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Nebenplatz

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Fotos und Interviews (bis auf das mit Christian Heidel) unseres Nullfünf-Specials wurden allesamt während des vom 05-Fanklub »Auf geht’s« organisierten Fußballturniers am 15. Juli in Waldlaubersheim gemacht. Ein Event, das nicht nur den Spaß und sportlichen Gedanken zur Grundlage hatte, sondern auch einem guten Zweck diente und dem MAINZER deshalb allemal einige Zeilen wert ist. Der komplette Reingewinn des Turniers, an dem insgesamt 18 Mainzer Fanclubs teilgenommen haben, kommt dem Wiesbadener Kinderhospiz »Bärenherz« zu Gute. Und damit dafür am Ende auch eine schöne Stange Geld übrig bleibt, haben die erste Vorsitzende Michaela Herrmann und ihre Vereinskollegen mächtig gewirbelt und jede Menge Organisations- und Verhandlungsgeschick gezeigt. So konnte beispielsweise 05-Stadionsprecher Klaus Hafner gagenfrei als Turniersprecher und -einheizer gewonnen werden. Auch der Platz kostete die Veranstalter keinen einzigen Cent. Als Ausgleich wurde dem heimischen Sportverein als Besitzer lediglich die Bewirtung mit Kaltgetränken und warmem Essen überlassen. Kaffee und Kuchen wiederum wurden in Eigenregie auf die Beine gestellt und waren daher bis auf die Einkaufspreise ebenfalls kostenneutral. Zu guter Letzt waren auch die Preise für die Tombola in keinster Weise gewinnmindernd. Für sie sprangen eine Reihe von Sponsoren in die Bresche. Unterm Strich also eine tolle Idee, perfekt umgesetzt und mit einem Nachspiel. Für 2008 ist eine Neuauflage geplant. Es wäre bereits die Dritte.
Mario Bast

     Bärenherz Stiftung
     Gabriele Orth
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     Fax: 0611 / 1 82 83 - 65
     
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Sport - Nullfünfer

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Das gilt auch in der 2. Liga:

Unsere Fans sind nicht nur super, sondern auch intelligent!


Er ist Stimmungskanone, Einpeitscher und gute Seele in einem, doch auch der persönliche Einsatz von Klaus Hafner konnte den Abstieg »seines« FSV Mainz 05 letztlich nicht verhindern. Wie geht er mit der neuen Situation um und vor allem − wie lange noch? DER MAINZER hat mit dem Stadionsprecher des Fußballbundesligisten gesprochen.
fragezeichenHerr Hafner, die vergangenen drei Jahre dürften Sie keine Probleme gehabt haben, all die Erst- ligastars beim Namen zu nennen. Deshalb flapsig gefragt: ‘Haben Sie schon fleißig die Kader der kommenden Gegner auswendig gelernt?’

Klaus Hafner: (schmunzelt) Das brauch ich zum Glück nicht. Ich bekomme ja vor dem Spiel die Mannschaftsaufstellungen. Von daher steht solch eine Paukerei auch nicht in meinem Vertrag.

Stadionsprecher Klaus Hafner
fragezeichenJetzt mal Spaß beiseite: Sie sind bekannt als Mann, der Mainz 05 regelrecht lebt. Wie hart hat Sie der Abstieg persönlich getroffen, vor allem, nach dem Wellenbad der Gefühle in der Rückrunde.

Hafner: »Ganz klar: Nach drei Jahren Bundesliga tut der Gang eine Stufe nach unten richtig weh. Es ist ja so: Irgendwie denkt man die ganze Zeit, selbst kann es einen nicht erwischen, da werden schon noch drei Andere schlechter sein. Und es hat sich ja in der Rückrunde auch sehr gut angelassen. Aber zum Ende hin hat es sich doch immer klarer abgezeichnet. Zudem bin ich ein Mensch, der sich schnell mit aktuellen Gegebenheiten abfindet. Von daher sage ich: Ob man die zweite Liga nun liebt oder nicht, wir sind diese Saison mit dabei. Punkt.«

fragezeichenWas die Atmosphäre im Bruchwegstadion angeht, dürfte sich ja nicht allzu viel ändern. Die Zahl der verkauften Dauerkarten ist gleich geblieben, das Wörtchen "Ausverkauft" wird auch dieses Mal keine Seltenheit sein. Wie erklären Sie sich diese anhaltende Fan-Euphorie?

Hafner: »Zum einen sind viele Anhänger davon überzeugt, dass wir sofort wieder aufsteigen, das treibt an. Zum anderen aber ist die Atmosphäre bei uns in Mainz einfach etwas ganz Besonderes. Das findest du nirgendwo anders, dass die Gästefans mit Applaus begrüßt werden. Bei unserem ersten UEFA-Pokal-Spiel damals in Frankfurt habe ich nach dem Schlusspfiff mit einem Verbandsverantwortlichen gesprochen und der hat mir gesagt, solch eine Begeisterung und positive Stimmung hätte er in seiner Laufbahn noch nie zuvor erlebt. Das sagt doch alles. Und ich hoffe und bin überzeugt, dass wir das auch in diesem Jahr wieder hinbekommen. Selbst im Derby gegen Kaiserslautern. Denn unsere Fans sind nicht nur super, sondern auch intelligent.

fragezeichen… und sie werden auch von Ihnen entsprechend verbal ‘gebrieft’. Noch immer, muss man ja fast schon sagen. Schließlich wollten Sie ja schon zwei Mal aufhören. Deshalb jetzt mal Butter bei die Fische: ‘Wie lange wird es den Stadionsprecher Klaus Hafner noch geben?’

Hafner: Zu dem Thema wurde schon soviel erzählt und meistens nicht von mir. Deshalb sage ich dazu nichts mehr.

fragezeichenEinige Fans hatten in der Vergangenheit ja ihren Spaß daran, sich nach jeder Toransage in Anlehnung an Ihr Gewicht mit einem lauten: ‚Danke, Fettsack’ zu revanchieren. Mittlerweile aber sind ja fast nur noch ein Strich in der Landschaft. Wie viel Kilos haben Sie eigentlich verloren und wie wollen Sie stattdessen gerufen werden?

Hafner: Stand heute (15.07.07, d. Red.) ist es fast genau ein Zentner, den ich abgespeckt habe. Von daher fände ich ein ‚Derrrappel’ nicht schlecht. übrigens: Abgenommen habe ich nicht deshalb, weil ich zu dick war. Ich war für mein Gewicht einfach nur 20 Zentimeter zu klein. Laut meinem Arzt ist es aber eher unwahrscheinlich, dass ich in meinem Alter noch wachse. Von daher …

Mario Bast