Firmenporträt
Das Buddha-Haus Traben-Trarbach
Das Ende des vergangenen Jahres eröffnete Buddha-Haus kann ohne Übertreibung als einzigartig bezeichnet werden. Es besticht durch seine Komplexität, sein Ambiente und sein Informationsangebot - und überrascht durch seine Lage. Das Domizil von über eintausend Buddhas liegt nur rund eine Autostunde von der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt entfernt in dem romantischen Mittelmoselstädtchen Traben-Trarbach. Initiator des Projektes und Eigentümer der Sammlung ist der gebürtige Mainzer Unternehmer Wolfgang Preuß, Gründer und Besitzer der BFE Studio, Medien Systeme und Nachrichtentechnik AG in Mainz-Gonsenheim, die unter anderem nachrichtentechnische Anlagen und schlüsselfertige Studioeinrichtungen für Fernsehanstalten plant und realisiert. Anfang 1990 kam er mit seiner Frau Brigitte nach Traben-Trarbach. Hier erwarben und restaurierten sie zusammen, mit viel Liebe zum Detail, das 5-Sterne Ayurveda-Hotel Parkschlösschen und 2002 die ehemalige Kellerei Julius Kayser.
BUDDHA & Jugendstil
Das Buddha-Haus in Traben-Trarbach ist eine europaweit einmalige Dauerausstellung für buddhistische Ikonographie, die ihresgleichen sucht. Zum ersten Mal hat die Öffentlichkeit nun Zugang zu dieser bislang privaten Sammlung. Weit mehr als 1.000 Buddhas und circa 750 Miniaturbuddhas, die in den vergangenen 20 Jahren zusammengetragen wurden, fanden in einer alten Weinkellerei in der Moselstadt eine neue Heimat. 3,90 Meter Höhe misst die größte Figur und 2,0 Tonnen wiegt die Schwerste unter ihnen. Diese außergewöhnliche Sammlung deckt alle Richtungen ab, die aus dem Theravada - der ältesten noch existierenden Schultradition des Buddhismus - entstanden sind. Exponate aus Indien, Burma, China, Kambodscha, Laos, Thailand, Tibet, Japan und anderen Ländern werden gezeigt.
Perfekte Kulisse
Die Sammlung ist bewusst auf »Breite« angelegt und trägt Exponate der unterschiedlichsten Typen aus den verschiedensten Regionen zusammen, um die ganze Vielzahl und Vielfalt der existierenden Buddha-Skulpturen abzudecken. Perfekte Kulisse für diese bemerkenswerte Buddha-Sammlung ist die, laut Denkmalbehörde, weltweit einzige, im Jugendstil erbaute Weinkellerei. Sie wurde 1906 von dem Berliner Architek-ten Professor Bruno Möhring entworfen. Nach über zwölfmonatigen Umbauarbeiten konnte der Umzug der außergewöhnlichen Exponate in das Gebäude statt-finden. Die faszinierenden Kunstobjekte aus den unterschiedlichen buddhistischen Regionen fanden genügend Platz auf der rund 4.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche.
Entwicklung durch Wandel
Die umfangreiche Ausstellung lockt ihre Besucher sowohl in das ursprüngliche Gebäude des Weinguts als auch auf den modernen Dachgarten und in den Innenhof. Aufwendige Multimedia-Technik und eine ständig wachsende Datenbank ergänzen die Ausstellung der Exponate. Besucher können sich hier ausführlich über die fernöstliche Lehre und Philosophie informieren und Einblicke in die Vielschichtigkeit des Buddhismus erhalten. Zudem organisiert das Kultur- und Eventunternehmen Media Mystika zusätzlich zahlreiche Experten-Vorträge und andere themennahe Veranstaltungen. Der Ausstellungskomplex soll sich in den kommenden Jahren immer wieder wandeln und dadurch gleichzeitig weiterentwickeln. Neue Exponate werden die Sammlung in einem stetigen Prozess bereichern, variieren und erneuern. Dabei ist es das Ziel, jeden existierenden Buddha-Typus an mindestens einem Beispiel darzustellen, um den Besuchern einen Eindruck von der Vielschichtigkeit der Buddha-Ikonographie zu vermitteln. Die Ausstellung soll über die Lehre des Buddhismus informieren und ebenso auch zum Dialog und Austausch einladen. Zahlreiche Veranstaltungen, die sich in Aufwand und Inhalt weiterentwickeln, fördern diesen Prozess. Das Buddha-Haus ist eine Dauerausstellung, die nicht auf Zeit angelegt ist, sondern ein fortdauerndes Bestehen beansprucht. Es ist ein Zentrum, aus dem heraus verschiedene Aktivitäten, Workshops, Kulturveranstaltungen, Vorträge und Medienproduktionen entstehen werden. Sie alle zusammen sollen den Dialog über das »alte Wissen«, die buddhistische Lehre und andere gesellschaftliche Felder fördern: Themen, die sinnvoll zur Diskussion gebracht werden sollen, um das Leben besser verstehen und meistern zu können und die somit der persönlichen Entwicklung dienen.
(-mdl-)