Wahnsinn
Sagen Sie mal...
… wissen Sie eigentlich noch, wie S
ie Ihre Rechnungen bezahlen sollen?
Also, die ganz alltäglichen meine
ich, für's Essen und Trinken, die
Fahrt zur Arbeit, die Wohnung.
Immer mehr Menschen in Deutschland
dürften diese Frage wohl mit
»Nein« beantworten. Denn die
Energie- und Lebensmittelpreise
sind in den vergangenen Monaten
ja nicht nur gestiegen, sondern regelrecht
explodiert. Dagegen sehen
die durchschnittlichen Einkommenssteigerungen
aus, wie
Rohrkrepierer (von den Renten ganz
zu schweigen). Aber was soll's. Wir
haben's ja. So zumindest scheinen
es unsere Politiker zu sehen. Denn
während selbst aus Brüssel (sonst
nicht allzu weit von einer reinen
Steuergelder-Vernichtungsmaschine
entfernt) inzwischen leise
Entlastungstöne zu hören sind, beharren
Bundes-Angie und Co. weiter
auf ihrem »zuerst muss ein schuldenfreier
Bundeshaushalt her«.
Blöd nur, dass der erst für 2011 vorgesehen
ist. Noch blöder, dass dieses
eigentlich hehre Sparziel nur einseitig
zu gelten scheint. Denn die
Etathöhe steigt auch in den kommenden
Jahren munter weiter. Warum
auch sparen. Das macht ja schon der
Bürger. Wobei – eigentlich gibt auch
der deutsche Michel mehr Kohle aus.
Nur halt nicht für sich selbst. Mit jeder
Benzinpreiserhöhung zum Beispiel
spülen wir auch Kassenwart Steinbrück
mehr Geld auf's Konto, der
Mehrwertsteuer sei Dank (umgekehrt
will der uns dafür übrigens noch immer
die Pendlerpauschale kürzen, weil
solche »Ausgaben« ja nicht drin seien
– siehe schuldenfreier Etat).Und
weil die steigenden Energiepreise
auch die öffentlichen Haushalte belasten,
soll erneut der Bürger dafür
geradestehen. Mit
Gebührenerhöhungen. Na toll.Aber
es ist ja nicht so, dass Vater Staat
uns komplett im Regen stehen lässt.
Nein! Immerhin wurde zuletzt das
Wohngeld angehoben. Neue Hartz-
IV-Tarife werden geprüft. Und auch
die Familienförderung wird groß geschrieben.
Eins aber bleibt bei alldem
auf der Strecke: Der persönliche
Leistungsanreiz. Denn wenn ich
40 Stunden pro Woche und mehr arbeiten
gehe, um dann trotzdem auf
staatliche Unterstützung angewiesen
zu sein, hat das nicht wirklich
was mit Ansporn zu tun. Oder ganz
brutal gesagt: Dann kann ich mir
die Plackerei auch ganz schenken.
In diesem Sinne –
Bis zum nächsten Mal.
Ihr Rasta Mobi