Verlosung
Salto Globale - Höhner Rockin´Roncalli Show
DER MAINZER verlost für diese Show am 13. Mai um 19 Uhr 5 x 2 Eintrittskarten. ...zur Verlosung
Hüter der Ordnung
Dem Ruf nach Ordnungshütern wird manchmal reflexartig mit dem Vorwurf, man rede einem Polizeistaat das Wort, begegnet. Nachvollziehbar mit Blick auf die deutsche Geschichte.
Häufig dürfte der Wunsch nach der ordnenden Hand mit persönlichem Unvermögen einhergehen. In Konfliktsituationen den eigenen Standpunkt zu vertreten ohne dem »Gegner« eine runterzuhauen, will gelernt sein.
Klar ist, jedes Gemeinwesen braucht Regeln, um zu funktionieren. Dummerweise reicht es nicht, Gesetze und Verordnungen zu beschließen. Sie müssen eingehalten werden. Am besten freiwillig. Was selten funktioniert. Es bedarf der Hüter, die kraft Amt einfordern, was Menschen nicht befolgen wollen.
»Kampfradler« - der Begriff traf mich ins Mark. Sitze ich auf dem Fahrrad, liegt mir nichts ferner als zu kämpfen. Schon gar nicht um meine Rechte. Die mir oft genug genommen werden. Oder, die ich mir nehmen lasse, weil ich nicht auf deren Einhaltung bestehe.
Ein ungutes Gefühl ist oft die Folge. Oder der Wunsch, ein Schlichter möge kommen und dem Uneinsichtigen unzweideutig erklären: »Sie haben Unrecht, Sie verhalten sich falsch.«
Solche »Streitschlichter« sind dünn gesät. Wenige Menschen sind geeignet, mit klaren Worten und freundlich, Konflikte zu regeln. Die meisten haben einen Dienstausweis und tragen eine Uniform. Ordnungshüter haben jedoch wichtigeres zu tun, als Händel zwischen Radfahrern und Fußgängern und Autofahrern zu klären.
Leider fällt es vielen Zeitgenossen leichter Regeln einzuhalten, wenn sie wissen, es bringt Ungemach oder es kostet Geld - am überzeugendsten wirkt beides zusammen.
Wenn Argumente nicht überzeugen, muss den Menschen anders klar gemacht werden, dass die meisten Regeln dem eigenen und dem Schutz anderer dienen. Dass sie im eigenen und dem Interesse anderer einzuhalten sind. Dort abholen, wo es die meisten am empfindlichsten trifft, am Geldbeutel. Das können nur die Hüter der Ordnung.
Dann würde Radeln auf der falschen Straßenseite und über rote Ampeln zu teuer. Und die Fußgänger und Autofahrer, die Rot als Signal zum Gehen und Fahren sehen, könnten gleich mit zur Kasse gebeten werden.
SoS