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Staatstheater: Im Wald hört einen niemand, wenn man schreit.

Lucia Bihler inszeniert »Die Verwirrungen des Zöglings Törleß«

Es beginnt als harmloser Schülerstreich und endet in den Abgründen menschlicher Grausamkeiten. Robert Musils Roman »Die Verwirrungen des Zöglings Törleß« spielt in einem Internat in der Provinz. Törleß und zwei seiner Mitschüler erwischen Basini beim Stehlen. Ihre Verschwiegenheit kommt ihn teuer zu stehen. Sie erpressen ihn. Getrieben von der Neugier, Macht auszuüben und die Grenzen dessen, was ein Mensch sich gefallen lässt, auszuloten, foltern sie den Mitschüler physisch und psychisch.

Die Regisseurin Lucia Bihler – designierte Hausregisseurin an der Berliner Volksbühne – interessiert sich in ihrer Inszenierung am Staatstheater Mainz vor allem dafür, wie Jungen unter einem Bild von Männlichkeit, dass sie zu erfüllen haben. Sie macht auf der Bühne diesen gesellschaftlichen Mechanismus sichtbar, indem sie alle Rollen von Frauen spielen lässt. Die Handlung verlegt sie in einen Wald, der zum rechtsfreien Raum für die Grausamkeiten der Protagonisten wird.

| SoS

Premiere am 17. Mai, 19.30 Uhr im Kleinen Haus
www.staatstheater-mainz.com