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Editorial


Titelbild DER MAINZER Nr. 256

Auf ein Neues!

Es bricht an das Jahr Eins nach Beutel. Außerdem das Jahr Eins mit dem Neuen. Was drei der Kandidaten, die OB werden wollen, vorhaben, lesen Sie auf Seite 4, 5. Und in der Februar-Ausgabe.

Es beginnt das Jahr Eins des Sparens. Jetzt wird es ernst. Für uns alle. Nicht nur für die Volksvertreter. Die haben das Sparpaket ausgehandelt und verabschiedet. Wir zahlen. Und lernen, mit weniger öffentlichen Dienstleistungen zurechtzukommen. In diesem Wir sind die ehren- und hauptamtlichen Politiker übrigens eingeschlossen. Die sind nicht nur Vertreter sondern auch Volk.

Es bricht über uns herein der erste Früh­ling mit heftigstem Getöse von oben. Nahe­zu flächendeckendem Flugzeuglärm. Wer, beispielsweise, auf der Frankenhöhe, in Hechtsheim und Weisenau wohnt, hält sich bei offenem Fenster schon seit Jahren die Ohren zu. Alle anderen werden es lernen müssen.

Es startet in Sachen Himmelskrach auch das Jahr einer bahnbrechenden Entschei­dung. Es geht um das Urteil des Bundes­verwaltungsgerichts in Leipzig. Bleibt das Nachtflugverbot? Wird es gelockert? Gar ganz aufgehoben? Möglich, dass dieses Urteil einige Sollbruchstellen für die Nord­westbahn beinhaltet, bahnbrechend ist, sozusagen. Brechend voll sind auf jeden Fall die Säle, wenn über Fluglärm diskutiert wird (Seite 14, 15). Die Überraschung, dass der Lärm schlimmer ist, als befürchtet, wird immer mehr von der Wut abgelöst, dass uns die Versprechen der Entscheidungsträger tat­sächlich nur eingelullt haben (Seite 15 Kommentar).

Es gehen deshalb weiter die Proteste im Jahr Zwei der Montagsdemonstrationen auf dem Flughafen (Seite 16).

Es kommt ins Rollen der Entscheidungsprozess zum Einkaufszentrum Ludwigs­straße. Das könnte ein Meilenstein für das bürgerschaftliche Engagement werden. Wenn tatsächlich die Bürgermeinung einbezogen wird (Seite 43).

Es geht zu Ende die »Aufarbeitung« des Fehlverhaltens von Rainer Laub als Wohn­bau-Geschäftsführer. Schade. So viele Tat­sachen erfährt das Volk sonst nie.

Es kommt in Gang Jahr Eins mit dem Ehrenkodex des Stadtrates. Unbeeinflusste und am Gemeinwohl orientierte Entschei­dungen erwarten die Bürger. Stimmt. Dass dazu ein Kodex verabschiedet werden muss, ist ein Armutszeugnis.

SoS