingut Merl
Groß-Winternheim · Tel. 06130 1300
www.weingut merl.de

Cisterzienser Weingut Michel
Dittelsheim-Heßloch · Tel. 06244 4921
www.cisterzienser-weingut.de
Bewertung

Weingut Neus
Ingelheim · Tel. 06131 73003
www.weingut-neus.de

Weingut Rappenhof
Alsheim · Tel.06249 4015
www.weingut-rappenhof.de
Bewertung

Weingut Ruppert-Deginther
Dittelsheim-Heßloch · Tel. 06244 292
www.ruppert-deginther.de
Bewertung

Weingut Adolf Schick
Jugenheim · Tel. 06130 256
www.weingutschickjugenheim.de
Bewertung

Weingut Stauffer
Flomborn · Tel. 06735 1521
www.weingutstauffer.de

Weingut Eckhart Gröhl
Weinolsheim · Tel. 06249 93988
www.weingut-groehl.de

Weingut Raddeck
Nierstein · Tel. 06133 58115
www.raddeckwein.de

 

Top-Restaurants aus Mainz & Rheinhessen




Top-Restaurants

Top-Restaurants aus Mainz & Rheinhessen

Eine Auswahl der Top-Restaurants in Mainz & Rheinhessen. Die komplette Vorstellung der einzelnen Restaurants finden Sie im »Restaurant- und Weinführer 2020«. Im Buchhandel erhältlich.

 

Adagio im Atrium Hotel
Adagio Restaurant und Weinbar
Mainz · Tel. 06131 491-0
www.atrium-mainz.de
Bewertung

Al Cortile
Mainz · Tel. 06131 617878
www.alcortile.de
Bewertung

Das Crass
Nieder-Olm · Tel. 06136 814 48 0
www.dascrass.de
Bewertung

Restaurant Elder
Gau-Algesheim · Tel. 06725 3077 227
www.restaurant-elder.de
Bewertung

Landgasthof Engel
Schwabenheim · Tel.06130 929 394
www.immerheiser-wein.de

Eulenschänke
Ingelheim · Tel. 06130 554 9390
www.eulenschaenke.com

La Gallerie
Mainz · Tel. 06131 6969 414
www.lagallerie-mainz.de

Weinhaus & Restaurant Hahnenhof
Mainz · Tel. 06131 2121 150
www.hahnenhof-mainz.de

Incontro
Mainz · Tel. 06131 238 221
www.incontro-ristorante.de

Ma:Doro
Mainz · Tel. 06131 492 9270
www.madoro.de

Nieder-Olmer Weinstube
Nieder-Olm · Tel. 06136 766 999
www.weinstube-nieder-olm.de

Platen’s im Rheinhotel Nierstein
Nierstein · Tel. 06133 979 70
www.rheinhotel-nierstein.de/platen-s-im-rhein-hotel

Stellwerk
Saulheim · Tel.06732 962 8615
www.restaurant-stellwerk.de
Bewerung

Vis a vis Weinbar + Restaurant
Osthofen · Tel.06242 501 2973
www.visavis-osthofen.de

Wasems Kloster Engelthal
Ingelheim · Tel.06132 2304
www.wasem.de
Bewertung

Weedenhof Hotel & Restaurant
Jugenheim · Tel.06130 941 337
www.weedenhof.de

Gasthaus Willems
Mainz · Tel.06131 210 9170
www.gasthaus-willems.de

Weinhaus Wilhelmi
Mainz · Tel.06131 224 949
www.weinhaus-wilhelmi.de

Zum Alten Weinkeller
Schwabenheim · Tel.06130 941 800
www.immerheiser-wein.de

 

Top-Winzer aus Rheinhessen




Destille

Destille: Leckeres – auch unverpackt!

Verpackungsfreies Einkaufen ist bei uns seit 15 Jahren Tradition. Aus mehr als 100 Glasballons und Amphoren füllen wir bei Destille auch in neue oder mitgebrachte Flaschen unsere hochwertigen Essige & Öle, Edelbrände, Grappa, Whisky, Rum sowie fruchtige und sahnige Liköre ab.

Zudem bieten wir ein abwechslungsreiches Angebot an Sekt & Wein sowie Gin aus der Region und aus aller Welt. Leckere Schokoladen, außergewöhnliche Pasta, Pesto, außergewöhnlich Gewürzmischungen, Senf runden das Sortiment ab. Geschenke oder Präsentkörbe stellen wir individuell für jeden Anlass zusammen.

 

Destille Mainz 
Gaby Stierle
Pfandhausstraße 1
Römerpassage (Fußgängerzone)destille_logo-600
55116 Mainz
Telefon 06131/2115758
Telefax 06136/2115759
www.destille.de/mainz

 

Destille: hochwertige Destillate und mehr




Tourismus Werbung

Tourismus-Werbung – mit Gefühl!

Tourismus: In Deutschland, so wird uns gerne erzählt, verbinden Menschen die Stadt Mainz in erster Linie mit Fastnacht und den Mainzelmännchen.

Dass es Anderes gibt, warum hier zu leben angenehm ist, wissen wir in Mainz selbst. Das Angenehme, das jede/-r für sich unterschiedlich definiert, wollen die Mainzer-Tourismusförderer in alle Welt transportieren. Seit 2018 gibt es die Aktion »mainzgefühl«, initiiert vom Tourismusfonds Mainz e. V.. Die Strategie der Aktion ist offensichtlich: Wir vermitteln Menschen andernorts, dass Mainz etwas ganz Besonderes ist und dass alle mindestens einmal im Leben Mainz besucht haben müssen. Das ist gut für den Tourismus. Hotels, Gaststätten und Einzelhandel verdienen mehr Geld (außer die Gäste kommen mit dem Schiff, auf dem sie essen und übernachten), die Stadt und damit wir alle, profitieren von höheren Gewerbesteuereinnahmen.

Was aber ist ein »mainzgefühl«? Damit dieses auf jeden Fall ein gutes wird, organisierten die Initiatoren/-innen der Aktion »mainzgefühl« einen stadtweiten Workshop und eine Umfrage, wobei sich die Mainzer/-innen das Bewusstsein über ihr Stadtgefühl erarbeiteten. Ergebnis: »Während gesamtgesellschaftlich ein Trend zu Negativität zu sehen ist, verbreitet das Mainzer Lebensgefühl Positivität. Aufgeschlossenheit gegenüber anderen und herzliches Miteinander wird von den MainzerInnen gelebt. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass es auch anders geht. Auf Basis des von Offenheit, Herzlichkeit und Geselligkeit geprägten »mainzgefühls« starteten die MainzerInnen im Jahr 2019 diverse Aktionen, um diese Werte in Deutschland zu stärken.« Zu den Aktionen zählten »Lovestorms« in Social Media und »herzliche Flashmob-Aktionen« in diversen deutschen Städten. (Quelle: mainzgefühl 2019_Pressemitteilung_Tourismusfonds Mainz eV).

Die Aktion fällt aus dem Rahmen herkömmlicher Tourismuswerbung. In der Regel werben Städte und Regionen mit Besonderheiten, wie Geschichte, Museen, Architektur, etc. Davon haben wir in Mainz reichlich. Leider ist nicht alles ansehnlich. Die Zeugnisse der Römer und der Mainzer Festungsstadt, das Weltmuseum der Druckkunst, sind in keinem guten Zustand. Es mangelt an Geld, um alles präsentabel herzurichten und an Konzepten, mit denen sich auch der (verhüllte) Drususstein und die Bruchsteine im Römischen Bühnentheater vermarkten ließen. Kundige Menschen mit viel Fantasie sind gefragt, die sich gegen entsprechendes Salär etwas einfallen lassen. Beim Mainzer Tourismusfonds e.V. setzte man dagegen aufs Gefühl. Nun vermitteln wir aller Welt: »Hey Leute, ihr müsst nach Mainz kommen, weil es hier gefühlmäßig so toll ist.«

Ziemlich viel Gefühlsduselei für eine geschichtsträchtige und kulturell so vielseitige Stadt wie Mainz. Wir danken dem Mainzer Tourismusfonds e.V. für die Erkenntnis, dass unser Schicksal als »Weck-Worscht-Woi«-Anhänger/-innen das positive »mainzgefühl« befördert.

| SoS

 




Kaffeerösterei Müller

Müller Kaffeerösterei: Glühwein #fusion mit Kaffee

Kaffee in Wein und Bier – geht das? Die Kaffeerösterei Müller sagt »Ja!« und hat ihr Angebot um #fusion erweitert – einen rheinhessischen Glühwein, der mit Cold Brew und
winterlichen Gewürzen veredelt ist. Für Bierfreunde hat das Team in Zusammenarbeit mit der Kuehn-Kunz-Rosen Brauerei ein Stout Beer entwickelt, das 3% äthiopischen Cold Brew der Kaffeerösterei enthält.

Ab sofort sind diese zwei neuen Geschmackserlebnisse in der Kaffeebar (Graben 3), im Kaffeeladen (Fischtorstraße) und auch in der Rösterei in Bodenheim erhältlich.

Müller KaffeeröstereiMüller Logo
Graben 3
Fischtorstr. 7
www.mueller-kaffee.com

Müller Kaffeerösterei: Der Umwelt zuliebe unverpackt kaufen

 




Große Langgasse

Große Langgasse: Das Miteinander will gelernt sein

Die Große Langgasse ist wieder in beide Richtungen befahrbar. Hier Tempo 30, dort Tempo 20, Kreisel, kostenpflichtige Parkplätze, Ladezonen, Parkverbot auf den Plätzen, Radstreifen in den Kreuzungsbereichen: Die Verkehrsteilnehmer/-innen müssen sich eingewöhnen.

Der gräulich-regnerische Dezember-Tag trägt nicht dazu bei, den neuen Charme der Großen Langgasse ins rechte Licht zu rücken. Wer die Umgestaltung verfolgt hat, weiß aber, dass der im letzten Jahr fertiggestellte Dr. Gisela Thews-Platz bei angenehmem Wetter ein belebter Anziehungspunkt geworden ist. Die Spielgeräte, die Bänke, die begrünten Beete  und die gastronomischen Angebote locken Menschen. Die Einzelhandelsgeschäfte, die während der Bauzeit ausgeharrt (und überlebt) haben, dürften vom Flanier-Ambiente profitieren. Auch der Platz an der Emmeransstraße ist fertiggestellt, die breiten Gehwege und Bänke unterstreichen die Absicht, hier sollen sich Menschen wohlfühlen.

Kostenpflichtiges Parken

Noch bevor die Große Langgasse am 9. Dezember 2019 offiziell für den Verkehr in zwei Fahrtrichtungen freigegeben wurde, haben die Autofahrenden die Straße wieder für sich entdeckt. Die Parkplätze sind morgens schon vor neun Uhr gut gefüllt. Die Plätze auch. Es ist das gleiche Bild, wie auf anderen Mainzer Plätzen auch: die Zufußgehenden schlängeln sich um die parkenden Autos herum. Wie viele von den Fahrzeugen eine Ausnahmegenehmigung haben und hier parken dürfen: Wer weiß das schon? Unter den Autofahrenden muss sich herum sprechen, dass entlang der Fahrbahnen nur parken darf, wer einen Parkschein erwirbt. Überhaupt wird das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/-innen noch zu üben sein.

Die Radstreifen, die an den beiden Kreuzungsbereichen in die Große Langgasse hinein- bzw. hinausführen und plötzlich enden: was hat es damit auf sich? Axel Strobach, Leiter des Stadtplanungsamtes erklärt, sie seien als Orientierung für die Radelnden gedacht. Ob Radelnde eine solche Orientierung brauchen, sei dahingestellt. Ob Autofahrende verstehen, dass am Ende der Radspur, die Zweiradfahrenden ohne Anzuhalten auf die Fahrspur wechseln, ist fraglich.

Die Tempo-20-Regelung, die zwischen Kreuzung Ludwigsstraße und Emmeransstraße gilt, dürfte für Autofahrende gewöhnungsbedürftig sein. Ebenso, dass in diesem Bereich das Überholen von Zweiradfahrenden schlicht unmöglich ist – außer, der Mittelstreifen wird überfahren, was aber zu vermeiden ist: der dient den Zufußgehenden als Hinweis, dass sie in diesem Abschnitt überall die Straße queren können.

Große Langgasse

Verkehrsüberwachung ist gefragt

Katrin Eder, Umwelt- und Verkehrsdezernentin, sagte die neuen „Instrumente“, die den Verkehr in der neuen Großen Langgasse regeln, seien für alle Beteiligten sicher gewöhnungsbedürftig, aber das werde sich schon alles einpendeln. Klar sei auch, dass die Verkehrsüberwachung hier besonders darauf zu achten habe, dass die Regeln eingehalten werden, dass besonders die schönen neuen Plätze nicht ständig von Fahrzeugen zugestellt werden.

Oberbürgermeister Michael Ebling freute sich über die „Punktladung“: Die Freigabe der Großen Langgasse für den Fahrzeugverkehr in beide Richtungen sei exakt im ursprünglich vorgesehen Zeitplan erfolgt – obwohl es im vergangenen Sommer zu Verzögerungen gekommen war.
In den kommenden Monaten sind weitere Arbeiten zu erledigen, so Ebling und Eder. Der Abschnitt zwischen Emmeransstraße und Große Bleiche ist noch fertigzustellen. Dort wird die private Baustelle in der ehemaligen Residenzpassage die Aufenthaltsqualität länger beeinträchtigen. Ebenso der Platz vor der Wohnbau-Liegenschaft, auf dem derzeit Baucontainer abgestellt sind.

Spannend wird, ob mit der Freigabe des Verkehrs in beide Richtungen  der motorisierte Individualverkehr in der Ludwigsstraße zurückgeht. Denn wer jetzt die Weißliliengasse in Richtung Große Bleiche/Neustadt  befahren  will „muss“ nicht mehr verkehrswidrig durch die Fußgängerzone Ludwigsstraße und die Bushaltestelle Höfchen fahren.

| SoS

 

Tabu für Radfahrende

 




Spielbank Mainz

Spielbank Mainz: Adventszeit ist Schenkzeit!

Nach diesem Motto hat die Spielbank Mainz eine Fülle an Präsenten für die Adventszeit vorbereitet. Bei der Weihnachts-Geld-Verlosung gibt es insgesamt 10 x 500 Euro zu gewinnen. Die Auslosung erfolgt jeweils am Adventssonntag.

Zum Winners Weekend von 20.-22. Dezember bietet die Spielbank Mainz Turniere an den Automaten, Roulette, Black Jack und Poker an. Zudem erhält jeder Gast einen Glücksjeton, mit dem er beim Roulette die Chance auf einen 100 Euro Gewinn hat. Sonntags gibt es den Bingo-Treff und frühe Besucher erhalten an allen drei Tagen einen Early-Bird-Gutschein für Kaffee und Muffin. Ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen, freier Eintritt, Happy Hour Preise und leckere Cocktails in der Casino Lounge runden das Wochenende ab.

Übrigens: Wer zu Weihnachten gerne einen Besuch in der Spielbank verschenken möchte, der kann während der Öffnungszeiten (11:00 bis 4:00 Uhr) Jetons im attraktiven Samtsäckchen erwerben und diese unter den Baum legen. Ein außergewöhnliches Geschenk und zum Fest oder für den Start in ein glückliches, neues Jahr.

Der Eintritt in die Spielbank ist ab 18 Jahren mit einem gültigen Personalausweis möglich.
Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen u.a. zum verantwortungsbewussten Spielen unter www.spielbank-mainz.de

 

Fotowettbewerb: Auslösen, Knipsen & Gewinnen




Bagno Badstudio

Bagno Badstudio Badrenovierung: Alles aus einer Hand

Bagno Badstudio ist Badexperte sowie Badplaner für die unterschiedlichsten Bad-Typen. Egal ob klein oder groß, ob hohe oder schräge Wände – mit kreativen Ideen und kompetentem Fachwissen plant Geschäftsführer Thomas Schulze Traumbäder in 3D ganz individuell und nach Bedürfnissen und Vorstellungen des Kunden. Gemeinsam mit seinem erfahrenen Handwerker-Team setzt er alle Badträume um. Inspirationen und Bäder zum Anfassen gibt es in der Badausstellung am Fischtorplatz 11 in Mainz.

www.bagno-mainz.de

 

Mini Bagno Mainz: Zuverlässig – leidenschaftlich – individuell




Gauls Catering

Gauls Catering: Mitten ins Herz

Soziales Engagement gehört bei Gauls Catering zu den gelebten Werten.

Das Mainzer Catering Unternehmen “Gauls Catering” unterstützt regelmäßig Projekte sozialer Institutionen aus der Region. Unter anderem backen sie Plätzchen mit Flüchtlingskindern, die mit ihren Familien in einer Mainzer Einrichtung wohnen.

Eylem Arslan-Gaul, die für den Bereich »Soziales Engagement« bei Gauls verantwortlich zeichnet, lädt am 15. Dezember 15 Flüchtlingskinder in die Großküche nach Mainz-Laubenheim ein. Hier dürfen sie Weihnachtsplätzchen nach deutschen Familienrezepten zubereiten und backen.

 

 

Mainzer Kopf Stefan Lux: Die Zeit ist (über-)reif




GenussWerkstatt

»GenussWerkstatt« fasziniert

Die Köche Carl Grünewald und Sebastian Schmidt stehen gemeinsam mit Restaurantchef Oliver Habig hinter dem überzeugenden Menü-Konzept im Atrium Hotel.

An der Rezeption des Atrium Hotels werden wir von Restaurantchef Oliver Habig begrüßt. Und um ein paar Ecken in den Raum geleitet, wo seit diesem Jahr an drei Tagen in der Woche die »GenussWerkstatt« zelebriert wird. Die Atmosphäre ist etwas schummerig- Aber das gedämpte Licht wirkt zugleich auch angenehm. Lediglich vier Tische, die eine schwere dunkle Holzplatte tragen, stehen hier. Plüschig anmutende, ebenfalls dunke Sessel bieten insgesamt 20 Gästen Platz. Drei hohe Weinkühlschränke und eine Theke mit Warmhaltelampen und einer höchstwertigen italienischen Schinkenschneisemaschine sind weitere Einrichtungsgegenstände. Hier spielt sich an diesem Genussabend, der für uns viereinhalb Stunden dauern wird, allerhand an Zubereitungs-Szenarien ab.

Von Beginn an stehen Küchenchef Carl Grünewald und Oliver Habig erklärenderweise zur Verfügung. Mister X, unsere beiden charmanten Begleiterinnen und ich erfahren erfreulich viele Details über die Zutaten und die Zubereitung der einzelnen Gänge und nicht zuletzt über das Konzept, das hinter diesem Menü steckt. Der Gast sollte wissen: Er hat keine Wahl. Die Speisenabfolge steht fest, und es heißt schlicht, sich überraschen zu lassen. Das Menü umfasst zehn Gänge zuzüglich eines kleinen Geschenks »Für den Morgen danach«. Es kostet 80 Euro pro Person inklusive Wasser, die individuelle Weinbegleitung je Gang wird mit 8 Euro berechnet. Auf Wunsch wird auch ein veganes Menü gereicht, und ab einer Gruppe von acht Personen kann ein Abend außerhalb der üblichen Öffnungszeiten (Donnerstag bis Samstag) gebucht werden.

Brotzeit mit Honig vom eigenen Bienenvolk

Den Start markiert eine Brotzeit, die in kleinteiliger Form auf den Tisch kommt. In einem Keramiktopf wird als deftige Grundlage ein knuspriges, rund geformtes Roggen-Dinkel-Brot in einer Keramikschüssel serviert. Ein Höhepunkt dieses Ensembles ist sicherlich der frisch gepresste und gut gekühlte Rote-Bete-Saft mit Kerbel. Äußerst bemerkenswert auch: der Zwiebelkuchen mit Schnittlauch-Mayonnaise, die zart-milden Radieschen, die in Essig, Wasser, Holunderblütenextrakt, Zucker und Salz eingelegt wurden, sowie der Ziegenfrischkäse mit Honig vom eigenen Bienenvolk auf dem Dach des Hotels. Die braune karamellisierte Butter begeistert darüber hinaus.

Weiter geht es mit gedämpfter und eingelegter Petersilienwurzel, die begleitet wird von grüner Sauce aus der Gartenpetersilie, Gartenkresse, knusprigen Graupen und Schmand. Wer bislang nicht wusste, was Huchen ist, dem sei gesagt, dass es sich um einen Fisch aus der Gruppe der Salmoniden handelt. Dieser wird als Gang Nummer drei roh serviert, und zwar in Form schmaler, kleiner Röllchen, die mit megazartem Dill-Rettich umwickelt sind. Eine leichte Kümmel-Mayonnaise setzt das geschmackliche Krönchen obenauf.

Creme aus schwarzem Johannisstrauch

Über die feinen, mit Butter gebratenen Flusskrebse in einem Sud nur aus Wasser und Zwiebeln kommen wir zum vierten Gang. Dessen zentraler Bestandteil ein warmes, großes Stück Sellerie ist, das zwei Stunden lang bei 140 Grad Celsius unter mehrmaligem Drehen im Backofen geröstet wurde. Schwarzer Johannisstrauch stand Pate für die korrespondiere Creme aus seinem Holz und den Blättern.

Blutwurst, ein Schweizer Sbrinz-Käse sowie Schnittlauch-Kartoffeln aus Bamberger Hörnchen bilden sodann ein sogenanntes rheinhessisches Risotto, bevor die Küche der »GenussWerkstatt« zeigt, welche Köstlichkeiten sie aus Hohenloher Lamm zu zaubern weiß. In Butter ausgebackenes Bries und seine Brühe dienen als nicht auf der Karte stehender Zwischengang, danach brillieren kleine Stücke aus Rücken und Haxe mit fermentierten Bohnen und frisch gehobeltem Meerrettich.

Als wir nun ein hauchzartes Völlegefühl verspüren, erfrischen uns die Nachspeisen enorm. Herausragend die süß eingelegten Gurkenscheiben mit Joghurteis. Ein Saft aus Fenchel und Verjus setzt hier zusätzliche aromatische Akzente. Nicht minder spektakulär der darauf folgende Bratapfel aus der Ananasrenette mit Bohnenkraut und Eis aus karamellisierten Sonnenblumenkernen. Den Schlussakkord spielt ein Gebäck-Ensemble aus Windbeutelchen mit Mohncreme, Haselnuss-Baiser und einem Gugelhüpfchen aus Karotte, Walnuss und Joghurt. Als jeder von uns zum guten Schluss noch ein Töpfchen selbstgeschleuderten Honig und ein Glas mit feinstem Müsli in einer Papp-Schatztruhe überreicht bekommt, geht ein überraschender, faszinierender Abend in der »GenussWerkstatt« mit dem Gefühl unendlicher Nachhaltigkeit zu Ende.

| Lou Kull

ESSEN9,5
TRINKEN10,0
SERVICE10,0
AMBIENTE9,5
PREIS/LEISTUNG9,0
GESAMT48,0 : 5 = 9,6 KAPPEN

FAZIT

Die »GenussWerkstatt« im Atrium Hotel in Finthen verfolgt ein Konzept, wie wir es so noch nicht erlebt haben. Beste regionale Zutaten werden auf höchstem kreativem Küchenniveau zelebriert. Das führt neben der exquisiten Qualität jedes einzelnen Gangs zu einem vergleichweise niedrigen Endpreis von 80 Euro. Aber auch zu einem kleinen Abzug bei unserer Preis-Leistungs-Note, da andere Spitzenköche halt mit einem sehr kostenintensiven Materialeinsatz arbeiten. Wer ein herausragendes gastronomisches Ereignis erleben möchte, kommt an der »GenussWerkstatt« nicht vorbei. Es schließt den außergewöhnlich freundlichen und höchst informativen Service ein. Die hiesige Weinkarte kann man mit ihrer umfangreichen Spitzenauswahl an deutschen und internationalen Kreszenzen nur als Weltklasse bezeichnen. Unser perfekter Begleiter über den gesamten Abend war der 2018er Weißburgunder »R« von Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen zu 40 Euro die Flasche.

»GenussWerkstatt«
im Atrium Hotel
Flugplatzstraße 44
55126 Mainz
Tel. 0 61 31 / 49 10
info@atrium-mainz.de
www.atrium-mainz.de
Öffnungszeiten:
Do bis Sa ab 18 Uhr

 

GenussWerkstatt im Atrium Hotel Mainz




Schadenfreude Fahrräder

Die Freude und der Schaden

Advent und Weihnachten: Selbst nüchternen Menschen stielt sich ab und an ein verklärtes Lächeln ins Gesicht. Es ist Freude!

Zwei Fahrräder, die um ein Verkehrsschild herum gewickelt scheinen – was hat dieses Foto mit Freude zu tun?

Beim Anblick der beiden derart platzierten Fahrräder schoss mir durch den Kopf: »Geschieht euch recht«. Euch bezieht sich auf die Besitzer/-innen der Räder. Ich hatte den Eindruck, Personen, denen die Räder im Weg standen, versuchten auf diese Weise sich mehr Platz zu verschaffen. Einfach dürfte es nicht gewesen sein, die Räder aus dieser Position zu befreien und vielleicht ging bei der Aktion auch etwas kaputt.

Hinter dem »Geschieht euch recht« steckt ein Gefühl, das als Schadenfreude bezeichnet wird. Freude und Schaden: Eigentlich passt das gar nicht zusammen, ein Widerspruch in sich. Denn Freude sollten wird doch als schön und angenehm empfinden. Der schadenfrohe Mensch ist dagegen froh über den Schaden, den andere haben.

Schadenfreude

Andererseits: Wer so wenig auf seine Umgebung achtet und an einer stark frequentierten Straßenecke im Bleichenviertel sein Fahrrad ausgerechnet am Verkehrsschild abschließt (das ist zwar verboten, nur wen interessiert das schon?) und keine Gedanken daran verschwendet, wie denn Zufußgehende mit und ohne Kinderwagen oder Rollator oder gar Rollifahrende um die Räder herum kommen sollen, dem und der gehört es doch nicht anders, oder? Diese Relativierung entspricht nicht so ganz dem, was unter christlicher Nächstenliebe verstanden wird, ich weiß. Der Zorn, der in mir brodelt, wenn ich Menschen erlebe, die sich keinen Deut darum scheren, ob ihre Verhaltensweisen andere in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken, auch nicht.

Es sind vielleicht zwanzig Meter bis zu den Fahrradständern, höchstens. Die der Mann hätte laufen müssen. Hin und zurück wären es dann 40 Meter. Nö, er stellt sein Fahrrad direkt in den Geschäftseingang. Erkennbar Mobilitätseingeschränkt ist er nicht. Ob er die Fahrradabstellanlange nicht gesehen habe, frage ich ihn. Kurz habe ich das Gefühl, er springt mir jetzt ins Gesicht. Dann hat er sich wieder im Griff und antwortet, er wolle ja nur schnell etwas einkaufen und sei dann schon wieder weg. Klar, auch die Frau, die ihr Auto mit laufendem Motor in der zweiten Reihe abstellt, ist ganz schnell wieder da…

In der Weihnachtszeit wird viel getan, um andere Menschen zu erfreuen – eine Freude, die weder Geld kostet noch Aufwand bedeutet, ist es, auf andere zu achten: ein Schulterblick zur rechten Zeit, auf die Bremse statt aufs Gas treten, wenn die Ampel auf Rot springt,…

DER MAINZER wünscht Ihnen allen eine schöne Zeit, erfreuen Sie sich am Advent, verbringen Sie angenehme Festtage, lassen Sie sich nicht die Vor- und die Freude verderben und kommen Sie gut ins Neue Jahr.

| SoS

 




Ebling mit Amtskette

Die Amtskette und des OB’s wichtigstes Thema

Das Ergebnis der Stichwahl war eindeutig: Michael Ebling erreichte 55,2%, Nino Haase kam auf 44,8 %. Der SPD-Politiker darf die Amtskette des Oberbürgermeisters nach dem 17. April 2020 weitere acht Jahre tragen und will sich vor allem um »Wohnen« kümmern.

»Amtskette sucht OB« titelte DER MAINZER in der Oktober-Ausgabe und präsentierte die Amtsinsigne in ihrer ganzen Pracht.

Kaum war die MAINZER-Oktober-Ausgabe unter die Leute gebracht, fingen die Fragen der Lesenden an. Warum sieht die Amtskette so aus? Wie sie aussieht und was symbolisieren die einzelnen Glieder? Wir begaben uns auf Spurensuche und fanden, Dank kompetenter Mithilfe, folgendes heraus. »Die Stadt Mainz besitzt die älteste Amtskette im Bereich des ehemaligen Großherzogtums Hessen«, heißt es im Mitteilungsblatt zur rheinhessischen Landeskunde vom April 1967. Die Quelle verdanken wir Dr. Wolfgang Dobras, Leiter des Mainzer Stadtarchivs. Leider seien im Zweiten Weltkrieg alle Unterlagen zur Mainzer Amtskette vernichtet worden, bedauert Rainer Knewitz, der in der sechsten Generation das Juweliergeschäft Knewitz am Höfchen führt. Gegründet 1834 von Jakob Knewitz wurde die Amtskette 1899 in diesem Hause gefertigt.

Mainzer Stadtwappen mit dem Doppelrad

Dem »Mitteilungsblatt« zufolge stammte der Entwurf von Prof. Kübel und gestiftet wurde die Kette von den beiden in Paris lebenden ehemaligen Mainzern Francis Kimbel und dessen Schwiegervater Kommerzienrat Adolf Michell. Die einzelnen Platten der Kette sind mit Ringen verbunden. Sie zeigen die Embleme für Handel und Weinbau, sowie das Mainzer Stadtwappen mit dem Doppelrad.

Rose Marie Reinhard hatte 2012 für ihren Text im Consens Seniorenmagazin überdies herausgefunden, »das großherzogliche hessische Wappen mit dem Löwen ist als Anhänger gearbeitet, der von einem Eichenkranz umgeben ist und von drei Ketten getragen wird. Als Material wurde Gold und Emaille verwendet.«

Zu diesem Anhänger wiederum wird folgende Geschichte erzählt. Jockel Fuchs hatte den Löwen-Anhänger von der Kette entfernen lassen – weil er entweder die Hessen nicht mochte (wegen der AKK-Vororte?) oder weil der Anhänger nicht mit der Körpergröße des ehemaligen Mainzer Oberbürgermeisters (von 1976 – 1987) harmonierte (ihm beim Sitzen im Schoß hing?). Sein Amtsnachfolger Hermann-Hartmut Weyel jedenfalls, der gefühlt mindestens zehn Zentimeter größer ist, als Fuchs war, trug die Amtskette wieder mit dem großherzoglich-hessischen Wappen.

Wohnen, das Schwerpunktthema in der zweiten Amtszeit

Im Wahlkampf war »bezahlbarer Wohnraum« ein wichtiges Thema. Auch in Verbindung mit den Diskussionen über einen neuen Stadtteil, Nachverdichtungen und Erhaltungssatzungen. Nach der Wahl nennt Michael Ebling gegenüber dem MAINZER »Wohnen« als wichtigstes Thema für seine zweite Amtszeit.

Tatsächlich zeigt der im November veröffentlichte Mainzer Mietspiegel 2019, dass Mainz zu den teuersten Mietstädten Deutschlands zählt. Gegenüber der letzten Erhebung von 2014 sind die Wohnungsmieten im Durchschnitt um 13,6 % gestiegen. Die durchschnittliche jährliche Steigerung von 3,4 Prozent liegt jeweils oberhalb der Inflationsrate. Das macht es zunehmend auch für Haushalte mit mittlerem Einkommen schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Auf 24 Flächen sollen in Mainz bis 2025 insgesamt 5.500 neue Wohnungen entstehen. Inwieweit sie für Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen erschwinglich sind, ist fraglich. Zwar wird in Mainz seit 2016 in allen städtebaulichen Verträgen für Wohngebiete 25 % geförderter Wohnungsbau festgeschrieben. Dennoch erwartet die Verwaltung in den nächsten Jahren nur ein Potential von 950 geförderten Wohnungen.

| SoS

 

OB-Wahl: Neues Stadtoberhaupt in Mainz gesucht

 




sorudoku bei Moritz

Moritz – Alles für Küche und Lebensart

Moritz: Das Traditionsgeschäft im Zentrum der Mainzer City wartet zu Zeit wieder mit Erzeugnisse führender Markenhersteller für Küche und Tafel auf.

Jeder, der Qualitätswerkzeug zum Kochen zu schätzen weiß oder sich an einer festlichen Tafel erfreuen kann, wird gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit fündig.

Sonderedition von Carl Mertens

Carl Mertens, die Traditionsmanufaktur aus der Klingenstadt Solingen, feiert ihr 100jähriges Bestehen. Grund genug für eine Sonderedition Messer mit limitierter Auflage. Insgesamt 200 Stück dieser ausgefallenen Messer werden weltweit ausgeliefert. Zu erkennen sind sie an dem Raben auf der Klinge. Doch nicht nur diese Edition ist eine Attraktion für sich; alle Messer von Mertens sind von hervorragender Qualität.

Die Franzosen sind wieder ganz vorne dabei

Die französische Spitzenmarke »Goyon-Chazeau« aus Thiers, der Stadt der Messerschmiedekunst und den allseits geschätzten Messern von »Laguiole en Aubrac«, wartet nicht nur mit Qualität sondern auch mit ausgefallenem Design auf. So kommen alle verarbeiteten Materiealien aus der Region. Sowohl der Stahl wie die Hölzer der Griffe – und die sind erstklassig verarbeitet. Das Auge isst bekanntlich mit.

Kochgeschirre aus Kupfer kommen bei Moritz natürlich nicht zu kurz. Sind sie doch 50 mal schneller heiß als Aluminium und 200 mal schneller als Edelstahltöpfe. Diese besondere Hitzeleitfähigkeit wird allerorten von Profiköchen geschätzt. Kann man doch mit diesem Geschirr auf den Punkt genau garen und warm halten. Kupfergeschirre sind jetzt auch induktionsfähig – einem Novum in der Küche. Und sie sparen Energie!

Ergänzt wird das reichhaltige Angebot noch durch Eisenpfannen, die ebenfalls eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen und nach längerem Gebrauch richtig gut laufen. Angebackene Spiegeleier gehören damit der Vergangenheit an.

Schönes für den Lebensraum

Die Bambusschalen von »Bibol« sollten Sie gesehen haben. Schüsseln und Schalen in wunderschönen Formen, Oberflächenfarben und Dessins. Exzellentes Handwerk aus Vietnam, keine chemischen Lacke oder Konservierer, alles aus natürlich vorkommenden Ausgangsmaterialien und lebensmittelecht. Eingeführt von einer französischen Vietnamesin, die auf diese Weise von den Erlösen ihr Herkunftsdorf unterstützt. Eine wahrhaft nachhaltige Art sein Heim zu verschönern.

Für warme, genussvolle Abende

Für die stilvoll dekorierte Tafel hält Moritz ein reichhaltiges Angebot aus Tischläufern, Platzdeckchen, Servietten u. ä. in vielfältigen Dekors aus Deutschland, der Schweiz und Irland vor. Doch Dekor alleine ist ja nicht das Ganze. Dies vervollständigt sich erst mit einem köstlichen Mahl. Wie wäre es mit einem Raclette, zubereitet auf einem Tischgrill von »Spring« oder »Stöckli«, zweier original schweizer Traditionsunternehmen.

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Wolfgang Moritz KG
Klarastraße 5
55116 Mainz
Telefon: 06131 231825
Telefax: 06131 231824
info@moritz-mainz.de
www.moritz-mainz.de

 

Moritz: Die Zipfelmützen wackeln schon…




Schué

Schué: Badplanung bis ins Detail

Theo Schué, Mainzer Original und erfolgreicher Geschäftsmann, zieht auch für das Foto den kuscheligen Bademantel an. Seine Badplanung hört halt nicht beim Waschbecken auf, sondern er bietet auch viele schöne Accessoires an.

Momentan sitzt er wegen der Reno­vierung seiner Geschäftsräume ein paar Meter weiter, im Kirschgarten 24. Am 03.12. findet man ihn und andere Altstadt-Geschäftsleute auf dem Weihnachtsmarkt im Pfarrgarten St. Ignaz, von 19.30 bis 22. Uhr.

SCHUÉ
Sanitär – Heizung – Elektrik
Theodor Schué
Kirschgarten 26-30
55116 Mainz
Telefon: 06131-223555
Telefax: 06131-221397
theodor@schue-mainz.de
www.schue-mainz.de

 

Schué: In Hülle und Fülle




Mi Vesto

Mi Vesto: Die richtige Auswahl an Modeher­stellern

Der Weihnachtmann hat seinen Geschenkesack vergessen. Kein Wunder bei der schönen und schicken Damenmode. Deshalb haben alle Käuferinnen in der Adventszeit die Möglichkeit, sich ein verpacktes Geschenk aus dem Sack zu nehmen. Und beeilen Sie sich bevor der Weihnachtsmann den Verlust bemerkt.

Farida Arena bietet den Mainzer Damen eine interessante Auswahl italienischer Mode, Spitzenqualität in Form und Material.

mi-vesto-logo

MI VESTO
Exklusive Damenmode
Leichhof 19
55116 Mainz
Tel. 0 6131/55 34400
Fax 0 6131/55 34401
info@mi-vesto.de
www.mi-vesto.de

 

Mi Vesto: Die richtige Auswahl an Modeher­stellern




Römerpassage

Römerpassage: Vorfreude ist die schönste Freude

Genießen Sie die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit beim Shoppen in der Passage – hier können Sie zum Beispiel bei Tchibo im Erdgeschoss wöchentliche Trends entdecken und werden nicht nur von köstlich duftendem Kaffee inspiriert.

Im 1.OG bei Fissler in der Römerpassage finden Sie von Backförmchen, über Töpfe, Bratenthermometer und Suppenkelle alles an Küchen- und Kochzubehör für ein leckeres Weihnachtsmahl. In der Destille gibt es die passenden Öle, Essige und Essigbalsamen dazu. Festlich und fröhlich geschmückt ist die Passage und bei unserer Weihnachtswunschbaum-Aktion können Sie einem bedürftigen Kind aus Mainz einen Weihnachtswunsch erfüllen.

Römerpassage
Adolf-Kolping-Str. 4
55116 Mainz
www.roemerpassage.com

 




Dschungelbuch – das Musical

Das Theater Liberi präsentiert den Kinderbuchklassiker in der HALLE 45,  Mainz, am Samstag, 28. Dezember 2019, um 11 Uhr und um 15 Uhr.

Im energiegeladenen Musical „Dschungelbuch“ erwacht der Urwald zum Leben. Mogli und seine tierischen Freunde nehmen Klein und Groß mit auf eine abenteuerliche Reise. Eigens komponierte Musicalhits, viel Spannung und Humor sorgen für ein unterhaltsames Live-Erlebnis für die ganze Familie!

DER MAINZER verlost zweimal zwei Eintrittskarten für die Aufführung des Musicals Dschungelbuch am Sa., 28.12.2019 in der Halle 45 Mainz, um 11 Uhr, unter denjenigen, die folgende Frage richtig beantworten:

Wie heißt das Oberhaupt des Wolfsrudels?

Senden Sie Ihre Antwort mit der Betreffzeile »Dschungelbuch« bis zum 15. Dezember 2019 an: gewinnspiele@dermainzer.net.

Die Gewinner/-innen werden per E-Mail verständigt, die Eintrittskarten sind an der Abendkasse hinterlegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Freundschaften überwinden Grenzen

Seit über hundert Jahren fasziniert die Geschichte vom Findelkind Mogli ganze Generationen. Das Theater Liberi lässt die Welt des Jungen, der von Wölfen im Dschungel aufgezogen wird, zu neuem Leben erwachen. In dem Wolfsrudel um Oberhaupt Akela, dem herzensguten Bären Balu und dem weisen Panther Baghira hat Mogli eine neue Familie gefunden, die ihm die Gesetze des Dschungels lehrt. Aufregende und große Abenteuer stehen bevor, denn Mogli trifft nicht nur auf eine wilde Affenbande, sondern auch auf ulkige Geier und die geheimnisvolle Schlange Kaa. Aber der Urwald birgt auch Gefahren: Der Tiger Shir Khan fürchtet seine Stellung als König des Dschungels und will das Menschenkind vertreiben. Mogli beginnt sich zu fragen, wo er eigentlich hingehört. Und als ihm dann noch das Mädchen mit der roten Blume begegnet, steht seine Welt endgültig auf dem Kopf…

Infos und Tickets: Das Musical dauert zwei Stunden inklusive 20 Minuten Pause und ist geeignet für Zuschauer ab vier Jahren.
Die Tickets kosten im Vorverkauf 31,- / 28,- / 24,- / 19,- Euro, Kinder bis 14 Jahre erhalten eine Ermäßigung in Höhe von 2,- Euro.
Der Preis an der Tageskasse beträgt zuzüglich 2,- Euro.
Erhältlich sind die Tickets online www.theater-liberi.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.



Mogunzius Krise Outdoor-Fitness

E-Scooter: Tierisch

»Unser Instinkt ist es, uns frei zu bewegen. Doch in unseren Städten sieht es oft ganz anders aus:

Täglich halten uns Autos und andere Fahrzeuge davon ab, uns frei zu bewegen. Wir glauben, dass es höchste Zeit ist, den tatsächlichen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt endlich wieder Platz zu machen, nämlich Euch!« Das ist die Vision der Firma TIER Mobility GmbH, Berlin. »TIER bringt Ideen, Vielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten in die Community.«Vor allem hat TIER die E-Scooter nach Mainz gebracht. Mit dem Slogan »Unlock Life« und »Das Leben in der Stadt steckt voller Schönheit« wirbt der zweite Mainzer Anbieter, die Firma Lime. Dahinter steckt Neutron Holdings, San Francisco – an an diesem Unternehmen hat sich Google mit rund 300 Millionen US-Dollar beteiligt. Eine Umfrage bei E-Scooter-Firmen zeigt: 69% der Benutzer sind männlich und 31% weiblich. Fast 70% geben an, sie leihen wegen des Spaßfaktors aus. Durchschnittlich wird von den Nutzer/-innen eine Fahrstrecke von 1,8-1,9 km zurückgelegt (Quelle Wikipedia). Interessant wäre es, eine Mainzer Statistik zu sehen. Ich vermute, die durchschnittlich gefahrene Strecke ist bei uns um einiges geringer.

Die Umweltaspekte sind auch nicht berauschend. Zu lesen war, dass der CO2-Ausstoß von E-Scootern bei 125 Gramm pro km liegt. Leih-E-Bikes kommen auf 118 Gramm, das ist halb so viel wie bei einem PKW im Stadtverkehr. Vergessen wird bei den Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten, dass Transporter ständig durch die Stadt fahren und die im Stadtgebiet verteilten Roller einsammeln. Für das Einsammeln und Aufladen sind keine tollen Arbeitsplätze entstanden, in der Regel werden 4 Euro pro Scooter an Freiberufler gezahlt, die sie dafür einsammeln und an die Steckdose hängen müssen. Innerstädtische PKW-Fahrten werden mit den Scootern wohl nur in sehr geringem Maße ersetzt, der Spaß bei der Nutzung steht im Vordergrund. Wer dann noch die geringe Lebensdauer der Dinger betrachtet (nach einer US-Studie ein Monat, nach Angaben von TIER sechs bis sieben Monate) kann Zweifel an der Nachhaltigkeit bekommen. Ich ärgere mich darüber, dass die überall im öffentlichen Raum herum stehen: Es ist auch mein Instinkt, mich frei zu bewegen.

 

Klimaschutz: Was wäre wenn?




Theodor Heuss-Brücke

Theodor Heuss-Brücke: Es grünt so grün…

…allerdings irgendwie künstlich grün. Vom Mainzer Rheinufer aus gesehen, links neben der Theodor Heuss-Brücke, den Landtagsumbau im Rücken, leuchtet es von der Kasteler Rheinseite herüber: grün, schillernd und großflächig.

Was ist das? Schnell mal über die Theodor Heuss-Brücke radeln und die Fläche in Augenschein nehmen. Eine Erklärung findet sich so aber nicht. Es sieht aus, als sei die Fläche mit grünen Plastikplanen festgetackert worden – standen hier nicht mal Bäume und Büsche?
Die Kasteler Ortsvorsteherin leitete die Frage, was es mit der grünen Plane auf sich hat weiter. Eine erste Antwort kommt von ESWE Verkehr – dem Wiesbadener Pendant zur Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG). Öffentlicher Nahverkehr und grüne Plane? Irgendwie hängt die grüne Fläche mit der Ertüchtigung des Kasteler Hochkreisels zusammen, so viel wird klar. Ein Thema, das auch die Mainzer/-innen bewegt. Sie stehen ja oft genug im Stau auf der Theodor-Heuss-Brücke.

Um Unklarheiten zu beseitigen, verweist David Bartelt, Referent des Wiesbadener Umwelt- und Verkehrsdezernenten, auf einen Beschluss der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung vom November 2018. Gebaut werden soll hier ein Personenaufzug und die Wegeverbindung zum Kransand-Gelände, bzw. zum Brückenkopf soll barrierefrei gestaltet werden. Gleichzeitig wird eine Stützwand als Voraussetzung für eine Straßenverbreiterung im Bereich Brückenkopf/ Rampenstraße errichtet. Die Verbreiterung wiederum käme auch der CityBahn zu Gute, so denn in Wiesbaden eine Entscheidung für die CityBahn fallen würde.

Die Büsche und Bäume, die vormals das Erdreich »festhielten« wurden vor Monaten gerodet. Damit bis zum Baubeginn nicht die gesamte Erde hinweggeweht oder hinabgespült wird, musste die Fläche mit der Folie abgedeckt werden. Denn: hier ist noch eine Altlastensanierung angesagt, das Gelände gehörte zum Betriebsgelände von Kies-Menz.

Zwischenzeitlich hat irgendjemand ein großes Loch in die grüne Plane gerissen. Hoffentlich wird es schnellst-möglich geschlossen, sonst fliegt der belastete Boden doch noch in der Gegend herum oder wird in den Rhein hinabgeschwemmt.

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Mainz liest

Mainz liest

Mainzer Buchmesse, Mainzer Literaturförderpreis, Mainz liest bunt: der November ist in Mainz ein Lese-Monat.

Die Buchmesse in Frankfurt ist vorbei, die Neuerscheinungen der Verlage liegen in den Buchhandlungen bereit. In Mainz wird der November zusätzlich zu einem Lese-Event: die Buchmesse in der Akademie der Wissenschaften (neuer Veranstaltungsort!), die Verleihung des Literaturförderpreises für junge Autoren/-innen (von Stadt Mainz und Literaturbüro), der bundesweite Vorlesetag, den Mainz zu einem Lese-Marathon ausbaut: Mainz liest bunt.

DER MAINZER hat einige Veranstaltungen für Sie ausgewählt.

Di, 5.11.19, 19 Uhr: Verleihung des Literaturförderpreises 2019 der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren, in den Mainzer Kammerspielen (Malakoff-Passage, Mainz). Die drei für das Finale nominierten Kandidaten stellen an diesem Abend ihre eingereichten Texte vor, danach wählt das Publikum seinen Favoriten. Neben dem Publikum entscheidet die vierköpfige Hauptjury (u.a. Stadtschreiberin Eva Menasse, Kulturdezernentin Marianne Grosse) über die Vergabe des Förderpreises, der mit insgesamt 2.500 Euro dotiert ist.

Lesung, Abenteuerreise

So, 10.11.19, 20 Uhr: Franz Dobler (Foto) »Ein Schuss ins Blaue«, im Hafeneck (Frauenlobstr. 93, Mainz). Fallner ist zurück! Der bärbeißige Ex-Polizist, (»Ein Bulle im Zug«, »Ein Schlag ins Gesicht«), bekommt es diesmal mit einem islamistischen Attentäter zu tun, auf den ein Kopfgeld von zwei Millionen Euro ausgesetzt ist. Angeblich hält sich der Gesuchte in München auf. Aber woher kommt der Hinweis eigentlich? Und wird die Sicherheitsfirma, für die Fallner arbeitet, vielleicht nur für ein schmutziges Spiel missbraucht? Zu allem Überfluss muss sich Fallner auch noch um ein vierzehnjähriges Mädchen kümmern, das bei ihm und seiner Frau Jaqueline untergeschlüpft ist…

Fr, 15.11.19, 15.30 bis 16.30 Uhr: Die Abenteuerreise der kleinen Hexe Rosalie – ein Figurenschattenspiel für Kinder ab vier Jahren in der Stadteilbücherei Gonsenheim/Maler-Becker-Schule (Maler-Becker-Straße 1, Mainz). Die kleine Hexe Rosalie möchte zaubern lernen, damit sie mit ihrem Hexenbesen zum großen Hexenfest auf den Blocksberg fliegen kann. Mit ihren ersten eigenen Versuchen beginnt für sie ein aufregendes Abenteuer. Ob Rosalie es noch rechtzeitig zum Hexenfest schafft? Max. 40 Plätze, Anmeldung erforderlich: Telefon 06131 41747

Sa 16.11.19, 11-18 Uhr und So, 17.11.19, 11-18 Uhr: 20. Mainzer Büchermesse in der Akademie d. Wissenschaften & d. Literatur (Geschwister-Scholl-Straße 2, Mainz); fast 40 Mainzer Verlage und Institutionen stellen sich, ihre
Tätigkeiten und Produkte vor; dazu gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm aus Lesungen, Vorträgen und Workshops.

So, 24.11.19, 20 Uhr: Rocko Schamoni »Große Freiheit« im KUZ (Dagobertstr. 20b, Mainz). Das Deutschland der Nachkriegsjahre ist eng und spießig. In St. Pauli versammeln sich dagegen diejenigen mit der Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben. Im Rotlicht treiben Künstler wie Hubert Fichte und die damals noch unbekannte Band The Beatles durch die Nacht und heruntergekommenen Straßen. 1962 verschlägt es Wolli Köhler nach St. Pauli. Der junge Mann aus dem Nirgendwo ist auf der Suche nach Abenteuer und Freiheit ….

Die Private Seite

Mi, 27. 11.19, 19 Uhr: Barbara Honigmann (Foto) »Georg« in der Neuen Synagoge Mainz (Synagogenplatz 1) »Mein Vater heiratete immer dreißigjährige Frauen. Er wurde älter, aber seine Frauen blieben immer um die dreißig … Sie hießen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte….« Das ist die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führt: Herkunft aus Wiesbaden, Odenwaldschule, Paris-London-Berlin, dazwischen Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR. Und bei alldem die wiederkehrende Erfahrung: »Zu Hause Mensch und auf der Straße Jude.« Moderation: Dr. Peter Waldmann, Jüdische Gemeinde Mainz.
| SoS

www.mainz.de/freizeit-und-sport/feste-und-veranstaltungen/vorlesetag-mainz.php#c4



Daniele Tortomasi,

Daniele Tortomasi: Zu 100 Prozent perfekt

Der Küchenchef im FAVORITE-Gourmetrestaurant, Daniele Tortomasi, ist einer der 100 besten Köchen Deutschlands.

Bei »100 Best Chefs Germany« wurden Ende September in Berlin die besten Köche Deutschlands ausgezeichnet. Unter ihnen ist der Mainzer Sternekoch Daniele Tortomasi des FAVORITE Park­hotel-Restaurants, der für eine große Überraschung sorgte.

Der gerade erst 25-jährige Daniele, wie ihn alle nennen, ist seit Anfang des Jahres Küchenchef im Gourmetrestaurant FAVORITE des FAVORITE Parkhotels.

Mit der überhaupt ersten Wertung für die Stadt Mainz hat er es direkt auf Platz 50 der insgesamt 100 nominierten besten Köche Deutschlands im Ranking geschafft! Diese hervorragende Wertung gehört für Daniele zu den bisherigen Höhepunkten seines Schaffens und bekräftigt seine Philosophie: Alles was den Küchenpass verlässt, muss zu 100 Prozent perfekt sein.

 

Favorite Parkhotel: Schwungvoller Start




Juwelier Willenberg

Juwelier Willenberg: Bauhausphilosophie & Uhrmachertraditionen

»Aus Überzeugung exzellent« – so lautet das Motto des Juweliers am Schillerplatz«, der sich durch ein exklusives Sortiment und einen erstklassigen Service auszeichnet.

Willenberg – das ist der »typische Mainzer Juwelier«, wie Jan Willenberg-Sebastian sein Familienunternehmen gerne selbst bezeichnet: Ein Haus, in dem die Mainzer, aber auch Kunden aus der ganzen Region, seit Generationen ihre Uhren und den »etwas besonderen« Schmuck kaufen, ein »Spezialist für Zeitmesser aus allen Jahrhunderten« mit einer eigenen Meistergoldschmiede und einer Meisteruhrmacherwerkstatt im Haus.

Die letzten Jahre waren nicht einfach für den »Juwelier am Schillerplatz«: ebenso notwendige wie langwierige Straßenbauarbeiten im Quartier brachten dem dortigen Einzelhandel starke Frequenzrückgänge. Gleichzeitig machte sich auch eine immer aggressivere Geschäftspolitik vieler Schweizer Uhrenmarken bemerkbar. Eine Entwicklung, die der Inhaber schon vor einigen Jahren erkannt hat. Da er seinen Kunden die Preisexplosionen nicht länger zumuten wollte, trennte er sich von vielen Unternehmen und setzte stattdessen verstärkt auf deutsche Marken und Manufakturen.

Das »Haus der Deutschen Urmacherkunst« war geboren – und wie in jedem Jahr finden im November die Deutschen Uhrenwochen im Hause Willenberg statt.

Deutsche Uhrmacherkunst

Damit wird auch einem Trend Rechnung getragen, der sich aktuell bei der Kundschaft bemerkbar gemacht hat: »Made in Germany« wird in diesem Segment immer beliebter: Die Nachfrage nach in Deutschland hergestellten Uhren hält unvermindert an. Neben den altvertrauten Namen wie Junghans (aus dem Schwarzwald) und Dugena (Darmstadt) sind es in erster Linie neue bzw. in den letzten zwanzig Jahren wieder erstarkte Firmen aus Glashütte in Sachsen: Nomos, Nautische Instrumente Mühle, Tutima, Bruno Söhnle oder B. Junge und Söhne. Abgerundet wird die Palette durch Wohnraumuhren des Schwarzwälder Unternehmens Kieninger und Erwin Sattler aus München.

100 Jahre Bauhaus

Echte »Eyecatcher« sind in diesem Jahr sicherlich die Bauhaus Zeitmesser von Sternglas und die von dem Designer Daniel Eltner entworfenen »Walter Gropius Uhren« – natürlich auch »Made in Germany«. Die von der Bauhaus-Philosophie inspirierten Kollektionen stehen für zeitloses Design, Minimalismus und das Experimentelle – aber auch für Qualität und einen bezahlbaren Preis. Hierbei orientiert man sich wieder an einem Grundgedanken des Bauhauses: Gutes Design für jeden zugänglich zu machen.

Mainzer Kollektionen

Die »gelebte Historie der Familie« spiegelt sich auch in den vielen »Mainzer« Kreationen wider: Schmuckstücke in denen Domsandstein, Weinstein oder römische Münzen verarbeitet werden.
Und das können Sie live miterleben. Bis zum 09. November arbeiten die Goldschmiede der Meisterwerkstatt zum Zuschauen im Schaufenster von Juwelier Willenberg.

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Juwelier Willenberg e.K.
Inh.: Jan Willenberg-Sebastian
Schillerstraße 24a
55116 Mainz
Tel. 06131 – 23 40 75
Fax 06131 – 23 77 68
juwelier@willenberg.info
www.juwelier-willenberg.de
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 09:00 bis 18:30 Uhr
Samstag: 09:00 bis 16:00 Uhr

 

Juwelier Willenberg: 100 Jahre Bauhaus




Fisch Jackob

Fisch Jackob: An die Festtags-Essen denken!

Haben Sie schon einmal einen dicken Fischer gesehen? Genau, gibt es nicht. Weil Fisch leicht verdaulich ist, nicht belastet und nicht nur gesund ist, sondern fördert bei jungen Menschen mit den Omega-3-Fettsäuren auch eine gesunde Entwicklung des Gehirns. Und da Sie früher viel Fisch gegessen haben, fällt Ihnen auf, dass in sieben Wochen schon Weihnachten ist. Wer seine Familie und sich gesund ernähren will, denkt daran, besonders bei großen Fischen und Krustentieren schon jetzt seine Bestellung aufzugeben, damit Sie entspannt die Weihnachtsfeiertage genießen.

Das Team von Fisch Jackob freut sich auf Ihre Beststellung.

Fisch Jackob
Fischtorstraße 7
55116 Mainz
Tel. 06131 23 17 16
www.fischjackob.de



Oberbürgermeisterwahl:

Oberbürgermeisterwahl: Sicher ist, es wird ein Mann

Auf ein Neues! Die Mainzer/-innen dürfen noch einmal wählen: Michael Ebling oder Nino Haase. Am 10. November 2019 fällt die Entscheidung der, wer ab April 2020 die Amtskette des Oberbürgermeisters trägt.

Der zurückliegende OB-Wahlkampf war engagiert und inhaltlich attraktiv, moderat in der verbalen und zwischenmenschlichen Auseinandersetzung. Das ist in deutschen Landen nicht mehr selbstverständlich. Ob eine pointiertere Zuspitzung von Inhalten mehr Wähler an die Urnen gelockt hätte? Die Wahlbeteiligung – ich bin enttäuscht! Ich hätte gewettet, sie werde wesentlich höher ausfallen als die 45,8%, die im ersten Wahlgang erreicht wurden. Das sind nur drei Prozent mehr als 2012. Damals war keine Frau am Start, kein Parteiloser und kein Linker. Allein dieses Kandidaten/-innen-Tableau hätte doch mehr Menschen verleiten können, zu wählen.

Tabea Rößner versuchte am Wahlabend ihre Parteifreunde/-innen aufzumuntern. Sie habe einiges erreicht und bleibe den Mainzer Grünen erhalten. 22,5% der Wahlberechtigten hatten am Wahlsonntag für die Grüne gestimmt. Zu wenige, um Rößner in die Stichwahl zu bringen. Selbst in der Mainzer Neustadt, eine Grünen-Hochburg, kam Rößner nur auf 32,4% und erreichte damit 5,2 % weniger, als Amtsinhaber Michael Ebling. Der SPD-Mann geht als klarer Sieger des ersten Wahlgangs mit 41% am 10. November in die Stichwahl. Sein Konkurrent ist der parteilose Nino Haase, der am 27.10.19 32,4% erreichte – fast zehn Prozent mehr als Tabea Rößner.

Oberbürgermeisterwahl in den Stadtteilen

In Drais lag Haase mit 45,2 % weit vor Amtsinhaber Ebling mit 36,1%. Drais gilt als Hochburg der CDU, die Haase ursprünglich als »ihren Kandidaten« präsentierten; ähnlich in Hechtsheim, hier stimmten 41,4 % für Haase, 38,8% für Ebling.

Auch in Marienborn lag Haase gegenüber Ebling vorne: mit 41,6% gegenüber 39,5%. Hier ist Claudius Moseler Ortsvorsteher. Seine Partei, die ÖDP, unterstützt Haase ebenso, wie die FWG. Haase muss im zweiten Wahlgang alle potenziellen CDU-, ÖDP- und FWG-Wähler/-innen mobilisieren und dazu noch möglichst viele aus dem Lager der Grünen. Die könnten das Zünglein an der Waage spielen. Sprechen Sie eine Wahlempfehlung aus? Für welchen der beiden Männer? Mit Amtsinhaber Ebling haben sie gelernt umzugehen. Mit seiner Partei, der SPD, wollen sie nach der Stichwahl Koalitionsverhandlungen aufnehmen.

Ebling ist genauso wie Haase auf die Stimmen der grünen Klientel angewiesen, beide müssen etwas »anbieten«: Eine andere Verkehrspolitik z.B., Radverkehr und ÖPNV fördern, den motorisierten Individualverkehr in der Innenstadt zurückdrängen. Die CDU-Wähler/-innen finden das bestimmt toll und die SPD bricht in lautes Hurra-Schreien aus – oder auch nicht. 2012 lag die Wahlbeteiligung in der Stichwahl bei nur 34,3 %. Ich wette nicht darauf, dass sie 2019 höher ausfällt.

| SoS

Die o.g. Zahlen stammen aus dem »vorläufigen Ergebnis« vom 27.10.19

 

 

OB-Wahl: Neues Stadtoberhaupt in Mainz gesucht

 




Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung LU: Es geht weiter

Es gab so manche Verwirrung um diese »Bürgerbeteiligungen Ludwigsstraße«. Stetig wiederholten die Vertreter/-innen von Politik und Verwaltung, die Beteiligung werde weitergehen, sei mit dem Ende der zweiten Veranstaltung, die am 28. August 2019 als »Bürgerbeteiligung« stattfand, längst nicht abgeschlossen. Was bedeutet das?

DER MAINZER sprach mit Axel Strobach, dem Leiter des Stadtplanungsamtes über die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen von Bauleitverfahren, die zur Aufstellung des jeweiligen Bebauungsplans führen.

Die beiden Veranstaltungen, die als »Bürgerbeteiligung Ludwigsstraße« im Juni und im August 2019 stattfanden, entsprechen der Öffentlichkeitsbeteiligung, die in Mainz bei größeren formellen Planungsverfahren seit einigen Jahren angewendet wird, erklärt Strobach. Auch in diesem Planungsverfahren wurde zur Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens ein »Rahmenplan« erstellt, in dem nur Grundlegendes enthalten ist, an dessen Erarbeitung aber bereits alle Fachämter (Denkmalschutz, Umwelt- und Verkehr, Wirtschaft, etc.) beteiligt waren. Nachdem der Bauausschuss als zuständiges Gremium den Entwurf dieses »Rahmenplans« befürwortete hatte, wurde er im Anschluss der Öffentlichkeit vorgestellt. »Wir können so im Vorfeld des formellen Verfahrens einerseits durch die Abstimmung unter den Fachämtern erkennen, ob z.B. Altlasten entsorgt werden müssen oder ob mit archäologischen Grabungen zu rechnen ist«, erklärt Strobach. »Gleichzeitig erfahren wir von den Bürger/-innen oft wichtige Details, die wir für die weitere Planung nutzen können.«

Diese Beteiligung der Öffentlichkeit (in der Baugesetzgebung ist der Begriff »Bürgerbeteiligung« durch »Öffentlichkeitsbeteiligung« ersetzt worden) ist dem Bauleitverfahren, das gemäß den Vorgaben im Baugesetzbuch zu handhaben ist, vorgeschaltet.

Kolloquium: 15. November 2019

Im Falle des Projekts Ludwigsstraße wird die nächste Einbindung der Öffentlichkeit Strobach zufolge beim Kolloquium stattfinden: Das Gespräch der Wettbewerbsteilnehmer/-innen mit dem Bauherren und den Fachleuten der Verwaltung, in dem Detailfragen der Wettbewerbe besprochen werden. Die Bürger/-innen können dabei zuhören – nicht mitreden! (Geplant ist das Kolloquium am 15. November 2019.)

Voraussichtlich Anfang April 2020 wird die Fachjury die Sieger des zurzeit laufenden Architektenwettbewerbs bestimmt haben, die öffentliche Präsentation der Wettbewerbsergebnisse findet direkt im Anschluss statt. Nach der Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse beginnt das eigentliche Bauleitverfahren, zu dem der Stadtrat bereits am 4. Dezember 2013 den Aufstellungsbeschluss gefasst hat. In allen nachfolgenden Planungsschritten sind Beteiligungsmöglichkeiten der Öffentlichkeit, entsprechend der Vorgaben des Baugesetzbuches, enthalten.

Anregungen und Einwände

Der erste Planungsentwurf, der im Nachgang zum Wettbewerb zumeist überarbeitet werden muss, ist die Grundlage für einen ersten Bebauungsplanentwurf. Dieser Entwurf wird in einer öffentlichen Abendveranstaltung vorgestellt: hier können Anregungen und Einwände formuliert werden, die laut Strobach auf jeden Fall alle geprüft werden müssen. Der dann angepasste Plan wird im Bauausschuss beraten und entschieden, dann folgt die Offenlage: die Detailpläne werden im Stadtplanungsamt ausgehängt, zudem im Rathaus und in den Ortsverwaltungen der Stadtteile, in denen die Bebauung stattfindet. Außerdem stehen die Pläne auf der Webseite des Stadtplanungsamtes. Schriftliche Anregungen und Einwände der Bürger/-innen sind von da an 30 Tage lang möglich, die alle, so Strobach, dokumentiert und seitens der Verwaltung beantwortet werden. Die Information über die Offenlage erfolgt über das Amtsblatt der Stadt Mainz und über Pressemitteilungen, die wiederum die Medien aufgreifen und verbreiten können.

Im Unterschied zu der Vorstellung des ersten Entwurfs in einer öffentlichen Abendveranstaltung, beinhaltet die Offenlage keine gemeinsame Veranstaltung: hier kann sich jede/r individuell informieren. Laut Strobach beantworten die Mitarbeitenden des Stadtplanungsamtes Verständnisfragen telefonisch oder per E-Mail und helfen auch z.B. beim Navigieren auf den Internet-Karten. Gemäß den Vorgaben des Baugesetzbuches erhalten die Bürger/-innen auf ihre Anregungen jedoch erst eine inhaltliche Antwort, wenn zuvor die Gremien über den Umgang damit entschieden haben.

»Aus jedem Beteiligungs-Prozess der Öffentlichkeit greift die Verwaltung entweder Anregungen auf und berücksichtigt diese im weiteren Planungsprozess, oder weist diese fundiert begründet zurück«, fasst der Leiter des Stadtplanungsamtes zusammen. Aufgabe der Verwaltung sei es, eine Bauleitplanung so auszuarbeiten, dass die Politik eine rechtssichere Entscheidungsgrundlage vorgelegt bekomme.

| SoS




Lu erleben

Lu erleben: Beteiligen ja bitte, Entscheiden nein danke

Das Projekt »Lu erleben« ist einen Schritt weiter. Gleichzeitig sind die »Bürger/-innen«, die sich jahrelang damit befassten, unzufrieden – mit dem, was nun verwirklicht wird, aber auch mit dem, was ihnen als »Bürgerbeteiligung« geboten wurde.

»Die Stadt beabsichtigt im Rahmen des Tripolkonzepts für die Mainzer Innenstadt den Einkaufsstandort Ludwigsstraße städtebaulich zu stärken und funktional weiterzuentwickeln.« So wird der »Gegenstand« der »Absichtserklärung« umrissen, die von der Stadt Mainz, vertreten durch den amtierenden Oberbürgermeister Michael Ebling, und den Geschäftsführern der drei Gesellschaften, die für die Bebauung des Areals zuständig sind, am 22. Oktober 2019 unterschrieben wurde.

Es ist ein weiterer Schritt hin zu einer kompletten Neu- und Umgestaltung des Areals zwischen Fuststraße und Weißliliengasse, Ludwigsstraße und Eppichmaurergasse. Seit neun Jahren sei ihr Dezernat bereits mit den Planungen für dieses Areal befasst, sagte Marianne Grosse anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung. Allerdings fand der erste städtebauliche Wettbewerb schon 1992 statt.

Im Umfeld des Lu-Projektes haben sich einige Bürger/-innen intensiv mit allem auseinandergesetzt, was dieses Areal betrifft – auch mit allen Plänen. Einige dieser Bürger/-innen arbeiten noch heute in der BI Lu zusammen. Ebenfalls in die Diskussion eingeklingt hat sich der Rheinische Verein Denkmalpflege und Landschaftsschutz, dazu in jüngerer Zeit die »Betonisten« und der Runde Tisch Stadtbaukultur. Eine jede dieser Gruppierungen verfolgt ihre Ziele, geht von eigenen Vorstellungen aus: die sind hier nicht von Interesse.

Hier geht es um die beiden Veranstaltungen, die als »Bürgerbeteiligung Ludwigsstraße« angekündigt worden waren. DER MAINZER wollte von den genannten Gruppierungen wissen, wie sie diese Veranstaltungen beurteilen, nicht ob ihnen das Ergebnis der »Bürgerbeteiligung« passt.

 

Knut Jöckel

Vlnr: Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz, Oberbürgermeister Michael Ebling, Volkmar Hommel (Geschäftsführer FEG), F. Albrecht Graf von Pfeil (Geschäftsführer Boulevard Lu GmbH & Co. KG und Geschäftsführer J. Molitor Immobilien GmbH), Baudezernentin Marianne Grosse, Volker Schick (Geschäfts­führer Boulevard Lu GmbH & Co. KG und Leiter Immobilienprojekte der Sparkasse Rhein-Nahe).

Als Bürger/-in nicht gefragt?

Dieses Ansinnen stieß nur bedingt auf Gegenliebe. Der Verein Rheinische Denkmalpflege und Landschaftsschutz antwortete mit seiner bekannten Forderungen an die Gestaltung: »Zwecks Stärkung der geschichtsbasierten Stadtidentität die napoleonische Ur­sprungs­­planung des Gutenbergplatzes als Orientierungshilfe für die Neugestaltung seiner Westseite heranzuziehen« und kritisierte, dass keiner der anderen Teilnehmenden an dieser Sichtweise Interesse gezeigt habe. Der Verein hält es für nicht angemessen, die Veranstaltungen ohne ein Eingehen auf Sachinhalte zu bewerten.

Die Sprecher des Kokreises der BI-Ludwigsstraße, Vera Mohr, Hartwig Daniels und Barbara Johann ließen sich auf die Anfrage ein und schreiben: »Die Baudezernentin hat Anfang Juni mitgeteilt, dass eine Beteiligung an den Planungen der Fa. Gemünden nicht möglich sei, da deren Pläne ›bereits fertig‹ seien und ›vor der Umsetzung‹ stünden. Auf der Veranstaltung selbst wurde sie gefragt, warum die Bürgerbeteiligung nicht frühzeitig begonnen wurde, wie es die Fachwelt empfiehlt. Nein, das sei nicht möglich gewesen, der Investor habe seine Pläne noch nicht fertig gehabt. Die Bürger waren Statisten in einer sinnfreien PR-Veranstaltung mit OB-Wahlkampfhintergrund, sie hatten keinerlei tatsächliche Einflussmöglichkeit auf die Pläne der Fa. Gemünden, die als ‚alternativloses‘ Bauvorhaben vorgestellt wurden. Gemünden hatte bereits vorher im Interview klargestellt, dass er keine Beteiligung an seinem Nutzungskonzept duldet. Immerhin konnten die Anwesenden in einem Fragebogen mitteilen ›welche Läden Sie besonders viel nutzen‹. Als Konsument ist man gefragt – als Bürger nicht. Allen Ernstes wurde es als ›Bürgerbeteiligung‹ verkauft, sich zu äußern, ob man Teile der – feststehenden – Planungen des Investors als »wichtig« oder »weniger wichtig« erachtet. Etwa einen ›City-Hub‹«.

Es gab keine Beteiligung

»Bürgerbeteiligung? Es gab keine ›Beteiligung‹, die diesen Namen verdient hätte. Es gab nur eine feste Vorplanung und viele Rechtfertigungen«, schreiben die Stadtplaner, Architekten, Denkmalpfleger und Stadtforscher des »Runden Tisch Stadtbaukultur-Mainz« (Günter Franz, Dr. Joachim Glatz, Prof. Jobst Kowalewsky, Dr. Rainer Metzendorf, D. Hand Jürgen Schlamp, Dr. Manfred Stollenwerk). Und weiter: »Zwischen den Investoren und Karstadt ist eine Allianz geschlossen: Die Investoren besitzen große Teile der südlichen Ludwigsstraße und lauern darauf, auch noch ein Stück vom Gutenbergplatz zu besetzen. Dafür wurde Karstadt mit der Zusage geködert, sich expansiv auf den Verkaufs- und öffentlichen Freiflächen ausbreiten zu dürfen – freilich mit der ultimativen Warnung, das Projekt würde andernfalls scheitern. Zwangsläufig gerät unter diesen Bedingungen die Kommunalpolitik in den Strudel der Bedrängnis. Sie steht – nach dem Fiasko mit dem ›Bibelturm‹ angeschlagen – unter so hohem Erfolgsdruck, dass sie alle anderen sach- oder fachlichen Argumente und Bedenken zur Güte rigoros beiseiteschieben muss. Vor diesem Hintergrund ist eine sogenannte ›Bürgerbeteiligung‹ eine inhaltslose Formalität ohne Wert. Wie auch die angekündigten ›Wettbewerbe‹ nur als Staffage zur Beschwichtigung dienen. Es ist ein Unding: Die privaten Investoren loben einen Wettbewerb aus, der zum Teil öffentlichen Städtebau einbezieht – und sie bestimmen auch die Planungsbüros, die zuerst ihren Interessen dienen.«

 

Objektives Meinungsbild?

Die Betonisten meinen: »… Eine ernst gemeinte Beteiligung würde jedoch echte Partizipationsspielräume innerhalb des Planungs- und Gestaltungsprozesses gewähren. Dies bedeutet Ideen, Sorgen und Bedürfnisse des interessierten Bürgers nicht nur hinsichtlich ihres kommerziellen Nutzens abzufragen. Es bedeutet Gemeinsamkeiten heraus-, statt zugunsten des Vorhabens der Projektpartner ›kalt‹ zu stellen. Denn bei aller Unterschiedlichkeit gab es einen großen Konsens in den Vorschlägen der Mainzer*innen: Kein Verlust öffentlicher Flächen sowie eine wirtschaftliche und dennoch qualitativ hochwertige Lösung für das Mainzer Herz. Die aktuelle Pavillonstruktur der Nachkriegsmoderne erfüllt all diese Wünsche nach Rentabilität, Offenheit, Flanier- und Bespielungsmöglichkeiten der Plätze, Einzel- wie Großhandel sowie räumlicher Kleinteiligkeit. Einzig der berechtigte Wunsch nach Ansehnlichkeit ist bislang nicht gegeben. Doch dieses Dilemma des Sanierungsstaus wäre nun wirklich leicht zu bewältigen: Durch eine effiziente, klima- und bestandssensible Sanierung.«

Eine komplett andere Bewertung vermittelt dagegen die im Auftrag der Stadt erstellte »Dokumentation« dieser Bürgerbeteiligung. »Durch dieses Format konnte sichergestellt werden, dass auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen konnten, die sich im Plenum nicht geäußert hatten.«… »All diese Angebote trugen dazu bei, ein objektives Meinungsbild abzuleiten. So wurde die gesamte Diskussion in der Bürgerbeteiligung nicht von nur wenigen Wortführern bestimmt.« … »Herausgefiltert wurden diejenigen Beiträge der Bürgerinnen und Bürger, die in die Auslobungsunterlagen zum Wettbewerb einfließen werden.«…

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www.mainz.de/microsite/lu/rubrik2/buergerbeteiligungen.php

Kommentar

Einmal mehr treffen zwei Welten aufeinander. Die politischen Vertreter/-innen im Stadtrat entscheiden, ein Teil der Bürger/-innen ist damit nicht einverstanden. Der Stadtrat hatte im April 2019 in seiner letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen das Projekt »Entwicklung des Einkaufsstandorts Ludwigsstraße« auf der Basis vorangegangener Entscheidungen beschlossen. Dieser Entscheidung war die Grundlage für die »Bürgerbeteiligungen« – in denen es nichts zu »entscheiden« gab und keine Grundsatzdiskussionen mehr geführt werden konnten– denn die politische Mehrheit, gewählt von den Mainzer/-innen, befürwortet das Projekt. Punkt. Das zu bedauern gibt es gute Gründe und es zu befürworten ebenfalls. Warum aber entstehen dann solche »Missverständnisse«? Weil »Bürger­beteiligung« seitens der Politik immer wieder benutzt wird, um die Bürgerschaft zu »befrieden«. Dabei werden Erwartungen geweckt, die ein solcher »Beteiligungsprozess« nicht erfüllen kann – weil es dabei nichts zu entscheiden gibt. Auf der Seite der engagierten Bürger/-innen mangelt es oft an Anerkennung dieser Tatsachen. Es ist überfällig, dass auch in Mainz ein verbindliches Regelwerk vereinbart wird, in dem die Rechte aller Beteiligten transparent definiert sind. Vielleicht klappt es 2020. Im Januar soll die Öffentlichkeit wieder einmal über den Fortgang der Erarbeitung dieser »Leitlinien für Bürgerbeteiligung« informiert werden. Diejenigen, die sich weiterhin an dem Projekt Ludwigsstraße beteiligen wollen, haben dazu mehrere Möglichkeiten im Rahmen des Bauleitverfahrens, siehe: www.dermainzer.net unter der Rubrik Politik).

 

Im Zentrum: Die Zukunftsfähigkeit des Handels




SchUM - Synagoge Mainz

SchUM lebt: Jüdischen Kulturtage 2019

Als »SchUM« werden die drei Rheinstädte Speyer, Worms und Mainz bezeichnet. Und im Mittelalter bedeutende jüdische Gemeinden, deren Gelehrte in Aschkenas eine zentrale Rolle in religiösen und rechtlichen Fragen spielten.

Die Riten und Regeln aus SchUM sind bis heute in der jüdischen Welt bekannt und anerkannt. Das jüdische Leben und die Kultur sind lebendig und haben vielfältige Facetten. Einen Eindruck von dieser Vielfalt gewinnen lässt sich bei den Veranstaltungen im Rahmen der »Jüdischen Kulturtage 2019«.

Vorträge, Musik, Feste sowie Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Pogromnacht am 9. November stehen auf dem Programm in den drei SchUM-Städten. In Mainz z.B. ein Kammerkonzert am 17.11.19 um 17 Uhr in der Neuen Synagoge. Die Cellistin Lia Chen Perlov und der Pianist Yoko Kuwahara spielen Werke von Mendelssohn Bartholdy, Paul Ben-Haim, Wiesenberg, Kreisler und Bloch. (Einlass ab 16.15 Uhr, Eintritt frei, Spenden erbeten.)

Am 24.11.19 um 17 Uhr spielt Guy Eshed, Soloflötist von Daniel Barenboim, mit jungen Musikern aus Israel ein Programm für Flöte, Streicher und Harfe, zwischen Beethoven, Debussy und jüdischen Komponisten, ebenfalls in der Neuen Synagoge (Veranstalter: Villa Musica, Tickets: 25€/ Ermäßigt: Schüler, Studenten 12,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 6 €).

| SoS

www.mainz.de
Suchbegrif: Jüdische Kulturtage 2019

 

Frankfurter Hof: Ausflug in die Synagoge

 




HOLZ Möbel

HOLZ: Aufwerung für die City

Seit 55 Jahren an derselben Adresse, ist das Einrichtungshaus HOLZ nach wie vor eine Attraktivität für die Mainzer City. Zum Schauen und Anfassen, ganz analog und sinnlich. Auf der weitläufigen 1.500 qm großen Ausstellungsfläche, zu der auch die Übernahme der Flächen der Landesbank und eines großen Frisörs beitrugen, lässt man Sie gerne in beispielhaften Arrangements zwanglos und frei flanieren und für jedes Budget stöbern und entdecken. HOLZ ist eben schöner als Internet, denn HOLZ ist lebensnah.

 

Einrichtungshaus HOLZ GmbH & Co. KG
Holz LogoFlachsmarktstrasse 13-17
55116 MainzTelefon 06131 28855-0
info@einrichtungshaus-holz.de
www.einrichtungshaus-holz.de

 

 

 

HOLZ: Möbel bei HOLZ

 

 




Zanaida

Staatstheater: Zanaida

Max Hopp inszeniert Johann Christian Bach

Die Tochter des Sultans, Zanaida, soll König Tamasse heiraten. Mit Liebe hat die­ser Bund allerdings nicht viel zu tun. Die Ehe soll als politischer Winkelzug die verfeindeten Reiche auf friedliche Weise miteinander verbinden. Dieses probate Mittel zur Aufrechterhaltung von Machtstrukturen kollidiert allerdings mit den Plänen Tamasses. Er liebt eine andere Frau und lässt nichts unversucht, um die sanftmütige Zanaida von der Heirat mit ihm abzubringen und sich ihrer zu entledigen. So gipfelt seine Intrige gegen Zanaida im Äußersten: Sie wird verdächtigt, einen Mord an ihrem zukünftigen Ehemann zu planen und zum Tode verurteilt.

Fast 250 Jahre verschwand die Oper des jüngsten Sohnes Johann Sebastian Bachs von den Bühnen und galt lange als verschollen. Max Hopp bringt am Staatstheater Mainz die dritte szenische Erarbeitung dieses Werks überhaupt auf die Bühne.

Premiere ist am 7. November 2019.

www.staatstheater-mainz.com



Mantelsonntag

Mainz trifft sich – zum Mantelsonntag

Der letzte Verkaufsoffene Sonntag im Jahr, der Mantelsonntag am 27. Oktober 2019, ist gleichzeitig das Fest für Federweißer und Zwiebelkuchen.

In den Einzelhandelsquartieren quer durch die Mainzer Innenstadt öffnen am Mantelsonntag große und kleine Geschäfte von 13-18 Uhr. Zu kaufen gibt es aber nicht nur Mäntel. Das gesamte Herbst-/Winter Sortiment der Mainzer Fachgeschäfte und Kaufhäuser lässt sich am 27. Oktober ganz entspannt erkunden.
Wetten, Sie werden Neues entdecken? Damit ist nicht nur die neue Kollektion an Herbst und Winterwaren gemeint. Vielleicht wollen Sie bereits Weihnachtsgeschenke in Augenschein nehmen? Warum auch nicht? Das Angebot ist so vielseitig und verführerisch. Insbesondere in den kleineren und den inhabergeführten Geschäften.

Tradition

Mäntel – die spielen natürlich eine Rolle. Sie dürfen übrigens in dieser Saison Maxi-Lang sein, kommen in Cape-Form und in Juwelenfarben daher und wer meint, der Winter werde richtig kalt, hülle sich in einen wadenlangen Daunenmantel. Wohlbekannt, als lieb gewordene Tradition, die zum Mantelsonntag dazu gehört, ist der Burgundermarkt auf dem Gutenbergplatz – der allerdings nicht nur am Verkaufsoffenen Mantelsonntag von 11 bis 18 Uhr Spezialitäten aus der rheinland-pfälzischen Partnerregion feilbietet. Die Stände sind bereits am Samstag von 9-18 Uhr geöffnet und bieten Spezialitäten aus handwerklicher Herstellung darunter auch frische Schnecken, die – gerne auch mit einem Glas Wein – vor Ort verzehrt werden können, ebenso, als süße Verführung, Crêpes mit Konfitüre.

Bequeme An- und Abreise

Wohlbekannt sind auch die Angebote der Mainzer Verkehrsgesellschaft. Mit dem »Mainztrifft-sich-Ticket« fahren bis zu fünf Personen für 5 Euro am Verkaufsoffenen Sonntag im Tarifgebiet der MVG Bus und Bahn. Im MVG-Gepäckbus am Gutenbergplatz können die Einkaufstaschen zwischengelagert werden. Entspannt bummeln und genießen – zum Beispiel auch Federweißer und Zwiebelkuchen, die an vielen Ständen angeboten werden.

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»Heimat shoppen«




Krabat

Krabat: Die Macht der Freundschaft

Krabat feiert Premiere im Staatstheater Mainz.

Träume locken Krabat, einen vierzehnjährigen Waisenjungen, in die Mühle des Meisters am Koselbruch. Dort wird Krabat per Handschlag mit der Linken sein Lehrjunge. Dass in dieser Mühle nicht nur Getreide gemahlen wird, sondern auch schwarze Magie im Spiel ist, soll Krabat erst später erfahren. Erst einmal muss er seinen Platz im Gefüge der anderen Müllersburschen finden. Tonda, der schweigsame Altgesell, wird schließlich Krabats bester Freund. Auf des Meisters Geheiß verbringen die beiden die Osternacht am Lagerfeuer zusammen und Krabat hört zum ersten Mal die Stimme der Kantorka. Als Tonda nach dem ersten Lehrjahr stirbt, ist Krabat auf sich allein gestellt. Und er muss sich entscheiden: Soll er den Verlockungen der schwarzen Magie und dem Weg, den der Meister für ihn vorsieht, folgen? Oder ist die Stimme fern von der Mühle, die ihn in die helle Welt der Kantorka ruft, lauter?

Markolf Naujoks inszeniert Krabat nach Otfried Preußler für Jugendliche ab 10 Jahren und Erwachsene. Premiere ist am 6. Oktober im Kleinen Haus.

www.staatstheater-mainz.com

Staatstheater Mainz: Der größte Flop aller Zeiten




30 Jahre DER MAINZER

Jubiläum: 30 Jahre DER MAINZER

Im Oktober 1989 fing alles an. Hier erschien DER MAINZER das erste Mal. Seit 30 Jahren produzieren wir jeden Monat ein Magazin, das die Lesenden keinen Cent kostet. Wir sind stolz darauf!

Seit Oktober 1989 produziert der Verlag Typo Druck jeden Monat den MAINZER, in dem alles thematisiert wird, was das Mainzer Leben ausmacht: Politik und Wirtschaft, Essen und Trinken, Kunst und Kultur. Es ist außergewöhnlich, dass ein Stadtmagazin über 30 Jahre hinweg Journalisten/-innen dafür bezahlt, dass sie Themen recherchieren, aufschreiben und mit eigenen Fotos bebildern. DER MAINZER leistet sich das nach wie vor. Das funktioniert auch deshalb, weil DER MAINZER weiterhin selbstständig ist und sich über Anzeigenerlöse finanziert. Genau: ein selbstständiges Unternehmen. In einer Zeit, in der (auch) die Konzentration im Verlagswesen zunimmt, fast ein Wunder. Das Verlag, Redaktion, Kunden/-innen und Lesende jeden Monat gemeinsam vollbringen.

Seit der ersten Ausgabe zeigt DER MAINZER was er will: Das Image der Stadt Mainz fördern. Das bedeutete und bedeutet, zu loben und zu kritisieren, Ideen zu entwickeln und Möglichkeiten aufzeigen, wie Gutes noch besser und Schlechtes gut werden kann.

Geschmackssache: Eine Passion

Ein Thema, von Anfang an im MAINZER fest etabliert, war der Restauranttest. Das Image von Mainz als Stadt, in der ausgezeichnet gekocht wird, hat das Magazin mit den monatlichen Restauranttests nachhaltig befördert. 1994 schlug es mit dem Mainzer Culinarium ein neues Kapitel zur Förderung der Kochkunst in der Domstadt auf. Anlässlich der Wiedereröffnung der Theodor-Heuss-Brücke 1995 trat das Mainzer Culinarium erstmals öffentlich an, um zu demonstrieren, dass gutes Essen Allgemeingut zu sein hat und dem Allgemeinwohl gut bekommt. Ein Jahr später, im Mai 1996 startete der Kultursommer Rheinland-Pfalz mit dem gastronomischen Höhenflug des Mainzer Culinariums auf dem Rathausplatz. Zur Johannisnacht 1997 bauten die Culinariums-Mitglieder erstmals ihre Pavillonlandschaft am Rheinufer zwischen Fischtorplatz und Weintorstraße auf. Seither bereichern Mainzer und rheinhessische Spitzengastronomen und Spitzenwinzer/-innen das Volksfest Johannisnacht mit ausgezeichneten, Vorort frisch zubereiteten Speisen und herausragenden Weinen aus Rheinhessen.

Ebenfalls 1997 erschien der erste »Mainzer Restaurantführer«. Unter den mehr als 150 Tests waren 40 Adressen aus Rheinhessen. Schon damals wurde Mainz mit Rheinhessen beim MAINZER zusammen gedacht.

Gemeinsam mehr erreichen

DER MAINZER war Initiator der ersten langen Einkaufsnacht in Mainz, die im Mai 2005 stattfand. Die »Einzel«-Händler erlebten, dass sie gemeinsam mehr und Herausragendes auf die Beine stellen können. Aus der gemeinsamen Vorbereitung entwickelte sich die Unterteilung der Innenstadt in Einzelhandelsquartiere. DER MAINZER konzipierte die Quartierseiten, auf denen seither die Einzelhändler/-innen erfolgreich für sich und ihr Geschäft werben.

Ebenfalls 2005 überzeugte  MAINZER-Herausgeber Werner Horn Honoratioren, die sich der Förderung der rheinhessischen Weinkultur verpflichtet fühlen, den Mainzer Weinsenat zu gründen. Seither sind die Damen und Herren Senatoren als Weinbotschafter unterwegs. Sie nehmen die Aufgabe, zur Image-Verbesserung des rheinhessischen Weines beizutragen, sehr ernst, wie die jährliche Auslobung der Spitzenweine für den MAINZER Restaurant- und Weinführer zeigt.

Das jüngste »Kind« des MAINZERs ist der elektronische Einkaufsführer »Mainz Navigator«. Alle fordern schon lange die Digitalisierung des Einzelhandels, der Mainz-Navigator fängt an damit. Und überwindet nach und nach alle Hürden.
Wir haben Lust und noch viele Ideen, als »Magazin für Mainz und Rheinhessen« weiter zu machen. Wenn Sie uns als Lesende und als Kunden/-innen weiter dabei begleiten, freut es uns und wir wissen, die Arbeit lohnt sich.

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Hier die letzten 12 Ausgaben



Taubertsbergbad

Mainzer Taubertsbergbad: Alles hat seine Zeit

Auch der blaue Beckenboden im Taubertsbergbad in Mainz. Er hat ausgedient und wird ausgetauscht, gegen ein Edelstahlbecken. Das hält länger, ist leichter sauber zu halten – und es ist viel langweiliger.

Beim »Bahnenziehen« im Taubertsbergbad, wenn beim Brust-Kraulen der Kopf immer schön in Verlängerung der Wirbelsäule mit dem Gesicht nach unten im Wasser liegt, kann es sehr interessant sein, den Beckenboden zu beobachten. Manchmal lenkt es davon ab, dass irgendwo im Körper ein Teil nicht richtig funktioniert und schmerzt. Oder der Blick auf die Uhr signalisiert: schon wieder zu langsam, also schon wieder die Wunschzeit nicht erreicht.

Bevor in dem einen wie dem anderen Fall der Frust die Laune verdirbt, kann sich selbige schlagartig in gut verwandeln, wenn die Augen den Mustern auf dem Beckenboden folgen. Hervorgerufen durch die Sonnenstrahlen, die sich in der Wasseroberfläche brechen. Ständig entstehen neue Bilder, immer wieder von den Schatten der Schwimmenden verändert. Damit lässt sich das Gehirn gut ins Reich des Nicht-Denken-Müssens befördern. Also, es ließ sich befördern, denn der blaue Beckenboden ist Geschichte und in einem Edelstahlbecken funktionieren solche Farb-Wasser-Reflektionen nicht, der Farbkontrast fehlt.

50-Meter-Schwimmerbecken im Freibad

Klar haben die Mainzer Stadtbad GmbH, eine Tochter der Mainzer Stadtwerke AG als Taubertsbergbad-Betreiber  gute Gründe das 50-Meter-Schwimmerbecken im Freibad umzubauen. Ab der kommenden Freibad-Saison wird es in dem dann als »Mehrzweckbecken« gestalteten großen Becken einen Nichtschwimmer-Bereich mit ansteigender Wassertiefe geben. Der endet an einer Edelstahlwand, mitten im Becken und wird aufgehübscht mit einem Brodelberg (ein sprudelnder Springbrunnen) und Wasserliegen. Hier kann sich vergnügen, wer nicht schwimmen will (oder kann). Auf der anderen Seite der Edelstahlwand stehen den Schwimmer/-innen sechs Bahnen a 25 Meter zur Verfügung, die auch für Schwimmwettbewerbe genutzt werden können. Und die Bahnenzieher/-innen, die so gerne möglichst lange am Stück schwimmen? Für die gibt es zwei durchgehende, 50 Meter lange Bahnen. Insgesamt wird das große Becken weniger tief sein, was die Betriebskosten senken soll.

Direkt am Beckenrand werden Container aufgebaut, mit Umkleiden, Duschen und Schließfächern. Im Winter wird das alles überdacht: Eine Traglufthalle sichert Schwimmunterricht und Vereinssport in der kalten Jahreszeit. Beheizt wird die Halle mit Fernwärme – das ist billiger als Öl und besser fürs Klima. Außerdem ist die Mainzer Fernwärme GmbH ebenfalls ein Tochterunternehmen der Mainzer Stadtwerke AG.

Damit auch die Langstrecken-Schwimmer/-innen ein bisschen Abwechslung haben – weil Kacheln gibt es keine mehr zu zählen und die Farb-Wasser-Spiele sind ebenfalls passé – könnten auf dem Edelstahlbeckenboden vielleicht ein paar blaue Bilder aufgemalt werden? | SoS




Uwe Teusch – Karl May

Karl May – in Mainz und Rheinhessen

Uwe Teusch, Schatzmeister der Karl May-Gesellschaft, hatte die Idee und leistete die Vorarbeit: Der diesjährige Karl May-Kongress findet im Oktober in Mainz statt und eine Ausstellung im Mainzer Rathaus zeichnet dessen Wege in Mainz und Rheinhessen nach.

Am Anfang war das Buch. Ein gebundenes, ein schönes Buch. Aus der grünen »Bamberger-Reihe«. Mit dem ersten Karl May-Band verbindet Uwe Teusch diese Erinnerung. Dazu die fantasievollen, faszinierenden Geschichten. Als Jugendlicher las Uwe Teusch die »Abenteuer-Geschichten«. Beim »Alterswerk«, das er ab Band 25 (Am Jenseits) verortet, schaltete er ab. Fürs erste.

Die zweite Annäherung, Uwe Teusch war Mitte 20, erfolgte wiederum über »schöne« Bücher. Er entdeckte auf dem Johannis-Büchermarkt in Mainz einen Band der Karl May-Stiftungsausgabe von 1913: »Das Vermächtnis des Inka«. Er kaufte ihn.

Ein Hobby? Eine Leidenschaft?

Es folgte ein Film. Nein, nicht Winnetou mit Pierre Brice. Es war der Stadtschreiber-Film des Schriftstellers Erich Loest, der Uwe Teusch 1998 in seinen Bann zog: »Karl May reist zu den lieben Haddedihn« lautet der Titel. Einige Jahre später kam Uwe Teusch auf einer Dienstreise nach Dresden an Radebeul vorbei. Er las den Hinweis »Karl May-Museum« und nahm sich vor, irgendwann einmal dort vorbeizuschauen. 2008 war es soweit, seine Frau begleitete ihn, allerdings: »Sie teilt mein Hobby, aber nicht meine Leidenschaft.«

May als eine Leidenschaft? »Die Geschichten sind sehr spannend, sie fesseln mich auch heute noch«, erklärt Uwe Teusch. Es gebe darin viel zu entdecken, auch weil der Autor seine kriminelle Vergangenheit abarbeite und sein Leben, seine Weltanschauung widerspiegele– alles fließe ineinander: Werk, Wirkung, Leben. »Und er hat eine mitreißende Fantasie.«

Die emotionale Bindung zum gebundenen Buch, das Interesse an Leben und Werk von May, die Faszination seiner Geschichten: für Uwe Teusch sind es genügend Gründe, um einen Teil seiner Freizeit in den ehrenamtlichen Dienst der Karl May-Gesellschaft (KMG) zu stellen. 2010 wurde Uwe Teusch Mitglied der KMG. Gegründet 1969 widmet sie sich dem Leben und dem Werk des Schriftstellers, sie gilt als eine der mitgliederstärksten literarischen Gesellschaften im deutschsprachigen Raum. Ihr Sitz ist in Radebeul und ihre Aufgabe ist es u.a., dem Werk des Autodidakten die Anerkennung zu sichern sowie dessen Originaltexte zu erhalten und wieder zugänglich zu machen.

Uwe Teusch ist seit 2016 Schatzmeister der KMG. Dieses Amt hängt mit seinem Beruf zusammen, er ist Finanzbeamter.

Geboren ist Uwe Teusch 1968 in Wittlich. In Edenkoben absolvierte er die duale Ausbildung zum Finanzbeamten in Rheinland-Pfalz. Nach Mainz kam er 1990 und arbeitete hier 20 Jahre als Steuerfahnder. Mittlerweile leitet er in Worms die Betriebsprüfungen. Menschen, denen die Zahlen auf die Stirn geschrieben scheinen, werden in Vereinen und Gesellschaften gerne zum Schatzmeister gewählt. Uwe Teusch hatte diese Funktion auch schon bei den GRÜNEN inne. Zuerst in Wittlich (1994 – 2003), dann in Mainz (2005 – 2009).

Bewegung ist angesagt

Der Karl May-Kongress in Mainz war seine Idee und er leistet einen Gutteil der vorbereitenden Arbeit. Vor allem die begleitende Ausstellung »Karl May in Mainz« hat viel ehrenamtliche Arbeitszeit verbraucht. Klar ist, in der Vorbereitungszeit für Kongress und Ausstellung spielte May im Alltag von Uwe Teusch die bestimmende Rolle. Aber sonst kann er auch ganz gut mal ohne ihn. Seine Beschäftigungs-Palette ist vielseitig, wobei Bewegung oft eine Rolle spielt: Spazieren gehen, Wandern, Radeln, Kochen und Gäste bewirten.

Er pflegt auch außer der Leidenschaft für May und andere »schöne« Bücher noch die Sammelleidenschaft Musik. Breit gestreut sei sein Repertoire, meint Uwe Teusch. Am liebsten mag er aber Musik auf richtigen Tonträgern, also mindestens CD, besser noch auf Schallplatte.

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Ausstellung »Karl May in Mainz« bis 19. Oktober 2019 im Rathaus in Mainz
www.karl-may-gesellschaft.de

 

Ausstellung »Karl May in Mainz«




Willems

Willems: »Wir machen einfach gutes Essen«

Jan Willem Appeltrath entschleunigt die Altstadt-Gastronomie. In seinem »Gasthaus Willems« und dem neuen »Willems im Altstadtcafé« überzeugt er die Gäste mit einem klaren Konzept.

»Gastronomie soll Spaß machen« – so umschreibt Jan Willem Appeltrath die Philosophie, mit der er und sein junges Team seit rund zwei Jahren das »Gasthaus Willems« in der Kapuzinerstraße mit großem Erfolg führen und die jetzt auch Einzug in das von ihm übernommene Altstadtcafé gefunden hat, das nun unter dem Namen »Willems im Altstadt Café« firmiert. »Spaß« steht hier nicht für laute und hektische Events, sondern für das positive Gefühl gegenüber den hier angebotenen Speisen und Getränken. Das beginnt bei den verwendeten tierischen Produkten, die – wo es geht – mit dem Biosiegel zertifiziert sind und zieht sich über den Schwerpunkt »Regionale Produzenten« bis hin zu dem verwendeten Öko-Strom. Wenn man den jungen Gastronomen, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat, nach der Ausrichtung seiner Karten fragt, antwortet er lächelnd: »Wir machen einfach gutes Essen«.

»Entschleunigen« möchte Jan Willem Appeltrath in Restaurant und Café – ohne zwanghaft oder missionarisch zu wirken. Er möchte etwas von der Einstellung, die seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber den verwendeten Produkten haben auch an seine Gäste weitergeben. »Entschleunigung« – das bedeutet auch, sich Zeit für die Zubereitung und das Essen selbst zu nehmen. Seine Stammkunden kommen nicht trotzdem – sondern gerade deshalb. Raus aus der Hektik des Alltags: auch das ist mitten in der Altstadt möglich. Sogar beim Mittagstisch. Wenn gerade noch kein Platz frei ist, setzt man sich auf die gemütliche Holzbank und trinkt schon einmal in Ruhe ein Glas Wein.

Neue Ideen im alten Café

Was im Willems zum Erfolgsrezept wurde soll sich nun im »Willems im Altstadtcafé« wiederholen. Dazu waren allerdings erst umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Der kultige Kachelofen und die gekachelte Theke sind natürlich geblieben – die Wände wirken noch etwas kahl. Aber auch hier greift wieder die Devise des Hausherrn: Nichts überstürzen. Jan Willem Appeltrath möchte die neu entstandene Atmosphäre auf sich wirken lassen, bis er sich für weitere Objekte entscheidet.

Und das Publikum? Es hat den neuen Stil sofort angenommen – geht ihn mit. Bei unserem Besuch ist das Altstadtcafé voll: Familien mit Kindern, Paare jeden Alters, Freundesgruppen. Sie kommen zum Frühstück, das es bis 14 Uhr gibt, wegen des tollen, von der Mitarbeiterin Johanna Secker selbst gebackenen Kuchens – oder einfach zum entschleunigen.

Ab November hat das Café donnerstags bis samstags nun länger – bis 22 Uhr – geöffnet. Neue Besuchergruppen sollen damit angesprochen werden – für den Drink zum Feierabend und natürlich für »einfach gutes Essen«.

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»Gasthaus Willems«
Kapuzinerstr. 29
55116 Mainz
Tel. 06131 / 2109170
www.gasthaus-willems.de
»Willems im Altstadtcafé«
Schönbornstr. 9A
55116 Mainz
Tel. 06131 / 1438210
www.altstadtcafe-willems.de
Instagram: @altstadtcafe_willems
Facebook: Willems im Altstadt Café

 

Atrium Hotel Mainz: Neue Ideen und Akzente




Plautus Amphitruo

»Amphitruo« in der Mainzer Uni

Latein live – auf der Bühne! Die »Casinisten« führen am 17. Oktober 2019 ab 19.30 Uhr im Theatersaal P 1 der Mainzer Universität die römische Komödie »Amphitruo« auf.

Sie sind Studierende der Klassischen Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Und sie haben vor zwei Jahren ihre erste Inszenierung in lateinischer Sprache auf die Bühne gebracht: die Komödie »Casina« des römischen Dichters Plautus. Das Gutenberg Lehrkolleg unterstützte dieses innovative Lehrprojekt. Aus dem mittlerweile die lateinische Theatergruppe »Casinisten« hervorgegangen ist.

Unter Leitung von Dr. Daniel Groß haben sie nun in Lehrveranstaltungen von der Lektüre bis zur Inszenierungsübung die römische Komödie »Amphitruo« des Plautus einstudiert. Am 17. Oktober 2019 ab 19.30 Uhr bringen sie »Amphitruo« in lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln im Theatersaal P 1 der JGU zur Aufführung.

Der Mensch als Spielball der Gottheit

Das Stück behandelt den Mythos von der Geburt des Hercules als Verwechslungs-Tragikomödie. Und so bleibt einem, wenn man dem Menschen auf der Bühne als Spielball der Gottheit zusieht, manches Mal beinahe das Lachen im Halse stecken. Aber nur beinahe, denn bevor sich ein ernster Gedanke zu Ende denken lässt, ist man schon wieder mit dem nächsten Witz konfrontiert. Durch die Einblendung deutscher Übertitel sind auch diejenigen angesprochen, die nur geringe oder auch gar keine Kenntnisse der lateinischen Sprache haben.

Alle Antike-Interessierten und Theaterbegeisterten sind herzlich eingeladen. Nicht zuletzt auch Latein lernende Schülerinnen und Schüler. Der Eintritt beträgt 6 €, für Schüler/-innen und Studierende 4 €. Karten können unter groda@uni-mainz.de reserviert werden.

| SoS

Textgrundlagen und Infos:
www.klassphil.uni-mainz.de/aktuelles-projekt



Schöne Mannheims ©Thommy_Mardo

Schöne Mannheims & Timo Bomelino

»Schöne Mannheims« kommen mit »Entfaltung« ins Mainzer Forumtheater unterhaus und Bomelino kommt ohne Verb – aber seine Linien laufen gegen den Strich… Das versteht, wer es sich zu Gemüte führt.

Obacht und genau hinschauen: Am 4. Oktober kommen mitnichten Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims ins Unterhaus. Dafür aber die Frauencombo «Schöne Mannheims». Doch auch diese Grazien lösen, will man der Presse Glauben schenken, wahre Naturgewalten aus und rissen Ex-Missfit Gerbug Jahnke zu der Bemerkung hin: «Und dann rockt das. Wie geil ist das denn?» Eine Frage, die das Publikum nun ganz leicht selbst beantworten kann, wenn das fidel-feminine Quartett sein aktuelles Programm «Entfaltung» vorstellt. Gestartet ist «Schöne Mannheims» vor acht Jahren und begeistert seitdem das Publikum mit Witz und Musikalität. Stimmgewaltig, temperamentvoll, charmant, gewitzt und immer mit verschmitztem Augenzwinkern loten vier veritable Powerfrauen im harmonischen Dreiklang und mit Klavierbegleitung die Untiefen menschlichen Daseins aus.

Einen fulminanten Schlussakkord sucht man bei Timo Bomelino am 22. und 23. Oktober hingegen vergebens – nicht umsonst heißt sein Programm «Man muss die Dinge nur zu Ende». Mag das Verb hier fehlen – auf der Bühne tut sich auf jeden Fall einiges, wenn der Stand-up-Comedian, Musiker und Zeichenkünstler alle Register zieht. Seine Linien laufen garantiert gegen den Strich und Tino Bomelino verspricht: «Dieses Programm ist gegenüber herkömmlichen Comedy-Programmen 120 Prozent effizienter.» Und lustige Tiere sind auch noch dabei.

| SoS

Textquellen, Infos und Karten:
www.unterhaus-mainz.de



Verkehrsüberwachung Kontrolle

Verkehrsüberwachung: Bitte übernehmen Sie!

Verkehrsüberwachung: Wer ist denn nun zuständig für die Kontrolle von Fahrzeugen, die entgegen der Straßenverkehrsordnung und der entsprechenden Beschilderung durch die Fußgängerzone Ludwigsstraße und durch die Bushaltestelle Höfchen fahren?

Mit Beginn der Umbaumaßnahme Große Langgasse 2018 nahm der unberechtigte Fahrzeugverkehr in der Ludwigsstraße und durch die Bushaltestelle Höfchen zu. Die Polizei, zuständig für den fließenden Verkehr, beraumte immer mal wieder spezielle Kontrollaktionen an. Außerdem kontrollierten die Fahrrad- oder Fußstreifen der Polizei bei ihren Rundgängen, oder die Polizisten/-innen, die mit PKWs unterwegs waren. Es wurden Verwarnungen ausgesprochen und Bußgelder verhängt – wie viele werden in der polizeilichen Statistik nicht erfasst. An der Tatsache, dass Hinz und Kunz durch die Fußgängerzone und die Bushaltestelle fuhr, änderte sich nichts.

Im MAINZER haben wir das Thema immer wieder aufgegriffen. Meist ging dem eine Anfrage an die Pressestelle der Mainzer Polizei voraus. So auch Anfang August: Wann wurde kontrolliert, wie viele Verwarnungen ausgesprochen und wie viele Bußgelder verhängt? Polizeisprecher Rinaldo Roberto erklärte daraufhin am 8. August 2019 telefonisch, dass es keine statistische Erfassung der Kontrollen und Verwarnungen oder Bußgelder gibt. Die Fahrzeugführer/-innen könnten z.B. auch ein Bußgeld zahlen müssen, weil sie keinen Führerschein dabei hätten oder die Reifen abgefahren seien. Dies aber werde in keiner Kontrollstatistik erfasst.

Auch die Stadt ist zuständig

Außerdem fänden viele Einzelkontrollen (Rad- oder Autostreife, die Fahrzeuge anhalten) statt. Auch deren Ergebnisse würden nicht erfasst. Insgesamt sei kein wirklichkeitsgetreues Bild wiederzugeben. Und überhaupt sei für die Kontrolle des fließenden Verkehrs in der Fußgängerzone auch die Stadt zuständig. So sei es in § 7 der Landesverordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Straßenverkehrsrechts (vom 12. März 1987) festgelegt.

Na so was! Seit über einem Jahr fragt DER MAINZER die Pressestelle der Stadt Mainz nach den Kontrollen des Fahrzeugverkehrs in Ludwigsstraße und Bushaltestelle Höfchen. Die Antwort lautete immer: Das ist Sache der Polizei.

Erst im Juni 2019 beantwortete die Mainzer Pressestelle die Frage: Warum duldet die Stadt die andauernde Missachtung des Durchfahrtverbots in der Bushaltestelle Höfchen? So: »Für Kontrollen des fließenden Verkehrs ist die Polizei zuständig. Die Stadt hat hier keine Handhabe.« Nun also hat sie doch eine »Handhabe«.
Wie der Zufall so spielt: Am 15. August fallen der Autorin zwei, als Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung erkennbare Männer auf, die in der Fußgängerzone Ludwigsstraße Fahrzeuge anhalten. Solche die über den Schillerplatz kommend durch den oberen Lu-Abschnitt bis zur Weißliliengasse fahren – was laut Straßenverkehrsordnung verboten ist.

Auf die MAINZER-Frage, »seit wann ist die Mainzer Verkehrsüberwachung für die Kontrolle des fließenden Verkehrs in Mainzer Fußgängerzonen zuständig« antwortete die Pressestelle der Stadt Mainz: »Die Verkehrsüberwachung darf für wenige ausgewählte Punkte – vom Lande seit 2011 an wenige Gebietskörperschaften übertragen – (vgl. § 3 Zuständigkeitsverordnung des Landes RP) – zur Kontrolle bestimmter Delikte Kontrollen vornehmen.

Zumeist aber die Polizei

Konkreter Bezug der beobachteten Kontrolle sei es gewesen, »ob in der Fußgängerzone außerhalb bestimmter erlaubter Anlieferungszeiten zum Be- und Entladen weiterhin Fahrzeuge ohne Ausnahmegenehmigung unterwegs sind, die sich dort zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aufhalten oder rollen dürfen.« Derlei mache das Verkehrsüberwachungsamt ab und zu, sofern es die Personalsituation zulasse. »Schwerpunktartig und zumeist erfolgen solche Kontrollen aber durch die Polizei.«

| SoS

Wer nun was kontrolliert oder eben doch nicht,
wird im MAINZER sicherlich weiterhin Thema sein.
Interessamt sind in diesem Zusammenhang
auch die Antworten der OB-Kandidaten/-innen.

 

Ludwigsstraße & Höfchen: Verkehrskontrollen




Zuckmayer

Zuckmayer & die Fliegerei in Mainz

Eine Ausstellung über Mainz als Zentrum der frühen deutschen Luftfahrt und ein Film über Eduard Zuckmayer: zwei Anlässe, das Stadthistorische Museum zu besuchen.

Die Sonderausstellung «Ballone – Luftschiffe – Flugmaschinen. Die Geschichte der Luftfahrt in Mainz bis 1914» will die heute fast vergessene Geschichte von Mainz als ein Zentrum der frühen deutschen Luftfahrt in Erinnerung rufen. In Kooperation mit dem Luftfahrtverein Mainz e.V. erinnert das Stadthistorische Museum in der Ausstellung z.B. an berühmte Personen wie den Mainzer Ingenieur und Erfinder Paul Haenlein, an Anthony Fokker, einen der damals berühmten Piloten und an Jacob Goedecker, der 1912 die Produktion und den Sitz seiner Flugmaschinenwerke nach Gonsenheim verlegte.

Die Ausstellung ist bis zum Sommer 2020 zu sehen. Öffnungszeiten des Museums: siehe Webseite.

Einem gänzlich anderen Thema widmet sich der Dokumentarfilm von Barbara Trottnow: «Eduard Zuckmayer. Ein Musiker in der Türkei», der am 29. Oktober 2019 um 18 Uhr, im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Mainz im Stadthistorischen
Museum gezeigt wird (Eintritt frei).

Eduard Zuck­mayer, als älterer Bruder des Schriftstellers Carl Zuckmayer, 1890 in Nackenheim geboren, begann eine erfolgreiche Karriere als Pianist, verlagerte aber schon in Deutschland seinen Schwerpunkt auf die Musikpädagogik. 1936 emigrierte er in die Türkei, weil die Nazis ihm Berufsverbot erteilt hatten. Auf Wunsch von Atatürk baute er in Ankara die Musikausbildung auf. Er blieb bis zu seinem Tod 1972 und ist in der Türkei noch heute ein bekannter und geschätzter Mann. Der Film sucht nach den Spuren, die er dort hinterlassen hat.

| SoS

Textquellen, Infos und Karten:
www.stadtmuseum-mainz.de



Destille

Destille: hochwertige Destillate und mehr

Hochwertige Essig- und Ölspezialitäten sowie Edelbrände, Liköre, Grappa, Whisky, Rum und Gin füllen wir Ihnen gerne in neue oder mitgebrachte Flaschen ab. Zudem warten auf Sie leckere Schokoladen, außergewöhnliche Pasta & Pesto, Senf, Marmeladen und viele weitere Köstlichkeiten. Z. B. unsere regionalen Produkte:

»Tinte Gin« aus Mainz oder »6507« Gin aus Ingelheim. Aktuell wird der beliebte Mainz Wodka zum Sonderpreis von 39 € statt wie bisher für 49-€ angeboten, doch nur solange der Vorrat reicht. Reinschauen lohnt sich. Das freundliche Destille-Team berät Sie gerne.

 

destille_logo-600

Destille Mainz 
Gaby Stierle
Pfandhausstraße 1
Römerpassage (Fußgängerzone)
55116 Mainz
Telefon 06131/2115758
Telefax 06136/2115759
www.destille.de/mainz

 

Destille: hochwertige Destillate und mehr




Caridei Streibich

Huthaus Streibich: Caridei – Lederhandschuhe

Gönnen Sie Ihren Händen etwas Besonderes. Die Handschuhe aus dem italienischen Familienunternehmen Caridei zeichnen sich durch sorgfältig ausgesuchte Materialien und hochwertige Verarbeitung aus. In dem neapolitanischen Unternehmen, das sich seit 1860 auf die Herstellung von Handschuhen spezialisiert hat, werden heute traditionelle und moderne Produktionstechniken miteinander kombiniert. Ob Carpinchos-, Peccary-, Hirsch- oder Lammleder – aber auch Merino Wolle: Jedes Paar besticht durch seine Qualität sowie die außergewöhnlichen, farbigen und zeitlosen Designs.

Huthaus Streibich
Flachsmarktstr. 34
555116 Mainz
Tel. 06131-223930
www.huthaus-streibich.de

 

Huthaus Streibich: Keine kalten Ohren mehr

 




Anima

Anima: Unterstützung für Schwangere

Schwangere Frauen finden bei Anima jetzt wertvolle Unterstützung für Bauch und Beine. Zur Thromboseprophylaxe, und gegen die Bildung von Krampfadern und Besen­reiser, findet sich eine große Palette an Kompressionsstrümpfen in modischen Farbnuancen individuell angepasst. Sie verhindern, ganz elegant, auch Lymphstauungen und -schwellungen.

Desweiteren stehen im Angebot auch Bandagen von »Lombamum« zur Entlastung des Rückens zur Wahl. Die Zertifizierung mit dem »Stillenden Stern« stellt überdies Frauen einen Raum zur Verfügung, in dem, abseits der Öffentlichkeit, das Baby gestillt werden kann.

Schillerstraße 26
Tel. 619418
www.anima-mainz.de


 

Anima: Leben mit Lipödem




Riechardt Saumagen

Metzgerei Riechardt: Saumagen

Nachdem die Weinberge gelesen waren, wurde früher beim herbstlichen Schlachtfest gefeiert – und eine regionale Spezialität entstand: Der Saumagen, eine Pfälzer Spezialität .

In der Manufaktur der Riechardts werden die Ingredienzien dieser Delikatesse äußerst sorgfältig zusammengestellt und schonend gegart: Absolut frisches und mageres Schweinefleisch, Hackfleisch, ausgesuchte Gewürze, frische Markt­kartoffeln, junge Karotten, Zwiebeln und Lauch. In ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben geschnitten, können Sie den Saumagen in der Pfanne knusprig anbraten und zu Kartoffelstampf und Wein-Sauerkraut servieren, oder noch besser, selber essen.

Metzgerei Riechardt Logo

Metzgerei Erwin Riechardt
Klarastraße 18
55116 Mainz
Tel: 06131 – 223298
Fax: 06131 – 224423
www.riechardt.de
E-Mail: info@riechardt.de

 

125 Jahre Metzgerei Riechardt: »Faszinaton Fleischwurst«




OB-Wahl Amtskette

OB-Wahl: Neues Stadtoberhaupt in Mainz gesucht

Am 27. Oktober 2019 stellen sich eine Kandidatin und vier Kandidaten zur OB-Wahl in Mainz. Die sehr wahrscheinliche Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten findet zwei Wochen später, am 10. November statt.

Der Wahlkampf ist spannend und lässt hoffen, dass viele Mainzer/-innen und Mainzer an der Wahl teilnehmen werden. 2012 lag die Wahlbeteiligung im 1. Wahlgang bei 42,8 %, an der Stichwahl zwischen Michael Ebling (SPD) und Günter Beck (GRÜNE) beteiligten sich 34,3 % der Wahlberechtigten.

2019 tritt in Mainz mit Tabea Rößner erstmals eine Frau zur OB-Wahl an. Außerdem mit Nino Haase ein Kandidat, der nicht Mitglied einer politischen Partei ist – ursprünglich aber als Kandidat der Christdemokraten vorgestellt wurde. Erstmals kandidiert mit Martin Malcherek ein Mitglied der LINKEN und DIE PARTEI hat mit Martin Ehrhardt ebenfalls einen eigenen Kandidaten nominiert.

Die SPD stellt seit 1949 die Oberbürgermeister in Mainz. Sie lenken gemeinsam mit dem Stadtvorstand, in dem die Dezernenten/-innen vertreten sind, die Stadtpolitik. Im Stadtrat, der vom Etat über Bauprojekte bis zum Dieselfahrverbot alle Entscheidungen trifft, waren die Sozialdemokraten bis 1994 stärkste Fraktion, brauchten zur absoluten Mehrheit aber immer mindestens einen Partner. Von 1994 bis 2009 war die CDU stärkste Fraktion im Mainzer Stadtrat, bis 2008 hielt der »Mainzer Konsens«, auch »Mainzer Modell« genannt, eine Koalition von CDU, SPD und FDP. Nach den Kommunalwahlen 2009 und 2014 gingen SPD, GRÜNE und FDP eine Koalition ein. 2019 lösten die GRÜNEN bei der Kommunalwahl die CDU als stärkste Fraktion ab. Die aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat ließe eine Grün-Rot-Rote-Koalition zu – die lehnen GRÜNE und SPD ab. Die Koalitionsverhandlungen zwischen GRÜNEN, SPD und FDP sollen nach der OB-Wahl aufgenommen werden.

Warum erst dann? Eine mögliche Oberbürgermeisterin Tabea Rößner möchte sicherlich im Koalitionsvertrag das eine und andere Wahlversprechen verankert sehen, damit es auch umgesetzt werden kann. Ähnlich ein möglicher Oberbürgermeister Michael Ebling. Dass Nino Haase als möglicher OB die Koalitionsverhandlungen dieser drei Parteien beeinflussen könnte, erscheint zurzeit als undenkbar – so wie auch die Entscheidung der Mainzer/-innen gegen den Bau des Bibelturms als undenkbar galt.

In der MAINZER-Fragerunde an die Kandidatin und die Kandidaten greifen wir ein Thema auf, das wir im MAINZER immer wieder darstellen. Die zweite Frage leitet sich aus den Wahlaussagen ab, die Antworten durften insgesamt nicht länger als 900 Zeichen sein.

Die Frage an alle

Fahrzeuge, die durch Bushaltestellen fahren, Rad- und Rollerfahrende auf den Bürgersteigen, Menschen, die bei Rot über Ampeln fahren und gehen: die Straßenverkehrsordnung wird in Mainz kaum noch beachtet. Was wollen Sie als OB unternehmen, um die Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu ahnden?

 

Tabea Rößner, GRÜNE

Tabea Rößner, GRÜNE

Tabea Rößner, GRÜNE

Tabea Rößner, GRÜNE, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, 53 Jahre:

»Ampeln werden fußgänger- und radfreundlicher, schalten schneller um und sind intelligent. So erübrigen sich viele Rotlichtverstöße. Die einzige Fahrradstreife der Polizei wird verstärkt wie auch die städtische Verkehrsüberwachung. Wenn mit mehr Kontrollen bestimmte Probleme nicht in den Griff zu bekommen sind, müssen bauliche Maßnahmen wie Poller das Parken auf Rad und Gehwegen verhindern. Insgesamt gilt gegenseitige Rücksichtnahme, dann wäre vieles besser!«

Frau Rößner, Sie haben die Mainzer Radwege als eine »Katastrophe« bezeichnet und sich für einen beschleunigten Ausbau ausgesprochen, auch Radschnellwege müssten in Mainz gebaut werden. Wie, mit welchen Geldern und in welchem Zeitraum wollen Sie das erreichen?

»In 5 Jahren wird der Anteil des Radverkehrs 35% betragen. Radrouten führen ins Umland, in Stadtteile und verbinden sie. Wo eigene Trassen nicht möglich sind, führen sie über Straßen. Enger Straßenraum wird neu aufgeteilt. Bisher hat der Oberbürgermeister Pläne gestoppt, Parkplätze oder Autospuren in Radspuren umzuwandeln. Mit mir ändert sich das. Ich richte Radfahrbüros ein, die Planungen vorantreiben und Beteiligungsprozesse durchführen. 8 € pro Einwohner geht in die Radinfrastruktur.«

Michael Ebling, SPD

Michael Ebling, SPD

Michael Ebling, SPD

Michael Ebling, SPD, seit 2012 Oberbürgermeister in Mainz, 52 Jahre:

»Ihre Beobachtung, dass das Gebot der Rücksichtnahme im öffentlichen Raum leidet, teile ich. Schwere Verstöße sind von der Polizei zu ahnden. Hier bedarf es mehr regelmäßiger Kontrollen. Die kommunale Strategie muss aus meiner Sicht ein Mix aus Prävention und Aufklärung sowie verstärkter Kontrollen durch das Ordnungsamt sein. Dazu zählen für mich beispielsweise die gerade abgeschlossenen Aktionen im Rahmen der Sicherheitstage des Kommunalen Präventivrates oder die Fahrradsicherheitstrainings von Stadt und Polizei. In den vergangenen Jahren wurde der kommunale Vollzugsdienst um 8 Stellen erweitert. Erstmals sind damit auch mehr Kontrollen möglich. Aus meiner Sicht muss der Vollzugsdienst auch in den kommenden Jahren personell weiter aufgestockt werden. Regeln sind einzuhalten. Um den Vollzugsdienst zu stärken und sichtbarer zu machen, will ich eine »Stadtwache« in der Innenstadt einrichten.«

Herr Ebling, Sie schlagen vor »auf einer großen Fläche zwischen Hechtsheim und Ebersheim, stadtauswärts links der Rheinhessenstraße, Wohnbebauung und damit einen neuen Stadtteil zu ermöglichen.« Dieser Stadtteil soll zudem ein Null-Emissions-Quartier werden und eine beispielhafte ökologische Bebauung ermöglichen. Wer soll diese Wohnbebauung finanzieren?
»Auch bei einem neuen Plangebiet oder Stadtteil würde die Erschließung, Bebauung und Vermarktung wie bei jedem anderen Baugebiet erfolgen.«

Martin Malcherek, DIE LINKE

Martin Malcherek, DIE LINKE

Martin Malcherek, DIE LINKE

Martin Malcherek, DIE LINKE, Rechtsanwalt, 46 Jahre:

»Mehr Rücksicht ist wichtig. Aber: Die Verkehrsprobleme in Mainz lösen wir nicht durch bessere Durchsetzung der StVO. Wir brauchen Regelungen, die den Verkehr erleichtern und ungefährlicher gestalten. Deshalb: Füße, Rad und ÖPNV als Verkehrsmittel attraktiver machen. Z.B. räumliche Trennung von Fahrradspuren, bessere Radwegeführung, Tempolimits für Autos. Kostenloser ÖPNV mit hohem Takt und neuen Linien. Mehr grün, schöne und sichere Fußwege.«

Herr Malcherek, als OB wollen Sie u.a. den kommunalen Wohnungsbau stärken. Wie kann eine Stadt mit 1,2 Mrd. Euro Schulden diesen Ausbau finanzieren?

»Die Stadt kann z.B. gemeinnützigen (!) Wohnungsbaugenossenschaften städtische Grundstücke in Erbpacht (!) zur Verfügung stellen. Mainz muss finanziell handlungsfähig werden. Die starke Belastung mit Sozialausgaben ist Konsequenz einer bundesweiten, Entwicklung: Reiche werden reicher, Arme ärmer. Deshalb Spitzensteuersatz rauf, Vermögenssteuer einführen, Löhne hoch. Ohne Schuldenschnitt sieht Mainz kein Land mehr schwarz/grüne Null hin oder her.«

Nino Haase, Parteilos

Nino Haase, Parteilos

Nino Haase, Parteilos

Nino Haase, Parteilos, Chemiker, 35 Jahre:

»Ich möchte nicht einfach so unterschreiben, dass die Straßenverkehrsordnung ‘kaum noch beachtet’ würde. Aber natürlich existieren diese Konflikte zwischen Fußgängern und Rad-/Rollerfahrern. Diese resultieren meines Erachtens oft aus dem schlecht ausgebauten Radwegenetz. Dieses muss endlich durchgehend und wo möglich vom restlichen Verkehr abgetrennt ausgebaut werden. Dann werden solche Probleme auch seltener vorkommen.«

Herr Haase, als »parteiunabhängiger Kopf« wollen Sie u.a. ein Stadtentwicklungskonzept »anstoßen«. Für dessen Planung sind Sie auf die Mitarbeit der Mainzer Stadtverwaltung angewiesen. Für dessen Umsetzung benötigen Sie die Unterstützung der Fraktionen im Stadtrat, die auch über die Bereitstellung von Geldern entscheiden. Wie wollen Sie als »Unabhängiger« politische Mehrheiten im Mainzer Stadtrat organisieren?

»Schon in der Bibelturmdebatte konnte ich Unterstützung aus verschiedensten politischen Lagern generieren. Ich weiß daher, dass viele Stadtratsmitglieder den offeneren Diskurs genauso herbeisehnen wie ich. Ein wie in anderen Städten von Parteien plus Bürgerschaft getragenes Stadtentwicklungskonzept gibt dabei einen politischen Rahmen vor und würde den Flickenteppich der verstreuten Mainzer Politikprojekte beenden und so eine viel breitere Akzeptanz für echte Sachpolitik schaffen. Auch im Stadtrat.«

Martin Ehrhardt, DIE PARTEI

Martin Ehrhardt, DIE PARTEI

Martin Ehrhardt, DIE PARTEI

Martin Ehrhardt, DIE PARTEI, 29 Jahre, Lehramtsstudent – seine Antworten sind komprimiert und weichen –bewusst – von deutschen Rechtschreibregeln ab:

Zunächst werde ich eine teilnhemende Beobachtung als Verkehrspolizist machen. Ich selbst halte mich insb. dann an die Regeln, wenn ich genügend Zeit habe. Ich demonstriere das kurz: Jetzt habe ich Zeit. Diesmal bin ich DEzent in eile weshalb ich mich nicht an alle REgeln halte. Sie sehen: Mit der Gemütlichkeit kommt auch die Ruhe, die Regeln zu kennen und ihre Vorteile zu sehen. Daher: Mainz noch gemütlicher machen als Ebling uns zu suggerieren versucht und für Ruhe und Muße sorgen. Dafür muss ich natürlich die ganz großen Hebel in Bewegung setzen lassen, aber mit meinen vier Beigeordneten Ebling, Haase, Rößner und Malcherek werde ich die vier Jahre meiner Amtszeit gut nutzen. Danach Neuwahl mit beidem: OB’in UND OB.

Wie wollen Sie Mehrheiten im Mainzer Stadtrat organisieren und die ADD von deren Notwendigkeit überzeugen, um Ihre Vorschläge durchsetzen zu können? 

Wer von Koalitionen redet, hat die Inhalte schon überwunden. Ich werde die Volksvertreter*innen zunächst kennen lernen und fragen, was ihre Wähler*innen genau von ihnen wollten. Die ADD ist ein nettes Amt!

 

| SoS

 

Kommentar zur OB-Wahl: In Bewegung

 




Wahl: OB-Amtskette

Kommentar zur OB-Wahl: In Bewegung

Egal wie die Wahl ausgeht: Endlich bewegt sich was in der Parteipolitik in Mainz. Schon nach der Kommunalwahl war klar: »Augen zu und weiter so«, ist vorbei.

Eins plus vier Kandidatinnen sind äußere Anzeichen der Veränderungen. Ein lebhafter Wahlkampf mit vielen Vorschlägen deren inhaltliche Merkmale. Der OB-Wahlkampf spiegelt wieder, was die Politiker/-innen gerne hätten. Ist die Wahl gelaufen, müssen sie ihre Wunschvorstellungen in die Realität umsetzen. Dazu braucht ein/-e OB Mehrheiten. Im Stadtvorstand und im Stadtrat.

Der Mainzer Stadtvorstand besteht aus zwei GRÜNE-, zwei SPD- und einer CDU-Dezernentin. Diese Zusammensetzung kann aufgrund deren Amtszeit frühestens 2025 geändert werden. Mit den drei Frauen und zwei Männern muss die oder der neue OB zusammenarbeiten, heißt, die eigenen Ideen den Kollegen/-innen so schmackhaft machen, dass die sie umsetzen.
Außerdem führt OB Ebling derzeit ein eigenes Dezernat. Dessen Aufgabenzuschnitt kann geändert werden. Die/der OB kann Verkehrsüberwachung oder Wirtschaftsförderung oder Stadtplanung zur „Chefsache“ machen und in ihr/sein Dezernat überführen. Dazu braucht es eine Mehrheit – im Stadtrat.
Jede/r OB muss bei (fast) allen Entscheidung die Mehrheit im Stadtrat überzeugen, damit sie zustimmt. Das engt den Handlungsspielraum eines Stadtoberhaupts ein. Die finanzielle Lage setzt ebenfalls Grenzen. Bei allen größeren finanziellen Vorhaben schaut die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion genau hin. Gerät die Balance zwischen Einnahmen, Ausgaben und Investitionen ins Wanken, zückt sie den Rotstift.

Egal wer das Amt bekleidet, braucht gute Kontakte zur Landesregierung. Dort wird entschieden, wie viel Geld Mainz über den Landeshauptstadtansatz zur Verfügung gestellt wird, dort wird über die Förderung besonderer Vorhaben entschieden.
Wenn die Bürger/-innen bei ihrer Wahlentscheidung mitdenken, welchen Handlungsspielraum eine oder ein Mainzer OB tatsächlich hat, sind sie nach der Wahl vielleicht nicht so enttäuscht über das, was alles nicht umgesetzt werden kann.

SoS

OB-Wahl: Neues Stadtoberhaupt in Mainz gesucht




verkehrskontrollen Höfchen

Ludwigsstraße & Höfchen: Verkehrskontrollen

Kommentar: Verkehrskontrollen

Das Thema, Verkehrskontrollen in den Mainzer Fußgängerzonen, mag niemand. Die Kommune weist eine Fußgängerzone aus, verbietet die Durchfahrt einer Bushaltestelle – und eine Landesbehörde, die Polizei soll kontrollieren, ob das eingehalten wird.

Schwierig ist das. Zumal in Zeiten, in denen alle, die von Staatswegen irgendetwas kontrollieren sollen, alle Hände voll zu tun haben. Und die Ausdünnung des Personals in den letzten Jahrzehnten eine hohe Belastung der noch verbliebenen bedeutet. Die Neuanstellungen, egal ob bei der Polizei oder den kommunalen Ordnungsbehörden reichen nicht aus. Denn im gesellschaftlichen Miteinander ist ein Trend zu beobachten, der sich so zusammenfassen lässt: »Wir sind alle mündige Bürger und wir brauchen niemanden, auch keine Uniformträger/-innen, die uns sagen, was wir zu tun oder zu lassen haben. Wenn wir durch die Fußgängerzone fahren wollen, tun wir es. Wer sollte uns davon abhalten?«

Ermahnungen von Uniformtragenden sicher nicht. Und die Zahlung von Bußgeldern nur dann, wenn deren Höhe »weh tut«. Weh tut auf jeden Fall die Beobachtung, dass sich »der Staat«, in diesem Falle, die in Mainz für die Einhaltung von Verordnungen und von Gesetzen zuständigen Behörden aus der Verantwortung stehlen. Besteht erst dann Handlungsbedarf, wenn jemand zu Schaden kommt?

| SoS

 

Verkehrsüberwachung: Bitte übernehmen Sie!




Verkaufsoffener Sonntag

Mode in Mainz: Verkaufsoffener Sonntag

Was gibt es Neues? Zum Anziehen, zum sich und andere Schmücken? Kommen Sie in die Mainzer Innenstadt, am 22. September 2019.

Geöffnet sind die Geschäfte in der Mainzer Innenstadt von 13-18 Uhr und der Verkaufsoffene Sonntag dreht sich um Mode: Die anzieht und anregt, für gute Laune sorgt und Freude macht – zumal sich zu dem, was gemeinhin als Mode verstanden wird, nicht nur Dessous, Unterwäsche und Bademoden, sondern auch Schmuck, Sportartikel und, Haushaltswaren, zum Beispiel, gesellen.

Liebe zum Detail

Mit Blick auf Herbst und Winter ist es höchste Zeit, die Mainzer Modewelt in Augenschein zu nehmen. Die Mainzer Geschäftswelt lädt Sie ein, in aller Ruhe die vielseitigen und abwechslungsreichen Angebote zu erkunden. Da sind die »Großen«, also die Mode-Kaufhäuser mit ihrem wohlsortierten und umfangreichen Warenangebot. Da sind aber auch die vielen »Kleinen«, die zum Teil inhabergeführten Facheinzelhandelsgeschäfte, die sich mit viel Liebe zum Detail auf ihr spezielles Mode-Thema spezialisieren.

Anbieter von spezifischen Sportartikeln, handgefertigtem Schmuck, von Wolle und allem, was zum Stricken benötigt wird (Achtung: Weihnachten ist nah und die Freude über handgestrickte Socken ist immer groß!) sind ebenso darunter, wie die »Allrounder« mit Mode von Kopf bis Fuß für Sie und Ihn.

| SoS

Ein Verkaufsoffener Sonntag ohne den Einsatz der Mainzer Verkehrsgesellschaft ist schwer vorstellbar:
Informieren Sie sich über die MVG-Angebote z.B. mit der MVG-App: www.mainzer-mobilitaet.de.




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HOLZ: Möbel bei HOLZ

Warum bleiben die Leute am Schaufenster stehen und kommen nicht rein? Diese Frage stellen sich Andreas Thasler und sein Team. »Bei uns bekommt man auch ein Sofa für 1.400 €.« Anscheinend sind die geschmackvollen Möbel bei HOLZ in der Flachsmarktstraße so dominant wie Furcht einflößend. Und dabei sieht man nur ein Drittel der Verkaufsfläche unseres Geschäfts. »Wir freuen uns über jeden der zu uns in den Laden kommt. Und jeder Kunde wird gut und freundlich beraten.« Also Ihr MAINZER, auf in die Flachsmarktstraße zu HOLZ.

 

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HOLZ: Neues von der Möbelmesse IMM

 

 




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Sie kommen aus dem Urlaub zurück – wenigstens der Kaffee soll mindestens genauso gut sein wie im Urlaub. Sie fangen an zu träumen und verlängern damit den Urlaub. Der Kaffeeduft alleine lässt Sie schon entspannen. Warum kann nicht immer Urlaub sein? Kein Problem, wenn es nur am Kaffee liegt! Bei Saturn gibt es über 60 Kaffeevollautomaten. Und die kann sich jeder leisten. Es fängt an bei knapp 200 € und geht bis….

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Saturn: Ventilatoren und Klimageräte




Denkmalschutz Römisches Theater

Denkmalschutz in Mainz: Im Einsatz für die Denkmäler

Die Liste der Denkmäler, die sich in Mainz befinden ist lang. Zwei, die eine ganz besondere Bedeutung haben, ringen auch ganz besonders um Aufmerksamkeit und um Geld: Das Römische Bühnentheater und die Mainzer Zitadelle.

Die beiden Baudenkmäler liegen nahe beieinander, kämpfen mit ähnlichen Schwierigkeiten und erfreuen sich der Sorge durch Ehrenamtliche, organisiert in den Vereinen Initiative Zitadelle Mainz (IZM) und Initiative Römisches Mainz (IRM).

Was leisen diejenigen, die ihre Freizeit der Erhaltung dieser Denkmäler widmen? Mit Zweien, die seit Jahren wissen, welche Herausforderungen die Ehrenamtlichen zu meistern haben, erörterte DER MAINZER diese Frage: Mit Dr. Hans Marg, Vorsitzender der IRM und Kay-Uwe Schreiber, Vorsitzender der IZM.

»Wir sind der Stachel im Fleisch der Stadt, geht es um das römische Erbe.«

Dr. Hans Marg, Vorsitzender Initiative Römisches Mainz (IRM)

Die Stadt rühme sich ihrer römischen Vergangenheit, aber sie tue zu wenig dafür, sie zu erhalten, stellt Hans Marg fest: »Aber, die schlimmen Zeiten sind vorbei. Nun gehen wir gemeinsam in die richtige Richtung.« Die IRM wisse, es falle der Stadt nicht leicht, Gelder locker zu machen. Alle römischen Altertümer gehören der Stadt Mainz, deren Erhaltung im Etat der Stadt Mainz als »freiwillige Leistung« eingestellt werden müssen. Nachdem das Theater Ende der 1990er Jahre freigelegt, 2006 sogar der Süd-Bahnhof in »Bahnhof Römisches Theater« umbenannt worden war, sei acht Jahre lang nichts mehr geschehen. Bis der Verfall derart sichtbar wurde, dass sich der OB und die Dezernentin der Sache annahmen und Gelder zur Verfügung gestellt wurden, um unter Leitung der Gebäudewirtschaft Mainz (GWM) Mauerreste und Pfeilerstümpfe zu konservieren.

»Wir arbeiten zweigleisig. Einerseits müssen nach und nach alle freigelegten Steine konserviert werden, um sie vor dem Verfall zu schützen. Das kostet Geld. Andererseits müssen wir ein langfristig angelegtes Nutzungskonzept erarbeiten. Das kostet Zeit.« Immerhin sei das Bühnentheater zu einem Projekt der Stadt geworden, bilanziert Marg. Und benennt als »sichtbare Zeichen« die Konservierungsarbeiten. Ebenso die »Einhausung« im Winter als Witterungsschutz. Weitere »sichtbare« Zeichen seien: Fachsymposien, um sich über Konservierungsmethoden zu informieren und über Präsentationsmöglichkeiten. Darin eingebettet sei ein mehrstufiger Bürgerdialog, um Anregungen aus der Bevölkerung aufzunehmen.

Alle Ergebnisse sollen in die Ausschreibung für einen Wettbewerb münden.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Wie lange das dauern wird, kann Marg nicht sagen, aber Qualität gehe vor Zeit, die IRM baue auf ein zukunftsfähiges Konzept. Der IRM-Vorsitzende hält ein städtebauliches Konzept für wünschenswert, in das als »römische Linie« das Museum für Antike Schiffahrt und das neue Römisch-Germanische Zentralmuseum an der Neutorschule, das römische Bühnentheater und der Drususstein eingebettet sind. Das Isis-Heiligtum in der Römerpassage und die Römersteine in Zahlbach seien räumlich zu weit davon entfernt. »Erst wenn wir ein Nutzungskonzept erarbeitet haben, das mit der Stadt abgesprochen, von den politischen Gremien abgesegnet wurde, können wir gezielt um Unterstützung werben: Alle, ob Institutionen wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die rheinland-pfälzische Landesregierung oder private Sponsoren wollen ein Konzept sehen, bevor sie bereit sind, Geld zu investieren.«

In der Zwischenzeit will die IRM durch möglichst viele Veranstaltungen im Theater auf selbiges aufmerksam machen. Allerdings besteht aus Sicherheitsgründen derzeit noch ein Betretungsverbot. Nur das untere Halbrund darf über einen eigenen Zugang betreten werden, wenn IRM- Mitarbeitende dabei sind. »Wir sprechen derzeit mit der Stadt, ob wir mit ihr einen Nutzungsvertrag abschließen. Damit sich potenzielle Veranstalter/-innen, die das Bühnentheater nutzen wollen, direkt an uns wenden können«, berichtet Marg. Und er weist darauf hin, dass die IRM bereits hauptamtlich das Isis- und Mater Magna Heiligtum betreut, was viele Ressourcen bindet.

»Wir führen dennoch auch Gruppen, die sich anmelden gerne durch das Römische Bühnentheater.« Davon abgesehen ist das Theater am 8. September 2019, dem Tag des offenen Denkmals zugänglich. Angeboten werden Führungen und Präsentationen zur Geschichte und Bedeutung des Theaters.

»Denkmal- und Naturschutz zusammen denken.«

Kay-Uwe Schreiber, Vorsitzender der Initiative Zitadelle Mainz

Die Vorgeschichte der Zitadellen-Sanierung ist lang, sagt Kay-Uwe Schreiber und erinnert an die Auseinandersetzungen zwischen Denkmalschutz und Naturschutz in Mainzer Amtsstuben. 2017 wurden die Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen. Nachdem 2015 die Schäden der weit ins Mauerwerk hineinreichenden Wurzeln eines Ahornbaums großflächig das Deckenschalen-Mauerwerk absprengten. Es bestand die Gefahr, dass Teile der Mauer hinabstürzten und die Sicherheit von Passanten/-innen gefährden. Damit wurde die Sanierung von einer »freiwilligen Leistung« zu einer Pflichtaufgabe: 15 Mio. Euro konnten in den Mainzer Etat eingestellt werden und unter Leitung der Gebäudewirtschaft Mainz (GWM) begannen die Sanierungsarbeiten.

Kay-Uwe Schreiber bezeichnet die Begleitung der Sanierungsarbeiten als die Hauptaufgabe der IZM. Sie zu gewährleisten erfordere stetige Absprachen und Verhandlungen mit den Beteiligten. Gleichzeitig müsse die Öffentlichkeit informiert werden, um die Bedeutung des Bauwerks nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und den Willen es zu erhalten, zu fördern. In diesem Jahr lässt sich die Mauersanierung entlang des Zitadellenweges gut verfolgen, auch an der Windmühlenstraße wird an einem Teilstück gearbeitet, ebenso gegenüber der Bastionsspitze Drusus an der Contrescarpe.

Zufrieden äußert sich Schreiber zur »Zitadellen-Bauhütte«, in der mehrere GWM-Mitarbeitende ausschließlich mit den Sanierungsarbeiten für die Zitadelle befasst seien. Der IZM-Vorsitzende begrüßt außerdem die zwischenzeitlich intensive Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: Alle sechs Wochen würden in einer Koordinierungsrunde Vertreter/-innen der Ämter, des Landes, des Nabu und der IZM zusammen die anfallenden Aufgaben besprechen.

Zitadellenfest

Die Öffentlichkeit für das Festungsbauwerk auf dem Jakobsberg zu begeistern ist u.a. Ziel der regelmäßig stattfindenden Festivitäten auf der Zitadelle: Im Frühjahr, »Idyll im April«, »Kunst und Korinthen« im Dezember und jetzt im September das Zitadellenfest. Dabei kooperiert die IZM mit den auf der Zitadelle ansässigen Museen und Vereinen. Dem Stadthistorischen- und dem Garnisons-Museum, mit UNICEF, Armut und Gesundheit, der Kulturei und dem Zitadellencafé, die eigene Beiträge zum Programm beisteuern. Eingebunden sind zudem der Nabu mit einer Naturschutzfachlichen Grabenführung. Und die Initiative Römisches Mainz mit den Führungen durch das Römische Bühnentheater, dass das Zitadellenfest nun zum 16. Mal am Tag des offenen Denkmals (am 8. September 2019) stattfindet ist dabei Tradition. »Wir fühlen uns dazu verpflichtet«, sagt der IZM-Vorsitzende. Allerdings stelle die IZM das Fest unter ein eigenes Motto: »Spurensuche – neue Erkenntnisse aus der Bauforschung.«

Die Festungsstadt Mainz ließe sich  sicherlich noch besser darstellen. Auch in Verbindung mit dem römischen Erbe der Stadt. Das Potenzial auch touristisch besser vermarkten, ist Schreiber überzeugt. Zwar sei die Stadt Mainz Mitglied bei Forte Cultura, dem Europäischen Festungstourismus und Festungsmarketing Netzwerk e.V., aber die kulturhistorische Bedeutung der südlichen Altstadt, vom Museum für Antike Schiffahrt über das neue Römisch-Germanische Zentralmuseum, das Römische Bühnentheater und der Zitadelle bis zur St. Stephans Kirche berge noch viel Potenzial.

Kommentar

Die Arbeit und die Expertise der Ehrenamtler/-innen ist immens – glücklicherweise. Ohne ihren Einsatz wäre das Ziel, die Zitadelle und das Römische Bühnentheater für die Nachwelt zu erhalten und die Voraussetzungen für deren touristische Vermarktung zu schaffen, nicht zu erreichen.

Die beiden Denkmäler gehören der Stadt Mainz. Mainz ist hochverschuldet und hat kaum finanziellen Spielraum für solche »freiwilligen Leistungen«. So wird ein tiefwurzelnder Ahorn im Mauerwerk zum Glücksfall. Aus der »freiwilligen Leistung« eine Pflichtaufgabe, um Gefahren abzuwenden. Das bedeutet einige Millionen Euro, um die Zitadellen-Mauer zu sanieren. Zynisch ist das. Und Realität.

Die Vision, die herausragenden kulturhistorischen Erinnerungen in der südlichen Altstadt so zusammenzufassen, dass sie von Mainz-Besucher/-innen in einem Rutsch besucht und erkundet werden können, braucht einen langen Atem. Hoffentlich geht den Initiativen nicht die Luft aus.

| SoS

www.roemisches-mainz.de
www.zitadelle-mainz.de

 

Komplettsanierung – aber keine Vertreibung?




Goldstein

Goldstein: Deutsche Küche abseits gewohnter Standards

Traditionell deutsch aber auch kess inspiriert zu kochen, eingefahrene Wege zu verlassen, zum Mainstream auf Distanz zu gehen und etwas Neues zu wagen. Das ist der kreative Geist, der die Speisekarte des Restaurants Goldstein im Herzen der Mainzer Altstadt lebendig macht.

Das ist auch der Grund für den großen Kreis treuer Stammgäste, die sich regelmäßig mit Muse und Zeit zum gemeinsamen Essen treffen.

Kochhandwerk mit frischem Esprit

Im Goldstein wird alles haus- und selbstgemacht. Jedes Gericht ist solide Handarbeit. Vorgefertigte Salatdressings sind so verpönt wie Soßenmischungen aus der Tüte. Das gilt auch für Bratkartoffeln und Spätzle, wie für klassische Pürees, original Ravioli oder Maultaschen. Hier wird ein Schmorbraten noch gar geschmort und nicht technisch »schnellgeschmort«.

Erst der Einsatz bewährter Garmethoden entwickelt die Aromen, die unserem Gaumen ein genussvolles Mahl garantieren. Doch was für Fleisch gilt, zählt auch für Gemüse. Immer frisch aus der Region oder weiteren deutschen Landen, wird es aus dem saisonalen Angebot auf den Tisch gebracht. Natürlich bedeutet Frische auch, dass man zu einem schmackhaften Mahl etwas Zeit mitbringen sollte. Denn kross gebratene Bratkartoffeln aus frischen Kartoffelscheiben benötigen etwas mehr Zeit als Vorgegahrtes aus der Vakuumtüte. Die etwas längere Wartezeit belohnt Sie jedoch mit einem ausgefallenen Geschmackserlebnis. Außerdem ist ein Mahl zu kredenzen und nicht nur aufzuessen, entschleunigende Entspannung. So findet man mit guten Freunden und Partnern Zeit für anregende Gespräche, bei einem guten Glas Wein, einem würzigen Bier oder einer ausgefallenen Limonade.

Zum Konzept gehört auch, alle Zutaten zu den einzelnen Gerichten selbst vorzukosten. Vieles wurde auch bei Reisen entdeckt, für gut befunden und mitgenommen. So bezieht das »Goldstein« ländlich rustikale Limonaden und Fassbrause aus Mecklenburg-Vorpommern, drei verschiedene, naturtrübe Traubensäfte – rot, rosé und weiß – aus der eige­nen Region, sowie Whisky, Gin, Wodka und Schnäpse aus deutschen Edelbrennereien. Das Fleisch für ihre Schnitzel bezieht die Küche aus Rheinland-Pfalz. Besonders Herkunft und Qualität sind die Wertmaßstäbe, nach denen geurteilt wird. Und wie das Tier aufwuchs und gehalten wurde. Zudem werden bei allen Gerichten Lebensmittelunverträglichkeiten berücksichtigt. So sind viele Speisen glutenfrei und auch einige vegan zubereitet.

Experimentell originäres

Nach wie vor ist der »LIMburger«, einer deutschen Analogie zum Hamburger, der Publikumsliebling Nr. 1. und seit diesem Jahr auch als Veggi oder sogar als vegane Variante auf der Karte. Ebenso wie der passend zum Herbst typische »Wildburger« aus Hirsch- und Wildschweinhackfleisch mit einem geheimnisvollen Etwas. Kulinarische Überraschungen sind eben ein Charakteristikum des Goldsteins. Platzreservierungen sind zu empfehlen.

| HJW

Restaurant Zum Goldstein
Kartäuserstr. 3 · 55116 Mainz
Tel. 06131 236 576
www.zum-goldstein.de
Öffnungszeiten
Mo–Fr 17–23 Uhr
Sa und So 12–23 Uhr

 

Restaurant »Zum Goldstein«: Traditionelle Deutsche Küche mit frischen Ideen




Mi Vesto

Mi Vesto: Die richtige Auswahl an Modeher­stellern

Nach gut einem Jahr am Leichhof fühlt sich Farida Arena mit Ihrem Laden »Mi Vesto« sehr wohl in Mainz. Die schicke italienische Mode hat sofort viele begeisterte Kundinnen gefunden.

Dazu gehört na­türlich die richtige Auswahl an Modeher­stellern. Zum Beispiel: Die farbenfrohen Drucke von Riani. Schon ein einziges Muster entfaltet eine lebendige und ausdrucksstarke Wirkung. Ein Schaufenster zeigt leider nur einen kleinen Ausschnitt des Angebots. Deshalb einfach mal in den Laden gehen, Frau Arena freut sich auf Sie.

mi-vesto-logo

MI VESTO
Exklusive Damenmode
Leichhof 19
55116 Mainz
Tel. 0 6131/55 34400
Fax 0 6131/55 34401
info@mi-vesto.de
www.mi-vesto.de

 

Mi Vesto: Klasse statt Masse




Anna Loos

Anna Loos auf dem 3sat-Festival in der Mainzer Innenstadt

Bühne frei für Kabarett, Comedy und Musik. Vom 13. bis zum 21. September 2019 schlägt das traditionsreiche 3satFestival sein Zelt erstmals auf dem Ernst-Ludwig-Platz in der Mainzer Innenstadt auf. Und bietet darüber hinaus ein Public Viewing voraussichtlich im Biergarten im Innenhof des Kurfürstlichen Schlosses.

Beim 3satFestival präsentieren Stars und Newcomer an sieben Abenden Auszüge aus ihren aktuellen Programmen, und an zwei Abenden stehen Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Eröffnet wird das Festival am 13. September vom Mainzer Lokalmatador Tobias Mann und Sebastian Pufpaff, Gastgeber der 3sat-Kabarettshow “Pufpaffs Happy Hour”. In diesem Jahr unter anderen mit dabei: Lisa Eckhart, Christoph Sieber, Abdelkarim, Katie Freudenschuss und Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig.

2 Eintrittskarten für Anna Loos

DER MAINZER verlost zwei weitere Eintrittskarten für die Veranstaltung im 3sat-Zelt auf dem Ernst-Ludwig-Platz in Mainz am 21. September, 20 Uhr mit Anna Loos unter denjenigen, die folgende Frage richtig beantworten:

Wann und wo wurde Anna Loos geboren?

Senden Sie Ihre Antworten mit der Betreffzeile 3Sat-Festival+16.09.2019 bis zum 20. August an: gewinnspiele@dermainzer.net.

 

Die Gewinner/-innen werden per E-Mail benachrichtigt, die Karten an der Abendkasse auf dem Festivalgelände hinterlegt.

SoS/Quelle und Infos: https://www.3sat.de/kabarett/3satfestival

 

3sat-Festival in der Mainzer Innenstadt




3sat-Festival

3sat-Festival in der Mainzer Innenstadt

Bühne frei für Kabarett, Comedy und Musik: Vom 13. bis zum 21. September 2019 schlägt das traditionsreiche 3satFestival sein Zelt erstmals auf dem Ernst-Ludwig-Platz in der Mainzer Innenstadt auf und bietet darüber hinaus ein Public Viewing voraussichtlich im Biergarten im Innenhof des Kurfürstlichen Schlosses.

Beim 3sat-Festival präsentieren Stars und Newcomer an sieben Abenden Auszüge aus ihren aktuellen Programmen. Und an zwei Abenden stehen Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Eröffnet wird das Festival am 13. September vom Mainzer Lokalmatador Tobias Mann und Sebastian Pufpaff, Gastgeber der 3sat-Kabarettshow “Pufpaffs Happy Hour”. In diesem Jahr unter anderen mit dabei: Lisa Eckhart, Christoph Sieber, Abdelkarim, Katie Freudenschuss und Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig.

DER MAINZER verlost zwei Eintrittskarten für die Veranstaltung im 3Sat-Zelt auf dem Ernst-Ludwig-Platz in Mainz am 16. September, 20 Uhr. Mit Martin Frank (Es kommt wie es kommt), H.G. Butzko (Echt jetzt) und Nessi Tausendschön (30 Jahre Zenit) unter denjenigen, die folgende Fragen richtig beantworten:

  1. Wo wurde Martin Frank geboren?
  2. Wie hieß das erste Bühnenprogramm von HG.Butzko
  3. Welche Ausbildung schloss Nessi Tausendschön 1983 ab?

Senden Sie Ihre Antworten mit der Betreffzeile 3Sat-Festival+16.09.2019 bis zum 20. August an: gewinnspiele@dermainzer.net.

 

Die Gewinner/-innen werden per E-Mail benachrichtigt, die Karten an der Abendkasse auf dem Festivalgelände hinterlegt.

SoS/Quelle und Infos: https://www.3sat.de/kabarett/3satfestival

 

Anna Loos auf dem 3sat-Festival in der Mainzer Innenstadt




E-Mobilität

E-Mobilität: Und Weiter geht es Im Schneckentempo

Viel wurde geredet und geschrieben über die E-Mobilität, als DIE Lösung, um den Co2-Ausstoß zu reduzieren. Klar ist, ohne entsprechende Ladeinfrastruktur werden kaum Autofahrende umsteigen. Warum gibt es dann in Mainz so wenige öffentliche Ladepunkte?

E-Mobilität. 2016 gab es in Mainz elf öffentliche Standorte mit 21 Ladepunkten, an denen E-Autos Strom laden konnten. Im selben Jahr hat der Mainzer Stadtrat eine »Handlungsstrategie Elektromobilität« verabschiedet. Darin werden folgende Handlungsfelder genannt: E-Flotten, E-Quartiere, E-Netzwerke, ÖPNV und Fahrradverleihsystem.

Zum Ausbau der Ladeinfrastruktur heißt es: »Eine Analyse des zielgerichteten Ausbaus von Ladeinfrastruktur sollte, neben reinen Bedarfen oder Ausbauzahlen, mögliche Querverbundeffekte mit angrenzenden Verkehrssystemen, wie z.B. dem ÖPNV oder dem Fahrradmietsystem, umfassen. In den Anlagen ist ein Handlungsleitfaden samt Checkliste und Mustergestattungsvertrag beigefügt, der rechtliche, formale und gestalterische Aspekte für ein formalisiertes Genehmigungsverfahren durch die Stadt Mainz ermöglicht.« (S.13)
Das klingt nicht nach einer forcierten Zielvorgabe für den Ausbau der E-Mobilität.

2019 betreiben die Mainzer Stadtwerke (MSW) in der Stadt Mainz 24 Standorte mit 48 Ladepunkten. Innerhalb von drei Jahren können statt 21 E-Autos nun 48 E-Autos gleichzeitig Strom tanken – öffentlich wohlgemerkt. 2019 im Sommer: Die Stadt Mainz sieht aufgrund der geringen NOx-Grenzwertüberschreitungen keine Veranlassung, ab September 2019 ein Dieselfahrverbot zu verhängen, lautet die Antwort der Mainzer Pressestelle auf eine MAINZER-Anfrage.

Im Green City Masterplan, der 2018 verabschiedet wurde, um das Verwaltungsgericht davon abzuhalten ein Dieselfahrverbot zu verhängen, wird die E-Mobilität als ein Baustein genannt, um die Co2-Belastung in der Stadt zu verringern. Allerdings geht es um den ÖPNV, um Fahrzeuge der Stadt, bzw. der stadtnahen Gesellschaften, die umgerüstet werden sollen. Vom Individualverkehr ist hier nicht die Rede. Insofern verwundert es wenig, wenn die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladestationen in Mainz ziemlich dürftig ist. Und, so hat es den Anschein, daran wird sich auch nichts ändern.

E-Mobilität: E-Ladeinfrastruktur

Auf Anfrage des MAINZERs erklärt die Pressestelle: »Beim Aufbau der E-Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum durch die Mainzer Stadtwerke stimmen sich die Stadtwerke eng mit der Verwaltung ab. Hier erfolgt derzeit ein starker Ausbau. Ziel ist es, nach der Versorgung der Innenstadt nun auch in allen Stadtteilen Ladeinfrastruktur aufzubauen. Auch die Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks wird schrittweise vorangetrieben – 24 Pkw/Lkw in den nächsten Monaten, darunter auch elektrische Müllfahrzeuge. Hinzu kommen noch die E-Busse und die Brennstoffzellen-Busse.«

Der »starke Ausbau« der Ladeinfrastruktur sind die von der MSW (siehe unten) genannten 24 neuen Ladepunkte: weitere 24 Autos, die öffentlich Strom tanken können.

Da die MSW der Ansprechpartner für die e-Ladeinfrastruktur in Mainz und Rheinhessen sind, ließ sich DER MAINZER von der MSW-Pressestelle den »Stand der Dinge« zusammenfassen, denn, so viel ist vorab klar, es hakt an einigen Stellen gewaltig – nur an welchen? Geht es um den »politischen Willen« oder gibt es andere, technische und finanzielle Hemmnisse?

Stand der Dinge

Die Mainzer Stadtwerke AG betreibt aktuell 76 Ladepunkte an 38 Standorten. Davon liegen 48 Ladepunkte an 24 Standorten in der Stadt Mainz, 24 Ladepunkte an 12 Standorten im Landkreis Groß-Gerau (dort ist die MSW-Tochter Überlandwerk Groß-Gerau GmbH aktiv) und 4 Ladepunkte an 2 Standorten in der Verbandsgemeinde Gensingen-Sprendlingen.

Die Auslastung an den meisten Ladesäulen sei sehr gut. Etwas weniger genutzt würden die Lademöglichkeiten in den Parkhäusern. In den letzten beiden Jahren hätten die MSW in die öffentliche Lade-Infrastruktur mehr als 300.000 Euro investiert. Hinzu kämen Betriebskosten für Wartung, Instandhaltung, etc..

Warum geht der Ausbau der Ladeinfrastruktur so langsam voran?
Nach Ansicht der MSW darf die öffentliche Ladeinfrastruktur nicht isoliert als eine Art alleiniger Hemmschuh für den rascheren Ausbau der Elektromobilität betrachtet werden. Auch Vermieter, Wohnungsgesellschaften, Arbeitgeber usw. müssten mehr in die Pflicht genommen werden. Außerdem müsse der Bund dringend das WEG-Gesetz dahingehend anpassen, dass der Ausbau in Tiefgaragen von WEGs nicht mehr so leicht blockiert werden kann. Letztlich sei es auch eine Sache der Angebote der Auto-Industrie an geeigneten und günstigen Fahrzeugen sowie Sache der Bürger/-innen, ob und wann sie umsteigen auf ein Elektroauto.

Welche Kosten wird der weitere Ausbau verursachen und wer trägt diese Kosten?
Pro Jahr wollen die MSW etwa 200.000 Euro in den Ausbau stecken. Die Höhe hänge davon ab, wie viel Fördergelder der Bund zur Verfügung stellt und ob die MSW AG auch eine Förderung bekommen. Geplant ist, Ende 2019 / Anfang 2020 an weiteren 12 Standorten 24 neue Ladepunkte zu errichten.

E-Mobilität: MSW-E-Ladestationen

Bislang ist der Strom an MSW-E-Ladestationen kostenlos. Warum? Wie lange noch?
Die Abrechnung und das Bezahlsystem von Ladestrom an öffentlichen Ladesäulen ist insbesondere eine Frage der dahinterliegenden IT- und Vertragssysteme sowie der Sicherstellung eichrechtkonformer Messung. Als die MSW 2016/2017 in den Ausbau der Ladeinfrastruktur einstiegen, waren geeignete systemtechnische Voraussetzungen nur unzureichend gegeben. Alle Lösungen wären kompliziert für Ladeinteressenten gewesen und sehr teuer in der Abwicklung. Da anfangs keine extrem hohe Nachfrage erwartet wurde, sollte die E-Mobilität durch kostenfreies Laden und ein niederschwelliges Angebot im öffentlichen Raum unterstützt werden. Inzwischen sei die Nachfrage deutlich gestiegen. Und die Entwicklung von Abrechnungs-/Bezahlsystemen so weit fortgeschritten, dass mittelfristig Bezahlprodukte an den öffentlichen Ladestationen angeboten würden. Die Höhe der Tarife und auch die Art der Produkte (Flat, Kilowattstunden-scharf etc.) stünden noch nicht fest.

Welche Anforderungen stellt der weitere Ausbau der Elektromobilität an die Stromnetze?
In Abhängigkeit vom derzeit noch unbekannten Szenario »Wieviel Elektromobile wird es bis wann geben?« würden die Stromnetze in den nächsten Jahren über alle Spannungsebenen zunehmend belastet. Die Mainzer Netze GmbH verstärke im Rahmen von Netzerneuerungsmaßnahmen seit längerem die Leistungsfähigkeit des Niederspannungsnetzes und der Trafostationen. Durch den gezielten Einbau von Messsensoren beobachte die Mainzer Netze die aktuelle Auslastung bestehender Niederspannungsnetze, um im Bedarfsfall mit intelligenter Netztechnik – Schlagwort Smart Grid – steuernd eingreifen zu können. Insbesondere für vermutete Ladeschwerpunkte bei großen Arbeitgebern und bei Großgaragen im Stadtzentrum habe sich der Mainzer Netzbetreiber bereits Reserveflächen für weitere Umspannwerke gesichert. Im Bedarfsfall könne schnell reagiert werden.

Kommentar

Die E-Mobilität ist kein Allheilmittel, um Schadstoff- und Verkehrsprobleme zu lösen. E-Fahrzeuge helfen, den Co2-Ausstoß zu reduzieren, aber die Straßen werden deshalb nicht leerer. Die Produktion und die Entsorgung der Batterien verursachen zusätzliche Umweltschäden. Insofern ist der zurückhaltende Ausbau der öffentlichen e-Ladeinfrastruktur nur folgerichtig. Ob das Mainzer Polikter/-innen so klar kommunizieren können?

| SoS

 

Stromtanken

Stromtanken bei der EWR AG (Worms) und der ENTEGA AG (Darmstadt)

EWR: 34 öffentliche Ladesäulen, mit jeweils zwei Ladepunkten in Rheinhessen (einer ist in Mainz).

ENTEGA: 150 öffentliche Ladestationen in Südhessen – über 50 Kommunen bspw. Darmstadt, Münster, Groß-Umstadt, Michelstadt, etc. (keinen in Mainz).

Wie viel kostet das Stromtanken an den Ladestationen?

EWR: Die Preise unterscheiden sich je nach Säulentyp, fast alle Ladesäulen in Rheinhessen (bis auf zwei Ausnahmen) sind allerdings AC-Schnelllader (Wechselstrom) mit 22 KW. Dort kostet das Laden 39 Ct/kWh inkl. Mwst. Bei stärkeren DC-Schnellladesäulen (Gleichstrom) mit 50 KW sind es 7,95 € inkl. MwSt. pro Ladevorgang.

ENTEGA: Die kWh kostet aktuell 0,36 € brutto.

Kooperation mit anderen Energieversorgern bei Tarifen und Abrechnungsmodellen für das Stromtanken?

Alle EWR Ladesäulen sind Teil des bundesweiten eRoaming-Ladenetzwerks, mit rund 5000 Ladepunkten. Diesem Ladenetzwerk gehören rund 175 Energiedienstleister sowie 700 Städte und Gemeinden an. An allen Ladesäulen des eRoaming-Netzwerks ist das Laden für EWR-Autostrom-Kunden innerhalb des Tarifs möglich.

Mit der ENTEGA Ladekarte hat der Nutzer Zugang zu über 80.000 Ladestationen in Europa. Im Partnernetzwerk sind beispielsweise Stromnetz Hamburg; Stadtwerke Rostock AG, Stadtwerke Norderstedt, Stadtwerke Winsen, Maingau Energie GmbH, EnBW u.a.

Infos zur e-Mobilität, auch zu den Förderprogrammen:
www.mainzerenergie.de/elektromobilitaet
www.ewr-gruppe.de/innovation/e-mobilitaet
www.entega.de/elektroauto-laden
Wie stellte sich die Förderung der E-Mobilität in Mainz 2017 dar?

Strom und Mobilität




Mogunzius-Symbol

Unsere Mainzer Innenstadt…

…soll attraktiver werden, für Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Touristen. Nebenbei gesagt habe ich an unserer Innenstadt gar nicht viel auszusetzen, aber da scheine ich wohl der Einzige zu sein.

Das Ziel der Steigerung der Attraktivität hat sich ein angeblich unabhängiger Verein gestellt und das schon seit 1997, der Mainz City Management e.V. Dieser Verein bringt, so die eigene selbstbewusste Ansage, »Bürgerengagement, Politik, Wirtschaft und Einzelhandel an einen Tisch, setzt Impulse und bündelt Kräfte für ein lebendiges Stadtzentrum.« Darüber hinaus bestellt der Verein einen Citymanager, der den Dialog fördert.

Die Mitgliedschaft ist breit gestreut, ein Großkonzern aus Ingelheim, ein Energieversorger aus Worms und einer aus Darmstadt, eine bundesweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ein Sanitärunternehmen aus Saulheim, ein Musikverlag, ein Architekt usw. Die Vorsitzende dieser bunten Gesellschaft ist die Chefin der Handwerkskammer. Seltsam, ich wusste gar nicht, dass wir die Innenstadt auch attraktiver für das Handwerk machen sollen. Man lernt immer dazu.

Zu den Mitgliederversammlungen kommen 30 – 35 Lobbyisten und die Vorsitzende berichtet regelmäßig von der erfolgreichen Arbeit. So soll zum Beispiel jeden Samstag nach dem Mittagsläuten des Doms ein Posaunenquartett auf dem Balkon von Wilma Wunder ein kurzes Konzert spielen.

In dem Zusammenhang bin ich auf ein Unternehmen gestoßen, das den ansprechenden Namen »mainzplus Citymarketing GmbH« trägt. Die betreiben die Rheingoldhalle, das KUZ und den Frankfurter Hof, organisieren die Konzertreihe Summer in the City und vieles mehr. Vorsitzende des Aufsichtsrats ist die Lottofee im Rathaus, Frau Matz, die durch den kurzfristigen Rückzug des FDP-Manns zu Amt, Würden und Gehalt gekommen – ein Sechser im Lotto…. Die Gesellschaft hat den Anspruch »Menschen nach Mainz« zu bringen und sorgt sich also auch um die Attraktivität.

Ach ja, dann gibt es noch die Werbegemeinschaft Mainz e.V., nach eigenen Aussagen die älteste und stärkste Interessengemeinschaft zur Förderung der Mainzer Innenstadt. Der Vorsitzende ist ein Juwelier, da soll noch einer sagen wir Meenzer wären arm‘ Leut‘.
Last (?) not least haben wir noch ein Amt für Öffentlichkeitsarbeit, für das ist nicht die Lottofee sondern der Oberbürgermeister himself verantwortlich.

Wir müssen uns also keine Sorgen machen, es arbeiten so viele daran unsere Innenstadt zu verändern, dadurch wird sich bestimmt nichts verändern, bis auf die Posaunen…

| Mogunzius

Mogunzius: Bei Rot über die Ampel




Botanischer Garten

Botanischer Garten: Sommerfest

Es ist der jährliche Höhepunkt im üppigen Veranstaltungsprogramm des Botanischen Gartens der Mainzer Universität und wartet vor allem mit üppigen Pflanzen auf: Das Sommerfest am 25. August 2019 von 11 bis 18 Uhr.

Es ist eine ganz besondere Atmosphäre: ein Garten mit etwa 8.000 verschiedenen Pflanzenarten! Viele davon werden sich zum Sommerfest am 25. August 2019 mit ihren schönsten Blüten präsentieren.

Nicht nur Pflanzenfreunde pilgern seit 2001 alljährlich zum Sommerfest des Botanischen Gartens. Das Fest spricht alle Altersgruppen an und fordert bei vielen Aktionen zum Mitmachen auf. Etwa einhundert ehrenamtliche Helfer/-innen sind im Einsatz und tragen dazu bei, dass der Erlös des Sommerfestes über den Freundeskreis des Botanischen Gartens direkt in Projekte fließt, die den Garten als Bildungseinrichtung weiter stärken und ihn noch attraktiver machen.

Ein Auszug aus dem abwechslungsreichen Programm

  • 11 – 16 Uhr – Führungen alle 30 Minuten zu wechselnden Themen
  • Apothekerkammer Rheinland-Pfalz: Pflanzenextrakte und weitere Aktionen
  • Freundeskreis Botanischer Garten: Infos zum Bauerngarten, Kaffee, Kuchen, Getränke
  • Gartenakademie Rheinland-Pfalz: Werner Ollig – Pflanzendoktor und Beratung für klimagerechte & vielfältige Gärten!
  • Gärtnerinnen und Gärtner des Botanischen Gartens: Pflanzenbasar und Sektstand
  • Grüne Schule des Botanischen Gartens: Mitmachprogramm für Kinder und Erwachsene
  • Freie-Saaten e.V. »Iggelheim«: Regionale Saatgutinitiative
  • Livemusik: 11.30 Uhr: Rheinblech – reinste Blechblasmusik, 13.30 Uhr: Milosh Manouche – das Mainzer Gypsy-Jazz Ensemble, 15.30 Uhr: Bändi – Finnischer Tango.

| SoS

Textgrundlagen und Infos: www.botgarten.uni-mainz.de/sommerfest-2019



Summer in the City: Symphonic Rock

Symphonic Rock Night: Konzertsaal unter freiem Himmel

Am 18. August schließt traditionell die Mainzer Symphonic Rock Night die Open-Air Reihe »Summer in the City« ab. Auf der Bühne treffen Rockband Jammin Cool und das Orchester Sinfonietta aufeinander.

Zwei großartige Ensembles, die ein Cross-Over Konzert vor der schönsten Kulisse in Mainz zum Besten geben. Konzertbesucher dürfen sich auf ein besonderes Hörerlebnis freuen: In diesem Jahr sorgt die 3D Audio Beschallung für einen Sound, der den Domplatz zum besonderen Konzertsaal unter freiem Himmel macht.

Inhaltlich hat sich Produzent Heiko Schulz in diesem Jahr vorgenommen, dem legendären Woodstock Festival vor 50 Jahren Tribut zu zollen.

Joe Cockers Version des Bea­t­les-Klassikers »With a little help from my friends« wird im orchestralen SpatialSound ebenso zu hören sein, wie die rockig, soulige Version »Love the One You‘re With« von Crosby, Stills & Nash. Beliebte Jammin‘ Cool Groove-Klassiker von Chaka Khan werden den Fans zu späterer Stunde mächtig einheizen. Musikfans, die klassischen Orchesterklang vereint mit rockigen Klängen lieben, kommen bei diesem Konzert garantiert auf ihren Geschmack. Das Songrepertoire ist wie in jedem Jahr neu zusammengestellt und besticht durch seine Einzigartigkeit.

Es sind auch noch wenige Karten für Mainz und Ingelheim verfügbar, nur sollte man nicht allzu lange warten.

| SoS

Textquellen, Infos und Karten: www.summerinthecity-mainz.de
Hinweis: am 25.8.19 um 19 Uhr findet die 1. Ingelheimer Symphonic Rock Night statt.
www.symphonic-rock-night.de



Polizei

Die Polizei und die Talsohle

Polizeipräsident Reiner Hamm sagte im MAINZER-Interview in der Juli-2019-Ausgabe, »die personelle Talsohle liegt hinter uns.« Ingo Schütte, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, ist anderer Meinung.

»Es gibt in Rheinland-Pfalz immer noch zu wenige Polizisten. Das hohe Niveau polizeilicher Arbeit kann nur aufgrund der Motivation und der Kollegialität gehalten werden«, so der Hauptkommissar. Seit Jahren arbeiteten viele Kollegen/-innen am Limit, Personallücken der Polizei würden durch Zusatzschichten gestopft. »Erst in zwei, drei Jahren werden wir eine deutliche Entlastung spüren. Vorausgesetzt es gelingt auch weiterhin pro Jahr 500 neu ausgebildete Polizeibeamten/-innen in den Dienst zu entlassen.«

Bei den Anwärter/-innen müsse mit einer Abbruchquote von 10-15 % gerechnet werden. Weshalb von den 580 Anwärter/-innen, die die Ausbildung in der Regel beginnen, nicht alle in den Dienststellen ankämen.

Die hohen Einstellungszahlen seien schon aufgrund der vielen Polizisten/-innen, die in den Ruhestand gehen, erforderlich. »Vor 40 Jahren, zu Zeiten der RAF, wurden viele Polizisten/-innen eingestellt, die scheiden nun aus. Gleichzeitig erfordert aber die aktuelle Sicherheitslage infolge von Ereignissen, wie dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz, eine entsprechende Personal-Aufstockung.«

Derzeit, so Schütte, seien 8.850 Vollzeit-Äquivalente (40-Stunden-Woche) im Einsatz. Die Landesregierung wolle bis zum Ende der Legislaturperiode 9.160 Vollzeit-Äquivalente erreichen. Die GdP fordere 10.000 um die Belastung der einzelnen Beamten/-innen zu reduzieren. Einfach sei es nicht, genügend junge Menschen dazu zu bewegen, in Rheinland-Pfalz Polizistin oder Polizist zu werden, meint der rheinland-pfälzische GdP-Vertreter. »Im Rhein-Main-Gebiet befinden wir uns in direkter Konkurrenz zu den Arbeitgebern Bundeskriminalamt und der hessischen Polizei. Beide bieten eine höhere Bezahlung an.« Auch für die Polizeiarbeit unerlässliche Fachkräfte, wie IT-Ermittler und Cyberanalysten, seien schwer zu finden. Deren Eingruppierung in untere und mittlere Gehaltsgruppen sei nicht attraktiv. Gleichzeitig die Nachfrage nach solchen Fachkräften groß.

| SoS

 

Statistik contra Gefühl: Wie sicher ist Mainz?