
Weinwettbewerb:
Extrakt aus 670 Weinen
»Extraktreich« ist eine gute Bezeichnung für die Aufstellung der Weine auf dieser Seite. Denn es handelt sich um die besten Tropfen aus rund 670 Anstellungen für den Wettbewerb des MAINZER. Knapp 90 Betriebe machten mit. Dass nicht alle, die mit Betriebsportraits vertreten sind, Weine einreichten, hat verschiedene Gründe. Einige waren zum Zeitpunkt der ersten Verkostungsrunde Juni /Juli mit ihren besten Weinen noch nicht auf dem Markt (das gilt vor allem für »Große Gewächse« vom Riesling oder diverse Weine der »S«-Klasse, also der betriebsinternen Selektionen). Ein paar verpassten der Termin. Manche lehnen Wettbewerbe generell ab. Einige ließen zwar ihre Weine begutachten, wollten sich aber nicht dem Wettbewerb stellen – in beiden Fällen ersparte das die Anstellungsgebühr. Kein Problem für die Redaktion, weil die Aufnahme in den Führer nicht im Zusammenhang mit dem Wettbewerb steht. Kein Betrieb, der mit einem Portrait dabei ist, musste etwas dafür bezahlen. Auch mit Anzeigen konnte man sich nicht einkaufen. Die Weinqualität ist das einzige Kriterium. Der Wettbewerb lief so ab: Anlieferung der Weine beim Weingut Wittmann in Westhofen (der rheinhessische VDP-Vorsitzende Philipp Wittmann hatte sich freundlicherweise wieder bereit erklärt, uns eine wichtige Hilfestellung zu geben); dann – auf verschiedene Wochen verteilt – in kleinen Runden eine Reihe von Verkostungstagen, bei denen Weine für zwei große Final-Proben ausgewählt wurden. Anschließend Bestellung der Weine bei den Betrieben. Schließlich eine Finalrunde mit zwei Verkostergruppen bei Wittmann ohne die Sortengruppen Riesling und Spätburgunder. Mit dabei: Nur Leute vom Fach mit internationaler Erfahrung oder langjährigem Umgang mit Wein aus Rheinhessen. Dann eine Probe mit den beiden Edelsorten, durchgeführt von engagierten, weinambitionierten Mitgliedern des »Mainzer Weinsenat« im Novotel in Mainz (das die Räumlichkeiten stellte und die Verkostung perfekt vorbereitete). Erfreulich war unter dem Strich das sehr gute Niveau in der Spitze. Besonders viele Weine wurden für die Kategorien Riesling, weiße Burgunderwelt und Silvaner angestellt. Beim Silvaner wurde sein inzwischen hoher Stellenwert in etlichen Betrieben deutlich.
Die Jury
Annette Closheim (Winzerin), Young-Hwa Kim (Weinberaterin), Wolfgang Pies (Weinprüfer), Christine Pröstler (Önologin), Jasenka Wallbraun (Restaurantfachfrau), Wolfgang Behrens (Weinhändler), Heiko Melius (Rheinhessenwein e.V.), Dirk Würtz (Winzer), Jury-Leitung: Rudolf Knoll (Weinjournalist)
Riesling trocken
Sieger: 2008 Mettenheimer Michelsberg, Weingut Sander, Mettenheim
Spätburgunder
Sieger: 2007 Selection, Weingut der Stadt Mainz – Familie Fleischer, Mainz-Hechtsheim
Riesling fruchtig
Sieger: 2008 Spätlese Niersteiner Ölberg »Heinrich Schlamp«, Weingut Schätzel, Nierstein
Edelsüß
Sieger: 2008 Riesling Auslese Hesslocher Mondschein, Wein- gut Wernersbach, Dittelsheim-Hessloch
Weiße Burgundersorten
Sieger: 2007 Auxerrois Spätlese Stadecker Spitzberg, Weingut Hedesheimer Hof, Stadecken-Elsheim
Silvaner
Sieger: 2008 Dittelsheimer Silvaner, Weingut Winter, Dittelsheim-Hessloch
Aromasorten
Sieger:, 2008 Sauvignon blanc »S«, Weingut Bischel, Appenheim
Sekt
Sieger: Illusion d’Illusion Chardonnay/Spätburgunder brut,Weingut Peth-Wetz, Bermersheim
Literweine
Sieger: 2008 Riesling, Posthof Doll & Göth, Stadecken-Elsheim
Portugieser
Sieger: 2007 Flonheimer Rotenpfad Collection Gallé , Weingut Gallé , Flonheim
Diverse rote klassische Sorten
Zwei Sieger: 2007 St. Laurent, Weingut Peth-Wetz, Bermersheim; 2007 Frühburgunder Ingelheimer Pares Selection Rheinhessen, Weingut Mett, Ingelheim
Cuvé es Rot
Sieger: 2006 Cabernet Sauvignon/Merlot, Cisterzienser Weingut Michel, Dittelsheim-Hessloch
Internationale rote Sorten
Sieger: 2007 Cabernet Sauvignon, Weingut Peth-Wetz, Bermersheim
Rosé /Blanc de Noir
Rosé /Blanc de Noir Sieger: 2008 Spätburgunder Blanc de Noir, Cisterzienser-Weingut Michel, Dittelsheim-Hessloch