Hasekaste
Die neue Heimat der Nullfünfer
Seit der FSV Mainz 05 im Juli
vom Bruchweg in die Coface-Arena umgezogen ist, gibt es eine
neue Fankneipe des Vereins am
neuen Stadion. Der »Hasekaste«
hat die legitime Nachfolge des
mittlerweile geschlossenen »Haasekessels« am Bruchweg als
Mainz-05-Verköstigungs-Institution angetreten. Der Geschäftsführer
- unter dem
Stadion-Caterer Gauls
als Betreiber
- ist Milan Stojanow,
der auch schon im »Haasekessel« die Mannschaft
zwischen den Trainingszeiten und
die Fans nicht nur an den Spieltagen bekochte. »Der Milan« ist eine
kleine Berühmtheit unter den
Nullfünfern. Einen »Funktionsträger ohne Titel« nennt der Verein
seinen Koch, seit Stojanov die
Mannschaft im Januar 2010 erstmals ins Trainingslager nach Spanien begleitete, um dort für die gewohnte Qualität des Sportleressens zu sorgen. »Das hat mich
überrascht, aber es war der
Wunsch des Trainers und der Spieler«, sagt Stojanov.
Nun bieten Stojanov und sein
Team an der im Vergleich zum
Bruchwegstadion etwas abgelegenen Coface-Arena täglich außer
montags ab Mittag gutbürgerliche
Küche im Fan-Ambiente an: Von
der obligatorischen Feuerwurst
über die Tapas-Platte bis zu täglich wechselnden Fischgerichten.
Abends kommen häufig Fangruppen, Jugendmannschaften der
05er oder andere Gesellschaften
rund um den Verein im »Hasekaste« zusammen.
Die Wände zieren Fototapeten
von Spielszenen und der Aufstiegsfeier vor dem Dom. Sogar die
Blumenschalen auf den Tischen
sind mit dem Mainz-05-Emblem
verziert. Drinnen wird es am
Samstagmittag sowohl bei Heim-
als auch bei Auswärtsspielen
schon einmal kuschelig eng: Der
»Hasekaste« hat nur rund 60 Sitzplätze im Innenraum. Andererseits: Wer will beim Spiel schon
drinnen sitzen? Draußen finden bis
zu 400 Gäste einen Sitzplatz.
Die Fans loben meist die Qualität der angebotenen Speisen. An
den Spieltagen seien allerdings
die Wartezeiten an der Theke zu
lang, wird oft moniert.
Noch laufen die Fußballspiele
im Innenraum auf zwei Fernsehern. »Eine Leinwand ist aber
noch für dieses Jahr geplant«, verspricht Stojanov. Diese soll vor allem an Tagen mit Auswärtsspielen
- aber auch zu den Heimspielen -
die Fans ohne Eintrittskarten in
den »Hasekaste« locken. Für den
Außenbereich ist für die kalten
Monate auch ein Zelt geplant. Das
soll »im Idealfall noch vor dem
Bayernspiel« am 27. November
stehen, sagt Stojanov.