Jazz Initiative Mainz e.v. im M8
Jenseits des Kommerz
Die Jazzinitiative Mainz e.V., JIM, ist Teil einer lebendigen Mainzer Jazz-Szene. JIM hat sich der Jazz-Fusion verschrieben,
einer variantenreichen Spielart des Modern Jazz, die sich außer am geläufigen Hard Bop im Quintett vor allem an Funk und Soul
sowie an orientalischer Musik und an Ethno orientiert.
Das Domizil von JIM ist das »Haus der Jugend«. »Die Räumlichkeiten im HdJ dienen uns als Stammclub. Auf unsere Veranstaltungen kommen
aber vor allem Erwachsene«, so Dr. Jörg Heuser, Musikhistoriker, diplomierter Jazzmusiker und ehrenamtlicher Vorsitzender. Man achtet
auf niedrige Eintrittspreise, damit auch Schüler, Studenten und Familien sich einen Konzertabend leisten können. Der Jazz-Club von
JIM im Haus der Jugend heißt M8, das steht für Mitternachtsgasse 8. Im M8 laufen auch Veranstaltungen im Bereich Rock, Folk sowie Metall und Punk.
Im großen Saal des Obergeschosses und im kleineren Veranstaltungsraum des Erdgeschosses finden regelmäßig die Jazz-Konzerte vom JIM statt.
»50 Prozent unseres Publikums sind selbst Musiker. Die Atmosphäre ist super!«, berichtet Heuser. Auch die technische Ausstattung und die
Akustik seien erstklassig, außerdem sorge man für ein ansprechend-nostalgisches Ambiente, so der 45-Jährige, der die Jazzinitiative 1988
mit begründete. In Mainz habe man sich die Welt des Jazz jenseits des Kommerzes gerecht aufgeteilt. Neben UpArt und den Jazz-Clubs im
Rheingau und in Nieder-Olm sei JIM das nennenswerteste Projekt.
Seit die Fördertöpfe der Stadt Mainz geschlossen sind, ist es für die Non-Profit-Initiative enger geworden. Dennoch beteiligen sich
regelmäßig Künstler von internationalem Rang und Namen, wie Scott Henderson, Adam Rafferty, Jeff Andrews oder Erik Truffaz. Bei
JIM liegt der Akzent auf einem selbstverständlichen Miteinander von bereits etablierten Bands aus Deutschland, Europa oder den
USA und kleineren Bands aus Rhein-Main.
Dabei achtet man auf die stilistische Breite des Jazz von 1940 bis heute. Es wird nicht nur »Puristisches« geboten, sondern auch die
Randgebiete werden abgedeckt. »JIM hat kein enges Profil im Unterschied zu anderen Jazzinitiativen in Deutschland«, betont Heuser.
Bisher gab es zahlreiche Kooperationen von JIM mit anderen Veranstaltern, z.B. mit dem Frankfurter Hof, dem KUZ, dem Haus Burgund,
dem Institut Francais und der Gutenberg Buchhandlung.
Infos:
Jeden 3. und 4 Samstag im Monat im HdJ, Mitternachtsgasse 8
Die Preise liegen bei 9 Euro, für Mitglieder 5 Euro, ermäßigt 7 Euro
17. April um 20:30:
Niescier-Nenzda Duo
24. April um 20:30:
Florian Werther Quartett
5.Mai um 20:30 Uhr:
Axel Grote Quartett
www.jim.de.gg
Henning Berg