Elternalarm Wochenenden
Sorgenfresser auf Meenzerisch
Kinder können noch so erwachsen sein, Eltern machen sich immer Sorgen. Besonders dann,
wenn der frischgebackene Student
in eine andere Stadt zieht - zum
ersten Mal von Zuhause weg, die
erste eigene Wohnung, das erste
Mal Selbstversorger. Das kann
Eltern schon nervös machen. Vor
allem, wenn sie die Stadt nicht
kennen.
Klaus Hammer vom City-Management kennt das Problem und
hat in Münster die Lösung gefun-den. »Mainz hat immerhin über
40.000 Studenten, viele davon
kommen von weit weg«, erklärt er.
»Die Situation ist nicht viel anders
als in Münster. Dort veranstalten
sie seit 2005 Elternalarm-Wochenenden.« Diese Idee hat Hammer
für Mainz adaptiert.
»Gerade als
Stadt der Wissenschaft müssen
wir über den Tellerrand 2011 gucken«, erklärt der Hochschulkuratoriums-Vorsitzende. »Mein Ziel
ist es, die Universitätsstadt Mainz
noch bekannter zu machen und
besser zu vermarkten. Zurzeit können sich die Unis vor Studenten
gar nicht retten, in drei bis vier
Jahren sieht das aber wahrscheinlich schon ganz anders aus.« Hier
will Hammer ansetzten. Er will
nicht nur den Eltern von heutigen
Mainzer Studenten »seine« Stadt
schmackhaft machen, sondern
auch gleich die Werbetrommel für
zukünftige Studienanfänger rühren.
»Erst vor einigen Wochen hat
mich eine Mutter angerufen, die
sich zum ersten Mal Mainz angeschaut hat. Sie war begeistert.
Hier wäre es toll und sie hätte
noch drei andere Kinder, . Genau
das will ich.« Aus diesem Grund sind die Eltern der Mainzer Studenten vom
18. bis 20. November eingeladen, Mainz unsicher zu machen.
Los geht es mit einer festlichen
Eröffnungsveranstaltung im Frankfurter Hof. Der Samstag bietet
dann jede Menge Programm:
Stadtführungen, Orgelkonzert im
Dom, Vorlesungen und Vorträge
für die Eltern, Debattierclub-Veranstaltung, eine Weinprobe mit
der Studierendengruppe Uni
Vinum, Führungen durch die einzelnen Fachbereiche und natürlich
das Kennenlernen des Campus.
Weil sich viele Eltern Gedanken
um die richtige Ernährung ihrer
Kinder machen, beginnt der Sonntag mit einem Brunch in der
Mensa. Und wer am Samstag was
verpasst hat, kann das am Sonntag nachholen. Dazu gibt es für
die Eltern die »Mainz-Card«, mit
der man kostenlos die öffentlichen
Verkehrsmittel nutzen, an Stadtführungen teilnehmen oder ins
Museum gehen kann. »So wollen
wir mit der Mainzer Herzlichkeit
den Eltern zeigen, dass es ihren
Kindern hier gut geht.«
Infos: www.elternalarm.uni-mainz.de