Gemeinschaftswerk der deutschsprachigen Dombauhütten:
20 Tonnen Dom auf einem Leichter

Mit 20 Tonnen ist es zwar weit
entfernt vom tatsächlichen Gewicht
seines Originals, aber in seinem
Aussehen entspricht es dem
Dom wie er vor 1000 Jahren von
Bischof Willigis erbaut wurde. Am
letzten August-Wochenende präsentieren
die Dombauhütten aus
Mainz, Xanten, Köln, Freiburg und
Basel ihr Gemeinschaftswerk, das
Modell der Dom-Anlage zu Zeiten
Willigis. Die Idee geht auf Domdekan
Heinz Heckwolf zurück, das
Treffen der deutschsprachigen
Dombauhütten vom 28. bis 30.
August in Mainz ist die ideale
Gelegenheit für die öffentliche
Präsentation. Das 1:200 große Vorbild
für dieses neue steinerne, 1:20
große Modell steht im Dommuseum.
Im Januar waren die Arbeitspläne
fertig und mit den
Steinmetz-Kollegen der beteiligten
Dombauhütten geklärt, wer welche
Domteile erstellt. Den Löwenanteil
des Kalkstein-
Modells übernehmen
die Mainzer, die Kosten
werden von zahlreichen
Sponsoren und
Spendern geschultert.
Mittlerweile sind
fast alle Werkstücke
aus allen Dombauhütten
im Mainzer Zollhafen
eingetroffen. Dort
haben die Stadtwerke
Mainz AG Platz zur
Verfügung gestellt, da -
mit die Einzelteile zum
Modell zusammen gesetzt
werden können.
Das ehemalige Hafengelände
ist ideal – sowohl für die
Anlieferung wie für den Abtransport:
die 20 Tonnen Dom werden
auf einem Leichter am 28. August
zum Fischtor transportiert, wo sie
zumindest an diesem Wochenende
bestaunt werden können.
Wie es dann mit dem Willigis-
Dom-Modell weiter geht ist nicht
klar: die Dombauhütte und auch
die Mainzer Gästeführer wünschen
sich einen repräsentativen
Standort mitten in der Stadt – die
Grünfläche am Fischtor würde
sich gut eignen, weiß Dombauhütten-
Steinmetz Jörg Walter, weil so
eine direkte Blickbeziehung zum
heutigen Dom gute Vergleichsmöglichkeiten
ergibt. Die Gästeführer
sehen hier die Chance, die
Entwicklung der Bischofskirche
anschaulich erläutern zu können.
Ob sich Bistum und Stadt Mainz
mit dieser Idee anfreunden können,
dürfte nicht zuletzt eine Kostenfrage
sein.
SoS
Infos: Der Fischtorplatz ist am
28. und 29. August auch Schauplatz
des Handwerkermarkts:
www.hwk.de
www.bistummainz.de